In *A Second Helping of Chicken Soup for the Soul* erzählt Rev. John R. Ramsey, wie ihm in einer Kirche jeden Sonntag jemand eine Rosenansteckblume für das Revers seines Anzugs überreichte. Zunächst schätzte er dies sehr, doch dann wurde es zur Routine. Eines Sonntags wurde es jedoch etwas ganz Besonderes. Als er den Sonntagsgottesdienst verließ, kam ein kleiner Junge auf ihn zu und sagte: "Herr, was machen Sie mit Ihrer Blume?" Zuerst wusste der Prediger nicht, wovon der Junge sprach. Als es ihm klar wurde, zeigte er auf die Rose an seinem Revers und fragte den Jungen: "Meinst du diese?" Der Junge sagte: "Ja, Herr. Wenn Sie sie nur wegwerfen wollen, hätte ich sie gern." Der Prediger lächelte und sagte ihm, er könne die Blume haben, und fragte dann beiläufig, was er damit vorhabe. Der Junge, der wahrscheinlich nicht älter als zehn Jahre war, sah zu dem Prediger auf und sagte: "Herr, ich werde sie meiner Oma geben. Meine Mutter und mein Vater haben sich letztes Jahr scheiden lassen. Ich lebte bei meiner Mutter, aber sie heiratete wieder und wollte, dass ich bei meinem Vater lebe. Ich lebte eine Weile bei ihm, aber er sagte, ich könne nicht bleiben, also schickte er mich zu meiner Großmutter. Sie ist so gut zu mir. Sie kocht für mich und kümmert sich um mich. Sie war so gut zu mir, dass ich ihr diese hübsche Blume geben wollte, weil sie mich liebt." Als der kleine Junge fertig war, konnte der Prediger kaum sprechen. Seine Augen füllten sich mit Tränen, und er wusste, dass er von Gott berührt worden war. Er griff nach oben und nahm die Rose ab. Mit der Blume in der Hand sah er den Jungen an und sagte: "Mein Sohn, das ist das Schönste, was ich je gehört habe, aber du kannst diese Blume nicht haben, weil sie nicht genug ist. Wenn du vor die Kanzel schaust, wirst du einen großen Blumenstrauß sehen. Verschiedene Familien kaufen ihn jede Woche für die Kirche. Bitte nimm diese Blumen für deine Oma, denn sie verdient das Allerbeste." Dann machte der Junge noch eine letzte Bemerkung, die Rev. Ramsey, wie er sagte, immer in Ehren halten werde. Der Junge sagte: "Was für ein wunderbarer Tag! Ich habe nach einer Blume gefragt, aber einen wunderschönen Blumenstrauß bekommen." Das ist der dankbare Geist. Das ist die Haltung der Dankbarkeit. Es ist diese Haltung, die unser Geben und unser Leben leiten sollte. Wie die Großmutter des Jungen hat Gott uns so sehr gesegnet. Gott war so gut zu uns, dass Geben gar keine Frage sein sollte. Es sollte ganz natürlich aus uns herausfließen.
John R. Ramsey, A Second Helping of Chicken Soup for the Soul. Adaptiert von Billy D. Strayhorn, “The Gratitude Attitude”
Quelle: https://www.preaching.com/sermon-illustrations/the-relationship-between-gratitude-and-attitude/