Ich war nie ein großer Jäger. Ich versuche es von Zeit zu Zeit, aber nie mit Erfolg. Ich habe viel Wildbret in meinem Gefrierschrank. Ich nenne es Gnadenwild, weil andere Jäger es mir geben, da sie wissen, dass ich kein eigenes Reh erlegt habe. Mein Schwiegervater hat trotz Lungenkrebs und anderer gesundheitlicher Probleme letzte Saison zwei Rehe geschossen. Ich bin 46 und habe noch nie ein Foto mit erlegtem Wild gemacht. Mein Sohn schoss mit 14 Jahren an seinem ersten Jagdtag ein Reh. Aber ich habe einen Hund erschossen. Diese Aussage bringt mich immer in Schwierigkeiten. Es gibt ein großes gesellschaftliches Tabu beim Töten von Hunden. Lassen Sie mich also erzählen, was passiert ist. Ich war in Michigans U.P. in der Nähe von Rice Lake mit einigen anderen Jägern auf der Jagd. Ich war an einem abgelegenen Ort, der mir vom Leiter unseres Jagdcamps zugewiesen wurde. Es war am Ende einer kleinen Lichtung mit Blick auf ein Feuchtgebiet. Ich war früh aufgestanden und hatte ein großartiges Jagdcamp-Frühstück gegessen, also schlief ich ein. Ich muss ausgesehen haben wie etwas, das im Wald gestorben ist. Ich wurde von zwei wilden Hunden geweckt, die entschieden, welchen Teil sie zuerst essen sollten. Als ich mich bewegte, begannen sie zu knurren. Ich dachte einen sehr dummen Gedanken: 'Ich bin tot, und diese Hunde werden mich fressen!' Sie umkreisten mich weiter und knurrten. Dann erinnerte ich mich, dass ich eine Schrotflinte habe. Ich hob meine alte 16er-Schrotflinte auf und schoss einem der Hunde in den Kopf. Er fiel tot um und der andere Hund entkam in den Wald. Nicht lange nach meiner erfolgreichen Hundejagd tauchten einige der anderen Jäger auf, um mir zu helfen, mein Reh zu verfolgen. Sie fragten: 'Was hast du erlegt?' Sie erwarteten, dass ich sage: 'Einen Spießbock', aber ich sagte zu ihrem Erstaunen: 'Einen Hund!' Manchmal im Leben müssen wir das töten, was uns gefährdet. Das gilt besonders für unsere Seele, wir müssen die Sünde töten, die unseren Weg mit Gott zerstört.
Tim Manzer, SoulRehab