Es gibt eine Geschichte von einem alten christlichen Sklaven im Süden, dessen Herr ein Ungläubiger war. Eines Tages ging der Herr mit seinem Sklaven auf Enten schießen, und als er sich plötzlich zu ihm umwandte, sagte er: „Wie kommt es, Onkel, dass der Teufel mich nie versucht und dich immer belästigt? Warum sollte er einen Christen mehr versuchen als einen Ungläubigen?“
Bevor der Sklave eine Antwort finden konnte, kam ein Schwarm Enten in Reichweite, und der Herr schoss auf sie. Er wies dann den Sklaven an, sich zu beeilen und zuerst die verwundeten Vögel zu sichern und die toten bis zuletzt liegen zu lassen. Als der Sklave zu seinem Herrn zurückkehrte, hatte er seine Antwort gefunden: „Siehst du, massa, ich denke, es ist so mit dem Teufel. Er denkt, ich bin nur eine arme, verwundete Seele, um die er sich zuerst versichern muss, aber du gehörst ihm gewiss, und so kannst du warten.“
In der Überlegung des alten Mannes steckte viel Theologie. Wenn ein Mensch wahrhaftig von Gott geboren ist, scheint es, als ob jeder Einfluss des Bösen gegen ihn gerichtet ist, und wenn das Werk nicht echt ist, wird er nicht bestehen. Ich kenne einen gewissen Abstinenzredner, der einst ein armer, elender Trinker war. Kurz nach seiner Bekehrung wurde er gebeten, in seiner Heimatstadt zu sprechen, und als er auf die Bühne kam, stellte sich heraus, dass man Alkohol auf den Boden gesprenkelt hatte, damit seine Dämpfe ihn wieder zum Trinken verleiten könnten.
D. L. Moody, ANECDOTES, INCIDENTS AND ILLUSTRATIONS