Im Jahr 1969, in Pass Christian, Mississippi, bereitete sich eine Gruppe von Menschen darauf vor, eine „Hurrikan-Party“ zu feiern, trotz eines Sturms namens Camille. Der Wind heulte um die luxuriösen Richelieu Apartments, als Polizeichef Jerry Peralta nach Einbruch der Dunkelheit vorfuhr. Ein Mann mit einem Drink in der Hand trat auf den Balkon im zweiten Stock und winkte. Peralta rief hinauf: „Ihr müsst hier so schnell wie möglich weg. Der Sturm wird schlimmer.“ Doch als sich andere dem Mann auf dem Balkon anschlossen, lachten sie nur über Peraltas Aufforderung zu gehen. „Das ist mein Land“, rief einer von ihnen zurück. „Wenn du mich vertreiben willst, musst du mich verhaften.“ Peralta verhaftete niemanden, konnte sie aber auch nicht überzeugen zu gehen. Er notierte die Namen der nächsten Angehörigen der etwa zwanzig Menschen, die sich dort versammelt hatten, um während des Sturms zu feiern. Sie lachten, als er ihre Namen aufschrieb. Sie waren gewarnt worden, hatten aber nicht die Absicht zu gehen. Um 22:15 Uhr traf die Front des Sturms auf Land. Wissenschaftler maßen Camilles Windgeschwindigkeit mit über 330 km/h, die stärkste, die jemals aufgezeichnet wurde. Regentropfen trafen mit der Wucht von Kugeln, und die Wellen an der Golfküste erreichten Höhen zwischen sieben und acht Metern. Nachrichtenberichte zeigten später, dass der schlimmste Schaden in der kleinen Siedlung von Motels und Spielhäusern in Pass Christian, Mississippi, entstand, wo etwa zwanzig Menschen bei einer Hurrikan-Party in den Richelieu Apartments ums Leben kamen. Von dem dreistöckigen Gebäude blieb nichts übrig außer dem Fundament; der einzige Überlebende war ein fünfjähriger Junge, der am nächsten Tag an eine Matratze geklammert gefunden wurde.
Billy Graham, Storm Warning
Quelle: https://ministry127.com/resources/illustration/hurricane-camille