F.W. Boreham erzählt eine Geschichte über seinen Mentor J.J. Doke, der von Neuseeland nach Südafrika zog und mit Mahatma Gandhi zusammenarbeitete: „Nachdem er mir sieben Jahre so glücklicher Vertrautheit gewährt hatte, verließ Herr Doke Neuseeland, und ich sah ihn nicht mehr. Ein oder zwei Jahre später trafen er und Herr Gandhi aufeinander. Herr Doke hatte sich kürzlich als Pastor in Johannesburg niedergelassen; und Herr Gandhi war in Südafrika als rechtlicher Vertreter der indischen Bevölkerung, die gerade in einen ernsten Konflikt mit den Behörden verwickelt war. Herr Dokes Sympathien galten den Indern, und er nahm sofort Kontakt mit Herrn Gandhi auf. Jeder war erstaunt über die geringe Statur des anderen. Sie sahen nicht aus wie ein Paar von Champions. „Herr Doke sagt, dass er erwartet hatte, ‚eine große und stattliche Gestalt und ein kühnes, herrisches Gesicht‘ zu sehen. Stattdessen stand ‚eine kleine, schmale Gestalt vor mir, und ein verfeinertes, ernstes Gesicht blickte in meines. Die Haut war dunkel, die Augen dunkel, aber das Lächeln, das das Gesicht erhellte, und dieser direkte, furchtlose Blick eroberten einfach das Herz. Er war erst achtunddreißig, aber die Anstrengung seiner Arbeit zeigte sich in den silbernen Strähnen seines Haares. Er sprach perfekt Englisch und war offensichtlich ein Mann von großer Kultur.‘ „An der Wand von Herrn Gandhis Büro hing ein schönes Bild von Jesus; und in dem Moment, als Herr Dokes Augen darauf ruhten, fühlte er, dass er und sein neuer Freund durch ein heiliges Band verbunden waren. ‚Ich möchte, dass Sie‘, sagte er zu Herrn Gandhi, ‚mich in diesem Kampf als Ihren Freund betrachten. Wenn‘, fügte er mit einem Blick auf das Bild an der Wand hinzu, ‚ich irgendeine Lektion aus dem Leben Jesu gelernt habe, dann ist es, dass wir die Last derer teilen sollten, die schwer beladen sind.‘“
F.W. Boreham, I Forgot to Say, 1939
Quelle: https://www.preaching.com/sermon-illustrations/sharing-the-burden/