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Arsenij sprach mit solcher Güte und Beharrlichkeit, dass Sawwa in Unentschlossenheit mit Tränen in den Augen in einem aufgewühlten Zustand und mit Gewissensbissen wegging. Der Sommer verging. Der kalte Herbst kam. In einer regnerischen Nacht wachte der alte Mann vom Lärm im Haus des Nachbarn auf. Schnell aus dem Bett aufgestanden, eilte er, um herauszufinden, was los war. Es stellte sich heraus, dass Sawwas Frau schwer erkrankt war, und Sawwa selbst wagte es in seiner Verzweiflung nicht, sie allein zu lassen, um einen Arzt zu holen. Der alte Arsenij, gebeugt unter den stürmischen Regenströmen, zögerte keine Minute und eilte zum Arzt. "Mein Gott! Schon genug!" rief Sawwa aus, als er seinen hilfsbereiten Nachbarn ansah. Sawwa erinnerte sich gut daran, dass er seine Axt im Garten des alten Arsenij vergessen hatte, als er in dessen Abwesenheit Obstbäume und Beerensträucher zerstörte und zerbrach. Und das beunruhigte, quälte und verzweifelte ihn. Wie würde er sich vor dem alten Mann rechtfertigen, wenn dieser die Axt finden würde? Und wie konnte es sein, dass Arsenij die unglückliche Axt bisher nicht gefunden hatte? Eines schönen Tages fand Sawwa die Axt leicht mit Erde und trockenen Blättern bedeckt zwischen den Büschen auf seinem Land. Als er sich bückte, um sie vom Boden aufzuheben, bemerkte Sawwa frische Spuren, die zum Nachbarhof führten. Alles wurde Sawwa klar. Von seinem erwachten Gewissen angetrieben, rannte Sawwa in Arsenijs Garten. Mit gesenktem Kopf, ohne ein Wort zu sagen, blieb er stehen. "Guten Tag, mein Freund!" sagte der alte Mann freundlich, sich auf seine Schaufel stützend. "Ich arbeite hier..." Sawwa trat näher. Er wollte etwas sagen, konnte aber nicht. Auf die Knie fallend, umarmte er die nackten Füße des alten Mannes. Tränen flossen aus seinen Augen wie Frühlingsbäche. Arsenij schwieg, denn er verstand gut, was in der Seele seines Nachbarn vorging, und gab ihm die Möglichkeit, sich auszuweinen, um so die seelischen Leiden zu lindern und das erwachte Gewissen zu beruhigen. Er streichelte ihn nur sanft mit seiner alten Hand über den Kopf und beruhigte ihn wie ein kleines Kind mit den Worten: "Weine, mein Freund, weine, nach den Tränen ist es immer leichter... Denk nicht an mich: Ich habe dir schon lange alles vergeben... Bitte den Erlöser, unseren Herrn Jesus Christus, dass Er dich erbarme..." Nachdem er sich ausgeweint hatte und mit erleichterter Seele, stand Sawwa von den Knien auf und begann dem alten Arsenij zu helfen, das Zerstörte wiederherzustellen, all das, was er einst aus Neid zerstört hatte. Nun kam er jeden Tag zu ihm, arbeitete mit Eifer und Unermüdlichkeit, bemüht, Liebe mit dreifacher und vierfacher Liebe zu vergelten.

Lidija Aps, aus dem Portugiesischen