Es ist bekannt, wie aufrichtig und vertrauensvoll Kinder beten. Ein Vater erzählte, wie vor dem Schlafengehen sein kleiner Sohn betete: „Lieber Gott, danke für Papa, für Mama... Segne und behüte sie. Behüte meine Schwestern, behüte mich... Und behüte auch Dich selbst, Gott, denn wenn Dir etwas zustößt, was sollen wir dann ohne Dich tun?“ Der Junge konnte sich nicht einmal vorstellen, wie man ohne Gott leben könnte. Zu solch einem Glauben ruft uns Christus.
Mir fiel dabei die Erzählung der hervorragenden Missionarin Maria Wassiljewna Silodi ein. Ich erinnere mich, dass sie von einem Fall in Deutschland erzählte: „Eines Tages kam zu unserem weiblichen Gebetstreffen ein neu bekehrter Bruder aus den Flüchtlingen. ‚Betet für meine Frau, liebe Schwestern‘, bat er. ‚Ich habe kein Leben mit ihr. Sie jagt mich sogar aus dem Barackenlager und wirft mit Töpfen nach mir...‘ Als die Schwestern beteten, hielt es der Bruder nicht aus und begann selbst laut zu beten, ungefähr so: ‚Herr, danke Dir, dass Du mich, einen solchen Sünder, gerettet und für mich am Kreuz gestorben bist... Mach auch meine Frau gläubig...‘ Da brach der Bruder in Tränen aus und presste durch die Tränen die Worte hervor: ‚Herr, wie schwer ist es, mit meiner Frau zu leben! Sie schlägt mich jetzt... Nein, Herr, Du weißt nicht, wie schwer es mit einer Frau ist; denn Du warst nicht verheiratet...‘ Das war ebenfalls ein kindlich aufrichtiges Gebet. Ja, der Herr Jesus war nicht verheiratet, aber Er weiß, wie Er den Versuchten helfen kann. Und Er hilft.
Nashi Dni Nr. 1770, 13. April 2002