Arseni war ein eifriger Christ und setzte all sein Vertrauen auf Gott. Sein Leben war ein Vorbild für alle um ihn herum. Niemand hatte je ein Klagen oder ein unnötiges Wort von ihm gehört. Er war immer zufrieden mit dem, was er hatte, und verweigerte anderen nie ihre Bitten. Als er auf seine knotigen alten Hände schaute, fragte sich Arseni, ob er genug Kraft und Zeit haben würde, das Zerstörte wieder aufzubauen. Während er in Gedanken die erlittenen Verluste abwog, bemerkte er plötzlich eine große Axt auf dem Boden. Es war die Axt von Savva, einem bösen Nachbarn, der aus Neid auf Arsenis Garten litt – die Frucht seiner fleißigen, geduldigen Arbeit... In ein paar Tagen sollte Savva Arseni Geld für den Zaun zahlen, den der alte Mann gebaut hatte und der ihre Grundstücke trennte. Und so kam er, als wäre nichts geschehen, mit einem Lächeln im Gesicht. Mit listigen Augen schaute er Arseni an und dachte: „Was wirst du jetzt ohne deinen Garten machen?“ Arseni jedoch war diesmal freundlicher als je zuvor. Als Savva das Geld zum Bezahlen herausholen wollte, hielt der alte Mann ihn mit einer Handbewegung zurück: – Ich bitte dich sehr, mir nichts zu zahlen. Ich lebe allein und bin mit wenig zufrieden. Außerdem bin ich schon alt und kann den Rest meines Lebens mit meiner Arbeit gut versorgen. Du bist noch jung, dein ganzes Leben liegt vor dir, du hast kleine Kinder, behalte dieses Geld für sie... Als Arseni nach dem morgendlichen Sonntagsgottesdienst nach Hause zurückkehrte, war er tief erschüttert von dem, was er sah: Sein kleiner Obstgarten, mit bereits reifen, saftigen Früchten, war vollständig zerstört. Es war, als ob mächtige Panzer durch ihn gefahren wären und alles auf ihrem Weg zerstört hätten. Die Lippen des alten Mannes zitterten, Tränen flossen aus seinen Augen; er ließ den Kopf hängen und konnte vor Kummer nicht von der Stelle weichen. Wer konnte solche Grausamkeit zulassen, seine Armut, sein Alter und seine Einsamkeit missachtend?
Nashi Dni