Es ist möglich, in einer Täuschung zu leben. Man denkt, man sei freundlich, rücksichtsvoll und gütig, obwohl man es in Wirklichkeit nicht ist. Man glaubt, man baue positive Werte in seine Kinder ein, doch in Wirklichkeit, wenn man sie zwanzig Jahre später fragen könnte, hat man es nicht getan. Was wäre, wenn man seinen eigenen Nachruf lesen könnte? Wie sehen die Menschen einen wirklich? Hier ist die Geschichte eines Mannes, der das tat.
Eines Morgens im Jahr 1888 wachte Alfred Nobel, der Erfinder des Dynamits, auf und las seinen eigenen Nachruf. Der Nachruf wurde aufgrund eines einfachen journalistischen Fehlers gedruckt. Es war nämlich Alfreds Bruder, der gestorben war, und der Reporter hatte fälschlicherweise den Tod des falschen Bruders gemeldet.
Jeder Mensch wäre unter diesen Umständen beunruhigt, aber für Alfred war der Schock überwältigend, weil er sich selbst so sah, wie die Welt ihn sah. Der "Dynamitkönig", der große Industrielle, der ein immenses Vermögen mit Sprengstoffen gemacht hatte. Dies war, soweit die Öffentlichkeit betroffen war, der gesamte Zweck von Alfreds Leben. Keine seiner wahren Absichten, die Barrieren zu überwinden, die Menschen und Ideen für den Frieden trennten, wurden anerkannt oder ernsthaft in Betracht gezogen. Er war einfach ein Händler des Todes. Und dafür allein würde man sich an ihn erinnern.
Als er den Nachruf mit Entsetzen las, beschloss er, der Welt den wahren Sinn und Zweck seines Lebens klarzumachen. Dies konnte durch die endgültige Verfügung seines Vermögens geschehen. Sein letzter Wille und sein Testament würden der Ausdruck seiner Lebensideale sein und letztlich der Grund, warum man sich an ihn erinnern würde. Das Ergebnis war der wertvollste Preis, der denen verliehen wird, die am meisten für die Sache des Weltfriedens getan haben. Er wird heute der "Friedensnobelpreis" genannt.
Quelle unbekannt
Quelle: https://www.sermonsearch.com/sermon-illustrations/1362/he-read-his-own-obituary/