Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich.

Die Regel meiner Mutter konnte nichts ändern. Jeden Tag, sowohl an Wochentagen als auch am Wochenende, las sie von sechs bis sieben Uhr morgens die Bibel. Jeden Morgen erinnerte sie mich daran, das Evangelium zu lesen, und jeden Abend fragte sie, was ich gelesen hatte. Für sie gab es keine größere Freude, als ihren Sohn das Evangelium lesen zu sehen.

An einem Sonntag blieben mein Bruder und ich zu Hause. Mama vergaß nicht, uns Anweisungen zur Ordnung und natürlich zum Evangelium zu geben. In den gegenüberliegenden Ecken des Zimmers machten wir es uns bequem und begannen, Krieg zu spielen. Zwei große Gummiwärmflaschen, gefüllt mit Wasser, waren unsere Geschosse, und Kissen dienten als Schilde. Die Wärmflaschen flogen von einer Ecke zur anderen, und mit den Kissen verteidigten wir uns gegen diese Geschosse. Der Staub stand in Säulen und die Wolke aus fliegenden Federn wurde immer dichter. Plötzlich verfing sich die von mir geworfene Wärmflasche an einem Nagel, der in den alten Holztisch geschlagen war, riss auf und das Wasser ergoss sich auf den Boden. Ich schaute auf die Uhr. In wenigen Minuten sollten die Eltern zurückkehren. Mit unglaublicher Geschwindigkeit begannen wir, Ordnung zu schaffen. Die zerrissene Wärmflasche warfen wir auf den Dachboden, alles andere räumten wir an seinen Platz. Das verschüttete Wasser wischten wir mit einem Lappen auf, sodass der Boden wie frisch gewischt aussah.

Da kam Mama. Ich schaffte es, das Evangelium in die Hand zu nehmen und setzte mich an den Tisch, öffnete es vor mir. Ohne hineinzuschauen, stützte ich mein Kinn mit der Hand ab und lächelte zur Eingangstür. Nach ein paar Sekunden stand Mama neben mir und streichelte mir über den Kopf, während sie in mein Evangelium schaute.

„Was für ein kluger Sohn wir haben. Er hat schon gelernt, das Evangelium verkehrt herum zu lesen!“

Mein Enthusiasmus verschwand sofort. Ich verstand, dass es mir diesmal nicht gelungen war, meine Mutter mit Unwahrheit glücklich zu machen: Vor mir lag das Evangelium, auf den Kopf gestellt...

D.U., in: Nashi Dni Nr. 1766, 16. März 2002