Während des Dreißigjährigen Krieges in Europa (1618-1648) wurde der König von Schweden, Gustav Adolf, getötet, während seine Truppen die Schlacht von Lützen, im heutigen Deutschland, gewannen. Schweden war in Trauer versunken, und Regierungsbeamte trafen sich, um zu bestimmen, wie der König ersetzt werden sollte. Einige schlugen eine Republik vor; andere dachten, die Krone sollte an Adolfs Cousin, den König von Polen, gehen. Der Kanzler von Schweden erhob sich und sagte: „Lasst uns nicht von einer Republik oder polnischen Königen sprechen, denn wir haben in unserer Mitte die Erbin des großen Gustavus, seine kleine Tochter, die 6 Jahre alt ist.“ Einige protestierten, dass sie sie noch nie gesehen hätten. Der Kanzler sagte: „Wartet einen Moment, und ich werde sie euch zeigen.“ Er brachte Christina, die Tochter des Königs, herein und setzte sie auf den Thron. Einer der Vertreter, der besonders misstrauisch war, drängte sich nach vorne und schaute ihr intensiv ins Gesicht. Dann wandte er sich an die Versammlung und rief aus: „Schaut auf ihre Nase, ihre Augen, ihr Kinn! Ich sehe im Antlitz dieses Kindes die Züge des großen Gustavus. Sie ist das Kind unseres Königs!“ Aus allen Ecken des Raumes erklang der Ruf: „Christina, Königin von Schweden!“
Quelle unbekannt