Die erschütternde Geschichte des vierzehnjährigen Rod Matthews dient als Warnung für eine Kultur, die vom Kurs abgekommen ist. Rod interessierte sich nicht für die Dinge, die normalerweise Teenager interessieren. Weder Sport noch Bücher konnten seine unstillbare Langeweile befriedigen. Nur eines faszinierte ihn: der Tod. Er verbrachte Stunden damit, das Video 'Faces of Death' anzusehen, eine Sammlung von Filmclips, in denen Menschen gewaltsam sterben. Rods Neugier auf den Tod führte dazu, dass er den Tod persönlich erleben wollte, nicht nur im Fernsehen oder auf der Kinoleinwand. Schließlich fand er einen Weg, seine Neugier zu befriedigen. An einem Winternachmittag lockte er einen Freund in den Wald und erschlug ihn mit einem Baseballschläger. Während seines Mordprozesses machte ein Kinderpsychiater die aufschlussreichste Bemerkung, als er gebeten wurde, eine klinische Bewertung von Rods Zustand abzugeben. Die Einschätzung des Arztes war, dass Rod nicht im herkömmlichen Sinne geisteskrank war, sondern dass er einfach nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden konnte. Er war 'moralisch behindert'.
Mark DeVries, Family-Based Youth Ministry, Downers Grove, IL, InterVarsity Press, 1994, S. 53