Als wir in Launceston in Tasmanien waren, erhielt ich einen Brief von einem Mann, der mich bat, seine Frau zu besuchen. Er sagte, seine Frau sei seit vielen Jahren bettlägerig und sie hätten alle Ärzte in Launceston ausprobiert. Er hatte in den Zeitungen bemerkt, dass ich ein Arzt sei, und dachte, ein amerikanischer Arzt könnte dort Erfolg haben, wo ihre heimischen Ärzte versagt hatten. Es war offensichtlich, dass der Mann mich für einen Mediziner hielt. Einige Nächte später folgte dieser Mann seinem Brief, indem er zu der Versammlung kam, um mich persönlich zu sprechen. Er war der Schwergewichtsmeister von Tasmanien. Er war nicht gekommen, um eine Predigt zu hören, sondern um mich zu bitten, seine kranke Frau zu besuchen. Aber er kam rechtzeitig, um die Predigt zu hören. Das Thema war „Helden und Feiglinge“, und er war sehr interessiert. Darin erzählte ich die Geschichte eines Farmersohnes aus North Carolina, dessen Vater ihn mit großen Opfern aufs College geschickt hatte, und als der Vater seinen Sohn besuchte, schämte sich der Sohn vor seinen fröhlichen College-Freunden für ihn. Als ich diesen Farmer mit freudigem Herzen beschrieb, wie er in die College-Stadt fuhr, um seinen Sohn zu besuchen, und dann die Verleugnung seines Vaters durch den Sohn, wurde der Boxer sehr wütend. Er wollte diesen undankbaren Sohn verprügeln, aber dann kam ihm der Gedanke: „Du bist gemeiner und undankbarer als er. Du schuldest Gott mehr als dieser Sohn seinem Vater, und doch, wie behandelst du Ihn?“ Erfüllt von Scham über seine undankbare Behandlung Gottes, erhob sich der Boxer, als ich die Einladung aussprach, und kam nach vorne, drehte sich um und stellte sich dem Publikum, von dem die meisten ihn dem Ruf nach kannten, und bekannte öffentlich seine Sünde und seine Annahme von Jesus Christus. Er begann sofort für Christus zu arbeiten, und das letzte Bild, das wir sahen, als der Dampfer aus Launceston ablegte und den Fluss hinuntersegelte, war Jim Burke, der über die Menge ragte und uns mit seinem roten Gesangbuch zum Abschied winkte.
R. A. TORREY, D.D., Anecdotes and Illustrations