Derjenige, der zurückblickt, ist jemand, der eine Brücke zur Weltlichkeit hinter sich lassen möchte. Über diese Brücke denkt der Mensch, frei zu wandeln, mal zu Christus kommend, mal wieder zur Verderbnis der Begierde zurückkehrend. In einem solchen Zustand ist er für das Reich Gottes unzuverlässig, denn irgendwann wird die Welt ihn ganz beherrschen und er wird blindlings den Willen ihres Fürsten ausführen (2 Tim. 2:25-26). In der Bibel gibt es viele Erzählungen von Männern und Frauen, stark an Seele und Körper, die nur deshalb zugrunde gingen, weil sie Kompromisse mit den in Sünde Verlorenen eingingen. Entgegen dem Willen Gottes trennten sie sich nicht vom Fleischlichen. Ein Beispiel dafür ist die Frau des gerechten Lot. Als Gott wegen der Gesetzlosigkeit der Bewohner beschloss, Sodom und Gomorra dem Feuer zu übergeben, wurden Engel gesandt, um Lot und seine ganze Familie zu retten. Sie sagten ihm: „Rette deine Seele, blicke nicht zurück und halte nicht in dieser Gegend an, rette dich auf den Berg, damit du nicht umkommst“ (1. Mose 19:17). Dieses Gebot, nicht zurückzublicken, war nichts anderes als eine Prüfung des Herzens von Lot und seiner ganzen Familie – wie frei sie von allen Reizen Sodoms waren. Die Frau bestand diese Prüfung nicht. Sie blickte nicht aus Neugier zurück, sondern aus dem Drang eines von Sünde gelockerten Herzens; sie bedauerte das Leben, das durch Gottes Gericht zur Vernichtung bestimmt war. Und Gott, als gerechter Richter, musste sie dem gleichen Schicksal wie die Sünder von Sodom und Gomorra unterwerfen. Die Engel, die erschienen, um Lot zu retten, waren ein Vorbild der Gnade Christi, die in die in Sünde verlorene Welt gekommen ist. So bezeugt uns die Heilige Schrift: „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen, und lehrt uns, dass wir die Gottlosigkeit und weltlichen Begierden verleugnen und besonnen, gerecht und gottesfürchtig in diesem Zeitalter leben, indem wir die selige Hoffnung und das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus erwarten, der sich selbst für uns gegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und sich ein besonderes Volk zu reinigen, eifrig zu guten Werken“ (Titus 2:11-14).
D. Zalevski, in: Nashi Dni Nr. 1864, 28. Februar 2004