Selten gab es ein heroischeres Opfer als das von sieben Nonnen in Roberval, Quebec, als am 6. Januar 1897 ihr Kloster um sechs Uhr morgens in Flammen stand. Als der Alarm ausgelöst wurde, übernahmen die Nonnen mutig die Aufgabe, die jungen Mädchen, die ihre Schule besuchten, zu retten. Von Etage zu Etage des dem Untergang geweihten Gebäudes eilten sie durch beißenden Rauch und lodernde Flammen, und erst als alle in ihrer Obhut vor der Gefahr gewarnt und sicher aus dem Gebäude waren, dachten sie daran, ihr eigenes Leben zu retten. Doch es war zu spät, und überwältigt von Hitze und Rauch gaben sieben der heldenhaften Schwestern ihr Leben auf. Solch eine Tat weckt unser Mitgefühl und berührt unsere Herzen mit Bewunderung und Zärtlichkeit. Doch diese Frauen betrachteten ihre Schülerinnen als heilige Pflicht, und Pflicht und Liebe vereinten sich, um sie zu diesem heroischen Opfer zu führen. Aber Christus kam, um für unsere arme Menschheit zu sterben, als wir noch Sünder waren, und obwohl die Menschen ihn ablehnten, hassten und ihn sogar bis ans Kreuz verfolgten, betete er in seinen letzten Momenten für sie und gab sein Leben, um sie zu erlösen. Die Welt bietet kein Beispiel für ein solches Opfer. Wir können sicher sein, dass er, der sich für uns am Kreuz hingab, uns niemals verlassen wird, wenn wir auch nur schwach versuchen, ihm zu gefallen. Gut sagt Jesaja: 'Treue ist der Gürtel seiner Lenden.'
Quelle unbekannt