Während meiner Zeit als Missionar in Laos entdeckte ich eine Illustration des Reiches Gottes. Bevor die Kolonialherren nationale Grenzen festlegten, hatten die Könige von Laos und Vietnam eine Vereinbarung über die Besteuerung in den Grenzgebieten getroffen. Diejenigen, die Rundkornreis aßen, ihre Häuser auf Stelzen bauten und sie mit indischen Schlangen dekorierten, galten als Laoten. Dagegen wurden diejenigen, die Langkornreis aßen, ihre Häuser auf dem Boden bauten und sie mit chinesischen Drachen verzierten, als Vietnamesen angesehen. Der genaue Standort eines Hauses bestimmte nicht die Nationalität einer Person. Stattdessen gehörte jede Person zu dem Reich, dessen kulturelle Werte sie verkörperte. So ist es auch mit uns: Wir leben in der Welt, aber als Teil von Gottes Reich sollen wir nach den Maßstäben und Werten seines Reiches leben.
Quelle unbekannt