Um Gott besser kennenzulernen, wurde Johannes Chrysostomus im Jahr 373 n. Chr. ein Einsiedler in den Bergen nahe Antiochia. Obwohl seine Zeit der Isolation durch Krankheit verkürzt wurde, lernte er, dass er mit Gott an seiner Seite allein gegen jeden oder alles bestehen konnte. Diese Lektion diente Chrysostomus gut. Im Jahr 398 n. Chr. wurde er zum Patriarchen von Konstantinopel ernannt, wo sein Eifer für Reformen die Kaiserin Eudoxia verärgerte, die ihn ins Exil schickte. Nach kurzer Zeit durfte er zurückkehren, doch Chrysostomus erzürnte Eudoxia erneut, die ihn wieder verbannte. Wie reagierte Chrysostomus auf solche Verfolgung? Mit diesen Worten: „Was kann ich fürchten? Wird es der Tod sein? Aber ihr wisst, dass Christus mein Leben ist und dass ich durch den Tod gewinnen werde. Wird es das Exil sein? Aber die Erde und ihre Fülle gehören dem Herrn. Armut fürchte ich nicht; nach Reichtum sehne ich mich nicht; und vor dem Tod schrecke ich nicht zurück.“
Today in the Word, MBI, Oktober 1991, S. 33