Bill Cruxton, verwitwet, kinderlos und über 80 Jahre alt, wollte sein Vermögen von 500.000 Dollar nutzen, um das Leben eines Menschen zu verändern. Eine 17-jährige Kellnerin, die freundlich zu ihm war, schien die perfekte Wahl. Als Cruxton am 9. November 1992 starb, hinterließ er den Großteil seines Vermögens Cara Wood, einer Highschool-Schülerin, die sich während der 13 Monate, in denen sie Teilzeit in einem Restaurant arbeitete, mit ihm angefreundet hatte. Auch nachdem sie ihren Job gekündigt hatte, hielt Cara den Kontakt zu Cruxton, erledigte Besorgungen für ihn und half ihm im Haushalt. Wegen seiner schlechten Sehkraft half sie ihm oft, seine Post zu lesen und Rechnungen zu bezahlen. Ähnlich wie Cara Wood wurde die Witwe in der heutigen Geschichte Empfängerin des Reichtums eines anderen. Doch die Reichtümer, die sie erhielt, kamen aus der Hand Gottes. Die Frau hatte großen Kummer erlebt. Sie hatte ihren Ehemann verloren, der zu den Männern aus der „Gesellschaft der Propheten“ gehörte. Bald würde sie auch ihre Söhne verlieren, da sie Sklaven werden sollten. Das mosaische Gesetz gab einem Gläubiger das Recht, die Person und die Kinder eines Schuldners, der nicht zahlen konnte, zu beanspruchen. Sie waren verpflichtet, bis zum Jubeljahr als Arbeiter des Gläubigers zu dienen, wenn sie freigelassen wurden (3. Mose 25:39-41). Es war keine glückliche Aussicht, und der Prophet Elisa, der die Hingabe ihres Mannes an den Herrn kannte, wollte dieser verzweifelten Witwe helfen. Als er erfuhr, dass sie nichts im Haus hatte außer einem kleinen Krug Öl, sagte er ihr, sie solle von ihren Nachbarn so viele leere Krüge sammeln, wie sie konnte – die Anzahl der Krüge und die Größe ihres Glaubens blieben ihr überlassen. Die Frau sollte sich mit ihren Söhnen im Haus einschließen und aus ihrem Krug gießen, bis alle Krüge voll waren. Niemand sonst sollte das Wunder sehen oder davon wissen. Niemand musste davon wissen, sonst wäre Elisa sicherlich mit „Geschäftsangeboten“ überhäuft worden. Die Frau tat, wie Elisa es ihr gesagt hatte, und hatte genug Öl, um ihre Schulden zu bezahlen und vom Rest zu leben. Gottes Propheten waren nicht nur Boten seines Gerichts, sondern auch Werkzeuge seiner wunderbaren Versorgung für sein Volk.
Today in the Word, 12. Mai 1993