Ein Prediger ging die Straße entlang, als eine Frau ihn ansprach und sagte: „Herr, wer wäscht Ihre Wäsche?“ Sie trug auf einem Arm einen Korb und auf dem anderen ein großes Bündel, das in ein rotes, verblasstes Tischtuch gewickelt war. Ihr Schritt war unsicher, ihre Hände mager; ihre Augen waren eingefallen und hatten jeglichen Ausdruck verloren, außer der Verzweiflung. „Madam, Sie scheinen nicht in der Lage zu sein, solche Lasten zu tragen, geschweige denn sie zu waschen“, erwiderte der Prediger. „Ja“, antwortete sie, „aber ich bin gezwungen dazu. Ich habe sieben lebende Kinder. Ihr Vater trinkt, und ich bin so untröstlich, mein Kummer ist größer, als ich beschreiben kann; aber ich verberge ihn so gut ich kann um der Kinder willen.“ Wie können wir es wagen, sicher im Schutz des Kreuzes zu sitzen und Gott zu danken, dass unser lieber Herr uns vor Schaden bewahren kann, ohne alles zu tun, was wir können, um die Gebrochenen zu retten und andere Herzen vor dem Zerbrechen zu bewahren!
Quelle unbekannt