Der alte Bergbewohner hatte ein erfülltes, aber nicht gerade heiliges Leben geführt und lag nun auf seinem Sterbebett. Er rief seine weinende Frau zu sich. "Sara", sagte er, "geh zum Kamin und nimm den dritten Stein von oben heraus." Sie tat, wie ihr geheißen. "Greif dort hinein", sagte ihr Mann, "und hol heraus, was du findest." Ihre Finger berührten ein großes Einmachglas, und mit einiger Mühe zog sie es heraus. Das Glas war voller Geld. "Sara", sagte der alte Mann, "wenn ich gehe, werde ich all das Geld mitnehmen. Ich möchte, dass du das Glas oben auf den Dachboden ans Fenster stellst. Ich werde es mitnehmen, wenn ich auf meinem Weg in den Himmel vorbeikomme." Seine Frau befolgte seine Anweisungen. In jener Nacht starb der alte Bergbewohner. Nach der Beerdigung erinnerte sich seine Frau an das Einmachglas und ging auf den Dachboden. Dort stand das Glas, immer noch voller Geld und am Fenster. "Oh", seufzte die Witwe. "Ich wusste, ich hätte es in den Keller stellen sollen."
Quelle unbekannt