Ich habe gehört, dass eine Klapperschlange, wenn sie in die Enge getrieben wird, so aufgebracht werden kann, dass sie sich versehentlich mit ihren tödlichen Giftzähnen selbst beißt. In ähnlicher Weise wird eine Person, die Hass und Groll in ihrem Herzen hegt, oft durch das Gift ihrer eigenen Bosheit verletzt. Sie denkt, sie würde ihren Feinden schaden, indem sie ihren Zorn zeigt, aber der eigentliche Schaden wird tief in ihrer eigenen Seele angerichtet. Zorn kann uns auch dazu bringen, Dinge zu tun und zu sagen, die wir zutiefst bereuen. George W. Martin erzählt die folgende wahre Geschichte: „Ich erinnere mich an einen Kollegen, der einmal einen bösen Brief an seinen Vater schrieb. Da wir im selben Büro arbeiteten, riet ich ihm, ihn nicht abzuschicken, da er in einem Anfall von Wut geschrieben wurde. Aber er verschloss ihn und bat mich, ihn zur Post zu bringen. Stattdessen steckte ich ihn einfach in meine Tasche und behielt ihn bis zum nächsten Tag. Am nächsten Morgen kam er sehr besorgt ins Büro. ‚George‘, sagte er, ‚ich wünschte, ich hätte diesen Brief gestern nicht an meinen Vater geschickt. Es tut mir tief weh, und ich weiß, dass es ihm das Herz brechen wird, wenn er ihn liest. Ich würde 50 Dollar geben, um ihn zurückzubekommen!‘ Ich nahm den Umschlag aus meiner Tasche, gab ihn ihm und erzählte ihm, was ich getan hatte. Er war so überglücklich, dass er mir tatsächlich die 50 Dollar zahlen wollte!“
Sermons Illustrated November/December 1988
Quelle: https://www.preaching.com/sermon-illustrations/mans-anger/