Ein Freund namens Tom erzählt von einer Nacht, als er ein Teenager war. Er und seine Freunde gingen durch die Nachbarschaft. Es war eine warme und sehr dunkle Nacht. Plötzlich sah einer von ihnen ein Polizeiauto und rief. Sie hatten nichts Unrechtes getan, wollten aber auch nicht gesehen werden. Also begannen sie zu rennen. Das Polizeiauto sah sie und beobachtete, wie sie in eine Gasse abbogen. Tom stolperte und stieß einige Mülltonnen um. Die Polizisten stiegen aus dem Auto und begannen, ihnen nachzugehen. Einer der Beamten schaltete einen Suchscheinwerfer ein. Tom schaute sich nach seinen Freunden um, konnte sie aber nicht sehen. Alles, was er sah, war dieser brennende, stechende Suchscheinwerfer, der nach ihm suchte. Tom sprang hinter die Mülltonnen, nur um seine Freunde dort zusammengekauert zu finden. Mit hektischer Energie versuchten sie, sich zu verstecken, indem sie Müll über ihre Köpfe zogen und hofften, sich zu tarnen. Der Scheinwerfer fiel auf Tom. „Komm heraus, wo wir dich sehen können“, sagte die Stimme hinter dem Licht. Tom stand dort auf, bedeckt mit Müll. „Was machst du da?“, fragte die Stimme. Tom stotterte: „Nichts.“ Die Stimme sagte: „Ich kann dich nicht hören. Was machst du da?“ Tom sagte: „Officer, ich habe nichts Unrechtes getan; ich sah das Licht, ich rannte, ich stieß diese Mülltonnen um. Es tut mir leid wegen der Störung.“ Der Suchscheinwerfer strahlte ihm in die Augen und blendete ihn. Er stand dort im Licht, ohne sich verstecken zu können. Dann sagte die Stimme: „Ich glaube, ich erkenne dich. Wohnst du nicht um die Ecke?“ „Ja“, stotterte er. Sein Herz raste, und er dachte bei sich: „Mein Leben ist ruiniert. Wenn ich nicht wegen Ruhestörung verhaftet werde, wird etwas Schlimmeres passieren: Dieser Officer wird es meinen Eltern erzählen.“ Doch dann sagte die Stimme hinter dem Licht etwas Unerwartetes. „Sohn, ich bin nicht hier, um dich zu bestrafen; ich bin hier, um dich zu beschützen.“ Als er vor diesem Suchscheinwerfer stand, sagt Tom, bekam er einen Eindruck davon, was es bedeutet, vor Jesus zu stehen, der das Licht der Welt ist. Da stand er, völlig entblößt, aber vollkommen geschützt. Er war vollständig enthüllt, aber frei von unnötiger Bestrafung. Er stand hüfttief im Müll, fühlte sich jedoch sauberer als je zuvor, irgendwie gereinigt von einem Licht, das keinen Schatten warf. In diesem Moment erkannte er, was es bedeutet, in der Gegenwart von Jesus Christus zu stehen, der voller Wahrheit und voller Gnade ist.
William G. Carter, Praying for a Whole New World
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