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Als die große Führerin der Mäßigkeitsbewegung in Chicago tot aufgebahrt lag, befand sich unter den Blumen ein Strauß Veilchen von einer Zeitungsfrau aus Washington. Diese Frau hatte Miss Willard nur einmal gesehen. Es war in einer Stadt im Westen. Sie war Reporterin bei einer lokalen Zeitung, entmutigt, überarbeitet, niedergeschlagen, heimatlos und insgesamt unglücklich. Sie war noch nicht aus ihren Teenagerjahren heraus und erst seit ein paar Monaten von zu Hause weg. Miss Willard kam in die Stadt, um eine W. C. T. U. Gruppe zu organisieren. Die junge Reporterin wurde zu ihrem Hotel geschickt, um ihr etwas Wichtiges zu fragen. Miss Willard war krank, ließ aber ausrichten, dass sie kommen dürfe. Die Reporterin fand sie in einem Lehnstuhl sitzend, sehr blass, aber sehr freundlich. Sie hatte kaum begonnen, ihr Anliegen vorzutragen, als die große Frau aufstand und auf sie zukam. Sie legte ihre Hände auf die Schultern des Mädchens. „Warum, Liebes“, sagte sie, „wie müde du aussiehst! Nimm meinen Stuhl, Kind.“ „Und ich – nun“, sagte die Reporterin, als sie die Blumen zu Miss Willards Beerdigung schickte, „niemand hatte mich so lange ‚Liebes‘ genannt, niemand hatte mich ‚Kind‘ genannt, dass ich – nun, ich legte meinen Kopf auf Frances Willards Schulter und weinte alles heraus. Ich hatte sie nie zuvor gesehen; ich habe sie nie wieder gesehen; aber in Erinnerung an diese wenigen freundlichen Worte sage ich: ‚Gott segne Frances Willard!‘“ Welche Kraft für das Gute gibt solch christliche Selbstvergessenheit den Jüngern Jesu, um die zu trösten und zu erfrischen, die müde und am Ende ihrer Kräfte sind!

Quelle unbekannt