Vor einigen Jahren sah ich einen Film mit Malcolm Muggeridge. Neben dem Familiengrab auf einem englischen Friedhof stehend, sprach dieser betagte christliche Staatsmann als jemand, der bald zu den Verstorbenen seiner Familie stoßen würde. Ich werde nie vergessen, wie er seine jugendlichen Ängste und Wünsche mit denen seines Alters verglich. Er sagte, dass jene Dinge, die er in seiner Jugend für am begehrenswertesten hielt, nun von relativ geringer Bedeutung seien, während jene Dinge, die er in seiner Jugend fürchtete, sich als die reichsten Erfahrungen seines Lebens erwiesen hatten. Ich glaube, dass Muggeridge recht hat. Die Dinge, die wir für am wichtigsten halten, erweisen sich oft als anders, während jene Dinge, die unerwünscht oder sogar schmerzhaft erscheinen, sich oft als die kostbarsten und wertvollsten erweisen. Unser Text ist ein hervorragendes Beispiel. Die Israeliten betrachteten den Wassermangel in Rephidim als Katastrophe und als Hinweis darauf, dass Gott sie verlassen hatte, um in der Wüste zu sterben. Sie fragten sich, ob Gott bei ihnen war oder nicht. In Wirklichkeit war Gott auf eine Weise bei ihnen, die ihr Verständnis überstieg, eine Weise, die Jahrhunderte später vom Apostel Paulus offenbart werden würde. Was zunächst als Hinweis auf Gottes Abwesenheit erschien, erwies sich als eine der dramatischsten Darstellungen von Gottes Gegenwart, Versorgung und Schutz. Lasst uns den Worten dieses Textes aufmerksam zuhören, denn sie bieten Ermutigung für jeden Heiligen, der jemals in einer persönlichen Krise die Gegenwart Gottes in Frage gestellt hat.
Quelle unbekannt
Quelle: https://bible.org/node/143