# Christliche Kurzgeschichten > Sammlung von über 5000 christlichen Geschichten und Illustrationen! Public Ghost content for AI and LLM tooling. This file includes a bounded export of public pages first, then recent public posts. Append `.md` to any post or page URL to get the content in Markdown (for example, `/example-post.md`). ## Pages ### Impressum URL: https://www.beispielgeschichte.de/about/ Last updated: 2026-03-19T13:03:17.000Z Die Abkürzung JW steht für den Inhaber der Seite. Angaben gemäß §5 DDG: Online-Impressum.de Creator: beispielgeschichte.de - Johann Walter Europaring 90 53757 Sankt Augustin info@beispielgeschichte.de **Haftung für Inhalte:** Im Sinne von § 7 Absatz 1 TMG bin ich für die eigenen Inhalte auf dieser Webseite verantwortlich. Durch §§ 8 bis einschließlich 10 TMG bin ich aber nicht verpflichtet, gespeicherte oder übermittelte fremde Inhalte zu überwachen oder diese auf Rechtswidrigkeit zu prüfen. Das befreit mich jedoch nicht von der Pflicht, der Sperrung und Entfernung von Informationen nach geltenden Gesetzen nachzukommen. ### Über diese Seite URL: https://www.beispielgeschichte.de/info/ Last updated: 2026-04-17T15:07:30.000Z Diese Seite hat zum Ziel, hilfreiche Beispielgeschichten verfügbar zu machen. Viele gute Geschichten gibt es nur in englischer Sprache und manche sind in Büchern oder verschachtelten Internetseiten versteckt. Mit dieser Beispielsammlung soll eine Möglichkeit geschaffen werden, dass immer mehr solcher Kurzgeschichten auch in deutscher Sprache und digital nutzbar werden. Die hier veröffentlichten Kurzgeschichten sind für den persönlichen Gebrauch bestimmt, insbesondere für Predigt, Gottesdienst etc. Anderweitige Verwendungen bedürfen der Zustimmung der Urheber. Gottes Segen beim Suchen und Finden! J. Walter --- [Christliche Kurzgeschichten zum NachdenkenKurzgeschichten als Oase der Stille: Hoffnung, Güte und Vergebung in einer hektischen Welt. Lenken Sie Ihre Gedanken auf den Glauben und das Vertrauen auf Gott.![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo_big---side.png)Beispielgeschichte.deJ. Walter![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/photo-1475137979732-b349acb6b7e3.jpeg)](https://www.beispielgeschichte.de/christliche-kurzgeschichten-zum-nachdenken/) [Christliche Kurzgeschichten zur DankbarkeitDankbarkeit bereichert Leben: Gott als Geber allen Guten und Menschen für ihre guten Taten wertschätzen. Sie stärkt Beziehungen und Gesellschaft.![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo_big---side-1.png)Beispielgeschichte.deJ. Walter![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/photo-1585657541873-304b7700e880.jpeg)](https://www.beispielgeschichte.de/christliche-kurzgeschichten-zur-dankbarkeit/) [Christliche Kurzgeschichten gesucht!Wie finde ich christliche Kurzgeschichten? Dieser Artikel zeigt einige Möglichkeiten dazu auf.![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo_big---side-2.png)Beispielgeschichte.deJ. Walter![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/photo-1457369804613-52c61a468e7d.jpeg)](https://www.beispielgeschichte.de/christliche-kurzgeschichten-gesucht/) ### Christliche Kurzgeschichten gesucht! URL: https://www.beispielgeschichte.de/christliche-kurzgeschichten-gesucht/ Last updated: 2026-03-25T13:45:02.000Z Christliche Kurzgeschichten können eine Hilfe für geistliche Ermutigung und Stärkung sein und gutes Anschauungsmaterial für Beiträge im Gottesdienst liefern. Insbesondere wenn es um Feiertage wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten oder Erntedank geht, sind solche Beispielgeschichten wertvoll. Wenn du auf der Suche nach christlichen Kurzschichten bist, gibt es mehrere Wege, um gute und passende Erzählungen zu finden. Hier sind einige Angebote, die dir dabei helfen können: 1. **Online-Plattformen** Es gibt zahlreiche Webseiten, die sich auf christliche Inhalte spezialisiert haben. Hier ein paar Seiten für christliche Kurzgeschichten: \- [beispielgeschichte.de](https://www.beispielgeschichte.de/) \- [biblische-lehre-wm.de](https://www.biblische-lehre-wm.de/download-2/erzaehlungen?ref=beispielgeschichte.de) 2. **Computer-Sammlungen:** Hier sind Computerprogramme, die viele Beispielgeschichten enthalten und bei den jeweiligen Verlagen erworben werden können: \- "CMV-Materialsammlung 3.0" beim CSV-Verlag \- "Das große Axel Kühner Textarchiv" beim Verlag Neukirchener Aussat 3. **Christliche E-Book-Plattformen:** Kindle, Apple Books oder andere E-Book-Anbieter haben oft eine Kategorie für christliche Bücher. Teils bieten sie auch kostenlose oder günstig verfügbare Kurzgeschichten-Sammlungen an. 4. **Christliche Hörbuch-Plattformen und Podcasts:** Hörbuch-Plattformen bieten teilweise wahre Begebenheiten, die sich gut als Illustration verwenden lassen (besondere Empfehlung: die Reihe "Abenteuer Wissen" bei Audible). Hörbücher können besonders praktisch sein, wenn du viel unterwegs bist und dennoch auf neue Beispielgeschichten stoßen möchtest. 5. **Bibelkommentare:** Oft finden sich ansprechende Kurzgeschichten in den Kommentaren und Erklärungen der Bibel. 6. **Empfehlungen und Austausch:** Ein Austausch mit Freunden, Familienmitgliedern oder Glaubensgemeinschaften kann wertvolle Leseempfehlungen hervorbringen. Menschen in deinem Umfeld haben möglicherweise selbst wertvolle Geschichten entdeckt und teilen diese gerne. Durch die Nutzung dieser unterschiedlichen Möglichkeiten kannst du eine Vielzahl an christlichen Kurzgeschichten entdecken, die nicht allein den Glauben stärken, sondern auch deinen Dienst für Gott bereichern können. ### Christliche Kurzgeschichten zum Nachdenken URL: https://www.beispielgeschichte.de/christliche-kurzgeschichten-zum-nachdenken/ Last updated: 2026-03-25T13:44:44.000Z In einer Welt, die oft hektisch und laut erscheint, laden Kurzgeschichten ein, innezuhalten und nachzudenken. Die Geschichten in dieser kleinen Sammlung sind vielfältig wie das Leben selbst. Sie erzählen von Hoffnung in dunklen Zeiten, von unerwarteter Güte in einer rauen Welt, von Vergebung, die Wunden heilt, und von Glauben, der Berge versetzt. Sie zeigen uns Menschen in ihren Schwächen und in ihrer von Gott gegebenen Stärke. Mögen diese Kurzgeschichten Ihnen Ermutigung und Trost schenken. Mögen sie Ihren Glauben stärken, Ihre Hoffnung nähren und Ihre Liebe zu Gott und den Menschen vertiefen... --- ![](https://vg08.met.vgwort.de/na/53f9f1c516134e248478a3036d63881d) ### Sicher im Schulbus inmitten der Flammen Es war der 8\. November 2018\. Die Stadt Paradise in Kalifornien stand in Flammen, die sich schnell ausbreiteten. Die Straßen waren überfüllt mit Fahrzeugen der Menschen auf der Flucht vor dem Feuer, das Bäume, Häuser, Autos und alles Brennbare unwiederbringlich zerstören würde. Funken sprühten, die Luft war erfüllt mit beißendem Rauch und der Himmel in ein dämmriges Dunkel gehüllt, das nur noch von Flammen erhellt wurde. Inmitten dieses Infernos war ein Schulbus unterwegs, mit 22 Kindern, zwei Lehrerinnen und einem Busfahrer, der die schier unerträgliche Verantwortung trug, diese Kinder herauszubringen aus einem Feuer, das bald von allen Seiten kommen und keine Gnade kennen würde. Der Rauch fand seinen Weg auch in das innere des Fahrzeugs und die Kinder hatten Schwierigkeiten beim Atmen. Daraufhin zog der Busfahrer sein Shirt aus und riss es in Stücke, damit die Kinder es als Atemschutz verwenden konnten. Immer wieder musste der Busfahrer Entscheidungen treffen, die Leben oder Tod bedeuten konnten – für alle Mitreisenden. Es war heiß und alles andere als angenehm, aber es war ihre einzige Chance, in dem Schulbus zu bleiben und auszuharren, bis sie hoffentlich wieder das herrliche Blau des Himmels sehen und frische Luft einatmen könnten. Nach bald fünf Stunden in einem schier nicht enden wollenden Verkehrschaos erreichten sie Biggs und waren gerettet. Wie glücklich waren sie, als jedes der Kinder wohlbehalten von seinen Eltern abgeholt werden konnte. Kann es sein, dass jeder gläubige Christ in einem solchen Schulbus sitzt? Es ist das einzige Mittel, das den Gläubigen aus dem flammenden Gericht Gottes herausretten kann. Die einzige Chance, die uns noch bleibt, ist die Gemeinde Jesu Christi. Wir haben den besten Busfahrer, den es geben kann, denn die Route bestimmt der Herr Jesus durch sein Wort. In ihr sind wir sicher, auch wenn die Not der Welt uns erreicht und zu schaffen macht, auch wenn wir mit manchen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Aussteigen ist keine Option, denn dann sind wir ganz alleine der Gefahr ausgeliefert. Sind wir dankbar für unseren "Schulbus", oder schauen wir uns nach einer komfortableren Möglichkeit der Rettung um? Es gab nur den einen Schulbus und es gibt nur die eine universale Gemeinde Jesu. Steigen wir bei der nächsten Möglichkeit aus, oder helfen wir mit, die Fahrt möglichst sicher und zielführend zu gestalten, bis wir den klaren Himmel vor Augen, endlich beim himmlischen Vater angekommen sind? JW Quellen: [\[1\]](https://www.ktvu.com/news/hero-bus-driver-credited-for-bringing-22-school-kids-to-safety-from-camp-fire?ref=beispielgeschichte.de); [\[2\]](https://www.cbsnews.com/news/california-camp-fire-school-bus-driver-hero-students-harrowing-escape/?ref=beispielgeschichte.de) [](https://www.cbsnews.com/news/california-camp-fire-school-bus-driver-hero-students-harrowing-escape/?ref=beispielgeschichte.de) --- **Bibelstellen:** Psalm 23,4; Jesaja 43,2; Psalm 91,1-2; Hebräer 13,5; Matthäus 28,20; Johannes 10,11; Johannes 14,6 [](https://www.cbsnews.com/news/california-camp-fire-school-bus-driver-hero-students-harrowing-escape/?ref=beispielgeschichte.de) [Jesus sucht dich!Ein Mädchen bringt ihren ungläubigen Vater in ein christliches Erholungsheim. Er fühlt sich unwohl und will umziehen, doch eine Botschaft auf einem Aussichtsturm führt ihn zu Gott. Jesus sucht dich!![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenErnst Modersohn![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1.png)](https://www.beispielgeschichte.de/jesus-sucht-dich/) [Jacks TreueJack, ein Sklave, predigt das Evangelium trotz Peitschenhieben. Aufgrund seines Glaubens wird das Herz seines Meisters völlig verändert und er schenkt ihm schließlich die Freiheit.![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-1.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenEdwart Payson Hammond![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-1.png)](https://www.beispielgeschichte.de/jacks-treue/) [Gottes Herrlichkeit im GefängnisAn einem Abend gegen zehn Uhr hörten sie in der Stille und Dunkelheit die Schritte von Männern, die bald vor der Gefängnistür stehen blieben, bis drinnen die Vorbereitungen getroffen waren. Unter ihnen war ein junger Baptistenprediger, dessen Herz beinahe stillstand…![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-2.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenEdwin McKean Long![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-2.png)](https://www.beispielgeschichte.de/gottes-herrlichkeit-im-gefaengnis/) [Eins weiß ich: Jesus starb für michIch hatte schon längst den Wunsch gehegt, diese kleine Gruppe einmal aufzusuchen, aber immer wieder hatten sich Hindernisse in den Weg gestellt. Endlich, nach drei Jahren, gelang es mir, diesen Plan auszuführen. Aber eine Sorge erfüllte mein Herz…![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-5.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenDietrich Witt![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-5.png)](https://www.beispielgeschichte.de/eins-weiss-ich-jesus-starb-fur-mich/) [Die Kraft eines LobliedsNina und Dot singen ein Loblied, um einen angreifenden Panther abzuschrecken und retten so ihr Leben auf ihrem Heimweg durch den Wald.![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-4.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenJ. Walter![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-4.png)](https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-eines-loblieds/) [Die Niagarafälle kümmerten ihn nichtIch habe von einem Menschen gehört, der etwa siebenhundert Meilen gelaufen ist, um die Niagarafälle zu sehen. Als er sich den Fällen bis auf sieben Meilen genähert hatte, glaubte er, das Tosen des Wasserfalls zu hören und er rief einem Mann, der auf dem Feld arbeitete zu und fragte…![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-6.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenCharles Haddon Spurgeon![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-6.png)](https://www.beispielgeschichte.de/die-niagarafaelle-kuemmerten-ihn-nicht/) Weitere christliche Kurzgeschichten auf [www.beispielgeschichte.de](https://www.beispielgeschichte.de/)... ### Christliche Kurzgeschichten zur Dankbarkeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/christliche-kurzgeschichten-zur-dankbarkeit/ Last updated: 2026-03-25T11:59:29.000Z Dankbarkeit ist eine wichtige Tugend, die unser Leben und unsere Beziehungen bereichern kann. Sie hat zwei wesentliche Aspekte: Zum einen ist Dankbarkeit gegenüber Gott angebracht, da er der Ursprung alles Guten ist. Zum anderen ist Dankbarkeit auch im zwischenmenschlichen Bereich von großer Bedeutung. Wenn andere Menschen uns Gutes tun, sei es durch Hilfe, Unterstützung oder einfach freundliche Gesten, ist es wichtig, dies anzuerkennen und wertzuschätzen. Diese Form der Dankbarkeit stärkt soziale Bindungen und fördert ein positives Miteinander in der Gesellschaft. Christliche Kurzgeschichten zum Thema Dankbarkeit... [Das Gewicht in Gold wertKennen Sie die Geschichte von dem Mann, der eine gute Frau hatte, und zu dem man sagte: “Sie ist doch ihr Gewicht in Gold wert.” “Ja”, sagte er, “sie ist einen Felsen von Gibraltar in Gold wert, aber das sage ich ihr nie…![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-7.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenCharles Haddon Spurgeon![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-7.png)](https://www.beispielgeschichte.de/das-gewicht-in-gold-wert/) [Ist Ihre Kuh dankbarer als Sie selbst?In einem Jahr, als der Weihnachtstag auf einen Sonntag fiel, beschloss ein Bauer, in die Kirche zu gehen ... “Gott hat so viel für mich getan, und doch habe ich ihm nie gedankt! Meine Kuh ist viel dankbarer als ich...”![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-8.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenJ. Walter![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-8.png)](https://www.beispielgeschichte.de/ist-ihre-kuh-dankbarer-als-sie-selbst/) [Retter gesucht!Zwei kleine Jungen spielten auf einem Anlegeplatz am Rhein, der kein Geländer hatte. Und wie es so kommen musste, fiel einer der beiden in den Fluss und begann verzweifelt, um Hilfe zu rufen, während er mit der Strömung fort getrieben wurde. Ein junger Vater…![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-9.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenJ. Walter![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-9.png)](https://www.beispielgeschichte.de/retter-gesucht/) [Dankbarkeit in der TierweltIn der Antike gab es viele seltene Geschichten über die Dankbarkeit der wilden Tiere. Ihr erinnert euch an die Geschichte von Androkles und dem Löwen. Der Mann wurde dazu verurteilt, von wilden Tieren in Stücke gerissen zu werden, aber ein Löwe…![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-10.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenCharles Haddon Spurgeon![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-10.png)](https://www.beispielgeschichte.de/dankbarkeit-in-der-tierwelt/) [Zufriedene DankbarkeitManchmal habe ich einen Hund für seinen sparsamen Umgang mit Annehmlichkeiten bewundert. Als an einem langen Regentag die Sonne ein wenig herauskam und ein Sonnenstrahl auf den Boden fiel, habe ich gesehen, wie er aufstand, mit dem Schwanz wedelte…![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/icon/logo-3-11.png)Beispielgeschichten zu biblischen ThemenCharles Haddon Spurgeon![](https://www.beispielgeschichte.de/content/images/thumbnail/logo_big2-3-1-1-1-11.png)](https://www.beispielgeschichte.de/zufriedene-dankbarkeit/) Weitere christliche Kurzgeschichten auf [www.beispielgeschichte.de](https://www.beispielgeschichte.de/)... ### Weihnachten: Beispielgeschichte+ URL: https://www.beispielgeschichte.de/weihnachten-beispielgeschichte-plus/ Last updated: 2026-03-31T18:41:49.000Z Weihnachten: Beispielgeschichte+ Christliche Kurzgeschichten _This page is for subscribers on the Beispielgeschichte+ tier only._ ## Posts ### Wahre Fürsorge ist Liebe URL: https://www.beispielgeschichte.de/wahre-fursorge-ist-liebe/ Last updated: 2026-05-15T12:20:49.000Z Fürsorge ist auch Liebe. Was ich berichten möchte, habe ich vor einiger Zeit in der Kardiologie-Abteilung eines Krankenhauses in der Stadt Baranowitschi, Weißrussland, beobachtet. Zu einem älteren Patienten im Nachbarzimmer kam häufig eine ältere Frau, die kaum von seiner Seite wich. Sie brachte ihm schmackhafte Speisen und verbrachte jede freie Minute an seinem Krankenbett. Natürlich wollten alle in der Station mehr über dieses ungewöhnliche Paar erfahren. So stellte sich heraus: Dieser Mann hatte sein ganzes Leben lang in einer Fabrik in Minsk gearbeitet – unter sehr schweren und gesundheitsschädlichen Bedingungen. Er hatte auch eine Ehefrau, die ständig mit seinem Gehalt unzufrieden war. Oft gab es Streit und, wie man sagt, „nörgelte“ sie permanent an ihm herum. Der Mann, ein eher stiller und ausgeglichener Charakter, versuchte, den Auseinandersetzungen zu entgehen und seiner Frau zu gefallen, indem er oft Überstunden machte und sogar an Wochenenden arbeitete. Natürlich konnte sein Herz den ständigen seelischen Belastungen, den Vorwürfen seiner Frau und der schweren körperlichen Arbeit unter den schädlichen Bedingungen nicht standhalten. Eines Tages brachte ihn ein Krankenwagen ins Krankenhaus, wo eine lange Behandlung anstand, mit der Aussicht, dass er behindert bleiben würde. Als seine Frau erfuhr, dass von ihrem Mann nichts mehr zu erwarten war, dass er nicht mehr wie früher viel verdienen würde, verkaufte sie schnell die Wohnung und verschwand in unbekannte Richtung. Kann man sich den Zustand eines kranken Menschen vorstellen, der im Krankenhaus liegt und dem alles genommen wurde? Und wenn er das Krankenhaus verlassen würde, stünde er auf der Straße. Ich weiß nicht mehr, wie diese gütige, alleinstehende Frau, die 150 Kilometer von Minsk entfernt wohnte, von seinen Umständen erfuhr, aber sie nahm ihn zu sich und schenkte ihm eine solche Fürsorge und Aufmerksamkeit, wie er sie in seinem ganzen Leben nicht erfahren hatte. Wie die Geschichte endete, weiß ich nicht. Nur bin ich sicher, dass die gute Tat dieser älteren Frau im Himmel vermerkt ist, denn Christus sagte: „Ich war krank, und ihr habt mich besucht.“ Und er wird den guten Christen sagen: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, und ererbt das Reich, das euch von Grundlegung der Welt bereitet ist.“ (Matthäus 25,34-36). Mikhail Romanovich, in: Nashi Dni ### Der unbenutzte Regenschirm – Eine Parabel über Talente URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-unbenutzte-regenschirm-eine-parabel-uber-talente/ Last updated: 2026-06-04T16:06:56.000Z Ein junger Mann besuchte seine ältere Tante. Als er sich auf den Heimweg machte, begann es zu regnen. In der Ecke des Zimmers stand ein Regenschirm, und der junge Mann wollte ihn nehmen, um sich vor dem Regen zu schützen. Doch die Tante protestierte: „Nein, nein, nimm diesen Regenschirm nicht! Er steht hier seit 23 Jahren und wurde noch nie im Regen benutzt. Ich möchte nicht, dass er nass wird…“ Erinnert Sie diese Geschichte nicht an Menschen, die ihre Talente vergraben und sie nicht zur Ehre Gottes einsetzen? Man kann wohl annehmen, dass der Regenschirm nach vielen Jahren unbrauchbar geworden ist. So ergeht es auch den Fähigkeiten eines Menschen, die ungenutzt bleiben: Sie verfallen nutzlos und bringen keinem etwas. Nashi Dni Nr. 2073, 26\. April 2008, S. 6 ### Dankbarkeit und wahrer Frieden: Von der Bibelübersetzung bis zum Frieden mit Gott URL: https://www.beispielgeschichte.de/dankbarkeit-und-wahrer-frieden-von-der-bibelubersetzung-bis-zum-frieden-mit-gott/ Last updated: 2026-05-15T12:20:56.000Z Von der bewahrten Bibel bis zum wahren Frieden mit Gott – Dankbarkeit und Hoffnung trotz Verfolgung und Krieg. _This post is for subscribers only._ ### Die Billy Graham Bibliothek: Ein Zeugnis von Gottes Liebe und Hoffnung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-billy-graham-bibliothek-ein-zeugnis-von-gottes-liebe-und-hoffnung/ Last updated: 2026-05-15T12:20:59.000Z Vor einem halben Jahr eröffnete die Billy Graham Bibliothek ihre Türen für ihre ersten Besucher. Doch schon jetzt zieht sie Menschen aus aller Welt an, und viele finden hier den Weg zu Gott. Über die Ziele der Bibliothek berichtet Billy Grahams Sohn Franklin: „Ich bete, dass die Billy Graham Bibliothek ein Zeugnis für die Welt wird über die wunderbare Liebe Gottes und die großartigen Taten, die er durch Menschen wirken kann, die ihr Leben ihm geweiht haben.“ „Wir kamen nach Charlotte, um unser verlorenes Gepäck zu suchen“, erzählt ein Besucher der Bibliothek lächelnd. „Das Gepäck haben wir nicht gefunden, aber etwas viel Wertvolleres entdeckt.“ „Schon wenn man sich nähert, spürt man sofort: Das ist ein besonderer Ort …“, berichtet ein Besucher aus Alabama. Ein anderer Gast teilt ähnliche Eindrücke: „Es ist ein wunderbarer Raum voller Freude, Ehrfurcht und Frieden … Ich hatte viel über diesen Ort gehört, aber nicht erwartet, dass es hier so schön sein kann …“ Manche Menschen, wie unser Gesprächspartner aus North Carolina (der kürzlich 91 Jahre alt geworden ist), werden von Erinnerungen in die Bibliothek geführt: „Ich hörte zum ersten Mal eine Predigt von Billy Graham im Jahr 1954\. Es ist eine große Freude, hier zu sein! So etwas habe ich im Leben noch nie erlebt …“ Andere hingegen kommen mit einem leeren Herzen, suchen Trost und Sinn. Kurz vor Schließung trafen wir einen bedrückten jungen Mann. „Meine Frau hat ein totes Kind geboren“, erzählte er. „Ich weiß nicht, wie ich mit meiner Trauer umgehen soll.“ Später begegneten wir ihm erneut, und man konnte sehen, wie das Gespräch mit einem Seelsorger ihm Hoffnung schenkte. Hier noch eine ganz einfache Geschichte: „Ich fuhr zur Arbeit und stand an einer Weggabelung vor der Entscheidung: sollte ich nach rechts abbiegen und ins Büro fahren oder nach links abbiegen und mir die Billy Graham Bibliothek ansehen? Letztlich entschied ich mich, nach links abzubiegen …“ Rund um die Bibliothek erstreckt sich eine malerische Landschaft, die an eine Milchfarm erinnert. Diese Bibliothek wurde eingerichtet, um Menschen verschiedenster Herkunft durch das Wirken von Billy Graham von Jesus Christus zu erzählen, der sein ganzes Leben von der unerschöpflichen Liebe Gottes zeugte. Vorbei an der liebevoll nachgebauten Farm, auf der der Prediger aufwuchs, gelangen die Besucher zum Haupteingang, über dem ein großes kreuzförmiges Fenster thront. Das schlichte Interieur lässt die bescheidene Atmosphäre spüren, in der Billy Graham aufwuchs. Die Bibliothek selbst ist eine beeindruckende Folge von Galerien, die Videomaterialien, Bilder und verschiedene Ausstellungsstücke – auch musikalische – zeigen. Ein Saal ist dem Dienst des Evangelisten in Osteuropa, einschließlich der ehemaligen Sowjetunion, gewidmet. Außerdem gibt es eine Filmbibliothek, die für Besucher unterschiedlichen Alters und Berufs zugänglich ist. Vom unteren Stockwerk aus gelangen die Besucher in den Gebetsgarten zur Grabstätte von Ruth Bell Graham. Auf ihren Wunsch steht auf dem Grabstein: „Ruth Bell Graham. 10\. Juni 1920 – 14\. Juni 2007\. Der Bau ist vollendet. Danke für Eure Geduld.“ Diese Worte las Ruth einmal an einer Baustelle vorbei, und sie fand, dass sie ein würdiges Epitaph wären. In der Bibliothek gibt es viele berührende Erinnerungsstücke, alte Fotos und Erinnerungen. Dabei ist sie nie als Museum gedacht gewesen. Die Schöpfer der Bibliothek wollten, dass in diesen Mauern das Werk weitergeführt wird, dem Billy Graham sein Leben widmete, damit jeder, der hierherkommt, die rettende Botschaft von Gottes Liebe hören kann, die sich in Christus offenbart hat. Nashi Dni ### Die zerstörerische Kraft des Unverzeihens URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-zerstorerische-kraft-des-unverzeihens/ Last updated: 2026-06-04T16:08:29.000Z Unverzeihlichkeit zerstört das Leben; nur Gottes Hilfe führt zu echter Vergebung und innerer Heilung. _This post is for subscribers only._ ### Unsere Erde – ein Geschenk und ein Fluch von Gott URL: https://www.beispielgeschichte.de/unsere-erde-ein-geschenk-und-fluch-gottes/ Last updated: 2026-05-15T12:21:05.000Z Die Erde ist schön, aber verflucht; doch Gottes Verheißung durch Christus schenkt Hoffnung und Rettung. _This post is for subscribers only._ ### Der Wert der Geige URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-wert-der-geige/ Last updated: 2026-05-15T12:21:08.000Z Ein Meister erweckt eine scheinbar wertlose Geige zum Leben und entfacht ihre wahre Schönheit. _This post is for subscribers only._ ### Die Geschichte des geliebten Katers an Weihnachten URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-geschichte-vom-geliebten-kater-an-weihnachten/ Last updated: 2026-05-19T06:07:20.000Z Eine Familie streitet um ihren kranken Kater zu Weihnachten, doch Liebe zeigt sich auch in schweren Zeiten. _This post is for subscribers only._ ### Warum sind Festungen entstanden? URL: https://www.beispielgeschichte.de/warum-festungen-entstanden/ Last updated: 2026-05-15T12:21:21.000Z Diese Parabel zeigt, wie Eifersucht aus Gemeinschaft Mauern und Streit machte, wo einst Frieden war. _This post is for subscribers only._ ### Das Beste im Leben – Glaube, Liebe und Frieden URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-beste-im-leben-glaube-liebe-und-frieden/ Last updated: 2026-05-15T12:21:24.000Z Es ist die bekannte Geschichte eines Künstlers, der das Beste in der Welt darstellen wollte. Zu diesem Zweck begann er, nach einem Objekt für seinen künstlerischen Entwurf zu suchen. Eines Tages fragte der Künstler einen Priester, was denn das Beste in der Welt sei. Der Priester antwortete, dass das Beste der Glaube sei. Danach traf der Künstler einen Soldaten und stellte ihm dieselbe Frage. „Der Frieden“, antwortete der Soldat sofort, „ist das Begehrteste und Beste.“ Noch unsicher wandte sich der Künstler mit derselben Frage an eine junge Frau, die heiraten wollte. „Die Liebe“, antwortete das Mädchen, „ist das Schönste und Beste, was es in dieser Welt gibt.“ Nun war dem Künstler die Aufgabe gestellt, Glaube, Liebe und Frieden insgesamt darzustellen. Eines Tages, als er nach Hause kam, sah er plötzlich dies. In den hellen und reinen Augen seiner Kinder sah der Künstler den Glauben. Im zarten Blick seiner Frau spürte er die Liebe, und sein ganzes Familienheim war vom Frieden durchdrungen. Die Suche des Künstlers war beendet. Er hatte das Beste gefunden. Es war das Familienheim! In: Nashi Dni Nr. 2099, 8\. November 2008 ### Der Kompass der Bibel URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-kompass-der-bibel/ Last updated: 2026-05-15T12:21:27.000Z In der Sonntagsschule entstand eines Tages ein Gespräch über die große Bedeutung der Bibel. Der Lehrer versuchte, den Kindern anhand vieler Beispiele zu erklären, wie wichtig sie ist. Dabei verglich er die Bibel mit einem Kompass. Die älteren Kinder kannten den Kompass und wussten, wie man ihn anwendet. Ein Kapitän kann ohne Kompass auf dem Meer keine richtige Richtung bestimmen. So ist es auch im Leben ohne das Wort Gottes. „Was muss denn der Kapitän tun, wenn er nach Osten segeln will, aber der Kompass anzeigt, dass das Schiff nach Westen fährt?“, fragte der Lehrer. Einer der Jungs hob schnell die Hand und sagte: „Er muss den Kompass drehen!“ Die Kinder lachten. Bald merkte auch der Junge, dass nicht der Kompass gedreht werden muss, sondern das Schiff in die entgegengesetzte Richtung gelenkt werden soll. Den Kompass drehen wollen viele an der Bibel. Aber nicht die Bibel soll verändert werden, sondern unser Leben muss nach der Bibel ausgerichtet werden. Alexander Savchenko, in: Nashi Dni Nr. 1770, 13\. April 2002 ### Zweifel und die Kraft des Wortes Gottes URL: https://www.beispielgeschichte.de/zweifel-und-die-kraft-des-wortes-gottes/ Last updated: 2026-05-15T12:21:30.000Z Ein junger Mann überwindet seine Zweifel, indem er einem blinden Mann Bibel vorliest und dessen Freude sieht. _This post is for subscribers only._ ### Täglich für den Herrn leben URL: https://www.beispielgeschichte.de/taglich-fur-den-herrn-leben/ Last updated: 2026-05-15T12:21:33.000Z Es gibt die Erzählung von einer Christin, die 36 Jahre lang, wenn sie morgens aufwachte, ein Gebet sprach: „Herr, was kann ich heute für dich tun?“ Möge dies der Wunsch jedes Christen sein: jeden Tag etwas zur Ehre des Herrn zu tun. Man muss nicht auf eine besondere Aufgabe warten, eine große Sendung, für deren Erfüllung man vielleicht keine Kraft oder Fähigkeiten hat. Wenn dir eine kleine Aufgabe begegnet, dann tue sie im Namen des Herrn. Auch wenn niemand weiß, was du für den Herrn tust, sei nicht verlegen: Der Herr weiß es! Und das muss dir genügen. „Lasst uns aber im Gutes tun nicht müde werden“ (Galater 6,9). Bedenke, dass alle Menschen, auch du, von Natur aus undankbar sind. Erwarte deinen Lohn vom Herrn. Quelle unbekannt ### Gott arrangierte es URL: https://www.beispielgeschichte.de/gott-arrangierte-es/ Last updated: 2026-05-15T12:21:36.000Z Eines Wintertages besuchten ein Mitarbeiter einer kleinen christlichen Gemeinde und seine Frau eine kürzlich zum Glauben an Christus gekommene ältere Frau. Ein Teil des Weges führte durch einen Wald. Sie kamen gut an, unterhielten sich herzlich mit der Schwester, beteten gemeinsam und machten sich dann wieder auf den Heimweg. Vor der Abfahrt bat die Gastgeberin, erfüllt von ihrer ersten Liebe zu ihrem Erretter: „Bruder, nehmen Sie doch die Lebensmittel an; ich habe sie für Ihre Familie zur Ehre des Herrn vorbereitet!“ Dabei zeigte sie auf gut verpacktes Mehl, Zucker und Öl – alles in ausreichender Menge. Der Mitarbeiter dankte, lehnte jedoch freundlich ab und erklärte, er habe alles Nötige. Er wusste auch, dass die Schwester nicht wohlhabend war und das Geschenk nicht aus Überfluss kam. Doch die Neu-Bekehrte bestand darauf, dass er die Lebensmittel nehme, denn der Herr habe ihr das ins Herz gelegt. Nachdem sie ihn nicht überreden konnte, bettelte sie: „Wenn Sie es selbst nicht brauchen, geben Sie es den Bedürftigen, aber nehmen Sie es bitte an!“ So nahm er schließlich das Geschenk an. Die Lebensmittel wurden ins Auto geladen, und die Gäste fuhren los. Als sie wieder durch den Wald fuhren, sahen sie plötzlich eine Frau, die gebeugt ein Bündel Holz auf dem Rücken trug. Als sie das Auto bemerkte, wich die Frau ängstlich aus und verlor beinahe den Halt. Der Mitarbeiter hielt an, stieg aus und wollte ihr helfen. Die Frau warf das Holz auf den Boden und flehte mit Tränen: „Um Gottes willen, bestrafen Sie mich nicht!“ Der Bruder antwortete verwundert: „Wir wollen Sie doch gar nicht bestrafen! Was ist los?“ „Sind Sie nicht die Waldpolizei?“, fragte sie ängstlich, während sie das Auto musterte. Die Ehefrau des Mitarbeiters stieg aus und beruhigte die Frau, erklärte, sie hätten nichts mit der Forstinspektion zu tun, und ihr Mann sammele in der Zwischenzeit nur die verstreuten Holzscheite auf. Die Frau schniefte weiter und erzählte hastig: „Ich habe kein Geld für Brennstoff, und mein beinloser Mann liegt zu Hause in der Kälte. Letztes Jahr hatte er einen Unfall. Wir müssen wenigstens ein bisschen heizen … Und das Essen ist auch alle … Ich dachte, ich gehe in den Wald, vielleicht finde ich etwas …“ „Dann hat Gott Ihnen die Lebensmittel geschickt! Er wusste voraus, dass wir uns treffen würden!“, freute sich der Mitarbeiter. „Steigen Sie bitte ins Auto und zeigen Sie uns den Weg nach Hause. Wir bringen Ihnen auch das Holz, bezahlen Sie es einfach; hier ist das Geld.“ Die Frau stieg dankbar ins Auto. Bald erreichten sie ein kleines, einfaches Haus am Rand eines kleinen Dorfes. Sie luden die Lebensmittel und das Holz aus, brachten alles ins Haus, lernten den kranken Mann kennen und halfen, den Ofen schneller anzufeuern. Als die Familie herzlich dankte, erklärten sie: „Das haben wir nicht getan, das hat Gott arrangiert. Dankt ihm!“ Der Bruder erzählte kurz vom Heil in Christus und bot an: „Wir verabschieden uns nur vorübergehend. Wenn Sie nichts dagegen haben, kommen wir gerne wieder zu Besuch!“ Die neuen Freunde sagten, sie würden sich freuen, und der Mann bat darum, eine Bibel mitzubringen. Es ist zu hoffen, dass diese Seelen für den Herrn gewonnen werden, der niemals irrt, nie verspätet ist und jeden seiner Geschöpfe liebevoll versorgt. Swetlana Timochina, in: Nashi Dni ### Der unerschütterliche Glaube des Petrus im Angesicht des Todes URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-unerschutterliche-glaube-des-petrus-im-angesicht-des-todes/ Last updated: 2026-05-19T06:07:23.000Z Petrus verweigert das Töten aus Glaubensgründen und wird erschossen – doch erlebt eine wundersame Auferstehung. _This post is for subscribers only._ ### Meine schwarze Schwester im Glauben URL: https://www.beispielgeschichte.de/meine-schwarze-schwester-im-glauben/ Last updated: 2026-05-15T12:21:43.000Z Eine junge schwarze Christin erfährt Gottes Liebe trotz Anfeindungen und singt voller Glauben und Freude. _This post is for subscribers only._ ### Der schwere Weg der kleinen Insekten: Ein Gleichnis für Christen URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-schwere-weg-der-ameise-ein-gleichnis-fur-christen/ Last updated: 2026-06-04T16:05:36.000Z Eine Ameise lehrt uns, den bewährten Weg Christi zu gehen statt gefährliche Abkürzungen zu wählen. _This post is for subscribers only._ ### Die Münze und das Samenkorn URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-munze-und-das-samenkorn/ Last updated: 2026-05-15T12:21:50.000Z Ein Samenkorn bringt Leben, eine Münze bleibt tot – so ist auch das Geschenk des ewigen Lebens in Christus. _This post is for subscribers only._ ### Sind wir reich oder arm? URL: https://www.beispielgeschichte.de/sind-wir-reich-oder-arm/ Last updated: 2026-05-15T12:21:53.000Z Ein Junge erkennt, dass wahre Reichtümer Gottes Gaben sind und wahre Dankbarkeit Christus würdig ist. _This post is for subscribers only._ ### Ein Flügelschlag zum Himmel URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-flugelschlag-zum-himmel/ Last updated: 2026-05-16T14:59:04.000Z Eine Flugreise lehrt, dass unser Leben sich durch Christus und Sein Kreuz für immer wandelt und Frieden schenkt. _This post is for subscribers only._ ### Was du suchst, das findest du URL: https://www.beispielgeschichte.de/was-du-suchst-das-findest-du/ Last updated: 2026-05-15T12:21:59.000Z Wer immer nur das Schlechte sucht, übersieht das Gute im Leben und verpasst seinen Segen. _This post is for subscribers only._ ### Nicht auf den Esel zürnen! URL: https://www.beispielgeschichte.de/nicht-auf-den-esel-zurnen/ Last updated: 2026-05-19T06:07:26.000Z Manchmal geschehen in unserem Leben Dinge, die stärker sprechen als unser Verstand. Wir können uns ärgern über Zeitmangel und Geldknappheit, schlechte Gesundheit und gedrückte Stimmung, schwere Arbeit und einen unerträglichen Ehepartner, unerwiderte Liebe und zu viel Beschäftigung, ungehorsame Kinder und einen schrecklichen Chef... Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen! All dies macht unser Leben schwer, manchmal schlicht unerträglich. Aber wir sollten nicht „zornig auf den Esel“ sein! Als Bileam ging, um einen Fluch über das Volk Israel zu sprechen, war auch er nicht glücklich. Seine ganze Unzufriedenheit wollte er an der Eselin auslassen, die nicht gehorchen wollte. Bileam wurde sehr ärgerlich auf sie, aber sie war doch nicht die Ursache seines Unglücks! Zudem sah sie etwas, das Bileam nicht wahrnahm... Alle Umstände in unserem Leben sind uns nicht gegeben, um unser Leben unerträglich und schrecklich zu machen, sondern um uns zu bessern, uns zu lehren, mehr auf Gott zu vertrauen, auf Ihn zu hoffen und Hilfe allein bei Ihm zu suchen. Wir sollen nicht auf den Esel zürnen! Wir müssen versuchen, zu verstehen und zu sehen, was sich hinter ihm verbirgt! Es gibt kein Übel ohne ein Gut dahinter! Love Pavlyuk, in: Nashi Dni ### Über den Wolken leuchtet die Sonne URL: https://www.beispielgeschichte.de/uber-den-wolken-leuchtet-die-sonne/ Last updated: 2026-05-15T12:22:08.000Z Bei Angst und Sorgen lehrt uns die Sonne über den Wolken Gottes Licht und Trost. _This post is for subscribers only._ ### Die Wege des Herrn verstehen lernen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-wege-des-herrn-verstehen-lernen/ Last updated: 2026-05-15T12:22:12.000Z Petr Iwanowitsch war müde von den Lebensrückschlägen und Enttäuschungen, denn er hatte schon lange gelebt und vieles gesehen, doch er konnte sich nicht damit abfinden, dass der Weg des Herrn richtig war. Eines Tages grübelte er lange darüber, bis er schließlich einschlief. Und er träumte. Es schien, als höre er eine Stimme vom Himmel: „Petr, steh auf, folge mir, ich werde dir die Wege des Herrn zeigen.“ Er stand auf, nahm seinen Stab und ging los, ging am Waldrand entlang. Doch bald verlor er den Weg und konnte ihn nicht finden. Als er vor Angst zu rufen begann, erschien vor ihm ein Fremder und sagte: „Komm mit mir, ich zeige dir die Wege des Herrn.“ Bis zum Abend kamen sie an ein Haus, dessen Besitzer sie aufnahm und sagte: „Mein Feind hat sich mit mir versöhnt und mir als Zeichen der Freundschaft einen wunderbaren goldenen Becher geschenkt.“ Am Morgen, als sie aufbrachen, dankten sie dem Hausherrn, und plötzlich sah Petr Iwanowitsch, wie sein Begleiter an den Schrank trat, den goldenen Becher nahm, in einen Sack steckte und hinausging. Unterwegs, als Petr Iwanowitsch sich empörte, sagte der Begleiter zu ihm: „Schweige, so ist der Weg des Herrn!“ Danach kamen sie in ein anderes Haus, dessen Herr schrecklich streng war, log und fluchte. „Lass uns schnell gehen“, sagte der Begleiter. „Wir schütteln den Staub von unseren Füßen.“ Doch bevor sie gingen, schenkte er dort ganz unerwartet dem Hausherrn den goldenen Becher. „Was tust du da?“, fragte Petr Iwanowitsch. Aber der Begleiter legte den Finger an die Lippen und sagte: „Schweige. So ist der Weg des Herrn.“ Am Abend kamen sie zu einem Haus, dessen Herr sehr gutherzig, aber traurig war. Er klagte: „Wie sehr ich auch arbeite, wie sehr ich mich bemühe, ich schaffe es nicht, mich herauszukämpfen. Unglück verfolgt mich beständig. Ich habe alles verkauft, und nun bleibt mir nur noch diese Hütte.“ „Der Herr wird dir helfen“, sagte der Begleiter. Bevor sie gingen, nahm er eine Kerze und zündete die Hütte an, die bis auf die Grundmauern verbrannte. „Halt ein!“, schrie Petr Iwanowitsch. Er wollte ihn aufhalten, doch der Begleiter wies ihn erneut an: „Schweige. So ist der Weg des Herrn.“ Dann kamen sie zu einem Haus, dessen Herr sie sehr freundlich aufnahm. Dieser Mann war sehr mürrisch und schweigsam; nur zu seinem Sohn war er liebevoll; es war sein einziger Sohn, den er sehr liebte. Am Morgen, als sie gingen, sagte der Mann: „Ich kann euch nicht begleiten, aber mein Sohn wird euch über die steilen Wege führen. Achtet nur darauf, dass ihm nichts geschieht.“ „Der Herr wird ihn bewahren!“, sagte der Begleiter und reichte dem Mann die Hand. Als sie sich einer Brücke über einen Strom näherten, in dem das Wasser schäumte und tobte, wollte der Junge zurückgehen, aber der Begleiter sagte zu ihm: „Geh, geh voran!“ Und als sie die Mitte der Brücke erreichten, stieß der Begleiter den Jungen in die Tiefe. Da wurde Petr Iwanowitsch sogar schwindlig vor Entsetzen. „Du listiger Teufel!“, schrie er. „Lieber möchte ich im Wald sterben oder von wilden Tieren zerfleischt werden, als noch einen Schritt mit dir zu gehen. Sind das die Wege des Herrn, die du mir zeigen wolltest? Betrüger!“ In diesem Moment verwandelte sich der Begleiter in einen herrlichen hellen Engel, dessen Glanz die Augen blendete. Er sagte zu ihm: „Höre mich, Petr. Der Becher, den ich dem freundlichen Menschen nahm, war vergiftet. Und der Geizige wird zur Strafe für seine Sünde daraus den Tod trinken. Der arme, fleißige Mann wird sich ein gutes Haus bauen können, denn unter den Trümmern der abgebrannten Hütte wird er einen Schatz finden, der sein Leben bis zum Ende sichern wird. Der Mann, dessen Sohn ich in die Tiefe stieß, war schwer von Sünden belastet. Aus dem Jungen, den er liebte und verwöhnte, wäre ein Räuber geworden. Aber nun, da er seinen Sohn verloren hat, wird der Vater zur Umkehr kommen. Und der Junge ist bereits an einem besseren Ort. Du konntest die Weisheit der Wege Gottes nicht durchschauen. Ich habe sie dir gezeigt, sei nun Beobachter dieser Beispiele für die Zukunft.“ Mit diesen Worten verschwand der Engel. Petr dankte dem Herrn für dieses wunderbare Bild von Seinen Wegen und zweifelte sein Leben lang nicht mehr an deren Richtigkeit. Maria Timofeevna Tregubenko, in: Nashi Dni ### Die Liebe Gottes inmitten der Schwäche URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-liebe-gottes-inmitten-der-schwache/ Last updated: 2026-05-16T14:59:10.000Z Eine Begegnung mit einem behinderten Kind erinnert an Gottes bedingungslose Liebe trotz unserer Schwächen und Sünden. _This post is for subscribers only._ ### Vom Drogenabhängigen zum Evangelisten: Gottes rettende Gnade URL: https://www.beispielgeschichte.de/vom-medikamentenabhangigen-zum-evangelisten-gottes-rettende-gnade/ Last updated: 2026-05-15T12:22:18.000Z Ivan bekehrt sich von Drogen, findet neue Kraft in Gott und dient heute als Evangelist für Abhängige. _This post is for subscribers only._ ### Zwei Fischer URL: https://www.beispielgeschichte.de/zwei-fischer-im-sturm-glaube-und-handeln/ Last updated: 2026-05-19T06:07:29.000Z Zwei Fischer begegnen dem Sturm: Einer handelt und betet, der andere nur betet und verliert sein Leben. _This post is for subscribers only._ ### Das Öl der Güte URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-ol-der-gute/ Last updated: 2026-05-15T12:22:24.000Z Ein alter Mann erleichtert mit Öl Türen und Herzen – ermahnend, Gutes zu tun und auf Christus hinzuweisen. _This post is for subscribers only._ ### Reinigung für Haus und Herz URL: https://www.beispielgeschichte.de/reinigung-fur-haus-und-herz/ Last updated: 2026-05-15T12:22:27.000Z Sie erkennt, dass die Seele Reinigung braucht – nicht nur das Haus. Sie bittet Gott um Demut und innerliche Reinheit. _This post is for subscribers only._ ### Wir können nicht richtig evangelisieren, ohne zu verstehen, dass der Mensch ohne Christus verloren ist und zugrunde geht URL: https://www.beispielgeschichte.de/wir-konnen-nicht-richtig-evangelisieren-ohne-zu-verstehen-dass-der-mensch-ohne-christus-verloren-ist/ Last updated: 2026-05-16T14:59:16.000Z Ohne Christus ist der Mensch verloren; wie die Suche nach einem verlorenen Kind ruft uns Gott zum Evangelisieren auf. _This post is for subscribers only._ ### Der Preis der Unsterblichkeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-preis-der-unsterblichkeit/ Last updated: 2026-05-15T12:22:32.000Z Ein Mann nennt den Preis seines Prachtanwesens: seine unsterbliche Seele – ein Warnruf vor irdischen Versuchungen. _This post is for subscribers only._ ### Die Kraft des Mütterlichen Gebets: Rettung auf dem Ozean URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-des-mutterlichen-gebets-rettung-auf-dem-ozean/ Last updated: 2026-05-16T14:59:20.000Z Die Kraft eines mütterlichen Gebets rettet einen Matrosen und ein Kind auf einem Floß im stürmischen Ozean. _This post is for subscribers only._ ### Fünfzig Jahre im Glauben – Eine persönliche Begegnung mit Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/funfzig-jahre-im-glauben-eine-personliche-begegnung-mit-christus/ Last updated: 2026-05-19T06:07:34.000Z 50 Jahre im Glauben: Eine persönliche Begegnung mit Christus, der Weg voller Lektionen, Liebe und Gottes Nähe. _This post is for subscribers only._ ### Im Heiligen Land URL: https://www.beispielgeschichte.de/auf-dem-heiligen-land/ Last updated: 2026-05-15T12:22:43.000Z Eine Missionsreise nach Israel stärkt den Glauben und zeigt Gottes Bewahrung auf heiligem Boden. _This post is for subscribers only._ ### Es kommt auch so vor URL: https://www.beispielgeschichte.de/glaube-und-zweifel-im-dialog-mathematik-fuhrt-zum-glauben-an-gott/ Last updated: 2026-05-15T12:22:49.000Z Ein Dialog zwischen Gläubigem und Ungläubigem zeigt mit mathematischen Beweisen Gottes Existenz und lädt zur Ehrfurcht ein. _This post is for subscribers only._ ### Die Futtertröge und die Kühe URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-weide-und-die-schafe/ Last updated: 2026-05-30T07:55:02.000Z Ein Pastor klagte ständig darüber, dass ihm die Gemeindemitglieder wegliefen. Seine „Schafe“ verteilten sich auf Kirchen verschiedener Denominationen. Den größten Anteil hatte die neu entstandene charismatische Bewegung für sich gewonnen. Auf brüderlichen Versammlungen zeigte er immer wieder seinen Unmut darüber. Eines Tages stellte er empört und fast tadelnd an die Brüder die wiederholt gestellte Frage: „Brüder, was soll man tun, wenn Schafe weggehen und in Gruppen gestohlen werden?“ Im Saal saß ein Bauer, der aufmerksam zugehört hatte und um Erlaubnis bat, die Frage beantworten zu dürfen. Nachdem ihm die Brüder dies gewährt hatten, begann er seine einfache, bäuerliche Rede: „Eigentlich bin ich ein wenig ungebildet“, sagte er etwas verlegen, „aber ich möchte meine Erfahrung teilen, vielleicht ist sie nützlich. In meinem Dorf habe ich eine große Herde Kühe, und mein ganzes Leben lang erinnere ich mich nicht an einen Fall, bei dem eine von mir weggelaufen wäre. Dazu erinnere ich mich an Fälle, in denen Kühe von anderen Besitzern zu mir übergelaufen sind. Ihr werdet mich sicher jetzt fragen: Was ist das Geheimnis? Und ich werde antworten: Äh... das Geheimnis liegt... in den Futtertrögen! In meinen Futtertrögen liegt stets frisches, saftiges, gesundes Futter. Beim Fressen erhalten meine Tiere alle notwendigen Vitamine für normales Wachstum, und deshalb haben sie keinen Grund, mich zu verlassen." Etwas schwitzend vor Aufregung beendete der Bauer seine Rede. Und obwohl sie ziemlich kurz war, spürte jeder im Saal, dass alle mit dieser Antwort zufrieden waren. Und natürlich wurde von diesem Tag an keine solche Frage mehr gestellt. Aleksey Gutsalov, in: Nashi Dni ### Die ersten kleinen Predigerinnen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-ersten-kleinen-predigerinnen/ Last updated: 2026-05-15T12:22:55.000Z Zwei Mädchen evangelisieren mutig trotz Regen – ihr erstes Zeugnis wird zur bleibenden Berufung. _This post is for subscribers only._ ### Fünf Generationen unter einem Dach – Ein Leben in Gottes Treue URL: https://www.beispielgeschichte.de/funf-generationen-im-glauben-ein-leben-in-treue-gottes/ Last updated: 2026-05-15T12:22:58.000Z Eine Familie lebt fünf Generationen im Glauben, erlebt Prüfungen, Gottes Schutz und Treue in Verfolgung und Alltag. _This post is for subscribers only._ ### Der Fluch des Fernsehers – Wie ein Fernseher mein Kind von Gott entfernte URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-fluch-des-fernsehers-wie-ein-fernseher-mein-kind-von-gott-entfernte/ Last updated: 2026-05-15T12:23:02.000Z Der Fernseher veränderte meine Tochter, zog sie von Gott fort und zerbrach mein Herz – ich verweigere mich dem Medium für unsere geistlic… _This post is for subscribers only._ ### Das Leben und Wirken von Dwight Lyman Moody URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-leben-und-wirken-von-dwight-lyman-moody/ Last updated: 2026-05-19T06:07:37.000Z Dwight Lyman Moody wurde am 5\. Februar 1837 in Northfield, Massachusetts, geboren. Sein Vater war Bauer und Steinmetz und starb im Alter von 41 Jahren, hinterließ eine Witwe und neun Kinder. Dwight war das sechste Kind und besuchte bereits die Schule. Als Jugendlicher verließ Moody das Dorf und zog nach Boston. Nach verschiedenen Gelegenheitsarbeiten wurde er Verkäufer in einem Schuhgeschäft seines Onkels mütterlicherseits. Wie gab Moody Gott sein Herz hin? Die Geschichte seiner Bekehrung zu Christus enthält nichts Sensationelles. Moody stand auf einer Treppe im Schuhgeschäft und ordnete Kisten auf den Regalen. Während er diese mechanische Arbeit verrichtete, verlor er sich so sehr in geistlichen Gedanken, dass er nichts um sich herum wahrnahm. Er bemerkte nicht, wie mehrmals ein Mensch vor dem Ladeneingang stehenblieb, jedoch nicht einzutreten wagte. Wegen des Straßenlärms bemerkte Moody die Person auch nicht, als sie vorsichtig das Geschäft betrat und sich ihm näherte. Der Besucher legte sanft die Hand auf Moodys Schulter und zog ihn so aus seinem Tagtraum. Später erinnerte sich Moody oft daran und sagte, er spüre die Hand noch immer auf seiner Schulter. Als Moody sich dem Besucher zuwandte, sah er das lächelnde Gesicht seines Sonntagschullehrers. In diesem Augenblick durchfuhr Moody der Gedanke: „Wenn dieser Mensch an meiner Seelenrettung interessiert ist, wie viel mehr Gott.“ Nach einem kurzen Gespräch gingen sie zusammen in einen Nebenraum des Ladens, um gemeinsam zu Gott zu beten. Dort, im Gebet auf den Knien, gab Moody sein Herz Christus hin. Christ sein ist nicht leicht! Diese Lektion lernte Moody bald und ohne Mühe. „Als ich mich Gott zuwandte, dachte ich, der Hauptkampf sei gewonnen und der glänzende Sieg errungen“, sagte Moody später, „doch ich erkannte schnell, dass diese Ansicht unbegründet war. Der geistliche Kampf begann gerade erst.“ Gleichzeitig wurde ihm klar, dass sein Leben nicht ihm gehörte, sondern Gott es für Seine Ziele brauchen würde. Die ersten Schritte im Dienst für Gott. Der Gedanke, dass Gott nicht nur die Welt lenkt, sondern sie liebt und zur Rettung der Menschen seinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus, gegeben hat und Moody dazu brachte, anderen davon zu erzählen. Er fasste den festen Entschluss: „Kein Tag meines Lebens soll vergehen, ohne dass ich jemandem von der rettenden Liebe Christi berichte.“ Bald zog Moody nach Chicago um, arbeitete weiter im Schuhgeschäft und begann, geistliche Arbeit unter Kindern der Straßen Chicagos zu leisten. Es waren „Straßenkinder“, Ausgestoßene, als „Straßenräuber“ bezeichnet. Sie hatten keine Freunde und keine christliche Familienatmosphäre. Sie wuchsen wie Wilde auf, doch Liebe und Geduld halfen Moody dabei, in ihre Herzen zu dringen und viele zu Christus zu führen. Die Straßenkinder erfuhren erstmals eine direkte Zuneigung und liebten den jungen Moody als ihren treuen Freund. Für Moody waren alle Kinder gleich wertvoll. Er unterschied nicht zwischen „Griechen“ und „Juden“, sondern spürte die tiefe Liebe Gottes zu jedem, der neues Leben von Gott benötigt. Das Siegel des Segens Gottes. Moodys Arbeit war so erfolgreich, dass der Bürgermeister von Chicago ihm die Nutzung eines großen Saals auf dem Nordmarkt anbot. Zwei Jahre später konnte Moody seinen geistlichen Dienst nicht mehr mit der Arbeit im Schuhgeschäft vereinen und gab sich ganz dem Evangelium hin. Neben der Mission unter Kindern, die sich ständig erweiterte, gründete Moody Schulen für Jungen und Seminare für Mädchen. Er war aktiv an der Organisation des Chicagoer Christlichen Jungmännervereins (YMCA) beteiligt und predigte erfolgreich unter Soldaten während des Bürgerkriegs. 1867 besuchte Moody gemeinsam mit dem geistlichen Sänger und Komponisten I. Sankey England. Dort kam er mit dem bekannten „König der Prediger“, Charles Spurgeon, in Kontakt. Anschließend bereiste er England, Irland und Schottland noch zwei Mal mehr. Er predigte vor Studenten in Cambridge und Oxford und trat in den größten Sälen Londons, Edinburghs, Glasgows, Liverpools, Bristols und anderer Städte auf – überall mit unzähligen Segnungen. Später gründete Moody die Chicagoer Evangelisationsgesellschaft und das Bibelinstitut, das heute seinen Namen trägt und jährlich Hunderte von Missionaren und Pastoren hervorbringt. Moody erlangte Weltruhm und hat bis heute einen großen Einfluss unter Gläubigen. Moodys Einfluss reichte über alle christlichen Strömungen und Gruppen hinweg. Konservative und liberale Christen spürten bei seinen Predigten den Atem der göttlichen Liebe und die Frische der göttlichen Wahrheit. Gott segnete diesen Mann reichlich. Moody war kein Reformator wie Luther oder Wesley. Er studierte nicht an einer Universität, wurde von keiner Kirche ordiniert und besaß kein Pastordiplom. Doch niemand zweifelte je an seiner Berufung oder an seinem wunderbaren Erfolg im Dienst. Er pflegte persönliche Freundschaften mit vielen führenden Persönlichkeiten der Welt sowie Kirchenführern, Verlegern, Schriftstellern und Wissenschaftlern. Er war persönlich bekannt mit vier Präsidenten der Vereinigten Staaten und den Präsidenten vieler Colleges und Universitäten. Berühmte Prediger wie Wilbur Chapman, F. B. Meyer, Horatio Bonar, Campbell Morgan, S. T. Stoddard, S. I. Scofield, A. G. Pearson, H. S. Trumbull, Torrey und Hunderte andere verdanken Moody ihren Einfluss. Das Geheimnis von Moodys Einfluss und Erfolg. Was machte Moody zum größten Evangelisten unserer Zeit, verursachte weltweite Aufmerksamkeit und führte zu gesegneten Ergebnissen? Alle, die Moody persönlich kannten, berichten, dass er ein Mensch außergewöhnlicher Aufrichtigkeit und Güte war. Niemand, der ihn nahe kannte, hielt ihn für fähig zu Heuchelei oder List. Moody war stets er selbst. Er spielte niemals eine Rolle oder gab sich als jemand anderes aus. Er versuchte nie, anders zu sein als er wirklich war. Als er Gott, die Liebe selbst, erkannte, gehorchte Moody Ihm in allem, und Gott machte ihn zu Seinem Boten für Menschen, die in Sünde lebten. Moody war tief überzeugt, und die Menschen wussten, dass er alles, woran er glaubte, selbst erlebt hatte. Moody konnte die Worte des Apostels Paulus wiederholen: „Ich tue euch aber kund, Brüder, dass das Evangelium, das von mir verkündigt worden ist, nicht von Menschenart ist; denn ich habe es weder von einem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.“ (Gal. 1,11-12) „Es kommt darauf an, aus welchen Motiven jemand Christus nachfolgt“, sagte Moody. „Folgt er Ihm wegen zeitlicher Vorteile, wird er enttäuscht; folgt er Ihm wegen Christus und der Ewigkeit, wird er niemals enttäuscht. Für mich ist es wertvoller, Glauben an Christus zu haben als alle Schätze dieser Welt zu besitzen.“ Jeden Morgen öffnete Moody die Bibel, betete und schöpfte neue Lektionen aus Gottes Wort. Moody war kein Sektierer. Er gründete keine Sekte oder Lehre. Er war kein Modernist. Er gehörte zu den Fundamentalisten. Niemand glaubte so aufrichtig und bedingungslos an die Hauptlehren des Christentums wie er. Während seines ersten Besuchs in Großbritannien fragte ihn ein Londoner Pastor, ob sein Glaubensbekenntnis gedruckt sei. Moody antwortete: „Aber ja! Aber ja! Schon seit langer Zeit – im 53\. Kapitel des Propheten Jesaja: ‚Wir alle irrten umher wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; und der Herr hat ihn treffen lassen unser aller Schuld...‘“ Moodys Ziel bei der Verkündigung des Evangeliums war nicht, dass der Nichtreligiöse religiös werde, sondern dass der geistlich Tote zu neuem Leben auferweckt werde, zum Leben der Heiligung. Es gab einschneidende Wendepunkte in Moodys Leben. Ein bedeutender war die Begegnung mit dem englischen Evangelisten Henry Moorhouse, den man damals „den Predigerjungen“ nannte. Als er Moody in England traf, äußerte Moorhouse den Wunsch, Moody auf dessen Rückreise nach Amerika zu begleiten und dort eine Zeitlang zu predigen. Der „Predigerjunge“ war damals kaum 17 Jahre alt, und Moody war skeptisch hinsichtlich seines Vorschlags. Doch Moorhouse reiste selbständig nach Amerika und bot in Chicago seine Dienste als Prediger in Moodys Zelt an. Moody wusste nicht, wie er ablehnen sollte, und stimmte widerwillig zu. Zu Moodys großem Erstaunen predigte der Junge sieben Abende hintereinander über denselben Bibelvers: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Joh. 3,16) Was Moorhouse predigte, machte auf Moody einen überwältigenden Eindruck. „Ich wusste bis dahin nie, dass Gott uns Sünder so liebt“, sagte Moody. „Mein Herz zerriss, und ich konnte die Tränen nicht zurückhalten. Von Genesis bis Offenbarung zog Moorhouse eine rote Linie, die die Liebe Gottes zur gefallenen Menschheit bestätigte. Er pflanzte diese Hauptwahrheit der Schrift tief in meine Seele, und von da an zweifelte ich nie mehr an Gottes Liebe. Von diesem Zeitpunkt an gab ich meine frühere Predigtmethode auf, die dem Sünder mit den Qualen der Hölle drohte. Ich sagte den Menschen nicht mehr, dass Gott den Sünder hasse und ihn mit einem zweischneidigen Schwert auf den Fersen verfolge, bereit, den Gottlosen zu erschlagen. Ich sah, dass Terror noch keinen Menschen gerettet und neu geboren hat.“ Von da an predigte Moody von der Liebe Gottes, die für ihn zum grundlegenden Kern des gesamten göttlichen Heilsplans für die Menschheit wurde. Im Dienst zur Gewinnung von Seelen für Christus war Moody Realist. Er predigte die Unsterblichkeit der menschlichen Seele und zeigte das Christentum nicht als Religion, sondern als das Leben Gottes in der Seele des Menschen. Moody starb im Alter von 62 Jahren und hinterließ zwei Söhne und eine Tochter. Er starb glücklich, und seine Beerdigung hatte nicht den Charakter einer Trauerfeier. Schon zu Lebzeiten sagte er oft: „Wenn ihr in den Zeitungen lesen solltet, dass Moody gestorben ist, glaubt kein einziges Wort. In diesem Augenblick werde ich lebendiger sein als jetzt, denn ich werde meinem Erlöser und Herrn in seinen ewigen Hallen dienen.“ Das Geheimnis von Moodys Erfolg lässt sich mit den Worten des Apostels Paulus ausdrücken: „Wenn nun jemand sich von diesen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werk bereitet.“ (2\. Tim. 2,21) N. R., in: Nashi Dni Nr. 2074, 3\. Mai 2008 ### Die große Mühe eines kleinen Menschen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-grosse-muhe-eines-kleinen-menschen/ Last updated: 2026-06-20T15:11:26.000Z Kleine Kinder bringen Weihnachtsbotschaft ins Lazarett und verändern das Leben eines verwundeten Soldaten. _This post is for subscribers only._ ### König Alfred und die verbrannte Pfanne – Eine Geschichte von Treue und Erkennen URL: https://www.beispielgeschichte.de/konig-alfred-und-die-verbrannte-pfanne-eine-geschichte-von-treue-und-erkennung/ Last updated: 2026-05-15T12:23:12.000Z König Alfred wird als Landstreicher verborgen, erlebt Treue und erkennt Gottes Gegenwart im Verborgenen. _This post is for subscribers only._ ### Der Besuch Christi im Krankenzimmer URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-besuch-christi-im-krankenzimmer/ Last updated: 2026-05-15T12:23:15.000Z Ein sterbender Vater erlebt einen wundersamen Trostbesuch Christi und öffnet für seinen Sohn die Augen. _This post is for subscribers only._ ### Wer will ich werden? Die Antwort eines gläubigen Jungen URL: https://www.beispielgeschichte.de/wer-will-ich-sein-die-antwort-eines-glaubigen-jungen/ Last updated: 2026-05-16T10:26:53.000Z Ein gläubiger Junge wird wegen seines Glaubens verspottet, findet aber seinen eigenen Weg und Erfahrung mit seinem Onkel, dem Major. _This post is for subscribers only._ ### Die Belohnung für Ehrlichkeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-belohnung-fur-ehrlichkeit/ Last updated: 2026-05-15T12:23:24.000Z Diese Geschichte ist schon lange bekannt. Sie wird oft erzählt. Zwar haben sich Einzelheiten vielleicht verändert, doch ist sie im Gedächtnis geblieben. Das spricht dafür, dass sie den Menschen viel bedeutet. Alles geschah im Süden Schwedens. Am Ufer der Ostsee gingen zwei sehr schlecht gekleidete Jungen entlang. Nicht weit davon erhob sich ein Hotelgebäude für reiche Reisende, und das Hotelpersonal bat ab und zu Obdachlose oder Arbeitslose, auszuhelfen, sodass man so den einen oder anderen kleinen Groschen verdienen konnte. Darum kamen die Jungen oft dorthin. Plötzlich blitzte zwischen Seetang, der von den Wellen an den Sand gespült worden war, kleinen Muscheln und nassen Steinchen etwas auf. Einer der Jungen rief erstaunt auf und hob den Fund auf. „Was ist das, Gunnar?“, fragte der andere. „Oh, das muss wohl ein wertvoller Gegenstand sein!“ Gunnar drehte in den Fingern eine Brosche, die mit schimmernden, funkelnden Steinen bedeckt und sehr kunstvoll gearbeitet war. „Sie scheint sehr kostbar zu sein ...“ „Dann können wir sie verkaufen und reich werden!“ „Aber sie gehört bestimmt jemandem, der dort drüben im Hotel wohnt.“ „Was soll's! Du hast sie gefunden! Die werden dir nicht einmal danken, und du wirst es später ein Leben lang bereuen.“ „Nein“, sagte Gunnar, „das kann ich nicht. Nenn mich einen Dummkopf, aber ich kann das Stück nicht an mich nehmen ...“ Er betrat das Hotel, bat, den Besitzer zu rufen, und zeigte ihm den Fund. „Oh“, sagte der Hoteldirektor, „diese Brosche gehört einer wichtigen Dame, und vielleicht möchte sie sich selbst bei dir bedanken. Warte hier.“ Tatsächlich wurde Gunnar einige Minuten später in prächtig eingerichtete Appartements gerufen, wo ihn eine ältere, sehr stattliche Dame empfing. „Diese Brosche ist mir als Andenken sehr viel wert, und ich danke dir! Nun, da die schwedische Königin sich nicht mit einem Wort des Dankes begnügt, hoffe ich, dass du deinen Entschluss nicht bereuen wirst.“ Als Gunnar hörte, dass er vor der Königin stand, war er so erschüttert, dass er kein Wort hervorbrachte. Einige Tage später kam ein Brief aus Stockholm in die Hütte, in der Gunnar mit seiner kranken Mutter wohnte. Man lud sie in die Hauptstadt des Königreichs ein, wo für sie bereits ein gemütliches Haus vorbereitet worden war, das ihnen vollständig gehören sollte. Später, als bekannt wurde, dass Gunnar Musik liebte, wurde er auf königliche Kosten in eine Musikschule aufgenommen. Quelle unbekannt ### Die Suche Christi und der Mensch auf der Suche nach sich selbst URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-suche-christi-und-der-mensch-auf-der-suche-nach-sich-selbst/ Last updated: 2026-05-16T10:27:00.000Z Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich. Christus suchte nicht nach „dem Seinen“; Seine Suche galt stets dem Wohl aller; indem Er sich um andere kümmerte, sorgte Er sich nicht darum, „wo Er sein Haupt niederlegen sollte“. Er kam, um die Verirrten zu suchen, und suchte sie unablässig während Seines ganzen irdischen Lebens. Der Sündenfall des Menschen zeigte sich zum Teil darin, dass der Mensch, der von Gott geschaffen wurde, um in Gott und für Gott zu leben, begann, für sich selbst zu leben und nicht nach Gottes, sondern nach seinem Eigenen zu suchen. In Wirklichkeit ist es so: Wer nach seinem Eigenen sucht, findet gewöhnlich weder Gottes noch sein Eigenes, doch wer Gottes sucht, findet sowohl Gottes als auch sein Eigenes. „Suche das Glück der anderen, und du wirst dein eigenes finden“, sagt die Volksweisheit. Nichts offenbart die Tiefen der menschlichen Seele so sehr wie sein Streben nach dem Eigenen. In diesem Sinn kann man das allen bekannte Sprichwort so formulieren: „Sag mir, was du suchst, und ich sage dir, wer du bist...“ Betrachte den Menschen, der Gott liebt und den Willen Gottes sucht, den Erfolg des Werkes Gottes und das Wohlergehen des Nächsten. Dieser Mensch stellt die Not der Leidenden über seine eigenen Probleme, und alles, was Gottes ist, steht bei ihm an erster Stelle. Wenn du ihn beobachtest und seine Handlungen siehst, überzeugst du dich mit eigenen Augen von den Erscheinungen des unsichtbaren Gottes der Liebe. Betrachte nun den Menschen, der nach seinem Eigenen sucht. Um das Seine zu erreichen, ist er zu den äußersten Maßnahmen fähig und bereit. Er scheut nicht einmal davor zurück, die Erde aus ihrer Bahn zu bringen, Chaos im Universum zu verursachen, Gott von Seinem Thron zu stürzen. Hier siehst du die Erscheinungen des Teufels, der das Seine sucht zum Schaden Gottes, zum Schaden der Menschen, zum Schaden des Weltalls und aller Kreatur unter dem Himmel. Liebe vermag niemals etwas Derartiges. „Die Liebe sucht nicht das Ihre...“ Im alltäglichen Leben geht alles, was ohne Liebe geschieht, aus Neid, Eitelkeit, Gier, Ehrgeiz und allerlei blinden und bösen Impulsen hervor, die zu unvermeidlichen Enttäuschungen, Missverständnissen, Streit, Unruhe und Verwirrung führen. Eines Tages befand ich mich in der Rolle eines Friedensstifters. Zwei liebe Damen, Rentnerinnen und Freundinnen aus Kindertagen, trafen sich nach einer jahrzehntelangen Trennung wieder und beschlossen, zusammenzuleben. Und wie es gewöhnlich geschieht, hatte jemand die andere durch irgendetwas verletzt... In meiner Gegenwart nahm die Beleidigte, ohne die aufrichtigen Entschuldigungen der Beleidigenden zu berücksichtigen... in: Nashi Dni ### Die Fischer, die nicht fischten URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-fischer-die-nicht-fischten/ Last updated: 2026-05-15T12:23:27.000Z Viele nannten sich Fischer, doch fischten nie – sie diskutierten nur darüber und vergaßen ihre eigentliche Berufung. _This post is for subscribers only._ ### Das gesegnete Taxi URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-gesegnete-taxi/ Last updated: 2026-05-15T12:23:30.000Z Auf der Reise hilft Gott durch ein junges Ehepaar, eine kinderreiche Familie zu retten und zu segnen. _This post is for subscribers only._ ### Die Geschichte von Nüta: Ein Herz, das Gott liebt URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-geschichte-von-nuta-ein-herz-das-gott-liebt/ Last updated: 2026-05-19T06:07:46.000Z Über einem kleinen Dorf tobte drei Tage lang ein heftiger Schneesturm. Riesige Schneehaufen trennten es nicht nur von anderen Dörfern, sondern auch die Häuser voneinander. Die Bewohner verbargen sich in ihren Häusern und warteten ab, was als Nächstes geschehen würde. In einer kleinen Hütte am Dorfrand war es warm und gemütlich. Das Feuer im Ofen wärmte den Raum und eine kleine Lampe erhellte ihn. Es war schön, an diesem Ort zu sein, während draußen der Sturm heulte, weinte und wütete. Am Tisch saß der Familienvater und schnitzte an einem Gegenstand; nicht weit von ihm beugte sich die Mutter über ihre Näharbeit. In der Ecke, nahe am Ofen, saß ein alter Großvater auf einem niedrigen Sofa, und um ihn herum hatten sich drei Kinder versammelt. Der Greis hielt ein dickes, großes Buch in den Händen, las daraus vor und erzählte interessante Geschichten. Die ganze Familie hörte aufmerksam zu. Auf ihren Gesichtern lag ein Ausdruck von Ruhe, Frieden und Liebe. Die aufmerksamste Zuhörerin war das etwa achtjährige Mädchen Nüta. Ihr Gesicht zeigte lebhaftes Interesse und Begeisterung. Der Großvater erzählte von dem kleinen, blauäugigen, blondhaarigen Jungen David, dessen Herz der Herr selbst erblickte. Wie lebendig konnte dieser alte Mann erzählen! Vor den Zuhörern erschien die Gestalt dieses wundersamen Jungen – sanftmütig, gehorsam, mutig, mit ganzem Herzen den Herrn liebend und ihn in herrlichen Psalmen lobend. Nütas Herz schlug schneller, als sie hörte, wie der kleine David gegen den riesigen Goliath austrat. „Wird er ihn töten?!“, entfuhr es Nüta unwillkürlich. „Wie du, Nüta, wird Gott nicht sein Kind beschützen? Hör weiter“, sagte der Großvater und erzählte weiter. Als Nüta das Ende dieser Geschichte hörte, atmete sie erleichtert auf. Ihr wurde plötzlich peinlich, dass sie Gottes Liebe und Hilfe bezweifelt hatte. Der Abend endete mit fröhlichem Singen und Gebet, dann gingen alle schlafen. Nüta konnte lange nicht einschlafen. Vor ihren Augen erschienen der kleine David, der schreckliche Goliath und der wilde Löwe. Ihr Herz stockte manchmal vor Angst. Sie betete und schlief dann endlich ein. So verbrachte die Familie jeden Abend, und kleine Nüta wuchs heran, öffnete ihr Herz für Gottes Liebe. Der Winter verging, der Frühling kam, die Sonne schien wärmer, das Gras erschien. Alles wurde lebendig und fröhlich. Kleine Enten und Gänse liefen im Hof umher. Die Mutter begann, Nüta zu schicken, um das Geflügel auf der Wiese zu hüten. „Mein kleiner David“, rief der Großvater Nüta. „Du bist jetzt ein Hirtenjunge, wie David. Denk daran, Nüta, Gott sieht dein Herz.“ Nüta erinnerte sich daran und fühlte immer Gottes Auge über sich, deshalb bemühte sie sich, ihn nicht zu betrüben. Schon im Winter hatte sie lesen gelernt und nahm nun das Evangelium mit auf die Wiese. Liegend im Gras las sie und fühlte sich, als wäre sie selbst dabei. Oh, welche Liebe entflammte in ihr zu Jesus! Und sie gab ihm ihr Herz. Viele Kinder versammelten sich auf der Wiese um Nüta; sie setzten sich um sie und hörten biblische Geschichten. Kleine Nüta berichtete mit solcher Liebe und Freude von Jesus und seiner Liebe, dass sie die Kinder begeistern konnte. Nach und nach kamen Kinder zu Nüta auf die Wiese und lasen das Evangelium. Bald entstand ein evangelistischer Kinderkreis; die Kinder versammelten sich und studierten das Wort Gottes mit Interesse. Aus ihren Mündern flossen heiße Gebete, ihre Herzen öffneten sich für Jesus. Die Kinder verbreiteten die frohe Botschaft von Christus in ihren Häusern: Auch die Erwachsenen wurden interessiert und begannen, das Evangelium zu lesen. Schon bald entflammten viele Familien im Dorf in Gottes Liebe. Wahrlich, der Herr bereitete sich Lob von den Mündern der Kinder! Unter den Kindern, die Nütas Kreis besuchten, war der achtjährige Petrik, blond und blauäugig. Nüta erinnerte sich beim Anblick an David. Sie mochte diesen Jungen besonders und dachte, er werde ein neuer David sein. Einst lag sie still im Gras und dachte nach, als sie ein Gespräch zweier Frauen vernahm, die in ihrer Nähe saßen. Bekannte Namen ließen Nüta genauer zuhören, und so erfuhr sie die traurige Geschichte vom sündhaften Leben von Petriks Vater. Ach! Er hatte eine ähnliche Sünde begangen wie David. Und David wurde von Gott mit dem Tod seines Sohnes bestraft. „Gott wird Petrik bestrafen oder ihn wegnehmen“, blitzte es in Nütas Kopf auf. Schnell stand sie auf, bat den nahe sitzenden Großvater auf das Geflügel aufzupassen und rannte selbst zu Petriks Haus. Sie fürchtete, ihn nicht mehr lebend anzutreffen. Im Haus umarmte sie Petrik, und Tränen strömten unaufhaltsam aus ihren Augen. Petriks Vater kam herbei, um zu erfahren, was passiert war. Durch ihre Tränen sprach Nüta: „Ihr habt gesündigt. Der Herr wird euch bestrafen und Petrik wegnehmen.“ Der Vater stand beschämt vor dem Mädchen. Zum ersten Mal hörte er Gottes Stimme, die ihn tadelte, und zum ersten Mal wurde ihm seine Sünde bewusst. Bald wurde diese Seele für den Herrn gewonnen. Glücklich verlief das Leben unter den Erweckten im Dorf. Jeden Abend versammelten sie sich zum Lesen des Wortes Gottes, zum Gebet und zum Singen geistlicher Psalmen. In ihren Herzen brannte die erste Liebe zu Gott. Der Herr und die Engel freuten sich, aber Satan ärgerte sich und versuchte, dieses Paradies auf Erden zu zerstören. Im Frühling kehrten Soldaten aus der Armee zurück. Einer von ihnen lehnte Gott offen ab. „Was macht ihr, Brüder, von welchem Gott sprecht ihr? Das ist alles Lüge! Es gibt keinen Gott! Jetzt sind alle klüger geworden und haben den Unsinn über Gott aufgegeben!“ So verwirrte der Feind die Seelen der Kinder Gottes. Als kleine Nüta diese Worte hörte, bekam sie Angst. Es schien ihr, die Erde werde den Gottlosen verschlingen. „Herr, beschütze uns, rette uns und diesen Menschen“, betete sie in ihrem Herzen. Dieser Mann kam oft zur Versammlung und verunsicherte die noch unbefestigten Seelen. Als viele zu zweifeln begannen, wurde er frecher: „Wollt ihr, ich beweise euch, dass es keinen Gott gibt?“ Sie baten ihn, es nicht zu tun, doch er bestand darauf: „Morgen werde ich euch beweisen, dass es keinen Gott gibt!“ Mit diesen Worten ging er fort. Kleine Nüta konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Sie litt tief in ihrem jungen Herzen und betete: „Lass das Böse nicht geschehen, rette diesen Menschen...“ Der Herr erhörte ihr Gebet. Noch in derselben Nacht konnte der Mann nicht aus dem Bett aufstehen. Drei Wochen lang war sein Leben in Gefahr, und Nüta betete heiß für ihn. „Es gibt Gott!“, hörten die Besucher von ihm. „Es gibt ihn, den Barmherzigen! Wie sündig und töricht war ich, dass ich in meinem Stolz gegen Gott aufbegehrte! Vergesst meine Worte!“, bat er, als er gesund wurde. Alle freuten sich, doch Nüta freute sich am meisten. So wuchs dieses Kind Gottes heran, liebte Christus aus ganzem Herzen, diente ihm und gewann Seelen für ihn. N.N., in: Nashi Dni ### Staubkorn, Regentropfen und Schneeflocke: Eine Geschichte über Demut und Stolz URL: https://www.beispielgeschichte.de/staubkorn-regentropfen-und-schneeflocke-eine-geschichte-uber-demut-und-stolz/ Last updated: 2026-05-16T14:59:39.000Z Eine Geschichte über Demut: Stolze Staubkörner lernen durch Tau, Regen und Schnee, dass Christen das herrlichste Volk Gottes sind. _This post is for subscribers only._ ### Die Gefahr des Geizes in der Gemeinde URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-gefahr-der-geizigkeit-in-der-gemeinde/ Last updated: 2026-05-15T12:23:39.000Z Eine Kirchensitzung zeigt, wie Geiz überwunden wird durch Großzügigkeit und Gottes Liebe zum fröhlichen Geben. _This post is for subscribers only._ ### Manchmal ist alles ganz anders, als es scheint URL: https://www.beispielgeschichte.de/manchmal-ist-alles-ganz-anders-als-es-scheint/ Last updated: 2026-05-15T12:23:42.000Z Zwei Engel erleben, wie Gottes Wege oft anders sind, als Menschen denken – in Reichtum und in Armut. _This post is for subscribers only._ ### Die Musik der Sturmzeit – Wenn Gottes Segen durch Prüfungen erklingt URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-musik-der-sturmzeit-wenn-gottes-segen-durch-prufungen-erklingt/ Last updated: 2026-05-15T12:23:45.000Z Manchmal braucht es Stürme, damit unser Leben in Gottes Kraft erblüht und echten Segen zeigt. _This post is for subscribers only._ ### Geschenke für Jesus URL: https://www.beispielgeschichte.de/geschenke-fur-jesus/ Last updated: 2026-05-15T12:23:48.000Z Dick lernt, dass wir Jesus Geschenke machen, indem wir Bedürftigen helfen – echte Liebe zu Weihnachten. _This post is for subscribers only._ ### Die lebendige Wasserquelle: Die Begegnung Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-lebendige-wasserquelle-die-begegnung-jesu-mit-der-frau-am-jakobsbrunnen/ Last updated: 2026-05-19T06:07:49.000Z Jesus schenkt lebendiges Wasser – den Heiligen Geist – und stillt den tiefen geistlichen Durst aller, die an Ihn glauben. _This post is for subscribers only._ ### Ob ich brav bin? – Ein ehrliches Kind URL: https://www.beispielgeschichte.de/ob-ich-brav-bin-ein-ehrliches-kind/ Last updated: 2026-05-15T12:23:54.000Z Ein Vater bestrafte einmal seinen ungehorsamen Sohn. Danach fragte er ihn: „Wirst du denn jetzt ein braves Kind sein?“ Der Junge schaute seinem Vater direkt in die Augen und antwortete: „Ja und nein, Papa.“ Der Vater verstand und nahm die Antwort seines Kindes richtig auf. Er selbst hatte einst die Worte des Apostels Paulus tief erlebt und nachempfunden: „Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Römer 7,19) Daher ist das Beste, den eigenen Willen dem Willen Christi unterzuordnen. Alexander Savchenko, in: Nashi Dni Nr. 1770, 13\. April 2002 ### Das ehrliche Wort URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-ehrliche-wort-ein-gleichnis-uber-treue-und-glauben/ Last updated: 2026-05-15T12:23:57.000Z Ein Junge hält trotz Versuchung sein Wort – ein Gleichnis über Treue und Glauben in allen Lebenslagen. _This post is for subscribers only._ ### Der Weg des Herrn URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-weg-des-herrn/ Last updated: 2026-05-15T12:24:01.000Z Ein Traum zeigt Petr Ivanovich die unergründliche Weisheit und Wege des Herrn trotz menschlicher Zweifel. _This post is for subscribers only._ ### Die Kraft und Liebe der russischen Großmutter URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-und-liebe-der-russischen-grossmutter/ Last updated: 2026-05-15T12:24:04.000Z Die unermüdliche Liebe und Kraft russischer Großmütter erhalten Familie und Glauben auch in schweren Zeiten. _This post is for subscribers only._ ### Das Gebet einer Mutter für ihr Kind URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-gebet-einer-mutter-fur-ihr-kind/ Last updated: 2026-05-15T12:24:08.000Z Eine Mutter betet behutsam für ihr krankes Kind und erfährt Gottes Nähe und Trost. _This post is for subscribers only._ ### Die Schuld erlassen – ein Gleichnis der göttlichen Vergebung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-schuld-erlassen-ein-gleichnis-der-gottlichen-vergebung/ Last updated: 2026-05-16T14:59:45.000Z Gott vergibt uns wie ein Kaufmann einen Schuldschein zerreißt und damit den Kaiser von seiner Schuld befreit. _This post is for subscribers only._ ### Christliche Hilfe für die vom Krieg in Südossetien Betroffenen URL: https://www.beispielgeschichte.de/christliche-hilfe-fur-die-vom-krieg-in-sudossetien-betroffenen/ Last updated: 2026-05-19T06:07:52.000Z Häufig wird modernen evangelikalen Gemeinden vorgeworfen, nur lauwarm zu sein, und es fehle ihnen an wahrhaft christlichem, selbstlosem Dienst. Doch wie es in der Schrift heißt: „Jeder Mensch wird durch Feuer geprüft.“ Gerade im Feuer der schrecklichen Katastrophe in Südossetien zeigten die besten Seiten der dortigen evangelikalen Gläubigen ihren Glauben. Zchinwal ist eine Stadt, in der großes Leid geschah, ein Ort, an dem Blut vergossen wurde. Wer daran Schuld trägt, untersucht heute die Weltgemeinschaft. Aber Christen stellen diese Frage nie; sie kennen die Antwort: Schuld ist die Sünde des Menschen. Christen fragen: „Wie kann ich helfen?“ Ossetien ist einer der schönsten Orte im Kaukasus, und gleichzeitig ein Gebiet, das mit erschreckender Regelmäßigkeit von Unglücken heimgesucht wird. Die Kriege, die Anfang der 1990er Jahre ausbrachen, ließen Nordossetien mit Flüchtlingen überschwemmt werden. Und das vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Katastrophe, bei der Produktionen stillstanden und viele keine Arbeit finden konnten. Die Beslan-Tragödie, die die ganze Welt erschütterte, und nun noch der Schrecken des Krieges, der auf die friedlichen Einwohner von Zchinwal und umliegenden Dörfern hereinbrach, kamen hinzu. In wenigen schrecklichen Tagen und Nächten wurden Tausende getötet, Zehntausende verloren ihr Zuhause und standen praktisch ohne jegliche Lebensgrundlage da. Als wir uns Zchinwal näherten, schien es, als bliebe von diesem Land, das von Schmerz und Blut durchtränkt ist, nur Zerstörung und Militär übrig. Aber wir wussten, dass auch hier Christen leben – das Salz der Erde und das Licht der Welt. Und hell leuchtet das Licht gerade in der Dunkelheit. Gott bewahrte die Gebetshäuser in Zchinwal, er schützte Leben und Häuser seiner Kinder. In das Haus eines Gläubigen schlug eine Rakete ein, doch nachdem sie das Dach und die Decke durchschlagen hatte, blieb sie unzerstört zwischen Wand und Bücherschrank mit geistlichen Liedersammlungen stehen, ohne zu explodieren. In diesem Haus suchten alle Nachbarfamilien Schutz vor Bombardierungen, denn sie wussten: Dieses Haus ist stärker als ihre eigenen Häuser. Doch nachdem die ersten Schrecken des Krieges vorüber waren, standen die Überlebenden vor neuen Herausforderungen. Sie hatten buchstäblich nichts: kein Dach über dem Kopf, keine warme Kleidung, kein Essen. Die Straßen waren durch furchtbare Staus blockiert, Zivilfahrzeuge wurden ebenso beschossen wie militärische, daher flohen viele in die Wälder und irrten dort tagelang umher, bis sie auf eigene Faust Nordossetien erreichten. Nicht alle fanden Zuflucht in den Notlagern, und nicht jeder hatte Verwandte in der nahegelegenen Stadt Wladikawkas. Doch für Christen ist jeder in Not der Nächste. Die Gemeinde im Ort Oktyabrsky wurde von Gläubigen in wenigen Tagen vom Gebetshaus zum Aufnahmezentrum für Betroffene umfunktioniert, obwohl viele Gemeindemitglieder selbst vor wenigen Jahren Flüchtlinge aus Georgien waren und auch ihre eigene Lebenssituation und finanzielle Lage schwierig war. Trotzdem gaben sie ihre eigenen Sachen und ihr letztes Geld her, um zu helfen. Kanalisation, Wasserpumpe, Küche – alles wurde buchstäblich in drei Tagen aufgebaut. Die örtliche Verwaltung und die Dorfbewohner wissen, dass hier Flüchtlinge aufgenommen werden, und die Gläubigen suchen selbst aktiv nach Hilfsbedürftigen. Wie der Pastor berichtet, wurde ihm heute Morgen mitgeteilt, dass eine Frau mit Kindern gerade im Dorf ankam und keine Unterkunft hat. Daraufhin schickte er Gemeindemitglieder aus, die Familie zu finden und in der Kirche übernachten zu lassen. Die Kirche blieb natürlich ein Gebetshaus, nur werden die Gebete heute leidenschaftlicher und die Dankbarkeit ehrlicher gesprochen als in friedlichen Zeiten. Friedensgebete erklingen heute in allen Kirchen Ossetiens, und alle Christen bemühen sich, den in Not geratenen Menschen zu helfen. Ihnen ist vielleicht nicht viel möglich, doch ihre Arbeit ist gewaltig, oft über ihre eigenen Kräfte hinaus, und doch gestärkt durch ihr Vertrauen in den Herrn. Nashi Dni ### Das letzte Stück vom Baum des Lebens URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-letzte-stuck-vom-baum-des-lebens/ Last updated: 2026-05-16T14:59:51.000Z Ein junges Paar nimmt einen verbotenen Pfirsich – eine Parallele zur Versuchung im Garten Eden. _This post is for subscribers only._ ### Die weiße Fahne der Vergebung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-weisse-fahne-der-vergebung/ Last updated: 2026-05-15T12:24:20.000Z Ein verlorener Sohn erhält die Vergebung seiner Familie und erfährt Gottes grenzenlose Gnade. _This post is for subscribers only._ ### Die schützende Liebe der Mutter und der Stich der Biene URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-schutzende-liebe-der-mutter-und-der-stich-der-biene/ Last updated: 2026-05-15T12:24:23.000Z Eine Mutter schützt ihr Kind vor dem Bienenstich – wie Christus stellvertretend für uns den Preis der Sünde bezahlt hat. _This post is for subscribers only._ ### Der rettende Ruf in dunkler Nacht URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-rettende-ruf-in-dunkler-nacht/ Last updated: 2026-05-16T14:59:55.000Z Drei Schwestern rufen in der Angst zum Herrn und werden durch Sein Licht und Schutz gerettet. _This post is for subscribers only._ ### Der löchrige Pullover URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-lochrige-pullover-eine-lektion-in-demut-und-wahrer-frommigkeit/ Last updated: 2026-06-12T19:47:41.000Z Jesus sprach: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet; verurteilt nicht, damit ihr nicht verurteilt werdet; vergebt, und euch wird vergeben.