Eine alte Legende erzählt von einem Kaufmann in Bagdad, der eines Tages seinen Diener auf den Markt schickte. Bald darauf kam der Diener zurück, bleich und zitternd, und sagte voller Aufregung zu seinem Herrn: „Unten auf dem Marktplatz wurde ich von einer Frau in der Menge angerempelt, und als ich mich umdrehte, sah ich, dass es der Tod war, der mich anrempelte. Sie schaute mich an und machte eine drohende Geste. Herr, bitte leih mir dein Pferd, denn ich muss eilig fort, um ihr zu entgehen. Ich werde nach Samaria reiten und mich dort verstecken, und der Tod wird mich nicht finden.“ Der Kaufmann lieh ihm sein Pferd, und der Diener galoppierte in großer Eile davon. Später ging der Kaufmann auf den Marktplatz und sah den Tod in der Menge stehen. Er ging zu ihr hinüber und fragte: „Warum hast du heute Morgen meinen Diener erschreckt? Warum hast du eine drohende Geste gemacht?“ „Das war keine drohende Geste“, sagte der Tod. „Es war nur ein Ausdruck der Überraschung. Ich war erstaunt, ihn in Bagdad zu sehen, denn ich habe heute Nacht eine Verabredung mit ihm in Samaria.“ Jeder von uns hat eine Verabredung in Samaria. Aber das ist ein Grund zur Freude – nicht zur Furcht, vorausgesetzt, wir haben unser Vertrauen in den gesetzt, der allein die Schlüssel zu Leben und Tod hält.
Haddon Robinson, Biblical Preaching, von Peter Marshall