Ein Herr traf mich eines Tages auf der Straße und fragte: „Möchtest du eine Fahrt machen?“ Wir fuhren zu einem Friedhof und kamen zu einer Stelle mit drei Gräbern. Eines war lang; es war das Grab eines Erwachsenen, und darin war seine Frau begraben. In den beiden kurzen Gräbern lagen die Körper seiner beiden Töchter, alles, was er in der Welt hatte, außer einem kleinen Jungen. Wir knieten nieder und beteten an der Seite der Gräber. Auf der Rückfahrt in die Stadt sagte der Herr: „Ich bemitleide den Mann, den Gott nicht gezüchtigt hat.“ Was meinte er damit? Er meinte, dass er ein Mann der Welt gewesen war, ein rechtschaffener Mann, aber kein Christ. Eines Nachts, als er nach Hause kam, sagte seine Frau: „Porter, eines der Kinder ist krank.“ Nach ein paar Tagen war sie kalt und tot; und als sie im Sarg lag, kniete er nieder und versprach Gott, Christus als seinen Herrn und Meister anzunehmen. Aber er log Gott an und vergaß all seine Vorsätze. Einige Zeit später kam er wieder nach Hause, und seine Frau sagte: „Porter, das andere Kind ist krank.“ Nach ein paar Tagen lag auch sie kalt und tot. Noch einmal kniete er nieder und versprach Gott, dass er Christ werden würde, und hielt sein Wort. Alle heiligsten, tiefsten, reinsten Freuden des Lebens kamen aus seinem großen Kummer.
R. A. TORREY, D.D., Anecdotes and Illustrations