“ Heute bestätigen Ärzte die Wahrheit dieser Worte. Gefühle von Zorn, Feindseligkeit und Furcht wirken sich äußerst negativ auf das Herz des Menschen aus. Zudem schadet dauerhafter Stress, wenn jemand immer wieder an belastende Situationen zurückdenkt, dem Immunsystem. Ärzte empfehlen deshalb, sich möglichst von Zorn und Groll zu befreien, da sie die Gesundheit des Menschen am negativsten beeinflussen. Ich hörte eine kurze Geschichte. Klar und lehrreich bringt sie Christen zum Nachdenken, die unbewusst ihr stolzes „Ich“ zur Schau stellen. Ein älterer Mann gehörte zu den Gläubigen, die von allen geliebt und geehrt wurden. Er ging nicht gleichgültig an menschlichem Leid vorbei, führte keine leeren Gespräche, schloss sich nicht den Nörglern in der Gemeinde an und beneidete nicht den Erfolg anderer. Man kannte ihn vor allem als tugendhaften Christen. Doch in ihm lebte ein sündiger Makel, von dem er nie etwas ahnte. Und er wäre mit ihm für immer in die Ewigkeit gegangen, wenn ihn nicht ein von Gott gesandter Traum erreicht hätte. Er sah sich selbst im Himmel, im Reich Christi. Die körperlosen Engel, die keine irdischen Nöte kennen, und die hellen Farben des himmlischen Reiches gaben der Seele des irdischen Gastes Ruhe und ließen die verdiente himmlische Wonne ahnen, nach der er auf Erden gestrebt hatte. Und er sah Christus auf dem Thron sitzen und das Buch seiner Taten. Christus blätterte in dem Buch in der Hoffnung, darin aufgezeichnete Tugenden zu lesen. Doch zu dem großen Erstaunen dieses Mannes waren die Seiten leer. Schließlich las Christus: „Löchriger Pullover.“ Die Hand blätterte weiter im Buch der Taten, doch es gab darin keinen einzigen weiteren Eintrag. Der Alte erwachte. Tränen benetzten sein Gesicht. Das Bewusstsein, dass es nur ein Traum gewesen war, erfüllte seine Seele mit Freude. „Löchriger Pullover! Löchriger Pullover!“, klang es in seinem Bewusstsein. „Soll es wirklich nur ein Pullover gewesen sein? Ich habe doch so viel Gutes im Namen Christi getan!“ Da erinnerte er sich daran, dass jede seiner guten Taten, obwohl er sie mit einem Gebet auf den Lippen vollbracht hatte, nicht ohne ein vertrauliches Gespräch in jemandes Haus auskam. Früher oder später erfuhr man von seiner guten Tat, und er erhielt die Anerkennung der Menschen, wobei er ein wichtiges Gebot der Bergpredigt beiseiteschob: „…wenn du Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen, wie es die Heuchler tun…“ (Mt 6,1-4). Und obwohl er dieses Gebot viele Male gelesen und gehört hatte, blieb sein Sinn für ihn hinter sieben Schlössern verborgen. Man soll nicht schlecht von diesem Alten denken, lieber Leser. Er liebte den Herrn wirklich und war ein gutes Vorbild für die Christen um ihn herum. Warum im himmlischen Buch nur eine einzige Tugend verzeichnet war – der löchrige Pullover –, das wird meinem Leser, denke ich, nicht schwer zu erraten sein. Nachdem der gute Christ einer armen Familie einen Pullover geschenkt hatte, schämte er sich diesmal, den Leuten von seiner guten Tat zu erzählen, weil das Geschenk nicht von guter Qualität war. Doch Gott zögerte nicht, sie in Sein Buch einzutragen, da das Geschenk von Herzen und ohne die Absicht gegeben worden war, Lob zu hören. Pawel Matjasch, in: Nashi Dni Nr. 2198, 30\. Oktober 2010 ### Die Gebetsreise mit dem Himmlischen Zug URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-gebetsreise-mit-dem-himmlischen-zug/ Last updated: 2026-05-15T12:24:43.000Z Christophor erlebt im Traum die Reise seiner Gebete – lernt Demut, Glauben und echte Ernsthaftigkeit im Gebet. _This post is for subscribers only._ ### Die rettende Frische des Amazonas – ein geistliches Gleichnis URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-rettende-frische-des-amazonas-eine-geistliche-gleichnis/ Last updated: 2026-05-15T12:24:46.000Z Wie der Amazonas frisches Wasser bringt, so ist Gottes Rettung nahe – trotz Unwissen vieler Menschen. _This post is for subscribers only._ ### Wahre Weihnachtsfreude – Ein Geschenk der Liebe und Hoffnung URL: https://www.beispielgeschichte.de/wahre-weihnachtsfreude-ein-geschenk-der-liebe-und-hoffnung/ Last updated: 2026-05-15T12:24:49.000Z Weihnachten schenkt trotz Not wahre Freude – Gottes Nähe und Liebe trösten selbst in dunkelster Zeit. _This post is for subscribers only._ ### Die Treue des Polykarp bis zum Tod URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-treue-des-polykarp-bis-zum-tod/ Last updated: 2026-05-15T12:24:52.000Z Polykarp blieb Christus treu bis zum Tod und ermutigt zur festen Hingabe trotz aller Opfer. _This post is for subscribers only._ ### Die Blumen im Tal: Ein Missionsgleichnis über Geduld und Gottes Fürsorge URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-blumen-im-tal-eine-missionarsgleichnis-uber-geduld-und-gottes-fursorge/ Last updated: 2026-05-15T12:24:55.000Z Ein Missionar erzählt von der Schlucht, in der geduldige Tugenden wie Langmut und Barmherzigkeit wachsen. _This post is for subscribers only._ ### Glaubenszeugnis aus der Sowjetzeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/glaubenszeugnis-aus-der-sowjetzeit/ Last updated: 2026-05-15T12:24:58.000Z Zeugnis eines gläubigen Baptisten über Verfolgung, Leid und Gottes Treue in der Sowjetunion. _This post is for subscribers only._ ### Unser Leben ist wie ein Schiff in stürmischer See URL: https://www.beispielgeschichte.de/unser-leben-ist-wie-ein-schiff-in-sturmischer-see/ Last updated: 2026-05-15T12:25:01.000Z Semjon erlebt die Sintflut und sieht, wie die verschlossene Arche von Noah auf den Fluten schwebt. _This post is for subscribers only._ ### Lehre eines Predigers URL: https://www.beispielgeschichte.de/lehre-fur-einen-prediger/ Last updated: 2026-05-15T12:25:04.000Z Ein junger Prediger lernt, mit Herz und Gebet Menschen wirklich zu begleiten, nicht nur den Samen zu säen. _This post is for subscribers only._ ### Die kurze Fahrt zum Verderben URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kurze-fahrt-zum-verderben/ Last updated: 2026-05-15T12:25:08.000Z Ein betrunkener Fahrer sucht den Weg zur Hölle; eine schnelle Fahrt endet tödlich an einem Baum. _This post is for subscribers only._ ### Das Gebet des Jungen: Vom Zweifel zum ersten Herzensgebet URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-gebet-des-jungen-vom-zweifel-zur-ersten-herzensbitte/ Last updated: 2026-05-15T12:25:12.000Z Ein Junge erlebt Gottes Liebe, bereut seine Schuld und lernt beten – ein Neubeginn für Herz und Leben. _This post is for subscribers only._ ### Vom Unglauben zum Glauben: Eine persönliche Begegnung mit Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/vom-unglauben-zum-glauben-eine-personliche-begegnung-mit-christus/ Last updated: 2026-05-16T14:59:58.000Z Ein Mann findet nach Jahren der Verlorenheit durch Gebet und Glaubensbegegnung zur Annahme Christi. _This post is for subscribers only._ ### Die Beerdigung der Kirche URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-beerdigung-der-kirche/ Last updated: 2026-05-15T12:25:20.000Z Ein Pastor zeigt mit einem Spiegel-Sarg, dass die gekränkte Kirche aus toten Mitgliedern besteht – jeder sieht sich selbst. _This post is for subscribers only._ ### Die vier Kerzen – Hoffnung als ewiges Licht URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-vier-kerzen-hoffnung-als-ewiges-licht/ Last updated: 2026-05-15T12:25:23.000Z Vier Kerzen symbolisieren Friede, Glaube, Liebe und Hoffnung – nur die Hoffnung bringt neues Licht. _This post is for subscribers only._ ### Der dreizehnte Schlag der Uhr URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-dreizehnte-schlag-der-uhr/ Last updated: 2026-05-15T12:25:26.000Z Der dreizehnte Uhrenschlag führte Captain Jargis zur rettenden Aussage eines unschuldig Angeklagten. _This post is for subscribers only._ ### Der warnende Instinkt URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-gottliche-instinkt-zum-guten/ Last updated: 2026-05-15T12:25:29.000Z Einst wurde in London ein Tiergehege verkauft. Dabei wurde auch eine gewisse Menge Stroh verkauft, die man als Einstreu für die Tiere verwendet hatte. Das Stroh kaufte der Besitzer einer Pferdefarm. Doch als in den Ställen das Stroh ausgebreitet worden war, auf dem die Löwen gelegen hatten, wollten die Pferde unter keinen Umständen in den Stall gehen. Diese Pferde hatten in ihrem Leben nie Löwen gesehen, doch ihr angeborener Instinkt warnte sie vor der Gefahr. Genau so hat auch jeder Mensch, der von neuem geboren ist und den Heiligen Geist hat, einen göttlichen Instinkt gegenüber Sünde und Bösem. Kinder Gottes, dankt Gott für diesen warnenden Instinkt. VON DER AUTORITÄT Alexander Savchenko, in: Nashi Dni Nr. 1770, 13\. April 2002 ### Der wahre Schatz des Lebens – Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-wahre-schatz-des-lebens-christus/ Last updated: 2026-05-16T15:00:01.000Z Lasst uns unsere Blicke richten auf die schönen Augen Christi, dorthin, wo er starb, am Kreuz, dorthin, dorthin, dorthin, dorthin... Lasst uns unsere Hände ausstrecken dorthin – zum Hügel Golgatha... O dieser Schmerz! O diese Qualen! Lasst uns zu ihm gehen, zu ihm, zu ihm, um dort vor ihm niederzuknien, wo leise fließt sein Blut, wo kostbare Rettung uns die Liebe Gottes schenkt! Lasst uns unsere Blicke, Gedanken und Herzen richten, wo sein Gesicht heilig im Dornenkranz glänzt! Richten wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf Jesus am Kreuz: Er stirbt in Qualen... Doch er wird auferstehen in Herrlichkeit! Anfang des 20\. Jahrhunderts ging ein schottischer Bauer nach Hause und hörte plötzlich Hilferufe aus einem Sumpfgebiet. Er lief hin und sah einen Jungen, der im Moor versank. Der Junge versuchte verzweifelt, sich zu befreien, doch jede Bewegung zog ihn tiefer in den Schlamm. Der Bauer schnitt schnell einen dicken Ast ab, kam vorsichtig näher und streckte dem Ertrinkenden den Rettungszweig hin. Der Junge ergriff ihn und schaffte es ans sichere Ufer. Er zitterte, Tränen liefen lange, doch das Wichtigste war: Er war gerettet! „Komm mit zu mir ins Haus“, bot der Bauer an, „du musst dich beruhigen, trocken und warm werden.“ „Nein, mein Vater wartet. Er sorgt sich sehr“, erwiderte der Junge. Dankbar blickte er in die Augen seines Retters und lief davon. Am nächsten Morgen kam eine reiche Kutsche vor des Bauern Haus. Ein vornehmer Herr fragte: „Sind Sie der, der meinen Sohn gerettet hat?“ „Ja“, antwortete der Bauer. „Was schulde ich Ihnen?“ „Sehr geehrter Herr, ich habe nur das getan, was jeder Mensch tun sollte." „Ich will das so nicht stehen lassen. Mein Sohn ist mir sehr viel wert. Nennen Sie eine Summe!“ „Ich möchte nicht weiter darüber reden. Auf Wiedersehen.“ Der Bauer wandte sich zum Gehen. Da kam sein Sohn heraus. „Das ist Ihr Sohn?“ fragte der Gast. „Ja“, stolz streichelte der Bauer seinen Jungen. „Dann nehmen Sie ihn mit nach London, ich zahle seine Ausbildung. Wenn er so edel ist wie sein Vater, werden wir beide es nicht bereuen." Jahre später wurde der Sohn des Bauern Arzt, der Entdecker des Penicillins: Alexander Fleming. Kurz vor dem Krieg wurde der Sohn jenes reichen Mannes mit schwerer Lungenentzündung in eine Londoner Klinik eingeliefert. Was rettete sein Leben? Penicillin, das Alexander Fleming entdeckt hatte. Der reiche Herr hieß Randolph Churchill und sein Sohn war Winston Churchill, der später Premierminister von England wurde. Winston Churchill sagte einmal: „Was du tust, das wird zu dir zurückkehren." „Geliebte, ahmt nicht das Böse nach, sondern das Gute. Wer Gutes tut, der ist von Gott; wer Böses tut, hat Gott nicht gesehen.“ (3\. Johannes 1,11) Jesus spricht in zwei Gleichnissen vom Himmelreich als kostbarer Schatz, den ein Mensch findet und dafür alles verkauft, um ihn zu haben (Matthäus 13,44-45). Welcher Schatz ist das? Jesus selbst gibt die Antwort: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit!“ (Matthäus 6,33). Paulus fordert uns auf: „Wenn ihr mit Christus auferstanden seid, sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes; richtet eure Herzen nicht auf das Irdische, sondern auf das Himmlische!“ (Kolosser 3,1-2) Pharisäer fragten Jesus, wann das Reich Gottes komme. Jesus antwortete: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man sagt: ‚Hier ist es‘ oder ‚dort ist es‘. Denn das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (Lukas 17,20-21) Paulus berichtet von seinem Erlebnis: Was ihm einst Gewinn war, hielt er nun für Verlust um Christi willen. Er zählt alles für Dreck, um Christus zu gewinnen. Christus ist sein wahrer Schatz (Philipper 3,7-8). Dies ist Zeugnis aller Gläubigen: Christus ist das höchste Gut! Was ist dein Schatz, lieber Leser? Ist es Jesus Christus? Oder eine andere irdische Sache, an die dein Herz gebunden ist? Jesus sagt: „Man kann nicht Gott und dem Mammon dienen.“ (Matthäus 6,24) Ein junger Reicher wollte wissen, wie er ewiges Leben gewinnt. Jesus forderte ihn auf, sein Gut zu verkaufen und dem Herrn zu folgen, damit er im Himmel einen Schatz habe. Der junge Mann ging traurig weg, denn er hatte viel Besitz. Dies zeigt, wie schwer es für einen Reichen ist, in das Himmelreich zu kommen. Liebe Freunde, um den wahren Schatz des Himmels zu haben, müssen wir unsere irdischen Schätze als wertlos erachten. Wir müssen aufhören, auf uns selbst zu vertrauen und uns als arme, verlorene Sünder erkennen, denen keine guten Werke helfen, sondern allein die Gnade Gottes, die sich in Jesus Christus offenbart. Das einzige Gebet muss sein: „Gott, sei mir Sünder gnädig“ (Psalm 50,3; Lukas 18,13). Das heilige Blut Jesu reinigt das reuige Herz und macht es zu einem Haus Gottes, in das der Herr selbst einzieht (Johannes 14,23). Der durch Gottes Gnade Erlöste kann jubeln: „Christus, der in meinem Herzen lebt, ist mein einziger Schatz. Ich bin ein verlorener, doch gefundener Sohn – vergeben und angenommen! Ich bin ein verlorenes Schaf, aber Jesus hat mich gefunden! Ich bin eine kleine verlorene Drachme, doch der Retter hat mich erhoben. Ehre sei ihm dafür!“ Ein wunderbares Lied drückt dieses Zeugnis aus: Ich suchte jahrelang jene Perle, Freunde, ging um die ganze Welt, sah alles... Dann traf ich einen Fremden – in seinen Augen leuchtete die Freude heiliger Liebe. Er hielt die Perle, das kostbare Geschenk der Liebe Gottes. Ich wollte heimlaufen und alles verkaufen, nur um diese Perle zu besitzen. Doch er sagte sanft: „Ich verkaufe meine Perle nicht gegen Geld, ich schenke sie dir umsonst.“ Ich reichte meine Hand und empfing die Perle. Er sah mich liebend an und segnete mich. Diese Perle ist kein Geschenk der Meere, sondern das Geschenk seiner Liebe, das unser Leben erhellt. Liebe Leser, öffnet eure Herzen für Jesus! Nehmt ihn als euren persönlichen Schatz an! Ihr werdet es nie bereuen. Möge Gott euch dabei segnen! James Simpson, der Entdecker von Äther und Chloroform, sagte über seine größten Entdeckungen: „Erstens, ich bin ein großer Sünder. Zweitens, Jesus Christus ist mein persönlicher Retter." Wer ist der größte Führer der Menschheitsgeschichte? Jesus Christus! Wer der beste Lehrer? Jesus Christus! Wer lebt das vollkommenste Leben? Jesus Christus! Corry Ten Boom sagte: „Wir können ohne Gesundheit, Reichtum, Ruhm, Bildung, Freunde und vieles andere Himmel erben, aber niemals ohne Jesus Christus.“ Auch der russische Dichter Evgenij Evtushenko rief aus: „Die weiße Fahne fiel auf die Erde, die Lippen sind fest geschlossen. Russlands beste Wahl ist – wenn du Christus wählst!“ Jesus wird auch uns besonders brauchen, wenn wir durch das dunkle Tal des Todes gehen. Zu wissen, dass er für mich gestorben ist, rettet. Deine Antwort auf „Was hält Gott von dir?“ hängt davon ab, was du über Christus denkst. „Unser ganzes Wissen von Gott und was wir von ihm brauchen, hängt sehr davon ab, wie wir zu Christus stehen.“ (Griffith Thomas) „Wenn wir Christus annehmen, beginnt die Heiligung. Wenn wir ihn lieben, wächst sie. Wenn wir uns ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen können, dann ist das vollkommene Heiligung.“ (Hudson Taylor) „Christus ähnlich zu werden, geistliche Reife – das ist Gehorsam.“ (Jerry White) Jesus Christus ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. (Hebräer 13,8) Er ist der Mittelpunkt des Universums und das Ziel aller. Der Philosoph Blaise Pascal sagte das so, wie der Apostel Paulus: „Für mich ist das Leben Christus, und Sterben Gewinn.“ (Philipper 1,21) Der Tod wird keine schwere Verlustreise, sondern das ewige Zuhause, wenn Christus der Sinn des Lebens war. Der größte Wissenschaftler und Theologe Erasmus von Rotterdam: „Die Essenz christlicher Philosophie ist: Unsere Hoffnung ganz allein auf Gott zu setzen, der uns durch Jesus Christus alles schenkt.“ Ein frommer Freund antwortete auf die Frage, wohin er gehe: „Ich bin auf dem Weg zum Himmel. Ich gehe so schnell, wie es die Zeit erlaubt, und, Gott sei Dank, erwartet mich dort ein schönes Haus!“ Wie herrlich ist es zu wissen, dass uns ein himmlisches Haus erwartet! Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wäre es nicht so, hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.“ (Johannes 14,2) Der Himmel ist Licht durch das Gesicht Jesu, Freude durch seine Gegenwart, Melodie durch seinen Namen, Harmonie durch Lobpreis, Thema und Beschäftigung durch seinen Dienst, und seine Fülle ist Jesus selbst. Was ist das Neue Jerusalem? Pastor Andrew Olson schreibt: „Selbst bei großzügiger Raumaufteilung könnten fünf Milliarden Wohnungen allein im Erdgeschoss Platz finden. Dazu kommen viele andere Dinge, sodass noch Platz für unzählige Wohnungen bleibt.“ Der Himmel ist viel größer als jede Stadt auf Erden. Er schwebt über der Erde, von Gottes Kraft gehalten. Die Erde kann weder ihren Grund noch sein Baumaterial bereitstellen. Nur Gott, der Schöpfer, besitzt diese Mittel. Das Neue Jerusalem wurde dem Apostel Johannes offenbart. Es ist einzigartig: \- nicht von Menschen gemacht und wird nie alt. \- Es ist ein Quadrat mit gleicher Länge und Breite. \- Es hat zwölf Fundamente aus Edelsteinen. \- Niemand kann die Zahl seiner Bewohner berechnen. \- Kein Leid und kein Tod gibt es dort. \- Dort herrscht Jesus selbst als König. \- Seine Wächter sind Engel und seine Bürger von Gott erkaufte Heilige. \- Sonne und Mond leuchten nicht, denn Gott selbst ist sein Licht. \- Das Stadtbild ist für Menschen unsichtbar, aber ewig im Himmel. \- Zwölf Perlentore, die nie schließen, weil es keine Nacht gibt. \- Der Fluss des Lebens fließt vom Thron Gottes. \- Zwölf Sorten Früchte, die das ganze Jahr über reifen. \- Die schönste Stadt im ganzen Universum. Gottes Haus ist Trost für kranke Herzen. Ein Prediger erzählt von einem schweren Sturm am Großen See, wo ein Dampfschlepper und seine Mannschaft ums Leben kämpften. Sie wurden gerettet, doch nur die Lichter der Heimat gaben ihnen Trost. Auch unser Leben ist eine stürmische See. Manchmal droht unser kleines Boot zu kentern. Unser Steuermann, der wunderbare Retter, kennt unsere Prüfungen und Schmerzen. Er sagt: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren.“ Erinnert euch an das Vaterhaus, den Frieden und die Freude der Wiedervereinigung. Und wenn ihr daran denkt, wird euer unruhiges Herz zur Ruhe kommen wie der Kapitän, der die Heimatlichter sieht. Im Buch Prediger 12 lesen wir über das Alter und den Tod: „Der Mensch geht ins ewige Haus zurück... und der Geist kehrt zu Gott, der ihn gegeben hat.“ Der Tod ist keine Reise ins Unbekannte, sondern nach Hause, zum Vater. Wie kannst du in den Himmel kommen? „Durch die Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, das ist nicht aus euch, Gottes Gabe; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ (Epheser 2,8) „Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ (1\. Johannes 1,7) Jesus gibt dir das Recht zum Himmel, wenn du im Blut des Lammes gewaschen wirst. (Offenbarung 7,14) A. Savchenko, in: Nashi Dni Nr. 2067, 15\. März 2008 ### Der mitfühlende Heiland URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-mitfuhlende-heiland/ Last updated: 2026-05-15T12:25:36.000Z Jesus vergisst sich selbst, fühlt das Leid der Menschen und dient voller Mitgefühl und Liebe. _This post is for subscribers only._ ### Nicht weit vom Reich Gottes entfernt URL: https://www.beispielgeschichte.de/nicht-weit-vom-reich-gottes-entfernt/ Last updated: 2026-05-15T12:25:39.000Z „Ihm folgte eine große Volksmenge und drängte ihn“ (Markus 5,24). „Du bist nicht weit vom Reich Gottes entfernt“ (Markus 12,34). Kürzlich fragte ich eine ältere kranke Frau in einem Altenheim, mit der wir bereits seit zwei Jahren wöchentlich über Gottes Wort sprechen: – Wie denken Sie, Evgenia Andrejewna, ist es gut für einen Menschen, nicht weit vom Reich Gottes entfernt zu sein? Sie kann die Bibel kaum lesen wegen ihrer Augenerkrankung, aber sie hört immer gern zu, wenn ich ihr biblische Geschichten erzähle, und gibt zu, dass sie zwar glaubt, aber noch kein ewiges Leben hat. Auf meine Frage antwortete sie scheinbar ganz einfach: – Natürlich ist das gut! Wie könnte es anders sein? Ja, nicht weit vom Reich Gottes entfernt zu sein, ist sehr gut! Da sie gern über das Gehörte nachdenkt, versuchte ich sie nun zu leiten: – Stellen Sie sich vor: Heute komme ich wie gewohnt ins Altenheim, gehe zur Tür Ihres Zimmers, bleibe kurz davor stehen – und gehe dann fort, ohne hereinzukommen... Ungeduldig und fast mit Tränen unterbricht sie mich: – Nein, nein! Das könnte ich nicht ertragen! Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf unseren Besuch und unser Gespräch freue... Ich lächle ermutigend und frage: – Aber ich wäre doch ganz nah an Ihrer Tür, freut Sie das nicht? Sie sieht mich ein wenig gekränkt an und antwortet: – Was bringt mir das schon?! Da offenbarte der Heilige Geist ihr Herz, und nachdenklich fügte sie hinzu: – Ach, ich verstehe! Nicht weit vom Reich Gottes entfernt zu sein heißt ja nicht, schon darin zu sein! Man kann es verpassen, hineinzugehen, und das ist sehr schlimm... Nach dieser erleuchtenden Offenbarung Gottes floss unser Gespräch in die richtige Richtung. Ich hoffe, dass Evgenia Andrejewna bald wirklich in dieses wunderbare Reich eintritt – und dass es in sie einziehen wird. In V. Bushs Buch „Jesus – unser Schicksal“ findet sich folgende Geschichte: Im belagerten Stalingrad landete das letzte faschistische Flugzeug, um verwundete deutsche Soldaten zu holen. Es füllte sich schnell mit Passagieren; Verzweifelte, die nicht hereinkamen, klammerten sich an das Flugzeug. Vollumringt von Soldaten hob das Flugzeug ab, aber als es landete, waren nur die gerettet, die drin waren. Von der Volksmenge, die dicht bei Jesus war und ihn drängte, wurde nur eine Frau geheilt (Markus 5,29). Doch sie drängte nicht, sondern berührte ihn in ängstlichem Glauben ehrfürchtig, und im selben Augenblick wurde sie geheilt und erhielt das neue Leben im Reich Gottes, in dem Sünde keinen Platz mehr hat. Leider gibt es auch heute viele, die Jesus nur mit Gleichgültigkeit und äußerlicher Religiosität bedrängen, geistlos bleiben. Sie sind „Theoretiker“, ehren Jesus nicht mit Aufmerksamkeit und Unterwerfung und treiben unbesorgt durchs Leben, ohne Sünde als Sünde zu erkennen. Manche kennen die Schrift genau, haben aber nicht den Geist Christi und gehen täglich an dem vorüber, der in seiner unbegreiflichen Liebe ihnen noch Zeit lässt, lebendigen Glauben zu finden. Diese Gläubigen sind nah am Reich Gottes; sie kennen Gott, aber kennen ihn selbst noch nicht! Nashi Dni ### Der Beweis für die Auferstehung Christi und die Kraft des Glaubens URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-beweis-fur-die-auferstehung-christi-und-die-kraft-des-glaubens/ Last updated: 2026-05-15T12:25:42.000Z Ein Gespräch zwischen Pastor und Wissenschaftler über die Auferstehung Christi überzeugt vom Glauben an Jesus. _This post is for subscribers only._ ### Die erkaltete Liebe in der Gemeinde URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-erkaltete-liebe-in-der-gemeinde/ Last updated: 2026-05-15T12:25:45.000Z Jesus sprach zu Seinen Jüngern über die letzte Zeit vor Seiner Wiederkunft: „Und aufgrund der Zunahme der Gesetzlosigkeit wird die Liebe in vielen erkalten.“ (Matthäus 24,12) Heutzutage erfüllt sich diese Prophezeiung. Die Liebe ist nicht nur zwischen Menschen der Welt erkaltet, sondern auch unter Gläubigen. Viele Gemeinden haben ihren missionsfreudigen Geist verloren, weil das Mitgefühl für unerlöste Sünder erloschen ist. Das Gebot Christi an Seine Kirche wird oft vergessen: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung.“ Kürzlich hörte ich folgende Geschichte: Ein Christ zog in eine andere Stadt. Am ersten Sonntag ging er in eine ihm geistlich nahestehende Gemeinde. Der Gottesdienst endete, die Besucher zerstreuten sich, aber niemand kam auf ihn zu, fragte: „Wer sind Sie? Woher kommen Sie? Wo wohnen Sie?“ Am nächsten Sonntag wiederholte sich dasselbe. Niemand schenkte ihm Beachtung. Am dritten Sonntag setzte sich derselbe Besucher in die hinterste Reihe und behielt seinen Hut auf. Der Prediger bemerkte diesen Verstoß, während er am Rednerpult stand, und sagte zu seinem Diakon: „Da hinten sitzt ein Mann mit Hut. Gehe und sage ihm, dass er nicht in einer Kneipe, sondern in Gottes Kirche ist.“ Als der Diakon dem Fremden diese Worte ins Ohr flüsterte, rief der laut: „Halleluja! Endlich spricht jemand mit mir!“ Ob er durch diese Worte die erkaltete Liebe der Gemeinde beschämte, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass es heutzutage viele solcher Gemeinden gibt. Eine ähnliche Geschichte erzählte mir Leonid Pluzhnik aus Los Angeles. Ein neu zugezogener Christ wurde am ersten und zweiten Sonntag in der Gemeinde weder begrüßt noch angesprochen. Am dritten Sonntag kam er früh zur Kirche, stellte sich an die Tür und begrüßte jeden Besucher freundlich mit Handschlag, auch die Presbyter: „Guten Tag, Bruder Presbyter! Wie geht es Ihnen?“ Das war in dieser Gemeinde unbekannt, und alle Gemeindemitglieder waren nicht nur überrascht, sondern auch verlegen. Nach dem Gottesdienst fragte der Pastor den Fremden, wer er sei und was ihn zu diesem guten Werk bewogen habe. Der Fremde erzählte seine Geschichte. Der Pastor und die Gemeinde erkannten ihren Fehler und baten ihn, auch in Zukunft diesen wichtigen Dienst zu übernehmen – jeden Besucher an der Kirchentür zu begrüßen. Schade, dass viele russischsprachige Gemeinden diese schöne Tradition nicht pflegen. Wenn ein freundlich lächelnder Bruder in Christus Sie an der Kirchentür empfängt, gibt Ihnen das eine wohltuende Kraft für den ganzen Gottesdienst. Und wie traurig ist es, dass diese einfache Wahrheit nicht die Herzen und das Bewusstsein vieler Gemeindeleiter erreicht. Leonid Pluzhnik, in: Nashi Dni ### Das schönste Weihnachtsgeschenk URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-schonste-weihnachtsgeschenk/ Last updated: 2026-05-15T12:25:48.000Z Neunjähriger verzichtet auf Baum und Gaben und spendet Geld an Waisen – Weihnachten ist Liebe und Familie. _This post is for subscribers only._ ### Gott wurde Mensch, um Seine Liebe zu offenbaren URL: https://www.beispielgeschichte.de/gott-wurde-mensch-um-seine-liebe-zu-offenbaren/ Last updated: 2026-05-16T15:00:04.000Z Es gab nur einen Weg, auf dem Gott das abgefallene, sündige Menschengeschlecht zu sich zurückführen konnte. Und Er tut dies, indem Er uns durch die Kraft Seiner Liebe gewinnt. Gott und Seine Liebe wurden in Jesus Christus Mensch. Ein Zoologe, der das Leben von Ameisen erforschte, bemerkte, dass jedes Mal, wenn sein Schatten auf den Ameisenhügel fiel, die Ameisen erschrocken in alle Richtungen auseinanderliefen. Nachdem er darüber nachgedacht hatte, sagte er zu sich selbst: „Ich muss selbst eine Ameise werden, um sie davon zu überzeugen, dass ich ihnen nichts Böses will. Dann könnte ich sie so untersuchen, wie ich es wünsche.“ Gott wurde in Seinem Sohn Jesus Christus Mensch, um allen Menschen Seine Liebe zu offenbaren. Darin liegt der Sinn von Weihnachten. Nashi Dni ### Haydn: Die Freude, Gott zu dienen URL: https://www.beispielgeschichte.de/haydn-die-freude-gott-zu-dienen/ Last updated: 2026-05-15T12:25:54.000Z Haydn wollte Ruhm, doch mehr noch, dass Gott verherrlicht werde; seine fröhliche Musik dient Trost und Freude. _This post is for subscribers only._ ### Gerettet auf dem Eis URL: https://www.beispielgeschichte.de/gerettet-auf-dem-eis/ Last updated: 2026-05-15T12:25:57.000Z Ein Mann wird auf dünnem Eis fast verschlungen; Fischer retten ihn. Mahnung: Gott über Reichtum stellen und eilig zur Umkehr finden. _This post is for subscribers only._ ### Seliger ist es zu geben als zu nehmen URL: https://www.beispielgeschichte.de/seliger-ist-es-zu-geben-als-zu-nehmen/ Last updated: 2026-05-15T12:26:00.000Z Ein Prinz lernt durch eine Tat des Gebens: wahre christliche Liebe zeigt sich im Tragen der Lasten des Nächsten. _This post is for subscribers only._ ### John Bunyan und die Entstehung von „Die Pilgerreise“ URL: https://www.beispielgeschichte.de/john-bunyan-und-die-entstehung-von-die-pilgerreise/ Last updated: 2026-05-15T12:26:05.000Z Die Anklageschrift gegen John Bunyan lautete wie folgt: „John Bunyan verweigert hartnäckig den Kirchgang und das Hören des Gottesdienstes, und wurde außerdem beim Abhalten unerlaubter Versammlungen beobachtet.“ Er wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Doch diese zwölf Jahre waren nicht umsonst. Während seiner Gefangenschaft schrieb er sein berühmtes Buch „Die Pilgerreise“. Ohne diese erzwungene „Auszeit“ hätte er dieses Werk wohl kaum geschrieben. Nashi Dni ### Was nützt es dem Menschen? URL: https://www.beispielgeschichte.de/was-nutzt-es-dem-menschen/ Last updated: 2026-05-15T12:26:08.000Z In Pompeji starb eine Frau, weil sie Schmuck sammelte — eine Mahnung, dass irdische Schätze Leben und Seele gefährden können. _This post is for subscribers only._ ### Wenn die Welle kommt URL: https://www.beispielgeschichte.de/wenn-die-welle-kommt/ Last updated: 2026-05-15T12:26:12.000Z Wie die Flut alle Löcher füllt: Das Blut Christi wäscht alle Sünden und schenkt Gewissheit für Gläubige. _This post is for subscribers only._ ### John Newton: Bekehrung und Kampf gegen den Sklavenhandel URL: https://www.beispielgeschichte.de/john-newton-bekehrung-und-kampf-gegen-den-sklavenhandel/ Last updated: 2026-05-15T12:26:15.000Z John Newtons Bekehrung verwandelte ihn vom Sklavenhändler zum entschiedenen Kämpfer für die Abschaffung des Sklavenhandels. _This post is for subscribers only._ ### John Newtons Zeit als Sklavenhändler URL: https://www.beispielgeschichte.de/john-newtons-zeit-als-sklavenhandler/ Last updated: 2026-05-15T12:26:17.000Z John Newton leidet als Sklavenhändler, erlebt Misshandlung und wird durch das Lesen der "Nachfolge Christi" erstmals geistlich erschüttert. _This post is for subscribers only._ ### Die Lektion des Schmetterlings URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-lektion-des-schmetterlings/ Last updated: 2026-05-15T12:26:21.000Z Ein Junge hilft einem Schmetterling zu früh und schadet ihm. Gott lässt Schwierigkeiten zu, um uns im Glauben wachsen zu lassen. _This post is for subscribers only._ ### Ein Licht in der Ferne URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-lichter-am-horizont/ Last updated: 2026-05-15T12:26:24.000Z Ein Mann rudert auf einem sibirischen Fluss, sieht ein Licht in der Ferne, das nah scheint, aber weit entfernt bleibt. _This post is for subscribers only._ ### Das größte Weihnachtsgeschenk URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-grosste-weihnachtsgeschenk/ Last updated: 2026-05-15T12:26:27.000Z Ein Junge erkennt, dass Familie wichtiger ist als Geschenke und möchte Waisen helfen. _This post is for subscribers only._ ### Der letzte Augenblick der Reue URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-letzte-augenblick-der-reue/ Last updated: 2026-05-15T12:26:30.000Z Ein junger Mann bereut vor einer Operation und findet Frieden mit Gott. Die Operation endet tödlich, aber er hat rechtzeitig Buße getan. _This post is for subscribers only._ ### Die Bekehrung des Nachbarn URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bekehrung-des-nachbarn/ Last updated: 2026-05-15T12:26:33.000Z Andrej Petrowitsch widmete all seine Zeit und Kraft der Verkündigung des Evangeliums, arbeitete viel und war selten zu Hause. Er hatte eine große Familie, doch der Herr ließ ihn nicht im Stich, selbst in Hungerjahren zeigte er Gnade gegenüber seinen Kindern, sodass sie nicht um Brot betteln mussten. Eines Tages kehrte Andrej Petrowitsch nach Hause zurück. Sein Nachbar beschloss, zu einer Versammlung zu gehen und sich über Sukkau lustig zu machen, der auf Gott vertraute. Nach der Versammlung sagte er zu ihm: „Du reist herum, predigst über Gott, und morgen stehst du auf und hast nichts, um deine Kinder zu ernähren; ich weiß, dass du kein Mehl hast.“ Andrej Petrowitsch antwortete: „Ich habe einen Vater. Er sorgt für mich.“ Zu Hause erzählte der Nachbar seiner Frau von dem Gespräch mit Sukkau. Sie legten sich schlafen, konnten aber nicht einschlafen. Die Frau fragte ihren Mann: „Schläfst du?“ „Nein! Und du, kannst du auch nicht schlafen?“, fragte er sie. „Ja, ich denke an die Kinder von Andrej Petrowitsch, denn sie werden morgen nichts zu essen haben“, antwortete die Frau. „Ich denke auch daran“, stimmte er ihr zu. Da sagte die Frau zu ihm: „Was sollen wir tun? Lass uns aufstehen, einen Sack Mehl füllen und vor ihre Tür stellen.“ Am Morgen ging der Nachbar, um nach dem Zustand der Familie Sukkau zu sehen. Als Andrej Petrowitsch von seiner Wohltat erfuhr, sprach er mit ihm, und sie knieten beide nieder. Der Nachbar bereute und übergab sein Leben dem Herrn. Die Frau des Nachbarn bereitete das Frühstück zu und, als sie sah, dass ihr Mann nicht da war, ging sie nachsehen, was los war. Andrej Petrowitsch sprach auch mit ihr, und sie übergab sich in die Hände des Erlösers. aus dem Buch „Leben und Wirken von Sukkau A.P., Prediger des Evangeliums“, in: Nashi Dni Nr. 19, 13\. Februar 2005 ### Die Bedeutung des gelebten Glaubens URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bedeutung-des-gelebten-glaubens/ Last updated: 2026-05-15T12:26:37.000Z Eine Missionarin hielt eine Bibelstunde in einem indischen Haus. Während der Besprechung eines besonders bewegenden Themas stand eine der vornehmen Inderinnen plötzlich entschlossen auf und verließ den Raum. Nach einiger Zeit kehrte sie zurück und hörte mit noch größerer Aufmerksamkeit zu. Nach dem Unterricht fragte die Missionarin sie nach dem Grund ihres Weggehens: War es nicht interessant für sie zuzuhören? – Oh ja, ich war so interessiert an diesen wunderbaren Dingen, über die Sie sprachen, dass ich absichtlich Ihren Kutscher fragte, ob Sie wirklich so denken und so zu Hause leben. Er bestätigte es, und ich kam zurück, um weiter zuzuhören. Ein indischer Lehrer sagte einmal zu seinen Schülern: „Habt ihr gesehen, dass ich den christlichen Prediger in öffentlichen Versammlungen mit verwirrenden und beleidigenden Fragen bedrängt habe? Ich tat dies nicht, um irgendwelche Informationen zu erlangen. Ich wollte sehen, ob ich ihn aus der Fassung bringen, seinen freudigen Geist stören und damit zeigen kann, dass er Gott nicht gefunden hat, aber ich hatte keinen Erfolg, denn er war die Verkörperung eines siegreichen Lebens. Deshalb bat ich ihn, hierher zu kommen, und ich möchte, dass ihr seinen Worten aufmerksam zuhört.“ Viele denken, dass, wenn wir eine gesunde Lehre haben, persönliche Erfahrung nicht so wichtig ist. Diese Überlegung ähnelt sehr dem indischen Kutscher, der einen Missionar in Nordindien fuhr. Er war sehr interessiert an den Predigten des Missionars in den Dörfern und fragte, ob er auch predigen könnte. – Aber worüber wirst du predigen? – fragte der erstaunte Missionar. – Oh! – sagte der Kutscher. – Ich werde gegen starke Getränke und Tabak predigen. – Aber du konsumierst doch beides! – Nun ja, – antwortete er, – aber, Sahib, sie wissen es doch nicht. Wissen sie es wirklich nicht? Vielleicht kennen sie uns viel besser, als wir denken? Ein indischer Student, der kürzlich aus England zurückgekehrt war, sagte mir: – Während meines Studiums an der Universität lebte ich im Haus eines Predigers. Seine Predigten waren sehr interessant, und während er sprach, fühlte ich, dass in seinen Worten möglicherweise eine gewisse Wahrheit lag. Aber sobald er die Kanzel verließ, wurde er zu einem anderen Menschen, und ich sah keinen Unterschied zwischen ihm und uns allen. Da verlor ich das Interesse an seinen Predigten. Gandhi, der indische Führer, erzählte, dass er in den Tagen seiner größten religiösen Suche, als er fast bereit war, Christus anzunehmen, eine christliche Familie in Südafrika kennenlernte. „Auf ihren Rat hin begann ich, sonntags eine methodistische Kirche zu besuchen, aber sie hinterließ keinen günstigen Eindruck bei mir. Die Predigten erschienen mir seelenlos. Auch die Zuhörer waren nicht sehr religiös. Es war keine Versammlung eifriger Seelen, sondern eher weltlich gesinnter Menschen, die nur zur Erholung oder aus Tradition in die Kirche gingen. Manchmal schlief ich dort direkt ein. Es war mir peinlich, aber einige meiner Nachbarn waren nicht in einem besseren Zustand. Ich konnte es nicht länger ertragen und hörte bald auf, die Gottesdienste zu besuchen.“ All dies geschah in dem entscheidendsten Moment seines Lebens. Der Historiker Lecky sagt: „Der Tag, an dem das Herz von John Wesley in einer Versammlung erwärmt wurde, war eine nationale Epoche.“ Wäre jener methodistische Prediger und seine Kirche in diesem Zustand geistlicher Erwärmung gewesen, wäre dies eine nationale Epoche für Indien gewesen. Aber sie waren weltlich, matt und schläfrig, genau in dem historischen Moment, als einer der größten Menschen unserer Zeit eine entscheidende Wahl in seinem Leben traf. Der Führer der gegenwärtigen antichristlichen Bewegung in China sagte uns, dass er einmal, als er in Amerika studierte, die Entscheidung traf, Christ zu werden. Er ging, um einen Prediger zu hören, fand Leere, wandte sich vom Christentum ab und wurde hart wie Stahl. Unser Appell an ihn fiel auf ein steinernes Herz. China befindet sich jetzt in den Wehen einer antichristlichen Bewegung. Wer infiziert China mit dem antichristlichen Geist, wenn nicht jener leere christliche Diener?! Ich saß einmal mit einem jungen Inder zusammen und bemerkte bald, dass seine Seele in Flammen stand. Noch in der indischen Religion organisierte er aus zwölf jungen Brahmanen einen „Freundeskreis Jesu“. Während ich mit ihm sprach, erzählte er mir von seiner Absicht, die Taufe zu empfangen und ein Nachfolger Christi zu werden. Ich freute mich, zu sehen, dass Christus für ihn zur Realität geworden war. Er erzählte mir, wie es dazu kam: Sein Herz wurde von einem anderen Herzen entzündet. „Jeder bei uns kennt Herrn N., Jesus und Gott“, sagte er. Mir gefiel die von ihm verwendete Ausdrucksweise in genau dieser Reihenfolge: Herr N., Jesus, Gott. Wenn die Menschen Jesus sehen wollen, müssen sie ihn durch uns sehen; wenn sie Gott sehen wollen, müssen sie ihn durch Jesus sehen. In uns liegt somit der Schlüssel zu allem. Quelle unbekannt. Quelle unbekannt, in: Nashi Dni Nr. 1984, 15\. Juli 2006 ### Was ist wichtiger – Form oder Inhalt? URL: https://www.beispielgeschichte.de/was-ist-wichtiger-form-oder-inhalt/ Last updated: 2026-05-15T12:26:40.000Z Eine Legende zeigt, wie Menschen Form über Inhalt stellen, ähnlich wie in der Religion Rituale über Christus gestellt werden. _This post is for subscribers only._ ### Die Freiheit von der Sünde URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-freiheit-von-der-sunde/ Last updated: 2026-05-15T12:26:42.000Z Ein Mädchen erkennt, dass wahre Freiheit von der Sünde durch Christus kommt, nicht nur durch tägliche Vergebung. _This post is for subscribers only._ ### Die Liebe einer Mutter URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-liebe-einer-mutter/ Last updated: 2026-05-15T12:26:45.000Z Eine Vogelmutter opfert sich, um ihre Küken vor einem Feuer zu schützen. Dies zeigt die große Liebe Gottes zu uns Menschen. _This post is for subscribers only._ ### Der gute Hirte und die salzigen Steine URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-gute-hirte-und-die-salzigen-steine/ Last updated: 2026-05-15T12:26:52.000Z Der Hirte trieb die Schafe von den grünen Wiesen an das Meeresufer, zu den Felsen und Steinen. Kein essbares Hälmchen war an den Hängen zu finden – die ganze Herde wanderte durch die öden Gräben. Betrachtet man dies von außen, so ist es leicht, den Hirten zu verurteilen, doch im Verurteilen liegt weder Gutes noch Licht... Wer urteilt, ist in den Fängen der Sünde. Der Hirte ist nicht dumm, ihm sind Launen fremd, er ist in seinem Bereich der Herrscher, der König. Er treibt die Herde zum Meer, oben und unten, er weiß, dass die Tiere Salz brauchen. Da ist eine Reihe von Steinen; alle sind weiß-grau, wie gierig die Schafe diese Steine lecken! Nachdem sie die Wiese, reich an Gras und Wasser, verlassen haben, drängen sie sich in enger Gemeinschaft. Was ist die Lehre dieser Parabel? Auch uns führt der Herr manchmal dorthin, wo uns scheinbar Leiden erwartet, wo zwischen den Steinen salziges Wasser ist. Unser guter Hirte hat alles bedacht und abgewogen: Auf der üppigen Wiese kann man leicht fett werden. Nur wer Salz annimmt, wird mit der Seele fröhlich sein, der in der Fülle erkalten könnte. Auf den irdischen Wegen liegen Freude und Leid nah beieinander, auf das Glück folgt eine Kette trauriger Tage. Nicht ewig die Wiese, manchmal das Meeresufer, nicht ewig das Gras, manchmal das Salz der Steine. R. Berjosow, in: Nashi Dni ### Der gute Hirte und die Hunde URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-gute-hirte-und-die-hunde/ Last updated: 2026-05-15T12:26:48.000Z Ein Verwalter erhält den Rat, seine bösen Hunde durch gute zu ersetzen, um seine leidende Schafherde zu retten. _This post is for subscribers only._ ### Suchende des Guten URL: https://www.beispielgeschichte.de/suchende-des-guten/ Last updated: 2026-05-15T12:26:55.000Z Eine Mutter träumte, dass ihr Kind gestorben sei. Als sie erwachte, ging sie ins Kinderzimmer und fand ihr Kind tatsächlich tot vor. Sie dachte: 'Es ist gut, dass es nur ein Traum war. Es tut weh, sehr weh, aber der Herr weiß besser, dass es so besser ist. Dein Wille geschehe!' 'Die Suchenden des Herrn leiden keinen Mangel an irgendeinem Gut.' Diese Worte kommen aus der Tiefe der Jahrhunderte zu uns. Wenn wir die schwer erklärbaren Konflikte des irdischen Lebens betrachten – in Freude und Trauer, in Erfolg und Misserfolg –, müssen wir zugeben, dass sie uns dennoch zum Guten gedient haben. Wie Sonne und Regen notwendig sind, um einen schillernden Regenbogen hervorzubringen, so offenbaren Lächeln und Tränen die erstaunlichen Eigenschaften der Seele in der 'unvergänglichen Schönheit eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott kostbar ist.' Einmal las ich: Ein Pastor besuchte eine arme alte Frau. Als er die ärmliche Einrichtung in der Wohnung sah, fragte er, ob es ihr schwerfalle, ihr Kreuz zu tragen. Die Schwester antwortete: 'Sobald das Murren mich überkommt, weist der Erlöser mich auf den Stuhl hin, wo ich mein Alter und meine Armut vergesse.' Da er keinen Stuhl im Raum fand, fragte der Bruder, wo er sich befinde. Die alte Frau las Römer 8:28 und sagte: 'Das ist mein Stuhl.' In diesem bequemen Stuhl finden viele Kinder Gottes Trost und Kraft, um Schwierigkeiten zu überwinden. A. Savchenko, in: Nashi Dni Nr. 1918, 26\. März 2005 ### Das Ende des Weges URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-ende-des-weges/ Last updated: 2026-05-15T12:26:58.000Z Ein Christ erklärt einem Atheisten, dass der Tod für ihn das Ende der irdischen Leiden und der Beginn der Ewigkeit mit Gott bedeutet. _This post is for subscribers only._ ### Der Preis der Freiheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-preis-der-freiheit/ Last updated: 2026-05-15T12:27:01.000Z Ein armer Junge lernt den wahren Preis der Freiheit durch das Opfer seiner Mutter und meidet die Sünde, die Leiden verursacht. _This post is for subscribers only._ ### Mein Weg zum Glauben URL: https://www.beispielgeschichte.de/mein-weg-zum-glauben/ Last updated: 2026-05-16T15:00:07.000Z Ich lebte wie alle anderen ein sündiges und Gott nicht wohlgefälliges Leben. Obwohl es mir schien, als ob ich nach dem Herrn strebte, entfernte ich mich in Wirklichkeit immer mehr von Ihm. Der Krieg begann. Ich verlor meinen Mann und meinen achtzehnjährigen Sohn und evakuierte mich mit meiner Tochter ins Ausland. In meiner Seele war Leere, mein Herz schmerzte. Doch ich wandte mich nicht an Gott, obwohl mich innerlich etwas beunruhigte und ich keinen Frieden fand. Meine Tochter heiratete. Ich begann, nach Arbeit zu suchen und wurde als Erzieherin in einem russischen Kinderheim des Roten Kreuzes angestellt. Bald wurde unser Heim nach Belgien verlegt. Dort lernte ich den ehemaligen russischen Konsul in Belgien, N., einen evangelischen gläubigen Christen, kennen. Durch ihn begann der Herr, mich zu rufen. Das durch N. gesäte Wort des Evangeliums schlug allmählich Wurzeln. Später zog ich nach Frankreich. In der Stadt Annecy erfuhr ich von der Existenz evangelischer gläubiger Christen in der Nähe, in der Stadt Ugine in Savoyen. Ich freute mich sehr und schrieb ihnen sofort. Von dort kam eine herzliche Antwort und eine Einladung zur Weihnachtsfeier für Kinder. Die Gläubigen nahmen mich mit großer Herzlichkeit, Zärtlichkeit und Liebe auf. Von ihnen allen strahlte christliche Freude aus. Auch meine Freude kannte kein Ende. Diese erste Gemeinschaft mit russischen Gläubigen blieb ein heller Lichtstrahl in meinem Leben. Ich begann, evangelische Versammlungen zu besuchen. Nach einem der Gespräche wandte ich mich an den Herrn, und Er schenkte mir den Glauben an die Vergebung meiner Sünden und die Errettung. Glück und Frieden erfüllten mein Herz. Nun ist der Herr mein Leben. Ehre sei Ihm für Seine Gnade und Liebe zu mir, der Sünderin! Ich glaube unerschütterlich, dass der Herr mich bewahren wird, wie Er es bisher getan hat, denn Er selbst sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden niemals umkommen...“ (Johannes 10:27-28) S.B. Nalken, in: Nashi Dni ### Der Schatz URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-wahre-schatz/ Last updated: 2026-05-15T12:27:07.000Z Ein Schatz ist das, was ein Mensch sehr hoch schätzt. Es beeinflusst unwillkürlich seinen Charakter, seine Gefühle, seine Gespräche und seine Lebensweise. Eine Mutter, besonders eine Witwe, lebt nur für ihre Kinder. Ein Bibliophiler nimmt liebevoll jedes Buch aus seiner Bibliothek, öffnet es vorsichtig, glättet die Seiten sanft und liest stundenlang fasziniert darin. Ein Arzt in New York hatte sich vorgenommen, sein Bankkonto auf 100.000 Dollar zu bringen. Schließlich erreichte er sein Ziel und verfluchte seinen Erfolg. So viele schlaflose Nächte, so viele Flüche und Tränen armer Patienten! Und am Ende – zerrüttete Gesundheit, Leere und Enttäuschung. Auf der anderen Seite lebte in Birmingham, Alabama, ein Geistlicher, der sich das Ziel gesetzt hatte, allen Armen, Bedürftigen und Vergessenen zu dienen. Oft kam er ohne Mantel nach Hause und antwortete auf die Frage seiner Frau: „Da war ein Mensch, der ihn mehr brauchte als ich.“ Die Liebe Christi erfüllte sein Herz so sehr, dass er oft das Letzte gab. Er suchte und fand Menschen, um die sich niemand kümmerte. Jedes Gespräch beendete er mit einem Gebet – nicht mit formalen leeren Worten, sondern mit einer solchen Verbindung zu dem lebendigen Gott, dass die Umstehenden in Ehrfurcht erstarrten. Eines Tages sprang in einer dunklen Gasse ein Räuber auf ihn zu und hielt ihm einen Revolver an den Kopf. Nachdem er ihm das Geld und die alte Uhr abgenommen hatte, sagte der Prediger: „Lass uns beten, mein Bruder.“ Der Räuber konnte es nicht ertragen, senkte den Revolver, legte einige der genommenen Cents und die Uhr zurück und entfernte sich beschämt. Das Verhalten dieses Predigers beeinflusste die ganze Stadt. Alle gaben ihm gerne Geld und verschiedene Dinge, damit er anderen dienen konnte. Zu Weihnachten fuhr die Feuerwehr mit einem roten Wagen zu seinem Haus, nahm „Onkel Brian“ – so nannten ihn alle – mit, brachte ihn zu dem größten Geschäft und kaufte ihm den besten Anzug und Mantel. Wie gewohnt schlug er vor: „Und nun lasst uns beten.“ Die ganze Mannschaft, die Angestellten des Geschäfts und alle Anwesenden erstarrten in Ehrfurcht, fühlend, dass sich der Himmel öffnete und Brians Gebet den Thron des Allerhöchsten erreichte. Sein Leben inspirierte mit seinem Beispiel sowohl die Alten als auch die Jungen. Bei seiner Beerdigung war die ganze Stadt anwesend. Sie brachten ihn mit demselben großen Feuerwehrwagen zum Friedhof. Christus offenbarte das Geheimnis von Brians Erfolg mit den Worten: „Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“ (Mt 6,21) Brian liebte schon als Kind unter dem Einfluss seiner Mutter seinen Erlöser und Herrn von ganzem Herzen. Mit diesem Schatz wuchs er auf, für ihn lebte er und betrachtete es als großes Glück und Privileg. Er trug die frohe Botschaft allen Menschen die ganze Zeit, in allen Formen seines gesegneten Lebens, für das Tausende Gott dankten. So beeinflusste der „Schatz“ den Arzt in New York, und so beeinflusste der wahre Schatz den ihm ergebenen Brian. Kannst du, mein Freund, deinen Schatz mit in die Ewigkeit nehmen? Nashi Dni ### Polinas Begegnung mit dem Glauben URL: https://www.beispielgeschichte.de/polinas-begegnung-mit-dem-glauben/ Last updated: 2026-05-15T12:27:10.000Z Polina wuchs in einer Familie auf, in der Gott weder anerkannt noch verehrt wurde, wo der Name Gottes nur als Füllwort zwischen anderen Worten oder in Redewendungen verwendet wurde. Eine Bibel oder christliche Literatur gab es im Haus nie. Ihre Mutter ging manchmal, wenn ein Unglück ins Haus kam, in die orthodoxe Kirche, zündete Kerzen für alle Heiligen an und ging, ohne zu wissen, was sie weiter tun sollte, nach Hause. Polina war das einzige Kind. Sie war gut erzogen, las viel, konnte Klavier und Geige spielen und schloss die Mittelschule mit Auszeichnung ab. Damals war sie sehr stolz darauf, in dem ihrer Meinung nach besten Land der Welt zu leben, mit der besten Regierung der Welt, die sich um jeden sowjetischen Menschen kümmerte. Als sie zur Schule ging, war in ihrer Klasse ein Junge, dessen Eltern gläubige Menschen waren. Wiktor war ruhig und freundlich. Polina sah, dass er gewissenhaft seine Hausaufgaben machte, und verstand nicht, warum seine Noten herabgesetzt wurden, obwohl er die Fragen der Lehrer richtig beantwortete. Die Kinder nannten ihn „Baptist“ und hänselten ihn auf jede erdenkliche Weise. Wiktor geriet nie in Streit und ertrug die Beleidigungen geduldig. Polina hatte großes Mitleid mit ihm und versuchte, ihn oft davon zu überzeugen, dass es keinen Gott gibt und dass er sich sehr irrt. Oft sagte sie Wiktor, dass man nur die kommunistische Partei und die sowjetische Regierung ehren und lieben solle. Wiktor schaute sie mit Bedauern und Traurigkeit an und sagte immer, dass er für sie beten werde... Die Schuljahre vergingen sehr schnell. Polina trat in das Institut ein und wurde dort bald eine der besten Studentinnen ihres Fachbereichs. Ihr Herz brannte weiterhin vor Hingabe und Liebe zur Partei und Regierung. Sie wurde zur Sekretärin der Komsomol-Organisation gewählt. Wiktor traf sie nicht mehr, aber sie erinnerte sich oft mit großem Mitleid an ihn in ihrem guten Herzen. In ihrer Gruppe gab es auch gläubige Studenten: zwei junge Männer und ein Mädchen namens Zoja. Sie unterschieden sich von den anderen Studenten durch ihr Verhalten, ihre Sorgfalt und Bescheidenheit in der Kleidung. Sie kamen nie zu spät zum Unterricht, lernten gut und mit Begeisterung, waren freundlich und zuvorkommend. Doch auch hier bemerkte Polina, dass die Lehrer und andere Studenten sie sehr schlecht behandelten. Sie verteidigte sie auf jede erdenkliche Weise, hatte Mitleid mit ihnen und versuchte immer, ihnen irgendwie zu helfen. Wie in den Schuljahren, als sie ihren Klassenkameraden davon überzeugen wollte, Gott abzulehnen, führte sie jetzt stundenlange Gespräche mit den jungen Christen und versuchte, sie zum Beitritt in den Komsomol zu überreden und ihre lächerlichen Überzeugungen aufzugeben, die ihnen den Weg in die Zukunft versperrten. Besonders bedauerte Polina Zoja, die sie sehr liebgewonnen hatte, und predigte ihr mit aufrichtigem Wunsch, ihrer Freundin zu helfen, den Glauben an die strahlende Zukunft des Kommunismus. Polina wusste, dass, wenn Zoja und ihre Freunde nicht dem Komsomol beitreten, sie als Feinde des sowjetischen Volkes aus dem Institut ausgeschlossen werden könnten, unabhängig von ihrem vorbildlichen Verhalten und hervorragenden Studienleistungen. Und dieser Tag kam. Doch Polina, die wusste, dass sie Ansehen genoss, beschloss, selbst zum Rektor zu gehen und mit ihm zu sprechen. Mutig öffnete sie die Tür des Büros und wandte sich an ihn: – Guten Tag, Konstantin Nikolajewitsch. Ich bitte Sie inständig, die drei gläubigen Studenten nicht auszuschließen. Ich kenne sie gut. Sie sind sehr ehrliche und gute Menschen. Sie schaden niemandem, im Gegenteil. Sie haben selbst mehrere Räume unseres alten Gebäudes renoviert, leisten Nachtschichten im städtischen Krankenhaus und kümmern sich freiwillig um einsame alte Menschen, sie... – Hör auf! – unterbrach sie der Rektor grob. – Wage es nicht, diese dummen, unterdrückten und dunklen Baptisten zu verteidigen! Haben sie dich nicht zufällig in ihre Sekte gezogen, was? Das sind Feinde des Volkes und unserer Partei! Sie haben keinen Platz in unserer sowjetischen Gesellschaft! – Konstantin Nikolajewitsch, – sagte Polina flehend, – ich bitte Sie, geben Sie mir ein paar Tage – und sie werden Komsomol-Mitglieder. Ich werde alle Kräfte aufwenden, um sie davon zu überzeugen, ihre dummen Überzeugungen aufzugeben. – Gut, du hast mich überredet. Aber nicht ein paar Tage, sondern bis morgen, verstanden? Alles klar, geh, ich bin beschäftigt. Polina eilte, Zoja zu finden. Es schien ihr, dass, wenn sie Zoja überzeugen könnte, diese ihre Freunde überzeugen könnte, dem Komsomol beizutreten, um weiter studieren zu können. Polina fand Zoja in der Nähe der Bibliothek. Das Mädchen saß nachdenklich auf einer Bank und hatte die Augen geschlossen. Ihr Gesicht war ruhig und schön; es schien, als hätten sie keine Sorgen berührt. Zuerst dachte Polina, dass Zoja eingeschlafen sei, aber als sie näher kam, sah sie, dass ihre Lippen sich bewegten. Nach ein paar Sekunden öffnete Zoja die Augen und lächelte Polina an. – Was ist mit dir, Zoja? Warum lächelst du? Man will dich doch aus dem Institut ausschließen! – rief Polina aus, kaum die Tränen zurückhaltend. – Ich weiß das, – antwortete Zoja ruhig. – Ich war immer darauf vorbereitet, obwohl mein Traum, Ärztin zu werden, jetzt zerstört ist. Aber ich danke Gott, dass ich fast ein Jahr studieren konnte und Wissen erworben habe, mit dem ich eine gute Krankenschwester sein kann, wo immer ich Arbeit finde. Alle überzeugenden Worte, die Polina für das ernste Gespräch mit Zoja vorbereitet hatte, verschwanden aus ihrem Kopf. Tränen strömten über ihre Wangen. Sie konnte nicht verstehen, was mit ihr geschah. Mit Mühe sich beherrschend, bat sie Zoja zu erklären, warum Gläubige als Volksfeinde betrachtet werden und ob ihr Gott wirklich so grausam sei, dass er Zoja nicht erlauben könne, in den Komsomol einzutreten und am Institut zu bleiben? Zoja nahm ihre Hand und sagte, entschlossen in Polinas tränenreiche Augen blickend: – Liebe Polina, ich habe dich wie meine Schwester liebgewonnen, wegen deines guten und reinen Herzens. Ich werde jeden Tag zu meinem Herrn beten, dass Er dir gnädig sei und selbst auf all deine Fragen antwortet. Sorge dich nicht um mich. Vielleicht hat der Herr mir die Möglichkeit gegeben, hier fast ein Jahr zu studieren, damit ich dich treffen und dir erzählen konnte, wie sehr Er dich liebt und darauf wartet, dass du auf seinen Ruf antwortest. Jetzt verstehst du vieles nicht, aber wisse, dass nichts wichtiger ist als das. Komm zu uns in die Kirche, und du wirst alles selbst sehen und hören. Wenn du es dir überlegst, ruf mich an. Zoja ging und ließ ihre Freundin in völliger Verwirrung zurück... Jahre vergingen. Polina beendete das Institut und erhielt nach ihrem Praktikum eine Anstellung in einem Kreiskrankenhaus. Sie liebte ihre Arbeit sehr und widmete ihr fast ihre ganze Zeit. Zoja traf sie nicht mehr und rief sie auch nie an, aber ihre Worte, dass für den Menschen nichts wichtiger sei als Frieden mit Gott zu finden, tauchten manchmal in ihrer Erinnerung auf und beunruhigten ihre Seele. Jeden Tag sah sie in ihrem Krankenhaus das Leiden und den Tod der Menschen und konnte nicht verstehen, warum Gott, wenn es ihn überhaupt gibt, dies zulässt. Polina war sehr aufmerksam zu den Patienten, besonders zu den älteren und hoffnungslos Kranken. Sie fand für jeden ein freundliches Wort und wurde von allen geliebt. Die Kranken nannten sie: Sonnenschein. Vor einigen Monaten lernte sie Roman kennen. Groß, schwarzhaarig, mit klarem Blick aus klugen und aufmerksamen Augen, zog er sofort ihre Aufmerksamkeit auf sich. Für Polina war es das erste und starke Gefühl. Jeden Tag, nach der Arbeit, trafen sie sich und fuhren mit Romans Auto in irgendein ruhiges Restaurant zum Abendessen, dann spazierten sie lange durch die abendliche Stadt und genossen die Gesellschaft des anderen, danach brachte er sie nach Hause. Der Abschied war lang und ungewollt. Beide verstanden, dass es nicht lange so weitergehen konnte. Polina fürchtete sich und wünschte sich zugleich leidenschaftlich, dass er ihr einen Antrag machte. Sie liebte Roman von ganzem Herzen, aber etwas in ihr riet ihr, ihn nicht zu heiraten. Sie verdrängte diese Unruhe aus ihrem Herzen und versuchte, es mit der Freude ihrer Liebe zu füllen. Der Frühling kam. Die Stadt erblühte unter den sanften Strahlen der Frühlingssonne. Polina war verliebt und glücklich, nur manchmal besuchte eine seltsame Unruhe ihr Herz. Roman war bereits eine Woche auf Dienstreise und sollte heute am Ende ihres Arbeitstages zurückkehren. Die ganze Zeit über rief er sie jeden Tag an und sie sprachen lange über vieles. Aber gestern Abend war ihr Gespräch besonders. Roman gestand ihr oft seine Liebe, aber gestern sagte er, dass er nicht mehr ohne sie sein könne und wolle, weder tags noch nachts, und bat sie inständig, ihn so schnell wie möglich zu heiraten. Zuerst war Polina verwirrt, dass er über diese wichtige Entscheidung für sie am Telefon sprach und nicht bei einem Treffen, aber seine Stimme war so glücklich und flehend, dass sie alle ihre Zweifel beiseiteschob. Der Arbeitstag ging zu Ende, und Polina wartete aufgeregt auf ihren Geliebten. Aus dem Fenster ihres Büros sah sie, wie er mit seinem Jeep vorfuhr. Nach ein paar Minuten ging sie hinaus und fiel sofort in Romans Arme... In dem Restaurant, wohin er sie zum Abendessen und Gespräch brachte, spielte leise, ruhige Musik. Auf dem Tisch standen die ersten Frühlingsblumen, und im Auto erwartete Polina ein riesiger Strauß roter Rosen, die sie sehr liebte. Roman reichte ihr ein kleines Kästchen. Polina öffnete es aufgeregt und stieß einen bewundernden Laut aus. Die Diamanten funkelten in allen Farben des Regenbogens. Er nahm sanft ihre Hand und steckte den Ring auf ihren dünnen, zitternden Finger. – Meine Liebe, meine Geliebte! – sagte Roman aufgeregt. – Ich kann mein Glück nicht fassen. Du, Polenka, hast mich so glücklich gemacht. Aber mein Glück wird nicht vollständig sein, wenn du nicht die ganze Wahrheit über mich weißt. Ich muss dir alles erzählen. Polina sah ihn besorgt an. Ihr Herz schlug so heftig, dass sie ihre Hände an die Brust legte, als wollte sie die starken Schläge zurückhalten. – Hör mich an, Polja, das ist mein Leben, und ich kann ihm nicht entkommen. Vor einigen Jahren begannen meine Eltern ein eigenes Geschäft. Es lief hervorragend für sie. Wir lebten in Wohlstand, hatten ein großes Handelsunternehmen, ein riesiges Haus und ein Landhaus mit Personal, mehrere Autos. Ich bereiste die ganze Welt. Die Eltern verweigerten mir keinen meiner Wünsche. Und dann brach eines Tages alles zusammen. Mein Vater erlitt fast einen Herzinfarkt, meine Mutter wurde halb tot aus der Schlinge gezogen. Es ist eine lange und traurige Geschichte, und ich werde sie dir nicht erzählen. Das Wichtigste ist etwas anderes. In dieser schwierigen Zeit für unsere Familie fand sich ein Mensch, der meinen Eltern sehr half. Er hatte eine sehr hohe Position im Innenministerium. Wäre er nicht gewesen, wären wir verarmt und meine Eltern hätten diese Not kaum überstanden. Dieser Mann hatte eine einzige Tochter, die er wahnsinnig liebte. Aber er hatte ein großes Problem mit ihr. Seit ihrem sechzehnten Lebensjahr begann sie zu trinken, und dann wurden Drogen zum Lebensinhalt für sie. Wohin er sie auch brachte! Die besten Professoren des Landes behandelten sie unter einem anderen Namen, um den Namen ihres Vaters nicht zu beschämen und seinen Ruf nicht zu schädigen. Ihr Name war Alla. Zwei Jahre lang hielt man sie in einer speziellen Klinik unter Bewachung, ohne ihr die Möglichkeit zu geben, Drogen zu haben. Dann begann sie, in großen Mengen Tabletten zu schlucken, die sie mit ihrer ihr eigenen Hartnäckigkeit vom medizinischen Personal verlangte. Diese verweigerten ihr nicht, um ihre hysterischen Anfälle zu vermeiden. Nach zwei Jahren holte der Vater sie ab und reiste mit ihr. Es schien, als habe sich ihre Gesundheit erholt; sie sah normal aus. Und der Vater beschloss, sie zu verheiraten, in der Überzeugung, dass es ihr guttun würde. Mit einem solchen Vorschlag kam er zu meinen Eltern und sagte, dass er möchte, dass ich seine Tochter heirate, ohne im Geringsten daran zu zweifeln, dass er ihre und meine Zustimmung erhalten würde. Zu dieser Zeit beendete ich mein Studium an der Universität, und meine Pläne waren ganz andere. Jedenfalls hatte ich nicht vor zu heiraten, und schon gar nicht Alla. Die Eltern begannen, mich zu überreden. Die Mutter weinte sehr und erinnerte sich ständig daran, wie Allas Vater uns vor großem Unglück und Tod gerettet hatte, und sagte, dass wir ihm alles schulden. Drei Tage lang verließ ich mein Zimmer nicht, was meine Eltern leiden ließ, dann beschloss ich, selbst zu Alla zu fahren und mit ihr zu sprechen. Mir schien, dass auch sie mich nicht brauchte, genauso wenig wie ich sie. Tamara Resnikova (Fortsetzung folgt) Nashi Dni ### Die bittere Erinnerung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bittere-erinnerung/ Last updated: 2026-05-15T12:27:13.000Z Irina erinnert sich beschämt an einen Streich aus ihrer Schulzeit, der ihren Lehrer verletzte. Jahre später trifft sie ihn wieder. _This post is for subscribers only._ ### Bumerang URL: https://www.beispielgeschichte.de/bumerang/ Last updated: 2026-05-15T12:27:16.000Z Auf einer Konferenz von Bibelschülern in Japan wurde mir eine Studentin als Dolmetscherin zugeteilt. Es fiel ihr schwer, meine englische Rede zu übersetzen. Als ich ein Beispiel mit einem Schiffsradar brachte, geriet sie in große Schwierigkeiten, da sie noch nie von einem Radar gehört hatte. – Keine Sorge, ich erzähle etwas anderes. – Auf der Kommandobrücke stand ein Kapitän... Doch auch die Kommandobrücke auf einem Schiff war ihr unbekannt, und sie verstummte verlegen. – Lies bitte das hier, – und ich legte den Finger auf Jak. 1,5: „Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, und sie wird ihm gegeben werden.“ Dir fehlt diese Weisheit, um meine Rede zu übersetzen; hier ist also die Adresse, wo man dieses Wissen bekommen kann. Doch es war zu spät: Sie begann zu weinen. Wenn ein Japaner „sein Gesicht verliert“, ist er völlig verloren. Es ist einfach unmöglich, mit ihm irgendetwas zu beginnen. Ich fragte den Leiter der Konferenz: – Haben Sie vielleicht einen anderen Dolmetscher? Aber er schüttelte den Kopf. So stand ich vor den jungen Leuten und konnte ihnen die nötigen Wahrheiten nicht weitergeben. Unter ihnen waren einige mit schweren Problemen, und die Antwort darauf war nur in der Bibel zu finden, die ich in den Händen hielt. Was sollte ich tun? Ich war nicht in der Lage, ihnen das Wort Gottes zu vermitteln! Kein Zweifel, hier hatte der Teufel seine Hand im Spiel. Doch der erste Schritt zum Sieg ist die Kenntnis des Feindes; deshalb muss man ihn gut kennen. Der Teufel ist ein besiegter Feind. Wir haben das Recht und die Vollmacht, im Namen des Herrn Jesus zu siegen. Ich wandte mich an die Dolmetscherin: – Unreine Macht, die dieses Mädchen daran hindert, die Botschaft Gottes zu übersetzen, ich befehle dir im Namen des Herrn Jesus, sie zu verlassen; sie ist dazu bestimmt, ein Tempel des Heiligen Geistes zu sein und nicht des Teufels. Im selben Augenblick wurde das Mädchen befreit. Sie begann fließend zu übersetzen, und wir hatten eine gesegnete Gemeinschaft. So wollte der Teufel seine Macht zeigen, aber ein Bumerang – und die Kraft Jesu und der Sieg seines Namens wurden offenbar. Corrie ten Boom, in: Pobezhdennye vragi, in: Nashi Dni Nr. 1951, 26\. November 2005 ### Die Prüfung des Glaubens URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-prufung-des-glaubens-3/ Last updated: 2026-05-15T12:27:22.000Z „Die Prüfung eures Glaubens bewirkt Geduld.“ (Jakobus 1,3) In meiner unbeschwerten Kindheit war es mein liebstes Hobby, einen Drachen steigen zu lassen. Welche glücklichen Stunden verbrachte ich damit, den Flug des hoch am Himmel schwebenden Papiervogels zu steuern. Wenn dieser Drachen sprechen könnte, würde er mir sicherlich sagen: „Schau, wie hoch ich geflogen bin und wie graziös ich am Himmel fliege, welche großen Flügel ich habe, und dieser lästige Junge zieht ständig an der Schnur! Wenn er mich nicht an der Leine hielte, würde ich bis zum Mond fliegen.“ Doch wenn ich auch nur für einen Moment die Schnur loslassen würde, würde der Drachen ins Schwanken geraten, zu Boden fallen oder in den Ästen eines Baumes hängen bleiben. Dasselbe geschieht mit unserem geistlichen Wachstum in Christus. Prüfungen und Schwierigkeiten, die uns aufregen, fördern unser geistliches Wachstum. Wenn Gott alle unsere Schwierigkeiten beseitigen würde, wäre unser Leben instabil und schwach, ähnlich wie ein Papierdrachen. Jakobus sagt: „Die Prüfung eures Glaubens bewirkt Geduld.“ In diesen Prüfungen werden wir durch die Segnungen dessen unterstützt, der seine Kinder in geistlicher Reife sehen möchte. Unglücke sind die Bremsen, die uns davor bewahren, in den Abgrund zu stürzen. Nashi Dni, 24\. März 2007, S. 7 ### Der tödliche Biss der Sünde URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-todliche-biss-der-sunde/ Last updated: 2026-05-15T12:27:19.000Z Sünde ist tödlich wie Schlangengift; nur Christus kann durch Glauben retten. _This post is for subscribers only._ ### Die Kraft des Liedes „Barmherziger Fels“ URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-des-liedes-barmherzige-fels/ Last updated: 2026-05-19T06:07:55.000Z „Das Brot des Lebens – das Wort Gottes, über das wir nie nachgedacht haben und nicht nachdenken – bietet Gott jedem umsonst an. Vor vielen Jahren begann ein junger Prediger seine Predigten in Dublin (Irland). Die Predigten hatten keinen Erfolg, und er zog von Ort zu Ort, um weiterhin die Errettung durch den Glauben an Jesus Christus zu verkünden. An einem Ort versammelte sich eine kleine Gruppe von Menschen. Auf den Aufruf zur Buße reagierte ein armer junger Mann. Nur einer! Nur einer! Dieser junge Mann war Augustus Toplady. Er hat die Welt nicht umgekrempelt, keine weltbewegende Entdeckung gemacht, keine ewige Maschine erfunden, aber er hinterließ eine Spur, die noch heute die Herzen der Menschen bewegt. Die von ihm geschriebenen Bücher sind in Vergessenheit geraten, seine Predigten vergessen. Er schrieb 133 christliche Hymnen. Auch sie überlebten ihn nicht viel länger. Hier muss jedoch eine Korrektur vorgenommen werden: 132 Hymnen überlebten ihn noch nicht viel länger. Nein, Augustus Toplady hat die Welt nicht umgekrempelt. Er starb, als er erst achtunddreißig Jahre alt war. Dennoch berührte er die Herzen von Millionen. Nehmen Sie ein Gesangbuch christlicher Hymnen, und Sie werden seinen Namen oben oder unten an der Hymne finden, die von vielen als die beste, beliebteste und am weitesten verbreitete angesehen wird – „Fels der Gnade“. Aus den Kriegsgebieten, von Krankenbetten, aus den Höhen und Tiefen gesegneter persönlicher Erfahrungen kamen Berichte über die Kraft, den Trost und die Freude, die beim Hören dieser Hymne empfangen wurden. Die Geschichte ihrer Entstehung ist folgende: Eines Tages, während eines heftigen Sturms, als der Regen in Strömen fiel, Blitze zuckten und ohrenbetäubender Donner ertönte, fand Toplady Zuflucht in einem Felsen. Dort, unter dem starken Eindruck des Geschehens, schrieb er diese Hymne. Dieser Felsen, der sich unweit von Bristol in England befindet, ist heute der zentrale Ort, an dem jährlich der Geburtstag von Toplady gefeiert wird – der vierte November. Die biblische Grundlage dieser Hymne findet sich an folgenden Stellen in der Bibel: 2\. Mose 33,22; die Deutung des Steins – 1\. Korinther 10,4; die Beschreibung der Kreuzigung Christi („kein Knochen soll ihm gebrochen werden“) – Johannes 19,33. Kritiker mehrerer Generationen haben jede Strophe der Hymne analysiert und nach möglichen literarischen Mängeln gesucht. Dennoch singen seit über anderthalb Jahrhunderten Menschen aller Klassen in allen Teilen der Welt in vielen Sprachen diese einfache, aber tiefgründige Botschaft in poetischer Form. Hier sind einige Beispiele dafür, wie diese Hymne die Herzen berührte, wie sie in verschiedenen Umständen zitiert und gesungen wurde. Gladstone, der große Staatsmann unter Königin Victoria, als er im Sterben lag und gefragt wurde, welches Lied er hören möchte, flüsterte: „Fels der Gnade gibt mir Rettung... Ich kam zu Dir, mein Gott! Ich war nackt, und Du hast mich bekleidet...“ Ein Zeitgenosse von Gladstone, Prinz Albert, liebte besonders die Worte der dritten Strophe dieser beliebten Hymne. Als auch er dem Ende seines Lebens nahe war, wiederholte er immer wieder: „Ich kam zu Dir, mein Gott! Ich war nackt, und Du hast mich bekleidet...“ „Sehen Sie,“ erklärte er, „ich hatte alles, was die Seele nur wünschen konnte: Reichtum, Ehre, Ruhm. Und doch, in einer so kritischen Stunde, wie unglücklich wäre ich gewesen, wenn dies das Einzige in dieser Welt gewesen wäre, worauf ich mich hätte verlassen können. Aber in den Augen Gottes war ich nackt und arm, und als ich zu Ihm kam, kleidete Er mich in die Gewänder der Gerechtigkeit. Ehre sei Ihm! Du hast mich im Blut gewaschen, ich bin in Deiner Liebe verborgen.“ Ein bekannter Sänger in England wurde in der Schlacht an der Marne während des Ersten Weltkriegs am Hals verwundet. Ihm stand eine Operation bevor. Der Chirurg warnte ihn, dass er die Fähigkeit zu sprechen verlieren würde. Als der Sänger diese für ihn tragische Aussage hörte, sagte er langsam: „Ich war zwanzig Jahre lang Sänger. Bald werde ich die Fähigkeit zu singen verlieren. Ich möchte ein letztes Mal singen.“ Die Anwesenden fragten sich, welches Lied er aus seinem umfangreichen Repertoire wählen würde. Dann begann er die schönen Worte der Hymne „Fels der Gnade“ zu singen: „Inmitten von Kummer und Not gibt Er mir Kraft...“ Einst, nach einem Grubenunglück in England, war eine beträchtliche Anzahl von Bergleuten in der Falle. Nach zweitägigen Rettungsarbeiten hörten die Retter eine schwache Stimme. Mit Hoffnung riefen sie: „Ist jemand am Leben?“ „Ja“, kam die schwache Antwort, „aber ich bin von einem Felsbrocken eingeklemmt.“ „Ist jemand bei dir?“ – „Ja, Jesus ist bei mir. Ich habe von Ihm aus der Hymne erfahren, die meine Mutter mich lehrte.“ Und er begann mit zitternder Stimme zu singen: Inmitten von Kummer und Not Gibt Er mir Kraft... Das waren seine letzten Worte. Als die Retter ihn nach einiger Zeit erreichten, war auf seinem erstarrten Gesicht ein Lächeln. Denn er war gegangen, um bei Dem zu sein, der lange Zeit sein Fels gewesen war. Ja, „Fels der Gnade“ wird in den Häusern der Reichen und Armen gesungen; diese Hymne wird von bekannten Sängern und Straßenmusikanten gesungen; sie wird an Krankenbetten in Krankenhauszimmern gesungen; diese hoffnungsvollen Worte werden über die Meereswellen getragen, wenn ein in Not geratenes Schiff langsam in den Fluten sinkt. Welches Lied werden Sie wählen, lieber Freund, wenn Sie Enttäuschung, Tragödie oder sogar dem Tod begegnen? Wir hoffen, dass Sie in einem solchen Moment auch im Glauben sagen können: Du hast mich im Blut gewaschen; Ich bin in Deiner Liebe verborgen... („God’s Revivalist“) Aus dem Englischen von Galina Mechontseva Page 6 Zum ersten Mal lesen wir über das „Fußwaschen“ in 1\. Mose 18,2-4: Abraham „hob seine Augen auf und schaute, und siehe, drei Männer standen ihm gegenüber. Als er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und verneigte sich zur Erde. Und er sprach: ‚Herr! Wenn ich Gnade vor Deinen Augen gefunden habe, geh nicht an Deinem Knecht vorüber. Man soll ein wenig Wasser bringen, und wascht eure Füße; und ruht euch unter diesem Baum aus. Ich will ein Stück Brot bringen, und ihr stärkt eure Herzen; danach mögt ihr weitergehen, da ihr an eurem Knecht vorübergeht.‘ Sie sagten: ‚Tu so, wie du gesagt hast.‘ Abraham hatte Knechte und Mägde, denen er befehlen konnte, die Füße der Fremden zu waschen. Als jedoch zwei dieser Fremden später nach Sodom kamen, bat Lot, Abrahams Neffe, sie eindringlich, zu ihm zu kommen, indem er sagte: ‚Meine Herren! Kommt in das Haus eures Knechtes und übernachtet, und wascht eure Füße, und steht am Morgen auf und geht euren Weg.‘ (1\. Mose 19,2) Lot hatte keine Knechte und Mägde, denen er befehlen konnte, die Füße der Fremden zu waschen, und obwohl er sich unwissentlich als ihr Knecht bezeichnete, hielt er es für erniedrigend, dies selbst zu tun. Und die Fremden verurteilten ihn nicht dafür. Laban, der den Hausverwalter Abrahams zu sich einlud, gab „Wasser, um seine Füße zu waschen, und die der Männer, die bei ihm waren.“ (1\. Mose 24,32) Etwa 500-600 Jahre nach Abraham, als ein Levit mit seiner Nebenfrau von einem alten Mann in Gibea Benjamin eingeladen wurde, „wuschen sie selbst ihre Füße und aßen und tranken.“ (Richter 19,21) Als David seine Diener zu Abigail sandte, um sie ihm zur Frau zu nehmen, war sie so erstaunt und geschmeichelt, dass sie „sich mit dem Gesicht zur Erde verneigte und sagte: Siehe, deine Magd ist bereit, eine Dienerin zu sein, um die Füße der Diener meines Herrn zu waschen.“ (1\. Samuel 25,41) Im jüdischen Talmud, der von 400 v. Chr. bis 450 n. Chr. zusammengestellt wurde und eine Sammlung von Gesetzen und Lehren über das religiöse, häusliche und gesellschaftliche Leben darstellt, bestehend aus Dutzenden von Bänden, gibt es eine Vorschrift über die Rechte und Pflichten eines hebräischen Sklaven: „Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst... lege ihm keine Sklavenarbeit auf“ (2\. Mose 21,2; 3\. Mose 25,39): er soll dem Herrn nicht die Füße waschen, die Schuhe anziehen, ihm die Kleidung ins Bad tragen, ihm keine Stütze beim Aufsteigen sein, ihn weder auf einer Bahre noch auf einem Stuhl oder einer Sänfte tragen, wie es Sklaven tun, denn es steht geschrieben in 3\. Mose 25,46: „Über eure Brüder, die Söhne Israels, sollt ihr nicht mit Härte herrschen“; aber es ist erlaubt, solche Arbeiten einem Sohn oder Schüler aufzuerlegen. Der Pharisäer, der Jesus zum Essen einlud, gab Ihm „kein Wasser für die Füße“, während die vom Pharisäer verurteilte Frau „mit Tränen Seine Füße benetzte und mit den Haaren ihres Hauptes abtrocknete.“ (Lukas 7,44) Wenden wir uns nun dem Fall zu, der in Johannes 13,14-15 aufgezeichnet ist. An diesem Tag hatten Petrus und Johannes viel gearbeitet, um das Passah vorzubereiten (Lukas 22,8-13). Was die anderen Jünger an diesem Tag taten, wissen wir nicht. Als der Abend kam, kam Jesus mit den zwölf Aposteln „in den großen, ausgestatteten Raum.“ Möglicherweise geschah zu Beginn das, was wir in Lukas 22,24 lesen: „Es entstand auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte gelten solle.“ Der Grund für den Streit könnte der Platz am Tisch gewesen sein. Schon zu Josephs Zeiten saßen die Juden selbst als Gäste „der Erstgeborene nach seinem Erstgeburtsrecht, und der Jüngste nach seiner Jugend“ (1\. Mose 43,33). Als alle sich gesetzt oder „niedergelegt“ hatten, bemerkte der Herr, dass der alte Brauch nicht eingehalten wurde – die Füße waren nicht vom Staub der Straße gewaschen. In Palästina wird das „Passah“ im Monat Aviv (der Ähren) gefeiert, d. h. zu Beginn des Sommers, wenn man barfuß oder in leichten Sandalen geht. Diejenigen, die darüber stritten, „wer von ihnen als der Größte gelten solle“, waren weit davon entfernt, einander die Füße zu waschen, denn von einer solchen Pflicht war sogar ein hebräischer Sklave befreit gewesen. Da zeigte der Herr Jesus „durch die Tat, dass Er, die Seinen, die in der Welt waren, liebend, sie bis ans Ende (d. h. bis zum äußersten Ende, bis zur äußersten Grenze) liebte.“ Anstatt einem oder dem anderen Jünger zu befehlen, aufzustehen und allen die Füße zu waschen (nach dem Talmud hatte der Lehrer das Recht dazu), stand Jesus selbst auf, „legte Sein Obergewand ab und nahm ein Handtuch und umgürtete sich; dann goss Er Wasser in das Becken und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Handtuch abzutrocknen, mit dem Er umgürtet war.“ (Johannes 13,4-5) Was die Jünger dabei fühlten, wird im Evangelium nicht erwähnt, aber es wirkte so stark auf Petrus, dass er protestierte: „Herr! Du sollst mir die Füße waschen?“ In seiner Erregung erklärte Petrus sogar: „Du sollst mir in Ewigkeit nicht die Füße waschen.“ Als Jesus jedoch sanft antwortete: „Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir“, warf sich Petrus in das andere Extrem: „Herr! Nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt“, und übergab sich ganz in die Verfügung des Herrn Jesus. Die anderen waren verwirrt und schwiegen. Sie erhielten eine anschauliche Lektion der größten Liebe und Demut. Dazu fügte der Herr eine sehr wichtige Lehre hinzu: „Wisst ihr, was ich euch getan habe? Ihr nennt mich Lehrer und Herr, und ihr sagt recht, denn ich bin es wirklich. Wenn nun Ich, der Herr und Lehrer, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen: denn Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr tut, wie Ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr, und der Gesandte nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn ihr dies wisst, selig seid ihr, wenn ihr es tut.“ (Johannes 13,12-17) Dieses Beispiel der Liebe und Demut des Herrn, wie vieles im Evangelium, ist im Laufe der Zeit Gegenstand von Diskussionen und Überlegungen geworden. Anstatt die ursprüngliche Lektion zu beherzigen, die der Herr an diesem Abend in einfachen Worten aussprach: „Wer unter euch der Größte ist, der sei wie der Geringste, und der Vorsteher wie der Dienende“ (Lukas 22,26), haben viele Christen aus dem Beispiel des Herrn ein Ritual gemacht – die „Fußwaschung“, die in der katholischen und orthodoxen Kirche am Gründonnerstag vollzogen wird, und in einigen evangelischen Kirchen vor dem Brotbrechen. „Jemandem die Füße zu waschen“ um der Form willen ist viel leichter, als mit Liebe zu seinen Brüdern zu stehen; man soll nicht durch Befehl oder Vorwürfe zum Handeln anregen, sondern durch sein eigenes Beispiel in Liebe und guten Werken. Selbst der am meisten „gewaschene“ und durch das Blut Christi gereinigte Mensch verstaubt seine Füße auf seinem Weg durch diese Erde, und der Apostel Johannes hat uns einen sehr wichtigen Rat hinterlassen: „Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so soll er bitten, und Gott wird ihm das Leben geben, nämlich denen, die nicht zum Tode sündigen.“ (1\. Johannes 5,16) Galina Mechontseva, in: God's Revivalist, in: Nashi Dni Nr. 1988, 26\. August 2006 ### Der kleine mutige Vogel URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kleine-mutige-vogel/ Last updated: 2026-05-15T12:27:28.000Z Ein Vogel trotzt dem Sturm, wie Christen dem Tod trotzen, dank der Auferstehung Christi. _This post is for subscribers only._ ### Der reiche Jüngling URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-reiche-jungling/ Last updated: 2026-05-15T12:27:31.000Z Ein reicher Jüngling scheitert an der Liebe zu seinem Besitz und verpasst das Himmelreich. _This post is for subscribers only._ ### Der verlorene Sohn und die freie Entscheidung URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-verlorene-sohn-und-die-freie-entscheidung/ Last updated: 2026-05-15T12:27:35.000Z Der verlorene Sohn kehrt aus freiem Willen heim und wird vom Vater mit offenen Armen empfangen. Gott zwingt niemanden zur Umkehr. _This post is for subscribers only._ ### Die Lektion der Sparbüchse URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-lektion-der-sparbuchse/ Last updated: 2026-05-15T12:27:37.000Z „Lernt zu leben!