Ein alter Mann wollte ein Bäumchen pflanzen. Drei junge Männer verspotteten ihn und fragten, für wen er das Bäumchen pflanze. Schließlich sei er nicht Methusalem, um die Früchte seiner Arbeit zu erleben, während sie jung und gesund seien und das ganze Leben noch vor sich hätten. Der alte Mann antwortete, dass er es gewohnt sei, seit seiner Kindheit zu arbeiten, und es ihn erfreue, dass sein Enkel den Schatten des von ihm gepflanzten Baumes genießen werde. Der Tod habe sich schließlich auch nicht vor jungen Menschen gescheut. Die Spötter erlebten etwas, das sie nicht erwartet hatten. Der erste ging auf einem Schiff Handel treiben und ertrank im Meer, der zweite führte ein ausschweifendes Leben und ruinierte sich selbst, der dritte starb an einer Erkältung. 'Unser guter alter Mann beweinte alle drei', endet Krylow seine Fabel. 'Der Mensch hat keine Macht über den Geist, um den Geist zurückzuhalten, und er hat keine Macht über den Tag des Todes...' (Prediger 8:8)
Krylow, in: Nashi Dni Nr. 2004, 16. Dezember 2006