Eines Nachts, am Ende einer Versammlung, kam ein Mann mit einem so traurigen Gesicht zu mir, wie ich es selten gesehen hatte. Er bat mich, für ihn zu beten. Ich versuchte, ihm den Weg des Lebens zu zeigen. Er hörte aufmerksam zu, schien aber nicht in der Lage zu sein, es zu begreifen. Nacht für Nacht kam er mit demselben hoffnungslosen Kummer im Gesicht zu mir. Ich fürchtete, der Mann würde wahnsinnig werden. Tatsächlich erfuhr ich später, dass er einmal in einer Nervenheilanstalt gewesen war. Er bekannte, Christus anzunehmen, aber als ich ihm das Wort Gottes zeigte, dass 'Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben', und versuchte, ihm die Gewissheit zu geben, dass er ewiges Leben hatte, schien er es nicht begreifen zu können und ging mit einem verzweifelten Blick weg, während er mich bat, weiter für ihn zu beten. Das ging wochenlang so, und ich fürchtete fast, den Mann auf mich zukommen zu sehen. Aber eines Nachts, als ich gerade ein Streichholz anzündete, um das Gaslicht zu entzünden, kam Peter N. durch die Vordertür herein. Als ich das Gaslicht entzündete, sah ich, dass ein noch helleres Licht in seinem Gesicht war. Die Dunkelheit war verschwunden. Er strahlte. Der Geist Gottes hatte in sein Herz geleuchtet. Er hatte die volle Gewissheit der vergebenen Sünden. Seine Freude war nicht nur für einen Tag, eine Woche oder einen Monat, sondern andauernd. Er widmete sich mit einem Eifer, den ich selten gesehen habe, der Arbeit Gottes. Er war ein geschickter Handwerker und erhielt einen hohen Lohn, aber er gab fast sein gesamtes Einkommen für das Werk des Herrn, behielt kaum etwas für sich selbst zum Leben. Tatsächlich hatte ich manchmal das Gefühl, dass er nicht genug zum Leben behielt. Außerhalb der Arbeitszeiten war er immer dabei, für Christus zu zeugen, ob in der Öffentlichkeit oder im Privaten. Der hoffnungslose Kummer war durch die Kraft des Geistes Gottes in triumphierende Freude verwandelt worden.
R. A. TORREY, D.D., Anecdotes and Illustrations