Der Pastor des 19. Jahrhunderts, Henry Ward Beecher, erzählte von einer Mutter im wilden Grenzland, die am Bach Wäsche wusch. Ihr einziges Kind spielte in der Nähe. Plötzlich bemerkte sie, dass er nicht mehr bei ihr war. Sie rief seinen Namen, aber es kam keine Antwort. Alarmiert rannte die Mutter zum Haus, aber ihr Sohn war nicht dort. In wilder Verzweiflung stürzte die verängstigte Frau in den Wald. Dort fand sie das Kind, aber es war zu spät. Der Junge war von einem Wolf getötet worden. Gebrochenen Herzens hob sie den leblosen Körper auf, drückte ihn an ihr Herz und trug ihn zärtlich nach Hause. Beecher schloss mit den Worten: "Oh, wie hasste diese Mutter die Wölfe!" Verständlicherweise verabscheute sie sie wegen dem, was sie ihrem geliebten Kind angetan hatten. Jeder christliche Elternteil sollte so über das Böse empfinden. Wie ein wilder Wolf kann es Kinder zerstören. Viele Mütter und Väter, die so darauf bedacht sind, ihre Kinder vor körperlichem Schaden zu bewahren, bemerken nicht die sündhaften Kräfte, die das geistliche Wohl ihrer Jungen und Mädchen bedrohen. Infolgedessen lassen sie sie ungeschützt. Sie zeigen wenig Interesse an den Freunden, die ihre Kinder finden, den Zeitschriften, die sie lesen, oder den Fernsehsendungen, die sie sehen. Aber wenn einer dieser Einflüsse böse ist, sollten sie als tödliche Bedrohung angesehen werden. Wie der Psalmist müssen wir festlegen: "Ich will nichts von Schlechtigkeit wissen" (Psalm 101:4). Und wir sollten unsere Kinder davor schützen. Die Mutter in Beechers Geschichte hatte guten Grund, Wölfe zu hassen. Und als Eltern sollten wir das Böse mit derselben Leidenschaft hassen.
R.W.D.
Quelle: https://www.sermonsearch.com/sermon-illustrations/7386/lost-child/