“, ermahnte die Ton-Sparbüchse ihre Mitbewohner im Haus. „Seht mich an: Ich habe eine angesehene Position, tue nichts und das Geld strömt nur so herein.“ Doch egal, wie viel Geld in die Sparbüchse geworfen wurde, es schien ihr nie genug zu sein. „Noch ein Fünfcentstück!“, klirrte sie. Eines Tages, als die Sparbüchse bereits voll war, versuchte man, noch eine weitere Münze hineinzustecken. Die Münze passte nicht, und die Sparbüchse war besorgt, dass dieses Geld nicht ihr gehören würde. Doch der Besitzer entschied anders: Er nahm einen Hammer und... In einem Augenblick verlor die Sparbüchse sowohl das Geld als auch ihre angesehene Position: Von ihr blieben nur Scherben übrig. Nashi Dni Nr. 1925, 14\. Mai 2005 ### Die Bekehrung von Charles Finney URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bekehrung-von-charles-finney/ Last updated: 2026-05-15T12:27:40.000Z Charles Grandison Finney wurde am 29\. August 1792 in der kleinen Stadt Warren, Connecticut, geboren. Sein Vater, Sylvester Finney, war ein Landwirt. Zu jener Zeit war George Washington Präsident der Vereinigten Staaten, und die Union umfasste nur 15 Staaten. Charles wurde in einer nicht-christlichen Familie geboren. Er hatte nie gehört, dass jemand in ihrem Haus betete. Er kaufte und las die Bibel erst, als er 29 Jahre alt war und Student an der Universität war. Charles' Vater interessierte sich mehr für Romane als für die Bibel. Er benannte Charles sogar nach einem Helden aus einem der Romane, Charles Grandison. Als Charles zwei Jahre alt war, zogen seine Eltern von Connecticut nach New York. Dies half ihm jedoch nicht, eine christliche Erziehung zu erhalten. Charles hatte immer noch nichts vom Evangelium Jesu Christi gehört. Er besuchte fleißig die Schule und lernte gut. Als er sechzehn Jahre alt war, galt er bereits als gebildeter junger Mann seiner Zeit, weshalb er die Schule verließ und Lehrer wurde. Zu dieser Zeit hörte er das Evangelium nur gelegentlich, wenn er irgendwohin reiste oder ein wandernder Evangelist in seine Gegend kam. Bald wurde in der Nähe ihrer Farm ein Gebetshaus gebaut. Ein Pastor kam in ihre Siedlung, aber genau zu dieser Zeit zog die Familie Finney erneut um. In dieser Zeit begann sich Charles für Musik zu interessieren. Er lernte Noten lesen, singen und spielte Geige und Cello. Er kaufte ein Cello und wurde bald ein herausragender Musiker. Im Alter von 20 Jahren kehrte er nach Warren zurück, wo er geboren wurde, und beschloss, Anwalt zu werden. Er nahm die notwendigen Bücher von einem befreundeten Anwalt und begann mit großem Eifer zu studieren. Nach zwei Jahren intensiven Studiums eröffnete er eine Anwaltskanzlei. Eines Tages besuchte George Gale, der Pastor der presbyterianischen Kirche, Finneys Anwaltsbüro. Er lud ihn in die Kirche ein und bot ihm sogar an, den Chor zu leiten. Charles war an dem Angebot des Pastors interessiert, da er Musik liebte. Während er Jura studierte, stieß Charles oft auf Verweise auf biblische Gesetze. Und je mehr er die Bibel las, desto mehr wollte er sie lesen und desto häufiger besuchte er die Kirche. Bald erkannte er, dass er nicht in den Himmel kommen würde, wenn er plötzlich sterben müsste. Er sprach oft mit dem Pastor und hörte jede Woche seine Predigten, während er darüber nachdachte, ob die christliche Religion für ihn geeignet sei. Da er in seiner Kindheit keine geistliche Erziehung erhalten hatte, fiel es ihm schwer, all das zu glauben, was er über den Herrn hörte. Zwei Jahre lang studierte er die Bibel und nutzte jede Gelegenheit dazu. Er begann, spezielle Gebetstreffen zu besuchen, die in ihrer Kirche abgehalten wurden. Immer mehr erkannte er, dass er ein Sünder war. Eines Abends, als er ernsthaft darüber nachdachte, kniete er nieder und betete: „Herr, ich verspreche, Dir mein Herz zu geben.“ Es war ein aufrichtiges Gebet, aber er zögerte immer noch, seine Buße zu tun. Während er weiterhin die Bibel las, entdeckte er, dass sein Herz voller Stolz war. Er bemerkte, dass er Angst hatte, dass ihn jemand sehen könnte, wenn er betete oder die Bibel las. Wenn er betete, verschloss er immer das Schlüsselloch mit Papier, damit niemand ihn hören konnte. Wenn jemand anklopfte, während er las, schloss er hastig die Bibel mit juristischen Büchern, weil er nicht wollte, dass jemand wusste, dass er das Wort Gottes studierte. Eines Tages, als er in seinem Büro umherging, hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach: „Worauf wartest du? Hast du nicht versprochen, Gott dein Herz zu geben? Oder versuchst du, dir das Heil zu verdienen?“ Charles Finney hielt inne und dachte über diese Worte nach. In diesem Moment erkannte er, dass er versuchte, den Himmel durch seine Werke zu erreichen, während der Herr Jesus schon lange zuvor sein Leben auf Golgatha hingegeben hatte, auch für ihn persönlich. Am nächsten Tag ging er nicht in sein Büro, sondern in den Wald. Er war schon oft dort spazieren gegangen, aber jetzt ging er, um zu beten. Er wollte fern von allen sein, in der Einsamkeit mit Gott. Doch selbst im Wald fiel es ihm schwer zu beten. Jedes Mal, wenn er das Rascheln der Blätter hörte, schien es ihm, als käme jemand, und er öffnete sofort die Augen und hörte auf zu beten. Plötzlich erkannte er, dass er sich mehr darum sorgte, dass ihn niemand sah, als darum, dass der heilige Gott ihm seine Sünden vergab. Er erinnerte sich an einen Vers aus der Schrift, den er kürzlich gelesen hatte: „Und ihr werdet zu mir rufen und hingehen und zu mir beten, und ich werde euch erhören; und ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet.“ (Jer. 29:12,13) Er fiel erneut auf die Knie und betete inbrünstig: „Herr, ich nehme Dich beim Wort!“ Das Wort Gottes sagt, dass, wenn ein Sünder von ganzem Herzen zu Gott ruft, Er ihn erhören wird. Zweifellos rief Charles von ganzem Herzen zu Gott. In einem Augenblick erfüllte ihn ein Gefühl des Friedens. Nun wusste er, dass Gott ihm seine Sünden vergeben hatte. Als er in sein Büro kam, nahm er das Cello und begann, die Evangeliumslieder zu spielen und zu singen, die er kannte. Plötzlich begann er zu weinen. Er wollte aufhören, konnte aber nicht. An diesem Tag hatte er Gott getroffen, und sein Leben hatte sich vollständig verändert. Am nächsten Morgen erzählte Charles seinem Partner, was in seinem Leben geschehen war und was Christus für ihn getan hatte. Jener war äußerst überrascht, aber zwei oder drei Tage später nahm auch er Jesus Christus als seinen Erlöser an. Eines Tages erinnerte sich Charles Finney daran, dass er dem Herrn vor einigen Monaten ein Versprechen gegeben hatte: „Wenn ich jemals gerettet werde, werde ich das Evangelium predigen.“ Zwei Jahre lang war er ein guter Anwalt gewesen, aber nun schien sein Interesse an der Jurisprudenz zu schwinden. Gott zeigte ihm, dass er ein Evangelist werden sollte. Er begann, den verschiedensten Menschen von Jesus zu erzählen, und viele von ihnen wandten sich dem Herrn zu. Auch die Nachbarn bemerkten die Veränderung in seinem Leben. Seine Arbeit in der Kirche mit Pastor George Gale wurde ebenfalls erfolgreicher. Nach einiger Zeit beschloss Charles Finney, seine Verwandten zu besuchen und mit ihnen über das Heil zu sprechen. Innerhalb weniger Tage führte er seinen Vater, seine Mutter und seinen Bruder zum Herrn. Während der Tage, die er in seiner Heimatstadt verbrachte, sprach er mit vielen Menschen über ihre Seelen. Gott segnete sein Zeugnis, und bald begann in der örtlichen Kirche eine Erweckung. Viele wurden gerettet. Finneys Freunde, die sahen, dass Gott ihn gebrauchte, wollten ihn auf eine Bibelschule schicken. Aber er wollte das nicht und bat seinen Pastor, George Gale, ihm zu helfen, die Schrift zu studieren. Er schrieb seine Predigten nie auf. Er wusste immer in seinem Herzen, was er sagen wollte, und sprach es immer einfach und direkt aus. Charles war zweiunddreißig Jahre alt, als er die schöne Christin Lydia Andrews heiratete. Eines Tages predigte Charles Finney in einem kleinen Dorf und bemühte sich, den Menschen zu erklären, warum sie Christen werden sollten. Am Ende des Gottesdienstes rief er alle zur Buße auf und bat diejenigen, die Jesus annehmen wollten, aufzustehen. Doch dann formulierte er den Aufruf anders. Er bat nur diejenigen, die Jesus Christus nicht annehmen wollten, sitzen zu bleiben, während er die anderen bat, aufzustehen. Die Anwesenden schauten sich verärgert an, blieben aber sitzen. Finney erkannte, dass sie alle verloren waren, und sagte es so: „Ihr habt eure Wahl getroffen. Ihr habt Christus und sein Evangelium abgelehnt.“ Die Menschen waren so verhärtet, dass sie aufstanden und die Versammlung verließen. Als sie weggingen, sagte Finney: „Es tut mir leid um euch. Wenn es dem Herrn gefällt, werde ich morgen Abend noch einmal zu euch predigen.“ Alle gingen, außer einem älteren Diakon. Als das Gebäude leer war, sagte der Diakon: „Bruder Finney, ich glaube, dass Sie das Richtige getan haben, und jetzt müssen wir die Ergebnisse sehen.“ Charles und dieser Diakon beschlossen, den ganzen nächsten Tag im Gebet zu verbringen, wobei sie vereinbarten, bis zum Mittag getrennt zu beten und nach dem Mittagessen bis zum Abendgottesdienst gemeinsam zu beten. Die Menschen, die die Versammlung verließen, waren so unzufrieden mit seinem Aufruf, dass Finney nicht wusste, ob sie am nächsten Abend zum Gottesdienst kommen würden. Am Abend, als sie mit dem Diakon aus dem Wald zurückkehrten, wo sie gebetet hatten, sahen sie, dass die Kirche überfüllt war. An diesem Abend wurden im Gottesdienst keine Hymnen gesungen und keine Ankündigungen gemacht. Charles Finney begann sofort mit der Predigt. Er sah, wie Gott während des Gottesdienstes zu den Menschen sprach und sie sein Wort annahmen. Anstatt einen Aufruf zu machen, beendete er den Gottesdienst. Bis spät in die Nacht kamen die Menschen zu Charles und baten ihn, für sie zu beten. Eine Erweckung begann. Viele wurden gerettet, und der Herr segnete Finneys Dienst. In einer anderen Gegend, nicht weit von diesem Dorf entfernt, geschah dasselbe. Nach der Predigt wandte sich fast die gesamte Bevölkerung dem Herrn zu. Nachdem er in vielen Dörfern des Staates New York Versammlungen abgehalten hatte, erwarb sich Charles Finney den Ruf eines bekannten Evangelisten. Eines Tages, als er eine Fabrik betrat, hielt er an und sprach mit einer jungen Frau, die dort arbeitete. Nach wenigen Sekunden weinte sie und bekannte ihre Sünden vor Gott. Dann kamen die Arbeiter einer nach dem anderen zu Finney und fragten, wie sie das Heil erlangen könnten. Als der Fabrikbesitzer sah, was geschah, sagte er: „Stoppt die Maschinen. Die Rettung unserer Seelen ist viel wichtiger als die Arbeit.“ Alle Maschinen wurden gestoppt, und die Arbeiter versammelten sich in einem Saal, um Finneys Predigt zu hören. Innerhalb weniger Tage kamen fast alle Arbeiter dieser Fabrik zu Jesus Christus und wurden gerettet. Finney hatte die Gelegenheit, den Holzfällern zu predigen, die in jener Gegend arbeiteten. Viele von ihnen nahmen Christus als ihren Erlöser an. Als sie nach Hause fuhren, erzählten sie ihren Familien und Freunden, was Christus für sie getan hatte. Dort gab es weder Schulen noch Kirchen, aber die Holzfäller bezeugten allen, die in ihrer Gegend lebten. Zwei Jahre später hielt Charles Finney einen Gottesdienst in der Nähe der Siedlung der Holzfäller ab. Einige von ihnen kamen zu ihm und baten um Hilfe, einen Pastor für die Kirche zu finden. Sie sagten dem Evangelisten, dass sich nach seiner Predigt etwa fünftausend Menschen zu Gott bekehrt hatten. Gott benutzte das Zeugnis der Holzfäller, die sich nach Finneys Predigt bekehrt hatten, und in der Gegend entbrannte eine beispiellose Erweckung, obwohl es dort keinen einzigen Pastor gab. Überall, wohin Finney auch kam, begann eine echte Erweckung. Er predigte einfach und zurückhaltend, so wie er es gelernt hatte, als er Anwalt war. Und der Heilige Geist überführte die Menschen ihrer Sünden. Im Jahr 1875, an einem Sonntagabend, endete das Werk von Charles Finney. Stehend in der Nähe der Kirche, hörte er den Gesang des Chores und versuchte sogar, ein wenig mitzusingen. In diesem Moment erlitt er einen Herzinfarkt, und der Herr nahm ihn zu sich. Gott gebrauchte C. G. Finney auf besondere Weise, um eine Erweckung im ganzen Land zu beginnen. Hunderte und Aberhunderte von Menschen wurden gerettet, weil Charles Finney seinem Versprechen treu blieb: „Wenn ich jemals gerettet werde, werde ich das Evangelium predigen.“ Ruth Johnson (Mit Kürzungen) Nashi Dni Nr. 1995, 14\. Oktober 2006 ### Die Bedeutung der Hingabe an den Heiligen Geist URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bedeutung-der-hingabe-an-den-heiligen-geist/ Last updated: 2026-05-16T15:00:14.000Z Jeder Christ sollte sich selbst fragen. Denn Gott hat dazu das Recht, wenn Sie Christus wirklich in Ihr Herz als Ihren Erlöser aufgenommen haben und der Heilige Geist Sie in seine Familie – seine Kirche – getauft hat. Ein Kirchenkomitee entschied über die Einladung des bekannten Evangelisten des 19\. Jahrhunderts, D. L. Moody, um in seiner Stadt evangelistische Versammlungen abzuhalten. Während der Sitzung wurden jene evangelistischen Versammlungen besprochen, bei denen Moody früher gepredigt hatte. Eines der Komiteemitglieder war wahrscheinlich gegen die Einladung Moodys. Er stand auf und sagte: „Hat Bruder Moody den Heiligen Geist monopolisiert, sodass Sie Ihre Aufmerksamkeit nur auf ihn richten?“ Ein anderes Komiteemitglied stand auf und sagte: „Nein, im Gegenteil: Der Heilige Geist hat Bruder Moody monopolisiert, und deshalb erreicht sein Wort die Herzen der Zuhörer.“ Wie wichtig ist es nicht nur für den Prediger, sondern auch für jeden Christen, ein Werkzeug in Gottes Händen zu sein, damit Er sich unserer nach seinem Ermessen bedienen kann. Nashi Dni Nr. 1912, 12\. Februar 2005 ### Die Rettung Lots und die Barmherzigkeit Gottes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-rettung-lots-und-die-barmherzigkeit-gottes/ Last updated: 2026-05-15T12:27:46.000Z „Und Abraham stand früh am Morgen auf und ging an den Ort, wo er vor dem Angesicht des Herrn gestanden hatte. Und er schaute hin nach Sodom und Gomorra und auf das ganze Gebiet der Umgebung und sah: siehe, Rauch stieg von der Erde auf, wie der Rauch aus einem Ofen. Und es geschah, als Gott die Städte dieser Umgebung vernichtete, da gedachte Gott an Abraham und führte Lot aus der Mitte der Vernichtung, als er die Städte umstürzte, in denen Lot wohnte.“ (1\. Mose 19:27-29) Abraham kehrte an seinen Ort zurück, nachdem er für Sodom Fürbitte gehalten hatte. Er dachte sicherlich, dass Sodom nun gerettet sei; denn Gott hatte ihm versprochen, die Städte zu verschonen, wenn sich darin auch nur zehn Gerechte fänden. Am nächsten Tag ging er wieder dorthin, wo er am Vortag vor Gott gestanden und mit Ihm über Sodom gesprochen hatte. Aber was war das? Über dem ganzen Gebiet hing dichter Rauch. Dort, wo Sodom und Gomorra gewesen waren, wo einst das Bild eines friedlichen Lebens war, hing nun dichter Rauch, wie nach einem großen Brand. Was war geschehen? Die beiden Engel kamen nach Sodom und gingen auf Lots Bitte zu ihm. Doch kaum hatte sich das Gerücht von den fremden Ankömmlingen in der Stadt verbreitet, da versammelten sich alle Männer Sodoms, jung und alt, und forderten ihre Herausgabe, um sich an ihnen zu vergehen. Lot wusste nicht, wie er aus dieser Lage herauskommen sollte, und bot seine beiden Töchter an, um die Gäste zu schützen. Da traten die Bewohner mit Beleidigungen an ihn heran und hätten ihn beinahe geschlagen. Was wäre mit Lot geschehen, wenn die Engel ihn nicht ins Haus geführt hätten? Die ganze Nacht tobte das Volk um Lots Haus. So bestätigte die Geschichte dieser Nacht den Beweis, dass das bevorstehende Gericht, das Gott zu vollziehen gedachte, nicht übermäßig streng war. Doch selbst während des Gerichts beabsichtigte Gott, Gnade zu erweisen. Die Engel sagten zu Lot: „Wer ist noch bei dir hier? Schwiegersöhne, Söhne, Töchter und wer auch immer bei dir in der Stadt ist, führe sie alle aus diesem Ort hinaus. Denn wir werden diesen Ort vernichten...“ Da ging Lot zu seinen Schwiegersöhnen und berichtete ihnen, was die Stadt erwartete. Doch sie verspotteten ihn. Alle Bitten und Überredungen waren vergeblich – sie lachten. Er musste unverrichteter Dinge zurückkehren. Inzwischen dämmerte es bereits. Es schien ein schöner Tag zu werden. Da begannen die Engel, Lot zu drängen, die Stadt zu verlassen, damit er nicht im Gericht umkäme, das bald über die Stadt hereinbrechen würde. Doch Lot zögerte. Was sollte er mitnehmen? Was einpacken? Er konnte nicht von hier weggehen und all sein Hab und Gut zurücklassen. Damit waren all seine Erinnerungen verbunden, und es war ihm so teuer. Wie konnte er alles zurücklassen?! So verging die Zeit. Schließlich nahmen die Engel ihn und seine Hausgenossen bei der Hand und führten sie mit Gewalt aus der Stadt. Sie befahlen ihnen, nicht stehen zu bleiben und sich nicht umzusehen. Doch für Lots Frau war das unmöglich. Ihr Herz blieb in Sodom. Es war an das Eigentum gebunden, das sie zurückgelassen hatten. Sie schaute zurück und sah, wie Feuer und Schwefel mit Getöse vom Himmel auf die unglückliche Stadt fielen. Ihr Herz erstarrte, und sie wurde zu einer Salzsäule, die bis heute am Ufer des Toten Meeres steht, um alle daran zu erinnern, wie man dem Gericht Gottes entgeht. Zerschlagen, gebeugt, sitzt Lot in der Höhle von Zoar. Hinter ihm liegt ein verdorbenes, verlorenes Leben, verloren durch eigene Schuld. Wie anders wäre sein Leben verlaufen, wenn er den Spuren Abrahams gefolgt wäre, wenn er sein Leben wirklich und vollständig dem Herrn übergeben hätte! Nun war alles unwiderruflich verloren... Einst lag ein Mann auf dem Sterbebett. Er bereute in den letzten Stunden. Traurig schaute er auf seine Hausgenossen, die um das Bett standen, und sagte dann: „Ich sterbe gerettet, aber ich freue mich nicht, denn ich habe mein ganzes Leben verloren. Wie viele schlechte Beispiele habe ich gegeben! Wie viele Sünden habe ich in meinem Leben begangen! Auch war ich ein Hindernis auf eurem Weg. Keiner von euch ist gerettet. Nun bleibt mir nur ein Wunsch: Eilt und rettet eure Seelen!“ So war es auch mit Lot. Das ganze Leben war verloren, brachte dem Herrn keine Frucht. Wie wunderbar war es, dass der Herr dennoch an ihn dachte und ihn rettete! Ja, groß und wunderbar ist die rettende Gnade unseres Herrn! Sie offenbart sich auch im Gericht. „Und es geschah — lesen wir —, als Gott die Städte dieser Umgebung vernichtete, da gedachte Gott an Abraham und führte Lot aus der Mitte der Vernichtung, als er die Städte umstürzte, in denen Lot wohnte.“ Wunderbar, wie Gottes Gnade sich um jeden Einzelnen kümmert. Er vergisst niemanden. Er übersieht niemanden. Im sündigen Sodom achtete Er auf Lot, obwohl dieser geistlich traurig aussah. Er kam zu ihm und führte ihn aus dem Verderben. So wirkt immer die Gnade Gottes. Sie rettet, wenn man gerettet werden will. Sie bemüht sich, sie zieht an, sie strebt mit großer Langmut zu jeder einzelnen Seele. Hat Gott nicht auch so an dir gearbeitet? Zweifellos! Aber bist du schon aus dem „Sodom“ der Welt herausgekommen? Oder muss Er dich noch rufen: „Eile und rette deine Seele, und schaue nicht zurück“? Ähnlich wie das Gericht über Sodom und Gomorra vollzog sich das Gericht auch über unser Volk und Land. Haben wir es nicht verdient? Und herrschen nicht die Sünden Sodoms unter uns? Werden heute die Gebote Gottes nicht als veraltet angesehen? Das Gericht Gottes ging über uns. Das haben wir schwer und schmerzlich gespürt. Doch auch in diesem Gericht war die Gnade Gottes sichtbar. Wenn dies über das ganze Volk geschah, so hat Gott einige nicht vergessen. Wie damals Gott an Lot dachte, als er Sodom vernichtete, so denkt Er auch jetzt an jede Seele und sucht die Möglichkeit, sie vor dem Verderben zu retten. Und zur Zeit des Gerichts hat Gott die Absicht, zu verschonen. Bist du schon gerettet? Oder sprichst du wie die Leute Sodoms? Handelst du wie die Bewohner Sodoms? Heute ist diese Gefahr besonders groß. Wir sind von Sodom umgeben. Die Luft, die wir atmen, ist voller Bazillen der Sünde. Man muss sich bestimmt und klar von Sodom absondern. Beeile dich, einen völligen Bruch zu vollziehen: DER HERR IST NAHE! Wie es in den Tagen Lots war, so ist es auch heute in der Welt. Der Herr sagt: „Sie aßen, tranken, kauften, verkauften, pflanzten, bauten, aber an dem Tag, an dem Lot aus Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichtete alle: so wird es auch an dem Tag sein, wenn der Menschensohn erscheint“ (Lukas 17:28-30). Die Menschen denken an das Irdische. Materialismus, der Geist dieses Lebens, breitet sich immer mehr aus. Für Gott gibt es keinen Platz mehr in den Gedanken und im Leben der modernen Menschen. Für sie spielt Er keine Rolle mehr. Über Ihn wird gespottet. Sein Name wird gedankenlos erwähnt, aber im Herzen glaubt man nicht an Ihn. Seine Gebote kennt man nicht. Das Gericht über die Welt naht unaufhaltsam. Deshalb, lieber Freund, denke ernsthaft nach. Gott hat noch Gnade. Er wünscht, dich zu retten. Er ruft noch, Er bittet noch. Aber wie lange? Verwirf Ihn nicht! Verbirg dich in Christus und du wirst in Sicherheit sein. Ob das Gericht jetzt hereinbricht oder in der Zukunft kommt, wenn du mit Jesus bist, – du bist in Sicherheit, jetzt und in der Ewigkeit. Deshalb komm, solange die Zeit der Gnade ist, solange das Gericht zögert, solange Er dich sucht. Nashi Dni Nr. 1912, 12\. Februar 2005 ### Der Blinde und sein Glaube URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-blinde-und-sein-glaube/ Last updated: 2026-05-15T12:27:49.000Z Ein Blinder saß am Wegesrand und rief: 'Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner.' Jesus antwortete: 'Geh, dein Glaube hat dich gerettet.' Die Geschichte dieses Blinden zeigt das Elend des Sünders und sein wunderbares Heil. Vor unseren Augen liegt unbeschreibliches Elend und unaussprechliches Glück. Betrachten wir diese Geschichte und sehen wir zunächst das große Elend. Das Unglück kam nicht allein, es hatte ein Kreuz mit vier Enden, die das Elend des Sünders symbolisieren. Er war blind, sah weder sein jämmerliches Gesicht noch seinen Retter. Er war auch arm und konnte sein elendes Dasein nur durch Almosen fristen. Er war verlassen und hatte keine Freunde; nicht einmal einen Führer hatte er. Er war obdachlos, saß am Wegesrand, ohne Zuhause. In einer solchen Lage befindet sich auch der Sünder. So elend hat uns die Sünde gemacht. Dann sehen wir seine jämmerliche Beschäftigung, sein Betteln. Ein Bettler hat keine wertvollen Dinge, nur Kupfermünzen, die ihm für seine dringendsten Bedürfnisse gegeben werden. Der Sünder bittet um Almosen von seinem Verstand, von der Wissenschaft, von seinen guten Taten, dann von weltlichem Ruhm, von Vergnügungen oder sogar von den Begierden der Sinne und des Fleisches in seinem sündhaften Leben. Mancher bittet gerne um Almosen von äußerem Gottesdienst und christlichen Formen. Aber er erhält nichts wirklich Wertvolles, nur abgenutzte Kupfermünzen. Doch diese Geschichte zeigt uns auch, dass dieser Blinde sein jämmerliches Dasein erkannte und sein Verlangen ging weiter als nur bis zum Betteln. V.E. Biderwolf, in: Nashi Dni Nr. 1912, 12\. Februar 2005 ### Die Botschaft der Sterne URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-botschaft-der-sterne/ Last updated: 2026-05-15T12:27:52.000Z O Sterne! Wie viel habt ihr in eurem Leben gesehen! Ihr habt freundlich gefunkelt, als die Krone der Schöpfung – der Mensch – aus der Hand des großen Schöpfers hervorging. Ihr wart Zeugen des großen Geheimnisses: der Erschaffung Evas aus der Rippe Adams. Ihr wünschtet dem ersten Paar Glück und langes Leben, aber euer Wunsch erfüllte sich nicht: Ihr saht sie, wie sie nach dem Sündenfall aus dem Paradies vertrieben wurden. Ihr saht ihre Nachkommen, die sich immer weiter vom Paradies entfernten. Ihr saht, wie sich die Blicke der Menschen allmählich vom Himmel abwandten und sich auf die Erde und ihre Interessen richteten; sie vergaßen den Himmel und die Sterne. Doch auf dieser sündigen Erde erklang das prophetische Wort über das Kommen des Messias – Christus: „Ein Stern geht auf aus Jakob“ (4\. Mose 24:17). Seitdem richteten viele Männer Gottes ihre Blicke auf euch, Sterne, in Erwartung des Erscheinens dieses Morgensterns und des Anbruchs eines neuen Tages. Wie quälend war die Zeit des Wartens. „Wächter! Wie lange noch bis zum Morgen? Wächter! Wie lange noch bis zum Morgen? Der Wächter antwortet: Der Morgen naht, aber es ist noch Nacht“ (Jesaja 21:11-12). „Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen“ (Psalm 130:6). Doch endlich, im Osten, erstrahlt der verheißene Stern. Diejenigen, die warteten und zum Himmel schauten, sahen ihn zuerst. Aber wo ist der Messias? Wo ist der, der die Türen des Paradieses wieder öffnen wird, der selbst zur Tür wird? Der Stern verkündete nicht nur die Geburt des Erlösers, sondern führte die Wahrheit-Suchenden zu der Krippe in Bethlehem. Wer zuerst kam, wissen wir: die Hirten und die Weisen aus dem Osten. Wie jubelten die Sterne in der Weihnachtsnacht, als sie die Lobgesänge der Engel hörten: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!“ (Lukas 2:14). Wie sehr wollten sie vom Himmel herabsteigen, um den zu sehen, den „der Himmel und die Himmel der Himmel nicht fassen können“ (1\. Könige 8:27), der nun in der Gestalt des Menschensohnes Fleisch geworden ist. Wie unähnlich war das neugeborene hilflose Kind dem Erstgeborenen, der einst von Gott in das Universum eingeführt wurde, als ihm alle Engel Gottes huldigten (Hebräer 1:6), „bei allgemeinem Jubel der Morgensterne, als alle Söhne Gottes (Engel) vor Freude jauchzten“ (Hiob 38:7). Das Geheimnis der göttlichen Vorsehung umgab die Krippe in Bethlehem. Es umgibt auch jetzt das ganze Universum, wo die vielfältige Weisheit Gottes, unsichtbar für das fleischliche Auge, die Braut – die Kirche – für den in Bethlehem geborenen eingeborenen Sohn Gottes schafft. Dieselben Sterne, die einst die Vertreibung des ersten Adams und Evas aus dem Paradies sahen, werden die Erfüllung der Eva gegebenen Verheißung sehen. Sie werden sehen, wie der „letzte Adam“ (1\. Korinther 15:45) – der eingeborene Sohn Gottes – seine Braut – die Kirche – in das Paradies entrückt, die er mit dem Preis seines heiligen Blutes, seines Opfers, erworben hat (Apostelgeschichte 20:28). Wie sie einst den ersten Adam sagen hörten: „Das ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch“ (1\. Mose 2:23), so werden sie ähnliche Worte aus dem Mund des letzten Adams hören, wenn er seine Braut vor dem Vater und seinen heiligen Engeln bekennt (Markus 8:38; Matthäus 5:30). Leser, wohin sind deine Blicke gerichtet? Auf der Erde wirst du nichts als Ungerechtigkeit, Kummer und Tränen sehen. Aber blicke zum Himmel: Der Stern von Bethlehem leuchtet schon lange und verkündet, dass Gott Wohlgefallen an den Menschen gefunden hat. Wohlgefallen an dir, nicht an deinen Sünden, nicht an deiner verdorbenen Natur, sondern an dir, als Krone seiner Schöpfung, die einst wegen des Vergehens des Schöpfers entthront wurde, aber nun durch das wunderbare Kind versöhnt ist, dessen Geburt wir feiern. Blicke zum Himmel: Dort leuchten die Sterne. Die Sterne rufen uns zu sich. Gott spricht: Dort ist das heilige Vaterland! Bewohner der Erde, o glaube und komm! Mit diesen Worten grüßen wir alle unsere lieben Leser, gratulieren zu diesem wunderbaren, hellen Fest und wünschen Frieden und Freude in Christus. K. Kok K. Kok, in: Nashi Dni Nr. 1956, 31\. Dezember 2005 ### Der Hirte und die Grube URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-hirte-und-die-grube/ Last updated: 2026-05-15T12:27:55.000Z Ein Hirte lässt seine Herde in einer Grube verhungern. Die Geschichte mahnt, geistliche Nahrung statt Einschränkungen zu bieten. _This post is for subscribers only._ ### In den Fußstapfen der Eltern URL: https://www.beispielgeschichte.de/in-den-fussstapfen-der-eltern/ Last updated: 2026-05-16T15:00:17.000Z Ein Mann, etwa 40 bis 45 Jahre alt, kam in das Dorf N., klopfte an eine Hütte und sagte den Bewohnern, die ihm öffneten: „In meiner frühen Kindheit lebte ich mit meinen Eltern in diesem Haus. Als ich 6 Jahre alt war, verlor ich meinen Vater, und einige Jahre später starb auch meine Mutter. Zunächst nahm mich meine Tante in Pflege, aber während der Hungersnot konnte sie mich nicht mehr ernähren und gab mich in ein Waisenhaus. An meinen Vater erinnere ich mich kaum. Aber das Bild meiner Mutter habe ich gut in Erinnerung. Ich erinnere mich oft daran, wie sie am Herd kochte, wie sie durch die Zimmer ging und sauber machte. Ich bitte Sie sehr, erlauben Sie mir, dorthin zu gehen, wo einst die Füße meines Vaters und meiner Mutter traten.“ Und er betrat das Haus und ging mit größter Ehrfurcht durch die Zimmer, nachahmend den Gang seiner Mutter. Oh, wenn doch die Kinder des Himmlischen Vaters mit derselben Ehrfurcht Ihm in Gedanken, Gefühlen und Taten nachahmen könnten! Er „hat uns ein Beispiel hinterlassen, damit wir in seinen Fußstapfen wandeln“ (1Petr. 2:21). V. Kuzmenkov, in: Nashi Dni Nr. 1956, 31\. Dezember 2005 ### Die Bekehrung eines ehemaligen Verfolgers URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bekehrung-eines-ehemaligen-verfolgers/ Last updated: 2026-05-15T12:28:01.000Z Ein ehemaliger Verfolger von Christen bekehrt sich im Gefängnis und erzählt seine Geschichte der Umkehr. _This post is for subscribers only._ ### Die Rückkehr des verlorenen Sohnes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-ruckkehr-des-verlorenen-sohnes-4/ Last updated: 2026-05-15T12:28:04.000Z Apostel Johannes rettet einen jungen Mann, der zum Räuber wurde, und bringt ihn zurück zur Kirche. _This post is for subscribers only._ ### Der Ingenieur und das Gebet URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-ingenieur-und-das-gebet/ Last updated: 2026-05-15T12:28:08.000Z Ein Ingenieur verliert seinen Job, sucht Gottes Führung und findet eine bessere Stelle. Er lernt, sich geistlich und beruflich zu verbess… _This post is for subscribers only._ ### Der reiche, aber törichte Onkel URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-reiche-aber-torichte-onkel/ Last updated: 2026-05-15T12:28:27.000Z Ein reicher Mann plant ohne Gott, stirbt plötzlich und zeigt, dass äußerer Erfolg ohne Weisheit wertlos ist. _This post is for subscribers only._ ### Der enttäuschte Seemann URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-enttauschte-seemann/ Last updated: 2026-05-15T12:28:30.000Z Ein armer Mann lebte sein ganzes Leben lang inmitten von Sümpfen und Wäldern. Er hatte nie das Meer gesehen, und ohne es zu sehen, hatte er das Meer liebgewonnen. In seinem kostbaren Album sammelte er Gedichte über das Meer und Bilder mit Meeresansichten. Sein ganzes Leben träumte er: „Eines Tages werde ich mich aufmachen, hinfahren und das weite, blaue Meer sehen.“ Endlich machte er sich auf den Weg. Er kam an und sah: Vor ihm lag eine graue Wasserfläche; das Meer schlief zu dieser Zeit. Wo waren die fröhlichen Wellen mit den Perlen der Gischt, wo das sanfte blaue Meer, von dem die Dichter singen? Eine ganze Woche lebte er am Meeresufer, und die ganze Zeit herrschten graue Tage, und auf der weiten Fläche des bleiernen Meeres sah er weder Segel noch Rauch eines Schiffes, das in die Ferne fuhr. Leblos und langweilig lag das Meer vor ihm. Er kehrte in seine Sümpfe zurück und versteckte das Album weiter hinten: Die Dichter lügen, die Künstler lügen. Er ging düster umher. Man fragte ihn: „Was ist mit Ihnen?“ „Ach, ach! Ich bin enttäuscht! Ich habe mich im Meer getäuscht. Warum lügen die Dichter und führen uns in die Irre? Lasst mich! Ich bin enttäuscht...“ So blieb er enttäuscht. Doch das ewige Meer lacht wie eh und je, glänzt azurblau in der Sonne, kleidet seine Wellen in perlengeschmückten Schaum und singt sein ewiges Lied von Schönheit und Kraft. Nashi Dni Nr. 1993, 30\. September 2006 ### Das Gesicht der Seele URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-gesicht-der-seele-2/ Last updated: 2026-05-15T12:28:34.000Z Unsere Gedanken prägen unser Gesicht und unser ewiges Schicksal. Sei wachsam und bete, um das Bild Christi zu bewahren. _This post is for subscribers only._ ### Freiheit durch Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/freiheit-durch-christus-2/ Last updated: 2026-05-15T12:28:37.000Z Ein Engländer war auf einem Sklavenmarkt in Kairo und hatte Mitleid mit einem armen alten Sklaven. Er bezahlte die geforderte Summe für ihn, gab ihm zusätzlich etwas Geld und erklärte ihm, dass er nun frei sei und gehen könne, wohin er wolle. Der alte Afrikaner konnte zunächst nicht verstehen, was geschehen war, aber als er es begriff, fiel er dem Engländer zu Füßen und bat ihn, bei ihm bleiben zu dürfen, um ihm freiwillig für den Rest seines Lebens zu dienen. So befreit auch Christus den reuigen Sünder von der Sklaverei der Sünde und des Gesetzes und macht ihn frei. Der Apostel Paulus nannte sich oft einen Sklaven Jesu Christi und betrachtete dies als das höchste Privileg. Freiwillige Knechtschaft für Christus ist die höchste Freiheit und das größte Glück. Nashi Dni Nr. 1993, 30\. September 2006 ### Die bleibende Schönheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bleibende-schonheit-2/ Last updated: 2026-05-15T12:28:40.000Z Der französische Maler Pierre-Auguste Renoir litt an Arthritis. Es war für ihn eine große Qual, den Pinsel zu halten, geschweige denn damit zu malen. Ein Freund besuchte ihn oft und beobachtete gerne, wie der Künstler ein Gemälde schuf. Der Freund sah, wie jede Bewegung, jeder Pinselstrich dem Künstler scharfe Schmerzen bereitete, die sich in seinem Gesicht widerspiegelten. Er fragte den Maler: „Warum malst du weiter, wenn jeder Strich dir solche Schmerzen bereitet?“ Der Maler antwortete: „Der Schmerz wird vergehen, aber die Schönheit bleibt.“ So ist es auch im Leben eines wahren Christen, der geistlich oder körperlich leiden muss. Die Schmerzen werden vergehen, aber die Früchte des Leidens, ihre verborgene Schönheit des Geistes, werden ewig bleiben. Nashi Dni Nr. 1993, 30\. September 2006 ### Die zerschnittene Bibel URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-zerschnittene-bibel/ Last updated: 2026-05-15T12:28:43.000Z Ein Mann schneidet unliebsame Bibelstellen aus, bis fast nichts mehr übrig ist. Unglaube führt zur Zerstörung der Bibel. _This post is for subscribers only._ ### Andrej Petrowitsch und die Wölfe URL: https://www.beispielgeschichte.de/andrej-petrowitsch-und-die-wolfe/ Last updated: 2026-05-15T12:28:46.000Z Andrej Petrowitsch überwindet im Glauben die Bedrohung durch Wölfe und erreicht sicher das Dorf Prijutnoje. _This post is for subscribers only._ ### In der Liebe ist Gott zuerst URL: https://www.beispielgeschichte.de/in-der-liebe-ist-gott-zuerst/ Last updated: 2026-05-15T12:28:49.000Z Ein kranker Mann erkennt durch eine Illustration die bedingungslose Liebe Gottes zu uns und beginnt, Gott innig zu lieben. _This post is for subscribers only._ ### Der falsche Hirte URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-falsche-hirte/ Last updated: 2026-05-15T12:28:52.000Z Ein Priester verleugnet Gott, doch seine Gemeinde zweifelt an seiner Ehrlichkeit. Falsche Hirten erwartet das Gericht. _This post is for subscribers only._ ### Glaube und Geschäft URL: https://www.beispielgeschichte.de/glaube-und-geschaft/ Last updated: 2026-05-15T12:28:55.000Z Ich hörte einst folgende Geschichte. Jemand erhielt einen Brief von einer religiösen Organisation mit der Bitte um eine Spende für das christliche Radioprogramm. In dem Brief standen folgende Zeilen: „Gott bleibt uns niemals etwas schuldig. Wenn wir für das Werk Gottes spenden, gibt Gott dem Spender hundertfach zurück. Wir garantieren“, hieß es in dem Brief, „dass, wenn Sie uns 67 Dollar spenden, Gott Ihnen diese Summe bald dreifach zurückgeben wird“. Der Empfänger des Briefes antwortete auf diese Bitte folgendermaßen: „Freunde, ich glaube euch, dass ihr finanzielle Schwierigkeiten habt und dass, wenn jeder, dem ihr schreibt, euch 67 Dollar schicken würde, ihr aus den Schulden herauskämt. Ich glaube auch, dass Gott uns niemals etwas schuldig bleibt, während wir seine ewigen Schuldner sind. Ich glaube auch an eure Garantie, aber da ich meine Arbeit verloren habe und große finanzielle Schwierigkeiten habe, möchte ich euch raten, mir 67 Dollar zu schicken, und Gott wird euch das Dreifache zurückgeben“. Ich weiß nicht, wie diese Geschichte endete. Aber so war es schon immer. Einige opfern alles, sogar sich selbst, zur Ehre des Herrn, während andere die Religion zur Bereicherung nutzen. Was ihre Produktivität betrifft, so wird hier oft aus einer Mücke ein Elefant gemacht, um vertrauensvolle Spender für sich zu gewinnen. Viele religiöse Organisationen in westlichen Ländern leisten großartige Missionsarbeit, schaffen spezielle Missionsfonds zur Verbreitung des Evangeliums. Sie tun ein heiliges Werk, aber es gibt leider auch solche, die unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit und des Missionsdienstes religiöses Geschäft betreiben: Taten – für einen Pfennig, Prahlerei – für einen Rubel. Es ist schade, dass solch ein Handel auf Erden nicht bestraft wird. Für Falschmünzer gibt es strenge Gesetze. Sie werden bestraft. Aber für diejenigen, die Rauch in die Augen blasen, gibt es bisher keine Gesetze. Doch das Gericht für sie steht noch bevor. N. Wodnevski Sechster Beweis (Thomas von Aquin): In der Natur findet Bewegung statt. Nichts kann sich von selbst in Bewegung setzen, dafür bedarf es einer äußeren Quelle der Handlung. Eine endlose Suche nach der Quelle der vorherigen Handlung ist sinnlos. Folglich muss es etwas geben, das die ursprüngliche Quelle jeder Bewegung ist, ohne selbst von etwas anderem bewegt zu werden. Das ist Gott – der unbewegte Beweger. Dritter Beweis, kosmologisch (Thomas von Aquin): Jede Wirkung hat ihre Ursache. Eine endlose Suche nach der vorherigen Ursache ist sinnlos. Folglich muss es eine „ursachenlose Ursache“ geben, die Ur-Ursache von allem Folgenden. Das ist Gott. Dritter Beweis (Thomas von Aquin): Alle Dinge der Welt stehen in Beziehung und Wechselwirkung zueinander, und ihre Existenz ist nur in Beziehung und Wechselwirkung möglich. Doch eine endlose Suche nach den einander vorausgegangenen Beziehungen und Wechselwirkungen ist sinnlos. Folglich muss es etwas geben, das absolut unabhängig und vollkommen autark ist. Das ist Gott. Vierter Beweis (Thomas von Aquin): In der umgebenden Welt wird eine aufsteigende Hierarchie der Komplexität der Struktur von Dingen und Wesen beobachtet (zum Beispiel vom Insekt bis zum Menschen), ein unaufhörliches allgemeines Streben nach Vollkommenheit. Folglich muss es etwas absolut Vollkommenes geben, das die Quelle jeder Vollkommenheit ist. Das ist Gott. Fünfter Beweis, teleologisch (Thomas von Aquin): In der umgebenden Welt wird eine bestimmte Ordnung und Harmonie beobachtet, deren Ursprung nicht dem bloßen Zufall zugeschrieben werden kann. Diese Ordnung lässt auf das Vorhandensein eines vernünftigen ordnenden Prinzips schließen, das diese Ordnung festgelegt hat. Das ist Gott. Sechster Beweis, moralisch, anthropologisch (Immanuel Kant): Allen Menschen ist ein moralisches Gefühl, ein kategorischer Imperativ, eigen. Da dieses Gefühl nicht immer den Menschen zu Handlungen bewegt, die ihm irdischen Nutzen bringen, muss es folglich eine Grundlage, eine Motivation für moralisches Verhalten geben, die außerhalb dieser Welt liegt. All dies erfordert notwendigerweise die Existenz der Unsterblichkeit, eines höchsten Gerichts und Gottes, der die Moralität begründet und festigt, das Gute belohnt und das Böse bestraft. Siebter Beweis (Augustinus, Calvin): Jeder normale Mensch wird mit der Idee von Gott geboren, die in sein Bewusstsein eingebettet ist. Diese Idee wird in ungerechten Menschen unterdrückt (Röm. 1:18). Mit dem Wachstum wird sie dem Menschen immer klarer bewusst. Kritische Lebenssituationen erwecken diese Idee oft zum Leben. Achter Beweis, mystisch: Dem Menschen ist der direkte mystische Kontakt mit Gott eigen, der den Menschen in einen ekstatischen Zustand versetzt. Diese Erfahrung der Vereinigung mit Gott ist so einzigartig und so überwältigend, dass sie an sich schon ein Zeugnis für das Dasein Gottes ist. Neunter Beweis (Augustinus): Alle Menschen glauben daran, dass die Wahrheit existiert. Wenn Gott der Gott der Wahrheit und der wahre Gott ist, dann ist Er folglich die Wahrheit. Diese Wahrheit mit großem Buchstaben ist die Bedingung für die Existenz jeder anderen Wahrheit. Somit impliziert die Existenz irgendeiner Wahrheit auch die Existenz der Wahrheit mit großem Buchstaben, was wiederum die Existenz Gottes bedeutet. Zehnter Beweis, der ontologische (Anselm): Erste Prämisse: Dem Menschen ist der Begriff des Unendlichen und Vollkommenen eigen. Zweite Prämisse: Existenz ist ein notwendiger und wesentlicher Bestandteil der Vollkommenheit. Schlussfolgerung: Das Unendliche und Vollkommene, das heißt Gott, existiert, da die Definition von Vollkommenheit auch die Existenz einschließt. Elfter Beweis (Aristoteles): Der Mensch erkennt seine Endlichkeit, Begrenztheit und Sterblichkeit. Woher kommt dieses Bewusstsein? Gott erinnert ihn ständig daran durch seine Unendlichkeit, Grenzenlosigkeit und Unsterblichkeit. Das heißt, die Endlichkeit des Menschen ist an sich ein Beweis für die Existenz des unendlichen Gottes. Zwölfter Beweis (Augustinus, Thomas von Aquin): Der Mensch ist trostlos. Er dürstet nach Segen. Diese Sehnsucht hat ihm Gott selbst gegeben, damit der Mensch nirgendwo Trost finden kann, bis er sich zu Gott wendet. Das Vorhandensein dieser Sehnsucht im Menschen ist ein indirekter Beweis für das Dasein Gottes. Dreizehnter Beweis (Berkeley): Der Mensch ist fähig, die ihn umgebenden Dinge wahrzunehmen (zu fühlen), was weder eine Folge physischer Phänomene noch ein Willensakt des Menschen selbst sein kann. Folglich impliziert diese menschliche Fähigkeit zur Wahrnehmung die Existenz Gottes als die einzige vernünftige Erklärung für diese Fähigkeit. Vierzehnter Beweis, der existenzielle: Gott offenbart sich den Menschen durch die Evangeliumsoffenbarung – die Verkündigung Seiner Liebe, Vergebung und Rechtfertigung des Menschen. Der Mensch, der diese Offenbarung annimmt, erkennt sofort Gott. Kein weiteres Zeugnis ist erforderlich. Das Dasein Gottes wird nicht so sehr bewiesen, als vielmehr erkannt, und dieses Erkennen ist nicht intellektuell, sondern existenziell. Fünfzehnter Beweis, der wunderbare: Ein Wunder ist ein Phänomen, das einzig durch die Existenz und das unmittelbare übernatürliche Eingreifen Gottes erklärt werden kann. Es gibt viele bezeugte Fakten wunderbarer Ereignisse. Folglich gibt es viele Ereignisse, deren einzig überzeugende Erklärung die Existenz und das übernatürliche Eingreifen Gottes sein kann. Und folglich existiert Gott. Sechzehnter Beweis, der intellektuelle: Wir wissen, dass die Welt vernünftig geordnet ist, das heißt, wir sind fähig, sie vernünftig zu erkennen. Folglich sind entweder die erkennende Welt und unser sie erkennender Verstand das Produkt reiner Zufälligkeit, oder beides ist von einem Höchsten Verstand geschaffen. Zufälligkeit erscheint uns weniger wahrscheinlich. Folglich sind sowohl die vernünftige Welt als auch der Verstand das Werk eines Höchsten Verstandes, d. h. Gottes. Folglich existiert Gott. Siebzehnter Beweis: Jedem unserer natürlichen inneren Wünsche oder Bestrebungen entspricht ein realer Gegenstand, der diesen Wunsch befriedigen kann. Doch es gibt in uns auch ein Verlangen, das durch nichts Zeitliches, nichts Irdisches, nichts Geschaffenes befriedigt werden kann. Folglich muss es etwas geben, das alles Zeitliche, Irdische und Natürliche übersteigt. Dieses „Etwas“ nennen die Menschen Gott und das ewige Leben mit Ihm. Achtzehnter Beweis, der ästhetische: Die Musik von Bach, die Beatles, Puschkin, Cézanne usw. existieren, folglich gibt es Gott. Neunzehnter Beweis, der religiöse: Viele Menschen verschiedener Zeiten und Kulturen hatten die Erfahrung der Gemeinschaft mit dem Göttlichen. Es ist unmöglich anzunehmen, dass sie alle so gleichartig „geirrt“ haben in der Beschreibung der Natur und des Inhalts dieser Erfahrung. Folglich existiert das Göttliche. Zwanzigster Beweis, der gesellschaftliche: Der Glaube an Gott – an das Höchste Wesen, dem zu Recht Anbetung und Verherrlichung von allem Existierenden gebührt – ist ein gemeinsames Merkmal fast aller Völker der Welt. Es ist unglaublich, dass all diese Menschen in Bezug auf dieses wichtigste und bedeutendste Element ihres Lebens unrecht haben könnten. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie recht hatten, und folglich existiert Gott. N. Wodnevskiy, in: Nashi Dni Nr. 1986, 12\. August 2006 ### Die bleibende Schönheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bleibende-schonheit/ Last updated: 2026-05-09T07:56:42.000Z Renoir malt trotz Schmerzen, da die Schönheit bleibt. So überdauert auch die geistige Schönheit des Christen das Leiden. _This post is for subscribers only._ ### Ein Missverständnis und seine Folgen URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-missverstandnis-und-seine-folgen/ Last updated: 2026-05-15T12:28:58.000Z Iwan Wassiljewitsch erwachte mit einem Gefühl der Gereiztheit: Er wollte unbedingt schlafen, doch der Wecker rasselte unaufhörlich. Es schien, als hätte er überhaupt nicht geschlafen. „Warum musste ich nur bis spät in die Nacht dieses Büchlein über die zänkische Ehefrau lesen“, murrte er. „Wenigstens etwas Interessantes hätte es sein können, aber es war nur Leere und nichts weiter!“ Das Gefühl der Gereiztheit verschwand weder nach dem Waschen mit kaltem Wasser noch beim Anblick des köstlichen, heißen Frühstücks, das ihm seine Frau fürsorglich und mit einem freundlichen Lächeln servierte. „Was ist das?“, fragte er launisch. „Wie, was? Das ist dein Lieblingsgericht: Omelett.“ „Diese Schuhsohle nennst du Omelett?“ Iwan Wassiljewitsch polterte mit dem Stuhl, schnappte sich seine Aktentasche und verließ das Haus, die Tür zuschlagend. Wera Iwanowna, immer gutmütig und ruhig, war diesmal tief verletzt vom Verhalten ihres Mannes. Mit Tränen der Kränkung in den Augen dachte sie: „Was für eine schwarze Undankbarkeit! Ich bin früh aufgestanden, um ihm Frühstück zu machen, und er nennt dieses wunderbare Gericht eine Schuhsohle!“ Aus Verdruss trat sie den friedlich liegenden Hund, der sie erstaunt ansah und sich schuldbewusst zusammenkauerte. „Sieh mal an, wie du dich ausbreitest! Geh in den Hof!“ Sie legte ihm die Leine an und führte den Hund in den Hof. Draußen war es noch dämmrig. Plötzlich riss sich der Hund los und entkam Wera Iwanownas Griff. Eine Minute später knackte etwas im Nachbargarten, gefolgt von einem durchdringenden Schrei von Olga Borissowna, der Nachbarin und Frau des Abteilungsleiters, bei dem Iwan Wassiljewitsch arbeitete. „Was hast du getan, verfluchter Hund? Du hast meine besten Dahlien zerstört! Wo ist deine nichtsnutzige Herrin?!“ Da sah sie Wera Iwanowna auf sich zukommen. „Ach, Sie sind also hier?! Das bedeutet, Sie haben es absichtlich gemacht? Sabotage! Na, warten Sie ab! Ich werde Ihnen zeigen!“ Die erschrockene Wera Iwanowna, obwohl sie sich nicht erinnern konnte, was „Sabotage“ bedeutete, verstand den Hinweis der Nachbarin sehr gut. Keine Entschuldigungen halfen. Die wütende Blumenliebhaberin eilte zum Telefon und bestand hartnäckig darauf, die verschlafene Sekretärin um „Verbindung mit ihrem Mann“ zu bitten. „Entschuldigen Sie“, fragte die Sekretärin, „wer sind Sie? Mit welchem Mann?“ „Lassen Sie Ihre Dummheiten und Anspielungen für sich!“, schrie Olga Borissowna ins Telefon. „Verbinden Sie mich mit Ihrem Chef!“ Eine Minute später öffnete die verärgerte Sekretärin ohne zu klopfen die Tür des Chefs und erklärte ohne Begrüßung: „Irgendeine Frechheit schreit am Telefon und verlangt nach Ihnen. Konnten Sie sich nicht anständige Bekannte zulegen?“, fügte sie bissig hinzu. Zurück an ihrem Platz, wimmelte sie grob alle Kunden ab, die vergeblich in verschiedene Abteilungen telefonierten, verband die „Frechheit“ mit dem Chef und schaltete die Parallelleitung ein, um ihr Gespräch zu belauschen. Ihre geschminkten Augenbrauen hoben sich, und ihr Gesicht zeigte Überraschung. Mit veränderter, tränenerstickter Stimme fragte Olga Borissowna ihren Mann: „Ist dieser Schuft, Iwan Wassiljewitsch, noch nicht gekommen?“ „Nein“, antwortete der Chef erschrocken. „Was ist passiert?“ „Verstehst du, Petenka, diese Schurken haben absichtlich ihren Hund in unseren Garten gelassen. Alle Dahlien sind verloren.“ Dann fügte sie wütend hinzu: „Und deiner Sekretärin sag, dass sie sich hier nicht mehr blicken lassen soll! Und gib diesem Gauner Iwan Wassiljewitsch eine ordentliche Abreibung!“ In diesem Moment näherte sich der nichts ahnende Iwan Wassiljewitsch der Tür des Chefs. Die frische Luft des frühen Morgens hatte seine Gereiztheit vertrieben, und sein Gewissen begann ihn wegen seiner Grobheit gegenüber seiner Frau zu plagen. „Ich werde ihr heute einen Blumenstrauß kaufen“, dachte er und klopfte an die Tür. Als keine Antwort kam, öffnete er leise die Tür und trat ein. „A-a-a! Da sind Sie ja!“, begann der Chef streng, ohne die Begrüßung zu erwidern und allmählich die Stimme erhebend. „Was für ein Chaos haben Sie in der Abteilung angerichtet? Alle Angelegenheiten sind so vernachlässigt, dass man kein Ende findet! Ist das Ihr Urlaubsantrag? Kein Urlaub! Bringen Sie Ordnung hinein. Alles!“ Das letzte Wort klang für Iwan Wassiljewitsch wie „Raus!“, und er verließ das Büro mit dem Ausdruck eines geprügelten Hundes. Den ganzen Tag beobachtete er die Mitarbeiter, versuchte zu erraten, wer ihn „ausgespielt“ hatte und warum. Auf dem Heimweg überlegte Iwan Wassiljewitsch, wie er seiner Frau schonend erklären könnte, dass der lang ersehnte Urlaub gestrichen wurde und all ihre Pläne gescheitert waren. Unterwegs ging er in einen Blumenladen, kaufte einen schönen Blumenstrauß, ohne auf den Preis zu achten. Er öffnete die Haustür seiner Wohnung und blieb verwundert stehen. Im Flur standen Koffer. Die herbeigeeilten Kinder erklärten ihm durcheinander, dass sie mit dem Abendzug zur Großmutter fahren. Seine reisefertig gekleidete Frau trat heraus. Ihr liebes und immer freundliches Gesicht war diesmal streng. Zögernd reichte Iwan Wassiljewitsch ihr die Blumen. Ohne den Gesichtsausdruck zu ändern, antwortete sie trocken: „Mit diesem Besen kannst du selbst machen, was du willst. Wir verpassen den Zug.“ „Werotschka! Liebste!“, flehte Iwan Wassiljewitsch. „Das sind die teuersten Blumen, und ich habe sie mit so viel Liebe für dich ausgesucht!“ „Und das wunderbare, heiße, frische Omelett sah aus wie eine Schuhsohle?!“, warf die Frau kalt vor. „Was sagst du, Werotschka! Es war ein Wunder der Kochkunst! Vergib mir, Liebste, dass ich mich von schlechter Laune habe leiten lassen. Dafür bin ich auch bestraft worden...“, und er deutete mit dem Finger in Richtung des Nachbargartens. Wera Iwanowna verstand sofort alles. Eine halbe Stunde später waren die Sachen wieder ausgepackt. „Ich habe einen Kuchen für die Reise gebacken“, sagte Wera Iwanowna. „Vielleicht sollten wir ihn den Nachbarn bringen? Schließlich sind wir ihnen gegenüber schuldig...“ Am nächsten Tag stürmte Iwan Wassiljewitsch ins Haus, freudig mit einem Zettel wedelnd. „Urlaub! Urlaub!“ Er stürzte sich daraufhin, die Kinder zu küssen. Wera Iwanownas Gesicht strahlte vor Glück. Aus dem Englischen von M. Schurawskaja. M. Zhuravskaya, in: Nashi Dni Nr. 1986, 12\. August 2006 ### Die Schönheit der Liebe URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-schonheit-der-liebe/ Last updated: 2026-05-15T12:29:01.000Z Niemand wird bestreiten, dass Quellen, grüne Wiesen und Täler, Bäume mit ihren Früchten, der sonnige und sternenklare Himmel wunderschön sind. Aber all dies wurde von Gott für den Menschen geschaffen. Das bedeutet, der Mensch muss noch schöner sein, und keine Schönheit kann sich mit ihm vergleichen. Die Schönheit der Seele ist wunderbar, wenn in ihr die Liebe herrscht. Der menschliche Körper ist ebenso wunderbar gestaltet. Für den schönen Gast hat der Schöpfer auch ein schönes Zuhause geschaffen. Aber das Größte und Schönste ist die Liebe, die das Herz eines Menschen erfüllt, das durch das Blut Jesu Christi gereinigt wurde. Dann kann man über den Menschen sagen, dass er die Krone der Schöpfung ist. Liebe kann sich nicht in unserem fleischlichen Charakter manifestieren: Sie kann nicht mit unserer Empfindlichkeit, unserem Stolz, unserem Misstrauen existieren. Ein kleines Beispiel: Im kalten Alaska lebten zwei Igel. Ihnen war kalt, und sie beschlossen, näher zusammenzurücken, um sich zu wärmen. Aber als sie sich mit ihren stacheligen Nadeln verletzten, mussten sie sich wieder trennen. Ist es nicht auch so bei Menschen, deren Herzen sich nicht der Liebe Gottes unterworfen haben? Nashi Dni Nr. 1986, 12\. August 2006 ### Der Gehorsam des Hofmanns URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-gehorsam-des-hofmanns/ Last updated: 2026-05-15T12:29:04.000Z Ludwig XIV. sagte einmal im Kreis seiner Höflinge: "Könige herrschen durch die Gnade Gottes. Und wenn ich einem von euch befehle, ins Wasser zu springen, muss er meinen Befehl sofort ausführen." Einer der Höflinge machte sich schnell auf den Weg zum Ausgang. "Wohin gehen Sie?" fragte der König. "Schwimmen lernen," antwortete der Höfling. Nashi Dni Nr. 1926, 21\. Mai 2005 ### Die Einheit der Familie Senotrusov URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-einheit-der-familie-senotrusov/ Last updated: 2026-05-15T12:29:07.000Z Seite 5 (Aus dem Leben im vorrevolutionären Russland) In der großen Familie des wohlhabenden Bauern Ignatij Senotrusov war alles anders als in den anderen Häusern des Steppendorfes Rastorguevo jenseits der Wolga. In vielen Familien kam es bald nach der Heirat der jüngeren Söhne zu Teilungen, um „weniger Sünde“ durch Streit und Kämpfe der jüngeren Schwiegertöchter mit der kinderreichen älteren zu haben. Doch Ignatij Senotrusov war der Meinung, dass eine Teilung der Beginn des Ruins einer großen Familie sei. „Was würde aus dem dichten Wald werden, wenn die Bäume den Wunsch hätten: ‚Wir wollen nicht neben anderen wachsen, gebt uns die ganze weite Welt.‘ Man würde sie zu Boden werfen, abtransportieren, in schwache Bretter zersägen, und dort, wo einst mächtige, jahrhundertealte Kiefern rauschten, würden nur noch trostlose, tote Baumstümpfe stehen... Wenn ein Baum abseits vom Wald wächst, dann bereite dich darauf vor, allen Sommerstürmen, winterlichen Schneestürmen, donnernden Gewittern und durchdringenden Blitzen zu trotzen. Doch im Wald, wo die Äste eines Baumes sich zum anderen strecken, sind keine bösen Unwetter zu fürchten. Seid ein Wald, Kinder, ein schöner Kiefernwald, der immer einträchtig mit seinen Wipfeln rauscht. Ich liebe dieses Rauschen. Es ist wie ein süßes Lied, das Kraft in jedes Gelenk gießt und das menschliche Herz erfreut. Rauscht wie ein dichter Wald, wie fleißige Bienen im Bienenhaus an einem stillen Sommertag, wenn der Himmel die Erde für ihre Mühe für den Menschen segne." So sprach Ignatij zu seinen Söhnen, Schwiegertöchtern und Enkeln. Und diese Ermahnungen, die aus der Tiefe des Herzens kamen, waren wie angenehme, leicht erfüllbare Gebote. In der Familie der Senotrusovs gab es nicht nur keine Kämpfe, sondern auch keine Streitigkeiten, und die Familie war groß: Schwiegervater und Schwiegermutter, drei verheiratete Söhne, zwei Töchter, drei Jugendliche und etwa ein Dutzend Enkelkinder. Das Haus war groß, in fünf Zimmer unterteilt, innen mit zartblauer Farbe gestrichen, außen mit leuchtendem Kanariengelb, das selbst in dunklen Herbstnächten im Dunkeln leuchtete, wie im Sommer verrottendes Holz oder wie Glühwürmchen, die wie flackernde Funken eines Feuers aussehen. Auf dem weiten Hof der Senotrusovs gab es viel Vieh, im Stall stampfte ungeduldig ein junger Schimmelhengst mit bläulichen Kreisen auf der Kruppe, so groß wie ein Zehnkopekenstück. In den Verschlägen quiekten Schweine, unter den Überdachungen husteten Schafe und die satten Kühe hörten nicht auf zu wiederkäuen. Für das Federvieh gab es einen separaten Schuppen. Und hinter dem Hof und den Schuppen duftete im Frühling, Sommer und Herbst ein großer Obstgarten mit Apfelbäumen, Kirsch- und Pflaumenbäumen, Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Es war der einzige Garten im Dorf – zum Neid und Klatsch der Dorfbewohner und zur Begierde der Kinder, die, den Speichel schluckten, beobachteten, wie die Früchte von Tag zu Tag röter und rosiger wurden, dicht die Zweige bedeckten, die von der unerträglichen Last erschöpft waren, gestützt von Stöcken und Brettern. Ignatijs Urgroßvater war ein Altgläubiger, der Großvater konvertierte zur Orthodoxie, aber der gesamte Lebensrhythmus blieb so, wie er bei den entfernten Vorfahren war. Die Familie teilte sich nicht, rauchte nicht und trank keinen Wodka, die Jüngeren waren den Älteren gehorsam. Die Hauptpersonen in der Familie waren der Vater und die Mutter. Die Schwiegertöchter nannten den Schwiegervater „Tjatjascha“, die Schwiegermutter „Mamascha“. Für die Zubereitung der täglichen Mahlzeiten wurde eine der Schwiegertöchter bestimmt, die als Köchin bezeichnet wurde. Der Tag begann früh. Die diensthabende Schwiegertochter kniete, bevor sie mit der Zubereitung des Frühstücks begann, vor dem Schwiegervater nieder und sprach mit gesenktem Haupt demütig: „Segne, Tjatjascha.“ „Der Herr segne dich“, sagte der Schwiegervater und machte mit gekrümmten Fingern, wie ein Priester, das Kreuzzeichen über dem Kopf der Schwiegertochter. Nachdem sie sich erhoben hatte, verneigte sie sich vor der Schwiegermutter mit denselben Worten: „Segne, Mamascha.“ „Der Herr segne dich“, antwortete die Schwiegermutter, aber anstatt das Kreuzzeichen über dem Kopf zu machen, küsste sie die Schwiegertochter auf die Stirn. Gefrühstückt, zu Mittag und zu Abend gegessen wurde in der geräumigen Küche an einem großen Tisch, in der vorderen Ecke, die mit alten, nachgedunkelten Ikonen geschmückt war. Doch je dunkler die Ikone war, desto mehr Ehrfurcht rief sie bei den Älteren und Kindern hervor. Vor dem Essen sprach man nach dem Vater laut das Gebet: „Die Armen essen und werden satt und preisen den Herrn in der Einfalt ihres Herzens für all seine großen Gnaden. Amen.“ Danach kehrte tiefe Stille ein. Der Vater, der unter den Ikonen saß, probierte mit einem Holzlöffel die Suppe – Kohlsuppe, Nudeln oder Brühe. Nachdem er nach seinem Geschmack gesalzen und gepfeffert hatte, schlug er mit dem Löffel an den Rand der Schüssel. Das bedeutete, dass alle essen konnten. Eine Besonderheit der Familie Senotrusov war der Brauch, der vom Altgläubigentum übernommen wurde: das Haar auf dem Kopf nicht kurz zu schneiden und die Bärte nicht zu rasieren. Äußerlich schienen die Söhne älter zu sein, und nur die klaren Augen und rosigen Wangen zeugten davon, dass am Tisch noch ganz junge Menschen in respektvoller Würde saßen. Eines Tages wurden ungesalzene Fleischsuppen auf den Tisch gebracht. „Wie Gras“, sagte der Vater ruhig, „und warum? Weil ihr alles auf eine Köchin abwälzt. Und sie hat nur zwei Hände, zwei Augen und einen Kopf: Sie kann auch vergessen. Seid keine feinen Damen, meine Lieben: Was die eine nicht bedacht oder übersehen hat, das bedenke die andere.“ Zwei Tage vergingen. Die Köchin war die jüngste Schwiegertochter, die immer vor Schüchternheit errötete, die schwarzbraune Schönheit Katharina. Um eine Rüge am Tisch zu vermeiden, salzte sie die Suppe im Voraus, indem sie aus dem hölzernen Salzfass eine halbe Handvoll nahm. Katharina dachte bei sich: „Für den großen Kessel ist das nicht viel.“ Die Schwiegermutter sah dies nicht und erinnerte sich an die unlängst ungesalzenen Kohlsuppen, fügte zwei Prisen von sich hinzu. Während des Kochens stehen die Dorfweiber nicht die ganze Zeit am Herd: Man muss hinauslaufen zu den Tieren, zu den Vögeln, das Zimmer aufräumen, während der Brei im Topf quillt, während das Lamm im Bräter weich wird. In Erinnerung an die Ermahnung des Vaters zur Umsicht beschlossen alle, der Köchin „zu helfen“. Die Kohlsuppe war fett, duftend, mit Schweinefleisch. Die gelbe Oberfläche der Suppe ähnelte in der Farbe dem gestrichenen Boden im Zimmer. Eine Fettschicht oben hielt die Hitze. In solchen Fällen steigt kein Dampf über der Schüssel auf. Der Hausherr wusste das. Er probierte, blies auf den Löffel und wartete einige Sekunden, bevor er schlürfte. Alle bemerkten, dass der Vater aus irgendeinem Grund den Mund weit öffnete, als ob er sich verbrannt hätte, und die Frauen erstaunt ansah. Doch ohne ein Wort zu verlieren, schlug er lauter als sonst an den Rand der Schüssel. Bei den Senotrusovs aß man langsam, in ehrfürchtigem Schweigen. Diesmal erstarrten nach dem ersten Löffel alle plötzlich, zögerten, das Mahl fortzusetzen. Die Löffel wurden auf den Tisch gelegt. Mit Verwunderung blickten sie auf den Hausherrn, erwarteten ein Wort von ihm, doch er – schön, breitschultrig, mit einem runden, blonden Bart – schlürfte die Kohlsuppe, ohne das Gesicht zu verziehen, und aß dazu graues Weizenbrot. In diesem Haus gab es am Tisch keine Worte wie „nicht lecker“, „ich will nicht“. Wenn das Familienoberhaupt isst, müssen alle essen, ohne sich zu wundern, ohne das Gesicht zu verziehen, ohne Fragen zu stellen. So war es auch diesmal: Söhne, Schwiegertöchter, Töchter, die Frau, die Enkel aßen geduldig die Kohlsuppe, obwohl jeder Schluck die Lippen, den Mund und die Zunge verbrannte, als wäre es Feuer. Und die Köchin Katharina, die nicht saß, sondern am Tisch stand, lief aus irgendeinem Grund auf die Veranda hinaus und brach Stücke von den Februareiszapfen ab, um das Feuer im Mund von der versalzenen Kohlsuppe zu mildern. Normalerweise wurde die Schüssel zwei- oder dreimal gefüllt. Als die erste mit größter Geduld geleert war, fragte Katharina, die Tränen der Scham zurückhielt: – Soll ich nachfüllen, Väterchen? – Für heute denke ich, reicht es, – antwortete er mit einem kaum merklichen Lächeln in seinen großen blauen Augen. – Oder seid ihr nicht satt geworden? Fragend schaute er nach rechts und links. – Was da... satt bis zum Überdruss, – sagte Katharinas Mann, mehr verlegen über die versalzene Kohlsuppe als die Köchin selbst. – Ich denke auch, dass wir satt sind, – hielt Ignatius ein breites Lächeln nicht zurück. – An der heutigen Kohlsuppe, wie es scheint, hat nicht nur ein Kopf gearbeitet, nicht nur eine Hand Salz hineingestreut, sondern die ganze weibliche Schar. Und dann wurde es allen fröhlich: Das Unglück war überwunden! Und ohne Angst begannen sie den Vater zu fragen: – Warum hast du, Väterchen, nichts gesagt, dass die Kohlsuppe versalzen ist? Wie konntest du es ertragen und uns alle zur Geduld zwingen? – Was steht in der Heiligen Schrift? „Durch eure Geduld werdet ihr eure Seelen retten.“ Kein Zweifel: In der heutigen Kohlsuppe ist sechsmal mehr Salz, als es sein sollte, aber wenn ich angefangen hätte, nachzuforschen, wer daran schuld ist, wäre es nicht sechsmal, sondern sechzigmal mehr gewesen... Und dieses zusätzliche, verbale Salz wäre viel salziger gewesen als das, welches wir alle mit unserer Geduld überwunden haben. Und nun, junge Frauen, gesteht offen: Wer hat die Kohlsuppe gesalzen? – Ich... – Ich auch... Sechsmal wiederholte sich „ich“. Sie salzten aus Eifer, aus dem Wunsch zu helfen, zu überlegen, der Köchin beizustehen. Sie salzten, ohne zu probieren. Jede war überzeugt, dass alle anderen vergessen hatten, es zu tun. Sie salzten, ohne sich miteinander abzusprechen. – Nichts. Nicht schlimm. Kein Unglück, – beruhigte Ignatius alle. – Jeder Fehler ist dem Menschen zum Nutzen: Ich denke, dass ab jetzt an unserem Tisch jede Speise in Maßen gesalzen wird. Söhne, Töchter, Schwiegertöchter, die Frau und die Enkel richteten aufmerksame Blicke auf den Hausherrn. In diesen Blicken war Dankbarkeit für Weisheit und Güte. R.M. Beresow Nashi Dni Nr. 1926, 21\. Mai 2005 ### Das Geheimnis weiser Führung URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-geheimnis-weiser-fuhrung/ Last updated: 2026-05-15T12:29:10.000Z Es wird von einer großen patriarchalischen chinesischen Familie erzählt, die aus mehreren verheirateten Söhnen, Schwiegertöchtern, Kindern und Enkeln besteht. An der Spitze der Familie steht ein alter Mann: Vater, Großvater. Im Haus herrschen Stille, Frieden, Ordnung, Respekt und Gehorsam. »Was ist das Geheimnis Ihrer weisen Führung?«, fragten die Gäste den alten Mann. »Geduld«, antwortete der alte Mann. P.I. Rogozin, in: Nashi Dni Nr. 1926, 21\. Mai 2005 ### Nicht genutzte Amnestie URL: https://www.beispielgeschichte.de/nicht-genutzte-amnestie/ Last updated: 2026-05-16T15:00:20.000Z Ein Mann erhält Amnestie, plant jedoch Rache. Sein Freund zerreißt die Amnestie, da Unvergebenheit Gottes Vergebung verhindert. _This post is for subscribers only._ ### Vertrauen in Gottes Hilfe URL: https://www.beispielgeschichte.de/vertrauen-in-gottes-hilfe/ Last updated: 2026-05-15T12:29:16.000Z Eine Frau erzählte ihrem Pastor von ihrem Kummer. Ihre Umstände waren schwierig und sie sah keinen Ausweg. Der Pastor ermutigte sie und riet ihr, Gott zu vertrauen, denn Gott hat einen Ausweg aus jeder Lage. Doch sie behauptete, dass es für ihre Schwierigkeiten keinen Ausweg gäbe und alles hoffnungslos sei. Die Überredungen blieben erfolglos. Sie blieb bei ihrer Meinung. Schließlich schlug der Pastor nach langem Gespräch vor, zu beten. – Bitte wiederholen Sie nach mir die Worte: „Lieber Jesus Christus! Ich danke Dir, dass Du mich in der Vergangenheit wunderbar geführt hast. Ich möchte Dir auch meine Zukunft anvertrauen, aber leider sind meine Schwierigkeiten zu groß, als dass Du sie tragen könntest. Ich würde gerne, dass Du mir hilfst, aber es ist ein so hoffnungsloser Fall... dass Deine Gnade mir nicht helfen kann...“ Der Pastor hielt inne: – Warum wiederholen Sie nicht die letzten Worte nach mir? – Aber wie kann ich das wiederholen, das ist doch Gotteslästerung. – Ach so! Das ist Gotteslästerung? Und Sie denken, es ist weniger Gotteslästerung, wenn Sie mir so etwas sagen? Es ist dasselbe. Da erkannte die Frau, dass sie falsch gehandelt und durch ihr Misstrauen gegenüber Gott gesündigt hatte. Unter Tränen bereute sie und brachte ihre Not zu den Füßen Jesu Christi! Nashi Dni Nr. 1945, 15\. Oktober 2005 ### Weitergeben URL: https://www.beispielgeschichte.de/weitergeben/ Last updated: 2026-05-15T12:29:20.000Z An einem späten Herbstabend verließ eine Fähre den Hafen von Krasnowodsk in Richtung Baku. Der Kapitän, der sich vor dem kalten Wind schüttelte, ging über das offene Deck und gab den Matrosen letzte Anweisungen. Plötzlich fiel sein scharfer Blick auf eine Trage, die einsam abseits stand, auf der eine ältere, hagere Frau lag. Neben der Trage stand ein junger Student in einem abgetragenen Mantel, der die Frau vor dem durchdringenden Wind schützte. „Was machen Sie hier in dieser Kälte?“, fragte der Kapitän erstaunt. „Wir haben kein Geld, um uns Plätze in einer Kabine zu kaufen“, antwortete der junge Mann. „Bringt diese kranke Frau in meine Kabine“, befahl der Kapitän den nahe stehenden Matrosen. „Ich werde die Nacht im Steuerhaus verbringen.“ „Aber wie kann ich Ihnen danken?“, fragte der Begleiter gerührt mit Tränen in den Augen. „Geben Sie es einfach weiter“, sagte der Kapitän nachdenklich. Und nach einer kurzen Pause fuhr er fort: „In meiner Jugend, als ich so jung war wie Sie, wollte ich unbedingt Seemann werden. Doch meine Eltern waren arm, und um aus dem abgelegenen Dorf in die Stadt zu gelangen, blieb mir nichts anderes übrig, als auf dem Dach eines Waggons zu fahren. Es regnete, es war kalt und ungemütlich, und ich bereute es schon, diesen verzweifelten Schritt gewagt zu haben. Doch Gott sei Dank, bemerkte mich der Schaffner des Waggons und lud mich ein, hineinzukommen. Er bot mir freundlich einen Platz im Waggon an und wollte schon gehen, als ich mutig herausplatzte, dass ich kein Geld habe. Zu meiner großen Überraschung warf er mich nicht aus dem Waggon, sondern sagte mit einem freundlichen Lächeln: ‚Ich weiß, mein Freund, ich weiß... sei unbesorgt, deine Fahrt im Zug geht auf mich. Und wenn du in deinem Leben jemanden siehst, dem es schlechter geht als dir, dann gib weiter, was ich für dich getan habe.‘ Ich habe diesen Mann nie wieder getroffen, aber dieses Gespräch bleibt bis heute in meiner Erinnerung. Also GEBEN SIE ES WEITER!" Nachdem wir auf die „Fähre“ der Gnade Gottes gestiegen sind und Teilhaber des ewigen Lebens geworden sind, haben wir nicht das Recht, über das zu schweigen, was wir im Leben gesehen, gehört und erfahren haben. Und deshalb sind wir verpflichtet, mit allen verfügbaren Mitteln, ungeachtet unserer Umstände und Gesundheit, von Herz zu Herz, von Haus zu Haus und von Hand zu Hand den Reichtum weiterzugeben, den der Herr uns in seiner Barmherzigkeit geschenkt hat. Lassen wir christliche Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Audiokassetten und anderes nicht auf Regalen oder in irgendwelchen Schubladen verstauben, als würden wir sie „in die Erde vergraben“ – all das, was von den warmen Herzen der Arbeitenden erwärmt wird, die direkte Wärmeleiter des göttlichen Feuers sind. Möge der Herr das Herz eines jeden Christen dazu bewegen, an dieser bescheidenen und machbaren Arbeit teilzunehmen, und möge Er uns erleuchten, WOHIN, WEM, WANN und WIE wir diesen Reichtum weitergeben sollen! Das können Krankenhäuser, Altenheime, Gefängnisse und andere Orte des separaten Aufenthalts von Menschen sein. Schauen Sie einfach genauer hin und bitten Sie um Gottes Führung in dieser Angelegenheit, denn es gibt viele Wege und Möglichkeiten! Einige schicken Pakete, andere schreiben an Gefangene, und wieder andere besuchen sie (und nicht nur in den GUS-Staaten), einige besuchen Kranke oder treffen sich mit Matrosen ankommender Schiffe, einige denken an Fernfahrer, die wochenlang buchstäblich in ihren Lastwagen leben, einige denken und beten für diejenigen, die ganz in unserer Nähe ohne Christus sündigen und verloren gehen. Und wie immer: ‚Wer will, sucht Wege, und wer NICHT will, sucht Gründe!‘ So leben wir, indem wir „Samen nach seiner Art“ weitergeben und hinterlassen. Welche Art? Die Ewigkeit wird es jedem zeigen! V. Knysh I. Klyuzov V. Knysh, I. Klyuzov, in: Nashi Dni Nr. 1945, 15\. Oktober 2005 ### Freiheit von der Angst durch Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/freiheit-von-der-angst-durch-christus/ Last updated: 2026-05-16T15:00:24.000Z Angst quält Sünder, aber Christus bietet Befreiung. Glaube an Seine Liebe vertreibt Furcht und bringt Sicherheit. _This post is for subscribers only._ ### Die Notwendigkeit der Gewichte URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-notwendigkeit-der-gewichte/ Last updated: 2026-05-15T12:29:26.000Z Ohne Schwierigkeiten im Leben sind wir wie Uhren ohne Gewichte: unfähig zu funktionieren und Gottes Plänen zu dienen. _This post is for subscribers only._ ### Die Verhaftung des Vaters URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-verhaftung-des-vaters/ Last updated: 2026-05-15T12:29:29.000Z Ein Vater wird verhaftet, die Familie bangt um ihn, bis eine Nachricht von einer Zigeunerin Hoffnung bringt. _This post is for subscribers only._ ### Wo ist dein Gott? URL: https://www.beispielgeschichte.de/wo-ist-dein-gott/ Last updated: 2026-05-19T06:07:57.000Z Lenka zweifelt an Gottes Liebe, doch wird ermutigt, sich Ihm anzuvertrauen, um Schutz und Heil zu erfahren. _This post is for subscribers only._ ### Der Duft des Glaubens URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-duft-des-glaubens/ Last updated: 2026-05-16T15:00:30.000Z Eine Blume blüht im Schmutz und übertrifft dessen Gestank. So zeugen Christen von Christus inmitten der Welt. _This post is for subscribers only._ ### Die Barmherzigkeit von Tom URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-barmherzigkeit-von-tom/ Last updated: 2026-05-15T12:29:38.000Z Was geschah mit dem früheren Besitzer von Tom? Er verlor sein Geschäft, seinen Ruf, seine Gesundheit und befand sich nun im Alter in einem Armenhaus. Genau in dem Armenhaus, das er dem Waisenkind prophezeit hatte! Und was tat Tom? Er bot Mr. Grimes eine komfortable Unterkunft an, holte ihn aus dem Armenhaus und sorgte bis zu seinem Lebensende für ihn. War das nicht wie "glühende Kohlen" auf den Kopf von Mr. Grimes, wie es geschrieben steht: "Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen; wenn er durstig ist, gib ihm zu trinken; denn indem du dies tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln" (Römer 12:20). G. Mehonzeva, in: Nashi Dni Nr. 1940, 10\. September 2005 ### Der Glaube von Anna Michailovna URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-glaube-von-anna-michailowna/ Last updated: 2026-07-30T18:11:28.000Z Anna Michailowna Stoljarowa vertraut auf Gottes Schutz während eines Feuers und erlebt ein Wunder, das ihren Glauben stärkt. _This post is for subscribers only._ ### Der unüberwindliche Glaube URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-unuberwindbare-glaube/ Last updated: 2026-05-19T06:08:00.000Z Ein Mann stoppt einen Magier durch Gebet, als dieser die Bibel entweihen will. _This post is for subscribers only._ ### Dankbarkeit trotz Krankheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/dankbarkeit-trotz-krankheit/ Last updated: 2026-05-15T12:29:49.000Z Ein kranker Mann dankt Gott für seine Krücken und inspiriert einen Gesunden, über Dankbarkeit und den Weg zu Gott nachzudenken. _This post is for subscribers only._ ### Ein Beispiel spricht lauter als Worte URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-beispiel-spricht-lauter-als-worte/ Last updated: 2026-05-15T12:29:52.000Z Ein Vater verliert das Vertrauen seiner Söhne, als er ihnen hilft, einen Hund zu behalten, der einem anderen gehört. _This post is for subscribers only._ ### Eine Begegnung mit Folgen URL: https://www.beispielgeschichte.de/eine-begegnung-mit-folgen/ Last updated: 2026-05-19T06:08:03.000Z Elvira fordert Rostislav auf, Christus zu folgen, bevor sie seine Liebe erwidert. _This post is for subscribers only._ ### Die Hochzeit der Verfolgung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-hochzeit-der-verfolgung/ Last updated: 2026-05-15T12:29:58.000Z Eine Christin wird am Hochzeitstag verhaftet, dankt Gott für die Ehre, für Ihn zu leiden, und wird nach fünf Jahren freigelassen. _This post is for subscribers only._ ### Das Weihnachtsgeschenk URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-weihnachtsgeschenk/ Last updated: 2026-05-15T12:30:01.000Z Ein Arbeiter wählt die Bibel als Geschenk und findet darin einen Hundert-Dollar-Schein. Wer Gottes Reich sucht, erhält alles Nötige. _This post is for subscribers only._ ### Der verlorene Sohn findet Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-verlorene-sohn-findet-christus/ Last updated: 2026-05-15T12:30:04.000Z Ein Mann erkennt sich als verlorenen Sohn, findet Christus und erlebt Glaubenswunder, die ihn ins Ausland führen. _This post is for subscribers only._ ### Wahre Wiedergeburt durch Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/wahre-erneuerung-durch-christus/ Last updated: 2026-05-15T12:30:07.000Z Eine wahre Wiedergeburt erlebte ich im Jahr 1976 in Kasachstan. Und es war beeindruckend! Ich stamme aus einer guten christlichen Familie. Meine Eltern zeichneten sich durch Fleiß im christlichen Leben und in der Arbeit aus, und das war für uns Kinder ein wahrer Reichtum, umso mehr, da unser Leben damals in der Zeit der Herrschaft des Atheismus verlief. Mein Weltbild formte sich unter dem Einfluss ihres gottgeweihten Lebens und ihrer christlichen Freunde. Ungefähr zwei Jahre vor meiner lebendigen Hinwendung zu Gott wandte ich mich, nicht so sehr den Aufrufen zur Buße folgend, sondern eher aufgrund meiner eigenen Anstrengungen, an Gott, in der Hoffnung natürlich, alle Vorzüge des lebendigen Christentums zu erlangen. Doch es kam zu einem „Fehlgriff“: Ich geriet in eine Sackgasse; mein innerer Zustand war weit entfernt von der Fülle Gottes. Und das erkannte ich sehr bald mit Traurigkeit. Obwohl ich in die Familie der lebendigen und freudigen Christen aufgenommen wurde, machte mich das nicht glücklich, eher im Gegenteil... So begann eine traurige Phase in meinem Leben. Jede Predigt wie auch die Versammlungen der Christen insgesamt verschlimmerten nur meinen Zustand der Ausweglosigkeit. Doch dann entschloss ich mich, einem guten Bruder, einem Diener, von den Leiden meiner Seele zu erzählen. Doch diesem Vorhaben war es nicht bestimmt, sich zu erfüllen, und in diesem Zustand befand ich mich noch drei Tage. Der Sonntag kam. Die Morgensversammlung – mit Brotbrechen; und in der Abendversammlung wurde der Tod des Herrn verkündet. Doch wenig von dem Gepredigten erreichte mich: Ich war ziemlich bedrückt. Zu seiner Zeit hatte ich ja auch auf der Grundlage meiner Überzeugungen, meiner „richtigen“, Buße getan und damals auf der Grundlage meiner guten Wünsche gebetet: um Gott im Herzen zu haben und seine Vorrechte im Leben. Und doch hatte ich nichts! Später, im Nachfolgen des Herrn, überzeugte ich mich, dass die Kinder Gottes natürlich Vorrechte von Gott haben und sie nutzen, aber sie sind ganz anders, als sie ein unerneuerter Mensch sieht. Doch das Wichtigste ist, dass nur der Herr das Recht hat, das Wesen der Wiedergeburt der Seele in Teile zu teilen – den menschlichen und den göttlichen. Und letztendlich diente alles zu meinem Nutzen, da ich sehr gut lernte, dass nur Gottes Handeln die Fülle der Erfüllung der Worte der Heiligen Schrift gewährleistet: „...nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren“ (Johannes 1:13). So saß ich einsam nach zwei Versammlungen. Das Leben malte vor mir rosige Perspektiven: aufsteigende Stufen, Erfolg... Ein junger Student; alles war bei mir: Gesundheit, Energie, Kraft; in der nebligen Ferne – ein großes Leben... Unwillkürlich fühlt man sich wie ein Baum in einem großen und fruchtbaren Tal. Und alles wäre gut, aber mit den Wurzeln dieses Baumes ist es schlecht: hinter den jungen Schultern lag nicht immer ein richtiges Leben, das den Gesetzen Gottes entsprach. Unerneuerte Menschen erkennen diese Last ihrer Seele und sprechen manchmal sehr offen und schmerzlich darüber. Und wenn man solche Bekenntnisse hört, denkt man unwillkürlich: Hier hebt ein Mensch aus der Tiefe seiner Seele schwere Steine – seine Sünden, aber ohne Gott, ohne seine Hilfe ist der Mensch in Not! Gott sei Dank, es ist nicht so in Bezug auf Bekenntnisse und Buße vor Gott in seiner Kirche, denn auf solche Gebete und Handlungen folgt Gott, „der will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1 Timotheus 2:4). Mein Unglück bestand damals darin, dass ich, obwohl ich so viel von meinen Eltern und von christlichen Freunden hatte, nicht genug Glauben an das erlösende Opfer Christi hatte. Und plötzlich hörte ich in meiner Seele, irgendwo tief drinnen, die Worte: „Es wird besser, es wird viel besser, wenn Christus mit dir durchs Leben geht...“ Und gleich danach setzte sich ein Bruder zu mir. Es war nicht der Bruder, den ich mir für ein offenes Gespräch ausgesucht hatte. Aber so war der Wille Gottes. Wir führten ein kurzes Gespräch, und auf die Frage, ob ich nicht beten möchte, antwortete ich von ganzem Herzen: „Ja“. Und dann kam alles in Bewegung... Die christliche Jugend, umhüllt von der samtigen Wärme des scheidenden Sommers, führte friedliche Gespräche außerhalb des Gebetshauses; aber nun, angeregt durch diesen Bruder, versammelte sie sich schnell zum Gebet. Ich kniete nieder, und in mir waren die Gedanken: „Ich werde nicht beten können, ich werde nicht...“ Doch der Heilige Geist erfüllte mein Herz – und einfache Worte flossen aus meinem Mund. Ich sprach – und die Kälte meiner Vergangenheit schmolz; ich öffnete alles vor Gott, und die Qual meiner Seele hörte auf, und vor allem erfüllte der Friede Gottes immer mehr mein Herz. Und ich hörte erst auf zu beten, als meine Seele gesättigt war. Seitdem wohnt in meiner Seele ein grenzenloses Glück von Gott, und das war natürlich eine unerwartete Wendung zum Besseren, als ob eine echte Revolution in meiner ganzen inneren Welt stattgefunden hätte. Und das wunderbare, herrliche Opfer Christi schenkte und schenkte mir seinen Frieden, sein Glück und die Liebe zum Herrn und zu allen Menschen, die mich erfüllte. V. Ulker V. Ulker, in: Nashi Dni Nr. 1976, 20\. Mai 2006 ### Gottes Schutz in Zeiten der Not URL: https://www.beispielgeschichte.de/gottes-schutz-in-zeiten-der-not/ Last updated: 2026-05-16T15:00:40.000Z In Armavir konnte ich lange Zeit keine Arbeit finden. Schließlich fand ich eine Anstellung als Sekretärin und Maschinistin in der Personalabteilung eines Bauunternehmens, doch ich konnte nur zwei Monate arbeiten. Offenbar wurde eine Anfrage an meinen vorherigen Arbeitsplatz gestellt. Als sie den Grund meines Umzugs erfuhr, wurde ich aufgrund von Stellenkürzungen entlassen. Wieder war ich ohne Arbeit. Arbeit bedeutet Brot, und ohne Arbeit gibt es kein Brot. Wir lebten mit meiner Schwester von ihrer Ration – 500 g Brot auf Bezugskarten. Der Frühling kam, und ich konnte immer noch keine Arbeit finden. Die Feldarbeiten begannen, und ich nahm manchmal Gelegenheitsarbeiten beim Jäten an, um wenigstens etwas zu verdienen. Doch die Hitze kam, die Dürre war in jenem Jahr stark, und die Arbeiten auf dem Feld und in den Gärten wurden eingestellt. Um irgendwie Nahrung zu beschaffen, ging ich aufs Feld, zum Fluss, um Gras zu suchen, und wenn ich etwas fand, verkaufte ich es auf dem Markt, um Essen zu kaufen. Eines Tages versprach der Mann einer meiner Schwestern, mich als Kellnerin in einer Kantine unterzubringen, bat mich aber, drei Tage lang als Wächterin auf dem Markt zu arbeiten – einen Keller mit Lebensmitteln zu bewachen. In der Hoffnung auf Besseres stimmte ich zu, obwohl ich große Angst hatte – ich selbst brauchte einen Wächter. Doch Er war wirklich da – mein Herr. Ich frage mich noch heute: Wie konnte ich zustimmen, drei Nächte lang diesen Keller zu bewachen? Dieses Versprechen wurde nicht gehalten, und ich blieb weiterhin ohne Arbeit und Brot. Von jemandem hörten wir zufällig, dass in Aserbaidschan das Brot billig ist und man Arbeit finden kann. So entschied ich mich, mit Zustimmung meiner älteren Schwester, nach Aserbaidschan zu gehen, ohne zu wissen, wohin ich gehen sollte, und ohne eine Adresse zu haben, wo ich bleiben könnte. Ich hatte kein Geld für ein Ticket, und meine Schwester begleitete mich nachts. Ohne Ticket konnte ich nur auf der Trittstufe des Baku-Zuges fahren. Gott bewahrte mich in der Nacht auch vor bösen Menschen. Am Morgen nahm mich eine Einsatzgruppe als verdächtige Person von der Trittstufe des Wagens. Doch nachdem sie meine Dokumente überprüft hatten, waren die Beamten erstaunt: „Schau mal, wie gut sie gelernt hat! Was hat dieses Mädchen dazu gebracht, in einem solchen Zustand zu reisen?