Am 15. Februar 1947 bestieg Glenn Chambers ein Flugzeug nach Quito, Ecuador, um seinen Dienst im Missionsrundfunk zu beginnen. Doch er kam nie an. In einem schrecklichen Moment stürzte das Flugzeug, das Chambers an Bord hatte, gegen einen Berggipfel und spiralierte nach unten. Später erfuhr man, dass Chambers vor dem Abflug vom Flughafen Miami seiner Mutter einen Brief schreiben wollte. Alles, was er als Schreibmaterial finden konnte, war eine Werbeseite, auf der das einzige Wort „WARUM?“ stand. Um dieses Wort herum kritzelte er hastig eine letzte Nachricht. Nachdem Chambers' Mutter vom Tod ihres Sohnes erfahren hatte, kam sein Brief an. Sie öffnete den Umschlag, nahm das Papier heraus und entfaltete es. Ihr starrte die Frage „WARUM?“ ins Gesicht. Zweifellos war dies die Frage, die Jesu Jünger stellten, als Er verhaftet, verurteilt und gekreuzigt wurde. Und es war wahrscheinlich die Frage, die sich Joseph von Arimathäa stellte, als er sich Pilatus näherte und um den Leib des Herrn bat (V. 58). Es muss ihn geplagt haben, als er den Leib in ein Leinentuch wickelte, ihn in sein eigenes frisch gehauenes Grab trug und den massiven Stein in seine Rille über dem Eingang des Grabes rollte. Angesichts seiner Trauer machte Joseph weiter. Er tat, was er wusste, dass er tun musste. Keiner von Jesu Verwandten war in der Lage, seinen Leib zur Beerdigung zu beanspruchen, denn sie waren alle Galiläer und keiner von ihnen besaß ein Grab in Jerusalem. Auch die Jünger waren nicht da, um zu helfen. Aber es gab einen weiteren Grund für Josephs Liebesakt. In Jesaja 53:9 wies Gott den Propheten an, ein wichtiges Detail über den Tod seines Messias aufzuzeichnen. Derjenige, der keinen Ort hatte, um sein Haupt hinzulegen, würde in einem Grab eines reichen Mannes begraben werden. Joseph erkannte wahrscheinlich nicht, dass seine Tat eine Prophezeiung erfüllte. Die vollständige Antwort auf das Warum von Jesu Tod war für Joseph und die anderen auch noch einige Tage entfernt. Alles, was er wusste, war, dass er jetzt ein Jünger Jesu war – und das reichte aus, um sein Geschenk der Liebe zu motivieren.
Today in the Word, April 18, 1992
Quelle: https://www.sermonsearch.com/sermon-illustrations/6427/why/