Die Menschen verscheuchten einen Hermelin. Er lief zum Ufer eines schlammigen Baches und begann kläglich zu schreien. Jemand dachte, er sei verletzt und wollte ihn fangen. „Hört zu“, sagte ein Jäger. „Dieses kleine Tier ist überhaupt nicht verletzt. Der Grund für seine Angst ist dieser Bach, den er nicht überqueren kann, ohne sein weißes Fell zu beschmutzen. Der Hermelin würde eher sterben, als die geringste Verschmutzung seines Fells zuzulassen.“ Der Jäger beugte sich hinunter und fing das Tier. Es leistete keinen Widerstand. Der Hermelin wurde bald zahm und freundete sich mit den Menschen an. Ein Christ sollte in gewisser Weise dem Hermelin ähneln und nach seinem Motto leben: „Lieber sterben als sich beschmutzen.“ Denn laut der Schrift wird nichts Unreines in das Reich Gottes eingehen.
Gottes Gesetze sind unveränderlich. Die physischen Gesetze Gottes sind unveränderlich. Wenn wir gute Samen in gut vorbereiteten Boden säen, ihn ausreichend bewässern und pflegen, werden die Samen, wenn sie zu wachsen beginnen, zur rechten Zeit Frucht bringen. Ebenso unveränderlich sind die geistlichen Gesetze Gottes. Gott benutzt uns, um Sein Wort zu säen. Durch unseren christlichen Lebenswandel bereiten wir den Boden vor, wir erwärmen ihn durch unablässiges Gebet und bewässern ihn durch unseren Dienst für Christus. Zur rechten Zeit wird die Saat Frucht bringen in den Seelen derer, die für Christus gewonnen werden und den Weg der Nachfolge wählen. Wenn unsere geistliche Saat gut ist, vergilt Gott uns hundertfach, indem er uns der großen Bruderschaft seiner treuen Diener in aller Welt hinzufügt.
Nashi Dni Nr. 1979, 10. Juni 2006