“ Sie fragten, ob ich Geld hätte. Ich antwortete, dass ich etwas, aber sehr wenig hätte. Der Herr neigte die Herzen dieser Menschen, und sie erlaubten mir, kostenlos im Wagen zu fahren. Ich stieg an der Station Chachmal aus, bevor ich Baku erreichte, und ging sofort zum Bildungsamt. Ich zeigte meine Dokumente und bat um eine Anstellung. Der Leiter bot mir an, die Dokumente dazulassen und ein wenig zu warten. Nichts ahnend wartete ich im Flur, bis man mich rief. Doch als ich nicht gerufen wurde, ging ich selbst ins Büro. Der Leiter sagte zu mir: „Viele suchen hier Arbeit, aber du bist ein gutes Mädchen, ich werde dich nehmen, warte.“ Diese Worte, in einem zweideutigen Tonfall gesprochen, trafen mich wie ein Blitz. Ich schnappte meine Dokumente vom Tisch und rannte aus dem Büro. Nachdem ich über alles nachgedacht hatte, entschied ich, dass ich nach Baku ins Ministerium für Volksbildung gehen sollte, wo ich hoffte, dass man mich anders behandeln würde. In Chachmal fand ich Gläubige. Sie luden mich ein, Kirschen vom Baum zu essen, was ich auch tat. Doch niemand fragte mich, wo ich untergekommen sei. Und ich wagte nicht, um eine Übernachtung zu bitten, und machte mich auf, im Bahnhof zu übernachten, von wo aus ich am Morgen nach Baku fahren sollte. Plötzlich wurden mitten in der Nacht alle Passagiere auf die Straße geschickt, angeblich wegen der Reinigung des Bahnhofs. Ich wanderte durch die nächtliche Stadt, ohne zu wissen, wohin ich ging. Als ich das Postgebäude sah, setzte ich mich auf die Stufen, um die Zeit bis zum Morgen zu überbrücken. Es war tiefe Nacht, keine Seele auf der Straße. Und plötzlich tauchte aus der Dunkelheit ein Mann kaukasischer Nationalität auf. Vor Angst wich ich ihm aus, doch er warf ein unanständiges Wort in meine Richtung und ging weiter. Konnte er denken, dass ein bescheidenes christliches Mädchen allein durch die nächtliche Stadt wandert? Deshalb sprach er so spöttisch und respektlos über mich. Als der Morgen kam, ging ich zum Bahnhof und fuhr nach Baku, direkt ins Ministerium für Volksbildung. Ich zeigte meine Dokumente, und man versprach mir eine Stelle, aber die Formalitäten verzögerten sich um etwa eine Woche. Ich fand eine Versammlung in der Siedlung in Montana, lernte eine Schwester kennen, ebenfalls aus Kuban, und sie nahm mich für die Nacht auf. Auch mit einer anderen Familie machte ich in der Versammlung Bekanntschaft. Einmal luden sie mich zu sich ein, bewirteten mich, aber zur Übernachtung luden sie mich nicht ein, da der leitende Presbyter für Transkaukasien, Ter-Avanesov, allen Mitgliedern geraten hatte, reisende Gläubige nicht bei sich übernachten zu lassen. Andernfalls drohte solchen Gemeindemitgliedern die Exkommunikation. Und meine Bekannten, obwohl sie meine Aufrichtigkeit und den Grund meines Aufenthalts in Baku sahen, luden mich aus Angst vor der Exkommunikation nicht zur Übernachtung ein. Einmal gaben sie mir statt einer Bewirtung ein Stück Seife. Ich ging auf den Markt, verkaufte es und kaufte mir etwas zu essen. Sofort verschlang ich das Gekaufte und blieb wieder hungrig. Baku war zu jener Zeit eine Stadt mit besonderem Regime, und ohne Registrierung durfte man sich nur einen Tag dort aufhalten. Und die Schwester, die mich beherbergte, riskierte bestraft zu werden, da sie mir bereits drei Nächte Unterkunft gewährt hatte. Da sich die Formalitäten für die Arbeit aus irgendeinem Grund verzögerten, kam ich nur spät abends zu ihr, damit die Nachbarn mich nicht bemerkten. Doch dann sagte die Schwester, dass sie mich nicht länger beherbergen könne, da jemand dem Kommandanten gemeldet hatte, dass ich bei ihr übernachte. Ich beruhigte sie, dass meine Dokumente heute fertig sein würden und ich an meinen Arbeitsplatz abreisen würde. Doch als ich ins Ministerium kam, stellte sich heraus, dass die Bearbeitung meiner Dokumente wieder auf morgen verschoben worden war. Das bedeutete, dass ich noch eine Nacht in Baku bleiben musste. Wohin sollte ich für die Nacht gehen? Wieder zu dieser guten und lieben Schwester? Aber ich fürchtete, dass diese gute Seele wegen mir bestraft werden könnte. Sollte ich bei den Schwestern um Unterkunft bitten, die mir normalerweise Aufmerksamkeit schenkten? Aber auch ihnen könnte ich Unannehmlichkeiten bereiten. Und so beschloss ich, niemanden zu belasten, die Nacht unter der Treppe im Eingangsbereich des Hauses zu verbringen, in dem die Schwestern wohnten. Ich kam dorthin später – es war bereits dunkel – und legte mich direkt auf den Zementboden. Zum Glück war es ein warmer Frühherbst. Früh am Morgen aufgestanden, erhielt ich endlich alle notwendigen Dokumente und reiste noch am selben Tag an meinen Arbeitsplatz, ins Dorf Leninkend, wo ich aufgenommen wurde und meine Arbeit begann und eine Brotration wie alle Arbeitenden erhielt. Außerdem, als ich anfing, Gehalt zu bekommen, konnte ich zusätzlich bei den Einheimischen hausgemachtes Brot kaufen. Ich kaufte Tekdir-Tschurek, gebacken und sehr lecker. Ich war so ausgehungert, dass ich ständig Brot im Mund haben wollte. Leider war der Ort, an den ich gelangte, einfach schrecklich. Der Erzieher, ein Aserbaidschaner, nahm spät abends die älteren Kinder und führte sie in fremde Weinberge. Dort pflückten sie Trauben, brachten sie nach Hause und aßen sie. Das schockierte mich. Auch insgesamt war die Umgebung unsicher. Einmal führte ich die Kinder auf einen Spaziergang und wir wurden von großen Jungen angegriffen, aber, Gott sei Dank, bewahrte Er sowohl mich als auch die Kinder. Seitdem ging ich nicht mehr mit den Kindern spazieren; ich hatte Angst. Nashi Dni Nr. 1976, 20\. Mai 2006 ### Die Macht, zu bewahren URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-macht-der-liebe-und-vergebung/ Last updated: 2026-05-15T12:30:13.000Z Ein Mann überwindet Groll durch Gebet und Liebe, indem er seine Sorgen symbolisch begräbt und Frieden findet. _This post is for subscribers only._ ### Wie Gott Sünden vergibt URL: https://www.beispielgeschichte.de/wie-gott-sunden-vergibt/ Last updated: 2026-05-15T12:30:17.000Z Ein kleiner Junge stellte seiner Mutter eine Frage: „Mama, ich habe in der Versammlung gehört, dass Gott unsere Sünden vergibt. Aber wohin gehen sie dann?“ – „In der Bibel steht, mein Lieber, dass Gott sie hinter seinen Rücken wirft.“ – „Also verschwinden die Sünden nicht, sondern fallen irgendwo hin und liegen dort?“ fragte der Junge weiter. – „Sie fliegen und fallen auf den Meeresgrund, in die Tiefe, verstehst du?“ Der Junge war mit dieser Antwort nicht zufrieden. Nach einer Weile fragte er erneut: „Ich habe in einem Buch gelesen, dass ein Mensch, wenn er ertrinkt, später wieder auftaucht. Ertrunkene werden sogar an den Strand gespült. Werden die Sünden auch eine Weile liegen und dann wieder auftauchen? Wie vergibt Gott dann, wenn die Sünden bleiben?“ Die Mutter dachte nach, wie sie ihrem Sohn antworten könnte. Und Gott half ihr. Sie ging zu einer Tafel, auf der ihr Sohn gerne mit Kreide schrieb, und sagte: „Sohn, schreibe hier: ‚Sünden und Ungerechtigkeiten‘.“ Der Junge schrieb diese Worte sorgfältig. Dann nahm die Mutter ein feuchtes Tuch und wischte schnell alles weg, was ihr Sohn geschrieben hatte. „Wo sind jetzt die Sünden und Ungerechtigkeiten?“ fragte sie lächelnd. „Es gibt sie nicht mehr...“ flüsterte der Sohn verwirrt. Doch dann schien es ihm zu dämmern, er wurde lebhaft und seine Augen leuchteten. „Jetzt weiß ich es! Jetzt weiß ich, wie Gott Sünden vergibt!“ jubelte der Junge. „Er löscht sie aus! Nicht einmal eine Spur bleibt!“ – „Nicht einmal eine Spur bleibt!“ bestätigte die Mutter und teilte die Freude ihres Sohnes. Nashi Dni Nr. 1931, 25\. Juni 2005 ### Glaube und Vertrauen zu Gott URL: https://www.beispielgeschichte.de/glaube-und-vertrauen-auf-gott/ Last updated: 2026-07-30T19:40:03.000Z Als ich meine Ausbildung abgeschlossen hatte und Vikar wurde, bekam ich eine schwere Halskrankheit. Der Arzt untersuchte meinen Hals, schüttelte dann den Kopf und sagte: „Das ist eine sehr schlechte Sache! Ihr Beruf ist unglücklich. Und außerdem dürfen Sie nicht predigen. Sie müssen sofort in den Süden. Und Sie müssen die Abendluft meiden, das ist Gift für Sie.“ Das war wie ein Todesurteil. Ich hatte gerade erst begonnen zu arbeiten, und der Arzt sagte: Der Beruf ist unglücklich. Damit war ich nicht einverstanden. Ich fuhr nach Bonn zu einem Professor, der auf diesem Gebiet berühmt war. Und er sagte dasselbe. Was tun? In den Süden fahren? Selbst wenn ich gewollt hätte, hatte ich nicht die Mittel dazu. Ich verließ meine Arbeit nicht, ich fuhr nicht in den Süden. Ich predigte weiter. Mit meinem Hals war es schlecht, aber ich setzte meine ganze Hoffnung auf den Herrn. Und vor einigen Jahren war ich in Ägypten. Ich predigte auf Reisen zweimal am Tag, und am Sonntag manchmal dreimal. Meine Arbeit verrichtete ich abends. Und meine Stimme war in großen Sälen zu hören, und sie war verständlich. Als ich auf dem Weltkongress in Berlin sprechen sollte, versagte das Mikrofon im Saal, und dennoch konnten alle 15.000 Zuhörer mich hören und verstehen. In einer Kirche mit schlechter Akustik konnte man mich verstehen. Das tat der Herr! Wenn du nicht an die Wunder der Bibel glaubst, dann sage ich dir: Ich bin ein wandelndes Wunder! Für Gott ist nichts unmöglich! Das habe nicht nur ich erlebt. Solche Erfahrungen haben viele Kinder Gottes gemacht. Ich habe ein ganzes Buch mit Geschichten herausgegeben, für die man bürgen kann, in denen die Wahrheit bewiesen wird: "Er kann helfen". Für Gott gibt es nichts Schwieriges oder Leichtes, Mögliches oder Unmögliches. Was Er geplant hat, das wird Er gewiss vollbringen. Diejenigen, die solche Fälle in ihrem eigenen Leben erfahren haben, glauben der Bibel, glauben Gott und lernen, besser auf Gott zu vertrauen. So vertraute David auf Gott, als ein Löwe in seine Herde kam. Was sollte er tun? Fliehen? Hätte er auf das wilde Tier geschaut, wäre die Flucht das einzig Richtige gewesen. Aber er schaute nicht auf den Löwen, er schaute auf den Herrn. Er vertraute dem Herrn, im Namen des Herrn ging er auf das Tier zu und besiegte es. Der lebendige Gott, auf den er sich verließ, gab seinem schwachen Körper solche Kraft, dass er ein solches Tier wie einen Löwen oder Bären erwürgen konnte. Und als Goliath den Herrn und sein Volk verhöhnte, verließ sich David erneut auf den Herrn und ging auf den Riesen zu, im Vertrauen auf Gott. Hat er sich verrechnet? Natürlich nicht. Wer auf Gott vertraut, wird niemals beschämt werden. Wer auf die Umstände, auf seine Kräfte, seine Fähigkeiten schaut, der wird sich verrechnen. Aber wer auf Gott vertraut, der wird immer siegen. Mein Bruder, du hast sicherlich auch auf die Umstände geschaut und dich vor ihnen gefürchtet. Schaue auf den Herrn! Für Ihn gibt es nichts Unmögliches. Lerne, übe dich in allen Lebenslagen und Fragen, und dein Leben wird gesegnet sein, wenn du in allen Prüfungen und Schwierigkeiten nur auf Gott vertraust. Oh, wenn wir alle besser lernen könnten, was es bedeutet zu glauben! Wir sind vor Gott schuldig, weil wir Ihn durch unseren Unglauben entehren. Wir sind auch vor dem Teufel schuldig, weil Jesus ihm die Macht genommen hat. Wir sind schuldig vor den Kindern Gottes, die in schweren Zeiten Beispiele und Vorbilder brauchen. Möge Gott uns helfen, dies zu lernen und in allen Prüfungen und Versuchungen zu beweisen: Glauben heißt, Gott zu vertrauen! Ernst Modersohn. „Leben des Glaubens“ - aus dem Deutschen von P. Panasenko in Nashi Dni Nr. 1931, 25\. Juni 2005 ### Der zweite Gamaliel URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-zweite-gamaliel/ Last updated: 2026-05-15T12:30:23.000Z Ein Gericht über Gott in Nowosibirsk endet in Verlegenheit, als jemand die Absurdität des Urteils ohne Angeklagten hinterfragt. _This post is for subscribers only._ ### Alles zur Ehre Gottes URL: https://www.beispielgeschichte.de/alles-zur-ehre-gottes/ Last updated: 2026-05-15T12:30:29.000Z Eine Dame besuchte ein Heim und ging durch alle seine Räume, um sich mit der Arbeit dort vertraut zu machen. Mit einer gewissen Arroganz fragte sie eine der Arbeiterinnen: „Nun, meine Liebe, was tun Sie eigentlich für Jesus Christus, indem Sie hier arbeiten?“ – „Ich wasche die Böden, gnädige Frau“, antwortete die Dienerin demütig. Jemand, der in ein Bibelseminar eintrat, stellte sich vor, dass er dort die ganze Zeit mit Gebet und Studium verbringen würde. Da das Seminar jedoch auf Selbstversorgung angewiesen war, bekam er eine Arbeit in der Küche. Und der Student beschloss, Gott zu verherrlichen, indem er das Geschirr wusch und abtrocknete, und zwar so gewissenhaft, als ob der Herr selbst aus diesem Geschirr essen müsste. „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen“ (Kol. 3:23). Nashi Dni Nr. 1917, 19\. März 2005 ### Das bittere Medikament URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-bittere-medikament/ Last updated: 2026-05-15T12:30:26.000Z Ein Junge bietet an, das bittere Medikament seiner Mutter zu trinken, was an Christi Opfer auf Golgatha erinnert. _This post is for subscribers only._ ### Der Kampf um das Leben URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-kampf-um-das-leben/ Last updated: 2026-05-15T12:30:32.000Z Karl Chesman kämpft verzweifelt um sein Leben, was an den Zustand eines Sünders ohne Christus erinnert. _This post is for subscribers only._ ### Der Baum des Judas URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-baum-des-judas/ Last updated: 2026-05-15T12:30:36.000Z Der Baum des Judas lockt mit Schönheit, doch sein Gift tötet. So ist auch die Sünde verführerisch, aber tödlich. Christus bringt Sieg. _This post is for subscribers only._ ### Alles neu URL: https://www.beispielgeschichte.de/alles-neu/ Last updated: 2026-05-15T12:30:39.000Z Austin Sorensen ALLES NEU „Wer in Christus ist, der ist eine neue Kreatur“ (Gal. 6,15). So spricht die Heilige Schrift. Diese Neuheit ist so offensichtlich, dass die Menschen um uns herum in Erstaunen versetzt werden. In Afrika gab es einen solchen Fall. Ein Eingeborener wandte sich Christus zu, aber die Kirche verschob seine Taufe mehrmals, da sie an seiner wahren Bekehrung zweifelte. Eines Tages erklärte er erneut seine Bereitschaft. Man fragte ihn: „Warum hältst du dich für bereit?“ – „Weil ich früher meine Hütte nur in der Mitte fegte, nur den Weg, und jetzt fege ich alle Ecken aus.“ Man könnte sagen: „Das ist doch eine Kleinigkeit...“ Richtig, aber es ist sehr charakteristisch für die „neue Kreatur“. Die neue Kreatur tut alles nach dem Gewissen, von Herzen, nicht zum Schein. Was wir als Kleinigkeiten bezeichnen, die keine Beachtung verdienen, ist in Wirklichkeit wichtig für die Bildung des christlichen Charakters. Die Veränderung des Charakters ist das, was die Wiedergeburt vor allem kennzeichnet. Austin Sorensen, in: Nashi Dni Nr. 1948, 5\. November 2005 ### Gottes Wunder in der Natur URL: https://www.beispielgeschichte.de/gottes-wunder-in-der-natur/ Last updated: 2026-06-13T08:38:17.000Z Ein Atheist erkennt durch ein Naturwunder Gottes Existenz und die göttliche Weisheit in der Schöpfung. _This post is for subscribers only._ ### Johann Sebastian Bach und die alte Orgel URL: https://www.beispielgeschichte.de/johann-sebastian-bach-und-die-alte-orgel/ Last updated: 2026-05-15T12:30:46.000Z Bach stimmt eine alte Orgel und zeigt, dass nur Jesus Christus das verlorene Menschsein wiederherstellen kann. _This post is for subscribers only._ ### Der Gute Hirte URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-gute-hirte-3/ Last updated: 2026-05-15T12:30:51.000Z Der Gute Hirte kommt zur Erde, um verlorene Seelen zu retten und sie in himmlische Gefilde zu führen. _This post is for subscribers only._ ### Die offene Tür der Erlösung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-offene-tur-der-erlosung/ Last updated: 2026-05-15T12:30:54.000Z Einige Touristen wollten ein Schloss besichtigen, das viel Interessantes zu bieten hatte. Der Aufseher des Schlosses gab ihnen einen Schlüssel. „Öffnet die Tür und tretet ein, ich komme gleich nach!“ Die Touristen steckten den Schlüssel ins Schloss, konnten ihn aber nicht drehen. So sehr sie sich auch bemühten, es war vergeblich. Schließlich kam der Aufseher. „Wir konnten die Tür nicht öffnen“, sagten sie. „Entschuldigt bitte, ich habe vergessen zu sagen, dass die Tür nicht verschlossen war.“ Dieses Beispiel kann auf Menschen angewendet werden, die versuchen, mit ihren eigenen Anstrengungen die Tür zur Erlösung zu öffnen. Der große Herr Gott hat die Tür der Gnade für ihre Erlösung bereits durch seinen geliebten Sohn, den Herrn Jesus Christus, geöffnet. Der Herr selbst sagt: „Ich bin die Tür!“ Er hat das Werk unserer Erlösung am Kreuz von Golgatha vollbracht, um jedem, der an ihn glaubt, das ewige Leben zu geben. Diese Tür ist bereits offen! Lasst uns alle menschlichen Überlegungen beiseitelegen und unserem Erlöser vertrauen. Nashi Dni Nr. 2002, 2\. Dezember 2006 ### Der schmutzige Fleck URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-schmutzige-fleck/ Last updated: 2026-05-15T12:30:57.000Z Ein Professor wird wegen eines Flecks auf seinem Jackett verurteilt. Die Geschichte mahnt, nicht voreilig zu urteilen. _This post is for subscribers only._ ### Die unsichtbaren Früchte des Glaubens URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unsichtbaren-fruchte-des-glaubens/ Last updated: 2026-05-15T12:31:01.000Z Ein kleines Samenkorn des Glaubens kann unzählige Früchte tragen, die nur Gott zählen kann. _This post is for subscribers only._ ### Die Ausdauer des Gebets URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-ausdauer-des-gebets/ Last updated: 2026-05-15T12:31:05.000Z Georg Müller betete über 63 Jahre für die Bekehrung eines Freundes, die erst nach seinem Tod geschah. _This post is for subscribers only._ ### Zwei Schicksale russischer Emigranten URL: https://www.beispielgeschichte.de/zwei-schicksale-russischer-emigranten/ Last updated: 2026-05-15T12:31:08.000Z Zwei russische Emigranten in Amerika: Einer findet Trost in Gott, der andere kämpft mit Sucht und Armut. _This post is for subscribers only._ ### Zu spät zur Umkehr URL: https://www.beispielgeschichte.de/zu-spat-zur-umkehr-2/ Last updated: 2026-05-15T12:31:11.000Z Ein Mann lehnt Gottes Ruf ab und stirbt mit den Worten 'Zu spät'. _This post is for subscribers only._ ### Zweifel vor der Hochzeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/zweifel-vor-der-hochzeit/ Last updated: 2026-05-15T12:31:14.000Z Jenny zweifelt an ihrer Hochzeit, als ein Brief ihrer Mutter sie zur Besinnung bringt. _This post is for subscribers only._ ### Ein Zimmer in der Ewigkeit? URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-zimmer-in-der-ewigkeit/ Last updated: 2026-05-15T12:31:17.000Z Ein Bruder lernt, dass wahre Liebe und Vergebung notwendig sind, um die Ewigkeit mit Gott zu erreichen. _This post is for subscribers only._ ### Die Überlebensgeschichte von Baba Warja URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-uberlebensgeschichte-von-baba-warja/ Last updated: 2026-07-30T19:50:32.000Z In Erstaunen blickte ich auf dieses nicht mehr junge, aber sehr gütige Gesicht mit hellblauen Augen und lauschte der gemächlichen, manchmal stotternden Stimme. Vor mir saß eine lebende Legende. Und ich erlebte einen emotionalen Schock. "Groß sind Deine Werke, Herr! Und Deine Gnade reicht bis zu den Wolken", ging es mir durch den Kopf. Wahrlich, Herr, Du hast für jeden von uns Deinen eigenen Plan. Schließlich hielt mein professionelles Herz als Ärztin es nicht mehr aus und ich bat darum, das medizinische Gutachten lesen zu dürfen. Die trockenen, leidenschaftslosen Zeilen der Diagnose erwähnten nichts über den fast dreiwöchigen Aufenthalt der Kranken in einem nicht von Menschenhand errichteten Grab mitten im Winter... In einem Augenblick wurde der Körper der siebzigjährigen Frau von der Druckwelle aus dem Hauseingang geschleudert und ohne jegliche Mühe lebendig in der gefrorenen Erde begraben. Achtzehn Tage lang, in einem Zustand erzwungener Anabiose, ruhte dieser von der Druckwelle verletzte Körper stumm in einem Bett aus gefrorenen Erdklumpen und in Laken aus schmutzigem Schnee. Die nicht verdichtete Erde ließ fürsorglich die frostige Luft durch, die das verletzte Gehirn zufriedenstellte. Es, wie ein treuer Wächter, hielt mit aller Kraft das schwindende Leben unter der Erde aufrecht. Und es war genau so viel Erde, dass der Körper nicht erfror und dass hungrige Hundemeuten ihn nicht ausgruben. Baba Warja, so hieß meine Gesprächspartnerin, wurde von den Einheimischen im Februar ausgegraben, als sie auf die Brandstätte kamen, um Ziegel zu holen. Beim Räumen der Trümmer stießen sie auf sie, ausgezehrt, aber noch lebendig. Als sie einen starken Schwall kalter Luft einatmete, der wie Ammoniak wirkte, kam Baba Warja für einige Sekunden zu sich. Sie brachte es fertig zu fragen: "Haben Sie die Kinder gefüttert?" Jene Kinder, die zusammen mit ihrer ältesten Tochter und anderen Bewohnern, die sich im Keller versteckt hatten, in jenem verhängnisvollen Moment nicht mehr da waren, als die Druckwelle sie aus dem Haus schleuderte. Und noch drei ganze Tage war sie bewusstlos. Baba Warja hörte nicht, wie die Menschen am Hubschrauber stritten, als sie nicht an Bord genommen wurde, da sie als lebensunfähig galt. Denn ringsum gab es so viele junge Verwundete, die Hilfe benötigten. Doch die Menschen, die sie gebracht hatten, bestanden auf der Evakuierung. Doch in der Stadt Mozdok, wohin der Hubschrauber sie brachte, wurde sie aus demselben Grund nicht hospitalisiert. Das Krankenhaus war überfüllt mit Verwundeten. So fand sich Baba Warja auf einem Krankenbett in einem kabardinischen Dorf wieder. In einem Zustand extremer Erschöpfung, mit schwerer Kopfverletzung, linksseitiger Lähmung, Lungenentzündung und Pleuritis, mit schweren Druckgeschwüren "bis auf die Knochen", verbrachte Baba Warja mehrere lange Monate zwischen Leben und Tod. Der Herr neigte sich über sie in Gestalt eines älteren kabardinischen Arztes, verband ihre Wunden, heilte sie. Und ebenso behutsam trugen diese Hände sie, schwach und hilflos, von der Trage in den Zug, als sie nach Kiew, zu ihrer Tochter, geschickt wurde. Ein ganzes Jahr lernte Baba Warja wieder zu gehen, zu sprechen und sich zu erinnern. Ein weiteres Mal, fünf Jahre später, im Stawropol-Gebiet, erzählte sie mir ihre erstaunliche Geschichte. Ich saß in ihrer gemütlichen Einzimmerwohnung im zweiten Stock und hörte zu, hörte zu... Vor meinem inneren Auge erschien die trostlose und misstrauische Stadt Grosny im Dezember 1994\. Die Bewohner der Stadt waren des Bösen und der Gewalt müde. Sie sehnten sich danach, frei und unbeschwert aufzuatmen, zu Freunden zu gehen, Tee an einem gemütlichen Tisch mit schnaufendem Samowar zu trinken. Doch... das Dudaev-Regime herrschte, und das Volk wurde zum Geisel dieses Regimes. Es gab einen unausgesprochenen Slogan: Beschaffe dir selbst Nahrung, wie du kannst. Und so beschafften sie: Sie plünderten Züge, die durch Tschetschenien fuhren, schamlos und kühn, wie zu Zeiten von "Vater Machno". Sie organisierten ein "Geschäft" mit Menschenraub zum Zwecke des Lösegelds. Und um den Prozess zu beschleunigen, schickten sie den Verwandten abgeschnittene Ohren und Finger. Den Unnachgiebigen, zur Warnung für andere, schickten sie auch Köpfe. Nein! In dieser Stadt war keine Zeit für Tee an einem Tisch mit weißem Tischtuch. In solch einer Zeit, in solch einer Stadt lebte Baba Warja still von ihrer Rente, die sie rechtzeitig auf die Adresse ihrer Tochter im benachbarten Stawropol umschreiben konnte. Andernfalls hätte sie diese Rente nicht gehabt, wie auch alle anderen, die das nicht taten. Baba Warja glaubte seit ihrer Jugend an Gott, las die Bibel, besuchte das Bethaus. Sie glaubte an den Erlöser Jesus Christus, dessen heiliges Blut ihre Sünden abgewaschen hatte, sie "weißer als Schnee" gemacht hatte, wie es in ihrem liebsten christlichen Hymnus gesungen wurde. Baba Warja glaubte fest daran, dass der Herr sie nicht verlassen und nicht aufgeben würde, sie nicht aus Seiner Hand lassen würde und dass "denen, die Gott lieben und Seine Gebote halten, alles zum Besten dient". Den Tod fürchtete Baba Warja nicht, denn für sie war es der Übergang in die Wohnung ihres Herrn Jesus Christus. So lebte sie kindlich rein und fest mit den Verheißungen Gottes. Deshalb, als sie Ende Dezember ein unüberwindliches inneres Drängen verspürte, auf den Markt zu gehen, ohne jeglichen Bedarf, nahm sie Geld und ging. Und getrieben von demselben beharrlichen inneren Befehl, kaufte sie auf dem Markt Fleisch und Eier. Als sie mit der schweren Last vom Markt kam, verbrachte Baba Warja den Rest des Tages damit, die Lebensmittel sinnvoll zu verteilen. Und am Abend erstarrte sie vor dem zunehmenden Dröhnen, begleitet von klirrenden Fenstern und zitterndem Boden. Eine Kolonne von Panzern zog in die Stadt ein. Der nicht erklärte Tschetschenische Krieg begann. Jener Krieg, der die meisten Bewohner zwang, die Stadt in Eile zu verlassen, und die Zurückgebliebenen in die Keller trieb, wo auch das Jahr 1995 zu Baba Warja kam. Als Herrin ihres Kellerabteils fiel die Sorge um die kranke ältere Tochter und die kranke ältere Schwester im Herrn mit ihren 5-jährigen Zwillingsenkelinnen auf Baba Warja. Das Schwierigste für die Kellerbewohner war es, Wasser zu beschaffen und unter ständigem Beschuss auf dem Feuer zu kochen. Da schätzte Baba Warja ihren letzten Einkauf auf dem Markt, der ihnen erlaubte, bis zu jener verhängnisvollen Stunde durchzuhalten. Als sie den verwundeten, blutüberströmten Nachbarn sah, der von seinem Feuer in den Keller floh, stürzte Baba Warja, unter dem Abschiedsschrei der Tochter und der Zwillinge, zum Ausgang, um aus der Wohnung Mull und Verbände zu holen. Sie stürzte hinaus, um nie mehr zurückzukehren, sondern nach der kalten Grabesdunkelheit in einem fernen kabardinischen Dorf zu erwachen... Eine ruhige, leicht stotternde Rede plätschert wie ein Bächlein. Anderthalb Jahre nach dem Geschehenen, noch immer schwach und gebrechlich, reiste Baba Warja mit Hilfe eines Stocks nach Grosny, mit dem sie nun nur noch Erinnerungen und ein Massengrab mit ihren geliebten Menschen an der Stelle des Hauses verbanden. Nachdem sie sich von ihnen verabschiedet und mit Gottes Eingreifen eine finanzielle Entschädigung erhalten hatte, verließ Baba Warja die Stadt Grosny für immer. Im Fasten und Gebet bat sie den Herrn um einen stillen Winkel für die verbleibenden Tage ihres Lebens. Und der Herr erfüllte ihr Bedürfnis auf wunderbare Weise in kürzester Zeit. Eines Tages, nach dem Gottesdienst, setzte sich Baba Warja auf eine Bank an der Haltestelle in Minwody und hörte das Gespräch zweier Freundinnen über den Verkauf einer Einzimmerwohnung gleich hier, in der Nähe der Haltestelle. So erwarb Baba Warja, ohne jegliche Mühe, nicht einmal eine Anzeige, durch Gottes Gnade eine ruhige Zuflucht. Nachdem sie auf dem Boden an ihrem neuen Ort übernachtet hatte, gelobte sie dem Herrn, die Türen ihres neuen Heims für jeden Bedürftigen offen zu halten. Und der Herr gab ihr alles Notwendige, um Gäste würdig zu empfangen. Sogar ein neuer großer Kühlschrank, kürzlich installiert, schnurrte geschäftig in der kleinen Küche. Und das Telefon im Flur schwieg, denn es gab kaum jemanden, der Baba Warja anrufen würde. Die Töchter mit ihren Familien – immer willkommene Gäste und ohne Anrufe, wie es auch bei meinem Treffen mit Baba Warja war. Und immer freute sie sich über jeden, der anklopfte. Aufrichtigkeit, Güte, Barmherzigkeit, Sanftmut und Frieden dufteten in der neuen Wohnung. Baba Warja teilte ihren innigsten Traum – zu reisen und von der wunderbaren Rettung durch die Gnade ihres Wunderbaren Erlösers zu zeugen. Und stellen Sie sich vor, sie bereiste fast den gesamten Nordkaukasus! Und nun hofft sie, im Frühling, wenn es wärmer wird und solange das ermäßigte Ticket gilt, Sibirien zu besuchen. Also, wenn jemand sie treffen möchte, beeilt euch, sonst trefft ihr sie nicht zu Hause an. Mit Baba Warjas Erlaubnis habe ich diese Geschichte geschrieben, ohne ihren Namen zu ändern, und werde sie ihr mit Freude überreichen, sobald sie das nächste Mal in unsere Stadt kommt, zu ihrer Enkelin, die hier studiert. Und Baba Warja ist 77 Jahre alt geworden! "Und obgleich unser äußerer Mensch verfällt, wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert," erinnere ich mich an die Worte der Heiligen Schrift, während ich auf dieses von geistlicher Schönheit strahlende Gesicht meiner Schwester im Herrn blicke. L.M. Tschernikowa, Stadt Wladikawkas, 09.12.2000 (Gewidmet den Christinnen aus Tschetschenien) Nashi Dni Nr. 1936, 13\. August 2005 ### Der Glaube ist der Schlüssel zum Himmel URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-echte-schlussel-zum-himmel/ Last updated: 2026-05-15T12:31:23.000Z Ein Professor zeigt, wie Radium echte von falschen Diamanten unterscheidet. Glaube ist der Schlüssel zum Himmel, aber nur der echte zählt. _This post is for subscribers only._ ### Der erste Erntedanktag URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-erste-erntedanktag/ Last updated: 2026-05-15T12:31:26.000Z An diesem Tag wird aus allen Küchen in New York ein appetitlicher, außergewöhnlich köstlicher Duft aufsteigen. "Gebratene Gänse sind Meister im Duften", sagte der ehrenwerte russische Richter in Tschechows Erzählung "Sirene". Doch es ist kein Gänsebraten. Kein Entenbraten. Und natürlich kein Hähnchen. Es ist ein Truthahn, der Feuer-Vogel! Im Jahr 1621 sammelten die ersten Siedler aus England, die Pilgerväter, die mit dem Schiff "Mayflower" in Cape Cod gelandet waren und ein Jahr voller Mühen, Not und Entbehrungen überstanden hatten, eine hervorragende Ernte ein und dankten dem Schöpfer für seine Gaben, indem sie im Herbst ein Festmahl veranstalteten – den ersten Erntedanktag, um Gott für seine Hilfe und Gaben zu danken. Dies war das erste echte Fest der Siedler. Einer von ihnen, Edward Winslow, schrieb nach England: "Unser Weizen ist, Gott sei Dank, gut gewachsen, ebenso wie Mais und Gerste. Nach der Ernte schickte unser Kommandant vier Männer auf die Jagd; sie brachten so viel Wild, und unsere Fischer fingen so viel Fisch, dass wir alle zusammenkommen und uns an den Früchten unserer Arbeit erfreuen konnten. Zum Fest luden wir die Indianer ein, und sie brachten uns fünf von ihnen erlegte Hirsche. Wir feierten drei Tage lang." Der Autor des Briefes erwähnt nicht, dass der friedliche Indianer Squanto, der mit den Pilgervätern lebte und den Häuptling des Wampanoag-Stammes einladen sollte, 90 mit Federn geschmückte indianische Krieger mitbrachte. Die Siedler waren sehr verwirrt und überrascht über diese Umstände, da es mehr Gäste als Gastgeber gab! Aber die 50 Pilgerväter luden die Indianer herzlich ein, mit ihnen das Mahl zu teilen, ohne zu ahnen, dass ihre Gäste in der Lage waren, unglaubliche Mengen an Essen zu verzehren. Zusätzlich zu dem geschenkten Hirschfleisch wurden wilde Truthähne, Gänse, Enten, Krabben, Aale, Austern und Fisch serviert. Alle Speisen wurden im Freien zubereitet: Hirschfleisch und Wild wurden am Spieß gebraten, Krabben und Austern auf Kohlen gegrillt, und eine Muschelsuppe kochte in Kesseln, die über dem Feuer hingen. Es wurden auch Weizenbrötchen und Maisbrot gereicht. An diesem ersten Erntedanktag schmückte kein traditioneller Kürbiskuchen den Festtisch, da die Hausfrauen noch nicht wussten, wie man die riesigen Kürbisse zubereitete. Das Rezept für den ersten Kürbiskuchen ist im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen! Nur fünf Frauen, einige junge Mädchen und eine Handvoll Kinder überstanden das harte Jahr. Man kann sich vorstellen, wie müde und erschöpft die armen Hausfrauen nach drei Tagen Feierlichkeiten waren. Schließlich mussten sie 140 Menschen verköstigen. Die indianischen Krieger reduzierten die für den Winter vorbereiteten Vorräte der Siedler erheblich, aber diese waren von Herzen froh, ihren Nachbarn Gastfreundschaft erweisen zu können. Diese Gastfreundschaft wurde zur Tradition des Erntedankfestes. Am Festtagstisch vereinen sich nicht nur Verwandte, die oft aus den entferntesten Bundesstaaten anreisen; auch Alleinstehende und Einsame werden eingeladen. Und ich hoffe sehr, dass, wenn Sie an diesem Tag keinen Truthahn im Kreise Ihrer Familie essen können, Ihre lieben Freunde Sie zu sich einladen werden. Irina Graham Irina Graham, in: Nashi Dni ### Ein neues Jahr mit Gott beginnen URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-neues-jahr-mit-gott-beginnen/ Last updated: 2026-05-15T12:31:30.000Z Das alte Jahr neigte sich dem Ende zu. Eine alte Frau saß am Kamin, versunken in traurige Erinnerungen. Viele Schwierigkeiten hatte sie in ihrem Leben durchlebt. Ihr bester Freund, ihr Ehemann, war aus diesem Leben geschieden. Ihr treuer Hund, der sie in schweren Zeiten mit seiner Anwesenheit und Zuneigung getröstet hatte, war verendet. Das vergangene Jahr war für die Frau sehr schwer gewesen. Und sie wollte nicht mehr leben... Auf dem Tisch lag eine Bibel. Sie öffnete sie und las die Worte: „Ich will gedenken der Taten des Herrn; ja, ich will gedenken deiner Gerechtigkeit, deiner allein“ (Psalm 71:16). Sie las, dachte nach und beschloss dann, die Türen des vergangenen Jahres fest hinter sich zu schließen und mit Vertrauen auf Gott in das neue Jahr zu gehen. Das neue Jahr kann ebenso schwierig sein, aber wenn wir den Herrn Jesus Christus zu unserem Begleiter machen, wird er uns helfen, uns die nötige Gnade geben, uns nicht allein zu lassen und uns helfen, den Weg bis zur Endstation fortzusetzen. Nashi Dni Nr. 1908, 15\. Januar 2005 ### Das Beste der Welt URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-beste-der-welt-2/ Last updated: 2026-05-15T12:31:33.000Z Ein Künstler sucht das Beste der Welt und findet es in Glaube, Liebe und Frieden in seinem eigenen Zuhause. _This post is for subscribers only._ ### Der Aufruf zur Umkehr URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-aufruf-zur-umkehr/ Last updated: 2026-05-15T12:31:36.000Z Nach dem Essen trat ihr Vater, ein grauer, nicht sehr großer alter Mann, an den Tisch und las aus dem Evangelium nach Johannes: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ Nachdem er gelesen hatte, begann der alte Mann zu erzählen, dass Gott liebt, dass Gott die Sünder rettet, und dass das Blut Christi nicht umsonst vergossen wurde. „In ihm ist den Sündern Vergebung!“ rief er aus. „Ich bin eine Sünderin“, dachte Shura, und eine innere Stimme schien zu sagen: „Heute musst du Buße tun“, aber eine andere Stimme überzeugte sie: „Ja, du bist eine Sünderin, und du musst Buße tun, aber nicht heute, sondern morgen.“ Sie schaute zurück: Skudin schrieb etwas auf. „Er sammelt Material über die Baptisten“, vermutete sie. Wahrscheinlich war Skudin im Auftrag gekommen, um herauszufinden, wer bei den Baptisten der Anführer ist und welchen Einfluss er hat. Doch Skudin hörte das Singen, die Gebete, die Predigten: Etwas berührte sein Herz, weckte ihn zu etwas Unbekanntem, aber er bemühte sich, sich nicht darauf einzulassen, indem er sich immer wieder sagte: „Berauschung, Berauschung, was für eine Berauschung.“ „Unser lieber Gast aus der fernen Siedlung wird ein Wort sagen“, sagte Panteley. An den Tisch trat der stämmige Savelich, ein gebürtiger sibirischer Chalden, wie man über ihn sagte. Sein ganzes Gesicht war von dichten, schwarzen Haaren bedeckt, so dass nur die Augenhöhlen und die Nase zu sehen waren. Er hatte nur ein Auge, und sein äußeres Erscheinungsbild war eher streng. Aber alle, die den alten Savelich näher kannten, wussten, wie fröhlich und gutmütig dieser alte Mann war, der in der Lage war, durch die Taiga zu gehen, selbst bei schlechtestem Wetter, lächelnd und fröhlich plaudernd. Kein schlechtes Wetter konnte Savelich aufhalten, wenn er beschlossen hatte, zur Versammlung zu gehen. Nachdem er die Bibel aufgeschlagen hatte, blätterte Savelich lange mit seinen knorrigen, rauen Arbeiterhänden durch die Seiten, um die richtige Stelle zu finden. Dann schaute er aufmerksam auf alle und sagte leise: „Brüder, Schwestern, wir haben viele verschiedene Dinge getan: gesungen, gebetet und Seelen zum Herrn geführt, aber ein Werk haben wir noch nicht begonnen. Ich fühle, dass wir bald mit diesem Werk beginnen müssen. Wisst ihr, welches Werk das ist?“ fragte er und schwieg. Niemand der Anwesenden sagte ein Wort. „Aber hier ist es, dieses Werk, es steht hier geschrieben, in der Offenbarung des Johannes, Kapitel 6, Verse 10-11.“ Und er las langsam: „Und sie riefen mit lauter Stimme: Wie lange, o Herr, der du heilig und wahrhaftig bist, richtest und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf Erden wohnen? Und es wurden ihnen allen weiße Kleider gegeben, und es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kleine Weile ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und Brüder, die getötet werden sollten wie auch sie, vollendet seien.“ G. Avramenko, in: Nashi Dni Nr. 1908, 15\. Januar 2005 ### Rückkehr in die Gemeinschaft URL: https://www.beispielgeschichte.de/ruckkehr-in-die-gemeinschaft/ Last updated: 2026-05-15T12:31:39.000Z Als Schura das Haus betrat, waren die meisten Bänke bereits besetzt. Es war still. Die Menschen saßen mit ruhigen Gesichtern und warteten auf den Beginn der Versammlung. Sie war hier nur in ihren frühen Jugendjahren gewesen, und unwillkürlich kamen Erinnerungen an die besten Tage ihres Lebens auf. „In die Heimat, in die Heimat, in die Heimat des Landes...“ sangen die alten Männer vorne, und die ganze Versammlung stimmte in die feierliche, langgezogene Melodie ein. Der Hymnus war bekannt, und Schura sang unwillkürlich mit, erinnerte sich dann aber: „Ich bin doch ungläubig!“ und verstummte. „Ja, an diesem Tisch habe ich als kleines Kind Gedichte aufgesagt. Wie sie mich anlächelten, wie sie mich liebkosten“, dachte sie, während sie die Jugendlichen rechts von ihr betrachtete. Unter ihnen war auch Sascha Iwin, der etwas für sich las. Am Tisch saß ein alter Mann mit langem Bart – Akim, Saschas Vater. Er sang laut, hielt ein Liederbuch vor sich und rückte immer wieder seine Brille zurecht, die während des Singens offenbar nicht fest saß. Schura schaute sich um und bemerkte Pawel Skudin, der mit weit geöffneten Augen die Umgebung betrachtete. „Offenbar ist er zum ersten Mal hier“, dachte Schura. „Vor dem Gebet singen wir: ‚Nun ist die Stunde des Gebets gekommen‘“, schlug ihr Vater, Pantelej, vor. Alle standen auf, und Akim las: „Nun ist die Stunde des Gebets gekommen, still und bescheiden ist unser Haus. Und Seele an Seele schmiegt sich unter uns in heiliger Gemeinschaft.“ Nach dem Gesang setzten sich alle. „Iwin wird das Wort sprechen“, sagte einer der alten Männer. Schura dachte, dass Akim jetzt zum Tisch gehen und lesen würde, aber Sascha trat vor und öffnete das Evangelium. „Erstaunlich, er liest das Evangelium“, dachte Schura. „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt“, sprach Sascha die Worte Jesu. Er sprach über das Gebet, das die Versuchung besiegt, sprach über das Wachen und Beten während der Versammlung, damit sie gesegnet sei. Schura hörte zu, schaute auf sein offenes, ehrliches Gesicht und flüsterte unwillkürlich: „Wie er glaubt!“ Und plötzlich wurde ihr Angst, dass sie selbst an nichts glaubt. Was sie in ihrer Kindheit empfand, diese Welt und die Liebe Christi, waren ihr nun völlig fremd. Sascha rief zum Gebet auf, und alle knieten nieder und beteten der Reihe nach, oft einander unterbrechend. Sie sprachen einfache Worte und legten Gott ihre Bedürfnisse und Bitten dar. Es gab keine schönen Gebete, keine auswendig gelernten Phrasen. Einige weinten. Nach dem Gebet sangen sie: Sünder, kommt zu Christus. Die Stunde der Rettung ist verkündet. Jesus will euch retten, Voll Liebe und Kraft ist er... Nashi Dni Nr. 1908, 15\. Januar 2005 ### Der Traum in der Wüste URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-traum-in-der-wuste/ Last updated: 2026-05-19T06:08:09.000Z Er lag in der Wüste und starb vor Durst. Um ihn herum waren die flirrenden Sande der Wüste. Wie er hierhergekommen war, wusste er nicht, denn er war gerade erst zu sich gekommen. Er hatte keine Kraft, zu dem in der Nähe plätschernden Bewässerungsgraben zu kriechen. Er konnte ihn nicht sehen, aber deutlich hören. Mit seinen letzten Kräften schaffte er es, noch ein paar Meter voranzukommen, und plötzlich sah er nicht den Bewässerungsgraben, sondern einen großen Bach, der über glatte Kiesel rollte. Noch ein paar Meter – und er wäre gerettet! Seine Kräfte verzehnfachten sich, und er schaffte noch ein paar Meter. Er war fest davon überzeugt, dass er das lang ersehnte lebensspendende Wasser erreichen würde. Er versuchte, keine Kraft darauf zu verschwenden, den Kopf zu heben, und kratzte sein Gesicht am Sand, als er fast das begehrte Wasser erreicht hatte. Doch plötzlich spürte er, dass etwas Schweres auf seine Hand fiel. Er hob den Kopf und sah mit Schrecken einen mongolischen Krieger in leichter Kriegsrüstung, dessen Saffianstiefel auf seiner Hand stand. In seiner Hand hielt er ein gezücktes Schwert, auf seinem Gesicht war ein grausames, blutrünstiges Lächeln, das Raubtierzähne entblößte. Der Krieger hielt das Schwert mit beiden Händen, um einen mächtigeren Schlag zu führen. Der Mann auf dem Boden wollte vor Entsetzen schreien, aber ihm blieb die Luft weg. Aus seiner ausgetrockneten Kehle kam nicht einmal ein schwacher Laut, und in seinem Kopf blitzte es: „Gott, wenn Du existierst, dann rette mich, und ich verspreche, dass ich Dir den Rest meines Lebens dienen und Deine Taten preisen werde!“ Und sofort hörte er wie eine Antwort: „Gut, wir werden sehen.“ „Gelobt seist Du, Herr!“ sagte der Mann. „Dein Gott wird dir nicht helfen, aber wenn du einen hast, dann geh zu ihm“, und der Mongole schlug mit einem kriegerischen Schrei mit aller Kraft zu... Der Mann wachte schweißgebadet auf, sein Herz schlug heftig. Seine Frau, die neben ihm lag, rüttelte ihn: „Was ist mit dir? Du bist fast gestorben! Du hast erstickt, als du mit dem Gesicht im Kissen lagst, und geröchelt. Ich habe dich mit Mühe umgedreht und denke, dass nur Gott dich gerettet hat.“ „Puh! So ein Unsinn kann nur im Traum passieren!“, murmelte der undankbare Mann und vergaß das Ende des Traums. Nikolai Doroschenko, in: Nashi Dni ### Brennende Kohlen URL: https://www.beispielgeschichte.de/brennende-kohlen/ Last updated: 2026-05-15T12:31:45.000Z Eine Frau versucht, ihren ungläubigen Mann zu ändern, aber der Pastor rät zu 'brennenden Kohlen' statt zu heißem Wasser. _This post is for subscribers only._ ### Der Schlüssel zu geistlichem Reichtum URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-schlussel-zu-geistlichem-reichtum/ Last updated: 2026-05-15T12:31:49.000Z Eine Frau lebt in Armut, obwohl sie durch Schecks ihres Sohnes reich sein könnte. Dies zeigt unsere oft ungenutzten geistlichen Reichtümer. _This post is for subscribers only._ ### Keine Hoffnung URL: https://www.beispielgeschichte.de/keine-hoffnung/ Last updated: 2026-05-15T12:31:52.000Z Ein kranker Mann ohne Hoffnung erinnert an die Notwendigkeit, in Jesus die wahre Hoffnung zu finden. _This post is for subscribers only._ ### Das menschliche und göttliche Vergeben URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-menschliche-und-gottliche-vergeben/ Last updated: 2026-05-15T12:31:56.000Z Der bekannte amerikanische Prediger Moody erzählt Folgendes. Er kam in eine Stadt im Bundesstaat Ohio in Amerika, wo er eingeladen wurde, in einem örtlichen Gefängnis zu predigen. Als er im Gefängnis ankam, sah er sich einer Versammlung von 1100 Gefangenen gegenüber, zu denen er sprechen sollte. Vor Beginn der Versammlung erzählte der Gefängnisdirektor Moody von einem Ereignis, das sich vor einigen Jahren in demselben Saal ereignet hatte. Der Direktor und seine Untergebenen hatten den Gouverneur gebeten, fünf Gefangene zu begnadigen, deren Verhalten in den nächsten sechs Monaten das beste sein würde. Der Gouverneur stimmte zu, jedoch unter der Bedingung, dass niemand bis zum Tag der Begnadigung davon erfahren würde. Nach Ablauf der sechs Monate wurden alle Gefangenen, es waren mehrere Hundert, versammelt. Die gesamte Leitung war anwesend. Als gesagt wurde, dass fünf der Gefangenen begnadigt würden, aber ihre Namen noch nicht genannt wurden, herrschte im riesigen Saal Totenstille. Jeder wollte seinen Namen unter den Begnadigten hören. Es ist leicht zu verstehen, was geschah, als die Namen genannt wurden. Die Begnadigten wurden von einer Freude ergriffen, die sie sogar zum Weinen brachte. Aber ihre Zahl war klein. Die Herzen aller anderen Hunderten von Gefangenen erfuhren keine Vergebung, und sie mussten hinter Gittern bleiben. So ist das menschliche Begnadigen und Vergeben. Doch wie viel besser ist Gottes Vergebung, die er allen ohne Ausnahme kostenlos anbietet! Bei den alten Griechen gab es ein Fest namens "Amnisto" (das Wort "Amnestie" stammt von diesem Wort ab). Einmal im Jahr verzichteten die Griechen freiwillig auf gegenseitige Feindschaft, Rechtsstreitigkeiten, Ansprüche und Auseinandersetzungen. Das Fest begann mit einem feierlichen "Begräbnis" aller familiären Streitigkeiten, Missverständnisse mit Nachbarn, aller möglichen Kränkungen, Beleidigungen und Ungerechtigkeiten. Bei den Christen der altapostolischen Kirche war die Zeit der gegenseitigen Vergebung mit dem Gedenken an den Tod Jesu Christi verbunden. Am gedeckten Tisch bereuten die Gläubigen und vergaben einander. Nach dem Abendmahl des Herrn wurde ein Fest der christlichen Liebe veranstaltet, das "Agape" genannt wurde. Oh, wie zeitgemäß und dringend notwendig wäre ein solches Fest der gegenseitigen Vergebung für uns Gläubige in allen Ländern! Nashi Dni ### Wie Gott gibt URL: https://www.beispielgeschichte.de/wie-gott-gibt/ Last updated: 2026-05-15T12:31:59.000Z Ein Juwelier erklärt, dass Könige das Beste für sich behalten, aber Gott gibt uns das Beste: seinen Sohn für unser Heil. _This post is for subscribers only._ ### Lasst uns dankbar sein! URL: https://www.beispielgeschichte.de/lasst-uns-dankbar-sein/ Last updated: 2026-05-15T12:32:03.000Z Ein Arbeiter verliert drei Finger, dankt aber Gott, dass er nicht die ganze Hand verlor. Dankbarkeit in allen Lebenslagen. _This post is for subscribers only._ ### Nicht schlagen, sondern füttern URL: https://www.beispielgeschichte.de/nicht-schlagen-sondern-futtern/ Last updated: 2026-05-15T12:32:06.000Z Ein junger Prediger lernt, dass Sanftmut und Verständnis mehr bewirken als Kritik und Härte. _This post is for subscribers only._ ### Die Wunde am Herzen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-wunde-am-herzen/ Last updated: 2026-05-15T12:32:09.000Z Eine Legende lehrt, dass wahre Kunst und Errungenschaften das Blut des Herzens kosten. _This post is for subscribers only._ ### Das Weben von Spitzen URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-weben-von-spitzen/ Last updated: 2026-05-15T12:32:12.000Z In Dunkelheit gewebte Spitzen sind die schönsten. So auch unser Leben: In schweren Zeiten entstehen die wertvollsten Werke. _This post is for subscribers only._ ### Es gibt keine Familie ohne Sonderling URL: https://www.beispielgeschichte.de/in-der-familie-gibt-es-immer-einen-sonderling-2/ Last updated: 2026-05-15T12:32:15.000Z Ein junger Mann erkennt durch die Worte einer Tante seine Notwendigkeit zur Umkehr und wird Christ. _This post is for subscribers only._ ### Wer etwas bemerkt URL: https://www.beispielgeschichte.de/wer-was-bemerkt/ Last updated: 2026-05-16T15:00:49.000Z Auf der Straße saßen drei Menschen: ein Schneider, ein Schuster und ein Besitzer eines Hutgeschäfts. Menschen gingen an ihnen vorbei. Alle drei achteten auf die Passanten, jedoch jeder auf seine Weise. Der Schneider achtete auf die Anzüge, der Schuster schaute auf die Schuhe und der Hutmacher auf die Kopfbedeckungen. Viele stehen den Evangelisten misstrauisch gegenüber, weil jeder die Ereignisse auf seine Weise beschreibt. Doch keiner von ihnen widerspricht dem anderen, sondern beschreibt die Ereignisse in seiner eigenen Art. Und das ist natürlich normal. Die Evangelisten widersprechen sich nicht, sondern ergänzen einander und so treten die evangelischen Berichte in ihrer ganzen Fülle vor uns auf. Gott sei Dank dafür! Nashi Dni Nr. 1937, 20\. August 2005 ### Sackgassen des Lebens URL: https://www.beispielgeschichte.de/sackgassen-des-lebens/ Last updated: 2026-05-15T12:32:21.000Z Drei Menschen suchen Wahrheit und Glück, scheitern jedoch ohne Gott und enden in Sackgassen des Lebens. _This post is for subscribers only._ ### Selbsthingabe URL: https://www.beispielgeschichte.de/selbsthingabe/ Last updated: 2026-05-15T12:32:24.000Z Ein Kind vertraut seinem Vater blind, ein Bild für den Glauben an Gottes unbegrenzte Gnade und Barmherzigkeit. _This post is for subscribers only._ ### Die Unverrückbarkeit von Gottes Gesetzen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unerschutterliche-liebe-einer-mutter/ Last updated: 2026-05-19T06:08:12.000Z Die Unverrückbarkeit von Gottes Gesetzen (Erinnerungen der Kinder an Pirkko Peisti) Nikolai. Heute möchten wir, zehn Kinder, aufstehen und Gott preisen, der uns das Geschenk einer wunderbaren Mutter gegeben hat. Wir nennen sie "Ma". Heute, am Vorabend des "Muttertags", finde ich die Worte des Autors des Buches der Sprüche sehr passend, als er von der tugendhaften Frau sagte: "Ihre Kinder stehen auf und preisen sie, ihr Mann lobt sie." (Spr. 31:28) Die Liebe unserer Ma war stets ermutigend in meinem Leben präsent. Ma sagte selten die Worte "Ich liebe dich", aber es ist interessant, dass ich dies nie bemerkte, bis ich erwachsen wurde und weit weg vom Elternhaus lebte, weil ich nie an der Liebe zweifelte, die sie für mich hatte. Als ich aufwuchs, liebte ich es, in der Küche zu sein, weil Ma dort war, was verständlich ist: Schließlich musste sie zehn hungrige Kinder ernähren! Meine kindlichen Streiche, wie das Necken anderer, das alle zur Weißglut brachte, konnten ihre Liebe zu mir nicht ändern. Ma wollte immer wissen, wie es mir auf einem anderen Kontinent erging, trotz ihrer Beschäftigung. Selbst während unseres letzten Telefongesprächs – nur 14 Stunden bevor sie starb – waren Mas erste Worte am Telefon: "Wie geht es dir?" Philipp. Einige Tage bevor meine Mutter starb, während unseres letzten Gesprächs, erwähnte sie etwas, das ich nicht vergessen kann. Im Bett liegend sagte sie mir, dass es nur wenige Dinge im Leben gibt, die von Bedeutung sind. Mit Tränen in den Augen fragte ich sie, was das für Dinge seien, und sie sagte mir: "Beziehungen. Beziehungen zwischen Menschen, aber vor allem die Beziehung zu Gott." Danach betete sie für mich. Natascha. Ich weiß nicht, wie ich in Worten ausdrücken soll, was Ma für mich bedeutete. Aber ich weiß, dass sie mich sehr liebte, und ich werde das nie vergessen. Für sie stand der Herr an erster Stelle im Leben und dann die Familie. Ihre eigenen Bedürfnisse stellte sie immer an letzte Stelle. Man konnte immer sehen, wie Christus durch ihr Leben durch ihre selbstlose Liebe zu uns allen strahlte. Bobby. Das Leben meiner Mutter war ein Vorbild für mich. Sie war ein praktisches Beispiel für Selbstverleugnung. Zum Beispiel konnte sie ein hartes Stück Brot nehmen, das niemand sonst wollte, oder sie konnte den harten Teil des Käses kauen, den niemand sonst wollte; und dabei sagte sie: "Lecker!" Sie konnte immer auf etwas verzichten, damit es uns gut ging. Darin gab sie mir ein Beispiel für praktisches tägliches christliches Leben. Charlie. Der größte Einfluss auf mein Leben war die Geduld von Ma. Wahrscheinlich, weil ich ihre Geduld mehr als alle anderen auf die Probe stellte! Sie ermutigte mich immer, ohne mich für meine Fehler zu tadeln. John. Eine der besten Lektionen, die ich von Ma gelernt habe, war, dass alle Menschen den gleichen Respekt und die gleiche Ehre verdienen. Ma bewunderte nie Berühmtheiten, sie erwies sogenannten wichtigen Menschen dieser Welt nie besondere Ehre. Dass sie alle mit dem gleichen Respekt behandelte, war ein Zeichen ihrer Demut und Liebe. Ma korrespondierte mit vielen Menschen, die in verschiedenen Ländern der Welt lebten, aber sie sortierte die Briefe nie in Stapel: "wichtig" und die, die warten können. Jeder, ohne Ausnahme, erhielt eine rechtzeitige und respektvolle Antwort. Nur die Ewigkeit wird all die kleinen, aber so bedeutenden Ausdrucksformen ihrer Liebe und Fürsorge für alle offenbaren, die die Ehre hatten, unsere geliebte Ma zu kennen. Dwight. Solange ich mich erinnern kann, war Ma immer die beste Informationsquelle in der Familie. Ob es sich um eine Schulaufgabe über ein gelesenes Buch handelte oder um eine Lektion in der Sonntagsschule, den Namen eines Schulfreundes oder ein passendes finnisches Sprichwort zur Tröstung, wenn mich meine Geschwister neckten – Ma hatte immer eine Antwort. Aber trotz des Einflusses (wenn nicht gar der Macht), den dieses Wissen in sich trug, missbrauchte Ma es nie und was noch wichtiger ist, sie stellte es nie zur Schau. Sie drängte auch nie andere mit ihrem Wissen oder ihrer Meinung. Ma war nicht stolz. In einer Welt, in der es als Tugend gilt, seine Fähigkeiten zur Schau zu stellen, hinterließ diese Bescheidenheit einen tiefen Eindruck in meiner Seele. Tanja. Ich verließ mich in vielen Fragen meines Lebens auf Ma, aber das, was mich in den letzten fünfzehn Jahren am meisten beeinflusste, war Mas Weisheit. Wenn ich sie um Rat fragte, hatte sie immer wunderbare Antworten auf all meine Fragen, sei es praktisch oder geistlich. Obwohl sie mir nur dann Ratschläge gab, wenn ich darum bat. Theresa. "Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener", sagte Christus. Vieles habe ich von meiner Mutter gelernt. Aber die wichtigsten Dinge habe ich nicht aus ihren Worten gelernt, sondern aus ihrem Leben selbst. Ihr Leben war ein Beispiel für Dienst. Sie sagte mir nie, wie man ein Diener ist, sie zeigte es mir. Sie diente treu und selbstlos ihrem Mann, ihren Kindern, ihrer Arbeit, der Kirche, Freunden und vor allem Gott. Aus diesem Erbe kann ich bis zum Ende meines Lebens schöpfen. Und ich finde Trost darin, zu wissen, dass nach einem solchen Leben des Dienstes ihre Belohnung im Himmelreich groß ist. Tamara. Das volle Vertrauen in den Herrn, das ich bei meiner Mutter sah, war das, was einen großen Einfluss auf mein Leben hatte. Sie machte sich niemals Sorgen um die Zukunft, sie wusste, dass Gott immer dafür sorgen würde. Das Beispiel meiner Mutter half mir, mehr und mehr auf den Herrn in meinem eigenen Leben zu vertrauen, als meine Familie und ich während 22 Jahren der Missionsarbeit Unsicherheiten und schwierige Situationen begegneten. Ich kann immer von ihrem Beispiel lernen. Nikolai, in: Nashi Dni Nr. 1975, 13\. Mai 2006 ### Die wartende Mutter URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-wartende-mutter/ Last updated: 2026-05-15T12:32:30.000Z Eine Mutter wartet sehnsüchtig auf Nachrichten ihrer Töchter, die seit zehn Jahren verschwunden sind. _This post is for subscribers only._ ### Die Ketten der Sünde URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-ketten-der-sunde/ Last updated: 2026-05-15T12:32:33.000Z Im Buch des Propheten Jesaja steht geschrieben: „Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; und der Herr legte auf ihn die Sünden von uns allen“ (Jesaja 53,6). Vor vielen Jahren kam aus dem Ausland nach Russland Doktor Bedeker, ein alter, patriarchalisch aussehender, ehrwürdiger Mann. Er reiste viel durch Sibirien und arbeitete viel unter den Sträflingen. Einmal musste er am Amur zu einer fünftausendköpfigen Menge von Verbannten über denselben Text sprechen: „Wir alle gingen in die Irre wie Schafe.“ Am Ende wandte er sich an seine Zuhörer: Mörder, Diebe und Verbrecher – und fragte sie: – Ist das wahr, Brüder? Und sie nickten mit den Köpfen, die Ketten klirrten: – Wahr, Väterchen, wahr! Ein anderes Mal musste er vor einer zehntausendköpfigen Menge von Verbannten über denselben Text sprechen. Und auch diesmal wandte er sich an seine Zuhörer und fragte: – Ist das wahr? Und diese Unglücklichen nickten ebenfalls mit den Köpfen, die Ketten klirrten: – Wahr, Väterchen, wahr! Meine Freunde! Ihr seid keine Sträflinge, ihr habt keine eisernen Ketten an Händen und Füßen, aber eure Seele befindet sich in noch schrecklicheren Ketten – den Ketten der Sünde. Vor kurzem entkam ein großer Verbrecher aus dem Zentralgefängnis von Riga. Er wurde wieder gefasst und sitzt nun in einer Einzelzelle, an Händen und Füßen gefesselt. Aber wisst ihr, dass wir noch schrecklichere Verbrecher sind als dieser Unglückliche? Er tötete einen Menschen, aber wir töteten den Gottmenschen, den unschuldigen Sohn Gottes. Wir sind die Menge im Hof des Pilatus, die seinen Tod forderte. Jede Sünde, die wir begingen, jede Unwahrheit, die wir taten, war ein neuer Schrei: „Kreuzige, kreuzige ihn!“ Der Herr rettete uns durch seine große Barmherzigkeit, aber ich verstehe den Apostel Paulus, wenn er sagt: „Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Opfer für die Sünden mehr übrig“ (Hebräer 10,26). Ihr Neubekehrten, ihr, die ihr im Chor singt, versteht, wie schrecklich es ist, nach der Bekehrung zu sündigen. Wenn wir die Wahrheit bereits erkannt und volle Vergebung empfangen haben, müssen wir vor der Sünde zittern und beben. „Man darf nicht sündigen!“ – das soll unser Motto sein. „Man darf nicht sündigen!“ – das soll mit einem Diamantstichel auf das Gewissen eines jeden von uns geschrieben sein. Das soll über jedem Tempel, jeder Kirche, jeder Kapelle und über jedem Haus der Erweckung geschrieben stehen. „Man darf nicht sündigen! Man darf nicht sündigen!“ – das soll in dem Haus erklingen, in dem du lebst, in der Werkstatt, im Büro, wo du arbeitest. Man darf nicht, man darf nicht sündigen! Ich habe Menschen getroffen, die sagten: „Warum predigt ihr hier? Dies ist doch ein christliches Land. Ihr solltet nach China, Japan oder Afrika gehen, in heidnische Länder.“ Meine Herren, wenn dies ein christliches Land ist und es so in Sünde versunken ist, dann ist das ein Schrecken, denn es bleibt kein Opfer für die Sünde mehr übrig. Wenn dieser Mörder, von dem ich sprach, ein gefährliches und unerwünschtes Mitglied der Gesellschaft ist, was soll man dann über diejenigen sagen, die wissen, dass Diebstahl Sünde ist, Trunkenheit Sünde ist, Ehebruch Sünde ist, und dennoch weiter sündigen; und die Sünde ist keine seltene Ausnahme, kein zufälliges Fallen, sondern die Regel, die Hauptrichtung oder Tendenz ihres Lebens. Als Jesus Christus zur Kreuzigung geführt wurde und die Frauen weinten, die ihm folgten, sagte er zu ihnen: „Ihr Töchter Jerusalems, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder, denn es kommen Tage, da wird man sagen... zu den Bergen: ‚Fallt auf uns!‘ und zu den Hügeln: ‚Bedeckt uns!‘“ (Lukas 23,28-29). Hier, um Riga herum, gibt es kleine Hügel, und wenn einer von ihnen auf dich fiele, würdest du natürlich nicht überleben. Aber denke daran, hier ist von Bergen die Rede! Die Alpen mit einer Höhe von 4-5 Werst, und dahinter der Himalaya mit dem Gipfel des Everest, einer Höhe von 7 Werst, dann die Kordilleren, die Skandinavischen Berge und so weiter! „Berge, fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes!“ – so werden unbußfertige Sünder rufen, die sich dem Evangelium nicht unterwerfen wollten (Offenbarung 6,16). Welch ein Schrecken wird sie bei der Begegnung mit Christus erfassen! „Oh, diese Augen! Diese schrecklichen, unschuldigen, flammenden Augen! Sie brennen, sie durchdringen einen! Oh, wenn doch die Berge auf uns fielen und uns vor diesem Blick verbärgen würden!“ Aber die Berge werden nicht fallen, und du wirst dem Blick Jesu Christi begegnen müssen. Du wirst ihm nicht in der süßen Melodie eines Hymnus begegnen, nicht in den barmherzigen und liebevollen Worten einer Predigt, nein, vor dir wird ein strenger Richter stehen. Sein Blut wird dich nicht mehr von deinen Sünden reinigen können. Du wirst ihn erkennen: Es wird derselbe Christus sein, der einst geduldig an die Tür deines Herzens klopfte und dich drängte, die Errettung anzunehmen. Es wird derselbe sanfte Lamm Gottes sein, der deine Sünde auf sich nahm, aber du hast ihn abgelehnt, und nun ist er dein Richter. Die katholische Kirche unter der Führung des Papstes lehrt, dass es im Jenseits eine Einrichtung gibt, die Fegefeuer genannt wird. Sünder gelangen zuerst in dieses Fegefeuer, durchlaufen dort Qualen und kommen danach in den Himmel. Erlaubt mir, auf der Grundlage der Autorität der Bibel zu erklären, dass eine solche Lehre eine menschliche Erfindung ist. Nach dem Tod ist keine Errettung möglich; jenseits des Grabes wirkt das Blut Jesu Christi nicht, denn es steht geschrieben: „Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9,27). In Amerika gab es einmal einen solchen Fall: Ein junger Verbrecher wurde gefasst, und als er in Einzelhaft auf seinen Prozess wartete, kam ein Herr zu ihm und sagte: „Junger Mann, es tut mir leid um Sie; ich habe Ihren Fall untersucht und fürchte, dass Sie ihn vor Gericht verlieren werden. Ich kenne die Gesetze und weiß, dass Ihr Leben in Gefahr ist. Ich bin bereit, Sie zu verteidigen, erzählen Sie mir nur alles offen und gestehen Sie Ihre Schuld ein.“ Der junge Mann lachte nur darüber und sagte: „Nun, die Sache ist nicht so ernst. Ich denke, ich brauche keinen Verteidiger; ich kann das selbst regeln.“ Der gute Anwalt versuchte weiterhin, ihn zu überreden, aber vergeblich. Danach kam er jeden Tag zu ihm in die Zelle und bat ihn, ihm seinen Fall anzuvertrauen, aber der junge Mann weigerte sich hartnäckig, sein Verbrechen zu gestehen. Schließlich kam der Tag des Gerichts. Als der Angeklagte in den Saal geführt und auf die Anklagebank gesetzt wurde, blickte er auf den Hauptrichter und – oh, Schrecken! – sah, dass dieser Richter derselbe gute und mitfühlende Verteidiger war, der ihn die ganze Zeit überredet hatte, ihm seinen Fall anzuvertrauen, den er aber abgelehnt hatte. Es war derselbe gute Freund, der ihn retten wollte, aber jetzt hatte dieser Freund das unbarmherzige Gesicht eines strengen und unerbittlichen Richters... Und so wird es mit dir sein, mein Freund! Du, Mann, du, Frau, junger Mann oder Mädchen, so wird es auch mit dir sein! Jesus spricht zu dir, vielleicht durch ein Traktat: „Deine Sünde wird dich finden“, vielleicht durch eine Zeitschrift. Vielleicht hat dir jemand davon erzählt, aber du hast es vernachlässigt: „Ach, diese Evangelisten!“ Aber du hast auf diesen evangelistischen Versammlungen die Stimme des Freundes gespürt. Er bittet dich, Ihn als deinen Verteidiger, deinen Anwalt anzunehmen. Er hat noch nie einen Fall verloren. Er verteidigte Maria Magdalena, in der sieben Dämonen waren, und jetzt ist sie eine große Heilige. Der Räuber am Kreuz vertraute Ihm seinen Fall an, und jetzt ist er mit Ihm im Paradies. Und so war es mit vielen, vielen anderen. Die Zeit vergeht, und die Stunde ist nicht fern, wenn alles ein Ende haben wird. Ich sehe den Tag des Gerichts, den großen Weißen Thron und den Richter darauf, vor dessen Angesicht Himmel und Erde fliehen. Vor dem Thron stehen große Menschenmengen, und du wirst in dieser Menge sein. Du wirst im Gesicht des Richters jenen Christus sehen, der zu dir durch das Evangelium und Predigten, durch Gebete und Hymnen gesprochen hat. Er wird derselbe sein, aber nicht mehr dein Verteidiger. Und du wirst hören: „Weicht von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!“ Dein Fall wird abgeschlossen sein, das Urteil wird gesprochen. Es wird keine Möglichkeit mehr geben, beim Senat oder einer höheren Instanz Berufung einzulegen. Für immer, ewig wird in deinem Gehirn dieses schreckliche „Weicht von mir!“ klingen. Für immer, ewig von Gott getrennt sein! Möge dies nicht mit dir geschehen! Nimm Christus jetzt an, und dann wirst du zusammen mit vielen Geretteten hören: „Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt: denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mich getränkt; ich war ein Fremdling und ihr habt mich aufgenommen...“ „Ein Fremdling kommt zu dir und klopft an die Tür: – Öffne! Öffne!“ Aus der Rede von W. A. Fetler Verteidiger oder Richter? Nashi Dni Nr. 1929, 11\. Juni 2005 ### In Gottes Händen URL: https://www.beispielgeschichte.de/in-gottes-handen/ Last updated: 2026-05-15T12:32:36.000Z Jemand erzählte: „Ich nahm meinen kleinen Sohn mit ins Boot. Er war klein und verstand die Gefahr nicht, ins Wasser zu fallen. Deshalb saß ich die ganze Zeit neben ihm und hielt ihn fest...“ Ein Gläubiger, der dies hörte, sagte: „Aber nehmen wir an, der Junge wäre aus seiner Jacke geschlüpft und in den Fluss gefallen, obwohl du ihn gehalten hast...“ „Oh lieber Bruder, du hast mich nicht verstanden, wenn du denkst, dass ich meinen Sohn an der Jacke hielt. Ich hielt ihn in meinen Händen!“ Mein Bruder, meine Schwester, erinnere dich: Wenn du dich wirklich dem Herrn hingegeben hast, die Wiedergeburt erlebt hast und ein Kind Gottes geworden bist, gehört dir die Verheißung Gottes: „Ich will dich stärken und dir helfen und dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit stützen“ (Jesaja 41,10). Wenn das für dich nicht genug ist, erinnere dich an die Worte Christi: „Meine Schafe hören meine Stimme... und niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ (Johannes 10,27-28). Welche Freude: Gott ist unser Vater und Er hält Seine erlösten Kinder in Seiner Hand! Nashi Dni Nr. 1946, 22\. Oktober 2005 ### Die Kraft der Liebe und Vergebung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-der-liebe-und-vergebung/ Last updated: 2026-05-16T15:00:56.000Z Gott kann nicht nur durch den Märtyrertod oder die Heldentat eines Missionars verherrlicht werden. Christus sagte: „Daran wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt“ (Johannes 15,8). Das höchste Ziel eines Christen ist es, Frucht für das Reich Gottes zu bringen, und die Früchte, die von uns erwartet werden, sind in Galater 5,22 aufgelistet: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ All dies ist möglich und man kann in diesen Früchten wachsen, wenn der Mensch dem Wirken des Heiligen Geistes im Herzen Freiheit gibt. Nur der Baum, den der Herr selbst gepflanzt hat, kann Gott durch den Heiligen Geist Frucht bringen. „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun“, sagte Christus. Eine Seele, die nicht an die göttliche Wurzel angeschlossen ist, kann Gott keine Frucht bringen. „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt; wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt“ (Johannes 13,34–35). Der bekannte russische Philosoph Wladimir Solowjow schrieb, dass wir Menschen ein Verständnis von Liebe haben, wie Tiere vom Verstand. Stark gesagt! Es scheint übertrieben kategorisch. Aber wenn man sich der Realität stellt, scheint es, dass der bekannte religiöse Denker nicht weit von der Wahrheit entfernt ist. Als ich einem Menschen von Christus Zeugnis gab, stieß ich auf eine ziemlich unerwartete Reaktion. Er sagte: „Ich bin ein Mörder und kann nicht zum Glauben an Gott kommen, weil er das Töten nicht erlaubt. Wenn du mich überzeugen kannst, komme ich vielleicht in die Kirche, aber erst, nachdem ich mit einigen Leuten abgerechnet habe. Ich wurde sehr verletzt, mir wurde ein hinterhältiger Schlag von denen versetzt, die Liebe und Treue geschworen hatten. Wenn ich genesen bin (dieser Mann war auf Krücken), werde ich mein Gewehr nehmen und meine Schulden begleichen. Wenn ich am Leben bleibe und du noch den Wunsch hast, können wir das Gespräch vielleicht fortsetzen.“ Bei einer Tasse starken, duftenden Tees, den Juri (so hieß mein neuer Bekannter, ein ehemaliger Afghanistan-Kämpfer) sehr liebt, setzten wir das Gespräch bei ihm zu Hause fort. Wie die meisten nicht mehr jungen Männer in fleckiger Militäruniform, in denen man leicht ehemalige internationale Kämpfer erkennen kann, erwies er sich als Mensch mit einem gebrochenen Schicksal. Aufgrund seines zerstörten Lebens sah er keinen anderen Ausweg, als ins Glas zu schauen. Aber sein größter Mangel ist, dass er nicht vergeben kann. Obwohl in familiären Unstimmigkeiten der größte Teil der Schuld bei ihm liegt, hat er seiner Frau nicht vergeben, und die Familie zerfällt. Er hat seinen ehemaligen Gefährten nicht vergeben und will sie erschießen. Er schätzt das Leben nicht und ist bereit, es leicht aufzugeben. Meine Frage nach der Liebe entlockte ihm nur ein sarkastisches Lächeln. Es schien, als spräche ich mit ihm in einer anderen Sprache. Einige Tage später besuchte ich ihn erneut, und wir setzten das Gespräch über Vergebung und die bedingungslose Liebe Gottes zu den Menschen fort. Juri bestand jedoch weiterhin hartnäckig auf der Verhängung der Todesstrafe für seine Beleidiger... Noch vor kurzem befand ich mich selbst in einem ähnlichen Zustand. Ich hegte in meinem Herzen Rachepläne gegen meine Beleidiger und konnte niemandem vergeben. Ich hielt Liebe für bloße Kindheitsträume oder Märchen für Erwachsene. Erst als ich Christ wurde, begann ich Gott um Verständnis und die Offenbarung der Gabe der Liebe zu bitten. Bald erkannte ich, dass es außerhalb Gottes keine wahre Liebe geben kann, deren Prinzip Vergebung ist. Nach zehn Jahren christlichen Lebens kam die Erkenntnis, dass die Frohe Botschaft viel mehr bedeutet als das Recht auf Ewigkeit mit Gott, das wir durch Reue erhalten. Mit der Zeit kommt das Verständnis der bedingungslosen Liebe Gottes „Agape“, mit der der Herr uns liebt, unabhängig von unseren Bemühungen. Diese Liebe ist unveränderlich, aber um sie anzunehmen, ist unser Wunsch nach positiven Veränderungen notwendig. Denn Liebe ist die einzige Eigenschaft, die echten Christen eigen ist. Man kann alle biblischen Dogmen lernen und verkünden, aber kein Christ sein. Viele tun dies, wie auch andere Dinge. Einige Menschen versuchen, sich im Christentum eine Karriere zu machen, so wie sie es in der Welt tun. Aber wenn weltliche Prinzipien in das Christentum eindringen, hört es einfach auf, es zu sein. In der Kirchengeschichte haben solche Ansichten wiederholt tragische Folgen nach sich gezogen, wie zum Beispiel die Inquisition oder die Kreuzzüge. Auch Jesus Christus wurde von religiösen Menschen gekreuzigt. Mehr noch, sie waren Kämpfer für die Reinheit des „väterlichen“ Glaubens. Gerade religiöse Fanatiker sind die größten Feinde Christi. Er nannte sie „Otterngezücht“ und „getünchte Gräber“. Liebe kann nicht gefälscht werden. Dadurch wird sie nicht zur Liebe, wie gefälschtes Gold nicht zu Gold wird. Weise Menschen sagen, dass Gold auch im Schmutz sichtbar ist; aber „nicht alles, was glänzt, ist Gold“. Die Erfahrung zeigt, dass man etwas ohne Liebe tun kann (gegen Bezahlung, aus irgendwelchen eigennützigen, moralischen oder anderen Gründen), aber man kann nicht lieben, ohne zu handeln! Und das Wort Gottes ruft uns auf, einander in Liebe zu dienen. „Die Liebe erträgt alles“ (1\. Korinther 13,7)! Sie deckt nicht auf, bringt nicht die Sünden des Bruders oder der Schwester ans Licht, sondern nimmt die Menschen bedingungslos an und bedeckt sie mit Gottes Liebe. Ein charakteristisches Merkmal der Liebe ist es, die Schwächen und Mängel anderer zu bedecken und ihre guten Eigenschaften hervorzuheben. Die Liebe „Agape“ ist ein Zeichen reifer Liebe eines wiedergeborenen Menschen, der nicht mit Gefühlen, sondern mit dem Geist liebt. Solch ein Mensch liebt andere nicht wegen irgendwelcher Verdienste, sondern weil sie Gottes Schöpfungen sind und Seine Liebe brauchen. Dies äußert sich im Wunsch, allen Menschen Gutes zu tun. Wenn diese Wünsche aufrichtig sind, werden sie sich in irgendwelchen guten Taten ausdrücken: Hilfe leisten den von der Sünde Verwundeten, ein Waisenkind aufnehmen und ernähren oder einfach einen benachteiligten Menschen unterstützen. Um uns herum gibt es ein weites Feld für tätige Liebe. Die Menschen mögen vieles nicht über uns wissen, deshalb sind es gerade die Taten, die unsere beste Charakteristik sind. Ein Journalist beobachtete die Arbeit von Mutter Teresa und den Schwestern ihres Ordens der Barmherzigkeit mit den Aussätzigen, Kranken und Sterbenden. In einem der Wohltätigkeitskrankenhäuser Indiens sah er, wie eine junge und erstaunlich schöne Schwester der Barmherzigkeit die schrecklichen eitrigen Wunden eines alten Bettlers verband. Den Mund mit einem Taschentuch vor dem unerträglichen Geruch schützend, sagte dieser erfahrene Mann: — Für eine Million Dollar würde ich das nicht tun! Die anwesende Gründerin des Ordens, Mutter Teresa, antwortete ruhig: — Ich würde es auch nicht für eine Million tun. Nur kostenlos! Weil ich Jesus Christus und diesen Menschen liebe, — und sie zeigte auf den Bettler… Echte Liebe ist kein flüchtiges Gefühl, sondern eine bewusste willentliche Entscheidung. Gottes Liebe ist das Opfer der Erlösung, die Zahlung am Kreuz von Golgatha für unsere Sünden. Unsere Liebe bezahlt auch die Fehler und Sünden anderer Menschen. Sie erinnert sich nicht an das Böse, sondern nur an das Gute. Eine der Eigenschaften der Liebe besteht darin, dass sie immer freiwillig ist. Liebe kann man nicht aufzwingen und niemanden zwingen zu lieben. „Zwang macht keinen Liebling“, sagt die Volksweisheit. In der modernen Welt hat Satan gut daran gearbeitet, das wahre Verständnis von Liebe zu verdunkeln. Im Bewusstsein der Menschen hat ein Austausch der Begriffe stattgefunden. Vor nicht allzu langer Zeit antwortete in einer der ländlichen Gemeinden auf meine Frage, was Liebe sei, eine ältere Frau: „Das ist Sünde“. Viele unserer Zeitgenossen verwechseln fälschlicherweise Liebe mit der weithin beworbenen Zügellosigkeit der Leidenschaften. Sie wissen einfach nicht, dass wahre Liebe ein Opfer ist, die Hingabe seiner selbst: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab…“ (Johannes 3,16). Als Christen erkennen wir, dass gemäß dem ersten Gebot die Grundlage unseres Lebens die Liebe zu Gott ist. Aber wenn wir dies betrachten, müssen wir die Begriffe klären, was Liebe im biblischen, göttlichen Verständnis wirklich ist. Woher kommt diese Eigenschaft in uns, die allein Gott zufriedenstellen kann? Das Wort Gottes gibt uns eine klare Antwort auf diese Frage: „Geliebte, lasst uns einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und kennt Gott!“ (1\. Johannes 4,7). Mit anderen Worten bedeutet dies, dass ein Mensch, der nicht von neuem geboren ist, einfach nicht in der Lage ist, so zu lieben, dass es Gott zufriedenstellt. Liebe ist die Grundlage von Gottes Wesen. Er verleiht sie uns aufgrund unserer Beziehung zu Jesus Christus. „Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe“ (1\. Johannes 4,8). Diese Worte bestätigen, dass es außerhalb Gottes keine Liebe gibt, weil Gott und Liebe untrennbar sind. Diese Eigenschaft ist der menschlichen Natur nicht eigen, und wir können nur Gottes Liebe widerspiegeln. Dafür sollten wir uns unwiderruflich in Seine Gegenwart vertiefen. Diejenigen, die lieben, bemühen sich immer, bei denen zu sein, die sie lieben. Verliebte haben immer ein Thema für Gespräche und Antworten auf Fragen. Man könnte sagen, dass sogar ihre Herzen im Einklang schlagen. Solch eine Einheit kann nur durch die Tiefe des Gefühls der Liebe erklärt werden. „Dass wir in Ihm bleiben und Er in uns, erkennen wir daran, dass Er uns von Seinem Geist gegeben hat… Und wir haben die Liebe erkannt, die Gott zu uns hat, und haben an sie geglaubt. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott in ihm“ (1\. Johannes 4,13,16). So ist Liebe die göttliche Natur, die Er durch auserwählte Menschen ausdrückt. Diesen Teil Seines Wesens gibt Er kostenlos. Nur so kann Gottes Liebe existieren, unabhängig davon, ob diejenigen, denen sie gegeben wird, sie verdienen. Dies ist ein ständiger Teil von Gottes Wesen, der vollständig von Ihm abhängt. Man könnte sagen, dass Liebe Gott ist, der sich den Menschen hingibt. Liebe ist die Hingabe seiner selbst an andere. „Lasst uns Ihn lieben, denn Er hat uns zuerst geliebt“ (1\. Johannes 4,19). So ist der Mensch Gottes ein Gefäß Seiner Liebe, die wir wie einen großen Schatz bewahren müssen. Aber dabei sollten wir sie ständig mit anderen teilen. Nur unter solchen Bedingungen wird sie ständig aufgefüllt. Denn der Herr sorgt für uns (1\. Petrus 5,7) und erfüllt unsere Bedürfnisse (Philipper 4,19). Wir haben Seine Liebe daran erkannt, „dass Er Sein Leben für uns hingelegt hat“. Deshalb ruft uns das Wort Gottes auf, „unser Leben für die Brüder hinzugeben“ (1\. Johannes 3,16). Wenn ein junger Mann sagt, dass er in ein schönes Mädchen verliebt ist, aber keine Zeit findet, sie zu treffen, dann steht seine Liebe auf dem Prüfstand. Wenn ein Junge einem Mädchen von seiner Liebe erzählt, aber hinzufügt, dass er nicht an eine zukünftige Hochzeit denkt, glaubt nicht an eine solche Liebe. Es ist leichter und angenehmer, flüchtige Leidenschaften der Verliebtheit zu erleben, als sich selbst zu vergessen und sich für den geliebten Menschen zu opfern. Deshalb sind die weit verbreiteten außerehelichen sexuellen Beziehungen, die von der Massenkultur beworben werden, zum Lebensstil vieler unserer Zeitgenossen geworden. Doch so sehr sie sich auch bemühen, sich zu sättigen, es ist immer vergeblich. Egoistische Fleischeslust hat ein sehr kurzes Leben und kann sich niemals beruhigen. Brennende Leidenschaft sättigt nicht, sondern in ihrem Feuer verbrennen tausende junge Seelen. Die sogenannte sexuelle Freiheit hat die Menschen nicht befreit, sondern versklavt. Sündhafte Selbstbefriedigung führt letztendlich zu Einsamkeit und Enttäuschung, was wiederum zu einer noch größeren Abhängigkeit von dem Objekt der Leidenschaft führt. Wenn man in sündhafte Belastung fällt, kann man sich nicht mit einem Ersatz für Leidenschaften sättigen und kann diesen Teufelskreis nicht durchbrechen. Zudem breiten sich unheilbare Krankheiten wie AIDS und andere schnell aus. Die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen, die Sterilisation von Männern und Frauen führt zum Aussterben ganzer Nationen. Klonen, die Verwendung menschlicher Gene im Anbau landwirtschaftlicher Kulturen!... Wenn Gesetzlosigkeit zum Lebensprinzip der ganzen Welt wird, wie lange wird sie noch bestehen? Die Bibel sagt, dass die gegenwärtige Welt zerstört wird, wie es mit der vor der Sintflut geschehen ist. Und wer, wenn nicht wir, die Kinder Gottes, sollte den Willen unseres Himmlischen Vaters erfüllen und lieben, wie Er geliebt hat? Aber das ist unmöglich, ohne das eigene „Ich“ abzulehnen, das die moderne Psychologie so sehr preist. Seit der Renaissance findet eine ständige Humanisierung der Menschheit statt. Im Zentrum des gesellschaftlichen Lebens herrscht dieses kostbare „Ich“, von dem wir uns so schwer trennen können. Diese Weltanschauung beeinflusst auch die moderne… Nashi Dni Nr. 1946, 22\. Oktober 2005 ### Die unaufhaltsame Kraft des Lebens URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unaufhaltsame-kraft-des-lebens/ Last updated: 2026-05-15T12:32:43.000Z Ein Ahornkeimling durchbricht eine Grabplatte, verändert die Inschrift und zeigt die unaufhaltsame Kraft des Lebens. _This post is for subscribers only._ ### Die Gänse und die Christen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-ganse-und-die-christen/ Last updated: 2026-05-15T12:32:46.000Z „Wenn ihr dies wisst, seid ihr selig, wenn ihr es tut“ (Joh. 13:17). So sprach Christus zu denen, denen Er die Wahrheit offenbarte und die Er durch Seine Gnade rettete. Leider sind viele Christen wie eine Herde Gänse. Jeden siebten Tag veranstalten sie eine Parade. Ein redegewandter Gänserich steigt auf den Zaun und beginnt, über die Vorzüge der Gänse zu schnattern, erzählt von den ruhmreichen Taten der Vorfahren, wie sie „Rom retteten“. Er lobt den Schöpfer, der ihnen Flügel und den Instinkt zu fliegen gegeben hat. Die Gänse sind tief bewegt. Sie neigen ihre Köpfe in Rührung und schnattern, den Gänserich lobend. Damit endet alles. Eines tun sie nicht: Sie fliegen nicht. So ist es auch mit den Christen: Jede Woche gehen sie zur „Futterkrippe“ und vergessen ihre Pflichten: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ Als Andreas, der zukünftige Apostel, den Herrn fand, ging er zu seinem Bruder und brachte ihn zu Jesus (Joh. 1:41-42). Als die Samariterin in Jesus den Messias erkannte, ging sie, um die Bewohner ihrer Stadt zu rufen und sie zu überzeugen, zu Ihm zu kommen (Joh. 4:28-39). Wenn die Kirche keine missionarische Arbeit leistet, hat sie kein Recht, sich christlich zu nennen. „DER HERR IST NAHE“ Phil. 4:5 Welch wohltuende, ermutigende und hoffnungsvolle Aussage haben wir in diesen zwei Worten! „Der Herr ist nahe!