J.S. Bachs erster Biograf, Forkel, berichtet, dass der junge Johann Sebastian entdeckte, dass sein Bruder in seinem Musikkabinett ein besonderes Buch mit Kompositionen einiger der damals etablierten Komponisten wie Pachelbel, Froberger, Böhm und Buxtehude hatte. Er wollte das Buch ausleihen, aber aus irgendeinem Grund weigerte sich sein Bruder. Vielleicht reservierte Johann Christoph diese Stücke für sein eigenes Studium oder Aufführungen und wollte nicht, dass der talentierte Junge in seinem Haus die Werke zuerst perfektionierte. Johann Sebastian begehrte jedoch eindeutig das Buch seines Bruders, und mitten in der Nacht, als alle anderen im Haus schliefen, schlich er sich hinunter, um die Anthologie aus dem Schrank zu stehlen. Er brachte es in sein Zimmer und begann, es bei Mondlicht abzuschreiben! Es dauerte sechs Monate. Johann Christoph fand es heraus und beschlagnahmte prompt das kopierte Buch. Johann Sebastian bekam das Buch erst zurück, als sein Bruder fast ein Vierteljahrhundert später starb.
Quelle unbekannt
Quelle: https://www.sermonillustrations.com/a-z/b/bach_j_s.htm