Es war ein Junge, der nie die Liebe eines Vaters kannte, aufgezogen von seiner Mutter, die wütend auf den Mann war, der seine Kinder verlassen hatte. Der Moment kam im Heranwachsen, als die Tore weit geöffnet wurden; und der Junge, dessen Herz verwundet war, trat auf die andere Seite. Sein Verlangen nach Fürsorge, die ihm ein Mann geben sollte, war ein leeres Vakuum geblieben, während er durchs Land streifte. Er versuchte, sich in Schränken zu trösten, verborgen vor dem Licht. Doch es befriedigte ihn nie, also wanderte er in die Nacht. Auf der Suche nach dem Mann, der ihn vollständig fühlen lassen würde, gab er sich hin, Dinge zu tun, über die manche nie sprechen würden. Es begann immer mit der Hoffnung, dass Liebe ihn endlich heilen würde, aber jede Begegnung brach ihn mehr und ließ ihn krank fühlen. Sterbend nach Zuneigung, die er fälschlicherweise bei Menschen suchte, wandte er sich an andere um Hilfe, in der Hoffnung, dass sie ihn verstehen würden. Stattdessen sagten sie ihm, Sodom sei verbrannt für solche Dinge, die er getan hatte. „Wie konntest du deiner Familie so wehtun? Du bist ein so bedauernswerter Sohn!“ Verärgert über den gesellschaftlichen Stolz, der sich von dunkleren Dingen abwendet, schwor der Junge nun, die Paläste der Könige zu entweihen. Er verband sich mit anderen, die wie er waren — die lange das Leid des öffentlichen Spotts ertragen hatten. Paraden wurden gebildet, und Märsche gemacht, um ihren neuen Trotz zu zeigen. Hand in Hand, in offener Sicht, standen sie in kühner Allianz. In der Annahme, dies würde den Tag gewinnen und ihnen geben, was sie brauchten, gingen sie in laute Debatten und plädierten öffentlich. „Gleiche Rechte! Wir sind benachteiligt! Behandelt uns wahr und fair! Eure moralischen Regeln sind bedeutungslos — für sie interessieren wir uns nicht!“ Die Rhetorik, angefacht durch Angst, polarisierte ihre Sache; zivile Unruhen brachen aus durch das Brechen von Gottes Gesetzen. Was sie erhofft hatten, würde ihnen Frieden bringen, provozierte stattdessen einen Krieg; und eine Nation, bekannt für Toleranz, verabscheut nun diese Dinge. Und ein Junge, der nie die Liebe und Güte eines Vaters kannte, starb als Opfer einer Krankheit — allein — ohne jemanden, der sich kümmerte. Die Antwort auf dieses Problem liegt im Herzen derer, die mit Christi Mitgefühl für die Reisenden auf der Straße erfüllt sind. Wir können ihre gebrochenen Körper heilen und ihre gefallenen Herzen wiederherstellen, wenn wir nur aufhören, sie dafür zu verurteilen, wie sie zerbrochen sind. Der kleine Junge, der nie wusste und doch ein Mann wurde, kann die Liebe Christi in dir fühlen, wenn du seine Hand berührst. Hilf ihm, sich von der Dunkelheit seines Falls zu erholen — denn die Liebe Gottes gibt Freiheit jedem, der ruft.
James Ryle, Men of Action, Winter 1993, S. 5