“ Diese Worte „Lobt den Herrn...“ (Ps. 146:1) Das hebräische Wort „halleluyah“ wird ins Russische und in andere Sprachen als „Halleluja“ übersetzt und bedeutet: „Lobt den Herrn“. Die Endung „jah“ bedeutet „JAHWE“ – Jehova, der Herr. Im Buch der Psalmen begegnen wir diesem Wort 24 Mal und vier Mal im Buch der Offenbarung im 19\. Kapitel. In den Psalmen sehen wir dieses „Halleluja“ auf der Erde, und im Buch der Offenbarung – im Himmel! Dieses Wort wird aus dem Hebräischen nicht mit einem einzigen Wort in irgendeine andere Sprache übersetzt, und deshalb wird sein Klang einfach in alle anderen Sprachen übertragen, als würde die ganze Erde dieses Wort für den himmlischen Chor einüben. Lassen Sie uns sechs dieser 28 „Halleluja“ betrachten. Nashi Dni Nr. 1920, 9\. April 2005 ### Der Wunsch eines Jungen URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-wunsch-eines-jungen/ Last updated: 2026-05-15T12:32:48.000Z Ein Junge im Waisenhaus sucht Liebe statt materieller Dinge. Nur Gott kann die tiefen Sehnsüchte der Seele erfüllen. _This post is for subscribers only._ ### Der geizige Reiche URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-geizige-reiche-2/ Last updated: 2026-05-19T06:08:15.000Z Mit Bedauern muss man feststellen, dass das Leben mancher Christen einem geizigen Reichen gleicht, der am Ertrinken war. Als ein junger Mann den Hilferuf des Unglücklichen hörte, sprang er, sein eigenes Leben riskierend, in das kalte Wasser und rettete ihm das Leben. Am Ufer angekommen, war der Reiche gerührt und reichte dem jungen Mann als Zeichen besonderer Dankbarkeit einen durchnässten Fünf-Rubel-Schein. Der junge Mann nahm die 'Belohnung' für die Rettung seines Lebens gelassen entgegen und sagte lächelnd, während er sich für den Reichen schämte: 'Wenn ich vorher gewusst hätte, dass Ihr Leben nur fünf Rubel wert ist, hätte ich mich niemals in Lebensgefahr begeben…' Wie oft muss unser Erlöser erstaunt sein, wenn er die Kargheit und Armut unserer Dankbarkeit ihm gegenüber sieht. Wie oft erfüllt sich in unserem Leben das russische Sprichwort: 'Beim Ertrinken versprach er eine Axt, aber als er gerettet war, bedauerte er den Axtstiel.' Im Moment unserer Buße und Hinwendung zu Christus geben wir Gott oft Versprechen: den Rest unseres Lebens dem Dienst für Christus und unseren Nächsten zu widmen, ein Leben der Dankbarkeit ihm gegenüber zu führen, mit Christus, in Christus und für Christus zu leben. Doch wie schnell verflüchtigen sich diese guten Absichten und verschwinden! Wie die frühere weltliche Lebensweise allmählich unser Herz erobert und wir wieder nicht aus Liebe, sondern aus Egoismus handeln und nicht für Gott, sondern für uns selbst leben. Nashi Dni Nr. 1977, 27\. Mai 2006 ### Vergebung in der Tiefe der Mine URL: https://www.beispielgeschichte.de/vergebung-in-der-tiefe-der-mine/ Last updated: 2026-05-16T15:01:02.000Z Ein Bergmann vergibt seinem Angreifer in der Mine und zeigt christliche Barmherzigkeit. _This post is for subscribers only._ ### Das Fenster zur Hoffnung URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-fenster-zur-hoffnung/ Last updated: 2026-05-15T12:32:57.000Z Ein kranker Mann am Fenster erzählt seinem Nachbarn von schönen Ausblicken, um ihm Hoffnung zu geben. Doch es war nur eine graue Wand. _This post is for subscribers only._ ### Die zwei Könige und das Wahre Weihnachten URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-zwei-konige-und-das-wahre-weihnachten/ Last updated: 2026-05-16T15:01:05.000Z Ein mächtiger König verblasst, während Christus als Hoffnung und Licht der Welt bleibt. _This post is for subscribers only._ ### Eine traurige Geschichte aus der Schule URL: https://www.beispielgeschichte.de/eine-traurige-geschichte-aus-der-schule/ Last updated: 2026-05-15T12:33:04.000Z Mein Sohn Semjon besucht die neunte Klasse eines Gymnasiums. Unsere Stadt, wie es sich für eine wolgadeutsche Stadt im postsowjetischen Raum gehört, ist sehr orthodox. Das wird überall betont, und im Fernsehen gibt es regelmäßig Sendungen gegen Sekten. Interessanterweise werden die Grenzen des Verständnisses von totalitären oder christlichen Sekten nicht abgesteckt. So klingt es vorteilhafter und einfacher: Nicht-orthodox – also Sekte! Letzte Woche zeigte die Klassenlehrerin der 9A-Klasse, in der mein Sohn Semjon lernt, den Schülern einen Film gegen Sekten. Es ging darum, dass sich Sekten, so hieß es, in ganz Russland ausgebreitet hätten und man gegen sie kämpfen müsse. Es wurden Scientologen, Zeugen Jehovas und Pfingstler erwähnt. Zu den Baptisten und evangelischen Christen kam man allerdings nicht mehr. Dann fügte die Lehrerin von sich aus hinzu: „Kinder! Wir müssen gegen diese Sektierer kämpfen! Wenn jemand zu euch kommt und irgendwelche Büchlein oder Neue Testamente anbietet, nehmt sie nicht an, sondern beschimpft diese Leute am besten sogar!“ Großartig! So sieht es also aus, wenn man in unseren Schulen im orthodoxen Russland erzieht – Rüpel! Und gestern hatte diese Geschichte für mich und unsere Familie eine logische Fortsetzung. Als Semjon von der Schule nach Hause ging, holten ihn drei Jungen ein, schlugen ihn und nahmen ihm das Handy weg. Sie warfen ihn mit dem Gesicht in den Schnee und drückten so auf ihn, dass er, wie er sagte, fast erstickt wäre. Semjon klammerte sich an die Tasche, in der sein Handy lag, und sie rissen es zusammen mit der Tasche heraus. Semjon kam mit in zwei Hälften zerrissenen Hosen nach Hause. Er hatte sich dieses Handy anderthalb Jahre lang erarbeitet: Er wusch Autos, arbeitete auf dem Bau. Und so schnell war alles vorbei... Zur Miliz sind wir nicht gegangen, da sie sagen, dass sie nicht helfen können. Es gibt zu viele Verbrechen dieser Art in der Stadt. Das ist eine traurige Geschichte. Uns geht es natürlich nicht leicht, aber wir sind Gläubige und haben einen Vater, dem wir diese Sache anvertraut haben. Wir haben eine ewige Zukunft und himmlische Wohnungen, wo wir immer mit dem Herrn sein werden, wo es kein Übel, keine Gottlosigkeit, keine Trauer und keine Tränen geben wird. Das erfreut uns. Und um unseres Herrn willen setzen wir unseren Dienst fort... Sergej Gutz Sergej Guts, in: Nashi Dni ### Der Mut der Märtyrer URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-mut-der-martyrer/ Last updated: 2026-05-15T12:33:07.000Z Sophia und ihre Töchter ertragen Verfolgung für ihren Glauben, was die Kirche stärkt und Heiden zum Christentum führt. _This post is for subscribers only._ ### Die Standhaftigkeit der Felicitas URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-standhaftigkeit-der-felicitas/ Last updated: 2026-05-15T12:33:10.000Z Felicitas erträgt Leiden im Gefängnis und vertraut auf Christus, der mit ihr leidet. Sie stirbt als Märtyrerin. _This post is for subscribers only._ ### Die Kirche wählte einen neuen Pastor URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-geistliche-erwachen/ Last updated: 2026-05-19T06:08:17.000Z Ein Pastor predigt beharrlich über Wiedergeburt, bis die Gemeinde ein geistliches Erwachen erlebt und sich verändert. _This post is for subscribers only._ ### Die Alte Schule URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-alte-schule/ Last updated: 2026-05-15T12:33:16.000Z Ein Mann entdeckt eine Schule der Heuchelei und wählt den schmalen, richtigen Weg. Prüfe dich und entscheide weise. _This post is for subscribers only._ ### Voltaire und die Kirchenprozession URL: https://www.beispielgeschichte.de/voltaire-und-das-kirchenprozession/ Last updated: 2026-05-15T12:33:19.000Z Es wird von Voltaire, dem französischen Schriftsteller und Atheisten, erzählt. Eines Tages ging er mit einem Freund durch die Straßen von Paris und begegnete einer Kirchenprozession. Er zog seinen Hut. "Was soll das bedeuten?", rief sein Freund aus. "Haben Sie sich etwa mit Gott versöhnt?" Darauf antwortete Voltaire spöttisch: "Wir grüßen uns, aber wir sprechen nicht miteinander." So beten viele und wundern sich dann, dass Gott ihnen unverständlich bleibt. Nashi Dni Nr. 2000, 18\. November 2006 ### Das Beste für Gott URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-beste-fur-gott/ Last updated: 2026-05-15T12:33:22.000Z Eine Frau opfert ihr gesundes Kind den Göttern und zeigt, dass sie das Beste gibt. Doch was geben wir Gott? _This post is for subscribers only._ ### Dankbarkeit trotz Widrigkeiten URL: https://www.beispielgeschichte.de/dankbarkeit-trotz-widrigkeiten/ Last updated: 2026-05-15T12:33:27.000Z Ein Prediger lernt Dankbarkeit, als er einen betenden Mann ohne Beine sieht, trotz seiner eigenen Unzufriedenheit mit durchlöcherten Schu… _This post is for subscribers only._ ### Er ist auferstanden! URL: https://www.beispielgeschichte.de/er-ist-auferstanden/ Last updated: 2026-05-15T12:33:30.000Z Einst war ich in Bonn, Deutschland, wo ich die Gelegenheit hatte, mit Kanzler Adenauer zu sprechen. Nachdem wir Höflichkeiten ausgetauscht hatten und er mir eine Tasse Kaffee eingeschenkt hatte, stellte er mir plötzlich die Frage: „Junger Mann, glauben Sie, dass Christus lebt?“ Ich antwortete: „Ja, Herr, natürlich glaube ich das!“ Und weiter sagte der Kanzler: „Ich glaube das auch. Wenn Christus heute nicht lebt, dann hat die Welt überhaupt keine Hoffnung. Nur die Tatsache der Auferstehung gibt Hoffnung für die Zukunft.“ Die Augen des alternden Kanzlers leuchteten... Tatsächlich, wenn Christus nicht auferstanden ist, dann ist unser Glaube vergeblich. Aber Christus ist auferstanden! Ehre sei Ihm! ER IST AUFERSTANDEN! Worauf gründet Christus seine Autorität? Auf seiner Auferstehung von den Toten. Christus ist der größte Lehrer der Wahrheit und mehr als das: Er und Gott der Vater sind eins. Christus ist der Einzige, der von den Toten auferstanden ist und nie wieder stirbt. Christus ist ein lebendiger, kein toter Lehrer. Stehen Sie an den Toren der toten Stadt und rufen Sie nacheinander alle verstorbenen Lehrer, Denker, Philosophen und Gründer aller möglichen Religionen: — Platon! — Ich bin hier, — hört man eine Stimme aus der Tiefe des Grabes. — Konfuzius! — Auch ich bin hier, — antwortet er. — Seneca, Mark Aurel, Aristoteles! — Wir sind hier. — Leo Tolstoi! Lenin! — Hier sind wir, wir erwarten den Tag des Gerichts. — Jesus von Nazareth! — Er ist nicht hier! Er ist auferstanden! Hier ist der Ort, wo Er gelegt wurde! Christus hat den Tod am Kreuz besiegt, und dieser Sieg wurde das Erbe eines jeden, der an Ihn als seinen Erlöser glaubt. Nashi Dni ### Nacht am See URL: https://www.beispielgeschichte.de/nacht-am-see/ Last updated: 2026-05-15T12:33:33.000Z Der auferstandene Jesus Christus versprach, die Jünger in Galiläa zu treffen. Der Apostel Petrus war der Initiator des Fischfangs. Darüber lesen wir im 21\. Kapitel des Evangeliums nach Johannes. „Wir gehen mit dir“, sagten Thomas der Zwilling, Nathanael aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere. Warum kam Petrus zu dieser Entscheidung? War es materielle Not oder Zweifel? Man kann vermuten, dass die Worte des auferstandenen Herrn: „Ich werde euch in Galiläa vorausgehen“ diese Entscheidung beeinflussten. Doch dann das Unglück: eine lange, schwere Nacht auf dem See, und die erfahrenen Fischer fingen nichts. Eine Nacht der Enttäuschung und Müdigkeit. Leere Netze. Misserfolg. Das Herz ist traurig. Morgendämmerung. „Als es aber Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.“ Die Jünger erkannten den Herrn noch nicht, aber als er befahl, die Netze auf der rechten Seite des Bootes auszuwerfen und sie viele Fische fingen, erkannten sie Ihn. Sie vertrauten Seinem Wort – und das Netz war voller Fische! Mein Freund, mein Bruder, verzweifle nicht: Die Nacht der Trauer wird vergehen und der Auferstandene wird dich mit Seinem Besuch trösten. Nikolai Vodnevski, in: Nashi Dni ### Vorbereitung auf den Tod URL: https://www.beispielgeschichte.de/vorbereitung-auf-den-tod/ Last updated: 2026-05-15T12:33:36.000Z Ein junger Mann kam zu einem Prediger und fragte ihn: "Wie viel Zeit braucht man, um sich auf den Tod vorzubereiten?" Die Antwort lautete: "Ungefähr fünf Minuten." Der junge Mann wandte sich erleichtert zum Gehen, in dem Glauben, dass er noch genug Zeit habe, das Leben zu genießen, sich allen möglichen Vergnügungen hinzugeben und dann, am Ende seiner Tage, zu Gott zu kommen. "Halt!" rief der Prediger ihm nach. "Wann genau beabsichtigen Sie zu sterben?" "Ich weiß es nicht", antwortete der junge Mann. "In diesem Fall ist es am besten, sich sofort vorzubereiten, denn vielleicht haben Sie nicht einmal fünf Minuten dafür übrig..." Nashi Dni, 7\. Juli 2007, Nr. 2033, S. 6 ### Geduld und Vertrauen URL: https://www.beispielgeschichte.de/geduld-und-vertrauen/ Last updated: 2026-05-15T12:33:40.000Z Eines Tages war ich damit beschäftigt, Früchte für meine kleine Tochter zu reinigen. In ihrer Ungeduld begann sie, an mir zu zerren, um sie schneller zu bekommen. Doch durch ihr Verhalten verzögerte sie nur die Zubereitung und den Erhalt der Früchte. Da kam mir der Gedanke: Wir Erwachsenen verhalten uns oft ähnlich gegenüber Gott, wenn Er etwas für uns tun möchte. Wie oft sind unsere Leiden ergebnislos, weil wir nicht die Weisheit von oben suchen! Gott möchte, dass wir vor ihm still werden, damit Er sich uns offenbaren kann. Oft spricht Er zu uns durch Krankheiten und körperliches Leiden, damit wir unsere Hilflosigkeit erkennen und zu Ihm rufen. Nashi Dni Nr. 1928, 4\. Juni 2005 ### Die gute Nachricht URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-gute-nachricht-2/ Last updated: 2026-05-15T12:33:44.000Z Ein Techniker wurde vom Werk ins Krankenhaus gebracht, nachdem er auf ein freiliegendes Stromkabel gefallen war. Der Verletzte stöhnte, schrie und klagte über ein qualvolles Brennen im Körper, was alle Patienten beunruhigte. Am Abend kehrte der Arzt zurück, der zum Werk gefahren war, um die Umstände des Unfalls zu klären. Beim Anblick des Arztes wurde der Techniker noch unruhiger und stöhnte lauter. "Ich habe gute Nachrichten", sagte der Arzt. "Es wurde genau festgestellt, dass das Kabel nicht unter Spannung stand. Sie haben sich nur leicht verletzt." "Wirklich?", rief der Techniker freudestrahlend aus. "Ich dachte, es wäre... Also, das Kabel war nicht unter Spannung? Was für ein Glück!" Er hörte auf zu stöhnen, wurde fröhlicher, erzählte den Patienten einen Witz und ließ sich entlassen. Nashi Dni Nr. 1922, 23\. April 2005 ### Die ungenutzte Gelegenheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-ungenutzte-gelegenheit/ Last updated: 2026-05-15T12:33:47.000Z Ein Mann isst täglich verdorbene Tomaten, um die frischen zu schonen, und genießt letztlich keine einzige gute. _This post is for subscribers only._ ### Die Wiederherstellung des Silberpokals URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-wiederherstellung-des-silberpokals/ Last updated: 2026-05-15T12:33:50.000Z Faraday stellt einen aufgelösten Silberpokal wieder her, was Gottes Macht zur Auferstehung und Verherrlichung veranschaulicht. _This post is for subscribers only._ ### Die Verwandlung des Baumes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-verwandlung-des-baumes/ Last updated: 2026-05-09T07:57:08.000Z Ein Baum wird durch Axt und Säge verwandelt, wie unsere Seelen durch Gottes Eingreifen zur Herrlichkeit geformt werden. _This post is for subscribers only._ ### Das Unsichtbare sehen URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-unsichtbare-sehen/ Last updated: 2026-05-15T12:33:56.000Z Ein Vater rät seinem Sohn, Mitleid zu zeigen, da jeder Mensch es verdient, auch wenn er nicht immer Respekt verdient. _This post is for subscribers only._ ### Die Macht des Gebets einer Schwester URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-macht-des-gebets-einer-schwester/ Last updated: 2026-05-15T12:33:59.000Z Ein Mann wird durch die Gebete seiner Schwester zur Reue bewegt, obwohl sie 600 Meilen entfernt lebt. _This post is for subscribers only._ ### Luthers Trauer und Gottes Lebendigkeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/luthers-trauer-und-gottes-lebendigkeit/ Last updated: 2026-05-15T12:34:03.000Z Luthers Frau bringt ihn durch eine List dazu, seine Niedergeschlagenheit zu überwinden und sich auf den lebendigen Gott zu besinnen. _This post is for subscribers only._ ### Wer wird uns beschützen? URL: https://www.beispielgeschichte.de/wer-wird-uns-beschutzen/ Last updated: 2026-05-15T12:34:06.000Z Ein Rockkonzert wird durch Gebet und göttliches Eingreifen verhindert. _This post is for subscribers only._ ### Das unaufhaltsame Rockkonzert URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-unaufhaltsame-rockkonzert/ Last updated: 2026-05-15T12:34:09.000Z Im Bundesstaat Idaho in Amerika ereignete sich einst ein ungewöhnlicher Vorfall. In einem Bezirk, in dem Landwirte leben, im Norden des Staates, in der Gegend von Southwick, beschloss eine Gruppe von Initiatoren von Rockkonzerten, ihr nächstes Konzert zu veranstalten. Dies hielten sie vorerst geheim, damit die umliegenden Bewohner nichts davon erfuhren, da solche Konzerte immer Unannehmlichkeiten mit sich bringen, über die in Fernsehsendungen mehrfach berichtet und in Zeitungen beschrieben wurde. Jeder weiß, welches Chaos während solcher Versammlungen herrscht, ganz zu schweigen von Autounfällen auf den Straßen und der Zahl der Verbrechen, wenn Menschen unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol aus dem normalen Verhalten ausbrechen und sich selbst und anderen Schaden zufügen. Von dem Vorhaben der Organisatoren erfuhr zufällig der Bruder des Besitzers eines 40 Acres großen Grundstücks, das dieser den Konzertteilnehmern für drei Tage gegen eine gute Summe Geld verpachtet hatte. Der Bruder des Grundstückseigentümers und einige andere Landwirte wandten sich an die örtlichen Behörden, um diese Veranstaltung zu verhindern. Doch all ihre Bemühungen waren vergeblich. Weder Anwalt noch Richter konnten etwas tun. „Wir haben keine rechtlichen Gründe, um das Konzert zu verbieten“, antworteten die Behörden. Die Zeit rückte näher an das festgelegte Datum, und auf Bestellung der Veranstalter begannen Rockfans, auf das Grundstück zu kommen, ihre Zelte und Wohnwagen aufzustellen. Schließlich waren alle Vorbereitungen abgeschlossen. Der Tag des Konzerts war gekommen. Ein Stau von Autos auf den Straßen, Fluchen und Schlägereien – in einem solchen Ausmaß, dass die Polizei nicht damit fertig wurde. Die Landwirte waren beunruhigt und entmutigt, dass niemand und nichts diese Orgie stoppen konnte. Die Menschen verschlossen ihre Garagen und Häuser fester. Viele standen mit Gewehren an den Fenstern, bereit, sich gegen ungebetene „Gäste“ zu verteidigen. Die Gläubigen lösten diese Frage anders. Einige Tage vor Beginn des Konzerts riefen die Pastoren die Brüder und Schwestern zusammen. Quelle unbekannt, in: Nashi Dni Nr. 1944, 8\. Oktober 2005 ### Er ging fort URL: https://www.beispielgeschichte.de/er-ging-fort/ Last updated: 2026-05-15T12:34:12.000Z Er ging fort! Fort?.. Wohin? – Frag nicht, für mich ist das eine schreckliche Frage!.. Der Heilige Geist sprach: „Sag es ihm! Zeuge ihm von der Liebe des Erlösers zu ihm. Sag ihm von der Gefahr, die ihn erwartet.“ Aber ich war zu sehr mit irdischen Dingen beschäftigt, vernachlässigte die Sorge um seine Seele, und er ging ungerettet in die Ewigkeit... Ich wusste, dass ich es ihm sagen musste. Ich war mir völlig bewusst, dass ich derjenige war, durch den Gott ihm von der Errettung seiner Seele durch den Glauben an Christus sagen wollte. Aber ich war zu sehr mit meinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt... Und nun ist er fort. Ich werde ihn bis zum Gericht nicht mehr sehen. Oh, wie schwer das ist! Denn ich wusste, dass Jesus meinen Platz am Kreuz eingenommen hatte. Ich wusste, dass jeder, der an ihn glaubt, gerettet wird. Aber ihm habe ich nichts gesagt. Hätte ich es ihm gesagt, hätte er auch geglaubt und mit welcher Freude hätten wir uns in der Herrlichkeit getroffen! Aber er ging fort, ging ohne Christus, ohne Gott, ohne Hoffnung!.. Ch. Spurgeon, in: Nashi Dni Nr. 2001, 25\. November 2006 ### Ein unerwarteter Segen URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-unerwarteter-segen/ Last updated: 2026-05-15T12:34:48.000Z Gavril verliert sein Portemonnaie, doch ein ehrlicher Fremder gibt es zurück. Er erfährt Freude und Hoffnung auf die Genesung seiner Frau. _This post is for subscribers only._ ### Die zwei Brüder URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-zwei-bruder/ Last updated: 2026-05-15T12:34:51.000Z Eine arme Witwe, die nach dem Tod ihres Mannes krank wurde, verbrachte fast den ganzen Winter im Bett. Im Frühling, von der Krankheit erschöpft, ging sie in den Hof, fand eine Schaufel und begann, den Garten umzugraben. Sie sah elend aus, die Schaufel fiel ihr vor Schwäche aus den Händen. Zu dieser Zeit fuhr ein Mann mit drei Pflügen auf das Feld. Er war ein wohlhabender Mann und zugleich ein Bruder in Christus dieser armen Witwe. "Gott helfe dir!" sagte er zu ihr. "Danke. Gott helfe auch dir," antwortete die Witwe und setzte ihre Arbeit fort. Eine Stunde später kam ein anderer Mann auf einem mageren Pferd mit einem Pflug vorbei. Auch er war gläubig. Er hielt an, schaute die Witwe an, fuhr in ihren Hof und pflügte ihren Garten, ohne ein Wort zu sagen. "Vielen Dank, Brüderchen," sagte die Witwe mit Tränen in den Augen. "Nicht mir, sondern dem Herrn," antwortete der Bruder. Zwei Brüder... Für beide litt und starb Christus am Kreuz. Beide hoffen, in der Ewigkeit mit dem Herrn zu sein. Doch die Früchte sind unterschiedlich. "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen," sagte Christus. Nashi Dni Nr. 1919, 2\. April 2005 ### Das Tote Meer und der See Genezareth URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-tote-meer-und-der-see-genezareth/ Last updated: 2026-05-15T12:34:54.000Z Während meiner Zeit in Palästina wanderte ich einmal die alte historische Straße von Jerusalem ins Jordantal hinab. Nachdem ich die Ruinen von Jericho passiert hatte, kam ich zum Jordan, wo einst der Herr getauft wurde. Ich setzte meinen Weg fort und gelangte an das Ufer des Toten Meeres. Dort, am Ufer nahe der Mündung des Jordans, verglich ich unwillkürlich das Wasser des Flusses mit dem des Toten Meeres. Der Fluss entspringt dem See Genezareth, sein Wasser ist frisch und voller Leben, während das Meerwasser still und tot ist. Woher kommt dieser Unterschied? Einer der Gründe ist, dass das Tote Meer nur Wasser aufnimmt, ohne es weiterzugeben. Der See Genezareth hingegen nimmt zwar auch Wasser auf, gibt es aber ständig weiter in den Jordan ab, wodurch das Wasser im See ständig erneuert wird. Dies unterscheidet auch die missionarische Kirche von der Kirche, die nur für sich selbst lebt. Letztere nimmt nur auf und verbraucht alles für sich selbst. Kein Wunder, dass sie einem stagnierenden Teich gleicht, voller Unreinheiten wie Verleumdung, Verurteilung, Klatsch, Spaltungen oder Streitigkeiten. Die missionarische Kirche hingegen nimmt zwar auch auf, gibt aber sofort weiter, was sie empfangen hat. Deshalb ist sie lebendig und gedeiht unter dem anhaltenden Segen Gottes. Dies gilt auch für jeden einzelnen Gläubigen. Ein geiziger Mensch, der nur für sich sammelt und nichts teilt, gleicht dem stehenden Wasser des Toten Meeres. Von ihm geht kein Segen aus. Ein Gläubiger jedoch, der großzügig für die Mission gibt, gedeiht in der Regel auch selbst. Es liegt also an uns, ob wir dem Toten Meer gleichen oder wie der lebendige und blühende See Genezareth werden. O.D. Smith, in: Nashi Dni Nr. 1919, 2\. April 2005 ### Das Mädchen und der Präsident URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-madchen-und-der-prasident/ Last updated: 2026-05-15T12:34:57.000Z Im Weißen Haus in Washington gibt es eine Sammlung ungewöhnlicher Briefe. Unter ihnen befindet sich ein Brief, den ein Mädchen im September 1895 an Präsident Cleveland schrieb. Der Inhalt lautet: "Sehr geehrter Herr Präsident, ich befinde mich in einem schrecklichen Zustand des Gewissensbisses. Vor zwei Jahren habe ich zwei Briefmarken verwendet, die zuvor auf anderen Briefen benutzt wurden. Ich war mir dieser Schuld bis jetzt nicht bewusst, aber nun quält mich dieser Vorfall Tag und Nacht. Bitte seien Sie so freundlich, mir zu vergeben. Ich war damals 13 Jahre alt. Ich lege den Wert der Marken bei." Der Präsident antwortete ihr kurz: "Ich vergebe dir. Schlaf ruhig." Ja, in der Vergebung liegt Freude. Und in Gottes Vergebung liegt Jubel. Nashi Dni Nr. 1991, 16\. September 2006 ### Die wahre Strafe für Johannes Chrysostomus URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-wahre-strafe-fur-johannes-chrysostomus/ Last updated: 2026-05-15T12:35:00.000Z Kaiser Arkadios will Johannes Chrysostomus bestrafen. Der klügste Rat: Bringt ihn zum Sündigen, denn das fürchtet er am meisten. _This post is for subscribers only._ ### Ein Wissenschaftler und der Schöpfer URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-wissenschaftler-und-der-schopfer/ Last updated: 2026-05-15T12:35:04.000Z Ein Wissenschaftler verteidigt den Glauben an einen Schöpfer bei einer Debatte in der UdSSR. _This post is for subscribers only._ ### Die Weisheit des Fährmanns URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-weisheit-des-fahrmanns/ Last updated: 2026-05-15T12:35:07.000Z Zwei Philosophen erkennen, dass Wissen ohne Christus nichts nützt, da die Seele ewig ist. _This post is for subscribers only._ ### Die Versicherung der Seele URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-versicherung-der-seele/ Last updated: 2026-05-15T12:35:10.000Z Ein Junge fragt seinen Vater, ob seine Seele versichert ist, was den Vater zur Umkehr bewegt. _This post is for subscribers only._ ### Die Geschichte vom Adler und den Hühnern URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-geschichte-vom-adler-und-den-huhnern/ Last updated: 2026-05-16T15:01:13.000Z Ein Adler, der unter Hühnern aufwächst, erkennt seine wahre Natur und erhebt sich in die Lüfte. _This post is for subscribers only._ ### Gottes Antwort auf ein kindliches Gebet URL: https://www.beispielgeschichte.de/gottes-antwort-auf-ein-kindliches-gebet/ Last updated: 2026-05-15T12:35:15.000Z Ein Mädchen betet für eine Wärmflasche und Puppe, und Gott erhört das Gebet auf wundersame Weise. _This post is for subscribers only._ ### Standhaftigkeit im Glauben URL: https://www.beispielgeschichte.de/standhaftigkeit-im-glauben/ Last updated: 2026-05-15T12:35:21.000Z Der Herr hat uns ein königliches Priestertum genannt. Der große Gott hat uns Heilige genannt. Wie schätzen wir diese Vollkommenheit in den Umarmungen des Glücks und im Feuer der Sorgen? Zeigen wir die Würde Christi in unserem Wandel inmitten der Eitelkeit der Welt, und wünschen du und ich von ganzem Herzen das heilige, göttliche Vorbild? Gott spricht: „Sei eifrig, bereue, wenn du in dir Lauheit verspürt hast. Entzünde dich vom Geist Gottes – und du wirst im gerechten Kampf überwinden.“ Alle lebendigen Christen, das Volk, das durch Golgatha erlöst wurde, müssen eifrig im Geist des Wachstums und in Erwartung des Herrn vom Himmel sein! Wir können uns nicht mit wenigem zufriedengeben: Kaum leuchten, nur ein wenig Ehrfurcht zeigen vor dem Herrn der Größe und Herrlichkeit, vor dem Gott der Wahrheit, der den Tod überwunden hat. Wir haben Jesus unseren Retter genannt, Seine Liebe hat uns aus dem Übel erhoben, in dem wir so lange verweilten, alles verdunkelnd: sowohl Gedanken als auch Taten. Ja, Er ist der Retter! Unter Seinem Schutz sind wir bewahrt, wenn wir Ihm treu sind und in Ehrfurcht vor dem biblischen Wort unser Leben ohne Arglist und Schuld aufbauen. Und wenn es zu einer Verfehlung kommt, eilen wir, das Bekenntnis zu bringen, und nachdem wir durch Gnade Vergebung empfangen haben, leben und denken wir in unserem Herrn. ...Der Herr hat uns ein königliches Priestertum genannt, uns mit dem heiligen Blut des Sohnes gewaschen. Wie bewahren wir das himmlische Erbe? Wie schätzen wir unsere himmlische Verwandtschaft? Anna Luks Auszüge aus dem Buch von E. Ginzburg „Steiler Weg“. E. Ginzburg – eine ehemalige Kommunistin, die die Schrecken der sowjetischen Lager durchlebt hat, beschreibt in diesem Buch ihre Begegnung mit den Gläubigen aus Woronesch, wahrscheinlich Baptisten. Nun hacke mit der Axt von vorne. Und jetzt greif von beiden Seiten zur Säge und zieh. Was, Maria Iwanowna, habt ihr etwa noch nie eine Säge in der Hand gehalten? – Glaubt ihr wirklich, dass wir mit Galja so einen Baum fällen können? – Nicht nur einen solchen Baum, sondern acht Kubikmeter pro Person ist eure Norm, hören wir die trockene, geschäftsmäßige Antwort. Nicht Kostik antwortet so, sondern der herangetretene Leiter der Holzbeschaffung, Kusen. Und Kostik... fügt mit widerlichem, unterwürfigem Ton hinzu: – Drei Tage habt ihr, um die Norm zu erfüllen. Drei Tage gibt es die Ration unabhängig davon. Und ab dem vierten Tag – aus eigener Tasche... Nach Kategorien, je nach Erfüllung der Norm. Wie ihr euch anstrengt, so werdet ihr auch essen... Drei Tage versuchten wir mit Galja das Unmögliche zu tun... Die Axt rutschte ab, spritzte feine Späne ins Gesicht. Wir sägten krampfhaft, unrhythmisch... Aber der schrecklichste Moment war, als der von uns zerschnittene Baum schließlich zu fallen bereit war, und wir nicht verstanden, wohin er sich neigte. Einmal wurde Galja stark am Kopf getroffen, aber der Sanitäter unserer Abteilung weigerte sich sogar, die Wunde mit Jod zu behandeln, und sagte: – Alter Trick! Befreiung vom ersten Tag an gewollt! Wir beobachteten aufmerksam die Arbeit der gläubigen Frauen aus Woronesch. Was sie taten, schien uns einfach Magie zu sein. Und wie sorgfältig und schnell machten sie den Anschnitt! Welche weiten, abgestimmten Bewegungen setzten ihre Säge in Gang! Wie gehorsam fiel der Baum in die gewünschte Richtung zu den Füßen derer, die von Kindheit an körperliche Arbeit kannten. Viele Male in den langen achtzehn Jahren unserer „Leiden“ musste ich allein mit dem nahenden Tod sein. Aber eine Gewohnheit entwickelte sich trotzdem nicht. Jedes Mal derselbe eisige Schrecken und krampfhafte Suche nach einem Ausweg... Und... jedes Mal ergab sich eine rettende Fügung von Umständen, auf den ersten Blick absolut zufällig... ...In jenem für uns tödlich gefährlichen Frühling wurden wir sehr durch die Beispiele seelischer Standhaftigkeit unterstützt, die uns unsere halbgebildeten religiösen Frauen aus Woronesch gaben. Ende April jenes Jahres war Ostern. Obwohl gerade die aus Woronesch ernsthaft, ohne Täuschung, die Norm erfüllten, auf denen hauptsächlich der Produktionsplan unseres „siebten Kilometers“ beruhte, wollte Kusen nicht einmal zuhören, als sie begannen, um Befreiung von der Arbeit am ersten Feiertag zu bitten. – Wir werden Ihnen, Herr Direktor, diese Norm dann dreifach abarbeiten, nur bitte respektieren Sie... – Wir erkennen keine religiösen Feiertage an, und machen Sie mir hier keine Agitation! Mit dem Arbeitsbeginn in den Wald! Und versuchen Sie nur, nicht zu arbeiten! Mit Ihnen wird in der Zone so umgegangen, Berichte werden erstellt, und die Beamten werden beunruhigt. Aber ich werde mit Ihnen selbst fertig. Auf die Arbeiterweise... Und dieser Bösewicht gab seinen Schergen eine konkrete Anweisung. Wir sahen alles. Aus der Baracke, aus der sie sich weigerten herauszukommen, wiederholend: „Heute ist Ostern, Ostern, es ist Sünde zu arbeiten“, wurden sie mit Gewehrkolben hinausgetrieben. Aber als sie an den Arbeitsplatz im Wald kamen, legten sie ihre Äxte und Sägen sorgfältig in einen Haufen, setzten sich gemächlich auf die noch gefrorenen Baumstümpfe und begannen, Gebete zu singen. Dann befahlen die Wachen, offensichtlich den Anweisungen Kusens folgend, ihnen, sich auszuziehen und barfuß in das Eiswasser zu treten, das auf der Oberfläche des noch gefrorenen Waldsees aufgetaut war. Ich erinnere mich, wie die alte Bolschewikin Mascha Mino damals mutig für die Bauern eintrat: – Was tun Sie da? – schrie sie die Schützen an, und ihre Stimme brach vor Zorn. – Das sind Bauern! Wie wagen Sie es, sie gegen die sowjetische Macht aufzubringen! Wir werden uns beschweren! Und wir werden Gerechtigkeit finden... Als Antwort – Drohungen und sogar Schüsse in die Luft. Ich erinnere mich nicht mehr, wie viele Stunden diese Tortur dauerte, für diese Frauen – körperlich, für uns – moralisch. Sie standen barfuß auf dem Eis und fuhren fort, Gebete zu singen, während wir, unsere Werkzeuge wegwerfend, von einem Schützen zum anderen eilten, flehten und überredeten, schluchzend und weinend. Die Arrestzelle war in jener Nacht so überfüllt, dass es sogar schwer war, zu stehen. Und dennoch verging die Nacht unbemerkt. Wir stritten bis zum Morgen. Wie soll man das Verhalten der Frauen aus Woronesch bewerten? Fanatismus oder echte menschliche Standhaftigkeit im Verteidigen der Freiheit ihres Gewissens? Soll man sie als verrückt bezeichnen oder sich über sie wundern? Und das Wichtigste, das uns bewegte: Könnten wir das auch?.. Wir stritten so heftig, dass wir fast völlig den Hunger, die Erschöpfung, die stinkende Feuchtigkeit der Arrestzelle vergaßen. Am interessantesten war, dass keine der Frauen aus Woronesch, die so viele Stunden auf dem Eis standen, krank wurde! Und die Norm erfüllten sie schon am nächsten Tag zu 120 Prozent... Anna Luks, in: E. Ginzburg, Krutoy marshrut, in: Nashi Dni Nr. 1997, 28\. Oktober 2006 ### Dankbarkeit für geistliche Unterstützung URL: https://www.beispielgeschichte.de/dankbarkeit-fur-geistliche-unterstutzung/ Last updated: 2026-05-15T12:35:24.000Z Es geht nicht darum, glücklich zu sein, sondern andere glücklich zu machen. Es geht nicht darum, dass Gott unseren Willen erfüllt, sondern dass wir Seinen Willen erfüllen. Es geht nicht darum, lange zu leben, sondern dass dieses Leben einen wahren Sinn hat. Es geht nicht darum, wer wir sind, sondern wie wir sind. Es geht nicht darum, wann wir sterben, sondern ob wir bereit sind, Gott zu begegnen. Verehrter Bruder Vodnevsky, Mehrmals begann ich, Ihnen einen Brief zu schreiben, und hielt inne. Ich wagte es nicht und hatte irgendwie Angst. Ich dachte: Wie werden Sie meine Zeilen verstehen? Aber Ihre Zeitung brachte meine Gedanken immer wieder zu Ihnen zurück. Sie kennen mich, aber mein geistliches Leben können Sie nicht kennen. Zu große Entfernung trennt uns. Vor einigen Jahren fühlte ich mich Ihrer evangelischen Kirche nahe. Ich ging oft in die 77\. Straße, betete, war den Brüdern und Schwestern dieser Kirche irgendwie nahe, und es tat mir gut. Ich wollte schon die Taufe empfangen, aber ich wurde krank. Meine Beine wollten mich nicht mehr tragen. Einsamkeit ist eine schreckliche Sache. Diejenigen, die mir nahe waren, begannen sich von mir zu entfernen. Vielleicht erweckte mein früherer Beruf als Künstlerin kein Vertrauen. Die Krankheit hielt mich zu Hause, und die mir nahestehenden Menschen entfernten sich allmählich von mir. Jetzt lebe ich in einem Altenheim, es ist sehr traurig. Was Sie für mich tun, indem Sie mir Ihre geistliche Zeitung schicken, ist ein unschätzbarer Dienst. Die Zeitung füllt den Rest meines Lebens aus. Ihre geistlichen Artikel hinterlassen immer einen tiefen Eindruck. Und ich lese sie oft mehrmals. Ich schreibe Ihnen offen, damit Sie wissen, wie wertvoll mir Ihre Zeitung „NASHI DNI“ ist. Ohne sie wäre der Rest meines Lebens sehr düster. Lieber Bruder, ich danke Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie uns, die alten Christen, nicht vergessen. Ich verneige mich tief und danke Gott für Sie. Varvara Koroleva, New York, USA. Nashi Dni Nr. 1923, 30\. April 2005 ### Das letzte Abendmahl URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-letzte-abendmahl/ Last updated: 2026-05-15T12:35:27.000Z Leonardo da Vinci fand für Christus und Judas dasselbe Modell, dessen Leben durch Sünde entstellt wurde. _This post is for subscribers only._ ### Das Wunder des Regens URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-wunder-des-regens/ Last updated: 2026-07-30T19:53:33.000Z Ein Gebet um Regen rettet einen Bauernhof vor einem verheerenden Waldbrand. _This post is for subscribers only._ ### Die Liebe des Schöpfers URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-ewige-liebe-des-schopfers/ Last updated: 2026-05-15T12:35:34.000Z Die Nacht flüsterte mir: Ich liebe dich! – Ich liebe dich! Ich liebe dich! – formten die Sterne in Zeilen. Der Morgen schenkte mir eine Rose – die Morgenröte. – Ich liebe dich! – wiederholte wieder eine tiefe Stimme. Wolken zogen vorbei wie Schiffe unter den Segeln des Windes. Ihnen folgend schrieb der Sommerregen hunderttausendmal Liebesbekenntnisse auf die Fensterscheiben. Ich öffnete das Fenster zum hellen Garten, wo Regenbögen sich mit den Zweigen verflechten: Wer hat mir so lange, so zärtlich und so lange, mir in jedem Augenblick ein Liebesbekenntnis gesagt? Ich spitzte Augen und Gehör an, und dem Herzen gab der Schöpfer Offenbarung: Von den Höhen des Himmels her leuchtete der Hirte und wachte über mich in jedem Augenblick. Er war in helles himmlisches Licht gehüllt, und sein Stab war aus Lichtstrahlen gewoben. Er hütete die Herden der Sternbilder und Planeten, er trat mit Sandalen auf die Sonne. – Ich liebe dich! Ich liebe dich! – durch Vogelgezwitscher riefen mir die Winde und die Kelche der Lilien zu. – Ich liebe dich! Ich liebe dich! – erscholl es von allen Seiten – Ich erschuf die Welt, damit jeder in ihr glücklich sei. Lebe ewig! Weine nicht und sei nicht traurig! Zu dir strecke Ich immer meine Hände aus. In Ewigkeit werde Ich dich hüten, meine Liebe, meine demütige Taube! Der erloschene Tag wird es dem anderen Tag sagen, und die Ewigkeit wird hunderttausendfach meine Worte wiederholen: Ich liebe dich! Ich liebe dich mit unendlicher Liebe! Unendliche Liebe! Irina Koloshina, in: Nashi Dni Nr. 1911, 5\. Februar 2005 ### Der Ruf zur Nachfolge URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-ruf-zur-nachfolge/ Last updated: 2026-05-15T12:35:38.000Z Unser Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Er duldet keine Halbherzigkeit. Wo der Mensch sich nicht ganz hingibt, ist kein Erfolg zu erwarten. Es wird ihn nicht geben. Christus sagte einst zu den galiläischen Fischern: „Folgt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ Und so geschah es tatsächlich. Das geheime Symbol der christlichen Gemeinden im 1\. Jahrhundert war das grafische Bild eines Fisches. Die Fischer aus Galiläa ließen ihre Netze zurück und folgten Christus, sobald sie seinen Ruf hörten: „Folgt mir nach.“ Sie nahmen einen Dienst auf, der dem Fischfang sehr ähnlich war. Einmal hörte ich die Geschichte eines alten Predigers namens Schneider (aus deutschen Kolonisten). Er erzählte: – Einst lebte bei uns in der Kiewer Region, nahe dem Dnjepr, ein Gutsherr. Das war ein wahrer Fischer. Eines Tages fing er Fische, während auf seinem Dreschplatz, wo Weizen gedroschen wurde, ein Feuer ausbrach. Ein Bauer lief zum Fluss und rief laut: – Herr, auf dem Dreschplatz brennt es!... – Still, es beißt gerade... – antwortete der Gutsherr. „Wer die Hand an den Pflug legt, soll nicht zurückblicken.“ So sagt Christus zu allen, die an ihn glauben, zu allen, die sich daran gemacht haben, die Saat dieses Weltackers zu bestellen. Wer sind nun diese zum Dienst der Verkündigung des Evangeliums Berufenen? Nur Pastoren, Prediger und Missionare? Diese Aufgabe – das Evangelium des Heils zu verkünden – gibt Gott jedem, der von oben geboren ist. Jeder kann an seinem Platz Zeuge Christi sein. Als der Sekretär des Bundes der Baptisten der UdSSR, Alexander Karev, einst in Amerika gefragt wurde: „Wie viele Missionare hat Ihr Bund?“, antwortete er: „Fünfhunderttausend.“ Mit anderen Worten wollte er sagen: Jedes Gemeindemitglied ist ein Missionar, denn jedes Gemeindemitglied hat von Gott den Auftrag, sein Zeuge zu sein. Man muss annehmen, dass A. W. Karev etwas übertrieben hat. Leider brennt nicht immer und nicht jedes Gemeindemitglied mit der Seele für den Zustand der Welt, nicht jeder nimmt das Gebot Christi – sein Zeuge zu sein – sich zu Herzen. Der Rückgang des Eifers hängt mit dem Rückgang des geistlichen Zustands der Gemeinden in unserer Zeit zusammen. Und doch arbeiten heute Tausende von Missionaren in allen Winkeln der Erde; viele haben ihr Leben für den Namen Christi hingegeben, viele erdulden Entbehrungen in Ländern Afrikas, Indiens, Südamerikas. Sie werden von denen unterstützt, die ihr Haus, ihre Familie, ihr Land nicht verlassen können. Und so ist das Rad der evangelischen Bewegung nicht an einem Ort stehen geblieben, sondern setzt seinen siegreichen Zug fort. Es ist erfreulich zu wissen, dass auch unsere kleine, bescheidene Zeitung sich diesem Werk, dieser Mission gewidmet hat. 3\. WIR WERDEN ES SCHÄTZEN Nashi Dni Nr. 1911, 5\. Februar 2005 ### Die Wahl zwischen Himmel und Hölle URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-wahl-zwischen-himmel-und-holle/ Last updated: 2026-05-19T06:08:23.000Z Gott bietet ewige Liebe und Rettung an, doch der Mensch wählt oft den eigenen Weg, was zu Leid führt. _This post is for subscribers only._ ### Die letzten Tage Voltaires URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-letzten-tage-voltaires/ Last updated: 2026-05-15T12:35:41.000Z Am 30\. Mai 1778 starb in Paris der bekannte französische Gelehrte Voltaire. Er war von Hass auf das Christentum und die Bibel erfüllt. Seine Spötteleien über die christliche Lehre brachten viele Atheisten hervor und machten ihn in freidenkerischen Kreisen sehr populär. Doch alles hat ein Ende. Voltaire erkrankte. Wenn die Schmerzen zunahmen, begann er zu beten, um dann wieder Flüche und Gotteslästerungen auszustoßen. Im Kampf mit dem Tod schrie er verzweifelt: „Kann Gott mir nicht ein wenig Barmherzigkeit schenken? Wo ist Er, dieser Gott?“ Seine Freunde konnten sein Leiden nicht ertragen und ließen ihn allein. Als ihn der Arzt Troyski das letzte Mal besuchte, flehte Voltaire ihn an: „Geben Sie mir ein halbes Jahr Leben, um meine Fehler zu korrigieren.“ „Ich kann Ihnen nicht einmal sechs Tage geben“, antwortete der Arzt. „Dann gehe ich in die Hölle! Und Sie mit mir...“ waren die letzten Worte des Gelehrten. Dieser arme Atheist wurde von Frankreich zu den Helden des Vaterlandes gezählt, sein Leichnam mit großen Ehren im Pantheon (Tempel des Ruhms) beigesetzt, und sein Herz wurde in der Nationalbibliothek von Paris aufbewahrt. ### Der gute Hirte URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-gute-hirte-2/ Last updated: 2026-05-09T07:57:14.000Z Ein Hirte verkleidet sich als Schaf, um seine Herde zu retten. Christus wurde Mensch, um uns Seine Lehre zu bringen. _This post is for subscribers only._ ### Die Gerechtigkeit Gottes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-gerechtigkeit-gottes/ Last updated: 2026-05-15T12:35:47.000Z Ein Mann wird fälschlich des Diebstahls beschuldigt, aber ein Zeuge enthüllt die Wahrheit. Gottes Gerechtigkeit und Liebe sind größer. _This post is for subscribers only._ ### Ein Missionar im Gefängnis URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-missionar-im-gefangnis/ Last updated: 2026-05-15T12:35:50.000Z Ein Evangelist wird im Gefängnis zum Segen, bringt viele zum Glauben und bedauert seine Entlassung. _This post is for subscribers only._ ### Die Quelle wahrer Freude URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-quelle-der-wahren-freude/ Last updated: 2026-08-07T05:50:45.000Z Wer in dieser Welt möchte nicht froh sein und wie ein Adler hoch über den Problemen des Lebens schweben? Ein Mensch ohne Christus gleicht einem Adler im Käfig. Traurigkeit und Sehnsucht trüben den Blick, die Angst vor der Zukunft belastet die Seele. Erfindungen verschiedener Vergnügungen kommen zur Hilfe. In gewissem Maße gelingt es ihnen, die emotionalen Gefühle zu beeinflussen, aber in der Tiefe der Seele bleibt ein unstillbarer Durst nach echter Freude. Ein Mann kam zum Psychiater und bat um Hilfe gegen Traurigkeit und Niedergeschlagenheit. Der Arzt bot ihm dies und das an, ohne zu wissen, wie er ihm helfen könnte. Dann sagte er ihm: „Gehen Sie zu der Vorstellung des berühmten Clowns, er wird Sie aufheitern.“ Der Patient antwortete: „Dieser Clown bin ich selbst.“ Er brachte andere zum Lachen und zur Freude, konnte sich selbst aber nicht helfen! Die Stimme seiner Seele schrie nach Hilfe, aber er wandte sich an die falsche Stelle. Die Quelle der Freude ist unser Herr. Wenn Er im Herzen eines Menschen lebt, schenkt Er Freude und Frieden. „O, dass du auf meine Gebote geachtet hättest! Dann wäre dein Friede wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Wellen des Meeres.“ (Jesaja 48,18) Der Herr möchte jeder suchenden Seele helfen. Er kam, um für die Sünden der ganzen Menschheit zu sterben, denn der Lohn der Sünde ist der Tod. Die Sünde verdunkelt die Seele, aber eine vergebene Seele freut sich und triumphiert in Christus Jesus. Selbst die Engel freuen sich, wenn Sünder Vergebung finden. „Wenn du Gutes tust, erhebst du nicht dein Gesicht? Wenn du aber nicht Gutes tust, liegt die Sünde vor der Tür; sie zieht dich zu sich, aber du sollst über sie herrschen.“ (1\. Mose 4,7) Lasst uns daran denken: Freude und Trost sind nur in Christus Jesus zu finden. D.K., in: Nashi Dni ### Mein Weg zu Gott URL: https://www.beispielgeschichte.de/mein-weg-zu-gott/ Last updated: 2026-05-15T12:35:56.000Z Ein Paar findet nach atheistischem Leben durch Begegnungen mit Gläubigen und Gottes Schönheit den Weg zu Gott. _This post is for subscribers only._ ### Die Versammlung der Dämonen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-versammlung-der-damonen/ Last updated: 2026-05-15T12:35:59.000Z Dämonen planen, Christen durch Ablenkungen von ihrer Beziehung zu Christus abzuhalten. Sie nutzen Konsum und ständige Beschäftigung. _This post is for subscribers only._ ### Zinzendorf und die mährische Mission URL: https://www.beispielgeschichte.de/zinzendorf-und-die-moravianische-mission/ Last updated: 2026-05-15T12:36:02.000Z Zinzendorf, der Gründer der mährischen Mission, antwortete auf diesen Ruf, indem er sein ganzes Leben Gott widmete und seinen Dienst mit einem glorreichen Tod krönte. Das Gemälde von Stenborg schmückt seit dem Brand nicht mehr die Wände der Düsseldorfer Galerie. Es ging im Feuer verloren, aber es leistete einen großen Beitrag zur Verkündigung des Evangeliums, indem es den Menschen von Gottes Geschenk des erlösenden Opfers Christi erzählte. Nashi Dni ### Die stille Predigt des Malers URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-stille-predigt-des-malers/ Last updated: 2026-05-15T12:36:05.000Z Ein Maler erklärt einer weinenden Frau, dass Gottes Liebe auch für sie gilt, und erzählt ihr von der Erlösung. _This post is for subscribers only._ ### Ich werde für euch singen URL: https://www.beispielgeschichte.de/ich-werde-mit-euch-singen/ Last updated: 2026-05-15T12:36:08.000Z Für diejenigen, die sich für die Evolutionstheorie interessieren, wird es wahrscheinlich interessant sein zu erfahren, dass Charles Darwin am Ende seines Lebens zum Glauben an Gott zurückkehrte. Oft, wenn ein Mensch vor der Ewigkeit steht und somit unweigerlich mit der Realität der Existenz des Göttlichen konfrontiert wird, bereut er seine Ansichten und Taten. Dasselbe geschah mit C. Darwin. Die folgende Geschichte erzählte Lady Hope aus Nordfield, die viel Zeit an Darwins Sterbebett verbrachte. Sie schrieb ihre Erinnerungen selbst auf. Sie schreibt: „Es war einer jener wunderbaren Herbstabende, die wir in England manchmal erleben. Man bat mich, bei dem bekannten Professor Charles Darwin zu sitzen. In letzter Zeit stand er kaum noch aus dem Bett auf. Wenn ich ihn in jenen Tagen sah, kam mir immer der Gedanke, dass sein ganzes Erscheinungsbild ein wunderbares Bild darstellte, das der Königlichen Akademie würdig wäre. Und nie war dieses Gefühl so stark wie an jenem Abend. Darwin lag halb im Bett. Er trug einen weichen, bestickten Morgenmantel aus reichem bordeauxrotem Stoff. Er saß von Kissen umgeben und schaute aus dem Fenster auf die weiten Weizenfelder, die von Wäldern umrahmt waren. Und all dies tauchte in einen herrlichen purpurroten Sonnenuntergang. Seine hohe Stirn und die feinen Gesichtszüge erstrahlten in einem freudigen Lächeln, als ich eintrat. Er wies mit der Hand in Richtung Fenster, um meine Aufmerksamkeit auf das bezaubernde Bild draußen zu lenken. In der anderen Hand hielt er die Bibel, mit deren Studium er nun seine ganze Zeit verbrachte. – Was lesen Sie? – fragte ich, als ich mich auf die Bettkante setzte. – Den Hebräerbrief, – antwortete er. – Immer noch den Hebräerbrief, das königliche Buch, wie ich es nenne. Mit dem Finger über die Seiten des Briefes fahrend, teilte er einige Gedanken über das Gelesene mit mir. Ich erwähnte kurz die kritischen Ansichten, die einige Menschen über seine evolutionäre Theorie der Artenentstehung geäußert hatten, über ihre Bedeutung sowie ihr Verständnis der Anfangskapitel des Buches Genesis. Dies versetzte ihn in unverhohlenen Kummer. Darwins Finger krampften sich vor Aufregung zusammen, und auf seinem Gesicht zeigte sich ein Gefühl tiefen Leidens, als er sagte: – Ich war damals ein junger Mann mit unausgereiften Ansichten. Ich äußerte Vermutungen und Annahmen, dachte ständig über irgendetwas nach, und zu meinem Erstaunen wurden diese Ideen aufgegriffen und verbreiteten sich wie ein Lauffeuer. Die Menschen machten aus diesen unreifen Ideen eine Religion. Er schwieg, um sich auszuruhen, und fügte dann noch einige Sätze über die Heiligkeit Gottes und Seine Größe hinzu und sagte, während er auf die Bibel schaute, die er die ganze Zeit zärtlich in den Händen hielt: – In meinem Garten gibt es ein Sommerhaus. Es bietet Platz für etwa fünfzig Personen. Dort drüben, – zeigte er mit der Hand auf das offene Fenster. – Ich würde sehr gerne, dass Sie dort Menschen versammeln und ihnen von Gott erzählen. Ich weiß, dass Sie in den Dörfern die Bibel lesen. Ich würde gerne, dass morgen die Diener hier und auch die Menschen aus der Nachbarschaft dort zusammenkommen. Können Sie zu ihnen mit dem Wort Gottes sprechen? – Worüber soll ich ihnen erzählen? – fragte ich. – Über Jesus Christus! – antwortete er. – Und über die Errettung, die Er uns gibt. Ist das nicht das beste Thema? Und außerdem möchte ich, dass Sie mit ihnen einige Lieder singen. Ich werde nie das Licht vergessen, das sein Gesicht bei diesen Worten ausstrahlte. Dann fügte Darwin hinzu: – Mein Fenster wird offen sein, und wenn Sie die Versammlung um fünf Uhr beginnen, werde ich mit euch singen. Ich kann die Begeisterung des Gesichts dieses edlen alten Mannes an jenem denkwürdigen Tag nicht in Worte fassen!“ Es ist schwer, sich eine ergreifendere Szene vorzustellen. Hier sehen wir die Essenz der Ernsthaftigkeit der Gefühle! Wir sehen Charles Darwin, der für die Wahrheit Gottes eifert, mit einem Gesicht, das die Freude des Glaubens ausstrahlt, über die Größe der Bibel spricht und mit Bitterkeit das ganze Übel der Verbreitung der Evolutionstheorie erkennt, die auch in die Theologie eingegangen ist, zur Plage für die Kirchen geworden ist und zum Verlust des Glaubens vieler Menschen geführt hat. Elena Kliver, in: Nashi Dni Nr. 1952, 3\. Dezember 2005 ### Das Herz von Grace URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-herz-von-grace/ Last updated: 2026-05-15T12:36:11.000Z Ich werde mich immer an ein kleines Mädchen namens Grace erinnern, das der Herr rettete, als ich noch ein junger Prediger war. Graces Herz war der Mission in Indien gewidmet. Eines Tages sagte ihre Mutter zu Grace, dass sie ihr einen neuen Mantel kaufen würde. Doch Grace bat ihre Mutter, das Geld ihr zu geben, damit sie es nach Indien schicken könne, und sagte, dass sie gerne den alten Mantel tragen würde. Die Mutter stimmte zu, und Grace schickte das Geld nach Indien. Als Grace krank wurde und im Sterben lag, nahm sie ihrer Mutter das Versprechen ab, all ihre Kleidung zu verkaufen und das eingenommene Geld nach Indien zu schicken. Mit Tränen in den Augen versprach die Mutter, den Wunsch ihrer Tochter zu erfüllen. Ich wünsche mir, im Himmelreich in der Nähe von Grace zu sein, um zu sehen, wie sie ihre Belohnung von Gott erhält. Graces Herz war Indien gewidmet, und deshalb folgten die Gelder ihrem Herzen. O.D. Smith, in: Nashi Dni Nr. 1974, 6\. Mai 2006 ### Die Hände der Gnade URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-hande-der-gnade/ Last updated: 2026-05-09T07:57:18.000Z Ein Christ erklärt, dass die Gnade Gottes ihn trägt, selbst wenn er nicht mehr aus eigener Kraft schwimmen kann. _This post is for subscribers only._ ### Die Hände der Gnade URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-hande-der-gnade-2/ Last updated: 2026-05-15T12:36:14.000Z Ein gelähmter Christ behält trotz seines Unfalls die Freude an der Errettung. _This post is for subscribers only._ ### Die unaufhörliche Liebe URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unaufhorliche-liebe/ Last updated: 2026-05-15T12:36:17.000Z Eine Frau bleibt bei ihrem alkoholkranken Mann aus Liebe, trotz seines Verhaltens. Das Kreuz symbolisiert unaufhörliche Liebe. _This post is for subscribers only._ ### Geduld und Arbeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/geduld-und-arbeit/ Last updated: 2026-05-16T15:01:20.000Z Susanna Wesley war eine geduldige Erzieherin ihrer Kinder. Ihr Mann, ein bekannter Prediger, sagte einmal zu ihr: „Suzi, du sagst dem Kind zum zwanzigsten Mal dasselbe.“ Darauf antwortete sie: „Wenn ich beim neunzehnten Mal aufgehört hätte, wären all meine Bemühungen vergeblich gewesen; nur dieses zwanzigste Mal war erfolgreich.“ Die Geduld und Ausdauer von Eltern, die zu allen möglichen Opfern bereit sind, oder die beharrliche und selbstlose Suche von Wissenschaftlern sind ein gewisses Abbild der langmütigen Liebe Gottes, der den Menschen am wahren Leben teilhaben lassen möchte. Nashi Dni Nr. 1939, 3\. September 2005 ### Hat Gott aufgehört zu existieren? URL: https://www.beispielgeschichte.de/hat-gott-aufgehort-zu-existieren/ Last updated: 2026-05-15T12:36:23.000Z Ein Mädchen fragt ihren Vater, ob Gott gestorben ist, da er nach dem Tod der Mutter nicht mehr betet. _This post is for subscribers only._ ### Warum sammelt ihr eure Schätze? URL: https://www.beispielgeschichte.de/warum-sammelt-ihr-eure-schatze/ Last updated: 2026-05-15T12:36:26.000Z Eine reiche Frau erhält im Himmel eine Hütte, ihr Kutscher einen Palast, da er sein Leben dem Evangelium widmete. _This post is for subscribers only._ ### Sergejs Erkenntnis URL: https://www.beispielgeschichte.de/sergejs-erkenntnis/ Last updated: 2026-05-15T12:36:29.000Z Alles hatte sich endlich in seinem Leben zum Guten gewendet: Die Fernstudentin hatte dem Heiratsantrag zugestimmt, er war durch eine Begnadigung freigelassen worden, die Brüder in der Kirche hatten ihn in den Dienst aufgenommen, und nach einem Jahr in Freiheit hatte seine Frau Zwillinge zur Welt gebracht! Mädchen... Sergej hatte sich schnell damit abgefunden, und nun wachte er morgens fröhlich auf, wenn die helle Sonne die Fenster leicht vergoldete. Oksana reichte ihm weiche, goldbraun gebackene Brötchen, warme Milch, weichgekochte Eier, die er sehr liebte, und nachdem er gegessen hatte, eilte Sergej ins Büro, wo er nun arbeitete. Dort traf er Freunde, sie scherzten fröhlich und ungezwungen, und der Tag verging in einem ständigen Treiben, in Gesprächen und Lachen. Abends eilte er in die Kirche, und wieder – Freunde, aber nun Christen, und wieder Scherze, aber andere, anständige, und erneut Begegnungen, Bekanntschaften... Manchmal schaute er auch in ein Café, wo keine Christen waren, und nach einem Glas – nur einem, denn der Apostel Paulus hatte Timotheus erlaubt, manchmal ein wenig zu trinken zur Stärkung, für den Magen – wollte er fast immer singen und laut verkünden: „Seht her: Das bin ich, Sergej, oder besser gesagt, Bruder Sergej, ein Christ! Und wer seid ihr alle?“ Doch in seiner Seele begann plötzlich etwas traurig zu schmerzen, und ein scharfes Gefühl der Einsamkeit und Melancholie überkam ihn aus dem Nichts. Eine solche Melancholie, die durch nichts zu unterdrücken war... Und dann ging Sergej langsam nach Hause. An der frischen Luft wurde es leichter, aber die Seele war dennoch unruhig. Er kam gegen ein Uhr nachts nach Hause, die Frau schlief bereits, die Kinder auch. Im Haus schien es sehr still und einsam zu sein. Und eines Nachts, nach einem weiteren Cafébesuch, träumte Sergej: Er rannte allein durch einen Sturm; ein Orkan bog die Bäume, riss sie mit den Wurzeln aus, und sie stöhnten wie Menschen... laut, verzweifelt! Sergej wollte sich verstecken, aber es gab keinen Ort: Das Verderben erwartete ihn! Mit Mühe kämpfte er sich vorwärts, fiel auf der schlammigen Straße, versuchte mit letzter Kraft, aus der Dunkelheit und dem Chaos herauszukommen! Angst erfüllte seine Seele: „Verloren! Für immer verloren!“ Doch plötzlich teilten sich die Wolken, der Himmel klärte sich auf, und in der reinen Bläue des Himmels erstrahlte ein Regenbogen! Freude durchdrang Sergejs Herz: Ich bin gerettet! Ich bin ein Christ! Wie konnte ich, der Dumme, das vergessen! Ich bin doch gläubig... Es war noch tiefe Nacht, als er erwachte. Das schwere Gefühl der Sünde stürzte Sergej in Verzweiflung, und all seine Laster, die er nicht nur nicht verurteilte, sondern sogar in sich liebte: Stolz, eigenes Ansehen, sein „Ich“, Überheblichkeit und Lüge, die er für völlig ungefährlich und niemandem schadend hielt, – traten ihm in solch hässlicher Gestalt entgegen, dass er verstand, dass es so nicht weitergehen konnte! Etwas Schweres überwindend, das ihn hielt, stand er aus dem Bett auf und fiel auf die Knie. „Vergib, Gott! Vergib mir“, flüsterte er, und Tränen rollten aus seinen Augen. Nun eilte Sergej, kaum dass er die Arbeit beendet hatte, freudig in die Kirche: Predigten, Gemeinschaften, Gespräche, Chor, neue Bekanntschaften – alles war interessant und erfreulich für das Herz. Zwei Jahre vergingen. Eines Abends, als er nach der Arbeit kurz nach Hause schaute, um eine Kleinigkeit zu essen, machte sich Sergej, wie üblich, auf den Weg zur Kirche. Die Frau deckte schnell den Tisch, setzte die Kinder. Nachdem er hastig gegessen hatte, verkündete Sergej, dass er gehe. – Auch heute? – fragte die Frau schüchtern. – Natürlich, – antwortete Sergej ohne Widerspruch zuzulassen, – heute besonders. Es steht eine große Jugendversammlung bevor. – Aber heute ist der Geburtstag der Mädchen, und sie haben sich darauf vorbereitet, mit dir zusammen zu sein. – Nein! Heute muss ich das Wort sprechen. Von der Kanzel, für die Jugend und ihre Eltern! Verstehst du, wie verantwortungsvoll das ist? Oksana seufzte traurig: – Und ich habe alles vorbereitet: und einen süßen Kuchen, so wie du ihn magst... – Nein, nein! – sprang Sergej vom Stuhl auf, schaute auf die Uhr. – Ich bin spät dran! Schon an der Tür rief er Oksana zu: – Bete mit den Kindern! Lies ihnen die Kinderbibel vor! Und legt euch schlafen. Ich komme spät! Am nächsten Tag, nachdem er wieder schnell gegessen hatte, verkündete er, dass er gehe. – A... vielleicht bleibst du bei den Kindern? – fragte Oksana. – Und ich gehe in die Kirche. Ich war schon so lange nicht mehr dort. – Nein! Heute kann ich gerade nicht. Heute haben wir ein gemeinsames Gebet für die neu Getauften. Und für diejenigen, die abgefallen sind und nicht in die Kirche gehen. – Wirklich? – belebte sich die Frau. – Wie gerne würde ich heute in der Kirche sein und mit allen beten! – Aber du kannst zu Hause beten. Und lies den Kindern vor. Sie müssen doch Christen sein! – Aber ich war schon so lange nicht mehr in der Kirche. Man kann die Kinder doch nicht allein lassen. – Ich sehe, du murrst? – sagte der Mann unzufrieden. – Stören die Kinder? Warum hast du dann geheiratet? Eine Frau muss die Kinder erziehen! Er ging, die Tür zuschlagend. Oksana saß lange allein, den Kopf traurig gesenkt, dann seufzte sie, stand auf, wusch das Geschirr, wusch ein wenig Wäsche und wollte mit den Kindern beten, aber sie waren schon in der Ecke des Sofas eingeschlafen, aneinander gekuschelt. Sergej kam sehr spät nach Hause. Im Haus war es dunkel, sehr still; alle schliefen, niemand störte ihn, machte ihm Vorwürfe oder stellte Fragen, aber in seiner Seele war Unruhe, sogar Besorgnis. Auch er legte sich hin, konnte aber lange nicht einschlafen, und als er endlich einschlief, tauchte er sofort in ein wunderbares Licht ein. Chöre echter Engel sangen von oben, und überall bewegten sich lautlos, fast schwebend in der Luft, Menschen, alle schön, jung, mit inspirierten und freudigen Gesichtern. Einige erkannte Sergej sofort: die Schwester, die immer still in der Ecke saß und die er für wenig geistlich hielt. Und dort der Bruder, der eine große Familie hatte, viele Kinder, und den man oft verurteilte, weil er nicht immer zu den Versammlungen kam. Sie lächelten ihm freundlich zu, schwebend in weißen Gewändern, aber Sergej hatte es eilig, er musste in das „Haus der Ewigkeit des Königreichs Gottes“ gelangen, und er suchte den Eingang für Familien. Endlich fand er ihn und wollte eintreten, aber ein Engel, göttlich schön, mit einem zweischneidigen Schwert, hielt ihn auf und versperrte den Eingang. – Bist du ein Hirte? Dies ist ein besonderer Eingang für... – Eigentlich ja, ein Hirte, – sagte Sergej aufgeregt. Ich habe... eine Hauskirche: Frau, Kinder... – Aber wo sind sie? Hier darf man nicht allein hinein. – Ich... gleich! Ich werde schnell. Ich werde versuchen, sie zu finden. – Zu spät! Schon zu spät... für dich! Deine Frau ist durch das Tor gegangen, durch das die Witwen und Einsamen in das Reich des Herrn eingingen. Deine Kinder – durch das Tor für Waisen. Sergej wachte schweißgebadet auf. Die Frau, Gott sei Dank, schlief ruhig neben ihm. Er sprang auf, eilte zu den Kindern – alle da, alle an ihrem Platz! Und Freude erfüllte seine Seele. Nicht zu spät! Noch nicht zu spät! Es gibt noch Zeit! Preis dem Herrn! Auf die Knie fallend, begann Sergej inbrünstig zu beten und bat Gott um Vergebung, während in seiner Seele die Worte klangen: „...wer aber für die Seinen, besonders für die Hausgenossen, nicht sorgt, der hat den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger“ (1 Tim. 5:8). Nashi Dni Nr. 1939, 3\. September 2005 ### Das Unmögliche wurde möglich URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-unmogliche-wurde-moglich/ Last updated: 2026-05-15T12:36:33.000Z Ein Arzt inspiriert durch Gebet und Glauben eine Gruppe von Köchen, ehrliche Menschen zu werden und den Diebstahl zu beenden. _This post is for subscribers only._ ### Kinderlieder über Jesus URL: https://www.beispielgeschichte.de/kinderlieder-uber-jesus/ Last updated: 2026-05-15T12:36:36.000Z Unsere kleine Tochter lernte früh, Lieder wie „Jesus liebt mich“ und „Kinder, kommt herbei“ zu singen. Als wir in eine große Stadt zogen, freundete sie sich bald mit einem Mädchen namens Sue an, das in unserer Nachbarschaft lebte. Sue konnte nur sogenannte modische, populäre Lieder singen. Als unsere Tochter diese hörte, schaute sie Sue mit großen Augen an, ohne die Worte dieser Lieder zu verstehen. Fragend schaute sie mich an. Um sie zu ermutigen, sagte ich: „Kannst du Sue sagen, welche Lieder du kennst?“ Sie drehte sich zu Sue um und sagte: „Ich kenne Lieder über Jesus.“ Nun schaute Sue sie mit großen Augen an und fragte: „Wer ist das – Jesus?“ Ja, auch Kinder müssen über Jesus Bescheid wissen! Nashi Dni Nr. 1921, 16\. April 2005 ### Glaube in der Praxis URL: https://www.beispielgeschichte.de/glaube-in-der-praxis/ Last updated: 2026-05-15T12:36:38.000Z Unsere Tochter erklärte ihrem jüngeren Bruder, wie man eine gymnastische Übung namens 'Brücke' macht. Trotz ihrer Anweisungen fiel es dem Jungen schwer. 'Zeig es ihm', sagte ich, wissend, dass ein praktisches Beispiel immer besser ist als eine verbale Erklärung. Das Mädchen versuchte es, aber die praktische Ausführung dieser Übung fiel ihr genauso schwer wie dem Jungen. Wie ähnlich ist das unseren Handlungen im Glauben. Reden ist leicht, aber die Umsetzung in die Praxis ist viel schwieriger. Wenn wir den christlichen Glauben mit Worten predigen, setzen wir das Gepredigte oft nicht in die Tat um. Eines ist sicher: Alles, was wir über den Glauben sagen, macht einen ungleich größeren Eindruck, wenn wir es im praktischen Leben umsetzen. Nashi Dni Nr. 1921, 16\. April 2005 ### Der Herr ist mein Hirte URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-herr-ist-mein-hirte-2/ Last updated: 2026-05-15T12:36:45.000Z Ein Mädchen verwechselt einen Bibelvers und erkennt, dass Christus alles ist, was wir brauchen. _This post is for subscribers only._ ### Die neuen Schuhe URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-neuen-schuhe/ Last updated: 2026-05-15T12:36:41.000Z Der kleine Timoshka saß am Tisch und schaute neugierig auf den großen Bierkrug seines Vaters. Er wollte ihn unbedingt zerschlagen. Für eine von der Schule organisierte Reise brauchte er neue Schuhe; seine Mutter hatte ihm versprochen, seine Schuhe zu reparieren und alles Notwendige für die Reise vorzubereiten, aber seine Schuhe waren in einem Zustand, dass sie nicht mehr repariert werden konnten. „Deine neuen Schuhe sind in Papas Krug ‚verschwunden‘“, sagte sie ihm mit Bitterkeit. Timoshka wusste, dass sein Vater sehr wütend werden würde, aber wie konnte er der Versuchung widerstehen? Er sprang auf, griff nach dem Krug auf dem Tisch, und im nächsten Moment lag er in Scherben auf dem Boden. Der Junge saß vor den Scherben des zerbrochenen Krugs und weinte. Plötzlich kam der Vater in den Raum; der Junge rannte zu ihm. „Vergib mir, Papa, aber Mama sagte, dass meine neuen Schuhe in deinem Krug ‚verschwunden‘ sind.“ Als der Tag der Reise kam, überreichte der Vater Timoshka ein Paket: Darin lagen neue Schuhe. Nashi Dni Nr. 1921, 16\. April 2005 ### Seid wie die Kinder URL: https://www.beispielgeschichte.de/seid-wie-die-kinder/ Last updated: 2026-05-15T12:36:48.000Z Ein Vater lernt von seiner Tochter Vergebung, als sie nach einem Streit schnell wieder mit ihrer Freundin spielt. _This post is for subscribers only._ ### Gerettet durch Gebet URL: https://www.beispielgeschichte.de/gerettet-durch-gebet/ Last updated: 2026-05-16T10:34:02.000Z Missionare werden durch ein unerwartetes Geräusch vor einer Elefantenattacke gerettet, während eine Frau zur gleichen Zeit für sie betet. _This post is for subscribers only._ ### Die Belohnung der Geduld URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-belohnung-der-geduld/ Last updated: 2026-05-15T12:36:54.000Z Ein alter Knoten blüht nach 14 Jahren Geduld mit prächtigen Blumen auf und belohnt die Treue der Besitzerin. _This post is for subscribers only._ ### Der alte Mann und das Bäumchen URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-alte-mann-und-das-baumchen/ Last updated: 2026-05-15T12:36:57.000Z Ein alter Mann wollte ein Bäumchen pflanzen. Drei junge Männer verspotteten ihn und fragten, für wen er das Bäumchen pflanze. Schließlich sei er nicht Methusalem, um die Früchte seiner Arbeit zu erleben, während sie jung und gesund seien und das ganze Leben noch vor sich hätten. Der alte Mann antwortete, dass er es gewohnt sei, seit seiner Kindheit zu arbeiten, und es ihn erfreue, dass sein Enkel den Schatten des von ihm gepflanzten Baumes genießen werde. Der Tod habe sich schließlich auch nicht vor jungen Menschen gescheut. Die Spötter erlebten etwas, das sie nicht erwartet hatten. Der erste ging auf einem Schiff Handel treiben und ertrank im Meer, der zweite führte ein ausschweifendes Leben und ruinierte sich selbst, der dritte starb an einer Erkältung. 'Unser guter alter Mann beweinte alle drei', endet Krylow seine Fabel. 'Der Mensch hat keine Macht über den Geist, um den Geist zurückzuhalten, und er hat keine Macht über den Tag des Todes...' (Prediger 8:8) Krylow, in: Nashi Dni Nr. 2004, 16\. Dezember 2006 ### Der verlorene Cent URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-verlorene-cent/ Last updated: 2026-05-15T12:37:01.000Z Ein Junge verliert auf dem Weg zur Kirche einen Cent und behauptet, es sei der für die Kirche, nicht für Süßigkeiten. _This post is for subscribers only._ ### Die Macht der Gier URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-macht-der-gier/ Last updated: 2026-05-15T12:37:04.000Z Eine Rentnerin in Berlin stirbt, obwohl sie viel Geld besitzt, da ihre Gier sie daran hinderte, für Nahrung zu sorgen. _This post is for subscribers only._ ### Die kostbaren Smaragde und der Irrtum der Soldaten URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kostbaren-smaragde-und-der-irrtum-der-soldaten/ Last updated: 2026-05-15T12:37:10.000Z Spanische Soldaten hielten zerbrechliche Smaragde für Glas und warfen sie weg, da sie deren Wert nicht erkannten. _This post is for subscribers only._ ### Wie man unglücklich wird URL: https://www.beispielgeschichte.de/wie-man-unglucklich-wird/ Last updated: 2026-05-15T12:37:07.000Z Ein Ehemann beschwert sich über Zucker im Kaffee, doch die Frau wollte nur seine Stimme hören. _This post is for subscribers only._ ### Die Gerechtigkeit und Liebe des Richters URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-gerechtigkeit-und-liebe-des-richters/ Last updated: 2026-05-15T12:37:13.000Z Ein Richter zahlt die Strafe eines Angeklagten, symbolisch für Jesu Opfer am Kreuz zur Erlösung der Menschheit. _This post is for subscribers only._ ### Die Wahrheit hat keine kurzen Beine URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-wahrheit-hat-keine-kurzen-beine/ Last updated: 2026-05-19T06:08:29.000Z Ein Kollege lernt, dass die Wahrheit keine Erklärungen braucht und Lügen Sünde sind. Gott gibt die Kraft, ehrlich zu sein. _This post is for subscribers only._ ### Die unerwartete Predigt URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unerwartete-predigt/ Last updated: 2026-05-15T12:37:20.000Z Ein Nachbar wird durch die Worte einer alten Frau zum Glauben geführt, nicht durch die Predigten des Pastors. _This post is for subscribers only._ ### Der Märtyrertod des Apostels Jakobus URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-martyrertod-des-apostels-jakobus-2/ Last updated: 2026-05-15T12:37:23.000Z Der Apostel Jakobus vergibt seinem Ankläger, der sich bekehrt, und beide werden Märtyrer. _This post is for subscribers only._ ### Noch einmal über Dankbarkeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/noch-einmal-uber-dankbarkeit/ Last updated: 2026-05-15T12:37:26.000Z Ein König bemerkte, dass seine Diener weder vor noch nach dem Essen beteten und dankten. Um ihnen eine Lektion zu erteilen, lud der König einen armen, schmutzigen und zerlumpten Mann zu Tisch ein. Nach einem köstlichen und reichhaltigen Mahl stand der Bettler auf und verließ den Saal, ohne dem König zu danken. Die Diener des Königs waren empört und wütend über diese Undankbarkeit. Da erklärte der König ihnen, dass sie sich genauso verhielten, indem sie dem Herrn nicht für seine zahllosen Gaben dankten. Undankbarkeit ist eine charakteristische Eigenschaft vieler Menschen. Lesen Sie in Lukas 17 über die zehn von Christus geheilten Aussätzigen. So etwas sollte nicht unter Christen vorkommen. Danken Sie allen, die Ihnen einen Dienst erwiesen haben, aber vor allem dem Herrn. Nashi Dni ### Die Unfähigkeit zur Selbstbeherrschung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unfahigkeit-zur-selbstbeherrschung/ Last updated: 2026-05-15T12:37:29.000Z Petrus der Große scheitert an seiner eigenen Gesetzgebung zur Selbstbeherrschung und erkennt die Notwendigkeit göttlicher Hilfe. _This post is for subscribers only._ ### Die Kraft der Demut und Liebe Gottes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-der-demut-und-liebe-gottes/ Last updated: 2026-05-15T12:37:33.000Z Im Roman 'Die Elenden' von Victor Hugo wird von einem Mädchen namens Cosette erzählt. An einem kalten Winterabend wurde sie zum Brunnen geschickt, um Wasser zu holen. Auf dem Rückweg, überwältigt von der Last, hielt sie an und rief verzweifelt: 'O mein Gott! Mein Gott!' In diesem Moment spürte sie, dass die Last des Eimers verschwand: Ein Mann hatte sie eingeholt und nahm ihr den Eimer ab. So etwas passiert nicht nur in Romanen. Der Apostel Paulus schrieb: 'Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.' (2\. Kor. 12:9) Der Herr ist nahe, um uns in unseren Schwierigkeiten zu helfen. Auf unseren Lebenswegen begegnen wir vielen Herausforderungen. Wenn wir Gott lieben und uns in Demut an ihn wenden, wird er uns seine Hand reichen. Die Seerose braucht hauptsächlich Wasser, um vollständig zu wachsen. Wasser kann sie nicht überfluten. Demut vor Gott ist die schönste Lilie. In der Bibel steht: 'Große Wasser können die Liebe nicht löschen, und Ströme können sie nicht überfluten.' (Hoheslied 8:7) So ist die Liebe Gottes. Nashi Dni, Dezember 2007, Nr. 2052, S. 5 ### Die Rückkehr der freiheitssuchenden Taube URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-ruckkehr-der-freiheit-suchenden-taube/ Last updated: 2026-05-16T15:01:28.000Z Ein Vogel flieht aus seinem Käfig, erlebt Freiheit, kehrt aber erschöpft zurück. Eine Parabel für die Suche nach Freiheit und Heimkehr. _This post is for subscribers only._ ### Die Schönheit der Welt durch neue Augen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-schonheit-der-welt-durch-neue-augen/ Last updated: 2026-05-15T12:37:39.000Z Ein Mädchen sieht mit einer Brille die Welt neu. Jesus öffnet unsere geistlichen Augen, um die Welt mit Liebe und Wahrheit zu sehen. _This post is for subscribers only._ ### Die Stimme des Gewissens URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-stimme-des-gewissens/ Last updated: 2026-05-15T12:37:42.000Z Eine Frau nahm heimlich einen Gegenstand aus einem Geschäft mit. Doch seit diesem Tag ließ sie ein unangenehmes Gefühl nicht in Ruhe, bis sie in den Laden zurückkehrte und den Gegenstand an seinen Platz zurücklegte. Sie kehrte mit einem Gefühl der Erleichterung nach Hause zurück. Solche Beispiele gibt es viele. Jeder Mensch kennt seine innere Stimme, die ihn mal tadelt und bedrückt, mal ermutigt und erfreut. Dieses feine angeborene Gefühl nennt man Gewissen. Das Gewissen ist eine Art geistiger Instinkt, der klarer zwischen Gut und Böse unterscheidet als der Verstand. Wer auf die Stimme des Gewissens hört, wird seine Taten nicht bereuen. Nashi Dni Nr. 1972, 22\. April 2006 ### Das Wunder der Heilung URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-wunder-der-heilung/ Last updated: 2026-05-15T12:37:48.000Z Eine todkranke Frau wird durch Gebet geheilt und berührt mit ihrem Gesang die Herzen der Gemeinde. _This post is for subscribers only._ ### Das Wunder der Brotvermehrung URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-wunder-der-brotvermehrung/ Last updated: 2026-05-15T12:37:45.000Z Ein Junge erfährt von der Brotvermehrung und fragt, ob Gott alles, was wir ihm geben, vermehren würde. Gottes Segen ist reichlich. _This post is for subscribers only._ ### Die Macht des Gebets URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-macht-des-gebets-3/ Last updated: 2026-05-15T12:37:51.000Z Augustinus' Leben änderte sich durch die Gebete seiner Mutter und führte zu einer tiefen Wandlung. _This post is for subscribers only._ ### Die kleinen Hindernisse des Lebens URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kleinen-hindernisse-des-lebens/ Last updated: 2026-05-15T12:37:54.000Z Unser irdisches Pilgerleben kann durch scheinbar unbedeutende Dinge unterstützt oder behindert werden. Vor etwa dreißig Jahren machte sich ein Wanderer zu Fuß von San Francisco nach New York auf. Dort wurde er gefragt, was ihn auf dem Weg am meisten behindert habe. Der Reisende beklagte sich nicht über Berge oder Flüsse, sondern über Sandkörner, die in seine Schuhe gelangten. Unser christliches Leben wird wesentlich durch viele scheinbar unbedeutende Ereignisse gestärkt. Das kann ein freundlicher Händedruck, ein Lächeln, ein rechtzeitig gesprochenes gutes Wort oder sogar eine Träne des Mitgefühls sein. Brot für den Hungrigen, Kleidung für den Nackten, der Besuch eines Kranken – all das sind wertvolle Bestandteile eines guten christlichen Lebens, das das entstehende Reich Gottes stärkt. Unabhängig vom Umfang unserer Lebensaktivitäten können wir jede, auch noch so kleine, Gelegenheit nutzen, um Gutes zu tun und damit den Namen Gottes zu verherrlichen. Nashi Dni, 5\. Mai 2007, S. 8 ### Die Kraft der Liebe URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-der-liebe-4/ Last updated: 2026-05-15T12:37:57.000Z Lew Tolstoi bemühte sich, sein persönliches Leben zu vereinfachen, um die Schwierigkeiten der Armen zu teilen. Eines Tages, als er durch ein Dorf ging, traf er zwei Bettler. Einer von ihnen erkannte Tolstoi. Er ließ seinen Gefährten auf der Straße zurück, eilte zu dem Schriftsteller und begann ein Gespräch mit ihm. Als der Bettler zu seinem Begleiter zurückkehrte, strahlte sein Gesicht vor Freude. „Nun, hat dir Tolstoi etwas gegeben?“, fragte sein Gefährte. „Nein“, antwortete der Bettler, „er hatte kein Geld bei sich, aber er nannte mich Bruder!“ Der Durst nach Liebe in dieser Welt ist stärker als der Durst nach Brot. Liebe, so der Apostel Paulus, ist die Vollkommenheit in ihrer Gesamtheit. Nashi Dni, 5\. Mai 2007, S. 7 ### Die schmalen und breiten Tor URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-schmalen-und-breiten-tore/ Last updated: 2026-05-15T12:38:00.000Z Die Wahl zwischen dem schmalen Weg des Evangeliums und dem breiten Weg der Welt führt zu unterschiedlichen Zielen. _This post is for subscribers only._ ### Blick nach oben URL: https://www.beispielgeschichte.de/blick-nach-oben/ Last updated: 2026-05-15T12:38:03.000Z Ein junger Musiker spielt nur für seinen Lehrer, nicht für das Publikum. Eine Lektion, nur Christus zu gefallen. _This post is for subscribers only._ ### Vanyas Traum und die Lektion der Großzügigkeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/vanyas-traum-und-die-lektion-der-grosszugigkeit/ Last updated: 2026-05-15T12:38:06.000Z Der Junge heißt Wanja. Er ist flink, klug und gewitzt. Freunde hat er keine. Er liebt die Gesellschaft von Erwachsenen: von ihnen kann man etwas Praktisches und Nützliches lernen, das im Leben nützlich sein könnte. Meistens sprechen Erwachsene über Geld, über gewinnbringende Unternehmungen, über Profit und die Erfindung solcher Dinge, die einen Menschen sehr schnell reich machen könnten. Zwei Sätze der Erwachsenen haben sich in Wanjas Seele eingeprägt: „Zeit ist Geld“ und „Geld her“. Der Samen schlug Wurzeln und brachte Früchte. Geld wurde der Sinn des Lebens des Jungen. Welche Schlussfolgerung zog er für sich? Keine Dienstleistung für Gleichaltrige oder Erwachsene, nicht einmal für die Eltern, kostenlos erbringen! Das Motto jedes Tages wurde zu zwei Worten: „Geld her“. Die Mutter bittet: – Feg den Boden. Wanja antwortet: – Geld her. — Du scherzt? — Keineswegs. — Warum verlangst du von mir kein Geld dafür, dass ich die Wäsche wasche, das Essen koche, dir Kleidung und Schuhe gebe? — Weil du die Mutter bist... Mütter müssen alles tun. — Und Kinder müssen ihnen nicht danken? — Danken die Zweige dem Stamm des Baumes? Du und Papa seid der Stamm, und ich bin nur ein Zweig. Wenn du geizig bist, bleibt der Boden ungekehrt. Die Mutter hat keine Zeit, mit dem Sohn zu streiten. Sie gibt ihm einen Groschen. So beim ersten Mal. Und dann wird es noch schlimmer. Wanja weiß, wie besorgt die Mutter ist, wenn er keinen Appetit hat. Beim Mittagessen mäkelt er: — Das Kotelett geht nicht runter — es schmeckt nicht... Wenn du mir einen Zehner gibst, esse ich es irgendwie... Die Mutter möchte nicht, dass ihr einziger Sohn abmagert und kränkelt: sie gibt nach. Das Kotelett wurde gegessen. Am nächsten Tag verlangte der Sohn beim Frühstück schon einen Vierteldollar. Die Mutter schimpfte, gab aber schließlich nach. Der Sohn triumphierte: welch ein einfaches Mittel, um täglich Geld zu verdienen! Danach wurde die kleinste Dienstleistung mit einem immer höheren Honorar bezahlt. Wanja hat bereits sein eigenes Geld, das er nach Belieben für alle möglichen Leckereien ausgeben kann. Er ist nicht gleichgültig gegenüber Eiscreme. Eines Tages isst er auf einmal ein Viertel Gallone (etwa 1 kg). Und natürlich wird er krank — Erkältung und Magenverstimmung. Kopfschmerzen. Schüttelfrost. Hohes Fieber. Der junge Geschäftsmann-Erpresser liegt im Bett. Er schläft ein, wacht auf und schläft wieder. Im Traum phantasiert er. Und Wanja träumt: Er ist im Paradies. Welche schönen Blumen, welche duftenden Früchte, wie klar singen die Vögel, wie unbeschwert spielen die Kinder! Nachdem sie gespielt haben, legen sich die Kinder auf das grüne Gras und lachen fröhlich. Ein Engel geht zwischen ihnen hindurch. Er hat ein Tablett mit Süßigkeiten: Bonbons, Lebkuchen, Eiscreme, Nüsse. Er verteilt an alle, was ihnen gefällt. Wanja steht abseits. Wenn alle bewirtet werden, wird er wahrscheinlich auch etwas bekommen. Er tritt näher. Streckt die Hand aus. — Wer bist du? Wie bist du hierher gekommen? — fragt der Engel verwundert. — Mamas und Papas Sohn, – sagt Wanja schüchtern. Der Engel zieht eine lange Liste unter seinem Flügel hervor und liest. — Du stehst nicht auf der Liste... du bist hier unverdient gelandet. — Aber vielleicht bewirten Sie mich trotzdem? — Geld her, dann bekommst du eine Bewirtung. — Ich habe kein Geld... — Dann bekommst du nichts... Hier bewirten wir nur solche Kinder, die auf Erden niemanden kränken, den Eltern helfen, alles kostenlos tun und nicht sagen: „Geld her“. — Gibt es solche Menschen? Solche Kinder? — Die meisten! Solche wie du gibt es auf der Welt nur wenige. — Und ich dachte immer das Gegenteil. — Du hast dich geirrt und bist nun der himmlischen Freuden beraubt. Nach den Süßigkeiten gibt der Engel den Kindern ein Getränk. — Wie lecker! — rufen alle Kleinen. — Schenkt mir auch ein Glas ein, – bittet Wanja. — Geld her!.. — Ich habe großen Durst... — Und doch bekommst du keinen Schluck. — Warum? — Weil du nichts kostenlos machst. — Und wenn ich verspreche, nie wieder zu sagen: „Geld her“, bewirten Sie mich dann? — Wenn dein Versprechen aufrichtig ist, natürlich bewirte ich dich. — Glauben Sie mir, von diesem Tag an werde ich ganz anders sein... Unkenntlich! — Ich glaube dir. Nimm das Getränk, und dazu noch Bonbons — ich habe noch viele. Wanja isst himmlische Bonbons, trinkt das kühle, leckere Getränk. Die Mutter schaut auf den Schlafenden und freut sich: der Sohn lächelt im Schlaf — das bedeutet, die Krankheit ist überwunden, es geht aufwärts. Wanja wacht auf. Die Augen strahlen vor Freude: — Mama, von diesem Tag an wirst du mich nicht wiedererkennen... Der Kopf tut nicht mehr weh... Was soll ich für dich tun?.. Wohin soll ich gehen? Geld brauche ich nicht. Ich habe mit einem Engel gesprochen, ihm ein Versprechen gegeben... Er hat mir geglaubt... Ich bin kein Betrüger: einmal gesagt, so wird es sein! — Gott sei Dank! — freut sich die Mutter. Der Traum hat Wanja völlig verändert. Oh, wenn doch alle Kinder solche Träume hätten und beim Erwachen daran denken würden, was der Engel ihnen im Traum gesagt hat. D. Novoselov, in: Nashi Dni ### Der kleine Geiger URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-kleine-geiger/ Last updated: 2026-05-15T12:38:10.000Z Ein kleiner Junge mit einer Geige unter dem Arm wanderte durch die Straßen einer großen Stadt. Er hatte weder Familie noch ein Zuhause. Unterkunft und Nahrung waren seine täglichen Sorgen: Wo soll er seinen Kopf niederlegen? Wie soll er Brot beschaffen? Der Junge war begabt. Irgendwie hatte er eine Geige erworben und spielte an Straßenecken für die Öffentlichkeit. Die Zuhörer waren begeistert. Wenn das Spiel endete, flogen kleine Münzen zu seinen Füßen. Wenn er genug Geld gesammelt hatte, konnte er in der billigsten Herberge übernachten und musste nicht auf einer Parkbank frieren. In derselben Stadt lebte ein berühmter Musiker. Eines Tages kam er zufällig an dem Ort vorbei, wo der kleine Geiger in Lumpen spielte. Der Musiker war von dem seltenen Talent des Jungen beeindruckt. Als die Menge sich zerstreut hatte, fragte der Musiker ihn: „Wer sind deine Eltern?