Maria Dyer wurde 1837 auf dem Missionsfeld in China geboren, wo ihre Eltern Pioniermissionare waren. Beide Eltern starben, als Maria noch ein kleines Mädchen war, und sie wurde zurück nach England geschickt, um von einem Onkel aufgezogen zu werden. Der Verlust ihrer Eltern hielt ihr junges Herz jedoch nicht davon ab, die Bedeutung der Verkündigung des Evangeliums zu erkennen. Im Alter von sechzehn Jahren kehrte sie zusammen mit ihrer Schwester nach China zurück, um selbst als Missionarin in einer Mädchenschule zu arbeiten. Fünf Jahre später heiratete sie Hudson Taylor, einen Mann, der heute für sein Leben im Dienst, Glauben und Opfer bekannt ist. Hudsons und Marias Arbeit wurde oft kritisiert – sogar von anderen Christen. Einmal schrieb Maria: „Was die harten Urteile der Welt oder die schmerzhafteren Missverständnisse christlicher Brüder betrifft, so fühle ich im Allgemeinen, dass der beste Plan ist, mit unserer Arbeit fortzufahren und Gott unsere Sache rechtfertigen zu lassen.“ Von ihren neun Kindern überlebten nur vier das Erwachsenenalter. Maria selbst starb an Cholera, als sie gerade einmal dreiundvierzig Jahre alt war. Doch sie glaubte, dass die Sache das Opfer wert war. Auf ihrem Grabstein waren die Worte eingraviert: „Für sie war das Leben Christus, und das Sterben Gewinn.“ In einer Zeit, in der viele selbstbezogen sind und mehr darauf achten, was sie bekommen können, anstatt was sie geben können, brauchen wir eine Erneuerung der opferbereiten Liebe. Es war Gottes Liebe zu uns, die Jesus in die Welt sandte, um für unsere Sünden zu sterben, und es ist diese Art von gebender Liebe, die unsere Welt heute so dringend benötigt. Wenn wir Gott so lieben, wie wir sollten, verblassen unsere eigenen Interessen, während wir Ihn verherrlichen.
The Jubilee Story of the China Inland Mission, Marshall Broomhall
Quelle: https://ministry127.com/resources/illustration/sacrificial-love