Ein zutiefst bewegender Anblick ereignete sich auf Ellis Island, als ein Schweizer Hutmacher und sein Kind aus Frankreich ankamen und aufgrund einer Beschwerde seiner Frau, die vor zwei Jahren in dieses Land gekommen war, festgehalten wurden. Es hatte ein grausames Missverständnis zwischen ihr und ihrem Mann gegeben, und in ihrer Entfremdung hatte sie eine rechtliche Trennung erwirkt und war weggegangen. Nun suchte sie das Sorgerecht für ihr Kind zu erlangen. Der weise und gutherzige Einwanderungskommissar brachte die entfremdeten Eltern in einem seiner Räume zusammen, und das kleine Mädchen, das ihre Mutter seit zwei Jahren nicht gesehen hatte, warf sich in ihre Arme und rief: „Mama, du darfst nicht mehr weggehen, sondern musst mit Papa und mir leben.“ Beide Eltern waren sichtlich bewegt von diesem kindlichen Appell zur Versöhnung, und der Kommissar, der glaubte, dass die Eltern, wenn auch nur um des Kindes willen, wiedervereint werden sollten, drängte sie zur gegenseitigen Vergebung. Seine Appelle, verstärkt durch die des kleinen Mädchens, waren erfolgreich, und sie beschlossen, die Vergangenheit zu begraben. Ein Geistlicher wurde gerufen, um sie erneut zu verheiraten, und das kleine Mädchen führte sie in ein neues Leben auf amerikanischem Boden. Es war eine neue Erfüllung der alten Prophezeiung, die sagt: „Ein kleines Kind wird sie führen.“
Quelle unbekannt