“ „Ich habe niemanden“, antwortete der Junge. „Wo lebst du?“ „Tagsüber gehe ich durch die Straßen und spiele, und nachts gehe ich im Sommer in den Stadtpark, im Winter verbringe ich die Zeit am Bahnhof... Wenn ich Geld habe, übernachte ich in einer Herberge: dort ist es günstig...“ „Möchtest du mein Sohn sein und bei mir leben?“ fragte der Musiker. „Ich werde dir alles beibringen, was ich selbst weiß.“ Die fast immer traurigen Augen des Jungen leuchteten in diesem Moment vor Freude auf und er antwortete schüchtern: „Das würde ich sehr gerne...“ „Nun, das ist wunderbar!“ Der berühmte Musiker nahm den Jungen zu sich nach Hause, wusch ihn, kleidete ihn ein und ersetzte ihm den Vater. Die Musikstunden hörten keinen Tag auf. Alles, was der Lehrer zeigte, versuchte der talentierte Schüler eifrig auszuführen. Freude, Liebe und gegenseitige Zuneigung herrschten im Haus des Musikers. Auf den Straßen spielte der Junge nun nicht mehr für die Passanten: das war nicht mehr nötig. Der Lehrer bereitete ihn auf ein öffentliches Konzert im Konservatorium vor, das weltweit berühmt war. Der Tag und die Stunde des Konzerts wurden im Voraus in vielen Zeitungen angekündigt. Große Plakate luden die Zuhörer zu einem Konzert des Jungen ein, der bei dem berühmten Musiker lernte. Der Saal des Konservatoriums war sehr geräumig, aber alle Karten waren schon Tage vor dem Konzert ausverkauft. Selbst auf den Balkonen gab es keinen freien Platz. Endlich kam der lang erwartete Abend. Die Menschen strömten in das Konservatorium. Alle erwarteten etwas Außergewöhnliches. Die Zuhörer nahmen ihre Plätze noch vor dem dritten Glockenschlag ein. Auf die Bühne trat ein hübscher, schöner Teenager. Er wurde mit lautem Applaus empfangen. Das Konzert begann. Alle erstarrten und hörten mit gespannter Aufmerksamkeit zu. Der junge Musiker spielte mit Hingabe. „Wunderbar, herrlich, prächtig, göttlich...“ dachte jeder, berauscht von den bezaubernden Klängen. Jedes Mal, wenn ein Musikstück endete, bebte der Saal vor stürmischem Applaus und Rufen: „Bravo!“ Doch all dieser Sturm machte auf den Jungen keinen Eindruck. Sowohl während des Spiels als auch danach, als der Applaus lange nicht verstummte, war sein Blick auf etwas gerichtet. Nashi Dni ### Die Kraft des Einzelnen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-des-einzelnen/ Last updated: 2026-05-15T12:38:17.000Z Ein Einzelner kann Großes bewirken, wie Gideon, der mit Gottes Hilfe Israel mit nur 300 Männern rettete. _This post is for subscribers only._ ### Die drei Freunde URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-drei-freunde/ Last updated: 2026-05-15T12:38:13.000Z Ein Mann hatte drei Freunde. Mit zweien von ihnen pflegte er besonders den Umgang, während er dem dritten wenig Beachtung schenkte. Eines Tages musste er eine weite Reise antreten. Der erste Freund begleitete ihn ein Stück des Weges, der zweite gab ihm etwas Geld, aber der dritte, auf den er am wenigsten zählte, ging den ganzen Weg mit ihm und leistete ihm viele Dienste. Jeder von uns hat drei Freunde: das Fleisch, die Welt und das eigene Gewissen. Wenn der Tod naht, was können Fleisch und Welt uns helfen? Sie können uns nur begraben und ... das war es. Die Güter der Welt sind machtlos, uns zu helfen. Aber unser gutes Gewissen (wenn es gut ist) wird mit uns gehen, auch nach dem Tod. Es wird bei uns sein, wenn wir vor Gott stehen. Lasst uns also unser Gewissen hüten wie unsere Augen. Quelle unbekannt ### Der Weg des Glaubens URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-weg-des-glaubens-2/ Last updated: 2026-05-15T12:38:21.000Z In den Schweizer und österreichischen Alpen gibt es auf schmalen Pfaden Schilder mit der Aufschrift: „Umkehren verboten“. Die Wege sind so eng, die hervorstehenden Felsen so scharf und die Abgründe so tief, dass ein Wanderer, der umkehren wollte, sich und andere in tödliche Gefahr bringen würde. Deshalb muss man vorwärts gehen, immer in eine Richtung, um weder sich selbst noch andere zu gefährden. So verhält es sich auch mit einem gläubigen Christen, der auf dem Weg zur Ewigkeit ist. Er muss vorwärts gehen, ohne zurückzublicken. Wenn er auch nur ein wenig zurückweicht oder gar umkehrt, bringt er nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern sein Beispiel könnte auch den Fall derer verursachen, die ihm auf diesem Weg nahe folgen. Niemand, der ein Ziel anstrebt, kehrt um. Der Herr sagte: „Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes.“ (Lukas 9,62) Nashi Dni ### Der Zeuge des Pfahls URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-zeuge-des-glaubens/ Last updated: 2026-05-15T12:38:24.000Z Ein Mann setzt ein Zeichen seiner Hingabe an Gott, um Zweifel zu überwinden und den Teufel zu vertreiben. _This post is for subscribers only._ ### Die Legende von den Vögeln und ihren Flügeln URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-legende-von-den-vogeln-und-ihren-flugeln/ Last updated: 2026-05-15T12:38:27.000Z Eine Legende zeigt, wie Pflichten zu Flügeln werden, die uns zu Gott erheben, wenn wir sie mit dem Herzen tragen. _This post is for subscribers only._ ### Die Kraft der Demut und Vergebung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-der-demut-und-vergebung/ Last updated: 2026-05-15T12:38:30.000Z Gennadi und Lena finden durch Gebet und Demut zueinander und erleben Gottes Führung. _This post is for subscribers only._ ### Napoleon und der unbeeindruckte Bauer URL: https://www.beispielgeschichte.de/napoleon-und-der-unbeeindruckte-bauer/ Last updated: 2026-05-15T12:38:33.000Z Napoleon I. besuchte kurz vor seinem Sturz Holland und trat mit zwei seiner Adjutanten in die Hütte eines Bauern am Ufer der Schelde ein. „Der Kaiser Napoleon kommt zu dir“, sagte der Adjutant, der Napoleon vorausgeeilt war, zum Bauern. „Was kümmert mich das?“, antwortete der Bauer, während er saß und seine Mütze nicht abnahm. Dann trat der Kaiser ein. „Guten Tag, Freund“, sagte Napoleon. Der Bauer nahm seine Mütze ab, stand aber nicht auf und antwortete nur: „Guten Tag.“ „Ich bin der Kaiser...“, sagte Napoleon. Der Bauer fragte: „Sie?“ „Ja, ich“, sagte Napoleon. „Ich freue mich sehr, dass Sie der Kaiser sind...“ „Ich möchte dein Glück machen“, sagte der von diesem Empfang überraschte Napoleon. „Ich brauche nichts“, antwortete der Bauer. „Hast du Töchter?“, fuhr Napoleon fort. „Ja, zwei.“ „Ich werde sie mit Adligen verheiraten.“ „Nein, danke“, sagte der Bauer, „ich werde sie selbst verheiraten...“ Napoleon war so beeindruckt von diesem Bauern, dass er sich abrupt umdrehte und schnell die Hütte verließ. Nashi Dni, 3\. November 2007, Nr. 2048, S. 8 ### Das Buch Gottes URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-buch-gottes/ Last updated: 2026-05-15T12:38:36.000Z Eine Mutter blätterte in einem Buch, während ihre kleine Tochter in einer Bilderbibel blätterte. Der Mutter gefiel das nicht und sie sagte zur Tochter: "Du darfst dieses Buch nicht nehmen! Es ist das Buch Gottes!" Das Mädchen legte es weg, nahm es aber nach einer Minute wieder in die Hand. Als die Mutter erneut ermahnte, antwortete die Tochter: "Sag mal, Mama, wenn ich dieses Buch nicht nehmen darf und du es nicht liest, warum gibst du es dann nicht Gott zurück?" ### Die Hoffnung der Auferstehung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-hoffnung-der-auferstehung/ Last updated: 2026-05-15T12:38:39.000Z Billy Graham spricht mit Kanzler Adenauer über die Hoffnung der Auferstehung Christi als einzige Hoffnung für die Welt. _This post is for subscribers only._ ### Die drei Bücher des Einsiedlers URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-drei-bucher-des-einsiedlers/ Last updated: 2026-05-15T12:38:45.000Z Ein Einsiedler erklärt, dass die Bibel, das Gewissen und die Natur die besten Lehrer sind, um das Leben zu verstehen. _This post is for subscribers only._ ### Die Verwandlung der Seele URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-verwandlung-der-seele/ Last updated: 2026-05-15T12:38:42.000Z Ein Mann beobachtet die Verwandlung eines Seidenraupenwurms und zieht Parallelen zur menschlichen Seele und der Auferstehung. _This post is for subscribers only._ ### Der Weg zur Erlösung URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-weg-zur-erlosung-2/ Last updated: 2026-05-15T12:38:48.000Z Ohne Zweifel war dies ein außergewöhnlicher Mensch. Doch wer war er? Warum war er ein Gefangener? Warum sollte er sterben? War er ein Philosoph? Oder vielleicht ein Träumer, ein freiheitsliebender Held, bereit, für seine Ideale zu leiden und zu sterben? Oder ein unverstandener Idealist, ein Anführer, der von neidischen Führern zum Tode verurteilt wurde? So dachten einige in der Menge. Doch alle irrten sich. Er war weder ein Idealist noch ein Philosoph noch ein Träumer. Sein Name war Jesus von Nazareth, der Retter der Welt. „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, voll Gnade und Wahrheit; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater“ (Johannes 1,14). Er war derjenige, von dessen wunderbarer Geburt die Engel sangen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ Er war derjenige, der sagte: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Johannes 11,25). Er war derjenige, der die Massen mit fünf Broten und zwei Fischen speiste, der die stürmischen Wellen beruhigte, den Blinden das Augenlicht gab, die Kranken und Gebrechlichen heilte, die Aussätzigen reinigte, die Dämonen austrieb und die Toten aus den Gräbern rief... Und nun war er selbst zum Tode verurteilt... War das Lied der Engel nicht wahr geworden? Hatte er wirklich Frieden und Wohlwollen gebracht? Einige in der Menge riefen frech, andere lachten: „Nun, wenn er der Sohn Gottes ist, warum verteidigt er sich nicht? Seht ihn an – wie er geschlagen, erschöpft, hilflos ist, wie entstellt sein Gesicht ist, welche schreckliche Krone auf seinem Kopf... Kann das der Sohn Gottes sein? Lächerlich, das zu denken!..“ Doch er beachtete die Spottreden und Hohnrufe der Menge um ihn herum nicht. In seinen gütigen Augen lag eine tiefe, bodenlose Traurigkeit... und Liebe. Auf seinem letzten irdischen Weg bemerkte er nicht, was um ihn herum geschah. Doch mit seinem göttlichen inneren Blick schaute er weit in die Jahrtausende, sah Kriege und Revolutionen, die Verwirrung und Verzweiflung der Völker. Er sah die Bösen und die Guten, die Armen und die Reichen, Mütter, die um verlorene Kinder weinten, Kinder, die um verstorbene Eltern weinten. Er sah die Einsamen, die Kranken, die an seelischen Leiden litten, die Verängstigten und Zaghaften, die von Dämonen Besessenen. Er sah die Tränen der Unschuldigen, die Gewissensbisse der Verbrecher, das Streben der Herzen nach Frieden, Wahrheit und Güte... Er wusste, dass er sterben musste, um all diese unglücklichen Menschen frei zu machen. Er wollte sterben, er sehnte sich nach dem Sieg über Satan und den Tod, über Kriege, Grausamkeit, das Böse. Er sehnte sich danach, Hoffnung, Liebe, Trost und Freiheit all diesen unzähligen Millionen zu geben, ebenso wie denen, die wütend schrien: „Kreuzige, kreuzige ihn!“ Die Menge irrte sich: Niemand konnte ihm das Leben nehmen. Er gab es selbst, freiwillig, als Lösegeld für viele. Er ging in den Tod, um den blutigen Preis für das Heil der Menschen zu zahlen. \*\*\* Christus starb... Und die ganze Natur trauerte, gehüllt in ein schwarzes Gewand. Doch bevor er starb, rief er mit lauter Stimme vom Kreuz: „Es ist vollbracht!“ Der schreckliche Kampf war beendet. Satan war besiegt, und mit ihm der Tod. Und obwohl er starb und in einer Höhle von seiner weinenden Mutter und Freunden begraben wurde, hatte er durch seinen Tod den freien Zugang des Menschen zum himmlischen Reich erkauft. Und hier ist der Beweis seines Sieges: Am dritten Tag, sehr früh am Morgen, als am Horizont gerade die ersten Strahlen der Morgendämmerung erschienen und in der Natur die vor dem Morgengrauen herrschende Stille lag, erstrahlte plötzlich ein starkes Licht und ein Engel, der vom Himmel herabkam, wälzte den großen Stein vom Eingang der Höhle und sprach zu den weinenden Frauen: „Christus ist nicht hier, er ist auferstanden! Kommt näher und seht den Ort, wo der Herr lag.“ Kommt näher! Kommt alle näher! Habt ihr dieses Wunder gesehen? Habt ihr an den auferstandenen Christus geglaubt? Habt ihr ihm erlaubt, euch zu retten? Oder war sein für den menschlichen Verstand unbegreifliches Opfer für euch vergeblich? Ihr habt noch Zeit, ihn anzunehmen, nehmt ihn ohne Zögern an, jetzt. „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben... Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt, wer aber nicht glaubt, ist schon verurteilt, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat... Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben, wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm“ (Johannes 1,12; 3,18, 36). Wenn ihr eines Tages, vielleicht sehr bald, vor dem großen Richterthron steht, werdet ihr nicht sagen können, dass ihr nichts von ihm wusstet. Ihr habt von ihm gehört, ihr habt gerade von ihm gelesen. Die Wahl liegt bei euch. Nun, wie steht es um euch, lieber gläubiger Freund? Schwebt der Zorn Gottes nicht mehr über euch? Seid ihr jetzt glücklich und ruhig? So glücklich, dass ihr die Klagen derer nicht mehr hört, die noch in der Dunkelheit wandeln? Wenn euer Retter einen so schrecklichen Preis für die Rettung vieler bezahlt hat, was tut ihr, um die Last Christi zu teilen? Er weinte um euch. Weint ihr um jemanden? Christus hatte Mitleid mit den Sündern. Ihr auch? Wer hält euch jetzt davon ab, diese aufregende Nachricht mit denen zu teilen, die keinen einzigen Hoffnungsschimmer haben? Wenn ihr wirklich so glücklich im Herrn seid, wie ihr behauptet, was hält euch davon ab, diese Nachricht mit denen zu teilen, die ohne Licht, ohne Liebe, ohne Freude, ohne Hoffnung leben? Als Jesus den staubigen Weg nach Golgatha ging, sah er euch... Und jetzt schaut er auch auf euch... Galina Mikhaylichenko, in: Nashi Dni Nr. 1971, 15\. April 2006 ### Die lebendige Wahrheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-lebendige-wahrheit/ Last updated: 2026-05-15T12:38:51.000Z Ein Mann kritisiert eine lebendige Eule als ausgestopft. So kritisieren Menschen das lebendige Wort Gottes ohne es zu kennen. _This post is for subscribers only._ ### Der Weise und der Geschäftsmann URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-weise-und-der-geschaftsmann/ Last updated: 2026-05-15T12:38:55.000Z Ein Mann wollte einen großen Weisen treffen. Es stellte sich heraus, dass der Weise in einer alten Hütte am Stadtrand lebte. In seiner Behausung gab es nichts außer einem durchgelegenen Bett und einem mit Büchern überladenen Tisch. Der alte Mann saß an diesem Tisch und war in ein Buch vertieft. Der überraschte Gast wandte sich an ihn mit der Frage: „Wo lebt der Weise?“ – „Offenbar suchen Sie mich“, sagte der alte Mann. „Was hat Sie so überrascht?“ – „Ich verstehe es nicht. Sie sind ein großer Weiser, Sie haben viele Schüler. Ihr Name ist im ganzen Land bekannt. Sie sollten in einem Palast leben!“ – „Und wo leben Sie?“, fragte der alte Mann. „Ich lebe in einer großen, reichen Villa.“ – „Und wie verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt?“ Der Gast erzählte dem Besitzer der Hütte, dass er Geschäftsmann sei, zweimal im Jahr auf Reisen gehe. Quelle unbekannt, in: Nashi Dni Nr. 1933, 9\. Juli 2005 ### Freier Eintritt! URL: https://www.beispielgeschichte.de/freier-eintritt/ Last updated: 2026-05-15T12:38:58.000Z Ein Junge lernt, dass der verlockende Eingang zur Hölle täuscht, denn der Teufel erscheint oft als Engel des Lichts. _This post is for subscribers only._ ### Der Held von Neftegorsk URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-held-von-neftogorsk/ Last updated: 2026-05-16T10:35:02.000Z Andrej Grigorjewitsch stoppt einen Ölförderunfall, wird verhaftet und bleibt seinem Glauben treu. _This post is for subscribers only._ ### Sei wie die Sonne URL: https://www.beispielgeschichte.de/sei-wie-die-sonne/ Last updated: 2026-05-15T12:39:01.000Z Die Liebe Christi ist wie die Sonne: unbeeindruckt von Dunkelheit und Feindschaft, bleibt sie beständig und unerschütterlich. _This post is for subscribers only._ ### Wenn Christus ruft URL: https://www.beispielgeschichte.de/wenn-christus-ruft/ Last updated: 2026-05-15T12:39:08.000Z – Als ich krank war, bist du nicht gekommen, um mich zu besuchen. Jetzt bin ich zu Hause, aber ich brauche immer noch Medikamente, Pflege und Mitgefühl. – Als ich einsam und niedergeschlagen war, hast du vergessen, dass ich in deiner Nähe wohne. – Als ich in deine Kirche kam, fand ich dich nicht dort, obwohl du versprochen hattest, da zu sein. – Als ich dir auf der Straße begegnete, hast du mich nicht gegrüßt, obwohl du mich gut kennst. – Als eine Naturkatastrophe all mein Hab und Gut zerstörte, hast du mir nicht geholfen, obwohl du die Möglichkeit hattest. – Als ich im Gefängnis war, hast du mich nicht besucht, obwohl du wusstest, dass ich auf dich wartete. – Als ich geschlagen, verspottet und beleidigt wurde, hast du mich nicht verteidigt. – Als ich dich oft rief, hast du nicht auf mich gehört... als ich auf dich wartete, bist du nicht zu mir gekommen... als ich dich bat, hast du nichts getan... Du hieltest mich für einen zu kleinen Menschen für dich, aber ich bin genau das. Und was, wenn durch mich Christus dich rief, Christus dich bat, Christus sprach? Nashi Dni, 15\. September 2007, Nr. 2041 ### Glaube in Zeiten der Verfolgung URL: https://www.beispielgeschichte.de/glaube-in-zeiten-der-verfolgung/ Last updated: 2026-05-15T12:39:12.000Z Ein Mann wird zu Unrecht verhaftet, doch sein Glaube bewahrt ihn vor einem tödlichen Flugzeugabsturz. _This post is for subscribers only._ ### Der letzte Tag URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-letzte-tag/ Last updated: 2026-05-19T06:08:35.000Z Zwei Bekannte reisten nach Florida, um sich über das Leben dort zu informieren. „Meine goldenen Tage sind vorbei, da ich in zwei Monaten in Rente gehe und ich gut verdient habe. Bei uns behält man keine Leute, die 65 Jahre alt sind“, sagte X. „Auch ich werde bald aufhören zu arbeiten, aber das Problem ist, dass die Rente nicht für das normale Leben reicht, wie ich es gewohnt bin“, sagte U. „Wie haben Sie denn gelebt?“ fragte X. „Wie? Wir lebten wunderbar! Ich verdiente gut, verzichtete auf nichts. Fast jede Woche gab es Taufen, Namenstage oder einfach so Treffen, wir aßen gut, tranken natürlich auch, spielten Karten, tanzten! Wir lebten fröhlich!“ antwortete U. „Aber diese Feiern waren teuer“, bemerkte X, „und man hätte für die Rente etwas sparen sollen. Ich denke, es war schwer, bei so einem fröhlichen Leben etwas zu sparen.“ „Ja, fast der gesamte Gehaltsscheck ging für Feiern, Geschenke usw. drauf. Ich habe nur ein paar Groschen gespart. Ich wollte ein Haus in Florida kaufen, hier kann man es günstig erwerben, aber ich habe nicht einmal Geld für eine Anzahlung. Irgendwie hat sich das Leben schlecht entwickelt! Was sind Ihre Pläne?“ fragte U. „Sehen Sie, ich habe in der Fabrik ungefähr so viel verdient wie Sie, aber mein Leben war anders: keine endlosen Trinkgelage, die viel Geld kosten, ich lebte bescheiden, ohne unnötige Ausgaben, und jetzt träume ich auch davon, hier ein Haus zu kaufen und kann es bar bezahlen“, sagte X. „Aber was für ein trostloses Leben Sie geführt haben, ohne Abende in fröhlicher Gesellschaft wie ich!“ sagte U. „Sie glauben, Sie haben ein fröhliches Leben geführt? Wunderbar! Aber jetzt tauschen wir die Plätze: Sie hatten ein wunderbares Leben, aber jetzt kommen die Alltagstage: Sie werden keine Feiern mehr veranstalten, und wenn es keine Trinkgelage gibt, werden auch keine Freunde da sein. Mein Leben war bescheiden, aber wenn ich in Rente gehe, wird das Leben freudig sein: Ich werde mein eigenes Haus haben, von dem ich lange geträumt habe, einen kleinen Garten, die Rente wird ausreichen und ich werde Gott nur danken, dass Er mich gelehrt hat, wie man lebt. Es tut mir leid für Sie, dass Sie nicht an das Ende der Arbeit gedacht haben, obwohl Sie davon wussten“, sagte X. „Ich stimme X voll zu“, bemerkte ich. „Man trifft viele Russen, die so sorglos sind und nicht darüber nachdenken, dass ihre Arbeit bald endet. Jemand aus dem Büro wird kommen und sagen, dass morgen Ihr letzter Arbeitstag ist. Das bedeutet, dass Sie morgen das letzte Mal in den Bus steigen und zur Fabrik fahren. Zum letzten Mal! Der letzte Tag Ihrer Arbeit in der Fabrik! Aber bald wird jeder von uns auch den letzten Tag des Lebens haben, aber wie wenig denken die Menschen daran. Ich teile mit Ihnen meine Erfahrungen. Diesen Sommer besuchte ich die Familie unserer Tochter in Connecticut. Der Tag der Abreise kam. Als ich nach Hause kam, erinnerte ich mich an meinen Aufenthalt dort und besonders an die letzten Tage. Ich erinnerte mich, wie ich das letzte Mal aus geschäftlichen Gründen zum Busbahnhof fuhr. Ich erinnerte mich, wie wir das letzte Abendessen hatten. Ich erinnerte mich, wie wir den letzten Abend mit ihr verbrachten. Ich erinnerte mich, wie wir das letzte Mal zusammen beteten. Ich erinnerte mich, wie meine Tochter uns das letzte Mal zum Bahnhof brachte. Ich erinnerte mich, wie wir uns das letzte Mal von ihr verabschiedeten. Ich erinnerte mich, wie ich sie das letzte Mal sah, als der Zug losfuhr und all unser Zusammensein unterbrochen wurde. Gerade waren wir zusammen, sahen uns das letzte Mal, und jetzt – getrennt! Alles das letzte Mal! So auch in Ihrem Leben: Das letzte Mal sahen Sie fern. Das letzte Mal riefen Sie Bekannte an. Das letzte Mal sprachen Sie mit Ihrer Frau. Das letzte Mal legten Sie sich ins Bett. Alles das letzte Mal, denn nachts wird das Herz unerwartet stehen bleiben, die Seele wird den Körper verlassen und jetzt sind Sie von Ihren Lieben, Ihren Nächsten getrennt. Gerade waren Sie zusammen, und jetzt getrennt, und für immer! Haben Sie über Ihren letzten Tag nachgedacht? Wohin wird Ihre Seele gehen? Oder denken Sie sorglos, dass jemand für sie beten wird und alles in Ordnung sein wird? Täuschen Sie sich nicht! Ein schreckliches Schicksal erwartet Sie, wenn Sie nicht vor Jesus bereuen, dass Sie Ihr ganzes Leben so nachlässig mit Seinen Worten, mit Seiner Lehre umgegangen sind! Denken Sie heute darüber nach. Morgen könnte es zu spät sein!" V. Kachinsky, in: Nashi Dni Nr. 1927, 28\. Mai 2005 ### Das Wunder der Gnade URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-wunder-der-gnade/ Last updated: 2026-05-15T12:39:18.000Z Ein deutscher Offizier wird durch den Anblick eines Kruzifixes vom Feind zum Freund einer polnischen Mutter während des Zweiten Weltkriegs. _This post is for subscribers only._ ### Das falsche Versteck URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-falsche-versteck/ Last updated: 2026-05-15T12:39:23.000Z Eine Frau sucht Zuflucht im falschen Haus und wird verhaftet. Gott ist die wahre Zuflucht in Nöten. _This post is for subscribers only._ ### Die Prüfung des Glaubens URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-prufung-des-glaubens-2/ Last updated: 2026-05-06T18:49:14.000Z Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und kann Fehler enthalten. Einst floh ich aus einem Gefangenenlager. Vor der Flucht betete ich: "Herr, wenn Du mich in die Freiheit führst, werde ich religiös sein, immer beten und in die Kirche gehen." Gott tat dies aus Liebe zu einem Sünder. Ich hielt meine Versprechen und begann, die Kirche zu besuchen. In dem Haus, in dem ich lebte, wohnten meine Freunde eine Etage höher. Sie gingen nicht in die Kirche und glaubten überhaupt nicht an Gott. Jeden Sonntag, nachdem ich aus der Kirche kam, ging ich zu ihnen hinauf und wir tranken zusammen. Sie hatten nichts gegen Religion. Doch sobald ich das Licht des Evangeliums erblickte, Buße tat und mich vom Sünde abwandte, rebellierten meine Freunde sofort: "Schau mal, er tut so, als wäre er heilig... Denkt, er sei besser... Und will nicht mit uns trinken..." Einer von ihnen kam betrunken zu mir und schwenkte eine Pistole vor meinem Gesicht, schrie: "Das ist, was du für deinen Verrat verdienst! Unsere Väter glaubten so, und du hast dich verkauft..." Ich schwieg geduldig und sanftmütig. Später gestand dieser "Freund": "Weißt du, vergib mir... Ich habe deine Religion geprüft. Es stellt sich heraus, dass sie richtig ist. Ihnen, Freund, wie auch mir, braucht es nicht Religion, sondern Christus. Nichts anderes wird helfen, und niemand sonst wird uns retten." N. Vodnevsky, in: Nashi Dni Nr. 1960, 28\. Januar 2006 ### Der himmlische Hirte und seine Schafe URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-himmlische-hirte-und-seine-schafe/ Last updated: 2026-05-15T12:39:26.000Z Ein Hirte bricht einem ungehorsamen Schaf das Bein, um es zu zähmen. Der himmlische Hirte liebt und kennt seine Schafe. _This post is for subscribers only._ ### Die Reinheit des Hermelins URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-reinheit-des-hermelins/ Last updated: 2026-05-15T12:39:29.000Z Die Menschen verscheuchten einen Hermelin. Er lief zum Ufer eines schlammigen Baches und begann kläglich zu schreien. Jemand dachte, er sei verletzt und wollte ihn fangen. „Hört zu“, sagte ein Jäger. „Dieses kleine Tier ist überhaupt nicht verletzt. Der Grund für seine Angst ist dieser Bach, den er nicht überqueren kann, ohne sein weißes Fell zu beschmutzen. Der Hermelin würde eher sterben, als die geringste Verschmutzung seines Fells zuzulassen.“ Der Jäger beugte sich hinunter und fing das Tier. Es leistete keinen Widerstand. Der Hermelin wurde bald zahm und freundete sich mit den Menschen an. Ein Christ sollte in gewisser Weise dem Hermelin ähneln und nach seinem Motto leben: „Lieber sterben als sich beschmutzen.“ Denn laut der Schrift wird nichts Unreines in das Reich Gottes eingehen. Gottes Gesetze sind unveränderlich. Die physischen Gesetze Gottes sind unveränderlich. Wenn wir gute Samen in gut vorbereiteten Boden säen, ihn ausreichend bewässern und pflegen, werden die Samen, wenn sie zu wachsen beginnen, zur rechten Zeit Frucht bringen. Ebenso unveränderlich sind die geistlichen Gesetze Gottes. Gott benutzt uns, um Sein Wort zu säen. Durch unseren christlichen Lebenswandel bereiten wir den Boden vor, wir erwärmen ihn durch unablässiges Gebet und bewässern ihn durch unseren Dienst für Christus. Zur rechten Zeit wird die Saat Frucht bringen in den Seelen derer, die für Christus gewonnen werden und den Weg der Nachfolge wählen. Wenn unsere geistliche Saat gut ist, vergilt Gott uns hundertfach, indem er uns der großen Bruderschaft seiner treuen Diener in aller Welt hinzufügt. Nashi Dni Nr. 1979, 10\. Juni 2006 ### Das Licht in der Dunkelheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-licht-in-der-dunkelheit/ Last updated: 2026-05-19T06:08:38.000Z Ein einsamer Mensch findet Hoffnung im Licht des Evangeliums, das die Dunkelheit vertreibt und Christus als ewige Sonne offenbart. _This post is for subscribers only._ ### Die Rückkehr des Geschenks URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-ruckkehr-des-geschenks/ Last updated: 2026-05-15T12:39:34.000Z Der Abt eines Klosters erhielt als Geschenk eine wunderbare Traube und beschloss, sie in die Zelle eines kranken Mönchs zu schicken. Dieser Mönch erinnerte sich an eine arme Frau und gab die Traube an sie weiter. Die Frau, die die schönen Beeren bewunderte, entschied, dass es besser wäre, sie dem gütigen Abt des Klosters zu geben. Ihr kleiner Sohn brachte die Traube ins Kloster. So kehrte das Geschenk zu seinem Geber zurück. Lächeln Sie – Zwei Stunden habe ich mit Tante Damanja am Tor des Hauses getratscht! – empört sich der Mann. – Du hättest sie ins Haus einladen können. – Ich habe sie eingeladen, – antwortet die Frau. – Aber sie hatte es sehr eilig und konnte nicht hereinkommen. Nashi Dni ### Ein ungesegneter Bund URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-ungesegneter-bund/ Last updated: 2026-07-31T06:52:03.000Z Ein junges Paar heiratet ohne Gottes Segen, da sie die Reinheit ihres Herzens verbergen. _This post is for subscribers only._ ### Der neue Freund URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-neue-freund/ Last updated: 2026-05-15T12:39:44.000Z Eines Tages sagte mein ältester Sohn zu mir: "Ich komme morgen nach der Schule nicht nach Hause, ich komme spät abends zurück!" "Was ist los, mein Sohn, warum kommst du nicht gleich nach der Schule nach Hause?" "Mein Freund hat mich zu sich eingeladen." "Und wann hast du deinen neuen Freund kennengelernt?" "Ganz kürzlich. Er wurde neben mich gesetzt. Wir haben beschlossen, Freunde zu sein!" "Bitte entschuldige, mein Sohn, aber du musst ihm für morgen absagen. Ich möchte ihn und seine Eltern zuerst kennenlernen, und dann entscheiden wir gemeinsam, was zu tun ist..." Um später nicht bittere Tränen zu weinen, sollten Kinder nicht ohne elterliche Aufsicht zufällige Freunde finden. Weise Menschen sagen: "Zeig mir deinen Freund, und ich sage dir, wer du bist!" Der Apostel Paulus schreibt: "Lasst euch nicht täuschen, schlechte Gesellschaft verdirbt gute Sitten." Nashi Dni ### Der kleine Adler und sein wahres Ziel URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-kleine-adler-und-sein-wahres-ziel/ Last updated: 2026-05-15T12:39:41.000Z Ein Adler lernt, seine wahre Bestimmung zu erkennen und zu fliegen. Wir sollen unsere himmlische Berufung suchen und nicht im Irdischen v… _This post is for subscribers only._ ### Der himmlische Arzt URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-himmlische-arzt-2/ Last updated: 2026-05-15T12:39:48.000Z Christus ist der Himmlische Arzt, der Heilung von der Sünde bietet, im Gegensatz zu irdischen Führern, die nur Popularität suchen. _This post is for subscribers only._ ### Der Drang des Aufschubs URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-drang-des-aufschubs/ Last updated: 2026-05-15T12:39:51.000Z Ein Prediger träumt von Dämonen, die Menschen zum Aufschub des Heils verleiten. Die Botschaft: Kommt jetzt zu Gott, nicht später. _This post is for subscribers only._ ### Vergebung und Neuanfang URL: https://www.beispielgeschichte.de/vergebung-und-neuanfang/ Last updated: 2026-08-28T06:14:25.000Z Tante Ljuba ging in ihr Zimmer, um sich auszuruhen. Gennadij setzte sich neben Lenjas Bett. Wie viele verschiedene Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf! Hat Lenjas Ehemann sie wirklich geschlagen? Und dabei wirkt er doch so anständig. Und wenn das wahr ist, wird sie wirklich wieder zu ihm zurückkehren? Gennadij betete ständig und bat Gott, in all das einzugreifen. Er wünschte sich sehr, dass Lenja wieder seine Frau würde, als ob diese etwas mehr als zwei Jahre nach ihrer Scheidung nie gewesen wären. Denn er ist jetzt ein ganz anderer Mensch. Der Herr hat ihm vergeben und ihn mit Seinem reinen Blut gewaschen, und ihr Leben wird auch anders sein, erfüllt mit Sinn und Hoffnung... Gennadij bemerkte nicht, wie er einschlief. Lenja schlief ebenfalls unter dem Einfluss von Schlafmitteln und starken Schmerzmitteln. Im Schlaf hörte Gennadij Kinderstimmen und wachte auf. Im Flur stand die aufgelöste Marija Sergejewna und ihre Kinder, Antoscha und Annuschka. Die Kinder schauten neugierig auf ihren leiblichen Vater. Der siebenjährige Anton trat zu ihm und sagte: – Ich erinnere mich an dich. Du bist mein Papa Gena. Oma Mascha hat gesagt, dass du sehr gut bist. Bitte, vertreibe uns nicht von hier, ich möchte bei dir wohnen. Ich erinnere mich an dieses Haus. In diesem Zimmer wohnte Oma Anja. Sie liebte mich sehr und erzählte mir Märchen, aber Oma Mascha sagte, dass sie gestorben ist, und es tut mir sehr leid. Papa, wo ist unsere Mama? Kannst du sie finden und hierher bringen? Ich habe sie oft gebeten, mich zu dir zu bringen, aber sie wollte nicht. Gennadij umarmte seine Kinder mit beiden Armen und weinte. Wie konnte er ohne sie leben? Schließlich sind sie sein eigenes Fleisch und Blut und sehen ihm so ähnlich! Der Herr hat ihm viel mehr vergeben, als er dachte. Aus seinem Herzen floss ein dankbares Gebet, und Freude erfüllte sein ganzes Wesen... Die kleine Annuschka umarmte ihn fest um den Hals und begann zu fragen, wo er gewesen sei und warum er nicht zu ihnen nach Hause gekommen sei. Gennadij küsste und umarmte die Kinder, vergaß dabei die Schwiegermutter, die zu Lenja ging und beim Anblick ihrer geliebten einzigen Tochter entsetzt war. Man beschloss, den Kindern so lange wie möglich zu verheimlichen, was mit ihrer Mutter geschehen war. Gennadij legte den Kindern ihre alte Kassette mit Zeichentrickfilmen ein, und Antoscha sagte sofort, dass er diesen Film hier, in diesem Haus, gesehen habe. Marija Sergejewna rief den Schwiegersohn in das Zimmer, wo Lenja lag, und zeigte ihm eine Männerbrieftasche. Sie hatte sie in der Tasche des Sakkos gefunden, das sie trug, als sie zu Gennadij kam. In der Brieftasche war ein Führerschein auf den Namen Kudrjawskij Stanislaw Michailowitsch, eine große Geldsumme, Karten für landwirtschaftliche Ausstellungen und noch einige Papiere. Marija Sergejewna bestand darauf, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten, solange die Verletzungen sichtbar waren und alles, was er Lenja angetan hatte. Gennadij setzte die aufgelöste Schwiegermutter auf einen Stuhl und sagte: – Liebe Marija Sergejewna, es ist mir nicht ganz ungewohnt, Sie so zu nennen, da ich Sie sechs Jahre lang Mama genannt habe und mich an Ihre freundliche Haltung mir gegenüber erinnere. Aber was soll man machen, ich habe viel Schlechtes in meinem Leben getan und auch Lenja gegenüber bin ich sehr schuldig. Doch jetzt hat sich in meinem Leben alles geändert. Ich trinke nicht und rauche nicht. Ich liebe Gott und möchte Ihn nicht betrüben. In mein sündiges Herz ist durch die Gebete meiner Mutter Jesus eingezogen. Er hat mich aus dem schmutzigen Sumpf, in dem ich mich befand, herausgezogen, mein Leben verändert, mir Hoffnung auf das ewige Leben und Freude in Ihm gegeben. Ich gehe in die Kirche, und ich habe viele neue, wunderbare Freunde. Sie alle sind Christen, und es ist sehr interessant mit ihnen. Ich wünsche mir sehr, dass Lenja zu mir zurückkehrt und auch Gott vertraut, damit unsere Kinder von klein auf die Wahrheit erkennen. Zur Polizei werde ich nicht gehen. Ich überlasse alles meinem Gott, auf den ich hoffe. Wenn Sie es selbst tun möchten, kann ich es Ihnen nicht verbieten. Die Dokumente sollten diesem Mann zurückgeschickt und vergessen werden. Mir ist wichtig, dass Lenja gesund wird und mich nicht zurückstößt. Aber selbst wenn sie das tut, werde ich mein ganzes Leben auf sie warten. Und von meinen Kindern möchte ich mich auf keinen Fall mehr trennen. Hier, in dieser Wohnung, fühlen Sie sich wie zu Hause und seien Sie nicht verlegen. Schreiben Sie mir, was wir an Lebensmitteln für uns alle kaufen müssen. Ich möchte mit den Kindern in den Laden gehen. Ich hätte nie gedacht, wie sehr ich euch alle liebe. Weinen Sie nicht, Mama, schreiben Sie mir die Einkaufsliste, während ich mich umziehe. Marija Sergejewna hörte dem Schwiegersohn mit Tränen zu. Hat er sich wirklich so verändert, und wie kann das sein? Ist er wirklich bereit, diesem abscheulichen Stas zu vergeben, was er Lenja angetan hat? Und warum will er keine Anzeige bei der Polizei erstatten? Sie hatte im Grunde immer ein gutes Verhältnis zu Gennadij, aber jetzt wusste sie nicht, was sie denken sollte. Ihr wurde leichter und ruhiger, nur Lenotschka... das arme Mädchen! Und was werden die Aufnahmen heute noch zeigen? Sie schaute ihre Tochter an und sah, dass aus dem Auge, das nicht verbunden war, eine Träne floss... Um neun Uhr abends schickte Nikolaj Pawlowitsch einen Krankenwagen, nachdem er vorher angerufen hatte, damit die Kranke bereit war. Wera Petrowna hatte zu dieser Zeit wieder alle vom Arzt verordneten Spritzen gemacht und legte Lenja vorsichtig, mit Hilfe von Gennadij und Marija Sergejewna, die sich ebenfalls bereit machten, ins städtische Krankenhaus zu fahren, auf die Trage. Zu dieser Zeit spielten Ruslan und Nina, die direkt nach der Arbeit zu Gennadij gekommen waren, mit Antoscha und Annuschka in einem anderen Zimmer, damit sie ihre Mutter nicht in einem so schrecklichen Zustand sehen mussten. Die Kinder freuten sich über die Bekanntschaft mit Serotschka und den neuen Spielsachen, die ihr Vater für sie gekauft hatte. Marija Sergejewna sagte ihnen, dass die Mama sehr krank sei und man sie vorerst nicht besuchen dürfe, dass sie absolute Ruhe brauche. Antoscha stimmte allem zu, nur um hier, bei seinem Vater, in seinem eigenen Zuhause zu sein... Die Befürchtungen des erfahrenen Chirurgen bewahrheiteten sich. Die Behandlung würde lange dauern. Lenja brauchte völlige Ruhe, die genaue Einhaltung aller medizinischen Vorschriften und ständige ärztliche Überwachung. Aber das Wichtigste war das ständige Gebet, nicht nur für die Genesung Lenjas, sondern auch für die Rettung ihrer Seele. Die Kirche betete und fastete. Die Menschen teilten sich in Gebetsgruppen auf und das ständige Flehen für sie stieg zum Himmel. Gennadij kniete stundenlang in der Nacht, am Morgen ging er zur Arbeit und erwartete ungeduldig die Rückkehr zu denen, die er so sehr liebte. Die Kinder hingen sehr an ihm und bemühten sich, in allem auf ihren Vater zu hören. Marija Sergejewna wich nicht von Lenja, die bereits langsam versuchte, aufzustehen und durch die Wohnung zu gehen. Ruslan und Nina besuchten sie fast täglich und halfen, wo sie konnten. Oft kam der Pastor mit seiner Frau und führte leise Gespräche mit Lenja. Sie fragte ihn nichts, sondern lag schweigend da und weinte. Sie sprach nur mit ihrer Mutter, mit den Kindern, denen es bereits erlaubt war, die Mama zu sehen, und ein wenig mit Tante Ljuba. Sie versuchte, Gennadij nicht anzusehen, und wenn er sie etwas fragte, drehte sie sich schweigend weg. Stolz und die Lage, in der sie sich vor ihrem ehemaligen Mann befand, riefen in ihr ein Gefühl der Verärgerung hervor, nicht der Dankbarkeit. Ihr linkes Auge hatte fast vollständig das Sehvermögen verloren, das Schlüsselbein und der rechte Arm erlangten allmählich ihre Funktionen zurück, die Blutergüsse im Gesicht wurden fast unsichtbar, aber die Kopfschmerzen hörten nicht auf und konnten nur mit Hilfe starker Medikamente gelindert werden, die von einem Konsilium von Ärzten, das Nikolaj Pawlowitsch herbeigerufen hatte, verschrieben worden waren. Das psychologische Trauma erwies sich für Lenja als viel stärker als das physische. Sie wurde verschlossen und schweigsam. Ihre Augen waren oft mit Tränen gefüllt. Nikolaj Pawlowitsch riet Gennadij, Lenja nach Kislowodsk zu bringen, und sagte, dass der Klimawechsel, die reine, bergige Luft sich positiv auf ihre Gesundheit auswirken könnten. Er brachte einen Rollstuhl und empfahl, Lenja täglich, wenn auch nur für ein paar Minuten, an die frische Luft zu bringen. Sie weigerte sich kategorisch... Der Tag rückte näher, an dem Antoscha in die erste Klasse gehen sollte. Gennadij war sehr aufgeregt und erwartete diesen Tag. Er kaufte alles, was sein Sohn für die Schule brauchte. Antoscha konnte bereits lesen, schreiben und zeichnete sehr gut. Er zeichnete alles, was er sah. Besonders gefiel es ihm, die Natur und Menschen darzustellen. Oft konnte man auf seinen Zeichnungen seine Eltern sehen, die mit freudigen und glücklichen Gesichtern am Flussufer oder auf einer Lichtung standen. Wenn er sie seiner Mutter zeigte, wandte sich Lenja sofort ab und runzelte die Stirn. Gennadij legte die Zeichnungen seines Sohnes sorgfältig in eine Mappe und datierte sie. Abends las er den Kindern die Bibel vor, die sie mit großem Interesse hörten und viele Fragen stellten. Lenja gefiel das nicht, und sie bat ihre Mutter, Gennadij zu verbieten, wie sie es ausdrückte, den Kindern den Kopf zu verdrehen. Marija Sergejewna sagte mit großem Takt, Geduld und Liebe zu ihrer Tochter: – Liebe Lenotschka, hindere ihn nicht. Gennadij ist ein wahrer Vater. Er liebt dich und die Kinder. Es ist der Herr, der ihn verändert hat. Je mehr ich ihn beobachte, desto mehr bin ich von der Richtigkeit seiner Wahl überzeugt. Ich möchte auch am Sonntag mit ihm in die Kirche gehen und die Kinder mitnehmen. Er sagte, dass der Pastor und die ganze Kirche für deine Genesung beten, und am Sonntag wird für die Kinder gebetet, die in die Schule gehen. Unser Antoschenka geht in die erste Klasse. Wie schnell die Zeit vergeht! Aber wir haben ein Problem, Töchterchen. Gena hat alle seine Daten aufgeschrieben, aber in der Schule verlangen sie Dokumente, und wir haben sie nicht, auch deine nicht. In deiner Handtasche liegen Schlüssel, wahrscheinlich sind sie von der Wohnung, in der ihr gelebt habt. Gib mir die Adresse, ich werde mit Ruslan und Nina dorthin gehen und die Dokumente und die notwendigen Dinge für dich und die Kinder holen. Hab keine Angst, Stas wird mir nichts tun. Ich weiß, womit ich ihn erschrecken kann, falls er dort auftaucht. Und du, liebe, denk besser darüber nach, was Gena für dich getan hat und tut, und wie sehr er uns alle liebt. Sei ein wenig freundlicher zu ihm. Du musst das um der Kinder willen tun. Sie brauchen einen Vater, umso mehr einen solchen, wie mein Schwiegersohn geworden ist. Euer Leben wird glücklich sein, wenn du ihn nicht zurückstößt. Einen anderen Schwiegersohn brauche ich nicht und einen anderen Vater für die Kinder auch nicht. Besiege deinen Stolz, er ist hier unangebracht. Du bist selbst von Gennadij weggegangen, nicht er von dir. Du denkst immer noch, dass er dich ungerecht behandelt hat, aber das ist einfach kindisches Geschwätz im Vergleich zu dem, was Stas dir angetan hat. Du musst dich von ihm scheiden lassen, und zwar so schnell wie möglich. Euch verbindet nichts, weder Kinder noch Besitz. Gott sei Dank, dass du nach diesen schrecklichen Schlägen am Leben geblieben bist. Wenn du auf mich gehört hättest und nicht mit ihm gegangen wärst, wäre solches Unglück nicht geschehen. Er hat mir von Anfang an nicht gefallen. Von ihm geht Kälte und Heuchelei aus. Ich würde mir sehr wünschen, dass dieser Schurke ins Gefängnis kommt, aber Gena ist dagegen. Er sagt, er habe alles Gott überlassen, und ich stimme ihm zu. Ich würde sehr wünschen, dass wir alle so werden wie Gena und seine Freunde. Zumindest möchte ich mit ihm in die Kirche gehen und das erfahren, was ich mein ganzes Leben lang nicht wusste. Jetzt werden Nina und Ruslan kommen, und wir werden in deine ehemalige Wohnung fahren, während du hier bleibst und auch zuhörst, wenn Gena den Kindern die Bibel vorliest. Deine Tabletten sind auf dem Nachttisch, vergiss nicht, sie zu nehmen. Bald wird Vera Petrowna kommen, um dir eine Spritze zu geben. Wir werden versuchen, nicht zu lange zu bleiben. Langweile dich nicht, Liebes. Unterhalte dich mit deinem Mann und sei brav. Lena erklärte der Mutter, wo sich was in der Wohnung befindet, und schrieb die Adresse auf. ...Ruslan klingelte schon seit mehreren Minuten an der Tür der Wohnung, in der Lena und Stas wohnten. Niemand öffnete die Tür. Er horchte. Keine Geräusche waren zu hören. Dann öffnete er die Tür mit einem Schlüssel, trat in den Flur und schaltete das Licht ein. Maria Sergejewna und Nina folgten ihm. Im Flur standen Reisetaschen, die Lena fast vor einem Monat für die Reise gepackt hatte. In der Küche und in den Zimmern herrschte absolute Ordnung. Es schien, als wäre hier niemand gewesen. Alle Dokumente und das Geld waren an ihrem Platz. Maria Sergejewna sammelte die Kinderkleidung und die Sachen der Tochter ein. Dann schlossen sie die Wohnung wieder ab und gingen. Tamara Resnikova (Fortsetzung folgt) An den Bruder und die Schwester Mein Bruder, Schwester, strebt danach, dem Schöpfer, dem Retter der Welten, näher zu sein. Sei im Herzen rein, in der Seele höher, gewinne den Feind ohne Worte. Es braucht keine scharfen, beleidigenden Worte, um einander zornig zu sprechen. Von unfreundlichen Worten und Taten leidet und schmerzt die Seele... Tragt Wärme und Licht zu den Menschen, vergebt und liebt diejenigen, die mit euch Gott dienen, denen das Böse und die Sünde zuwider sind... Verurteilt einander nicht im Zorn und diktiert nicht allen eure Meinung... Segnet sie lieber, damit das Leben schöner wird. Mögen alle Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten entfernt werden. Möge Frieden herrschen und Freude, Glück: Für immer sind wir von Gott gerettet! In der Einheit liegt große Kraft, vor ihr zittert Satan. Das Blut Christi, das uns gewaschen hat, ist stark, rein, hell, mächtig! Pavel Lelyukh VERJAGT DIE SÜNDE! Nashi Dni Nr. 2029, 9\. Juni 2007, Seite 5 ### Achte auf dich selbst URL: https://www.beispielgeschichte.de/achte-auf-dich-selbst/ Last updated: 2026-05-15T12:39:57.000Z Mein Sohn stürmte in das Zimmer und sagte: „Papa, wusstest du, dass Vika auf eine Entfernung von fünfzehn Meilen sehen kann?“ „Tatsächlich?“ „Ja, sie ist weitsichtig. Aber sie kann die Dinge, die direkt vor ihrer Nase sind, schlecht erkennen...“ Oft ist es auch so mit unserem geistlichen Sehvermögen. Es fällt uns vergleichsweise leicht, die Sünde aus der Ferne zu erkennen, aber es ist sehr schwer, sie in unserem eigenen Hinterhof zu sehen. Häufig sind wir gut darin, die Sünden anderer Menschen, anderer Glaubensrichtungen und sogar anderer Nationen zu erkennen, und bemerken oft unsere eigenen Verfehlungen überhaupt nicht. Lasst uns lernen, uns selbst im Zöllner aus dem 18\. Kapitel des Evangeliums nach Lukas zu sehen. \*\*\* Der Sommerabend war sehr schön. Er war früh in die Stadt gekommen und hatte lange Geräusche, Farben und Gerüche gesammelt. Denn was ist das für ein Abend, wenn die Häuser nicht von lila Schatten bedeckt sind und über den Dächern kein rosafarbener Streifen des Sonnenuntergangs leuchtet? Und kann es überhaupt einen Abend ohne den Duft von Blumen und von der Sonne erwärmtem Gras geben? Oder ohne Geräusche? Dieser Abend war sehr schön. Der Wind verhedderte sich in den Ästen der Bäume, und die Blätter raschelten und flüsterten, als wäre die Stadt plötzlich zu einem Wald geworden. Die Fenster wurden erleuchtet, dann die Laternen, und die Erde versank in einem schwarzen Himmel mit riesigen, zarten Sternen. Es war ein sehr schöner Abend. Aber das Unglück war, dass es schon sehr viele solcher Abende gegeben hatte und die Menschen sich an sie gewöhnt hatten, aufhörten, sie zu bemerken... Und der Abend wusste das nicht und wollte, dass man ihn bemerkte. Er liebte die Einsamkeit nicht und lauschte gierig den Gesprächen der Menschen in der Hoffnung: „Vielleicht sagen sie ja etwas über mich...“ Aber niemand sprach von ihm. Und der Abend lauschte. Er schlich sich leise an die Bänke heran, an denen V. Kuzmenkov, in: Nashi Dni Nr. 1943, 1\. Oktober 2005 ### Was willst du von mir? URL: https://www.beispielgeschichte.de/was-willst-du-von-mir-2/ Last updated: 2026-05-15T12:40:25.000Z „Liebe Frances, warum willst du nicht zu uns ins Wohnzimmer kommen?“, fragte Mary ihre Schwester flehend. „Du könntest dort lesen; es ist so gemütlich, vor dem Kamin zu sitzen und die Füße zu wärmen!“ Doch Frances lehnte ihre Bitte sanft ab: „Dann könnte ich nicht aufmerksam und nachdenklich lesen. In der Bibel kann man so erstaunliche Dinge finden!“ Und so blieb Frances in ihrem kleinen Arbeitszimmer sitzen. Durch das Fenster strömten Sonnenlichtstrahlen herein und vergoldeten ihr Haar, das in Locken auf ihre Schultern fiel. Ihr liebliches Gesicht strahlte vor Freude und Inspiration. Sie arbeitete am Wort ihres Königs! Auf dem Tisch lagen Bleistifte und Papier, eine Bibel auf Englisch, eine Bibel auf Hebräisch, das Neue Testament auf Griechisch, Lexikologie und eine Schreibmaschine mit englischer Schrift. Diejenigen, die ihre Hymnen singen oder ihre einfachen Broschüren lesen, haben das Gefühl, ein inspiriertes Gespräch mit einem lebendigen Menschen geführt zu haben. Frances Ridley Havergal wurde 1836 in England in der Familie eines anglikanischen Geistlichen geboren. Sie zog die Aufmerksamkeit ihrer Umgebung von klein auf nicht nur durch ihre Schönheit, sondern auch durch ihren außergewöhnlichen Verstand und ihre Fähigkeiten auf sich. Sie lernte mit drei Jahren lesen und wurde oft unter dem Tisch gefunden, vertieft in die Lektüre einer spannenden Geschichte. Bis zum Alter von acht Jahren vermied sie es, mit Verwandten und Freunden über die Bedürfnisse ihrer Seele zu sprechen. Doch als sie acht Jahre alt wurde, rief sie eines Frühlingsmorgens aus: „Oh, wenn Gott mich doch zu einer Christin machen würde, bevor der Sommer kommt!“ Von diesem Zeitpunkt an war sie beständig in ihrem Suchen nach Gott. Mit elf Jahren schrieb sie: „Oh, wenn ich Flügel hätte wie eine Taube, würde ich in den blauen Himmel fliegen, dorthin, wo der Retter ist, den ich liebe, und dort an seiner Brust ruhen.“ Dennoch war ihr Glaube an die Erlösung Nashi Dni Nr. 1943, 1\. Oktober 2005 ### Was willst du von mir? URL: https://www.beispielgeschichte.de/was-willst-du-von-mir/ Last updated: 2026-05-06T18:48:59.000Z Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und kann Fehler enthalten. Soweit wir wissen, war dies das letzte Mal, dass Jesus diesen Weg ging. Der blinde Mann, der im Straßengraben saß, konnte dies natürlich nicht wissen, aber er nutzte die Gelegenheit, als Jesus von Nazareth an ihm vorbeiging, und rief aus Leibeskräften: „Erbarme dich meiner!“ Wenn ein solcher Ruf aufrichtig ist, ist das Gebet nicht vergeblich. Wenige Minuten später stand er bereits vor Jesus. – Was willst du von mir? – fragte der Herr. – Dass ich sehen kann... Es gibt Momente, in denen Jesus an uns vorübergeht. Er kommt so nah, dass wir spüren, wie der Saum seines Gewandes uns berührt. Ob dies bei feierlichen Gottesdiensten im Hause Gottes geschieht oder wenn wir uns in unserem Zimmer einschließen und mit ihm von Angesicht zu Angesicht sprechen, ohne die Zeit zu bemerken, oder wenn wir in großer Not sind und unsere Hilflosigkeit erkennen – in solchen Momenten fragt er uns: „Was willst du von mir?“ Was werden wir auf seine Frage antworten? Einige werden sagen: „Gib mir Seelenfrieden.“ Andere: „Gib mir die Kraft, standhaft zu bleiben... Mach mich zu einem wahren Christen...“ All dies ist in dem Gebet enthalten: „Herr, rette mich!“ Wir werden auf Erden niemals aufhören, ein solches Gebet zu benötigen, deshalb seien wir aufmerksam, wenn Jesus an uns vorübergeht. „Suchet den Herrn, solange er zu finden ist, ruft ihn an, solange er nahe ist.“ Der heutige Tag wird nie wieder zurückkehren. Heute fragt er uns und wartet auf unsere Antwort... In der Antwort von Bartimäus offenbarte sich sein gehegter Wunsch, den er hegte, ohne jedoch irgendeinen Grund zu haben, zu glauben, dass er in Erfüllung gehen würde. „Oh, wenn ich doch sehen könnte!“ – klang es in ihm Tag und Nacht in verschiedenen Tönen. Darin lagen alle Wünsche seines Lebens. Und das Unmögliche wurde möglich durch die Begegnung mit Jesus. Erinnern wir uns an einen anderen Fall, als Elisa unter außergewöhnlichen Umständen gefragt wurde, was er wolle (2\. Könige 2). Welche Bitte äußerte Elisa? Bat er um Aufschub, um nachzudenken? Nein. Er hatte bereits lange eine Antwort vorbereitet: „Der Geist, der in dir ist, möge doppelt auf mir sein.“ „Du bittest um etwas Schweres“, antwortete Elia, aber er lehnte nicht ab. Sein weiteres Leben und Dienst zeigten, dass seine kühne Bitte erfüllt wurde. Hätte er darum aus Ehrgeiz oder unreinen Motiven gebeten, wäre er nicht erhört worden. Ihn trieb nur ein Wunsch: seinem Volk zu dienen. Und dafür hatte er keine eigene Kraft. „Der Geist doppelt“ (nach alttestamentlicher Vorstellung) – der doppelte Anteil des Erbes, den der erstgeborene Sohn erhielt. Nashi Dni Nr. 1943, 1\. Oktober 2005 ### Der Skorpion und der Frosch URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-skorpion-und-die-frosch/ Last updated: 2026-05-15T12:40:28.000Z Einst musste ein Skorpion aus irgendeinem Grund einen Fluss überqueren. Doch er konnte nicht schwimmen und machte sich daher auf die Suche nach jemandem, der ihn auf die andere Seite bringen könnte. So sehr er auch die Bewohner am Ufer bat, niemand wollte ihm helfen, da alle Angst vor seinem giftigen Stachel hatten. Traurig wanderte er am Ufer entlang, jegliche Hoffnung auf eine Überfahrt verloren, als er plötzlich einen großen Frosch sah, der sich faul auf einem Stein am Ufer sonnte. Er lief zum Stein und begann den Frosch inständig zu bitten, ihn auf die andere Seite zu bringen. Der Frosch schaute ihn misstrauisch mit seinen hervorstehenden Augen an und quakte mitfühlend: „Quak! Es tut mir leid um dich, aber ich kann dir nicht helfen. Ich fürchte deinen scharfen Stachel; was, wenn du mich stichst, während ich dich über den Fluss bringe? Ich habe von deinem schlechten Charakter gehört. Du verschonst niemanden: weder Freund noch Feind.“ „Das mag teilweise wahr sein“, stimmte der Skorpion zu. „Ich gebe zu, dass mein Charakter ziemlich giftig ist, aber in diesem Fall kannst du mir voll vertrauen. Denn wenn ich dich stechen würde, während du mich über den Fluss bringst, würde ich auch sterben, da ich nicht schwimmen kann.“ Der Frosch überlegte zögernd. Die Antwort des Skorpions schien ihm durchaus logisch. Nach einigem Zögern stimmte er schließlich zu, den Skorpion über den Fluss zu bringen. Der Skorpion freute sich, setzte sich auf den Rücken des Frosches, und sie schwammen los. Zuerst benahm sich der Skorpion ganz anständig und saß ruhig auf dem weichen Rücken des Frosches. Er war sogar selbst gerührt von seiner Zurückhaltung und seinem guten Benehmen. Er begann zu denken, dass er gar nicht so schlecht sei, wie alle ihn hielten. Im Gegenteil, in ihm stecke sogar eine gewisse Edelmütigkeit. Ja, genau, Edelmütigkeit... Da saß er auf dem Rücken eines völlig wehrlosen Frosches und rührte ihn nicht an. Was hinderte ihn daran, ihn zu stechen? Absolut nichts. Er könnte diese Gelegenheit sehr leicht nutzen. Ganz einfach: ein Stich – und der Frosch wäre nicht mehr... Aber er tat es nicht. Und er würde es nicht tun. Natürlich nicht... Das war nur so gesagt... Er machte es sich bequem und schaute zu, wie der Frosch eifrig mit seinen Beinen paddelte. Es war schwer für den armen Kerl, er war sogar außer Atem, und seine Augen traten noch mehr hervor. Und sein Rücken war so zart und weich... Und so nah... Plötzlich überkam ihn ein unwiderstehliches Verlangen, seinen Stachel in diesen Rücken zu bohren. Aber nein, er würde es nicht tun! Das wäre schwarze Undankbarkeit, ja sogar Niedertracht. Aber dennoch, welch wunderbare Gelegenheit – nur eine Bewegung und... Da konnte der Skorpion nicht widerstehen und bohrte mit aller Kraft seinen tödlichen Stachel in den Rücken des armen Frosches. Sofort begannen beide zu sinken. In todesähnlicher Agonie quakte der Frosch noch: „Warum hast du das getan?“ „Vergib mir, Bruder!..“ blubberte der Skorpion, während er Wasser schluckte. „Ich konnte mich nicht zurückhalten. So ist meine Natur...“ Und beide gingen unter. \*\*\* Das Wort Gottes sagt, dass die Zunge des Menschen ein unaufhaltsames Übel ist; sie ist „voll tödlichen Giftes“. „Ein nichtsnutziger Mensch, ein ruchloser Mensch geht mit falschem Mund... Arglist ist in seinem Herzen; er schmiedet Böses zu jeder Zeit, sät Zwietracht. Darum wird plötzlich sein Verderben kommen, er wird plötzlich zerschmettert werden – ohne Heilung.“ (Sprüche 6:12, 14-15) Man sagt, dass üble Nachrede mehr Menschen zugrunde gerichtet hat als alle Kriege zusammen. Doch derjenige, der üble Nachrede betreibt, schadet nicht nur dem, über den er schlecht spricht, sondern auch sich selbst. Das Gift seiner eigenen üblen Nachrede zerfrisst sein Herz, raubt ihm den Seelenfrieden, füllt ihn, wenn nicht mit Hass, dann mit Missgunst gegenüber allen Menschen und vergiftet schließlich seine Seele. Doch nicht die Zunge ist schuld an der üblen Nachrede, denn „aus der Fülle des Herzens redet der Mund“. „Ein guter Baum bringt gute Früchte, ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte.“ Ein Mensch mit gutem Herzen sucht immer das Gute in anderen Menschen und schweigt über das Schlechte, während ein böser Mensch nur die Fehler der Menschen sucht und alles, was sie erniedrigen und beschmutzen kann, über das Gute aber schweigt. Dies ist die Gewohnheit von neidischen und unsicheren Menschen sowie von ehrgeizigen und solchen, die ihr unreines Gewissen rechtfertigen wollen. Indem sie andere mit Schmutz bewerfen, wollen sie sich selbst als rein darstellen. Mit anderen Worten, sie versuchen, Anerkennung und Respekt nicht durch ehrliche Selbstverbesserung zu erlangen, sondern durch Heuchelei. Doch das gelingt ihnen nicht, denn niemand vertraut ihnen und alle versuchen, sich von solchen Menschen fernzuhalten. Was soll man mit einer solchen „Skorpionnatur“ tun: bereuen und seinen Lebensstil ändern, sie überzeugen, dass es nützlicher und angenehmer ist zu lieben als zu hassen? Angenommen, der „Skorpion“ erkennt seine Schuld und bereut alle seine begangenen Sünden. Doch dadurch ändert sich sein skorpionisches Herz nicht. Bei der ersten Gelegenheit wird er wieder jemanden „stechen“, denn anders kann er nicht handeln. Man muss entweder seinen „Stachel“ entfernen oder seine innere Natur ändern, damit er niemanden mehr stechen möchte; und das kann er natürlich nicht selbst tun. Hier ist fremde Hilfe nötig. Und dabei kann nur Christus helfen. N.N., in: Nashi Dni Nr. 1981, 24\. Juni 2006 ### Pilgerreise ins Heilige Land URL: https://www.beispielgeschichte.de/pilgerreise-ins-heilige-land/ Last updated: 2026-05-15T12:40:31.000Z Ein christlicher Vater erfüllt sich den Traum einer Pilgerreise ins Heilige Land und erlebt dabei Überraschungen und Gefahren. _This post is for subscribers only._ ### Der verlorene Gesang des Schusters URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-verlorene-gesang-des-schusters/ Last updated: 2026-05-15T12:40:34.000Z Ein armer Schuster verliert seine Freude durch Gold, gewinnt sie aber zurück, als er es zurückgibt. _This post is for subscribers only._ ### Der beste Freund URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-beste-freund/ Last updated: 2026-05-15T12:40:40.000Z Nach dem Tod des Vaters findet jemand Trost in der Freundschaft mit Jesus, der immer bei ihm ist. _This post is for subscribers only._ ### Nicht urteilen URL: https://www.beispielgeschichte.de/nicht-urteilen/ Last updated: 2026-05-19T06:08:47.000Z Ein kleines Mädchen kam von der Schule nach Hause und sagte ihrer Mutter, dass der Lehrer nicht wisse, was ein Pferd sei. „Warum denkst du das?“, fragte die Mutter. „Das kann nicht sein.“ „Ich habe ein Pferd gezeichnet, und der Lehrer schaute auf meine Zeichnung und fragte: ‚Was ist das?‘“ Gott hat uns nach Seinem Bild und Gleichnis geschaffen. Wir haben dieses Bild durch den Sündenfall verloren, aber Christus kam auf die Erde, um uns dieses Bild zurückzugeben, uns zu verwandeln und uns in die richtige Beziehung zu Gott zu bringen. Gott ist der Töpfer, wir sind der Ton. Wer durch Jesus Christus zu Gott kommt und Ihm völlig vertraut, wird zu einer neuen Schöpfung, einem neuen Gefäß. Viele Gläubige zeigen ein verzerrtes Bild des Erlösers. Aber das geschieht nur, weil sie nicht in der Gegenwart Gottes leben, sich von der Lehre Christi entfernt haben und auf ihre eigene Selbstgerechtigkeit vertrauen. „Lasst uns nicht mehr einander richten“ (Röm. 14:13). Anstatt Fehler und Mängel in unseren Nächsten zu suchen und Freude am Urteilen und Klatsch zu finden, sollten wir strenger auf uns selbst achten. Wir sind zu nachsichtig mit unseren eigenen Mängeln und wollen sie manchmal nicht einmal bemerken. Viele Christen sind unnachgiebig gegenüber den Mängeln des Nächsten, finden aber immer eine Entschuldigung für ihre eigenen. Es sollte genau umgekehrt sein. Wenden wir heute unseren Blick auf uns selbst, richten wir uns streng und behandeln wir unseren Bruder mit Nachsicht und Liebe. Indem wir unsere unzähligen Fehler und Mängel erkennen, sollen wir „einander höher achten als uns selbst“, und dann wird Gott uns Gnade geben, wie es heißt: „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade“ (Jak. 4:6). Vergessen wir auch nicht, dass „Liebe eine Menge von Sünden zudeckt“. WAS ZU TUN Nashi Dni Nr. 1942, 24\. September 2005 ### Der beste Rat URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-beste-rat/ Last updated: 2026-05-15T12:40:43.000Z In einer Erzählung wird von einem 12-jährigen Jungen berichtet, der als Zeuge vor Gericht geladen wurde. Während der Befragung fragte einer der Anwälte streng: „Hat dein Vater dir gesagt, wie du aussagen sollst?“ Der Junge antwortete: „Ja.“ Der Anwalt freute sich über dieses Eingeständnis und sagte: „Nun, dann sag uns, wie dein Vater dich gelehrt hat auszusagen.“ Der Junge antwortete: „Papa sagte mir, dass die Anwälte versuchen werden, mich zu verwirren. Aber wenn ich nur die Wahrheit sage, werde ich jedes Mal dasselbe sagen.“ Dies ist der beste Rat für uns alle. Ein Mensch, der immer die Wahrheit sagt, genießt allgemeines Vertrauen. Selbst seine Feinde respektieren diese Eigenschaft an ihm. Jede Wahrheit kommt von Gott. Jede Lüge kommt vom Teufel. Er selbst ist der Vater der Lüge. Lügen erniedrigen nicht nur den Lügner, sondern verderben auch seine Seele. Nashi Dni Nr. 1942, 24\. September 2005 ### Der geschliffene Diamant URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-geschliffene-diamant/ Last updated: 2026-05-15T12:40:49.000Z Ein Diamant wird gespalten, um seine Schönheit zu entfalten. Gott formt uns durch Prüfungen zu kostbaren Juwelen. _This post is for subscribers only._ ### Die stolze Rasierklinge URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-stolze-rasierklinge/ Last updated: 2026-05-15T12:40:53.000Z Eine stolze Rasierklinge verlässt ihren Platz, wird rostig und erkennt den Wert von Pflege und Arbeit. _This post is for subscribers only._ ### Der Traum des Herrschers URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-traum-des-herrschers/ Last updated: 2026-05-15T12:40:56.000Z Ein östlicher Herrscher hatte einen schrecklichen Traum: Alle seine Zähne fielen nacheinander aus. In großer Aufregung rief er einen Traumdeuter zu sich. Dieser hörte zu und sagte besorgt: – Herrscher, ich muss dir eine traurige Nachricht überbringen. Du wirst einen nach dem anderen deiner Lieben verlieren. Diese Worte erzürnten den Herrscher. Er ließ den Unglücklichen ins Gefängnis werfen und rief einen anderen Deuter. Dieser hörte den Traum und sagte: – Ich freue mich, dir eine frohe Botschaft zu überbringen – du wirst alle deine Verwandten überleben. Der Herrscher war erfreut und belohnte ihn großzügig für diese Vorhersage. Die Höflinge waren sehr erstaunt. – Du hast ihm doch dasselbe gesagt wie dein armer Vorgänger, warum wurde er bestraft und du belohnt? – fragten sie. Daraufhin antwortete er: – Wir haben beide den Traum gleich gedeutet. Aber es kommt darauf an, nicht was man sagt, sondern wie man es sagt. Shel'ske Vladimir, in: Nashi Dni Nr. 2003, 9\. Dezember 2006 ### Das Fenster und der Spiegel URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-fenster-und-der-spiegel/ Last updated: 2026-05-15T12:40:59.000Z Ein Rebbe erklärt, wie Silber den Blick auf andere verdeckt und nur den eigenen reflektiert. _This post is for subscribers only._ ### Gottes Wunder in der Familie URL: https://www.beispielgeschichte.de/gottes-wunder-in-der-familie/ Last updated: 2026-05-15T12:41:02.000Z Polinas Gebete führen zur Heilung ihrer Enkelin und zur Bekehrung der Familie. _This post is for subscribers only._ ### Die Uhr auf dem Kirchturm URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-uhr-auf-dem-kirchturm/ Last updated: 2026-05-19T06:08:50.000Z Einst blieben in einer kleinen Stadt die Uhren auf dem Kirchturm stehen. Die Menschen bemerkten es sofort. "Warum sind die Uhren stehen geblieben? Was ist passiert?" Der Grund war, dass Vögel ein Nest im Uhrwerk gebaut hatten. Der Uhrmacher sagte, dass die Uhren nutzlos zu reparieren seien, solange die Öffnung im Turm durch die die Vögel eindringen konnten, nicht geschlossen werde. Viele Christen ähneln diesen Uhren. Nachdem sie an Jesus als ihren Retter geglaubt haben, sind sie eine Zeit lang ein Vorbild christlichen Lebens, beginnen dann aber allmählich vom wahren Weg abzuweichen, und die Sünde dringt in ihre Herzen ein. Sie verlieren die Kraft, den Versuchungen der Sünde zu widerstehen. Was ist der Grund? Sie halten sich nicht fest genug an Christus, nähren sich selten vom Wort Gottes, fallen in Versuchung – und die Freude am Heil erlischt. Unsere Herzen sind wie ein Uhrwerk, in dem die Sünde, ähnlich wie die Vögel, ein Nest bauen und den Lauf der Uhr stoppen kann. Wir sind aufgerufen, den Kampf gegen die Sünde mit der Waffenrüstung Gottes zu führen. Lesen Sie Epheser 6:11-18. Nashi Dni ### Der Prediger und die ungeduldige Gemeinde URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-prediger-und-die-ungeduldige-gemeinde/ Last updated: 2026-05-15T12:41:08.000Z Ein eingeladener Prediger namens Moody wurde gewarnt, dass ein Teil der Gemeinde die Gewohnheit hatte, vor dem Ende der Predigt zu gehen. Als er die Kanzel betrat, verkündete er: „Heute möchte ich zuerst die Sünder ansprechen und dann die Gerechten.“ Eine Weile sprach er zu den „Sündern“ und sagte dann, dass sie gehen könnten. Dieses Mal blieben alle Gemeindemitglieder bis zum Ende der Predigt sitzen. Nashi Dni Nr. 1961, 4\. Februar 2006 ### Der Schlüssel des Universums URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-schlussel-des-universums/ Last updated: 2026-05-15T12:41:11.000Z Ein Mann erkennt, dass der Schlüssel zum Verständnis des Universums beim Schöpfer liegt und vertraut auf Gottes Weisheit. _This post is for subscribers only._ ### Das ängstliche Blatt URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-angstliche-blatt/ Last updated: 2026-05-15T12:41:14.000Z Der Frühling kam. Die Bäume wurden grün. Doch ein Blatt wollte nicht aus seiner Knospe herauskommen. "Ich habe Angst", sagte es, "ich habe Angst... Was, wenn es dort draußen schrecklich ist?" Es streckte die Spitze heraus und sah die Sonne. "Es ist schrecklich", sagte es und wollte sich wieder verstecken. Doch die Knospe war bereits geplatzt und drückte es heraus. Und am Baum erschien noch ein Blatt. Viele Blätter waren am Baum. Doch eines hatte Angst. Wenn es regnete, hatte es Angst. Wenn der Wind blies, hatte es Angst. "Was, wenn ich falle?... Ich falle und gehe verloren..." Und so lebte es – lebte nicht wirklich. Es versteckte sich. Hinter Blättern, hinter Zweigen... Der Herbst kam. Die Blätter begannen sich vom Baum zu lösen. Eines fiel. Ein anderes. Der Wind spielte mit den Blättern. Er wirbelte sie durch die Luft. Er wirbelte sie, wirbelte sie und legte sie auf den Boden. Doch das Blatt hing und dachte: "Es ist schön zu fliegen! Ich werde mich lösen und fliegen." Doch dann: "Nein", dachte es, "es ist schrecklich." Und es hing weiter. Bald waren alle Bäume kahl. Nur dieses eine Blatt blieb und versteckte sich immer noch hinter den Zweigen. Unten auf dem Boden hatten sich ganze Haufen von Blättern angesammelt. Die Menschen sammelten sie zusammen. Sie begannen, sie zu verbrennen. Die Blätter brannten hell. Und in der Luft roch es nach Rauch. "Ich werde mich lösen", dachte das Blatt, "ich werde verbrennen. Als Rauch werde ich in den Himmel fliegen. Schön." Dann: "Nein", dachte es, "es ist schrecklich. Ich werde noch warten." Und es blieb. Der Winter kam. Und nur ein Blatt blieb am Baum. Schrumpelig, erbärmlich... ### Der unbemerkte Abend URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-unbemerkte-abend/ Last updated: 2026-05-15T12:41:17.000Z Der Sommerabend war sehr schön. Er kam früh in die Stadt und sammelte lange die Klänge, Farben und Düfte. Was ist das für ein Abend, wenn die Häuser nicht in lilafarbenen Schatten gehüllt sind und über den Dächern kein rosafarbener Streifen des Sonnenuntergangs leuchtet? Kann es einen Abend ohne den Duft von Blumen und von der Sonne erwärmtem Gras geben? Oder ohne Geräusche? Dieser Abend war sehr schön. Der Wind verirrte sich in den Zweigen der Bäume, und die Blätter raschelten und flüsterten, als ob die Stadt plötzlich ein Wald geworden wäre. Die Fenster leuchteten auf, dann die Laternen, und die Menschen versanken im schwarzen Himmel mit riesigen zarten Sternen. Es war ein sehr schöner Abend. Aber sein ganzes Problem war, dass vor ihm schon viele solcher Abende durch die Stadt gegangen waren. Und die Menschen hatten sich an sie gewöhnt, hörten auf, sie zu bemerken... Aber der Abend wusste das nicht und wollte, dass man ihn bemerkte. Er mochte keine Einsamkeit und lauschte gierig den Gesprächen der Menschen. Er sammelte Gesprächsfetzen, betrachtete sie: „Vielleicht werden sie sagen...“ Aber niemand sprach über ihn. Und der Abend hörte zu. Er schlich sich leise zu den Bänken, auf denen Verliebte saßen, blitzte mit dem Licht der Laternen in die Augen der Mädchen und schaute flehend aus der Dunkelheit. „Nun, bemerkt mich doch“, schien er zu sagen, wenn die Bäume raschelten. „Meine Zeit wird bald enden. Ich werde gehen. Aber es tut sehr weh zu gehen, wenn man weiß, dass man nicht einmal eine Erinnerung hinterlassen hat...“ Aber niemand sprach. Man konnte es auch nicht erwarten. Der Abend weinte... Es begann zu regnen... Und da bemerkten ihn alle. „Was für ein schrecklicher Abend, was für ein abscheulicher regnerischer Abend!“, sagten die Leute und versteckten sich unter ihren Regenschirmen. So sprachen sie. Aber sie waren selbst schuld... Nashi Dni Nr. 1961, 4\. Februar 2006 ### Der Weg zur Läuterung URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-weg-zur-lauterung/ Last updated: 2026-05-15T12:41:20.000Z Eine Seele sucht Gottes Läuterung, erfährt Leid und erkennt das Kreuz als Zeichen der Reinigung und Hingabe. _This post is for subscribers only._ ### Luthers Gebet in der Stunde der Not URL: https://www.beispielgeschichte.de/luthers-gebet-in-der-stunde-der-not/ Last updated: 2026-05-15T12:41:24.000Z Luther betet in einer kritischen Stunde der Reformation um Gottes Hilfe und findet im Gebet die Kraft für seinen Auftrag. _This post is for subscribers only._ ### Die Liebe des Apostels Johannes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-liebe-des-apostels-johannes/ Last updated: 2026-05-15T12:41:27.000Z In seiner unaufhörlichen Liebe und Fürsorge für die Seelen der Gläubigen war der Apostel Johannes (laut Überlieferung) tief betrübt über den Abfall eines jungen Mannes, der ihm besonders am Herzen lag. Johannes reiste an den Ort, wo er ihn zuletzt gesehen hatte, und erfuhr dort, dass sein ehemaliger Schüler sich einer Räuberbande angeschlossen und deren Anführer geworden war. Seine Liebe zu dem Gefallenen war so groß, dass er sich entschloss, ihn zu suchen. Er eilte zum Versteck der Räuber, ließ sich gefangen nehmen und verlangte, zum Anführer gebracht zu werden. Als der Anführer den ehrwürdigen alten Apostel sah, erwachte sofort sein Gewissen, und bedrückt von den Erinnerungen an vergangene Tage, floh er in Verwirrung. Doch Johannes, erfüllt von väterlicher Liebe, verfolgte ihn, bat ihn umzukehren und seinen bösen Weg zu verlassen. Gleichzeitig ermutigte er ihn mit der Gewissheit der Sündenvergebung im Namen des Herrn Jesus. Die wunderbare Liebe und die rührende Aufmerksamkeit, die Johannes damals seiner Seele entgegenbrachte, überwältigten den jungen Mann völlig. Voller Reue kehrte er zum Apostel zurück, wurde wiederhergestellt und zeigte sich später als würdiges Mitglied der christlichen Gemeinschaft. Nashi Dni Nr. 1957, 7\. Januar 2006 ### Die Passagiere der Kutsche URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-passagiere-der-kutsche/ Last updated: 2026-05-15T12:41:30.000Z Es wird erzählt, dass es in Texas, Amerika, früher große Postkutschen mit erster, zweiter und dritter Klasse für Passagiere gab. Der Preis des Tickets hing von der gewählten Klasse ab. Wenn jemand aus einem anderen Land zum ersten Mal in einer solchen Kutsche reiste, war er zunächst über diese merkwürdige Ordnung erstaunt, da alle Passagiere ohne Unterschied zusammen in derselben Kutsche saßen. Das Rätsel löste sich, als die Kutsche einen steilen Berg erreichte, den sie überqueren musste. Dann blieben die Passagiere der ersten Klasse sitzen. Diejenigen mit einem Ticket der zweiten Klasse mussten aussteigen und zu Fuß gehen, während die mit einem Ticket der dritten Klasse aussteigen und die Kutsche den Berg hinauf schieben mussten. Der Erzähler bemerkte, dass es auch in der christlichen Kirche Mitglieder der ersten Klasse gibt, die wollen, dass man sich um sie kümmert, aber selbst keine Aufgaben übernehmen wollen. Mehr noch, sie laden alles auf andere ab. Es gibt auch Mitglieder der zweiten Klasse, die zwar keine Schwierigkeiten verursachen, aber nur Begleiter sind. Schließlich gibt es in der Gemeinde auch Mitglieder der dritten Klasse, die es gewohnt sind und immer bereit sind, ihre Hände zur Erfüllung verschiedener Aufgaben und zur Überwindung von Schwierigkeiten einzusetzen. Sie opfern ihre Zeit, Kraft und Geld für das Werk Gottes. Mit anderen Worten, sie sind diejenigen, die helfen, die Kutsche den Berg hinauf zu schieben. Und diese Mitglieder der dritten Klasse sind die wertvollsten. Glücklich ist die Kirche, die viele solcher Mitglieder in ihren Reihen hat. Das Problem ist, dass die Passagiere der ersten Klasse nicht nur nicht helfen, die Kutsche zu schieben, sondern im Gegenteil Stöcke in die Räder stecken und vergessen, dass sie selbst diesen Transport benötigen. Nashi Dni Nr. 1916, 12\. März 2005 ### Die Unveränderlichkeit Christi URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unveranderlichkeit-christi/ Last updated: 2026-05-15T12:41:33.000Z Ein Reisender findet statt eines Wasserfalls nur ein Rinnsal. Doch Christus bleibt unveränderlich in Treue und Liebe. _This post is for subscribers only._ ### Der Glaube des Bauern URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-glaube-des-bauern/ Last updated: 2026-05-15T12:42:26.000Z Ein guter Bauer, der ein gutes Leben führte, wurde vom Priester bei der Beichte mit der gewöhnlichen Frage, ob er an Gott glaube, gefragt: „Ich bin sündig, ich glaube nicht“, antwortete der Bauer. „Wie? Du glaubst nicht an Gott?“ „Ich glaube nicht, Vater. Wenn ich glauben würde, würde ich dann so leben? Man denkt nur an sich selbst: isst, trinkt und vergisst Gott und die Brüder...“ Was wäre, wenn alle den Glauben so verstehen würden wie dieser Bauer und an das Gesetz Christi glauben würden? L. Tolstoi L. Tolstoi, in: Nashi Dni ### Das Gute überwindet das Böse URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-gute-uberwindet-das-bose/ Last updated: 2026-05-15T12:42:29.000Z Ein Christ überwindet die Bosheit seines Nachbarn durch Vergebung und Freundlichkeit. _This post is for subscribers only._ ### Petrus und die Abhängigkeit von Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/petrus-und-die-abhangigkeit-von-christus/ Last updated: 2026-05-15T12:42:32.000Z Petrus erkennt, dass ohne Christus kein Erfolg möglich ist. Er lernt, auf Gottes Hilfe zu vertrauen und erhält den Auftrag, die Herde zu… _This post is for subscribers only._ ### Er lebt! URL: https://www.beispielgeschichte.de/er-lebt/ Last updated: 2026-05-16T15:01:54.000Z Der große Reformator Martin Luther erlebte oft Prüfungen, Misserfolge, Schwankungen und sogar Ängste. Eines Tages, in einem solchen Moment, saß er über der aufgeschlagenen Bibel und las Seite um Seite auf der Suche nach geistlicher Stärkung. Plötzlich las er im Evangelium nach Lukas, Kapitel 23: „ER LEBT“. Er begann, diese zwei Worte zu wiederholen, und sie brachten ihm großen Segen und trösteten sein Herz. Menschen kommen und gehen. Wie viele sind schon aus unseren Reihen gegangen! An einige erinnern wir uns noch, andere haben wir völlig vergessen. Sie waren wie Kerzen, die für kurze Zeit angezündet wurden, brannten und erloschen... Aber unser Herr und Erlöser lebt! ER LEBT! Er lebt, um für uns beim himmlischen Vater Fürbitte zu leisten (Hebr. 7,25). Diese Wahrheit tröstet auch uns heute, wenn dunkle Nächte der Trauer kommen, wenn das Alter naht, wenn der Übergang in die Ewigkeit bevorsteht! ER LEBT! Nashi Dni ### Die Suche nach Jesus URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-suche-nach-jesus/ Last updated: 2026-05-15T12:42:38.000Z Josef und Maria kehrten nach dem Passahfest aus Jerusalem zurück und waren zufrieden und glücklich, da sie viele Verwandte und Bekannte trafen. Sie teilten Neuigkeiten, ihre Erfolge und Sorgen. In diesen Gesprächen vertieft, bemerkten sie nicht, dass der zwölfjährige Jesus nicht bei ihnen war. Nachdem sie sich umgesehen hatten, dachten sie, dass Er mit den Verwandten ging. Nach einem Tagesmarsch begannen sie, Ihn zu suchen, und erst als sie am dritten Tag nach Jerusalem zurückkehrten, fanden sie Ihn im Tempel. Wie sehr litten die Eltern in diesen Tagen, aber als sie Ihn fanden, beruhigten sie sich und waren sehr glücklich. Leider passieren solche Fälle auch heute noch. Es ist ein schwerer Kummer und Leiden für Eltern. Jede Trennung von geliebten Menschen ist unerträglicher Schmerz und Tränen. Im geistlichen Leben leidet und trauert ein Christ auch, wenn er ohne Christus bleibt. Dies geschieht, wenn man die Regeln des christlichen Lebens verletzt, eine Sünde begeht, sich zu sehr mit weltlichen Sorgen beschäftigt und der Gemeinschaft mit Christus keine Aufmerksamkeit schenkt. Nashi Dni ### Glaube und Vertrauen in der Armee URL: https://www.beispielgeschichte.de/glaube-und-vertrauen-in-der-armee/ Last updated: 2026-05-19T06:08:53.000Z Unsere große Familie lebte in einem kleinen Haus, und es war tagsüber fast unmöglich, ein ruhiges Plätzchen zu finden. Deshalb las ich die Bibel abends, wenn alle schlafen gingen. Seit meiner Bekehrung war dies meine liebste Beschäftigung, und ich genoss die Gemeinschaft mit Gott. Als die Zeit kam, in die Armee zu gehen, war ich sehr besorgt. Diese Veränderung im Leben machte mir Angst. Ich malte mir traurige Bilder aus und dachte: „Solange ich zu Hause lebe, die Versammlungen besuche, ist alles gut mit Gott, aber wenn ich in die Armee gehe, werde ich wahrscheinlich erkälten und alles verlieren, was mir heute so wertvoll ist.“ Ich hatte gehört, wie junge Brüder vom Herrn abfielen und nach der Armee von der Kirche ausgeschlossen wurden. Ich zitterte bei dem Gedanken, dass dies auch mir passieren könnte. Ich prüfte mich oft und fragte mich, ob ich ein Kind Gottes bin, und war mir sicher, dass ich wiedergeboren worden war, also ist Gott mein Vater. Und so wurde ich in die Armee eingezogen. Einige Tage wurden wir nirgendwohin geschickt, und als ich dem Kommandanten sagte, dass ich den Eid nicht ablegen würde, wurde ich nach Hause geschickt. Zu Hause begann ich mit noch größerem Eifer, die Bibel zu lesen. Nun machte mir die Ungewissheit Angst: „Was wird mit mir geschehen? Werde ich standhaft bleiben, wenn der Herr ernsthafte Prüfungen zulässt?“ In dieser Sorge las ich das Wort Gottes mit besonderer Aufmerksamkeit, in der Hoffnung, darin ein konkretes Wort zu diesem Thema zu finden. So blieb ich eines Tages bei den Worten im Matthäusevangelium stehen: „Es ist nicht der Wille eures himmlischen Vaters, dass eines dieser Kleinen verloren geht.