Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich.

Der Mondschein silberte den Kidron, die Nacht atmete ihre Kühle. Der dichte Schatten mächtiger Kronen, die Stille des Gartens Gethsemane...

Wie oft war Jesus hier mit seinen Freunden, fernab von neugierigen Blicken, um Ruhe zu finden. Hier liebten sie es, unter dem friedlichen Schutz der Natur zu sein, und Er konnte ihnen mehr offenbaren als vor der Menge. Doch nun war alles anders... Die Ereignisse des letzten Abendmahls brachten eine düstere Vorahnung und das Gefühl eines nahenden Verlustes. Jeder hing seinen Gedanken nach, und in Verwirrung schwiegen alle; nie zuvor hatte das Gesicht des Meisters so tiefe Trauer gezeigt. Er war selbst die Quelle der Kraft, zu Ihm kamen Tausende, um geheilt zu werden. Doch was war das? Er bat selbst, in dieser Nacht mit Ihm zu beten! Besonders jene drei, denen Er mehr offenbart hatte als den anderen, aber keiner von ihnen verstand den Sinn des Kampfes dieser schrecklichen Nacht. Bald schlief jeder, und keiner sah, wie Er allein wegging und zu Boden fiel, während Er seine Hände mit Tränen benetzte.

Die Hölle trat zum Kampf an, zeigte das ganze Gift der Sünde: Fürchte dich, kehre um, du hast doch das Recht dazu! Der Anblick Golgathas erschien vor Ihm, das schreckliche Gebrüll der empörten Menge, all die schweren Qualen des Kreuzes, die Tore des Todes und die Dunkelheit der Unterwelt. Sein Herz zerriss im heißen Feuer, im übernatürlich schweren Kampf, blutiger Schweiß bedeckte Seine Stirn, aber Er wusste, dass im Gebet Kraft liegt. Wie viele Stunden dieses Leiden dauerte, ist unbekannt, wie oft das Gleichgewicht zwischen Dunkelheit und Licht schwankte. Im Fleisch uns gleich, war der Weg der Rettung schwer und furchtbar. Den ganzen Plan wissend, bat Er selbst: „Mein Vater, lass diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht wie ich will, sondern wie Du, mein Vater, es bestimmt hast; ich bin einverstanden, ich zahle alles, ich bin Deiner Willen völlig hingegeben.“

Nichts suchend für sich selbst, hielt Er auch in dieser letzten Phase stand und trat siegreich und ruhig hervor. „Ich bin es!“ – die Feinde wichen zurück... Warum gibt Er sich ruhig hin? Die Heilung des Ohres des Dieners war ebenfalls in aufrichtiger Liebe. Sein Gesicht war bleich und erschöpft... Von nun an bis zum Grab war Er ein Knecht, aber Er war groß in jener unsichtbaren opfernden Kraft.

Wenn wir im Leben durch Kämpfe gehen müssen und unter dem Druck aller Leiden unsere Demut verlieren, wenn es uns scheint, dass wir zu viel leiden müssen und zu viel für Gott geben müssen, dann lasst uns in die Stille des Gartens Gethsemane gehen und dieses Fleckchen Erde finden und dort neben dem Erlöser stehen. Und dann wird aus der Tiefe unserer Seele ein Lied des Lobes zu Jesus fließen. Lasst uns daran denken: Niemand wird jemals einen höheren Preis zahlen müssen!

Elena Melnichuk, in: Nashi Dni Nr. 2150, 14. November 2009