Es war ein nebliger Morgen am 4. Juli 1952, als eine junge Frau namens Florence Chadwick ins Wasser vor der Insel Catalina stieg. Sie hatte vor, den Kanal von der Insel zur kalifornischen Küste zu schwimmen. Langstreckenschwimmen war ihr nicht neu; sie war die erste Frau, die den Ärmelkanal in beide Richtungen geschwommen war.
Das Wasser war an diesem Tag eisig kalt. Der Nebel war so dicht, dass sie kaum die Boote ihrer Begleiter sehen konnte. Mehrmals mussten Haie mit Gewehrfeuer vertrieben werden. Sie schwamm mehr als 15 Stunden, bevor sie darum bat, aus dem Wasser geholt zu werden. Ihr Trainer versuchte, sie zu ermutigen weiterzuschwimmen, da sie so nah am Land waren, aber als Florence hinsah, sah sie nur Nebel. Also gab sie auf... nur eine Meile von ihrem Ziel entfernt.
Später sagte sie: „Ich will mich nicht entschuldigen, aber wenn ich das Land hätte sehen können, hätte ich es vielleicht geschafft.“ Es war nicht die Kälte, die Angst oder die Erschöpfung, die Florence Chadwick scheitern ließen. Es war der Nebel.
Oft scheitern auch wir, nicht weil wir Angst haben oder wegen des Gruppendrucks oder aus anderen Gründen, sondern weil wir das Ziel aus den Augen verlieren. Vielleicht sagte Paulus deshalb: „Ich jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus“ (Phil. 3,14).
Zwei Monate nach ihrem Scheitern ging Florence Chadwick vom selben Strand aus in denselben Kanal und schwamm die Strecke, stellte einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf, weil sie das Land sehen konnte.
Quelle unbekannt
Quelle: https://bible.org/illustration/swimming-english-channel