“ Dieser Vers ging mir tief ins Herz. Es ist nicht der Wille des Herrn, dass ich verloren gehe! Ich schöpfte Mut und beruhigte mich, im Glauben, dass Gott mich vor dem Verderben bewahren würde. Einige Tage später wurde ich erneut einberufen. Ich verweigerte den Eid. Natürlich brachte das viele Schwierigkeiten mit sich, aber der Herr ließ mich nicht im Stich. Ich diente in der Taiga. Ich hatte die Möglichkeit, die Einheit zu verlassen und im Wald zu beten. Ich betete lange und immer mit Tränen. Auch zu Hause betete ich fast nie ohne Tränen, aber in der Armee gab es dafür mehr Gründe. Im zweiten Jahr verlief der Dienst ruhiger. Die Schwierigkeiten nahmen ab, und es schien mir, dass ich in der Liebe zu Gott erkaltete. Obwohl ich weiterhin die Bibel las und betete, erschien mir das Gebet trocken, irgendwie leblos, und ich weinte nicht mehr. Als ich fühlte, dass ich abwärts rutschte, begann ich zu fragen: „Herr, was ist mit mir? Wird mich das treffen, wovor ich so Angst hatte?“ Ich besuchte weiterhin meinen „Gebetsraum“, aber die Gewissheit, dass Gott mich hörte, war nicht mehr da. Freunde schickten mir einige Artikel aus der Zeitschrift „Bote der Wahrheit“. Sie ermutigten meinen Geist ein wenig, aber dennoch fehlte mir etwas. Lange litt ich unter solchen Sorgen. Niedergeschlagenheit und Unzufriedenheit wurden meine ständigen Begleiter. Ich war sehr müde davon. „Herr!“ wandte ich mich an Gott. „Warum passiert das alles mit mir? Ich will Dich nicht verlassen, ich will nicht von Dir weggehen! Was geschieht mit mir?“ Die Erleuchtung kam während des Gebets. „Warum warte ich auf Tränen?“ hielt mich ein Gedanke auf. „Der Herr liebt mich, verlässt mich nicht, was brauche ich noch? Möchte ich irgendwelche Gefühle, Erlebnisse, Tränen?! Aber der Herr erwartet von mir Glauben! Ich muss Ihm nur vertrauen, nicht an Seinen Verheißungen zweifeln und mich für Ihn bewahren...“ Ich stand von meinen Knien auf mit der vollen Gewissheit, dass Gott mich gehört hatte. Seitdem kehrten die Tränen, die Rührung und die lebendige Gemeinschaft mit dem Herrn zu mir zurück. Daraus habe ich eine Lektion gelernt: Gott möchte, dass wir mit Ihm eine Gemeinschaft des Glaubens haben. Gefühle können auch da sein, aber sie sind nicht das Wichtigste. Gefühle können nur den Glauben begleiten. Der Herr erfüllte meine Bitte erst, nachdem ich Ihm und Seinem Versprechen vertraute, und meine Gemeinschaft mit Ihm wurde wieder lebendig. Nashi Dni ### Die Gefahr böser Scherze URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-gefahr-boser-scherze/ Last updated: 2026-05-19T06:08:56.000Z Ein Mädchen lernt die Konsequenzen eines bösen Scherzes und die Wichtigkeit, Gottes Wort ernst zu nehmen. _This post is for subscribers only._ ### Die Großzügigkeit des Königs URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-grosszugigkeit-des-konigs/ Last updated: 2026-05-15T12:42:47.000Z Ein Fürst bietet sein Leben für die Freiheit seiner Frau an, was den König beeindruckt und zur Freilassung der Familie führt. _This post is for subscribers only._ ### Die Macht eines Kommas URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-macht-eines-kommas-2/ Last updated: 2026-05-15T12:42:51.000Z Ein Komma rettet einem Gefangenen das Leben, als König Umberto I. eine Begnadigung gewährt. _This post is for subscribers only._ ### Die Tür der Kneipe URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-tur-der-kneipe/ Last updated: 2026-05-15T12:42:54.000Z Eines Tages wurde die Aufmerksamkeit der Passanten durch das seltsame Verhalten eines Mannes erregt, der mit einem Holzmaßstab in der Hand zur Tür eines Wirtshauses ging und begann, sie zu vermessen. "85 Zentimeter Breite und 2 Meter Höhe", murmelte er. Dann wandte er sich an die neugierigen Menschen, die sich um ihn versammelt hatten, und erklärte: "Diese Tür ist nur 2 Meter hoch und 85 Zentimeter breit. Im Grunde eine kleine Tür. Doch ich hatte ein Haus, und es ging vollständig durch diese Tür. Ich hatte Land, und es ging alles durch sie. Ich besaß teure Möbel, und auch die gingen durch diese Tür, ohne dass ich sie auseinandernehmen musste. Ich hatte Ersparnisse, und sie alle gingen durch diese Tür. Und wenn das alles gewesen wäre! Aber damit war es nicht getan. Ich hatte eine robuste Gesundheit, und kürzlich sagte der Arzt: 'Ihre Gesundheit haben Sie durch die Tür der Kneipe gelassen!'" Nashi Dni ### Der gesenkte Flaggenmast URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-gesenkte-flaggenmast/ Last updated: 2026-05-15T12:42:57.000Z Ein Junge fragt seinen Vater, warum eine Flagge auf Halbmast ist, und vermutet, dass es unklar ist, wohin der Verstorbene ging. _This post is for subscribers only._ ### Die Unsichtbarkeit von Gott und Gewissen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unsichtbarkeit-von-gott-und-gewissen/ Last updated: 2026-05-15T12:43:00.000Z Ein Bruder widerlegt einen Atheisten im Zug, indem er die Unsichtbarkeit von Gott mit der Unsichtbarkeit des Gewissens vergleicht. _This post is for subscribers only._ ### Auf den Spuren des Erlösers URL: https://www.beispielgeschichte.de/auf-den-spuren-des-erlosers/ Last updated: 2026-05-15T12:43:03.000Z Eine Reise ins Heilige Land inspiriert zur Nachfolge Christi durch Liebe und Dienst an den Mitmenschen. _This post is for subscribers only._ ### Die Wahl des Glockenkönigs URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-wahl-des-glockenkonigs/ Last updated: 2026-05-19T06:08:58.000Z Es waren einmal Glocken. Der Zarenglocke, die im Kreml steht, waren sie überdrüssig, und sie beschlossen, einen neuen zu wählen. Mit dem jetzigen herrschte nur ein einziges Missverständnis – er steht auf der Erde, schweigt und hat nicht einmal einen eigenen Glockenturm. Was ist das für ein Zar?! Man musste einen neuen wählen. Sie begannen nachzudenken – wen? Es gibt natürlich fähige Glöckchen, aber sie sind zu unscheinbar. Andere sind repräsentativ, aber ihr Klang ist schlecht. Wieder andere läuten ohne Unterlass. Vierte schauen von ihrem Glockenturm aus auf alles herab. Und so beschlossen die Glocken, den bisherigen Zaren zu behalten. Sein Aussehen ist so solide wie nur möglich, und hinter ihm liegt jahrhundertealte Erfahrung. Steht er auf der Erde? Dafür ist er von der heimischen Erde nicht losgelöst. Schweigt er ewig? Nun, Unsinn wird er nicht erklingen lassen. Und das Wichtigste ist, dass er sich von der Stelle nicht rühren wird. Also ist er ein Garant für Stabilität. Nashi Dni Nr. 1965, 4\. März 2006 ### Der große Bildhauer URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-grosse-bildhauer/ Last updated: 2026-05-15T12:43:09.000Z Gott verwandelt Menschen durch Christus wie ein Bildhauer Holz in Kunst. Erneuerung ist durch Jesu Blut möglich. _This post is for subscribers only._ ### Das Geheimnis und die Kraft des Gebets URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-geheimnis-und-die-kraft-des-gebets/ Last updated: 2026-05-15T12:43:12.000Z Eine Witwe findet durch Gebet Frieden, als sie erkennt, dass ihre Sorgen nicht von Gott, sondern vom Teufel stammen. _This post is for subscribers only._ ### Die selbstlose Hilfe von Vera Makarenko URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-selbstlose-hilfe-von-vera-makarenko/ Last updated: 2026-05-15T12:43:15.000Z Wir, die wir in der Ukraine leben, haben diese Schwester nie persönlich gesehen, und nur wenige haben ihr Foto gesehen. Doch durch die guten Taten, die sie während ihres Lebens für die Kinder Gottes in der Ukraine vollbracht hat, kennen sie Tausende, vielleicht sogar Zehntausende von Christen in der ganzen Ukraine, besonders in den schweren (materiellen) Jahren für die Kinder Gottes, als die Ukraine ein unabhängiger Staat wurde. Ich habe oft solche Aussagen gehört: „Wenn es die Pakete von Vera Makarenko nicht gegeben hätte, wären wir nackt und barfuß gegangen.“ In unserer Swjatoschyn-Kirche in Kiew erhielten wir solche Pakete seit 1998 und bis heute. Selbst als sie schon krank war, griff sie auf die Hilfe ihrer Verwandten zurück und setzte ihre Arbeit fort. Der Herr wird ihre selbstlose Arbeit würdigen und ihr seinen Lohn geben. Und bei uns werden gute Erinnerungen und ein gutes Beispiel zum Nachahmen bleiben. Tkachuk Taisia, in: Nashi Dni Nr. 1987, 19\. August 2006 ### Der Diener Voltaires URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-diener-voltaires/ Last updated: 2026-05-15T12:43:18.000Z Der Philosoph Voltaire hatte einen treuen Diener. Eines Morgens bemerkte Voltaire, dass seine Stiefel nicht geputzt waren. „Joseph, warum sind meine Stiefel nicht geputzt?“ fragte er. „Oh Herr, heute regnet es so stark, und es ist so schlammig, dass sie in zwei Stunden genauso schmutzig sein werden, als ob man sie gar nicht geputzt hätte.“ Voltaire antwortete nichts. Doch bald darauf, als er sich anschickte hinauszugehen, verschloss er den Büfett-Schrank mit dem Schlüssel. „Herr, warum haben Sie den Büfett-Schrank abgeschlossen? Ich habe doch noch nicht gefrühstückt!" „Und warum frühstücken? In zwei Stunden wirst du wieder hungrig sein, als hättest du gar nichts gegessen...“ Nashi Dni Nr. 1962, 11\. Februar 2006 ### Der großzügige Bauer URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-grosszugige-bauer/ Last updated: 2026-05-15T12:43:21.000Z Ein bekehrter Bauer überwindet seinen Egoismus, indem er einem Armen den größten Schinken gibt, trotz der Versuchung des Teufels. _This post is for subscribers only._ ### Der einzige Weg zur Erlösung URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-einzige-weg-zur-erlosung/ Last updated: 2026-05-15T12:43:25.000Z Es war vor etwa achtzig Jahren. In Chicago versammelten sich Vertreter aller Religionen. Das Christentum wurde von John Cook aus Boston vertreten. Jeder sprach und versuchte, die Vorteile seiner Religion zu beweisen. Dann war John Cook an der Reihe. Er erzählte kurz aus Shakespeares 'Lady Macbeth', einem klassischen Beispiel. Eine Frau war eine Mörderin. Ihre Seele fand keinen Frieden; die von ihr begangene Sünde quälte ihr Herz. Ihre Hände waren mit Blut befleckt. Ihr Gewissen erwachte. Was tun? Wo ist der Ausweg? – Sie, Sir, können Sie in einer solchen Lage helfen? – fragte John Cook einen Buddhisten. – Ich glaube nicht, – kam die Antwort. – Und Sie, – wandte er sich an einen Mohammedaner, – können Sie ein Mittel zur Reinigung des Gewissens aufzeigen? Dieser senkte den Kopf. Es folgte ein langes Schweigen. Dann öffnete John Cook das Evangelium und las laut und inspiriert: 'Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, reinigt uns von aller Sünde' (1\. Johannes 1:7). – Das ist meine Religion, – beendete John Cook seine Rede. Wenn die oben genannten Worte des Evangeliums nicht die Grundlage Ihres Glaubens sind, wird nichts helfen, alles ist vergeblich. Weder Konfuzius, noch Buddha, noch Mohammed, noch Zarathustra – niemand und nichts kann Ihnen helfen. Christus ist der einzige Weg zur Erlösung. Niemand außer Christus hat sich als Opfer für unsere Sünden vor der göttlichen Gerechtigkeit hingegeben. Das tat Christus. Er ist meine Religion. Er ist der Weg ins Reich Gottes. Er sagte und hatte das Recht, über sich zu sagen: 'Ich bin der Weg.' Es gibt keine anderen Wege und kann keine geben. Andernfalls hätte der Schöpfer nicht seinen eingeborenen Sohn gesandt, um am Kreuz für die gesamte Menschheit, für die Sünden der ganzen Welt zu sterben. Nashi Dni Nr. 1947, 29\. Oktober 2005 ### Selbsttäuschung und wahre Erkenntnis URL: https://www.beispielgeschichte.de/selbsttauschung-und-wahre-erkenntnis/ Last updated: 2026-05-15T12:43:28.000Z Moody lehrt, dass Wissen ohne Demut zu Stolz führt. Wahre Erkenntnis erfordert Liebe und Selbstprüfung. _This post is for subscribers only._ ### Brennende Hütten URL: https://www.beispielgeschichte.de/brennende-hutten/ Last updated: 2026-05-15T12:43:31.000Z Ein Schiffbrüchiger wird durch das Feuer seiner Hütte gerettet, das als Rauchsignal dient. Gott wirkt selbst im Leid. _This post is for subscribers only._ ### Der letzte Tag Dostojewskis URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-letzte-tag-dostojewskis/ Last updated: 2026-05-16T15:02:09.000Z Dostojewski stirbt in Frieden mit Gott und Menschen, nachdem er das Gleichnis vom verlorenen Sohn hört. _This post is for subscribers only._ ### Wunderbare Führung URL: https://www.beispielgeschichte.de/wunderbare-fuhrung/ Last updated: 2026-05-15T12:43:37.000Z Ein Mann erlebt Gottes Führung, als er ohne Adresse seinen Verwandten in der Ukraine findet. _This post is for subscribers only._ ### Gottes Fürsorge im Hunger URL: https://www.beispielgeschichte.de/gottes-fursorge-im-hunger/ Last updated: 2026-05-15T12:43:41.000Z Ein heißer Julitag. Die Sonne brannte unerbittlich, das Atmen fiel schwer, besonders in den stinkenden Baracken. Doch quälender als die Hitze war der Hunger. Unser Arbeitslager befand sich am Rande eines kleinen norwegischen Städtchens, unweit von Kirkenes, im Norden Norwegens. Täglich wurden wir im Gleichschritt zur Arbeit geführt, wenn die Arbeit nicht weit vom Lager entfernt war. Für längere Strecken wurden wir auf großen Lastwagen transportiert. Wir arbeiteten in Steinbrüchen, luden und entluden Steine, Schotter und Sand. Die Arbeit war schwer, und wir wurden zweimal täglich mit einer Suppe aus getrockneten Karotten ohne jegliche Fette verpflegt. Eine Brotration von dreihundert Gramm mit einem Stück Margarine konnte bei solcher Arbeit nicht viel helfen. Es gab auch Tage, an denen nicht alle Gefangenen zur Arbeit gingen. Das waren die Tage, an denen der Besuch der Vorgesetzten erwartet wurde und einige Leute für die Lagerarbeit zurückgelassen wurden: um das Lager herum aufzuräumen und zu säubern. Eines Tages, an einem solchen quälenden Tag, musste auch ich im Lager bleiben. Unsere Gruppe von zwanzig Mann hatte ihre Arbeit bis zwei Uhr nachmittags irgendwie erledigt, und den Rest der Zeit waren wir frei, unseren eigenen Beschäftigungen nachzugehen. Draußen war es heiß, und in den Baracken war es stickig und stinkend. Ich ging nach draußen, setzte mich auf einen Baumstumpf neben der Sauna und versuchte irgendwie, den mich quälenden Hunger zu unterdrücken. Doch dieses Gefühl kann man nur durch Essen unterdrücken, und so saß ich hilflos da und beobachtete, wie der Wachposten mit dem Gewehr über der Schulter träge hinter dem Stacheldraht entlangging. Auf der Straße, die nicht weit von den Baracken entfernt verlief, gingen von Zeit zu Zeit Norweger vorbei und warfen misstrauische Blicke in Richtung unseres "Anwesens". Einem hungrigen Menschen fällt nichts anderes ein als das, was er einst Leckeres gegessen hat. Ich erinnerte mich, wie wir, einige Gefangene, vor einem Jahr zur Arbeit in ein Hotel gebracht wurden, das von sowjetischen Flugzeugen bombardiert worden war. Am Ende des Tages wurden wir gut verpflegt. Einige Wochen lang wurden mein Freund Sascha, der Elektriker, und ich zur Arbeit in dieses Hotel gebracht, und wir führten zusammen mit den deutschen Meistern Reparaturen durch. Wir wurden gut verpflegt und brachten viele Essensreste ins Lager, die wir an unsere hungernden Leidensgenossen verteilten. "Ach, wie nützlich wären jetzt diese Stückchen!" dachte ich. Nur wer selbst Hunger erlebt hat, kann verstehen, wie schwer es ist, ihn zu ertragen. Man legt sich schlafen und kann nicht einschlafen, weil man an ein Stück Brot denkt. Man schläft ein und träumt, dass man irgendwo beim Mittagessen ist, vor allerlei Speisen, die man isst und doch nicht satt wird. Man wacht auf und bedauert, dass man aufgewacht ist: Es war so schön im Traum. Solche Gefühle hatte unsere Gruppe an diesem heißen Tag. Und ich sitze auf dem Baumstumpf neben der Sauna und beobachte teilnahmslos alles, was um mich herum geschieht. Da ging Archip, der Sibirier, ein Riese, ein Kraftprotz, kaum die Beine nachziehend, an mir vorbei. "Ich bin allein gegen einen Bären angetreten", sagte er uns. Man konnte ihm glauben, selbst jetzt hatte dieses riesige Skelett noch große Kraft. Einmal gerieten zwei Gefangene wegen eines Knochens in Streit. Archip ging zu ihnen, packte beide an den Jacken, hob sie vom Boden, schüttelte sie kräftig und ließ sie dann los mit den Worten: "Jungs, man darf nicht kämpfen..." Er litt besonders schwer unter dem Hunger. Einem Menschen, der dreimal so viel essen muss wie ein gewöhnlicher Mensch, waren ein Topf Karottensuppe und eine Brotration wie eine Fliege für einen Hund. Der Lagerkoch Jascha, der Weißrusse, ein gutmütiger Kerl, rief Archip immer in die Küche, um die Kessel zu waschen, und gab ihm, was vom Mittagessen übrig blieb. Oft kam er zufrieden in den Baracken, mit einem Lächeln auf seinem großen Gesicht, kletterte auf die oberen Pritschen, setzte sich wie ein Jäger hin, stellte den Eimer zwischen die Beine und leerte ihn, indem er die Suppe bis zum letzten Tropfen austrank. Auch die hungernden Jahre der Kindheit kamen mir in den Sinn. Mein Vater wurde wegen Nichtzahlung der Steuern ins Gefängnis gesteckt. Wir blieben zu viert als Jugendliche mit einer kranken Mutter zurück. Es war Herbst. Wir hatten die Kartoffeln auf unserem Feld geerntet und sie an der Wand des Schuppens aufgeschichtet, mit Kartoffelkraut bedeckt. Jemand hatte es dem Dorfrat gemeldet, und am nächsten Tag kam eine "Kommission", um unser dürftiges Hab und Gut wegen Nichtzahlung der Steuern zu beschlagnahmen. Mit Schadenfreude beschrieben sie alles, was ihnen in die Augen fiel. Schließlich sagte der Sekretär des Dorfrats, Grischka, der Säufer, grinsend: – Nun, Tante, wir werden sehen, wie dein Gott dich jetzt ernährt. – Er wird uns ernähren, antwortete meine gläubige Mutter. – Es wird euch zum Erstaunen sein. Er liebt auch euch und will, dass ihr die armen Leute nicht beraubt. – Wir berauben nicht, entgegnete Grigori. – Ihr habt die Steuern nicht bezahlt. Der Herr führte uns wunderbar durch diese Prüfung. Mama betete immer und glaubte an die Gnade des Herrn. Sie sagte auch mir ständig: – Sohn, bete immer, und der Herr wird dich niemals verlassen. Er ist barmherzig... Nun sitze ich hier auf dem Baumstumpf und denke: "Nun, woher und wo könnte hier auch nur ein kleines Stückchen Brot kommen?" Ich schloss die Augen und begann zu beten: "Herr, Du weißt, wie mich der Hunger quält..." Und plötzlich höre ich eine Stimme, die mich ruft: – Hey, Rotschopf! Jascha, der Weißrusse, stand auf den Stufen neben der Küche und schaute die ganze Zeit in meine Richtung, und ich hatte es nicht einmal bemerkt... – Rotschopf, komm her, winkte er mir zu. Er und seine zwei Freunde hatten mich aus irgendeinem Grund "Rotschopf" getauft und nannten mich immer so. Ich stand auf und ging langsam zu ihm. Nashi Dni Nr. 1914, 26\. Februar 2005 ### Die Lektion des Gebets URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-lektion-des-gebets/ Last updated: 2026-05-19T06:09:01.000Z In einer Gemeinde von Gläubigen gab es ein Waisenmädchen, das von allen wie eine Verwandte behandelt wurde. Das Mädchen hieß Tanja. Ein betagter Bruder und eine betagte Schwester nahmen sie in ihr Haus auf und erzogen sie wie ihre eigene Tochter. Tanja war flink, fleißig und gehorsam. Sie liebte es, das Wort Gottes zu lesen, und betete oft. Vor dem Frühstück, dem Mittag- und dem Abendessen baten die Alten Tanja gewöhnlich, zu beten und Gott für die Speise zu danken. Es schien ihnen, dass niemand besser beten könne als ihre Pflegetochter. Doch es gab ein Problem: Tanjas Gebete waren sehr lang. Während sie betete, kühlte das auf den Tisch gestellte heiße Essen ab. Aber wie sollte man dem Mädchen sagen, dass sie kürzer beten solle? Das war doch eine ernste Frage. Tanja war bereits 13 Jahre alt, und bei den Gebetsversammlungen der Kirche betete sie als eine der Ersten. Doch es gab noch ein anderes Problem: In ihrem Gebet gebrauchte sie fast nach jedem Wort den Namen Gottes vergeblich: „Herr, unser Gott“, „O himmlischer Vater“, „O Herr Jesus Christus“, „O barmherziger Erlöser!“... Diese Gebetsausrufe wiederholte sie unzählige Male. So ging es lange Zeit, bis zu den Alten kam eine entfernte Verwandte, die fröhliche Tante Dascha. Nachdem sie Tanjas Gebete ein- und zweimal angehört hatte, nahm sie Tanja beiseite und sagte: – Tanjuschka, du bist ein gutes Mädchen, aber ich möchte, dass du noch besser wirst... Du musst einiges ändern und anders machen. Das Mädchen wurde verlegen, aber die Tante beruhigte sie: – Keine Sorge, Tanjetschka, du machst nichts Schlechtes, du irrst dich nur... Und jeden Irrtum kann man berichtigen. – Sag mir, Tante Dascha, welche Fehler hast du bei mir bemerkt? – Dein erster Fehler: Du betest vor dem Essen sehr lange, und nach deinem Gebet muss alles wieder aufgewärmt werden. Der zweite Fehler: Du rufst den Namen Gottes Hunderte Male an. Wozu? Wenn du, wenn du mit mir sprächest, unaufhörlich wiederholen würdest: „Tante Dascha, Tante Dascha“, wäre mir das etwa angenehm? Und du meinst, dass es Gott angenehm ist, wenn du seinen Namen vergeblich und ohne Ende wiederholst? Sag mir, kennst du das Gebet des Herrn? – Ja, ich kenne es! Na und? – Lies es mir bitte vor! – „Vater unser, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen; denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“ Na und? – Hast du bemerkt, dass die Anrede an Gott in diesem Gebet nur einmal ausgesprochen wird? Hier gibt es keine einzige deiner Lieblingswiederholungen: „Ach, Herr, unser Gott“, „O allmächtiger Herr“, „O Gebieter des Himmels“, „Herr!“, „Herr!“, „Herr!“ – nach jedem Satz und hinter jedem Wort. – Wahrhaftig, Tante, daran habe ich nicht gedacht. – Es ist sehr schade, dass du nicht daran gedacht hast. Denn dieses Gebet hat uns der Herr selbst gegeben und zwar als Beispiel, dem wir folgen sollen. Wenn das Vaterunser nicht im Evangelium aufgezeichnet wäre und du es „auf deine Weise“ beten würdest, indem du nach jedem Wort deine „O Herr, o Gott“, „Herr“, „O himmlischer Vater“, „O Herr Jesus Christus“, „O barmherziger Herr“ einfügst, würdest du dieses Gebet fünfmal länger machen. Aber braucht Gott das? Was sagte unser Erlöser? „Beim Beten sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.“ Bei der letzten Gebetsversammlung hast du genauso gebetet. Du hast allein die Hälfte der gesamten für das gemeinsame Gebet vorgesehenen Zeit in Anspruch genommen und anderen Gläubigen die Möglichkeit genommen zu beten. Versteh, mein gutes Mädchen, dass du schwer sündigst, wenn du den Namen Gottes endlos und vergeblich wiederholst. Außerdem ahmst du nicht Christus nach, sondern die Heiden, wenn du lange, endlose Gebete sprichst. Zu Hause kannst du tagelang beten, aber im öffentlichen Gebet, bei Versammlungen, bemühe dich, Gott das Wichtigste zu sagen. – Danke, Tante Dascha. Jetzt ist mir alles klar. Du hast natürlich recht, und ich wundere mich, dass ich das nicht bemerkt habe und dass mich bisher niemand darauf hingewiesen hat... Von diesem Zeitpunkt an betete Tanja noch inbrünstiger, aber dieses Gebet erbaute alle und erfreute alle. Tanjas Gebet war neu. Rodion Berezov Rodion Berezov, in: Nashi Dni Nr. 1914, 26\. Februar 2005 ### Der junge Gelehrte und der Bootsmann URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-junge-gelehrte-und-der-fahrmann/ Last updated: 2026-05-15T12:43:47.000Z Unter den Völkern gibt es eine Parabel über einen jungen Gelehrten und einen Bootsmann. Ein talentierter junger Mann, der einen hohen akademischen Grad erlangt hatte, kehrte in gehobener Stimmung in sein Heimatdorf zurück. Als er den Fluss überquerte, konnte er nicht widerstehen, den Bootsmann auf seine Gelehrsamkeit aufmerksam zu machen. „Lesen Sie französische Klassiker im Original?“ Der Bootsmann schüttelte den Kopf und antwortete: „Nein, Herr, ich habe sie nicht gelesen – ich kenne die französische Sprache nicht.“ Der junge Gelehrte seufzte bedauernd: „Ohne die französische Sprache zu kennen, verlieren Sie einen Teil des Vergnügens in Ihrem Leben.“ Unermüdlich fuhr er fort: „Und wissen Sie, was Philosophie ist?“ Der Bootsmann antwortete verlegen: „Nein, Herr. Was ist Philosophie?“ Der Gelehrte seufzte enttäuscht: „Ach! Und Philosophie kennen Sie auch nicht! Dann verlieren Sie die Hälfte Ihres Lebens!“ Inzwischen brach ein Sturm los. Das Boot begann stark zu schwanken und wurde mit Wasser überflutet. Der besorgte Bootsmann wandte sich an den jungen Gelehrten: „Herr! Können Sie schwimmen?“ Der Gelehrte antwortete panisch: „Nein! Nein! Ich habe nie schwimmen gelernt!“ Der Bootsmann sagte ruhig: „Dann riskieren Sie zu ertrinken!“ – und warf ihm sofort einen Rettungsring zu. Der Apostel Jakobus schreibt im dritten Kapitel des Briefes gerade über diejenigen, die dazu neigen, andere selbstgefällig zu belehren. In dem oben angeführten Text wird erklärt, wie man wahrhaft weise Menschen erkennen kann. Oft hält man kluge Menschen für weise. Doch diese Definition ist nicht ganz richtig, denn Weisheit ist die Fähigkeit, auftretende Probleme schnell, flexibel und richtig wahrzunehmen und zu lösen. Die Menschen dieser Welt aber sind Sünder. Und sie werden kaum in der Lage sein, Angelegenheiten wirklich richtig und gerecht zu entscheiden. Das biblische Verständnis von Weisheit unterscheidet sich völlig vom weltlichen Begriff. In der Bibel heißt es, dass der Anfang der Weisheit die Erkenntnis Gottes und die Furcht des Herrn ist. Gottes Weisheit ist sowohl am geistlichen als auch am moralischen Leben des Menschen beteiligt. „Wandle auf dem Weg der Guten und halte dich an den Pfad der Gerechten (Spr. 2:30)." Nashi Dni Nr. 1914, 26\. Februar 2005 ### Der Kapitän und sein Glaube URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-kapitan-und-sein-glaube/ Last updated: 2026-05-15T12:43:50.000Z Ein Kapitän eines großen Frachtdampfers wandte sich dem Herrn zu und sein Leben änderte sich grundlegend. Auf seiner ersten Fahrt nach Amerika befestigte er an der Tür seiner Dienstkabine ein Schild mit der Aufschrift: „Nicht fluchen und nicht betrunken erscheinen!“ Diese Anweisung stieß nicht auf Unmut oder Respektlosigkeit gegenüber dem Kapitän, im Gegenteil, der Kapitän erlangte allgemeine Achtung. Selbst eingefleischte Trinker und Flucher aus der Mannschaft zogen vor ihm ihre Hüte. Der Kapitän schämte sich nicht seines Glaubens und seiner Überzeugungen, und dies hatte einen positiven Einfluss auf die gesamte Mannschaft. Die frohe Botschaft Christi bedarf keiner Entschuldigungen. Möge dieser Kapitän ein Beispiel für alle Gläubigen sein, die mit untergebenen Menschen in Kontakt stehen. Nashi Dni Nr. 1914, 26\. Februar 2005 ### Die rettende Seite URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-rettende-seite/ Last updated: 2026-05-19T06:09:04.000Z Ein Mann liest aus Neugier die Bibel und findet durch die Worte Jesu zur Errettung. _This post is for subscribers only._ ### Das Versprechen der sterbenden Tochter URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-versprechen-der-sterbenden-tochter/ Last updated: 2026-05-15T12:43:56.000Z Ein Vater erfüllt den letzten Wunsch seiner sterbenden Tochter und wird dadurch ein Jünger Christi, der Waisen hilft. _This post is for subscribers only._ ### Die Geburt Jesu und die Liebe Gottes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-geburt-jesu-und-die-liebe-gottes/ Last updated: 2026-05-16T15:02:18.000Z Mein Sohn lag auf dem Tisch ein wenig entfernt von mir, unbewusst mit seinen kleinen Händen und Füßen zappelnd, gewärmt vom Licht einer speziellen medizinischen Lampe. Er hatte gerade eine gewaltige, schwierige Arbeit vollbracht, indem er in diese feindliche Welt hineingeboren wurde. Dort, unter meinem Herzen, war es ihm immer warm und gemütlich gewesen, es gab reichlich Wasser und Nahrung, um ihn herum schützende Wände, die ihn vor stürmischen Winden, Kälte und anderen Unannehmlichkeiten bewahrten. Und nun war die Zeit gekommen, den stillen Hafen zu verlassen und in die Selbstständigkeit hinauszusegeln. Und sofort, in den ersten Momenten seines Lebens, stürzte sich die aggressive Umwelt auf das Kind mit Milliarden von Mikroben und Bakterien, Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschieden in der Luft, der Gefahr, sich die zarte Haut an einem scharfen oder harten Gegenstand zu verletzen. Und das war erst der Anfang. Vor ihm lagen Prellungen und Verbrennungen, psychische Belastungen, Verletzungen, Kummer, Sorgen und Krankheiten. Mit einem Wort: kein Leben, sondern ein ständiger Kampf ums Überleben. Doch einst war alles anders. Die Welt lächelte den Menschen zu, legte ihnen seidenweiche Gräser zu Füßen, verwöhnte sie mit einer Vielfalt von Früchten und Beeren. Die Sonne brannte nicht unerbittlich, und der Frost biss nicht in die Ohren. Und überall herrschte Liebe. Doch da war einer, der vor Wut mit den Zähnen knirschte beim Anblick solcher vollkommenen Harmonie. Sein einziges Anliegen war es, die Beziehungen zu zerstören, den Zorn des Schöpfers zu erregen und ihn gegen den von Ihm geschaffenen Menschen zu richten. So konnte nur derjenige denken, der niemals geliebt hatte und dieses hohe Gefühl nicht kannte – Satan. Dieser Bösewicht, Lügner und Vater der Lüge, der stolze und vom Himmel verbannte Rebell, erreichte sein Ziel: Der Mensch kostete von der verbotenen Frucht, verführt von der Aussicht, „wie Götter zu werden, die Gutes und Böses wissen“. Und die Welt verwandelte sich aus einem Paradies in eine grausame, aggressive Umgebung. Die Erde, die wegen der Sünde der Menschen unter den Fluch Gottes gefallen war, brachte Dornen und Disteln hervor. Krankheiten, Kälte, Hunger und Tod brachen in die Welt ein... An Gottes Stelle hätte ich vor Kummer geweint, als ich sah, worin die Sünde Seine Schöpfung verwandelt hatte, die Er mit solcher Liebe erschaffen hatte! Aber Gott ist kein Mensch, und Sein Verstand ist unergründlich. Und obwohl die Menschen Ihn mit ihrem Verrat mitten ins Herz trafen, bereute Er nicht, die Welt erschaffen zu haben, und beeilte sich nicht, dem Menschen einen „Scheidungsbrief“ zu geben, wie wir es oft in ähnlichen Situationen tun. Der Herr traf in Seiner großen, unbegreiflichen Liebe eine wahrhaft göttliche Entscheidung: den Menschen, der durch seine eigene Unvernunft in Not geraten war, zu retten, ihn aus dem schrecklichen Abgrund der Sünde und des Verderbens zu ziehen, ihn aus den Klauen des Todes zu entreißen und ihm Seine Liebe und Gemeinschaft zurückzugeben. Doch dafür – nach dem Gesetz des Himmels – musste ein Gerechter sterben. Nur Er konnte die Fesseln des Todes lösen und die Gefangenen aus der Knechtschaft der Sünde befreien. Von den Menschen entsprach niemand den himmlischen Maßstäben der Gerechtigkeit, denn wie geschrieben steht: „Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes.“ Und da erklärte sich der Sohn Gottes bereit, die Sünder zu retten: „Siehe, ich komme; in der Buchrolle steht von mir geschrieben: Ich will Deinen Willen tun, mein Gott, und Dein Gesetz ist in meinem Herzen.“ (Ps. 40:8-9) Schon der bloße Gedanke, dass meinem lieben, neugeborenen Kind etwas zustoßen könnte, fesselte mein Herz mit unaussprechlichem Kummer und Schmerz. Was fühlte Gott, als Er die Entscheidung traf, Seinen eingeborenen Sohn in diese feindliche, von Sünde und Fluch durchdrungene, aggressive Welt zu senden, im Voraus wissend, welches Schicksal Ihn erwartete? Jesus Christus sollte am eigenen Leib Hunger und Kälte erfahren, Zahnschmerzen erleiden, Prellungen und blaue Flecken behandeln und Schürfwunden und Kratzer heilen. Er musste dem Bösen in jeglicher Form und Erscheinung widerstehen, sozusagen aus eigener Erfahrung den Mechanismus der Versuchung am Menschen kennenlernen und ihm widerstehen. Und das Wichtigste – bei all dem musste Er heilig und gerecht bleiben, um den Willen des Vaters, der Ihn gesandt hatte, zu erfüllen und die Sünder um den Preis Seines Lebens zu retten... Das würde später kommen. Doch zunächst war da Weihnachten – feierlich und freudig. So berichtet das Evangelium nach Lukas darüber: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Luk. 2:14) So sang das zahlreiche himmlische Heer – eine Schar von Engeln – den Hirten von Bethlehem. „Ich verkündige euch große Freude“, sagte ihnen der Engel, „die allem Volk widerfahren wird: denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Luk. 2:10-11) Was könnte freudiger sein als diese frohe Botschaft? Denn der Sohn Gottes ist in die Welt gekommen, um für uns einzutreten, uns aus der Not zu retten, uns in Sein Reich zu führen, alle Sünden zu vergeben, unter einer Bedingung: dass wir aufrichtig Buße tun, sie für immer verlassen und das große Opfer Christi annehmen. Weihnachten – das ist zweifellos Freude. Aber möge sie sich nicht in eine belanglose Unterhaltungsshow am Baum und am Fernseher verwandeln, sich nicht auf das Verteilen von Geschenken an Kinder und ein lautes Festmahl mit schwerem Kater beschränken. Möge Weihnachten eine ernsthafte Prüfung für euer Herz werden und möget ihr ehrlich die Frage beantworten: Braucht ihr Gottes Gnade und Vergebung? Er wartet auf euch und ruft euch zu sich. Zögert nicht, antwortet mit Liebe auf Seine Liebe. Svetlana Timofeeva (Davydkina), in: Nashi Dni ### Auf dem Weg zum Himmel URL: https://www.beispielgeschichte.de/auf-dem-weg-zum-himmel/ Last updated: 2026-05-15T12:44:02.000Z Sag mal, Freund, möchtest du etwas verdienen? – Was für eine Frage! Wer möchte das nicht? – Du wirst bei mir ein großes „Danke“ verdienen, wenn du in zwei Worten erklärst, was der Unterschied zwischen Verleumdung und Klatsch ist und worin ihre Ähnlichkeit besteht. – Nun, das ist nicht schwer. Klatsch ist ein absichtlich verdrehtes Gerücht über jemanden, und Verleumdung ist eine falsche, den Menschen beschämende Anschuldigung. – Und worin besteht ihre Ähnlichkeit? – In der unglaublichen Geschwindigkeit ihrer Verbreitung. Jeder Schmutz und jede Gemeinheit verbreitet sich mit Schallgeschwindigkeit, mit „Blitzgeschwindigkeit“... – Das stimmt, aber worauf willst du hinaus? – Darauf: Vor kurzem ist ein neues Buch des beliebten und weithin bekannten Schriftstellers und Dichters Rodion Berezow erschienen, „Auf dem Weg zum Himmel“. Darin sind die besten Geschichten aus vielen seiner Bücher gesammelt. Ich habe dieses Buch mit fesselndem Interesse und großem Nutzen für meine Seele gelesen. Schade, dass die Menschen über Gutes sparsam mit Worten sind, aber über Schlechtes unaufhörlich reden. – Man sagt, dass amerikanische Verlage für den erfolgreichen Vertrieb von Büchern viel Aufsehen erregen: angeblich sei ihr Inhalt vulgär, unanständig, unpassend usw. – und das Buch wird reißend gekauft. – Das kann man über das Buch von R.M. Berezow „Auf dem Weg zum Himmel“ nicht sagen. Es ist wunderbar! Ich denke gerade über die Erfindung einer christlichen Methode nach, um wertvolle geistliche Bücher erfolgreich zu verbreiten. – Zu spät, mein Lieber! Diese Methode wurde schon lange erfunden und wird von allen angewandt, die Bücher schätzen. – Was ist das für eine Methode, wenn es kein Geheimnis ist? – Die Methode, nach der ich dieses Buch erworben habe, ist einfach. Eine interessante Geschichte! Ich gehe eines Tages in einen russischen Laden (meine Frau bat mich, Buchweizen zu kaufen), sehe meinen Bekannten stehen, und unter seinem Arm hat er ein Buch mit einem blauen Einband. Wir begrüßen uns, unterhalten uns, und meine Augen können sich nicht von dem Buch lösen. Ein Wort auf dem Einband sehe ich: „Auf dem Weg...“, und weiter nicht – es ist unter dem Ärmel versteckt. So fing es an. Ich schaute mir dieses Buch an und wollte es kaufen, aber im Laden war es nicht erhältlich. Der Bekannte sagt: „Wenn du willst, kannst du es unter dieser Adresse bestellen“, und gibt mir die Adresse. Ich habe es bestellt und bin sehr zufrieden. Ich lese es schon zum zweiten Mal. Das ist die Methode!.. Eines Tages lernte ich, noch in Frankreich, einen Evangelisten kennen, der ständig eine neue russische Bibel unter dem Arm trug. Er bot sie seinem Gesprächspartner nie an, sondern wartete immer, bis dieser ihn fragte, was das für ein Buch sei. Dann begann er, über Gottes Heilsplan zu erzählen, der in der Bibel von Gott angeboten wird. Das ist eine Methode! Schade nur, dass es nicht so viele treue Zeugen Christi gibt. Immer wieder trifft man auf diejenigen, die nicht nur nicht die Notwendigkeit sehen, einem anderen ein nützliches Buch anzubieten, sondern auch selbst davor zurückschrecken, Geld für dessen Erwerb auszugeben. – Ja, du hast recht! Ein gutes Buch liest man, und man kann nicht anders, als es einem anderen zu erzählen. Deshalb habe ich beschlossen, über dieses Buch durch die Zeitung „Unsere Tage“ zu berichten, und wie man es bestellt... ich hoffe, Sie geben die Adresse und den Preis des Buches an. Gr. Rusakow – 3\. März 2007 Gr. Rusakov, in: Nashi Dni, 3\. März 2007, Nr. 2015, S. 6 ### Die Geschichte einer Hinrichtung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-geschichte-einer-hinrichtung/ Last updated: 2026-05-15T12:44:05.000Z Eine Frau opfert sich, um ihren Mann vor der Hinrichtung zu retten. Cromwell ist bewegt und begnadigt den Verurteilten. _This post is for subscribers only._ ### Der wunderbare Zimmermann URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-wunderbare-zimmermann/ Last updated: 2026-05-16T15:02:21.000Z Ein Zimmermann aus Nazareth baut mit beschädigten Werkzeugen, symbolisch für Sünder, seine Kirche. Ein Wunder der göttlichen Vollendung. _This post is for subscribers only._ ### Und dann? URL: https://www.beispielgeschichte.de/und-dann-3/ Last updated: 2026-05-15T12:44:11.000Z Ein junger Mann plant sein Leben, doch der alte Prediger erinnert ihn an die unausweichliche Frage: "Und dann?" _This post is for subscribers only._ ### Die gefangene Nelke URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-gefangene-nelke/ Last updated: 2026-05-15T12:44:14.000Z Eines Tages saß ich nach einem anstrengenden Arbeitstag auf einer Bank im Park und streckte müde die Beine aus. Vor meinen Augen war ein großes Blumenbeet mit vielen verschiedenen Blumen, darunter eine leuchtend rote Nelke. Die schönen, lebendigen Blütenblätter strahlten, und ein Sonnenstrahl spielte mit ihnen, berührte mal das eine, mal das andere Blütenblatt. Es schien, als schaue sie stolz umher, um Aufmerksamkeit zu erregen, und streckte sich, um höher als die anderen zu erscheinen. Ich bewunderte sie, streichelte die Margerite neben ihr und ging nach Hause. Zwei Tage später kam ich wieder in den Garten, um mich an dem vertrauten Blumenbeet auszuruhen. Ich suchte mit den Augen nach dieser leuchtenden Schönheit und sah plötzlich, dass sie dunkler geworden war, irgendwie geschrumpft und kleiner geworden war. Es stellte sich heraus, dass sich unbemerkt ein Unkraut an die Nelke herangeschlichen hatte – es war die Winde. Sie umschlang sanft den Stängel der Nelke, berührte ihn kaum, und die Nelke stieß sie nicht ab: Es war ihr nicht danach; sie schaute von oben auf die Margerite, die Glockenblume und andere Blumen herab und bewunderte sich selbst: Schließlich war sie heller und schöner als alle anderen! Alle, die vorbeigingen, streichelten ihre Blütenblätter und atmeten genüsslich ihren Duft ein. Und die Winde umschlang sie immer fester mit ihrer „Fürsorge“ und flüsterte, wie schön sie sei. Manchmal fiel es der Nelke schwer zu atmen, aber sie vergaß es, als sie sah, wie sehr sie allen gefiel, die sie betrachteten. Die Winde kroch weiter, näherte sich dem leichtsinnigen Köpfchen, umschlang die Nelke immer fester und ernährte sich von ihren Säften. Und plötzlich wurde es der Nelke so eng und schlecht! Als sie ihre schönen Augen senkte, sah sie sich in Gefangenschaft. Sie versuchte, die Fesseln zu zerreißen, aber sie waren zu stark. Die Winde lachte hämisch und umschlang ihr Köpfchen noch fester, sodass die Nelke sich nicht mehr rühren konnte... So welkte die schöne, duftende Nelke dahin. Zuerst versuchte sie krampfhaft, sich irgendwie zu befreien, dann fügte sie sich ihrem Schicksal. Ein letztes Mal beschloss sie, sich umzusehen, und plötzlich sah sie Frauen mit Hacken. Sie sammelte ihre Kräfte und piepste: „Schnell hierher.“ Die Frauen schauten sich um, betrachteten das Blumenbeet und begannen, es zu jäten. Sie befreiten die Nelke und andere Blumen behutsam von Unkraut, lockerten den Boden und gossen die Blumen. Müde lächelnd gingen sie weiter, und die Nelke richtete sich auf und lächelte, als sie ihre neu gewonnene Freiheit genoss, während die abgerissene Winde hilflos unter der Sonne lag, schrumpfte und vertrocknete. Auf der Bank sitzend dachte ich nach: So sehen auch wir wegen unseres „Ichs“ nichts, und wenn sich der Feind anschleicht und uns mit seinen Schmeicheleien und Versprechungen umgarnt, schmelzen wir dahin von seinem Lob. Wenn wir dann aufwachen und versuchen, die Sünde selbst abzuschütteln, sind wir machtlos, fügen uns und leben in Gefangenschaft. Und wenn der Tod naht, schreien wir nach Rettung; der Herr aber wartet schon lange darauf, dass wir Ihn um Hilfe bitten. Unser lieber Jesus zerbricht die Ketten und lockert uns, gießt uns behutsam mit Liebe und lächelt freudig, wenn wir uns aufrichten und zu Seiner Ehre blühen. Ich neigte meinen Kopf tief, damit die Vorübergehenden die Tränen nicht bemerkten, die aus meinen Augen flossen. Auch ich war einst von dem Unkraut der Sünde umschlungen und rief in der letzten Minute, als ich starb, unseren lieben, geliebten Jesus. Und Er kam! Er wartete darauf, dass ich meine Machtlosigkeit eingestehe, und rettete mich, indem Er mir Leben gab. Ich wende mich an diejenigen, die vom Unkraut der Sünde umschlungen sind: Wenn ihr keine Kraft mehr habt zu leben, ruft Denjenigen, der für uns in Qualen starb, uns liebend, wie wir sind. Er wird niemals verraten, niemals verlassen. Mit Ihm werdet ihr mit neuer Kraft in Freude erstrahlen. Das ist Jesus Christus. Er wartet auf jeden. Antonina Kakalova, in: Nashi Dni ### Wie man Versuchungen vermeidet URL: https://www.beispielgeschichte.de/wie-man-versuchungen-vermeidet/ Last updated: 2026-05-15T12:44:17.000Z Es wird erzählt, dass ein Untertan seinen Herrscher fragte, ob er ihm sagen könne, wie man Versuchungen vermeidet. Der König befahl ihm, ein bis zum Rand mit Öl gefülltes Gefäß durch die Straßen der Stadt zu tragen, ohne einen Tropfen zu verschütten. "Wenn auch nur ein Tropfen verschüttet wird", sagte der König, "wird dein Kopf von deinen Schultern rollen." Zwei Wachen mit gezogenen Schwertern sollten hinter diesem Mann gehen und darauf achten, dass die Worte des Königs genau befolgt werden. In der Stadt fand gerade ein Jahrmarkt statt, und die Straßen waren voller Menschen. Dennoch trug der Mann das Öl mit größter Vorsicht und kehrte zum König zurück, ohne einen Tropfen verschüttet zu haben. Da fragte der König: "Was hast du gesehen, als du durch die Straßen gingst?" "Nichts", antwortete der Mann. "Ich dachte nur an das Öl: wie ich es nicht verschütten könnte." "Nun weißt du", sagte der König, "wie man Versuchungen vermeidet. Richte deinen inneren Blick nur auf Gott, so wie du ihn auf das Gefäß mit Öl gerichtet hast, und du wirst nicht von der Sünde versucht werden." Nashi Dni Nr. 1941, 17\. September 2005 ### Der Ruf des Himmels URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-ruf-des-himmels/ Last updated: 2026-05-15T12:44:20.000Z Ein Bauer pflegt eine verletzte Gans, die schließlich dem Ruf der Wildgänse folgt. Der Mensch sehnt sich nach Gott und dem Himmel. _This post is for subscribers only._ ### Der verborgene Schatz URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-verborgene-schatz/ Last updated: 2026-05-15T12:44:23.000Z Eine Familie entdeckt den wahren Wert eines vermeintlich wertlosen Gegenstands, der ein Schatz ist, ähnlich wie die Bibel. _This post is for subscribers only._ ### Kain und Abel: Der erste Mord URL: https://www.beispielgeschichte.de/kain-und-abel-der-erste-mord/ Last updated: 2026-05-16T15:02:31.000Z Die ganze Familie lebte in einem Zelt auf einem Hügel, der von drei Seiten mit dichten Terebinthen bewachsen war. Von der vierten Seite aus bot sich ein Blick auf den paradiesischen Garten, wo ihr sündloses Leben begonnen hatte und von wo sie wegen des Bruchs des göttlichen Gebots, nicht von den Früchten des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, vertrieben worden waren. Sehr oft fragten sich Vater und Mutter mit Schmerz im Herzen: – War das wirklich Wirklichkeit – die paradiesische Schönheit, unser Glück, die Gespräche mit Gott, die Engelsgesänge, die Unterwerfung aller Tiere und Vögel unter unseren Willen, die Düfte der edenschen Blumen und die Gewissheit, dass morgen dasselbe sein wird, was wir heute sehen und hören? Anstatt Antworten auf diese Fragen zu geben, seufzten sie schwer und lang. Und diese Seufzer zeugten davon, dass ihr vergangenes Leben kein Traum, sondern eine wunderbare Wirklichkeit war, die sich in schwere Arbeit im Schweiße des Angesichts und die Erschöpfung des ermüdeten Körpers verwandelt hatte. Von ihrem jetzigen Wohnort aus war immer das flammende Schwert des Engels zu sehen, das den Eingang zur früheren Wohnstätte versperrte. Nun hatten sie eine Freude – die Kinder. Sowohl Kain als auch Abel waren fleißig, gehorsam und liebevoll. Kain war allerdings manchmal eigensinnig und schroff. Wenn er die Erzählungen der Eltern über das Leben im Paradies hörte, fragte er sehnsüchtig: – Konntet ihr wirklich nicht ohne diese unheilvollen Früchte der Erkenntnis von Gut und Böse auskommen? Wenn ihr das nicht getan hättet, würden wir jetzt alle im Paradies glücklich sein und nicht unsere Zeit mit Gartenarbeit und Viehzucht verbringen. – Ja, wir haben gesündigt, – gestanden die Eltern beschämt ein, – wir haben der Versuchung nachgegeben, die nicht rückgängig zu machen ist. Nimm dir kein Beispiel an uns und wenn die Sünde dich lockt, herrsche über sie, damit du nicht dein ganzes Leben lang leidest. – Ich weiß, was ich tun muss, mein Verstand ist mir noch nicht von Gott genommen, – antwortete Kain hochmütig. – Sei nicht stolz, der Teufel kann dich versuchen, wie er uns versucht hat. In der Nähe des Zeltes befand sich Kains Obstgarten und Gemüsegarten. Weiter erstreckte sich Abels Weide. Die glücklichsten Momente waren die Mahlzeiten an den Geburtstagen der Söhne. Dann schlachtete Abel ein Lamm und briet es über der Glut. Kain brachte viele verschiedene Früchte und Gemüse. An solchen Tagen waren die Kinder besonders liebevoll. Die Eltern lobten sie für ihren Fleiß und ihre Ehrfurcht. Abel setzte sich immer neben die Mutter und bewirtete sie mit den köstlichsten Stücken. Kain saß neben dem Vater und reichte ihm saftige Früchte. Nach solchen Tagen begann wieder das Arbeitsleben – mit Schweiß auf den Gesichtern und Schmerzen in den Knochen. Abends, nach Sonnenuntergang, kehrten die Söhne ins Zelt zurück und legten sich nach dem Abendessen schlafen. Kain bereitete sich sein Lager im Freien. Vom Hügel aus war das Feuer des flammenden Schwertes an den Toren des Paradieses gut zu sehen, und das ließ den Erstgeborenen wieder leiden. – Ich werde meinen Eltern niemals ihren leichtfertigen Sündenfall vergeben, durch den wir zu ständiger, erschöpfender Arbeit verurteilt sind! Manchmal konnte er bis zum Morgen nicht schlafen. Stöhnen entwich seiner Brust und weckte Abel, der im Zelt schlief. Er trat zu dem Stöhnenden und fragte liebevoll: – Brüderchen, was ist mit dir? – Ich leide. Wie glücklich wären wir alle, wenn wir im Paradies lebten! – Die Schlange ist schuld – sie hat die Mutter verführt, und sie den Vater. – Schuld sind nur sie, nicht die Schlange! Hätte man ihr nicht sagen können: „Schweig, all deine Geschichten sind Erfindung! Niemals werden wir wie Götter sein!“ – Ich verurteile Mutter und Vater nicht, – sagte Abel, – ich habe Mitleid mit ihnen. Denn wir kennen das Paradies nur aus ihren Erzählungen, aber sie haben dieses Glück viele Jahre lang erlebt. Stell dir vor, wie sie leiden! Ich habe mich mit unserem Leben abgefunden. Wir sind satt, gekleidet, unsere Eltern sind bei uns, und dass ich den ganzen Tag die Herden hüte, erschöpft mich nicht im Geringsten. Die Kälber und Lämmer sind sehr verspielt und liebenswert. Füge dich auch, Kain, denke nicht an das Paradies. Du hast so viele Freuden – zuerst die blühenden Bäume, dann die saftigen, schönen Früchte. Und wie viele Gemüse in deinem Garten, sie sind so köstlich und nahrhaft! Lasst uns Gott für all diese Gaben danken! Eines Tages beschlossen die Brüder, dem Allmächtigen ein Opfer darzubringen: Abel von seinen Herden, Kain von den Früchten der Erde. Auf Abels Opfer fiel Feuer vom Himmel, Kains Früchte blieben unberührt. Das empörte den Zurückgewiesenen; sein Herz entbrannte vor Neid, und er tötete sogleich, außer sich, seinen unschuldigen Bruder. An jenem Abend blieben Adam und Eva, die auf ihre Söhne warteten, ohne Abendessen. – Was ist mit ihnen geschehen? – sorgte sich die Mutter. Kain erschien um Mitternacht in der Nähe des Zeltes – düster, finster, schweigsam. Die Mutter fragte besorgt: – Kain, hast du Abel gesehen? Ohne zu antworten, verschwand der Sohn in der Dunkelheit der Nacht. – Iss etwas, – sagte Eva zu Adam, – aber mir ist nicht nach Essen, ich werde Abel suchen gehen. – Aber er ist doch kein kleines Kind, er konnte sich nicht verirren, er wird sicher bald zurückkommen, denn morgen muss er wieder die Herden hüten. Geh schlafen, es ist schon nach Mitternacht. – Nein, nein, ich kann nicht, mein Herz zerreißt. Eva rannte in Richtung der Weide. Hügel und Steine wichen weichem Gras der Täler. Auf einer großen Wiese schlief die Herde. „Hier muss ihr Hirte sein“, dachte die Mutter. – Abel! – rief sie laut. Ein Echo antwortete in den Hügeln: „Abel“... – Vielleicht hat er einen Teil der Herde hier gelassen und ist mit dem anderen Teil an einen anderen Ort gegangen? Ich werde zum Engel an den Toren des Paradieses gehen und ihn fragen. Das Feuer des flammenden Schwertes kam näher. Scharfe Steine schnitten in die bloßen Füße der Mutter. Der Engel versperrte mit Feuer den Eingang zum Paradies. – Ich werde nicht dorthin gehen, – sagte Eva zum Engel, – sag mir, ist mein Sohn Abel mit den Herden am Paradies vorbeigekommen? – Arme Mutter! – antwortete der Engel. – Ich habe Mitleid mit dir: Dein Sohn wird nie mehr nach Hause zurückkehren. Kain hat ihn getötet. Der Tod hat seine Augen für immer geschlossen und sein Herz zum Stillstand gebracht. Die Worte „Tod“ und „getötet“ waren der Mutter unverständlich. – Aber wo ist er? Ich möchte ihn finden und bis zum Zelt begleiten. – Geh nach links, steige auf die Hügel, dort wirst du die Opfersteine und die Asche sehen, und daneben die Früchte Kains, die von Gott abgelehnt wurden. Mit klopfendem Herzen und Hoffnung lief Eva zu dem vom Engel angegebenen Ort. – Abel, wo bist du? Ein Echo antwortete in den Hügeln: „Du-u“... – Ach, da bist du! Warum liegst du? Bewunderst du die Sterne und den Mond? In deinen Locken sind Zweige des Terebinthenbaums. Steh schnell auf, mein Lieber! Ich fand keinen Frieden, als du nicht zum Abendessen zurückkamst, ich war so erschrocken... Adam beruhigte mich, aber mir war nicht danach... Abel, warum schweigst du? Die Mutter drückte sich an ihren Sohn: – Mein Lieber, lass uns zusammen zum Zelt gehen, dein Vater wartet auf uns. Sieh: der Osten wird schon rosig, bald wird die Sonne aufgehen! Abel schwieg. Und dann erinnerte sie sich an die Worte des Engels: „Der Tod hat sein Herz zum Stillstand gebracht.“ Alles wurde der Mutter plötzlich klar. – Tod! – schrie Eva, als sie auf den kalten Leichnam ihres Sohnes fiel... Der morgendliche Nebel bedeckte die Hügel und Täler mit einem durchsichtigen Schleier. Der Wind wehte. Es schien, als weinte er mit der Mutter, die über ihrem Sohn ausgestreckt lag. Dies waren die ersten Tränen einer Mutter in der Welt. Im Morgenlicht erblickten die weinenden Augen das geronnene Blut an der linken Schläfe. An den roten Strähnen klebten die blonden Locken des getöteten Schönen. Die Sonne ging auf. Die Klagen der Mutter über den Gefallenen hörten nicht auf. Ihr heutiges Leid war unvergleichlich mit dem, das sie bei der Vertreibung aus dem Paradies erlebte. Damals war es verdient. Aber jetzt kam nur ein Wort über ihre Lippen: – Warum? Warum? Warum?... Nashi Dni Nr. 1941, 17\. September 2005 ### Ein dringender Aufruf zur Umkehr URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-dringender-aufruf-zur-umkehr/ Last updated: 2026-05-15T12:44:29.000Z Ein junger Mann stirbt ungläubig. Eine dringende Warnung zur Umkehr und zum Glauben an Jesus Christus. _This post is for subscribers only._ ### Deniskas Gebet und Heilung URL: https://www.beispielgeschichte.de/deniskas-gebet-und-heilung/ Last updated: 2026-05-15T12:44:32.000Z Der kleine Deniska wird durch Gebet von seiner Krankheit geheilt und sieht Jesus. _This post is for subscribers only._ ### Die Suche nach Sinn und Ziel im Leben URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-suche-nach-sinn-und-ziel-im-leben/ Last updated: 2026-05-16T09:58:08.000Z Diese Geschichte ist maschinell übersetzt worden und wurde im Nachgang geprüft. Fehler sind dennoch möglich. In einem Interview wurde ein berühmter Sänger gefragt, ob er ein bestimmtes Rezept für Glück geben könne. Er antwortete: „Herr, ich bin selbst unglücklich! Ich bin so einsam, dass Sie es sich nicht vorstellen können!“ Dann stand er auf und sang: „In dieser sündigen Welt zu leben, ist es schwer, Seelenfrieden zu finden. Auf den Wegen gibt es nur Versuchungen. Wohin soll ich gehen? Ich werde zu Dir, Herr, gehen...“ So klingt die Stimme der Jugend, die an einem Scheideweg im Leben steht. Was ist die Ursache für die Not, die unsere Jugend erlebt? Die ältere Generation sah die Ursache aller Leiden und Schwierigkeiten des Lebens in der Sünde und im Teufel; die neue Generation gibt der modernen Gesellschaft die Schuld für ihre Probleme. Wer ist schuld? Vielleicht die Eltern, die ihren Kindern nichts anderes als die „Eitelkeit des Lebens“ weitergeben konnten? Vielleicht das Bildungssystem, das keine Weisheit vermittelt und den Kopf vollstopft mit dem, was die Seele ablehnt? Oder vielleicht die Kirchen, die sich mit der Erweiterung und Perfektionierung der Verwaltungsmaschine beschäftigen, aber die Hauptaufgabe vergessen haben, die der Herr ihnen auferlegt hat – die Seelen der Menschen zu weiden? Ja, Eltern, Schulen und Kirchen sind schuld! In den schmerzhaften Bedingungen der Krise entdeckt die Jugend ihre innere Leere, Machtlosigkeit und Unfähigkeit, mit dem Leben zurechtzukommen. Junge Menschen fühlen sich von der Gesellschaft abgelehnt, und ihnen bleibt nur, aus dem Leben zu scheiden oder es mit Bitterkeit zu zerstören. Eines Sommers war ich bei der Abschlussfeier der Studenten der Universität Toronto anwesend. Die Anwesenden waren schockiert über das Verhalten eines Studenten. Nachdem er sein Diplom erhalten hatte, zerriss er es sofort. Dann trat er ans Mikrofon und erklärte, dass seine universitäre Ausbildung nichts bedeute. Sie werden sagen, dass dies extrem ist. Ja, natürlich. Solch ein Verhalten löst nicht die grundlegenden Fragen und Probleme der heranwachsenden Generation. In Gesprächen mit Jugendlichen auf der ganzen Welt begegnete ich überall demselben inneren Aufruhr, denselben Äußerungen, derselben Reaktion auf das sie umgebende Leben, das sie als „seelenlosen Materialismus“ bezeichnen. Am meisten wollten sie wissen, wie sie ihr Leben aufbauen können, wie sie Sinn und Ziel darin finden können. Die Probleme der modernen Jugend könnten gelöst werden, wenn sie ein bestimmtes, festes Gesetz der Moral fände, dem sie folgen könnte. Aber das hat sie bisher nicht. Wie kann man ihr dabei helfen? Zunächst muss die moderne Jugend finden und annehmen. Nashi Dni Nr. 1982, 1\. Juli 2006 ### Der Schlüssel zum Heil URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-schlussel-zum-heil/ Last updated: 2026-05-15T12:44:37.000Z Ohne den Schlüssel zur Hütte bleibt der Zugang verwehrt. Ebenso ist Jesus der Schlüssel zur Gemeinschaft mit Gott. _This post is for subscribers only._ ### Die Geschichte mutiger Witwen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-geschichte-mutiger-witwen/ Last updated: 2026-05-15T12:44:40.000Z Der bekannte Evangelist Dwight Moody verlor seinen Vater, als er vier Jahre alt war. Doch seine Mutter, Betty Holten Moody, ersetzte ihm und seinen zehn Geschwistern sowohl Vater als auch Mutter. Die Familie war sehr arm, und der Tod des Vaters verschlimmerte ihre Lage erheblich. Frau Moody zeigte großen Mut in diesen schwierigen Umständen. Sie führte nicht nur den Haushalt und hielt die Familie zusammen (obwohl man ihr dringend riet, die Jungen ins Waisenhaus zu geben), sondern sie gab der Welt auch ein leuchtendes Beispiel dafür, was eine Frau leisten kann. Wenn es Frauen gibt, die man über andere erheben sollte, dann sind es die Witwen, die mit wenig irdischem Besitz und einer großen Familie zurückbleiben, die sie aufziehen müssen. In der Bibel wird viel Lobenswertes über Witwen gesagt. Jemand sollte ein Buch schreiben und es 'Die Geschichte mutiger Witwen' nennen. Bei der Beerdigung seiner Mutter erhob sich ihr berühmter Sohn Dwight Moody und zollte ihrem Charakter mit warmen Worten Tribut; er drückte seine Dankbarkeit für ihren Einfluss auf sein Leben aus und zitierte dann die Worte von John Adams: 'Ich bin, was meine Mutter aus mir gemacht hat.' Als Napoleon gefragt wurde, wen Frankreich am meisten brauche, antwortete er: 'Mütter.' Unsere arme, alte, sündige, verworrene Welt braucht vieles, aber viele unserer Probleme entstehen aus dem Mangel an ausreichend gottesfürchtigen Müttern und Vätern. G. Mehonzeva, in: Nashi Dni Nr. 1924, 7\. Mai 2005 ### Die unersetzliche Rolle der Mutter URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unersetzliche-rolle-der-mutter/ Last updated: 2026-05-19T06:09:09.000Z SEITE 1, 7\. MAI 2005, 39\. Jahrgang. Es wird viel über die Errungenschaften und den Ruhm großer Menschen gesprochen, sie werden bewundert und gepriesen, doch niemand bemerkt das bescheidene, aber wunderbare Geschöpf, das so nah bei uns ist, in dem sich alle Merkmale eines bemerkenswerten Helden des Geistes zeigen. Es ist die Mutter. In der häuslichen Stille und Ruhe, während sie sich der Erziehung der Kinder widmet, vollbringt die Mutter eine schönere und wertvollere Arbeit als der Mensch, der an einem Kunstwerk arbeitet, das zum Gegenstand der Bewunderung der Massen werden soll. Ihren täglichen Aufgaben, auch wenn sie rein häuslicher Natur sind, sollte mehr Bedeutung und Aufmerksamkeit beigemessen werden, als es gewöhnlich der Fall ist. Einst sagte der berühmte Napoleon im Gespräch mit Madame Campan: „Es scheint, dass das alte Erziehungssystem jegliche Bedeutung verloren hat. Was ist nötig, um die Völker richtig zu erziehen?“ „Mütter“, antwortete seine Gesprächspartnerin. „Ja, Sie haben recht. In diesem einen Wort ist das gesamte Erziehungssystem der Völker verborgen. Sorgen Sie dafür, dass echte Mütter erzogen werden.“ Die Erfahrung zeigt, dass hundert Lehrer nicht in der Lage sind, eine Mutter zu ersetzen. Sie ist der Magnet für die Herzen ihrer Kinder und ihr Leitstern. Von ihr hängt es ab, ob ihre Familie eine reine oder unreine Quelle der verschiedenen Richtungen wird, die in der Welt existieren. Es wäre nicht zu viel gesagt, dass hauptsächlich von der Mutter das menschliche Glück oder Unglück abhängt. Was ein englischer Schriftsteller über die Frau sagte, bezieht sich im Wesentlichen auf die wahre Mutter: „Die Frau erzieht den Menschen mehr als irgendjemand sonst. Der Mann ist das Gehirn des Menschen, die Frau – das Herz; er – der Verstand, sie – das Gefühl; er – die Stärke, sie – die Zärtlichkeit, Schönheit und Freude.“ Die Frau lehrt, das zu lieben, woran der Mann nur zu glauben lehrt. Nicht jede Frau verdient den ehrenvollen Titel einer Mutter, sondern nur diejenige, die eine reine, gereifte Seele hat (leider gibt es davon heutzutage sehr wenige). Deshalb hat Gott keine bessere Illustration Seiner Liebe zur Menschheit verwendet als die folgende: „Wie einen seine Mutter tröstet, so will Ich euch trösten“ (Jesaja 66,13). Für die Mutter sollte sorgsam gesorgt werden; ihre kostbaren Kräfte sollten nicht mit mühevoller Arbeit überlastet werden, ihre Sorgen und Lasten sollten erleichtert werden. Viele schätzen die von ihr geleistete Arbeit nicht, wissen wenig über ihre Sorgen und Schwierigkeiten; ihr ganzes Leben vergeht in Kleinigkeiten, deren Erfüllung Geduld, Zurückhaltung, Zärtlichkeit und selbstlose Liebe erfordert. Sie selbst denkt, dass sie wenig tut, aber das von ihr Getane ist im Buch des Lebens verzeichnet. Jemand sagte: „Keine Arbeit kann in ihrer Wichtigkeit mit der Arbeit einer Mutter verglichen werden. Sie muss nicht wie ein Künstler auf Leinwand malen oder wie ein Bildhauer ihren Marmor bearbeiten. Sie muss nicht wie ein Redner ihre Gedanken in schöne Worte kleiden oder wie ein Musiker ihre Gefühle in Melodien ausdrücken. Ihre Aufgabe ist es, mit Gottes Hilfe im Menschen das Ebenbild Gottes zu entwickeln.“ Liebe Mütter! Die Zeitung „Unsere Tage“ erhebt ihre Stimme zu euch: Grüße und eine irdische Verbeugung! Wir bewundern die Schönheit eurer Liebe und rufen alle Menschen auf, euch zu ehren, wie es die Heilige Schrift lehrt. Wenn ein Mensch seine eigene Mutter verliert, verliert er einen vertrauten, treuen, nahen Freund. Unsere Freuden, Beleidigungen und Sorgen, unsere Bedürfnisse und Errungenschaften – all das fasst das liebevolle mütterliche Herz in sich. Die Mutter gibt nicht nur dem Menschen das Leben, sondern formt ihn auch, „formt seine Seele, wie die Schwalbe ihr Nest“. Es ist schade, dass die Seele des Menschen nicht immer dem wohltuenden Einfluss heiliger christlicher Mütter zugänglich ist. Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit, Ehre – all das kommt zuerst von der Mutter zum Menschen. Weises, gutes, zärtliches Herz der Mutter! Wie viel wurde darüber gesagt, wie viel wurde darüber gesungen! Es gibt ein Lied über die Liebe der Mutter. Der Inhalt dieses Liedes und die Art der Darbietung rühren zu Tränen. Ein Mädchen, das ohne Vater auf den Armen der Mutter aufwuchs, wurde 17 Jahre alt. Ihre Mutter schenkte ihr eine Wolljacke mit den Worten: „Das ist von deinem Vater... Denke nicht schlecht von ihm... Er erinnert sich an dich und liebt dich...“ (In Wirklichkeit hatte der Vater die Familie verlassen). Die Mutter wollte die Tochter erfreuen, damit auch sie ihren Freundinnen sagen konnte: „Auch ich habe einen Vater! Er liebt mich...“ Am Morgen enthüllte der Hausmeister das Geheimnis der Mutter. Er fragte das Mädchen: „Wo ist deine Jacke, die deine Mutter Tag und Nacht gestrickt hat?“ Im Lied heißt es weiter: „Und dann verstand ich, was eine Mutter ist...“ Die große, heilige Liebe der Mutter veranlasste sie, der Tochter eine Unwahrheit zu sagen und dann... bitter darüber zu weinen. In unserem Atomzeitalter, dem Zeitalter der Raumflüge, bleibt die Mutter weiterhin die Hüterin des häuslichen Herdes, die Kapitänin des Familienschiffes. In ihrem Leben ist ihr Platz der bescheidenste, manchmal hat sie nicht einmal einen Platz am Tisch, aber in Wirklichkeit ist ihre Rolle die wichtigste. Eine irdische Verbeugung dir, einzige, geliebte, unersetzliche Mutter. Eine Verbeugung dir für all deine Mühen und Sorgen, für die Erinnerung, für die Zärtlichkeit und Zuneigung, für die heilige Liebe zu deinen Kindern, für das große, edle mütterliche Herz! Die Redaktion \*\*\* Heute ehre ich heilig das Andenken meiner Mutter, Ksenia Wassiljewna (geb. Tereschenko), die mir in den Hungerjahren das letzte Stück Brot gab und im Alter von 53 Jahren an Erschöpfung starb. An diesem Tag grüße ich alle Leserinnen, Mütter, zum Muttertag und wünsche von Herzen allen Müttern auf ihrem heiligen mütterlichen Weg des Glaubens und Vertrauens auf den Herrn. N. Wodnewski N. Wodnewski, in: Nashi Dni Nr. 1924, 7\. Mai 2005 ### Wer ist Gott? URL: https://www.beispielgeschichte.de/wer-ist-gott/ Last updated: 2026-05-15T12:44:46.000Z Wer ist Gott? Ich hatte einen Abend im Kernzentrum in Dubno. Nach dem Abendessen organisierten die Gastgeber ein Bankett. Dem Bankett (etwa dreißig Personen) erwies der Leiter dieses Kernzentrums, der größte Wissenschaftler der Gegenwart, zweimaliger Held der sozialistischen Arbeit, Leninpreisträger und Mathematiker Nikolai Nikolajewitsch Bogoljubow die Ehre. Wir saßen nebeneinander am Tisch. Natürlich kamen wir ins Gespräch. „Wie kann das sein?“, fragte ich. „Noch vor kurzem lehrte man uns in der Schule, dass das Atom das kleinste, letzte und unteilbare Teilchen der Materie sei. Und Sie teilen es jetzt.“ „Und wie!“, antwortete der Wissenschaftler. „Ja, man dachte, es sei das letzte und unteilbare. Wir schauten hinein, und da war Brei. Dann hielten wir das Proton (ich kann mich in den Namen der Teilchen irren. – W.S.) für das unteilbare Teilchen der Materie, schauten hinein, und da war Brei. Nun bleibt das Neutrino. Es ist so klein, dass jede Materie für dieses Teilchen praktisch durchsichtig ist. Durch die Erdkugel fliegt es hindurch, ohne irgendetwas zu berühren. Das heißt, es fliegt durch die Atome, ohne irgendetwas zu berühren. Wie ein Meteorit durch das Sonnensystem. Und wir schauen hinein, und da ist Brei. Und wenn das Neutrino unter bestimmten Bedingungen explodiert, kann aus ihm eine Galaxie geboren werden. Es ist nicht schwer zu erraten, welches Schweigen am Tisch eintrat. „Ja“, fuhr der Wissenschaftler fort, „unser Gehirn ist nicht bereit, diese Idee aufzunehmen, wie auch viele andere, auf die es (paradoxerweise!) dennoch kommt.“ Alle schwiegen. Dann fragte ich, um alles ins Scherzhafte zu wenden: „Also, was ist Gott denn nun eigentlich von Beruf?“ „Sowohl Mathematiker als auch...“, antwortete Nikolai Nikolajewitsch Bogoljubow ernsthaft und unterstützte meinen Scherz. Wladimir Solouchin Vladimir Soloukhin, in: Nashi Dni ### Ein Lied in der Wüste URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-lied-in-der-wuste/ Last updated: 2026-05-15T12:44:49.000Z Israeliten singen in der Wüste, während sie Brunnen graben, im Glauben an Gottes Verheißung, dass Wasser kommen wird. _This post is for subscribers only._ ### Die zwei reisenden Engel URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-zwei-reisenden-engel/ Last updated: 2026-05-15T12:44:52.000Z Den Glauben muss man bewahren. Man muss ihn mit ganzem Verstand, mit ganzem Herzen, mit aller Kraft bewahren. Fürchte vor allem, ihn zu verlieren! Sei aufmerksam und prüfe jeden Tag dein Herz – glaubst du heute? Und wenn du plötzlich feststellst, dass kein Glaube in ihm ist, schlage Alarm, laufe zu Gott und bitte Ihn, ihn dir zurückzugeben. Ja, ja, ohne jede Scheu und Verlegenheit flehe, fordere, bitte Ihn um Vergebung, aber bleibe keinen Tag ohne Glauben. Zwei reisende Engel beschlossen, in einem Haus einer wohlhabenden Familie zu übernachten. Die Gastgeber erwiesen sich als grob und wollten die Engel nicht in das Gästezimmer lassen. Stattdessen wurde den Engeln ein kleiner Platz im alten Keller zugewiesen. Die Engel mussten sich auf dem harten Boden betten. Der ältere Engel, der ein Loch in der Kellerwand sah, verschloss es. Als der junge Engel fragte, warum er das getan habe, antwortete der ältere Engel: „Manchmal ist alles in Wirklichkeit ganz anders, als es uns scheint.“ In der nächsten Nacht übernachteten die Engel im Haus sehr armer, aber sehr gastfreundlicher Leute – eines Bauern und seiner Frau. Nach einer kleinen Mahlzeit boten die Gastgeber ihnen ihr Bett an, wo sie sich gut ausruhen konnten. Am nächsten Morgen bei Tagesanbruch sahen die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Ernährerin – die Kuh – lag tot auf dem Feld. Der junge Engel war verwirrt. Er fragte den älteren Engel: „Wie konntest du das zulassen? Der erste Mensch hatte alles, und du hast ihm sogar noch geholfen. Die zweite Familie hatte wenig und teilte alles mit uns, und du hast zugelassen, dass ihre Kuh stirbt!“ „Manchmal ist alles in Wirklichkeit ganz anders, als es uns scheint“, antwortete der ältere Engel. „Als wir im Keller des Herrenhauses waren, bemerkte ich, dass sich im Loch in der Wand ein Goldversteck befand. Da der Besitzer so von Gier und dem Wunsch besessen war, seinen Besitz nicht zu teilen, verschloss ich die Wand, damit er niemals etwas finden würde. In dieser Nacht, als wir im Bett der Bauern schliefen, kam der Todesengel zu seiner Frau. Statt der Frau gab ich ihm die Kuh. Manchmal ist alles in Wirklichkeit ganz anders, als es uns scheint. Besonders dann, wenn alles nicht auf dem Weg verläuft, von dem wir denken, dass es verlaufen sollte...“ Wenn du Glauben hast, musst du darauf vertrauen, dass alles dir zum Guten dient. Gottes Segen ist viel größer als materieller Reichtum. Menschen, die ihre Aufmerksamkeit so sehr auf materiellen Reichtum konzentrieren, dass sie alle anderen Segnungen Gottes ausschließen, begrenzen Gott und bemerken nicht die tausend Wege, auf denen Er sie in jedem Augenblick segnet. Wenn wir in schwierige Umstände geraten, verändert Gott sie nicht immer zum Besseren. Sehr oft lässt Er uns in diesen Umständen, um unsere Herzen und unsere Sicht auf das Leben zu verändern. Die Bewohner der Sandwichinseln glauben, dass die Kraft und Tapferkeit des Feindes, den sie töten, auf sie selbst übergeht; ebenso schöpfen wir Kraft aus der Versuchung, der wir widerstehen können. Emerson \*\* Jede Versuchung ist eine Gelegenheit, Gott näherzukommen. \*\* In allen Versuchungen ist das vorrangige Ziel Satans, zu täuschen und über die Gefahr im Unklaren zu lassen, selbst wenn ihr bereits das ewige Feuer spürt. R. Backster Nützliche Ratschläge für die Hausfrau Nashi Dni Nr. 1930, 19\. Juni 2005 ### Die Unsichtbarkeit des Gewissens URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-unsichtbarkeit-des-gewissens/ Last updated: 2026-05-15T12:44:55.000Z Ein Redner leugnet Gottes Existenz, doch ein alter Mann entlarvt die Argumentation mit einem Vergleich zum Gewissen. _This post is for subscribers only._ ### Ein guter Zeitpunkt für gute Taten URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-guter-zeitpunkt-fur-gute-taten/ Last updated: 2026-05-15T12:44:59.000Z Ein Mann ermahnt seine Gemeinde, Kranke zu besuchen, nachdem er selbst während seiner Krankheit keine Besuche erhielt. _This post is for subscribers only._ ### Das Bild Christi in uns URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-bild-christi-in-uns/ Last updated: 2026-05-15T12:45:05.000Z Eines Tages schlug mir ein Nachbar vor, mit ihm angeln zu gehen. Das Wetter war klar, und als es dunkel wurde, erschien der Mond hinter dem Wald wie eine Perle. Der Mond spiegelte sich gut im Wasser. Der Nachbar warf einen Stein in den Fluss, und das Spiegelbild des Mondes verschwand sofort. Doch als ich in den Himmel schaute, sah ich, dass der Mond an derselben Stelle blieb. Das bedeutet, dass nur sein Abbild verschwunden war, nicht der Mond selbst. Genauso ist es auch mit uns. Christus wünscht sich, dass sein Bild in unseren Seelen widergespiegelt wird. Leider zerstören unsere sündhaften Taten sein Bild, sein Abbild. Aber Christus bleibt unverändert. Er kann sein Bild in uns wiederherstellen, wenn wir mit Reue zu ihm kommen. Nashi Dni ### Wo sind deine Wurzeln? URL: https://www.beispielgeschichte.de/wo-sind-deine-wurzeln/ Last updated: 2026-05-15T12:45:02.000Z Wenn unsere Wurzeln in Christus sind, können wir Stürme des Lebens überstehen und gestärkt daraus hervorgehen. _This post is for subscribers only._ ### Prüfungen URL: https://www.beispielgeschichte.de/prufungen/ Last updated: 2026-05-15T12:45:08.000Z Ich hatte einmal die Gelegenheit, ein Labor in einem Stahlwerk zu besuchen, wo Stahl bis an seine äußersten Grenzen belastet wurde. Die Ergebnisse wurden in Zahlen festgehalten, die den Grad seiner Härtung anzeigten. Einige Stücke wurden so stark verdreht, dass sie brachen, und die Kraft ihrer Verdrehung wurde in den Aufzeichnungen vermerkt. Andere wurden bis zur äußersten Dehnung gezogen, und auch dies wurde festgehalten. Wieder andere wurden fast bis zur Zerstörung zusammengedrückt, und auch das wurde dokumentiert. Der Besitzer der Fabrik kannte genau die Belastungsgrenze jedes Stahlstücks. Er konnte bestimmen, wofür jede Art von Stahl geeignet war: ob für den Bau eines Schiffes, eines Gebäudes oder einer Brücke. Dank seines Labors war er bestens informiert. So ist es oft auch mit den Kindern Gottes. Gott möchte nicht, dass wir bloß Ziergegenstände aus Glas sind, sondern starke Stahlträger, die in der Lage sind, die höchste Stufe von Verdrehung oder Druck zu ertragen, ohne zu ermüden oder aufzugeben. Nashi Dni ### Der Mann mit dem Öl URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-mann-mit-dem-ol/ Last updated: 2026-05-15T12:45:11.000Z Es gibt eine Geschichte über einen alten Mann, der überall mit einem kleinen Gefäß Öl umherging. Musste er durch eine quietschende Tür gehen, goss er etwas Öl in die Scharniere. Wenn ein Tor sich schwer öffnen ließ, schmierte er den Riegel. So ging er seinen Lebensweg, glättete Schwierigkeiten und erleichterte den Weg für diejenigen, die ihm folgten. Die Leute nannten ihn originell, seltsam, verrückt; aber der alte Mann füllte unerschütterlich sein Gefäß mit Öl, wann immer es ihm in die Hände fiel. Es gibt viele Menschen, deren Leben Tag für Tag quietscht und erbarmungslos knarrt. Nichts gelingt ihnen. Sie brauchen die Schmierung mit dem Öl der Freude, Zärtlichkeit oder Aufmerksamkeit. Hast du dein eigenes Gefäß mit Öl bei dir? Sei bereit, deinem Nächsten von frühmorgens an zu helfen. Du kannst ihm den ganzen Tag erleichtern. Das Öl der Ermutigung für einen niedergeschlagenen Geist hat große Bedeutung. Hast du ein Wort des Trostes für einen Verzweifelten – sage es ihm. Ein freundliches Wort für ein betrübtes Herz ist wie ein Sonnenstrahl an einem regnerischen Tag. Verbirg dein Leid vor fremden Blicken: Es gibt schon genug Tränen in der Welt ohne deine Seufzer. Geh und denke in der Nacht darüber nach, erzähle dein Leid Jesus Christus. Christus kennt bereits dein Leid, Er wird dich in Seinem Schoß trösten. Gottes Licht leuchtet auf unserem Weg: Sammle diese Strahlen für die Traurigen und Betrübten. „Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan mit Zärtlichkeit.“ (Röm. 12:10) Nashi Dni ### Die Kraft des Gebets URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-des-gebets-5/ Last updated: 2026-05-16T15:02:42.000Z Eine Schauspielerin findet durch Gebet und Psalmen Trost und erneuert ihren Glauben in Zeiten der Not. _This post is for subscribers only._ ### Die vergessene Dankbarkeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-vergessene-dankbarkeit/ Last updated: 2026-05-15T12:45:17.000Z Ein Blinder erhält durch eine Operation das Augenlicht und erkennt, dass er Gott für alles danken sollte. _This post is for subscribers only._ ### Die Kraft der Liebe Gottes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-der-liebe-gottes-2/ Last updated: 2026-05-15T12:45:20.000Z Eine Krankenschwester zeigt Liebe zu einem Feind, der Christ wird und Evangelist. Gottes Liebe kann jeden verwandeln. _This post is for subscribers only._ ### Der Schein der Gebete URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-schein-der-gebete/ Last updated: 2026-05-15T12:45:23.000Z Eine junge Frau zweifelt an Gott, als ihr Gebet unerhört bleibt, und erkennt, dass sie nicht in Christus bleibt. _This post is for subscribers only._ ### Die Erfüllung der Prophezeiung URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-erfullung-der-prophezeiung/ Last updated: 2026-05-15T12:45:26.000Z Ein Skeptiker zweifelt an der Zukunft der Bibel, doch die Prophezeiung ihrer Verbreitung erfüllt sich weltweit. _This post is for subscribers only._ ### Himmlische Hilfe durch Gebet URL: https://www.beispielgeschichte.de/himmlische-hilfe-durch-gebet/ Last updated: 2026-05-15T12:45:29.000Z Einst erzählte eine junge Frau mit Tränen in den Augen: „Ich arbeite in einem Altenheim. Unter den Bewohnern gibt es viele völlig hilflose Menschen, die nur daliegen. Sie können absolut nichts für sich selbst tun. Wenn sie ihre grundlegendsten und einfachsten Bedürfnisse befriedigen müssen, können sie dies nur durch Drücken der Ruftaste mitteilen. Wenn sie das nicht tun, bleiben sie unzufrieden und hilflos liegen...“ Dann fügte sie hinzu: „Wenn ich sie ansehe, denke ich immer daran, dass wir ohne Gott wie diese Unglücklichen sind. Aber wir haben auch das Recht, himmlische Hilfe durch Gebet zu erbitten.“ Ich möchte mit David sagen: „Höre, Herr, und erbarme dich meiner. Herr! Sei mein Helfer“ (Psalm 29:11). Nashi Dni Nr. 1978, 3\. Juni 2006 ### Das Testament als Ausdruck des Vertrauens URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-testament-als-ausdruck-des-vertrauens/ Last updated: 2026-05-19T06:09:12.000Z Der Gedanke, dass ich plötzlich in die Ewigkeit eingehen könnte, ohne zuvor über das Eigentum und die Mittel, die der Herr mir zur vorübergehenden Verwaltung gegeben hat, verfügt zu haben, ließ mir schon lange keine Ruhe mehr am Tage und raubte mir oft den Schlaf in der Nacht. "Nur Menschen, die an sich selbst und an niemand anderen denken, können ohne Testament sterben... Ein Christ sollte nicht sterben, sondern mit einem fertigen Testament leben..." las ich in irgendeiner amerikanischen Zeitschrift. Ich verband, wie viele andere Menschen, aus irgendeinem Grund das "Testament" mit dem Tod. "Ein Testament sollte man nur dann aufsetzen, wenn der Tod bereits mit der Sense am Bett steht, und solange dieser Knochige nicht gekommen ist, wozu brauchst du ein Testament?" flüsterte der Listige. Wie viele meiner Landsleute war ich noch nicht frei von dem mittelalterlichen Aberglauben, dass, wenn ein Mensch, der völlig gesund ist, plötzlich ein Testament aufsetzt, wird dieser Mensch unweigerlich sterben. Ich fühlte mich "ausgezeichnet" und wollte mich nicht mit einem Federstrich des irdischen Lebens berauben. "Ja, außerdem", dachte ich, "was soll ich vererben? Es wäre etwas zu vererben, aber da ist nur ein vom Hang rutschendes 'Stück' Land, 'ein paar Hektar' in der Bank, und ein Häuschen auf Lehm, sogar ohne Hühnerbeine (ohne Fundament) – man könnte meinen, es fliegt mit dem Sturm davon. Welchen Nutzen hat ein solches Testament? Eines Tages, als ich das Evangelium nach Lukas las, kam ich zum 16\. Kapitel, wo es um den untreuen Verwalter geht, und dachte erneut über die Worte des Herrn nach: "Was höre ich da über dich? