Ein alter Mann hatte sich wochenlang allein in den nördlichen Wäldern aufgehalten und campierte dort. Jeden Abend bei Einbruch der Dunkelheit machte er ein Lagerfeuer, kochte Wasser für Kaffee und nahm seine Pfanne heraus, um Speck zum Abendessen zu braten. Eines Nachts, als er am Feuer saß, das Wasser kochte und der Speck brutzelte, hörte er ein gewaltiges Getöse im Gebüsch. Das Geräusch war wie ein donnernder Güterzug, und während Bäume umfielen und Äste knackten, stapfte der größte Bär, den er je gesehen hatte, in die Lichtung. Auf dem Rücken des Bären saß ein zäh aussehender Kerl, der eine zwei Meter lange lebende Klapperschlange in den Händen hielt. Der Mann schrie und brüllte, als er den Bären zum Stehen brachte, biss der Klapperschlange den Kopf ab und schleuderte sie ins Gebüsch. Dann rutschte er vom Rücken des Bären, drehte sich um und schlug ihm zwischen die Augen, sodass er bewusstlos wurde. Der Camper war sprachlos, als dieser wildäugige Abtrünnige zum Feuer ging, den kochenden Kaffee in einem Zug hinunterstürzte, das heiße Fett aus der Pfanne trank und den gesamten Speck mit einem Bissen verschlang. Während er sich die Hände mit Giftefeu abwischte und dem Bären einen Schlag versetzte, um ihn wieder zu Bewusstsein zu bringen, wandte er sich an den Camper und sagte: „Partner, es tut mir leid, dass ich nicht bleiben und mich eine Weile mit dir unterhalten kann, aber ich muss weiterziehen, denn ein wirklich übler Kerl ist hinter mir her!“
Ed Young, From Bad Beginnings to Happy Endings, Nashville: Thomas Nelson Publ., 1994, S. 94-95