Ein Franzose, der aus Paris hierher kam, erlitt ein sehr trauriges Missgeschick. Er brachte 10.000 Francs mit, die sein ganzes Vermögen waren. In seiner Pension traf er auf einen freundlichen Spanier, der, nachdem er sich mit dem Franzosen angefreundet hatte, sich sein Geld lieh und ihm fünf Goldbarren als Sicherheit gab. Dann verschwand der Spanier, und der Franzose brachte die Barren zu einem Juwelier, der bei der Untersuchung feststellte, dass sie aus Kupfer, Zinn und Zink bestanden, ohne ein einziges Gramm Gold. Die Verzweiflung des armen Franzosen, als er entdeckte, dass er um sein ganzes kleines Vermögen betrogen worden war, war sehr traurig mit anzusehen. Doch wie viele werden auf ähnliche Weise getäuscht. Männer und Frauen investieren all ihre Zeit und ihr Talent in glitzernde und trügerische Schätze, die Glück und Frieden versprechen, aber wenn man sie einlösen will, sind sie nur eine minderwertige Legierung. Viele, die so getäuscht wurden, rufen aus, dass das Leben nicht lebenswert sei, und die Zeitungen berichten täglich von denen, die ihrem Leben ein Ende gesetzt haben, weil sie nicht den Mut hatten, sich aus ihren Niederlagen zu erheben. Aber diejenigen, die ein echtes Leben führen, den Willen Gottes mit ehrlichen Herzen tun und stets danach streben, ihm zu gefallen, finden das Leben nicht als Betrug. All jene finden das Leben lebenswert und haben den Himmel als Krone der Herrlichkeit hinzugefügt, die nicht vergeht.
Quelle unbekannt