Ich begegnete einem bösen, bellenden Hund. Er hatte diesen Blick, der sagte: Wenn ich lange genug lebe, werde ich dich irgendwann beißen! Wie es meine Gewohnheit ist, versuchte ich, den Hund dazu zu bringen, mich ihn streicheln zu lassen, was er natürlich nicht wollte, und er wurde noch bösartiger. Als ich nahe genug kam, um seine Zähne zu sehen, schnappte ich ihn von den Füßen und umarmte ihn fest, wodurch ich seine Angriffsmöglichkeit ausschaltete. Als ich ihn untersuchte, hatte er diesen Ausdruck von Not, fast Verzweiflung in den Augen, und da bemerkte ich den großen Dorn in seiner Vorderpfote. Ich entschied, dass ich den Dorn sofort entfernen musste, und er entschied sofort, dass ich es nicht tun würde. Als ich schließlich den Kampf gewann, setzte ich ihn ab, und zu meiner Überraschung war er nicht mehr der knurrende, böse Hund, den ich mir vorgestellt hatte, sondern durch das Wunder der Entfernung des Dorns war er nun ein tanzender, springender, voller Liebe steckender Welpe, der scheinbar keine Sorgen in der Welt hatte. So ist die Sünde in unserem Leben. Sie wird zu einem Dorn in unseren Pfoten, der, wenn wir es zulassen, unser ganzes Wesen verzehrt, und schließlich werden wir zu bellenden Hunden. Christus sagt, dass Er die Sünde entfernen kann, wenn wir es zulassen. Oft kämpfen wir gegen die Ursache, oft kämpfen wir gegen die Lösung, aber wenn sie schließlich entfernt ist, wie süß ist es, Seine Gnade zu kennen.
Rick Dellinger