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung, denn du kannst nicht länger Verwalter sein!" Mir war klar, dass der Herr mit dieser Frage persönlich zu mir und zu niemand anderem sprach. Wie sollte ich Ihm antworten? Ich fiel auf die Knie und bat Ihn unter Tränen, mir das Leben zu verlängern, bis ich mit Seinem "einen Talent" nach Seinem Willen verfahren konnte. In Zukunft sollte ich nach den Worten des Apostels Paulus leben: "als hätte ich nicht, und als nutzte ich die Welt nicht", entschied ich fest. Außerdem dachte ich, dass nur diejenigen von uns, die völlig allein sind, ohne jegliche Verwandte, die das verbleibende Gut erben könnten, ein Testament benötigen. Diese Überzeugung bildete sich aufgrund vieler Fälle, die in russischen Zeitungen und Zeitschriften erzählt wurden, als alte Junggesellen oder Witwen starben und der Stadt große Summen hart erarbeiteter Gelder hinterließen. Besonders schmerzlich war es zu lesen, wenn ein solcher Fall mit einem gläubigen Menschen geschah. Aber später erkannte ich auch, dass diejenigen, die eine Familie haben, noch mehr ein Testament benötigen als völlig alleinstehende Menschen. Ich hörte oder las irgendwo eine Predigt darüber, wie Gott dem König Hiskia befahl, "ein Testament für sein Haus zu machen". Wenn das in jenen fernen Zeiten zum Nutzen der Hausgenossen war, dann ist es jetzt umso notwendiger, wenn das Erbe mit so großen Steuern und endlosen Formalitäten verbunden ist. Hier ist ein anschaulicher Fall. Ein Bekannter von mir starb und hinterließ eine Frau und ein Kind, aber kein Testament. Wie wir alle dachte er, dass, da er eine Frau und ein Kind hatte, das gesamte Vermögen nach seinem Tod an die Frau übergeht. Aber dem war nicht so. Er irrte sich. Der Verstorbene hatte ein Girokonto bei der Bank, aber nicht gemeinsam mit seiner Frau, sondern nur auf seinen Namen, und das Gesetz fror dieses Geld sofort ein. Die Frau hatte kein Recht, auch nur einen Cent zu erhalten, und doch musste sie von etwas leben und die Beerdigungskosten aus etwas decken. Die Witwe erfuhr auch, dass nach den Gesetzen des Staates, in dem sie lebt (Columbia), wenn jemand ohne Testament stirbt, die Regierung zuerst alle seine Schulden begleicht, danach erhält die Witwe ein Drittel und das Kind (oder die Kinder) zwei Drittel des verbleibenden Vermögens. Aber bevor diese Aufteilung stattfindet, muss die ganze Angelegenheit durch das Gericht gehen. Das kleine Kapital, das nach dem Tod des Mannes übrig blieb, schmolz schnell dahin, hauptsächlich für Anwälte, Steuern und die Bearbeitung verschiedener offizieller Papiere. Wohin die Witwe auch ging, überall verlangte man ein Sterbezeugnis des Mannes. Die Arme war erschöpft, und das in solch einer Zeit! Und da, außer der Frau, ein Kind zurückblieb, machte man die Mutter zur Vormundin. Sie musste nun alle Aufzeichnungen über die für das Kind ausgegebenen Gelder führen und dem Gericht jährlich unter Eid Bericht erstatten. Und das alles Jahr für Jahr, bis zur Volljährigkeit des Kindes! Beobachtend all diese weltlichen Angelegenheiten, sagte ich mir: Wie gering und wenig mein Vermögen auch sein mag, ich muss sofort darüber verfügen. Ich muss ein Testament aufsetzen, schon allein, damit die nach mir verbleibenden Verwandten von unnötigen Ausgaben und endloser gerichtlicher Bürokratie befreit sind. Wenn der Herr befiehlt: "Mache ein Testament für dein Haus", weiß Er, was Er tut. Unsere kleine Aufgabe ist es, Seine Anforderung zu erfüllen, damit "es uns gut geht". Gehorsam diesem klaren Gebot Gottes, das zu meinem und meines Hauses Wohl gerichtet ist, habe ich heute ein Testament gemacht, und ihr könnt euch nicht das Glück vorstellen, das ich jetzt empfinde. Ich schreibe darüber mit dem Ziel, dass jemand meinem Beispiel folgt und rechtzeitig für einen würdigen Verwalter seines Vermögens in der Zukunft sorgt. Schwester 3\. K. Sch. Schwester 3\. K. Sch., in: Nashi Dni Nr. 1978, 3\. Juni 2006 ### Die schwierige Aufgabe des Eliezer URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-schwierige-aufgabe-des-elieser/ Last updated: 2026-05-15T12:45:35.000Z Elieser hatte eine schwierige Aufgabe. Er sollte in ein fernes, fremdes Land reisen und dort eine Braut werben. Wie wichtig war diese Aufgabe! Das Mädchen sollte Vater und Mutter, das Elternhaus und die Heimat um eines unbekannten Mannes willen verlassen, in ein fernes, unbekanntes Land folgen, um dort die Frau eines Mannes zu werden, den sie nie gesehen hatte und von dem sie nichts gehört hatte. Wer könnte dem Mädchen einen Vorwurf machen, wenn sie diese übermäßige Forderung ablehnen würde? Ein solches Opfer – alles zu verlassen – könnte das Mädchen nur bringen, wenn sie den Mann lieben würde und ihm als Herrin des eigenen Heims folgen würde. Aber hier war davon keine Rede. Sie kannte Isaak überhaupt nicht. Elieser verstand auch, dass die Aufgabe sehr schwierig und menschlich gesehen völlig hoffnungslos war. Deshalb ging er mit vielen Gebeten an diese Aufgabe heran. Er sagte sich: Wenn Gott mir nicht den Weg ebnet, dann ist meine Arbeit vergeblich. Wenn Gott das Herz der Braut nicht neigt, werde ich niemals Zustimmung erhalten. Das brachte ihn dazu zu beten, dass Gott ihm den Weg bereite und die Herzen vorbereite. Ist unsere Aufgabe als Diener Gottes oder als Kinder Gottes nicht ebenso schwierig? Wir müssen die Menschen überzeugen, alles zu verlassen, was ihnen bisher teuer und lieb war. Sie müssen diese Welt mit ihren Begierden und Sünden verlassen, in der sie zuvor Vergnügen gesucht haben. Sie könnten in angespannte Beziehungen zu Vater und Mutter, zu Ehemann oder Ehefrau geraten, mit denen sie bisher in gegenseitigem Einvernehmen waren. Das ist wirklich ein großes Opfer. Und das bietet ihnen ein Mensch an, den sie vielleicht nicht gut kennen. Und er lädt sie zu einem Erlöser ein, von dem sie wenig oder vielleicht gar nichts wussten. Was für eine große Forderung! Verstehen wir richtig, was die Bekehrung von jeder Seele verlangt? Die Seele weiß gar nichts und kann nicht wissen, was sie mit sich bringt. Sie sieht nur, was sie verlassen muss, und das ist wirklich nicht wenig. Das ganze Leben muss sich ändern, einen ganz anderen Inhalt bekommen. Werden wir in der Lage sein, die Seele dazu zu bewegen? Mit unserer Beredsamkeit niemals! Wenn wir die Schwierigkeit dieser Aufgabe richtig verstehen, dann verstehen wir das dringende Bedürfnis nach Gebet. Deshalb ergreifen wir den Herrn und bitten Ihn, dass Er uns den Weg bereite, dass Er selbst die Herzen zur Annahme des Rufes neigen möge. Wenn der Herr das nicht tut, werden unsere Worte, unsere Bitten, unsere Einladung vergeblich sein. Erwarte nichts von dir selbst und deiner Beredsamkeit, erwarte nur vom Herrn. Lege deine Aufgabe im Gebet dem Herrn vor, und Er wird dir helfen, die Seele zu gewinnen. Das ist die erste Lektion, die uns Elieser gibt. Was ist nun die zweite Lektion? WIR Nashi Dni Nr. 1983, 8\. Juli 2006 ### Mein Bruder in Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/mein-bruder-in-christus/ Last updated: 2026-05-15T12:45:38.000Z Ein ehemaliger Straftäter findet durch Jesus Frieden und erkennt in einem Kollegen einen Bruder im Glauben. _This post is for subscribers only._ ### Und dann? URL: https://www.beispielgeschichte.de/und-dann-2/ Last updated: 2026-05-09T07:38:37.000Z Ein junger Mann plant sein Leben, doch ein Heiliger erinnert ihn an die Frage: Was kommt danach? _This post is for subscribers only._ ### Wie man Männer anzieht, sie besiegt und sie hält URL: https://www.beispielgeschichte.de/wie-man-manner-anzieht-und-halt/ Last updated: 2026-05-15T12:45:46.000Z Eine Frau entdeckt, dass ein Buch über Männer eigentlich ein Leitfaden für Bibelstudien ist. _This post is for subscribers only._ ### Petras Bekenntnis URL: https://www.beispielgeschichte.de/petras-bekenntnis/ Last updated: 2026-05-15T12:45:50.000Z Petja bekennt sich zu Christus und wird aus dem Institut ausgeschlossen. Sein Glaube inspiriert einen ehemaligen Priester. _This post is for subscribers only._ ### Das unvergängliche Licht des Evangeliums URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-unvergangliche-licht-des-evangeliums/ Last updated: 2026-05-15T12:45:57.000Z Das Evangelium als unvergängliches Licht, das die Dunkelheit überwindet und zur wahren Erneuerung führt. _This post is for subscribers only._ ### Der verlorene Sohn kehrt zurück URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-verlorene-sohn-kehrt-zuruck/ Last updated: 2026-05-15T12:46:00.000Z Ein Hirte in Australien kehrt heim, als Gebete für ihn gesprochen werden. Gottes Verheißungen werden sich erfüllen. _This post is for subscribers only._ ### Die Bekehrung eines Gefangenen URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bekehrung-eines-gefangenen/ Last updated: 2026-05-19T06:09:15.000Z Ein Gefangener findet durch eine Vision und Gottes Eingreifen zum Glauben und wird von seiner Krankheit geheilt. _This post is for subscribers only._ ### Der wahre Wegweiser URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-wahre-wegweiser/ Last updated: 2026-05-15T12:46:05.000Z Ein Mann sucht einen Führer ins Unbekannte. Jesus ist der wahre Weg zu Gott, denn Er kennt den Weg zur Ewigkeit. _This post is for subscribers only._ ### Das Licht der Wahrheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-licht-der-wahrheit/ Last updated: 2026-05-15T12:46:08.000Z Ein Prediger zeigt, dass Menschen das Licht Gottes meiden, um ihre Sünden nicht zu offenbaren. Doch Vergebung bringt Glück. _This post is for subscribers only._ ### Das Lamm und das Schwein URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-lamm-und-das-schwein/ Last updated: 2026-05-15T12:46:14.000Z Ein Lamm ruft um Hilfe aus einer Grube, während ein Ferkel sich mit dem Schlamm abfindet. Eine Lehre über Sünde und Rettung. _This post is for subscribers only._ ### Die Entscheidung für Christus URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-entscheidung-fur-christus-2/ Last updated: 2026-05-15T12:46:11.000Z Es stellt sich heraus, dass es nicht ausreicht, gute Taten zu vollbringen! Es scheint, als wäre dies direkt für ihn geschrieben worden! Er nutzte sein Wissen, um Leben zu retten, aber nur Christus kann Seelen retten!.. „Bob hat recht!“, sagte John entschlossen. „Oh, hätte ich doch vor fünf oder zehn Jahren auf ihn gehört! Ich hätte viel mehr tun können, um den Menschen zu helfen!" Er las die Broschüre zu Ende und legte seinen Kopf in die Hände. „Ich bitte Dich, Jesus, nimm meine Sünden, vergib mir und komm in mein Herz... und sei mein Erlöser!“ – betete er mit zerknirschtem Herzen. Lange saß er so da, dann hob er den Kopf. Ein glückliches Lächeln erhellte sein Gesicht. Wahrscheinlich isst Bob gerade zu Mittag, aber er wird nicht über seinen Anruf verärgert sein. Ja, er wird ihn jetzt sofort anrufen und ihm mitteilen, dass sein alter Zimmergenosse das Heil gefunden hat, dass er jetzt sein Bruder in Christus ist! „Uns steht noch ein weiteres Treffen bevor“, dachte John, „und dieses Treffen wird im Himmel sein!“ G. Mehonzeva, in: Nashi Dni Nr. 1815, 8\. März 2003 ### Der gerechte Richter URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-gerechte-richter/ Last updated: 2026-05-16T15:02:51.000Z Ein Richter verurteilt seinen Freund, zahlt aber selbst die Strafe. Ein Bild für Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. _This post is for subscribers only._ ### Gottes unveränderlicher Plan URL: https://www.beispielgeschichte.de/gottes-unveranderlicher-plan/ Last updated: 2026-05-16T15:02:54.000Z Vieles auf Erden, das unerschütterlich schien, ist längst zerstört und spurlos verschwunden. Wo ist Babylon mit seinen Mauern und Türmen, auf die Nebukadnezar stolz war? Was ist vom wunderbaren Tempel in Jerusalem geblieben, auf den die Jünger auf Christus hinwiesen und ihn mit Bewunderung betrachteten und sagten: „Meister, sieh, welche Steine und welche Gebäude!“ (Markus 13,1). Und wo sind jene mächtigen Könige, die ganze Teile der Welt eroberten und regierten? Wer erinnert sich an sie, außer im Geschichtsunterricht? Sie sind längst zu Staub geworden. Ihr Ruhm und ihre Macht begleiteten sie nur bis zum Friedhof. Doch es gibt etwas Unerschütterliches – das Wort des Ewigen Gottes. „Mein Friedensbund wird nicht wanken“ (Jesaja 54,10). Gott ist ewig, und Sein Wort ist ewig. Und Sein Bund ist ewig. Und das Heil, das Er dem reuigen Sünder gibt, ist ewig. „Wer an Mich glaubt, hat das ewige Leben“, das ist Gottes Wort, und Gott ist kein Mensch, dass Er verspricht und nicht hält. Gott straft uns für Sünden und Untreue, bleibt aber Seinem Wort, Seinem Bund treu. Erbarmend mit den Verirrten sucht Er sie, tröstet die Trauernden, vergibt den Reuigen. „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach Seinem Vorsatz berufen sind“ (Römer 8,28). „Denn Ich weiß wohl, was Ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, damit Ich euch Zukunft und Hoffnung gebe“ (Jeremia 29,11). Diese zwei Schriftstellen sind zu verschiedenen Zeiten geschrieben, aber sie sind sich sehr ähnlich. Der Apostel Paulus sagt nicht, dass wenn du eine stabile, gut bezahlte Arbeit hast, dies zum Besten dient. Er sagt nicht, dass wenn du ein schönes Haus hast oder keine Probleme, dies dir zum Besten dient. Nein! Aber er sagt, dass alles, was auch immer in deinem Leben geschieht, zum Besten dient. Oft führt uns Gott durch das Tal der Bitterkeit und Tränen; oft geschieht es, dass wir keine Arbeit finden können, kein Geld haben, um die Miete zu zahlen, die Kinder nicht genug zu essen haben, kein Geld für gute Kleidung da ist, Krankheiten uns eine nach der anderen heimsuchen. Und dann stellt sich die Frage: Dient all dies wirklich zum Besten? Schauen wir auf das Leben Josephs. Joseph war der geliebte Sohn seines Vaters. Er liebte den Herrn und fürchtete Ihn. Doch sein Leben wandte sich so, dass „seine Seele in Eisen kam.“ Seine eigenen Brüder, als sie sahen, dass ihr Vater Joseph mehr liebte als alle anderen, hassten ihn. Und als Joseph ihnen seine Träume erzählte, führte dieser Hass dazu, dass sie Hand an ihn legten und ihn in die Sklaverei verkauften. Von der Zeit, als er von seinen Brüdern verkauft wurde, bis zu der Zeit, als er vor dem Pharao stand, vergingen Jahre. Und während all dieser Jahre stellte er sich wahrscheinlich oft die Frage: „Herr, warum und wofür?“ Für ihn war es kaum verständlich, warum sich sein Leben so gewendet hatte, denn er liebte und fürchtete den Herrn. Doch wie auch immer, er blieb dem Herrn treu. Und es kam der Tag, an dem er selbst die Antwort auf die Frage gab, die ihn viele Jahre beschäftigt hatte. Als seine Brüder kamen, um Brot zu kaufen, und als er sich ihnen offenbarte, sagte er: „Nun aber bekümmert euch nicht und denkt nicht, dass ihr mich hierher verkauft habt, denn Gott hat mich vor euch her gesandt, um euer Leben zu erhalten. Denn nun sind zwei Jahre der Hungersnot im Lande, und es werden noch fünf Jahre kommen, in denen weder gepflügt noch geerntet werden wird. Gott hat mich vor euch her gesandt, um euch auf der Erde zu erhalten und euer Leben durch eine große Errettung zu bewahren. So habt nicht ihr mich hierher gesandt, sondern Gott“ (1\. Mose 45,5-8). „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen; aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt ist: das Leben vieler Menschen zu erhalten“ (1\. Mose 50,20). Über das Leben Hiobs sagt die Bibel: „...war dieser Mann untadelig, gerecht und gottesfürchtig und mied das Böse“ (Hiob 1,1). Hiob war ein solcher Mann, dass „die Jünglinge, die ihn sahen, sich verbargen, und die Alten standen auf und blieben stehen; die Fürsten hielten sich zurück mit Reden und legten die Finger auf ihren Mund; die Stimme der Edlen verstummte“. Hiob „rettete den Elenden, der schrie, und die Waise, die keinen Helfer hatte... das Herz der Witwe machte er froh... war Augen für den Blinden und Füße für den Lahmen“ (Hiob 29,8-15). Und solch einen gottesfürchtigen Mann traf es, dass er alles verlor, was er hatte; und nicht nur das, seine Frau, von der man Unterstützung erwarten sollte, sagt zu ihm: „Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Fluche Gott und stirb“ (Hiob 2,9). Wir wissen nicht, wie lange all dies dauerte, aber Hiob stellte sich wahrscheinlich oft die Frage: Herr, warum, wofür? Aber eines verstand er: Wenn ihn solche Erschütterungen trafen, dann musste es so sein, und deshalb sagt er: „Sollten wir das Gute von Gott annehmen und das Böse nicht auch annehmen?“ (2,10). „Und der Herr wendete das Geschick Hiobs, und der Herr gab Hiob doppelt so viel, wie er zuvor gehabt hatte. Und Gott segnete die letzten Tage Hiobs mehr als die früheren“ (Hiob 42,10,12). Eine weitere Geschichte ist in Johannes 9,1-3 aufgezeichnet: „Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, der blind geboren war. Seine Jünger fragten ihn: Rabbi, wer hat gesündigt, er oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern es ist geschehen, damit die Werke Gottes an ihm offenbar würden.“ Dieser Blinde stellte sich wahrscheinlich auch oft die Frage: Herr, warum, wofür? Denn weder er noch seine Eltern hatten gesündigt! Und auf diese Frage, die den Unglücklichen jahrelang quälte, gibt Jesus Seinen Jüngern die Antwort: „Dies ist geschehen, damit die Werke Gottes an ihm offenbar werden.“ Schwere Prüfungen zur Ehre Gottes zu ertragen! Es fällt uns schwer, dies zu begreifen. Und so, wenn wir auf das Leben von Joseph, Hiob, dem Blindgeborenen, das untadelige Leben führen, auf das, was ihnen im Leben widerfuhr und wie sie alles ohne Murren ertrugen, und es mit unserem Leben vergleichen, wie wir vor Gott wandeln und wie wir das ertragen, was uns widerfährt, bleibt uns nur, mit den Worten eines Autors zu sagen: Ich verstehe selbst: wenn Gott es zugelassen hat, dann muss es sein, und es muss zur Rettung sein. Aber der Herr weiß, dass mir manchmal die Kraft fehlt und wenig Geduld. Hilf mir, o Gott, im schweren Kampf bis zum letzten Atemzug, standzuhalten. Ich wende meinen Blick hoffnungsvoll zu Dir, hilf mir! Mir geht es manchmal so schlecht! Es ist angenehm mit Dir, der Schmerz scheint leiser, bleib doch ein wenig bei mir... Die Nacht antwortete mir mit stummer Stille... Und dann flüsterte ich: „So muss es sein!“ Warum „so muss es sein“ und wofür „so muss es sein“? Im 5\. Mose 8,2 lesen wir: „Und gedenke des ganzen Weges, den der Herr, dein Gott, dich geführt hat, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen und zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten wirst oder nicht.“ Gott führt uns oft durch das Tal des Leids, das Tal der Erniedrigung, um zu sehen, was in unserem Herzen ist und wie wir Ihm die Treue bewahren werden. Und es fällt uns oft sehr schwer, aber: „So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir nützlich ist, der dich auf dem Weg führt, den du gehen sollst“ (Jesaja 48,17). Und wenn es uns sehr schwer fällt, wie wichtig ist es, auf den Sohn Gottes zu blicken, „den Anfänger und Vollender des Glaubens, Jesus, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und die Schande verachtete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. Denkt an den, der solchen Widerspruch von Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet“ (Hebräer 12,2-3). Was auch immer im Leben auf dich zukommt, mein Bruder und meine Schwester, sei nicht traurig, weine nicht, sei nicht betrübt. Es ist dein Los von Gott, es muss so sein, verstehe. „Alles dient zum Guten für die, die lieben.“ Erinnere dich und wisse: So steht es im Wort des Herrn geschrieben. Sei nicht traurig: Vielleicht erbst du morgen das Paradies. Vielleicht sogar noch heute... Und dann wirst du verstehen, dass dein Leiden eine Leiter in das Land ohne Leiden war. Und du wirst Gott der Liebe von Herzen für den ganzen Weg der Prüfungen preisen. Fjodor Stachniuk SO MUSS ES SEIN! SO MUSS ES SEIN! Nashi Dni Nr. 1823, 3\. Mai 2003 ### Ein Missverständnis in der Gemeinde URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-missverstandnis-in-der-gemeinde/ Last updated: 2026-05-15T12:46:25.000Z Ein Missverständnis führt dazu, dass eine Gemeinde fälschlicherweise eine lebende Schwester für tot hält. _This post is for subscribers only._ ### Die Gefahr der Ignoranz URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-gefahr-der-ignoranz/ Last updated: 2026-05-15T12:46:28.000Z Ein Mann ignoriert ärztliche Warnungen und verliert seine Hand an Gangrän, was als Warnung vor der Sünde dient. _This post is for subscribers only._ ### Das Gebet der kleinen Mascha URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-gebet-der-kleinen-mascha/ Last updated: 2026-05-15T12:46:31.000Z Mascha betet für Kleidung für die nackten Mädchen in Papas Zeitschrift. _This post is for subscribers only._ ### Ein Akt der Großzügigkeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-akt-der-grosszugigkeit/ Last updated: 2026-05-15T12:46:37.000Z Nachdem Anna Semjonowna diesen Abschnitt der Heiligen Schrift gelesen hatte, neigte sie den Kopf und dachte tief nach. Normalerweise kniete sie nach dem Lesen des Evangeliums nieder und betete zu Gott. Doch dieses Mal gab es einen unerwarteten Fehltritt. Nach einigem Nachdenken rief sie leise aus: „Warum sollte ich Geld auf den Kirchenteller für Vera Maximowna legen?“ Doch die herrschende Stille verschlang schnell ihre Stimme, von der sie nur leicht zusammenzuckte. Es war offensichtlich, dass sie mit einem Gedanken kämpfte, der ihr genau diese Idee eingab. Trotz all ihrer Ehrfurcht vor Gott sah sie keinen Sinn in einer solchen Tugend. Doch der Gedanke war stärker als sie. Er sagte ihr beharrlich: „Lege Geld auf den Kirchenteller für Vera Maximowna.“ Anna Semjonowna beschloss, ihr Gewissen zu beruhigen. Obwohl sie nicht reicher war als Vera Maximowna, widersetzte sie sich nicht der inneren Stimme, die nicht von ihr wich. Aus ihrem knappen Budget verdoppelte sie die Spende für das Werk Gottes. Nun sagte sie: „Herr! Einen Teil der Spenden gebe ich für Vera Maximowna, und den anderen für mich.“ Sie beschloss, ihre Entscheidung geheim zu halten. Seite „So kommt der Glaube aus der Predigt ...“ (Röm. 10,17) Nashi Dni Nr. 1817, 22\. März 2003 ### Der Niemand, der ein Licht brachte URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-niemand-der-ein-licht-brachte/ Last updated: 2026-05-15T12:46:34.000Z Ein einfacher Mann bringt das Licht Christi in den Jemen, hilft Bedürftigen und wird schließlich von einem Terroristen getötet. _This post is for subscribers only._ ### Das himmlische Bankkonto URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-himmlische-bankkonto/ Last updated: 2026-05-15T12:46:40.000Z Vera erkennt im Traum den Wert von Annas kleinen Spenden für Gottes Werk und erfährt himmlische Belohnung. Beide Freundinnen sind gerührt. _This post is for subscribers only._ ### Der erste Schnee URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-erste-schnee/ Last updated: 2026-05-15T12:46:43.000Z Es war zwei Uhr, als ich aufwachte. Ich war um Mitternacht eingeschlafen. In nur zwei Stunden hatte sich die Erde so außergewöhnlich verändert; in zwei kurzen Stunden hatten Frost und Schnee Felder, Wälder und Gärten verzaubert. Durch das Fenster sah ich, wie ein großer grauer Vogel auf einem Ast im Garten landete. Der Ast schwankte, und Schnee rieselte herab. Der Vogel erhob sich langsam und flog davon, während der Schnee weiter fiel, wie ein gläserner Regen von einer Tanne. Dann wurde es wieder still. Die Erde war festlich geschmückt, wie eine schüchterne Braut. Am Morgen knirschte alles um uns herum: die gefrorenen Straßen, die Blätter auf der Veranda, die schwarzen Brennnesselstängel, die aus dem Schnee ragten. Zum Tee kam Großvater Mitrij zu Besuch und gratulierte uns zum ersten Schnee. „Die Erde hat sich gewaschen“, sagte er, „mit Schneewasser aus einem silbernen Becken.“ „Woher hast du diese Worte, Mitrij?“, fragte ich. „Sind sie nicht wahr?“, lächelte der Großvater. „Meine verstorbene Mutter erzählte, dass sich in alten Zeiten die Schönheiten mit dem ersten Schnee aus einem silbernen Krug wuschen und ihre Schönheit deshalb nie verblasste. Das war noch vor der Zeit von Zar Peter, mein Junge, als Räuber die Kaufleute in diesen Wäldern überfielen.“ Es war schwer, am ersten Wintertag zu Hause zu bleiben. Wir gingen zu den Waldseen. Der Großvater begleitete uns bis zum Waldrand. Auch er wollte zu den Seen, aber „die Schmerzen in den Knochen ließen es nicht zu“. Im Wald war es feierlich, hell und still. Der Tag schien zu schlummern. Vom trüben, hohen Himmel fielen gelegentlich einsame Schneeflocken. Wir hauchten vorsichtig auf sie, und sie verwandelten sich in klare Wassertropfen, die dann trüb wurden, gefroren und wie Perlen zu Boden rollten. Wir wanderten bis zur Dämmerung durch den Wald, besuchten bekannte Orte. Schwärme von Dompfaffen saßen aufgeplustert auf den schneebedeckten Ebereschen. Wir pflückten einige von Frost ergriffene rote Ebereschenbüschel – es war die letzte Erinnerung an den Sommer, an den Herbst. Auf einem kleinen See – er hieß Larins Teich – schwamm immer viel Entengrütze. Jetzt war das Wasser im See sehr schwarz, aber durchsichtig – die ganze Entengrütze hatte sich für den Winter auf den Grund gesenkt. Am Ufer hatte sich eine gläserne Eisschicht gebildet. Das Eis war so dünn, dass es selbst aus der Nähe schwer zu erkennen war. Ich sah im Wasser am Ufer einen Schwarm Rotaugen und warf einen kleinen Stein auf sie. Der Stein fiel auf das Eis, das Eis klirrte, die Rotaugen blitzten mit ihren Schuppen auf und schossen in die Tiefe, und auf dem Eis blieb eine weiße, körnige Spur vom Aufprall zurück. Nur an dieser Spur konnten wir erkennen, dass sich am Ufer bereits eine Eisschicht gebildet hatte. Wir brachen mit den Händen einzelne Eisstücke ab. Sie knirschten und hinterließen auf den Fingern einen gemischten Geruch von Schnee und Preiselbeeren. An einigen Stellen auf den Lichtungen flogen Vögel umher und piepsten kläglich. Der Himmel über uns war sehr hell, weiß, aber zum Horizont hin verdichtete er sich und seine Farbe erinnerte an Blei. Von dort zogen langsam Schneewolken heran. Im Wald wurde es immer dunkler, immer stiller, und schließlich begann dichter Schnee zu fallen. Er schmolz im schwarzen Wasser des Sees, kitzelte das Gesicht, bestäubte den Wald mit grauem Rauch. Der Winter begann über die Erde zu herrschen, aber wir wussten, dass man unter dem lockeren Schnee, wenn man ihn aufwühlte, noch frische Waldblumen finden konnte, wir wussten, dass in den Öfen immer Feuer knistern würde, dass die Meisen mit uns überwintern würden... Und der Winter erschien uns genauso schön wie der Sommer. K. Paustovsky, in: Nashi Dni Nr. 1805, 28\. Dezember 2002 ### Die stille Nacht URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-stille-nacht/ Last updated: 2026-05-15T12:46:46.000Z Eines Nachts wachte ich von einem seltsamen Gefühl auf. Es schien, als wäre ich im Schlaf taub geworden. Ich lag mit geschlossenen Augen da, lauschte lange und erkannte schließlich, dass ich nicht taub war, sondern dass draußen eine ungewöhnliche Stille herrschte. Eine solche Stille nennt man 'totenstill'. Der Regen hatte aufgehört, der Wind war zur Ruhe gekommen, und der lärmende, unruhige Garten war still. Nur das leise Schnarchen der Katze war zu hören. Ich öffnete die Augen. Weißes, gleichmäßiges Licht erfüllte den Raum. Ich stand auf und ging zum Fenster – draußen war alles schneebedeckt und still. Am nebligen Himmel stand in schwindelerregender Höhe der einsame Mond, umgeben von einem schimmernden gelblichen Ring. Wann fiel der erste Schnee? Ich ging zur Uhr. Es war so ### Ein neues Herz URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-neues-herz/ Last updated: 2026-05-16T15:02:58.000Z Im Bereich der menschlichen Physiologie ist das Herz eines der wichtigsten Organe. Seine korrekt ausgeführten Funktionen unterstützen das Leben unseres Körpers. Doch es kommt ein unerwarteter Moment, in dem die unermüdliche Arbeit des Herzens stoppt und mit ihm schlägt die Stunde des Schicksals: Trauer, Trennung, Tränen und die Schatten des Lebens dringen oft in die Türen zuvor fröhlicher und unbeschwerter Menschen ein. Die Tür von Palästen und Hütten öffnet sich gleichermaßen bereitwillig vor dem ungebetenen, gleichgültigen Gast des Leidens. Sein Name ist allen bekannt. Die Sterblichkeit durch Herzkrankheiten ist am höchsten. Trotz bedeutender Fortschritte in der Medizin gelingt es dem Menschen nicht, das alternde Organ Herz neu zu machen, es zu erneuern oder zu ersetzen. Im Bereich des geistlichen Lebens ist dies nicht nur möglich, sondern auch notwendig. Wir werden geboren, wachsen auf und leben oft mit einem Herzen, das Gott nicht gefällt. Seine Äußerungen, Wünsche und das Chaos der Gefühle erzeugen viele Handlungen, Worte und Bestrebungen, die eine sündige Atmosphäre ins Leben bringen, die voller moralischer „Mikroben“ ist. Der barmherzige Herr blickt mit Trauer und Langmut auf den Menschen und wünscht, seinem Herzen zu helfen, Frieden, Freude und Harmonie der Gefühle zu schaffen, und wünscht, persönlich in unserem Tempel des Herzens zu wohnen. Doch in diesem Streben, das Herz des Menschen zu erneuern, übt Gott keinen Zwang auf seinen freien Willen aus. Seine Liebe brachte den ewigen Sohn auf die Erde, der die Gestalt eines Menschen annahm. Die Liebe führte das erwachsene Kind Jesus nach Golgatha, ans Kreuz, zur Erlösung und Rechtfertigung der sündigen Menschheit. Nur der Gehorsam der Liebe des Menschen zu Gott wird Seine heilige Essenz voll erfreuen und befriedigen. Er möchte dem Menschen ein neues Herz geben, und damit ein neues Leben des Friedens und Segens, unter einer einfachen Bedingung: die Bereitschaft des Menschen, dieses Geschenk anzunehmen, den einfachen Prozess der „geistlichen Operation“ zu durchlaufen. Kein Chirurg führt eine Operation gewaltsam an einem Patienten durch. Vertrauen und Gehorsam sind notwendig. Durch den Propheten Hesekiel sprach der Herr solche bedeutungsvollen Worte zu seinem Volk: „...und ich werde das steinerne Herz aus ihrem Fleisch nehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben... damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Satzungen halten“; „Werft alle eure Sünden von euch, mit denen ihr gesündigt habt, und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist...“ (Kapitel 11 und 18). Wir spüren hier eine besondere Besorgnis Gottes über die Notwendigkeit eines neuen Herzens. Etwa 800 Mal wird in der Bibel vom Herzen des Menschen und seinen vielen Bedürfnissen gesprochen. Der Herr wird sie alle erfüllen. Nastenka litt viel im Haus ihres Vaters, eines unvernünftigen Tyrannen und Alkoholikers. Oft dachte das arme Mädchen darüber nach, warum ihr Vater so schlecht war. Warum schlägt er ihre gute und stille Mutter? Warum gibt es in ihrer Wohnung Kämpfe, während es bei den Nachbarn so ruhig und friedlich ist? Sie wusste keinen Ausweg aus der schwierigen Lage. Nastenka wollte, wenn sie erwachsen wäre, Lehrerin werden und die Menschen lehren, „gut“ zu sein. Ein guter Traum! Aber eines Tages geschah etwas völlig Unerwartetes. Sie wachte spät abends auf, als ihr Vater nach Hause kam. Sie bedeckte ihren Kopf mit dem Kissen, um die Drohungen und Schreie nicht zu hören, als sie plötzlich etwas Unerwartetes hörte: „Vergib deinem Peiniger... Hab Erbarmen mit mir, liebe Frau... Gott hat mir heute Abend vergeben und mich vom Bösen gereinigt... Ich war unter guten Menschen... Gott hat mir vergeben. Du wirst von nun an einen neuen Ehemann haben, und Nastenka einen neuen Vater...“ Das Herz des Mädchens schlug vor Freude. Ein neuer Vater! Ein neues Herz! Leser, selbst nüchterne und anständige Menschen brauchen ein neues Herz. Möge der Herr es für viele schaffen! Dr. I. A. Kmeta, in: Nashi Dni Nr. 1805, 28\. Dezember 2002 ### Gibt es Gerechte? URL: https://www.beispielgeschichte.de/gibt-es-gerechte/ Last updated: 2026-05-15T12:46:55.000Z Ein Mann zweifelt an der Gerechtigkeit, als seine Frau ihren verstorbenen ersten Mann lobt. Der Prediger erklärt, dass es keine Gerechten… _This post is for subscribers only._ ### Ein Pastor und sein neues Zuhause URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-pastor-und-sein-neues-zuhause/ Last updated: 2026-05-15T12:46:52.000Z In einer Kirche sagte der Pastor bei der jährlichen Rechenschaftsversammlung Folgendes: „Liebe Brüder und Schwestern! Der Herr hat mich in eurer Kirche so wunderbar gesegnet. Ich fühle mich inmitten der Gemeinde so frei, dass sich das auf die Qualität meiner Predigten ausgewirkt hat. Ich habe bereits ein solches Niveau erreicht, dass ich eine Predigt in kurzer Zeit vorbereiten kann, zum Beispiel während ich von zu Hause zur Kirche gehe.“ Der Bericht wurde angenommen und es wurde beschlossen, dem Pastor ein Haus zu kaufen ... weiter weg von der Kirche. SPANIEN. Spanien war immer als Friedhof für Missionare bekannt und galt als ein Land, das sich der Verkündigung des Evangeliums nicht erschließen ließ. Doch jetzt, so berichten Missionare, scheint die Zeit für eine Erweckung in diesem Land gekommen zu sein. In nur 650 Städten Spaniens gibt es evangelische Kirchen, während die Einwohner in 7.000 Städten die Frohe Botschaft nie gehört haben. „Mission Network News“ ÄGYPTEN. Präsident Hosni Mubarak hat erstmals Weihnachten zum Nationalfeiertag erklärt. Die koptischen Christen feiern Weihnachten am 7\. Januar, und seit 2003 wird dieses Datum als offizieller staatlicher Feiertag begangen. In Ägypten befindet sich die größte Kirche des Nahen Ostens, die 7 bis 10 Millionen Menschen umfasst. Christen in Ägypten sehen sich in mehreren Bereichen des öffentlichen Lebens mit Diskriminierung konfrontiert, etwa im öffentlichen Beschäftigungssektor, im Bildungswesen sowie beim Bau und Unterhalt eigener Gotteshäuser. Spannungen zwischen muslimischen und christlichen Gemeinschaften führten häufig zu Gewalt, und bei solchen Vorfällen blieben Fahrlässigkeit und Mitwirkung der Polizei oft ungestraft. „Christian Worldwide Solidarity“ Nashi Dni Nr. 1807, 11\. Januar 2003 ### Die Kraft der Sanftheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-der-sanftheit/ Last updated: 2026-05-16T15:03:01.000Z Ein Hammer beneidet die Welle, die einen Stein sanft formt, während seine Schläge den Stein nur beschädigen. _This post is for subscribers only._ ### Wer bestimmt unser Glück? URL: https://www.beispielgeschichte.de/wer-bestimmt-unser-gluck/ Last updated: 2026-05-15T12:47:00.000Z Glück hängt von unserer Einstellung ab. Ein alter Mann wählt täglich Glück, während andere ihr eigenes Unglück erfinden. _This post is for subscribers only._ ### Die Kraft des Gebets URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kraft-des-gebets-4/ Last updated: 2026-05-19T06:09:18.000Z Dank Jesu Christi gibt es eine Verbindung zwischen dem Thron Gottes und jeder Seele. Es ist möglich, eine Botschaft dorthin, in die Gegenwart Gottes, zu senden. Dies ist kein formelles Gebet, bei dem ein müder und schläfriger Mensch gewohnheitsmäßig die Worte eines kurzen Gebets wiederholt, sondern ein langes und eifriges Gebet, bei dem die Seele in großem Flehen zu Gott strebt. Menschen des Gebets sind Menschen der Kraft. Schaut auf das Leben derer, die große Taten für Gott vollbracht haben, die erfolgreiche Seelengewinner waren, und ihr werdet feststellen, dass sie ihre Kraft aus der Gemeinschaft mit Gott an einem geheimen Ort schöpften. John Wesley hatte ein "Gebetszimmer", in dem er sich mit dem Allmächtigen verband, bevor er zu den Menschen sprach. Auf der ersten Seite seines Tagebuchs schrieb er folgendes Versprechen: "Ich entscheide mich, morgens und abends je eine Stunde für das persönliche Gebet zu widmen, ungeachtet dessen, und von Angesicht zu Angesicht mit Gott zu sprechen." Bei einem Brand in der Farwell Hall in Chicago, als Moody seine Gemeinde zusammen mit einem Großteil seines persönlichen Besitzes verlor, reiste er mit dem Gefühl nach New York, als wäre sein Leben in zwei Hälften zerbrochen. Im Zug betete er, dass Gott ihm Kraft für große Taten geben möge. Sein Gebet war: "Mache mich bereit, o Herr! Am Tag der Offenbarung Deiner Kraft mache mich bereit, alles anzunehmen, was Du mir auferlegen möchtest!" In einem Zimmer des alten Metropolitan Hotels betete er dasselbe Gebet, kniete auf dem Boden und rief: "O Herr, bereite mich vor, stark im Dienst zu sein, den Du von mir wünschst!" Am Abend kam ein Freund zu ihm. Moody stand noch mit erhobenen, tränengefüllten Augen und sprach leise mit gebrochener Stimme: "O Herr, halte nun Deine Hand zurück: es ist genug, nicht mehr!" Sein Gebet wurde erhört. Gott sättigte seine hungrige Seele, erfüllte ihn mit Kraft. Und als Moody das wunderbare Werk der Evangelisation in Europa und Afrika begann, kamen die Seelen zu Christus, wie Tauben, die zu ihren Nestern fliegen. Jemand schrieb über das Gebet: "Gebet war die Gewohnheit aller Heiligen, deren Geschichte wir in der Heiligen Schrift finden." Genau das tat Jakob, als er Angst vor seinem Bruder Esau hatte. David betete, als er in Gefahr war. Hiskia rief zu Gott, als er einen drohenden Brief von Sanherib erhielt. Die Gemeinde in Jerusalem betete, als Petrus ins Gefängnis geworfen wurde. Das tat Paulus, als er in Philippi ins Gefängnis geworfen wurde. Unzählige Fälle, die in der Heiligen Schrift beschrieben sind, zeigen die Kraft des Gebets. Nashi Dni Nr. 1807, 11\. Januar 2003 ### Weihnachtsbeerdigung im September URL: https://www.beispielgeschichte.de/weihnachtsbeerdigung-im-september/ Last updated: 2026-05-15T12:47:06.000Z Eine Frau wünscht sich eine weihnachtliche Beerdigung ohne religiöse Elemente, was die Abwesenheit von Glauben in der heutigen Zeit zeigt. _This post is for subscribers only._ ### Die Macht zu sterben URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-macht-zu-sterben/ Last updated: 2026-05-15T12:47:09.000Z Ein junger Christ in Rom bleibt standhaft im Glauben trotz der Drohung des Kaisers, ihn hinzurichten. _This post is for subscribers only._ ### Die Vergänglichkeit menschlicher Herrlichkeit URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-verganglichkeit-menschlicher-herrlichkeit/ Last updated: 2026-05-15T12:47:12.000Z In der Antike zwangen Sieger ihre Kriegsgefangenen, in erniedrigender Weise hinter ihrem Streitwagen durch die Hauptstadt des Reiches zu gehen. Der ägyptische Pharao Sesostris II., der 1400 Jahre vor Christi Geburt lebte, führte nach einem bedeutenden Sieg mehrere Könige und Fürsten hinter seinen Wagen her. Einer der königlichen Gefangenen starrte beharrlich auf das Rad. Neugierig fragte Sesostris den Gefangenen, was er an einer so unbedeutenden Sache wie einem Rad Bemerkenswertes bemerkt habe. Der Gefangene antwortete: „In der Bewegung des Rades spiegelt sich das Schicksal der Menschen wider. Die Speichen, die gerade noch oben waren, fallen nach unten – das weist auf die Nichtigkeit und Wandelbarkeit des Lebens hin. Vor kurzem war ich oben, jetzt neige ich mich nach unten. Und du, mein jetziger Herrscher, bist jetzt auf der Höhe der Größe... aber wer weiß, wie lange du dich dort halten wirst?“ Diese Antwort brachte Sesostris zum Nachdenken. In der Folge wagte er es nicht mehr, edle Menschen hinter seinem siegreichen Streitwagen hergehen zu lassen. Nashi Dni Nr. 1904, 18\. Dezember 2004 ### Ein Weihnachtsabend mit Einstein URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-weihnachtsabend-mit-einstein/ Last updated: 2026-05-15T12:47:16.000Z Ein Kollege des verstorbenen Albert Einstein erzählte folgende Begebenheit. Im ersten Jahr seines Aufenthalts an der Princeton University kamen Kinder zu dem Haus, in dem der berühmte Wissenschaftler lebte, und sangen Weihnachtslieder. Nachdem sie mit dem Singen fertig waren, klopfte eines der Kinder an die Tür und erklärte, dass sie Geld für den Kauf von Weihnachtsgeschenken sammelten. Einstein hörte ihm zu und sagte: „Einen Moment.“ Er zog seinen Mantel und Schal an, holte seine Geige aus dem Koffer und ging mit den Kindern mit. Den ganzen Abend verbrachte er mit ihnen und begleitete sie auf der Geige. Nashi Dni Nr. 1904, 18\. Dezember 2004 ### Die freudige Botschaft URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-freudige-botschaft/ Last updated: 2026-05-15T12:47:19.000Z Stellen wir uns eine belagerte Stadt vor, die auf ihren Untergang wartet. Und wenn jede Hoffnung schwindet, kommt Hilfe! Eine freudige Botschaft verbreitet sich in der ganzen Stadt. Ein solches Gefühl der Freude sollte auch diejenigen erfassen, die noch nicht gehört haben oder vergessen haben, dass „heute euch der Retter geboren ist“. Ein Retter ist geboren, der unser ganzes Heil vollbringt, und uns bleibt nur, es anzunehmen. Wir können uns nicht aus eigener Kraft retten. Wir können uns nicht selbst besser machen, egal wie sehr wir es versuchen. Aber Christus kann es. Das ist die gute und freudige Botschaft. Weihnachten ist ein Sonnenstrahl, der in unser dunkles Leben fällt. Lasst uns also das Weihnachtsfest Christi feiern! Nashi Dni Nr. 1904, 18\. Dezember 2004 ### Die Brille URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-brille/ Last updated: 2026-05-15T12:47:22.000Z Als ich, nicht ohne eine gewisse Prise Stolz, einem befreundeten Arzt aus Tel Aviv erzählte, dass weder ich noch meine Frau oder unsere fünf Kinder jemals eine Brille getragen haben und ich mir nicht vorstellen kann, wie die Welt durch konvex-konkave Gläser aussieht, da ich fast fünfzig Jahre alt bin, schaute mich der Arzt aus Tel Aviv mit Traurigkeit und Bedauern an. "Das ist alles aus schierer Unwissenheit", sagte er sanft. "Nach vierzig braucht jeder eine Brille. Zumindest zum Lesen." Er reichte mir ein Buch mit normaler, nicht allzu kleiner Schrift und bat mich, in Anwesenheit seiner gesamten brillentragenden Familie laut vorzulesen. Ich schlug das Buch in der Mitte auf, streckte meinen Arm aus und richtete meinen Blick darauf, wie ein Musiker auf die Noten auf dem Pult. Die Familie des Arztes, deren Brillengläser funkelten, brach in einheitliches Gelächter aus und übertönte meinen Versuch, den ersten Satz laut zu lesen. "Sehen Sie", sagte der Arzt. "Sie halten das Buch wie eine Kokette ihren Spiegel. In ein oder zwei Jahren wird Ihnen die Länge Ihres Arms nicht mehr ausreichen, um etwas im Buch zu erkennen. Weitsichtigkeit, mein Lieber. Gehen Sie und bestellen Sie sich eine Brille." Er empfahl mir sogar ein Geschäft in Jerusalem, wo man Brillen recht günstig und mit voller Garantie bestellen kann, dass ich mit ihrer Hilfe zumindest etwas sehen werde. Und er empfahl mir sogar ein Geschäft in Jerusalem, wo man Brillen ganz billig und mit voller Garantie bestellen kann, dass ich mit ihrer Hilfe wenigstens irgendetwas sehen werde. In dieses Geschäft ging ich nicht allein, sondern mit meiner Frau. Sie ist nicht viel jünger als ich und hält das Buch natürlich auch weit von den Augen entfernt. Den Brillenladen mit dem Namen der Besitzerin, Madame Vilner, auf dem Schild fanden wir genau dort, wo er in der Notiz des Tel Aviver Arztes angegeben war – an der Ecke der Shamai-Straße. Dort, wo sich alle Kinos von Jerusalem drängen und es abends unmöglich ist, sich durchzudrängen. Wir kamen am Morgen, denn wir sind keine Touristen aus Amerika und wissen, wann und wohin man in der herrlichen Stadt Jerusalem gehen kann. Zum Beispiel meiden wir den Zion-Platz. Terroristen sprengen nur dort Bomben und nirgendwo sonst. Vielleicht wegen des Namens. Zion-Platz! Sie mögen dieses Wort nicht. Zion. Zionismus. Ein seltsamer Mensch, ich habe darüber mit eigenen Augen gelesen, allerdings noch vor der Brille, in der Zeitung, schaffte es, zweimal auf dem Zion-Platz in die Luft gesprengt zu werden. Das erste Mal, als ein Kühlschrank voller Dynamit explodierte. Dieser Mann wurde zwar nicht getötet, aber ziemlich stark getroffen. Er lag ein halbes Jahr im Krankenhaus. Und als er entlassen wurde, ging er als erstes, wohin, denken Sie? Zum Zion-Platz. Während der sechs Monate, die er im Krankenhaus verbrachte, gab es dort keine Explosionen, aber kaum betrat er den Platz, explodierte eine Ladung, die größer war als die erste, und unser seltsamer Mensch kehrte mit neuen Verletzungen ins Krankenhaus zurück, von dem er sich nur eine Stunde entfernt hatte. Die Shamai-Straße ist nicht der Zion-Platz, obwohl es von dort aus nur ein Katzensprung ist. Madame Vilner, eine kleine, ordentliche alte Dame mit Brillen, deren Gläser so dick sind, dass man ihre Augen nicht erkennen kann, nahm unsere Bestellung entgegen, wartete geduldig und höflich, während meine Frau aus Hunderten eine sehr verspielte Fassung auswählte, und befahl uns, übermorgen die Brillen abzuholen. Sie bat um das Geld im Voraus. "Wissen Sie", sagte sie entschuldigend, "wir leben in einer solchen Stadt und in einer solchen Zeit, dass man nicht weiß, was morgen sein wird." Wir gingen mit Quittungen in der Tasche, und hinter uns blinkten Tausende von Brillenpaaren in den unglaublichsten Fassungen, die sorgfältig und geschmackvoll in den Spiegelvitrinen von Madame Vilners Laden ausgelegt waren. Am nächsten Morgen war ich aus ganz anderen Gründen in der Nähe der Shamai-Straße und hörte eine solche Explosion, dass ich fast taub wurde – meine Ohren sind immer noch wie mit Watte verstopft. Ich rannte mit der Menge zum Ort des Geschehens, rutschte krachend über die Glasscherben der zerbrochenen Fenster. Ein Auto, in dem Sprengstoff versteckt war, brannte aus, und auf den Gehwegen krochen Verwundete. Einer von ihnen tastete mit blutigen Fingern nach Glasscherben und fragte: "Wo ist meine Brille?" Da klopfte mein Herz. Ich erinnerte mich an den Laden von Madame Vilner. Der Laden, wie es in den Zeitungen heißt, befand sich im Epizentrum der Explosion. Er wurde so zerstört, dass von den Schaufenstern nur noch Glasscherben, verkohlte Bretter und anderer Müll übrig blieben. Sogar das Schild mit dem Namen der Besitzerin lag zerbrochen auf dem gegenüberliegenden Gehweg. Am nächsten Tag machte sich meine Frau bereit, die Brillen abzuholen. Ich erklärte ihr, was gestern in der Shamai-Straße passiert war, aber sie überraschte mich mit ihrer Logik: "Wenn Madame Vilner lebt und nicht im Krankenhaus ist, dann bekommen wir zumindest unser Geld zurück." Auf der Shamai-Straße waren die Trümmer bereits beseitigt, und sehr zufriedene Glaser, die durch die unerwartete Arbeit angelockt wurden, wuselten wie Schwalben in den leeren Fensterrahmen auf allen Etagen. Die Schaufenster von Madame Vilners Laden waren mit Sperrholzplatten verschlossen, aber die Türen standen offen, und sie selbst stand auf der Schwelle und schaute durch die dicken Gläser ihrer Brille auf die Straße. Sie nahm unsere Quittungen und sagte: "Die Brillen sind fertig. Sie können sie abholen." Sie verschwand im verkohlten Inneren des Ladens und brachte uns zwei Brillenpaare, genau die, die wir bestellt hatten, und vergaß nicht, uns Ledertaschen für deren Aufbewahrung zu überreichen: eine schwarze, schlichte für mich und eine rote, kokette für meine Frau. "Kommen Sie vorbei, wenn Sie einen Defekt feststellen", lächelte sie uns nach. "Unsere Firma arbeitet mit Garantie." Efraim Sevela, in: Menora Nr. 3, 2004 ### Auferstehung und Zeugnis URL: https://www.beispielgeschichte.de/wiederauferstehung-und-zeugnis/ Last updated: 2026-07-30T20:05:32.000Z Ein Mann erlebt eine wundersame Wiederauferstehung und gibt Zeugnis von Gottes Macht. _This post is for subscribers only._ ### Der Weg zur wahren Freiheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-weg-zur-wahren-freiheit/ Last updated: 2026-05-15T12:47:28.000Z Ein Alkoholiker sucht Freiheit im Trinken, wird aber versklavt. Nur Christus führt zur wahren Freiheit. _This post is for subscribers only._ ### Das Versprechen der Ehefrau URL: https://www.beispielgeschichte.de/das-versprechen-der-ehefrau/ Last updated: 2026-05-15T12:47:31.000Z Eine Frau erfüllt das Versprechen an ihren verstorbenen Mann, indem sie sein Geld auf eine unerwartete Weise nutzt. _This post is for subscribers only._ ### Der Streit zwischen Nadel und Faden URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-streit-zwischen-nadel-und-faden/ Last updated: 2026-05-15T12:47:34.000Z Der Faden sagte: „Ich kann alles nähen, was der Seele beliebt: Ich kann einen Bezug, einen Gehrock oder ein modisches Kostüm nähen; ich kann für jeden Feldherrn eine schöne Uniform nähen! Ohne meine Hilfe würde die ganze Welt in Stücke reißen!“ Doch da bemerkte die Nadel sehr spitz: „Du würdest überhaupt nichts nähen, wenn ich dich nicht ziehen würde. Du bewegst dich überall hinter mir her...“ Mit einem Lächeln hörte ihnen der Schneider zu. Yuriy Teikh, in: Nashi Dni Nr. 1813, 22\. Februar 2003 ### Der Igel URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-igel/ Last updated: 2026-05-15T12:47:37.000Z Kennst du den Igel, mein Freund? Oh ja, sein stacheliger Rücken hat dich sicherlich schon oft erschreckt. Und wie viele Freunde hat der kleine Igel um sich herum? Denk nicht – mein Rat an dich – er hat nirgendwo Freunde. Warum also sind alle Tiere auf der Erde nicht mit dem Igel befreundet? Auf diese Frage gibt es nur einen Schlüssel: Weil er stachelig ist. Wohin der Igel auch geht, er wird trotzdem allein sein. Jedes der Waldtiere versucht, so schnell wie möglich wegzugehen. Überlege, mein Freund, ohne Eile: Bist du nicht wie der Igel? Vertreibst du nicht alle Freunde mit den Stacheln deiner Ideen? Oder ist vielleicht deine stachelige Zunge immer an allem schuld? Oder ist dein Blick, wie beim Igel, ein unnahbarer Rücken? Ja, das unzuverlässige „Igel-Volk“ schafft allen Hindernisse und schleppt selbst allein sein uninteressantes Schicksal dahin. Ivan Teichrib, in: Nashi Dni Nr. 1813, 22\. Februar 2003 ### Der himmlische Maßstab URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-himmlische-massstab/ Last updated: 2026-05-15T12:47:40.000Z Kinder bauen ein schiefes Haus. Der Vater zeigt mit einem Lot den Fehler. Gott bietet Vergebung durch Jesus Christus. _This post is for subscribers only._ ### Gefährliches Spiel am Teich URL: https://www.beispielgeschichte.de/gefahrliches-spiel-am-teich/ Last updated: 2026-05-15T12:47:43.000Z Naftan und Larry missachten Warnungen, spielen am Teich und Pasha fällt ins Wasser. Rettung in letzter Minute. _This post is for subscribers only._ ### Der kluge und der törichte Kuckuck URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-kluge-und-die-torichte-kuckuck/ Last updated: 2026-05-16T15:03:10.000Z Es gibt für Kinder eine Fabel: Aus allen Ecken versammelten sich die Vögel, um Nester für die Küken zu bauen. Hier waren Krähe und Taube zusammen, Spatz und Adler und Drossel – alle lernten, wie man den richtigen Platz wählte und wie man Reisig für das Nest beschaffte. Der Kuckuck hat kein Haus, sondern nur einen Haufen. Aber er hört nicht auf den Rat der Vögel. Allen, die den Kuckuck belehren wollen, schreit er zurück: „Ich weiß alles!“ Aber ein Nest zu bauen ist keine einfache Sache. Er legt weder Wände noch Boden an. Es stellte sich heraus, dass auch der Kuckuck diese Kunst lernen musste. Die Vögel bauen ihre Nester zuverlässig. Ein Raubtier oder Dieb kommt nicht an sie heran. Nur der Kuckuck trägt seitdem seine Eier zu den Nachbarn. Und obwohl es nur eine Fabel ist, steckt darin kein kindlicher Sinn. Darin liegt eine Moral, die jedem klar ist: ein Gedanke zum Nachdenken: Der Weise hört auf alle Ratschläge und ist auf seinem Weg erfolgreich. Der Dumme „weiß“ alles auf der Welt und spuckt auf „alles und jeden“. Gespräche helfen ihm nicht. Deshalb müssen am Ende seine „Küken“ von allen Nachbarn versorgt werden. Vera Osipova, in: Nashi Dni Nr. 1772, 27\. April 2002 ### Napoleon und der Glaube an Gott URL: https://www.beispielgeschichte.de/napoleon-und-der-glaube-an-gott/ Last updated: 2026-05-15T12:47:49.000Z Napoleon stellt zweifelnden Offizieren eine Frage über die Schöpfung, die sie sprachlos macht. _This post is for subscribers only._ ### Gottes unerwartete Antwort URL: https://www.beispielgeschichte.de/gottes-unerwartete-antwort/ Last updated: 2026-05-15T12:47:53.000Z Eine Mutter erkennt Gottes Willen durch ein Konzert und erhält unerwartet Geld für Tickets. _This post is for subscribers only._ ### Die Bedeutung der Weisheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-bedeutung-der-weisheit/ Last updated: 2026-05-15T12:47:56.000Z 1\. DAS GROSSE ERWERBEN Seit nunmehr sechsunddreißig Jahren steht in jeder Ausgabe unserer Zeitung in der ersten Zeile der ersten Seite: „Lehre uns, unsere Tage zu zählen, damit wir ein weises Herz erlangen.“ So betete der große Mann Gottes, Mose (Psalm 90:12). Auf dieses Gebet erhielt Mose eine Antwort von Gott. Gott gab ihm wahrhaftig ein weises Herz. Die höchste Weisheit liegt in der Fähigkeit, unsere Tage zu zählen und die Zeit zu schätzen. Es gibt viele wunderbare Eigenschaften: Liebe, Demut, Gehorsam, Nachgiebigkeit und so weiter. Doch wenn ein Mensch trotz all dieser Eigenschaften die Zeit nicht schätzt und sie nutzlos für seine Seele und andere verbringt, hat er noch kein weises Herz erlangt. Ich schreibe heute darüber nicht, weil ich im Überfluss dieses Merkmal – ein weises Herz – besitze, sondern weil dieses Gebet Moses auch zu meinem täglichen Gebet geworden ist. Es reicht nicht aus, nur an Gott zu glauben. Und es reicht nicht einmal aus, nur zu arbeiten. Ich brauche noch Weisheit, damit meine Arbeit ein Segen für den Nächsten ist. Unser Gott ist ein großer, weiser Gott. Aus der Quelle Seiner vollkommenen Weisheit kann Er jedem Weisheit geben, der sie benötigt und darum bittet. Wer von uns braucht das nicht? Aber bitten alle darum? Gute Kenntnisse und die Fähigkeit, dies oder jenes zu tun, verlieren ihren Wert, wenn es an Weisheit mangelt. Oft ist es mir passiert, dass ich aus heiligen, reinen Beweggründen handelte, aber mir fehlte die Weisheit, die Charaktere der Menschen zu berücksichtigen, und die gute Absicht brachte negative Früchte und auch Schaden für meine Seele. Ist es Ihnen nicht auch so ergangen, lieber Leser? 2\. GOTT – DIE QUELLE DER WEISHEIT Wo wir Schwierigkeiten und Sorgen haben, gibt es nur einen Grund: Mangel an Weisheit. Einfachheit, Vertrauensseligkeit, Geradlinigkeit des Charakters sind gut, aber das reicht nicht aus, wenn es an Weisheit fehlt. Dies ist wichtig im Familien-, Kirchen-, öffentlichen und staatlichen Leben. Warum gibt es Kriege, fließt menschliches Blut, das Blut unschuldiger Kinder und Mütter, gehen materielle Werte verloren? Weil den Herrschern die Weisheit Gottes fehlt. Die Quelle der Weisheit ist Gott, und die meisten Herrscher glauben überhaupt nicht an Gott. Und diejenigen, die glauben, vertrauen auf ihre eigene Stärke und Weisheit und rufen selten zu Gott um die Herabsendung der göttlichen Weisheit. 3\. ZWEI WEISHEITEN Es gibt die Weisheit Gottes und es gibt die teuflische Weisheit, genauer gesagt – die List. Und dies wird durch die Schrift bestätigt. Und wie aktiv ist diese „Weisheit“! Die treibende Kraft der teuflischen Weisheit ist Egoismus, Bosheit und Rachsucht. Die teuflische Weisheit ist voller Arglist und niederträchtiger Absichten, Neid und Falschheit. Die Weisheit, die von Gott empfangen wird, ist einfach, friedliebend, prahlt nicht, beneidet nicht, vergibt, deckt Beleidigungen mit Liebe zu, sucht nicht das Ihre, zählt die Tage, die Gott für die Arbeit zu Seiner Ehre gegeben hat. 4\. WORIN LIEGT DAS PROBLEM? Das Problem liegt darin, dass den Gläubigen die Weisheit fehlt. Viele Gläubige pflegen einen sektiererischen Geist, was von Natur aus eine Krebskrankheit am Leib des Christentums ist. Wenn wir uns umsehen, wundern wir uns, in welcher Wechselbeziehung und wie weise die Welt eingerichtet ist. Alle Erscheinungen der Natur und ihre Gesetze sind der Gipfel der Weisheit. Großes hat der Herr geschaffen! Selbst in der Natur herrschen Einheit und Wechselbeziehung, während unter den Gläubigen Kräfte gegenseitiger Abstoßung wirken. Warum ist das so? Weil längst nicht alle Gott um Weisheit bitten und deshalb kein weises Herz erlangt haben. Wir alle fliegen auf den Flügeln der Zeit mit großer Geschwindigkeit dahin und merken nicht, dass all die Unstimmigkeiten, die das Leben der Menschen trüben, im Licht der Ewigkeit keinen Pfifferling wert sind. Die Menschen haben das Leben entwertet und es gegen Kleinigkeiten eingetauscht, indem sie diese Kleinigkeiten mit seinem ganzen Inhalt gefüllt haben. Solchen Menschen erscheint das Leben nur in einer einzigen, irdischen Perspektive. Sie begnügen sich mit der heutigen Suppe, mit formellen Gottesdiensten an den Altären und mit Sorgen um die materielle Versorgung. Die Unterstützung des Werkes Gottes interessiert sie nicht. 5\. WAS LEHRT DIE GÖTTLICHE ... Nashi Dni Nr. 1772, 27\. April 2002 ### Energie spendet Licht URL: https://www.beispielgeschichte.de/energie-spendet-licht/ Last updated: 2026-05-15T12:47:59.000Z Juri Fjodorowitsch wurde 1930 in Nowosibirsk in einer gläubigen Familie geboren. Sein Vater war Gemeindeleiter, Sekretär des Sibirischen Bundes der Baptisten, arbeitete zusammen mit Bruder Ananjew und anderen Dienern. Er gab sein Leben für die Sache des Evangeliums. 1944, in seinen frühen Jugendjahren, trat Juri Fjodorowitsch den dornigen Weg der Nachfolge des Herrn an und ging einen schweren Weg, begleitet von Verfolgungen und Not. Als er später in der Verbannung und unter schwierigen Lebensumständen war, bewahrte er dem Herrn die Treue. Juri Fjodorowitsch selbst sagte über sich: „Seit den ersten Tagen meines Glaubens gab es für mich keinen erhabeneren und heißeren Wunsch, als den Fußstapfen meines Vaters zu folgen, von dem so ...“ Licht ist Leben. Ohne Licht ist der Prozess der Photosynthese unmöglich, der Körper funktioniert nicht, die Seele stirbt. Wer in „dunklen“ Ländern lebt, weiß das gut. Lichtmangel verursacht energetische Löcher in unserem Leben. Depressionen sind in den meisten Fällen die Antwort des Organismus auf Lichtmangel. Was also tun? Für Nordländer ist es schwierig und teuer, ständig in den Süden zu fliegen. Besser und viel günstiger ist eine eigene Lichttherapie. Nutzen Sie jeden sonnigen Tag, verbringen Sie so viel Zeit wie möglich draußen bei Tageslicht, und Ihre Energie wird zunehmen. Was gibt noch Energie? 1\. Wasser, wenn Sie aus dem Meer kommen und die Sonne sanft Ihre Haut trocknet. 2\. Kleine Abenteuer. 3\. Ermutigung von anderen. 4\. Mindestens 15-minütige Spaziergänge, am besten tagsüber. 5\. Lichtvolle Menschen – zum Beispiel Großmütter. Nashi Dni Nr. 1850, 22\. November 2003 ### Erinnere dich und sei dankbar URL: https://www.beispielgeschichte.de/erinnere-dich-und-sei-dankbar/ Last updated: 2026-05-16T15:03:13.000Z Erinnere dich und sei dankbar, sage ich mir, wenn ich mich an den Tisch setze, auf dem das erste, zweite und dritte Gericht serviert wird, und das im Überfluss. Ich habe die Hungerjahre überlebt. Kann man das geschwollene, bläulich schimmernde Gesicht meiner Mutter vergessen? Das ist unvergesslich! Kann man den älteren Bruder vergessen, der die Flügel eines jungen Spatzen rupft, den er, ebenfalls vom Hunger geschwollen, aus dem Nest gezogen hat? Ich schaute auf diesen Spatzen und schluckte Speichel, in Erwartung des Geruchs der Fleischbrühe. Was konnte in diesem Spatzen sein? Aber der Hunger kümmerte sich um nichts. Der Hunger machte die Menschen verrückt. Seitdem ist mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen. Vieles ist vergessen und wird nie wieder in Erinnerung gerufen, aber der Tod meiner Mutter durch Erschöpfung ist unvergesslich. Sie war 53 Jahre alt. Heute lebe ich in Amerika. Mein Herz schmerzt, wenn ich sehe, wie Menschen, meine Landsleute, ganz zu schweigen von den Amerikanern, Stücke von unaufgegessenem Brot wegwerfen, Essen auf dem Teller lassen und es dann in den Mülleimer werfen. Wie viel Gemüse verrottet auf den Feldern, wie viele Früchte, die nicht rechtzeitig gepflückt werden, fallen von den Bäumen und verfaulen. All dies sind Gottes Gaben. Die Heilige Schrift lehrt uns, Gott für alles zu danken, vor allem für das unaussprechliche Geschenk der Erlösung in Christus Jesus. Und das tägliche Brot, Gesundheit, Kleidung – sind das nicht Gottes Gaben? Letzten Sonntag habe ich jungen Leuten sechs Gedichtsammlungen gegeben. „Das ist ein Geschenk für euch“, sagte ich. Nur einer von ihnen sagte „Danke“. Das hat mich sehr verwirrt, obwohl ich eigentlich keinen Dank brauche. So handeln auch die Eltern, mit wenigen Ausnahmen. Und ich denke: Haben die sowjetischen Schulen die Kinder nicht gelehrt, für jedes Geschenk zu danken? Doch das ist die erste Pflicht der Eltern – die Kinder zu lehren. Heute werden Millionen von Menschen in Afrika, Indien und anderen Ländern auf der Straße geboren und sterben dort. Sie hungern, sie sterben, ohne medizinische Hilfe, während Millionen in anderen Ländern alles im Überfluss haben, alles außer dem Gefühl der Dankbarkeit gegenüber Gott für die guten Gaben. Möge der Herr den undankbaren Menschen ihre Sünden vergeben. Ich weiß nicht, wie ein Gedicht über den Hunger von 1933 in der Ukraine und in Russland zu mir kam. Ich werde es vollständig für diejenigen wiedergeben, die nicht wissen, was Hunger ist: Die Eiche hat schon fünfzehn Jahre lang ihre purpurnen Blätter abgeworfen. Damals war ich jung, als das Skelett – der erbarmungslose Hunger mit dem Grabmaul – in unser Dorf kam. Und die Menschen starben. Sie starben und schwiegen, wie der Herr selbst in der leidvollen Krone. In jenem schrecklichen Jahr weinten sie anfangs nicht, aber am Ende weinten sie viel. Von den Bäumen aß der Mensch Blätter, Brennnesseln und Rinde, was das Vieh nicht fraß, nur die bittere Espe freute sich im Wind. Meine Mutter führte mich wie einen Schatten an der Hand, um jenseits des Flusses roten Klee zu sammeln, und backte grünes Brot ohne Mehl aus Kräutern, die unser Norden reichlich hat. Unser Haus bewahrte das Grabmal des Hungers mit verrotteten Ecken. Oft kam ein Junge zu uns, um zu schweigen – der Sohn meines leiblichen Bruders. In einem weißen Hemd und Leinenhosen stand er an der Tür, bat um nichts, alle Trauer vereinte sich in seinen großen Augen, er brachte sie zu uns wie einen schwarzen Sarg. Die Augen des armen Kindes schauten uns mit der Trauer des verstorbenen Großvaters an. Er wollte, konnte aber nicht sagen: „Gebt mir wenigstens ein Stück Brot.“ Ach, wie vertraut ist mir dieses Bild! In diesem Jungen sehe ich mich selbst im Jahr 1933. N. Vodnevsky, in: Nashi Dni Nr. 1850, 22\. November 2003 ### Dankbarkeit lernen URL: https://www.beispielgeschichte.de/dankbarkeit-lernen/ Last updated: 2026-05-15T12:48:04.000Z Es war ein schöner Herbsttag, als Betsy mit ihrem Vater sprach. Der Vater erinnerte Betsy daran, wie viel sie hat: eine liebevolle Mutter und einen liebevollen Vater, viele Spielsachen, Bücher mit schönen Bildern, Kleider von der Großmutter und leckeres Essen von der Mutter. Betsy dachte kurz nach und stimmte zu, dass ihr Vater recht hatte. Sie fügte hinzu, dass sie auch für ihr schönes Bett, das Kissen mit dem Bären und ihre Schuhe dankbar sein sollte. Und auch für das Auto, das sie haben, um zu fahren. Der Vater lächelte und sagte, dass sie sicherlich an viele Dinge denken würde, für die sie dankbar sein sollte, anstatt wütend zu sein. Betsy sagte leise, dass sie das auch dachte. Dann rief sie laut und freudig aus, dass sie zu ihrer Mutter gehen und ihr sagen würde, dass das wütende Mädchen gegangen sei und das gute kleine Mädchen zurückgekehrt sei. Betsy rutschte von den Knien ihres Vaters und rannte zur Tür. Plötzlich hielt sie an und drehte sich zu ihrem Vater um. Sie sagte, dass er das Wichtigste vergessen habe, wofür sie dankbar sein sollten: für Gott und den Herrn Jesus Christus. Der Vater antwortete, dass er das nicht vergessen habe. Er dankte Gott dafür, als Betsy hereinkam, und auch dafür, dass sie in einem Land leben, in dem sie Gott frei preisen können. Er dankte Gott für seine Gnade ihnen und uns allen gegenüber. Er hatte darüber nachgedacht, wie viele Segnungen wir jeden Tag von ihm erhalten. Dann sagte er Betsy, sie solle zu ihrer Mutter gehen und ihr erzählen, worüber sie gesprochen hatten. Vera Osipova, in: Svet Evangelia, in: Nashi Dni Nr. 1850, 22\. November 2003 ### Kann man Gott in Zeiten des Leids danken? URL: https://www.beispielgeschichte.de/kann-man-gott-in-zeiten-des-leids-danken/ Last updated: 2026-05-15T12:48:07.000Z Eine Frau dankt Gott trotz schwerer Zeiten, inspiriert von Paulus' Worten, und hinterlässt gemischte Eindrücke bei Zuhörern. _This post is for subscribers only._ ### Der alte Vater und die Schüssel mit Teigtaschen URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-alte-vater-und-die-schussel-mit-teigtaschen/ Last updated: 2026-05-15T12:48:10.000Z Die Tochter stellte ihrem alten Vater eine Schüssel mit Teigtaschen hin. "Esst", sagte sie und ging hinaus. Nach einer Weile kam sie zurück und sah, dass die Schüssel fast leer war, nur drei Teigtaschen waren übrig. "Warum habt ihr nicht aufgegessen, Vater?" fragte sie. "Ach, Tochter", seufzte der alte Mann, "die Jahre sind vorbei, in denen dein Vater noch essen konnte!" Nashi Dni Nr. 1760, 2\. Februar 2002 ### Die Weisheit der Vorsicht URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-weisheit-der-vorsicht-2/ Last updated: 2026-05-15T12:48:13.000Z „... Warum trifft man in letzter Zeit selten Menschen, die Poesie lieben und schätzen? In Russland liebt man Gedichte mehr als in Amerika. Hier in den Zeitungen findet man keine Gedichte, in den Zeitschriften sind sie auch kaum vorhanden. Warum?“ Weil das Herz des Menschen verhärtet ist. Um Gedichte zu lieben und wenigstens ein wenig zu verstehen, muss man ein singendes Herz haben. In wahrer, unverfälschter Poesie steckt viel göttliche Schönheit, wie im Gesang der Vögel, wie in blühenden Rosen. Jemand erzählte mir: „Ich kaufte einen Blumenstrauß und fuhr vom Markt nach Hause. Ein Nachbar begegnete mir und fragte, auf die Blumen zeigend: – Wofür ist das? – Nun, ich habe sie für meine Frau gekauft. Sie hat Geburtstag... – Na und? Was soll’s: Geburtstag! Du hättest ihr statt Blumen ein halbes Kilo Wurst kaufen sollen, das wäre nützlicher gewesen... Die Menschen, besonders in Amerika, versinken ganz im Materialismus, und ich wundere mich, warum man nur die Ungläubigen Materialisten nennt. Die Völker Russlands haben große Prüfungen, Schwierigkeiten und Erlebnisse durchgemacht, und das ist eine gute Schule, die die Seele mildert. In dem Drama „Nachtasyl“ von M. Gorki sagt Annuschka zu Großvater Luka: – Ich schaue dich an... Du ähnelst meinem Vater... Warum bist du so sanft und weich? – Man hat mich viel geknetet, deshalb bin ich weich, – antwortete Luka. Zur verhärteten Seele dringt die Poesie nicht durch. Auch in Amerika gibt es Menschen, die die Schönheit des künstlerischen Wortes verstehen und annehmen, aber sie sind vergleichsweise wenige. Jetzt trifft man auch in Russland immer weniger Liebhaber der Poesie, aber Gott sei Dank, in der christlichen Gemeinschaft waren, sind und werden sie sein, denn die Stimmung ihrer Seele zieht sie zum Himmlischen, Schönen und Wunderbaren. Und in wahrer Poesie gibt es ein Element des Wunders. „Der Kluge sieht das Unglück und verbirgt sich, die Unerfahrenen aber gehen weiter und müssen büßen“ (Spr. 22:3). Als Missionar weit weg von der Heimat habe ich gelernt, in schwierigen und gefährlichen Bedingungen einer unbekannten Gegend zu überleben. Eine dieser Gefahren stellten Schlangen dar, die oft völlig unerwartet auftauchten. Mit der Zeit, mit Gottes Hilfe, entwickelte ich einen seltsamen Instinkt, Schlangen zu ahnen. Einmal, als ich auf dem Weg ins Dorf Sotami war, ging ich auf einem schmalen Pfad, der sich durch das Dickicht schlängelte, als ich plötzlich Gefahr spürte. Ich erstarrte. Ohne mich zu bewegen, begann ich vorsichtig, mich umzusehen. Nach einigen Sekunden bemerkte ich eine Schlange, die ihren Kopf erhoben hatte und bereit war, anzugreifen, direkt vor mir, neben dem Pfad, auf dem ich ging. Normalerweise greifen Schlangen den Menschen nicht an, sondern verteidigen sich nur, wenn jemand die Distanz verletzt. Oft dringen wir selbst, ohne es zu merken, in ihr Territorium ein. Dann greifen sie an, getrieben vom Selbsterhaltungstrieb. Ich hatte keinen anderen Weg, und die Aussicht, mich durch das Dickicht zu schlagen, reizte mich überhaupt nicht. Ich wartete ein wenig, in der Hoffnung, dass die Schlange wegkriechen würde, aber sie bewegte sich nicht. Nach einiger Zeit senkte sie den Kopf und verharrte in Erwartung. Plötzlich kam mir ein Gedanke: Ich zog meinen Schuh aus und warf ihn in Richtung der Schlange. Sie schoss dem Schuh hinterher und verschwand dann schnell... Der weise Salomo betont den Kontrast zwischen Torheit und Weisheit. Warum die Gefahr suchen? Der Weise sieht das Böse und weicht zurück. Hätten Adam und Eva so gehandelt, wären sie nicht in die Falle getappt. Der Herr warnte sie: Der einzige Ort, an dem der Feind sie täuschen kann, ist der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. „Haltet euch fern davon!“ sagte der Herr, aber sie dachten: „Was ist daran schlecht?“ Und ohne die Gefahr zu beachten, bezahlten sie bitter dafür. Ich kenne junge Menschen, die, indem sie mit der Sünde spielten, ihr Leben zerstörten. „Was ist schon dabei, wenn ich aus Neugier eine Zigarette rauche? Wie soll ich wissen, dass Drogen schädlich sind, wenn ich sie nicht probiere? Warum ist Sex vor der Ehe eine Sünde, wenn Liebe schön ist?“ fragen sie zur Rechtfertigung ihrer Position und nähern sich dem Unglück. Gut schrieb der weise Prediger: „Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend, und dein Herz sei fröhlich in den Tagen deiner Jugend, und wandle in den Wegen deines Herzens und nach dem, was deine Augen sehen; aber wisse, dass Gott dich um all dessen willen vor Gericht bringen wird“ (Pred. 11:9). „Der Vorteil der Weisheit vor der Torheit ist wie der Vorteil des Lichts vor der Finsternis“ (Spr. 2:13). Christus spricht zu denen, die hören: „Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt“ (Offb. 2:29). Mit unserem Verstand sind wir nicht in der Lage zu begreifen, wie ein Mensch Christus ähnlich werden kann. Aber der Heilige Geist kann uns geistliches Sehen, Hören und Weisheit geben, sodass wir das sehen, was dem fleischlichen Ohr verborgen ist, und das verstehen, was dem fleischlichen Verstand unbegreiflich ist. Durch den Geist, der alles durchdringt, sogar die Tiefen Gottes, werden uns kostbare Wahrheiten offenbart, die weder mit Feder noch mit Worten beschrieben werden können. P. Rudenko P. Rudenko, in: Nashi Dni Nr. 1760, 2\. Februar 2002 ### Der Lichtstrahl der Wahrheit URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-lichtstrahl-der-wahrheit/ Last updated: 2026-05-15T12:48:16.000Z Ein Sonnenstrahl offenbart Staub und Sünde. Gottes Licht zeigt unsere Fehler, bietet aber Heilung durch Buße und Glauben. _This post is for subscribers only._ ### Ein Zeugnis der Reue URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-zeugnis-der-reue/ Last updated: 2026-05-15T12:48:19.000Z Persönliches Zeugnis einer fest angestellten Polizistin, die, nachdem sie neu geboren wurde und Christin geworden ist, aktiv am Leben einer großen, fundamentalistischen, seelenrettenden Kirche teilnimmt. Der neunte Januar 1986\. Ein kalter, klarer Tag, einer von denen, die sich lange ins Gedächtnis einprägen. Selbst heute, wenn ich an jenen Winter zurückdenke, spüre ich die Kälte, die mir den Rücken hinunterläuft und die Seele erstarren lässt. Der Mann, mit dem ich damals zusammenlebte, begleitete mich, als ich zur Klinik fuhr. Für den bevorstehenden Eingriff war es erforderlich, dass jemand bei der Patientin war. Es konnte passieren, dass sie selbst nicht in der Lage sein würde, das Auto zu fahren. Als wir an der Klinik ankamen, blieb er im Auto. Ich fühlte mich verzweifelt einsam und schlurfte langsam zu den Türen des Empfangsbereichs. Mein Herz blutete. Ich weinte die ganze Zeit, während ich auf meine Reihe wartete. Mir fehlte einfach der Mut, aufzustehen und zu gehen. Schon bei der Erinnerung daran kommen mir noch heute die Tränen. Zuerst musste für die „Dienstleistung“ bezahlt werden. Offensichtlich dachten sie, dass eine Frau, die das Geld bezahlt hat, nicht mehr umkehren würde. Man führte mich schnell in das Büro der „Beraterin“. Sie wiederholte: „Sie tun das Richtige. Der Embryo ist nicht größer als eine Bohne und noch kein Mensch.“ Das Gespräch dauerte etwa zehn Minuten. Was danach geschah, verschwamm in einem Nebel. Ich erinnere mich, dass ich in einem Raum war, wo mir eine Abtreibung vorgenommen werden sollte. Ich erinnere mich auch, dass ich betete und die ganze Kraft des Traumas spürte, das mich erfasst hatte. Die Stimme des Arztes war zu hören, der mir, während ich mit festgebundenen Beinen auf dem Tisch lag, sagte, dass ich spüren würde, wie etwas aus mir herausgezogen wird, dann würden leichte Wehen folgen und alles wäre vorbei. So einfach, leicht und schnell sollte mein Problem gelöst werden. Oh, wie wenig wusste ich! Ich weinte immer noch, als das Geräusch, das einem Staubsauger ähnelte, zu hören war. Dann spürte ich, wie etwas in mich eingeführt wurde, und danach begannen die Wehen. Ich fühlte, wie der Embryo aus mir herausgezogen wurde. Der Gedanke kam mir, ob das alles ihm nicht weh tat? Niemand hatte mir gesagt, was der getötete Embryo fühlen würde. Das Herausziehen des Embryos aus meinem Körper verursachte mir weniger Schmerz als das Zerreißen meines Herzens in Stücke. Der physische Teil des Eingriffs ist unbeschreiblich, aber das emotionale Trauma war am kritischsten. Als man das Kind aus mir zog, fühlte ich, wie ein Teil meines Herzens mit ihm gezogen wurde. Ich redete mir ein, dass ich das Richtige tat, dass es so besser sei, aber heute weiß ich, dass meine Wahl falsch war. Bis heute spüre ich dieses Herausziehen meines Kindes aus mir. Ich weine immer noch. Oh, hätte ich damals über den gegenwärtigen Moment hinausblicken können! Warum dachte ich nicht an die Zukunft? Ich habe eine Nichte und einen Neffen in dem Alter, in dem mein Kind heute wäre. Ich sehe ihn jedes Mal, wenn ich sie ansehe. Ich stelle mir vor, wie er wäre, wem er ähnlich sähe... Meine Verwandten wissen bis heute nicht, welche Schande ich in meiner Brust trage. Dieses schändliche Geheimnis werde ich mit ins Grab nehmen. Dieser Fehler ist nicht mehr zu korrigieren, und der Schmerz, den er hinterlassen hat, wird niemals vergehen. Ich glaube, dass der Herr mir vergeben hat, als ich all meine Sünden bereute, und dass ich mein Kind in der Ewigkeit sehen werde, und es wird mich verstehen. Obwohl ich damals den scheinbar leichten Ausweg wählte, liebe ich mein Kind und denke oft an es. Jetzt verstehe ich, dass ich es hätte großziehen können und wir genug Mittel zum Leben gehabt hätten. Ich lebe schon lange nicht mehr mit dem Mann zusammen, der der Vater meines (unseres!) Kindes wurde. Ich erinnere mich einfach und weiß, dass nichts mehr zu ändern ist. Zu spät! Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, beabsichtigt, eine Abtreibung vorzunehmen, bitte ich Sie inständig, meinen Rat anzunehmen: Schauen Sie nach vorne, denken Sie an die Zukunft. Denken Sie an den emotionalen und spirituellen Umbruch, der in Ihnen stattfinden wird. Lassen Sie sich nicht einreden, dass es nur ein „Klumpen“, eine „Bohne“, „kein Mensch“ ist. Glauben Sie mir, wenn sie anfangen, diesen „Klumpen“ aus Ihnen herauszuziehen, werden Sie ohne jeden Zweifel wissen, dass der „Klumpen“ lebt und dass er Ihr Kind ist! In der Zukunft werden Sie seine Stimme noch viele, viele Male hören, die Sie zu sich ruft. Und jedes Mal werden Sie sich erinnern, dass es schon zu spät ist! Indem Sie sich von der lebendigen Frucht befreien, berauben Sie sich der Möglichkeit, jemals in Ihrem Leben sein Lachen, sein Weinen zu hören, seine Händchen um Ihren Hals und seinen Kuss auf Ihrer Wange zu spüren. Er wird Ihnen niemals sagen: „Mama, ich liebe dich!“ Warum habe ich an all das nicht an jenem kalten Januartag gedacht, auf dem Weg zur Abtreibungsklinik? Und warum schwieg der Mann, der neben mir saß? Nehmen Sie mein Zeugnis an und lernen Sie aus meinen Lektionen, solange es noch nicht zu spät ist! Wenn mein Zeugnis auch nur einer Frau hilft, ihre Meinung zu ändern und ihre Entscheidung, eine Abtreibung vorzunehmen, zu revidieren, werde ich das Gefühl haben, dass es sein Ziel erreicht hat. Und wenn Sie wirklich nicht in der Lage sind, Ihr Kind zu erziehen und zu ernähren, gibt es Frauen, die keine Kinder haben können und dies für Sie tun werden, wenn Sie mit ihnen eine offene Adoption vereinbaren. Ich weiß, dass Gott mir vergeben hat, aber es fällt mir schwer, mir selbst zu vergeben. Jeden Tag bitte ich den Herrn, mir eine zweite Chance zu geben, Mutter zu werden. Vera Kushnir, in: Nashi Dni Nr. 1760, 2\. Februar 2002 ### Die verlorene Liebe eines Kindes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-verlorene-liebe-eines-kindes/ Last updated: 2026-05-15T12:48:22.000Z Ein Junge kann nicht schreiben, dass er seine kalte Mutter liebt. Die Schule versucht zu helfen, aber Liebe kann nicht erzwungen werden. _This post is for subscribers only._ ### Die Warnungen des Todes URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-warnungen-des-todes/ Last updated: 2026-05-15T12:48:25.000Z Der Tod erinnert einen Mann an die vielen Warnungen, die er über die Jahre erhalten hat, bevor er ihn mitnimmt. _This post is for subscribers only._ ### Der ewige Richter und die Logik des Mörders URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-ewige-richter-und-die-logik-des-morders/ Last updated: 2026-05-15T12:48:28.000Z Ein Mörder glaubt, durch die Mehrheit freigesprochen zu werden, doch der Richter verurteilt ihn. Glaube ist nicht von der Mehrheit abhängig. _This post is for subscribers only._ ### Die einsame Vogelreise URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-einsame-vogelreise/ Last updated: 2026-05-15T12:48:31.000Z Ein einsamer Vogel sucht vergeblich nach einem Zuhause, während das Kind Gottes in Jesus Christus immer Zuflucht findet. _This post is for subscribers only._ ### Ein Engel in Odessa URL: https://www.beispielgeschichte.de/ein-engel-in-odessa/ Last updated: 2026-05-15T12:48:34.000Z Katja wird von einem Engel gewarnt und entgeht einem Unfall. Sie wendet sich daraufhin Jesus Christus zu. _This post is for subscribers only._ ### Die Rettung der jungen Geisha URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-rettung-der-jungen-geisha-2/ Last updated: 2026-05-15T12:48:37.000Z Eine junge Geisha in Japan wird durch eine Botschaft auf einem Felsen und Missionare vor dem Selbstmord gerettet. _This post is for subscribers only._ ### Vom Palast in die Grube URL: https://www.beispielgeschichte.de/vom-palast-in-die-grube/ Last updated: 2026-05-15T12:48:40.000Z Nebukadnezar und Saddam Hussein wurden erniedrigt. Gottes Wege sind gerecht und demütigen die Stolzen. _This post is for subscribers only._ ### Der falsche Weg URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-falsche-weg/ Last updated: 2026-05-15T12:48:43.000Z Zwei Eisenbahner sterben, weil sie den falschen Weg wählen. Nur Christus führt sicher zum Heil. _This post is for subscribers only._ ### Die heilende Kraft des Wassers und des Gebets URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-heilende-kraft-des-wassers-und-des-gebets/ Last updated: 2026-05-15T12:48:46.000Z Wasser und Gebet reinigen Körper und Seele von Gift und Sünde. Beginne jeden Tag mit Gottes Wort und Gebet. _This post is for subscribers only._ ### Der ungewollte Priester URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-ungewollte-priester/ Last updated: 2026-05-15T12:48:49.000Z Ein junger Atheist spielt einen Priester, doch ein Unfall führt ihn zur wahren Berufung als Prediger. _This post is for subscribers only._ ### Der Hirtenjunge und das Vertrauen URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-hirtenjunge-und-das-vertrauen/ Last updated: 2026-05-15T12:48:52.000Z Es war einmal ein Hirtenjunge, der niemandem außer seinem Vater vertraute. Es ist nicht überflüssig, die Geschichte zu unserer Ermutigung zu wiederholen. Jemand fiel von einer Klippe in die Tiefe. Eine Rettungsgruppe beschloss, den Hirtenjungen, den Sohn des Hirten, mit einem Seil hinunterzulassen, um diesen Ort zu untersuchen. Sie versprachen dem Jungen eine gute Bezahlung, wenn er einwilligen würde, sich mit einem Seil festbinden und in die Tiefe hinablassen zu lassen. Der Junge konnte sich trotz langer Überredung und Zusicherungen, dass alles sicher sei, nicht dazu entschließen, diesen Menschen zu vertrauen. Doch dann sah er seinen Vater auf sie zukommen und rief freudig aus: – Ich bin einverstanden! Ich bin einverstanden, wenn mein Vater das Seil hält! Mein Freund! Wenn du dich dem Herrn hingegeben und sein ewiges Heil angenommen hast, brauchst du Vertrauen zu ihm. Denke daran: Gott ist unsere Stärke. Er hält uns und beschützt uns, wenn wir wirklich seine Kinder sind. „Gott gürtet mich mit Kraft, er bahnt mir einen sicheren Weg“ (2\. Sam. 22,33). Nashi Dni Nr. 1810, 1\. Februar 2003 ### Die Weisheit des Vaters URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-weisheit-des-vaters/ Last updated: 2026-05-15T12:48:55.000Z „Höre, mein Sohn, die Unterweisung deines Vaters und verwerfe nicht den Bund deiner Mutter“, so lesen wir im Buch der Sprüche 1:8\. Glücklich sind jene Menschen, die dies kennen und befolgen. Eines Tages kam ein junger Mann zu Mark Twain und beklagte sich über seinen Vater: „Ich verstehe ihn nicht, er ist rückständig und hat keine Ahnung von modernen Ideen.“ Mark Twain antwortete ihm: „Mein junger Freund, ich verstehe dich. Als ich 17 Jahre alt war, war mein Vater auch so rückständig wie deiner. Ich konnte ihn nicht ertragen. Aber nach 10 Jahren hatte mein Vater so viel gelernt (alte Leute entwickeln sich langsam!), dass ich mit ihm reden konnte. Und jetzt, wo ich 37 Jahre alt bin, wende ich mich immer an meinen alten Vater, wenn es um ernste Lebensfragen geht. So kann sich ein Mensch verändern!“ Und der junge Mann verstand, dass nicht der Vater sich ändern musste, sondern er selbst. Die Heilige Schrift gibt den richtigen Rat. Oh, wenn doch die jungen Männer ihn in ihr Herz aufnehmen würden! Nashi Dni Nr. 1810, 1\. Februar 2003 ### Der Kampf mit dem inneren Feind URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-kampf-mit-dem-inneren-feind/ Last updated: 2026-05-15T12:48:58.000Z Ein Mann kämpft gegen ein Monster, das sein eigenes Gesicht hat. Selbstbeherrschung ist der größte Sieg. Heute entscheidet über die Ewigk… _This post is for subscribers only._ ### Die Macht der Worte URL: https://www.beispielgeschichte.de/die-macht-der-worte-2/ Last updated: 2026-05-15T12:49:01.000Z In den schneebedeckten Bergen der Schweiz warnen die Führer die Reisenden, kein Wort zu sprechen, da schon die kleinste Luftbewegung den überhängenden Schnee von der Klippe lösen und eine Lawine auslösen kann. Wer hätte gedacht, dass ein einziges Wort solch schreckliche Folgen haben könnte? Doch der moralische Einfluss unserer Worte ist noch unermesslich größer. Unbedachte Worte, die Menschen oft 'in den Wind schlagen', bewegen Ereignisse über Jahrhunderte hinweg, und der Tag des Gerichts wird die Folgen unserer Worte offenbaren. Mögen unsere Worte wahrhaftig, einfach, aufrichtig, wohlwollend und liebevoll sein. 'Euer Wort sei allezeit in Gnade' (Kol. 4:6). Wir würden mit größerer Weisheit sprechen, wenn wir uns daran erinnern, dass unsere Worte oft unumkehrbare Folgen haben. Nashi Dni Nr. 1810, 1\. Februar 2003 ### Der unvergängliche Name des Himmelskönigs URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-unvergangliche-name-des-himmelskonigs/ Last updated: 2026-05-15T12:49:04.000Z Wenn der Mond, kaum lebendig, im Fensterrahmen verblasst, webt der Morgen Spitzen – Schatten der Balkone, so ist das Ende der Laternen gekommen. Was sollen sie traurig schaukeln? Über die Welt ergießt sich die Morgenröte als Widerschein des lichten Paradieses. Der Himmel steigt zu mir herab, in meine Gedanken und Träume; und sie, Jesus, sind von Dir. Wische meine Tränen ab! Roald Mandelstam in den Himmel, geheimnisvoll und stumm... Und währenddessen, zwischen den blühenden Hügeln Galiläas, an den Ufern des wundersamen Sees, erklangen erstaunliche Worte über die Liebe zu Gott und den Menschen, eine grenzenlose Liebe, eine Liebe, die alles bedeckt; mit einem wütenden Schrei antworteten die Menschen auf diesen Ruf, und... das Kreuz auf Golgatha leuchtete wie ein gigantischer Leuchtturm... Noch vergingen Jahre, Jahrhunderte... Der Galiläer war nicht mehr unter den Menschen. Er ging, aber Seine Worte blieben. Und unter dem mächtigen Zauber dieser Worte beugten sich die besiegten Götter des fröhlichen und lärmenden Hellas (Griechenland) und des strengen Roms und verließen traurig die Welt. Hunderte, Tausende von Menschen entsagten um Seinetwillen allen Freuden des Lebens und gingen mit einem Lächeln des Glücks in die Arenen der Zirkusse, um von Tieren zerrissen zu werden, und auf die Scheiterhaufen... Und im Sterben unter unglaublichen Qualen flüsterten die Menschen den Namen des wunderbaren Galiläers. Doch die Scheiterhaufen erloschen, die Arenen leerten sich, und über das Antlitz der ganzen Erde erhoben sich die Kuppeln von Tausenden und Abertausenden von Tempeln, in denen Millionen von Menschen mit zitternder Seele den Namen des Großen, Unergründlichen flüstern. In der Musik, in der Malerei, im Marmor und in wunderbaren Liedern erheben die Menschen Ihm Lob und betrachten in erstaunter Begeisterung, durch den Rauch der Jahrhunderte hindurch, die unendliche Schönheit Seiner... Und inmitten der Wüste, unter dem dunklen Schleier der Nacht, in der tiefen Stille des Nichtseins, liegt der dunkle, geheimnisvolle Sphinx, die unsichtbaren Augen in die Tiefe des ewigen Himmels gerichtet, und in seinem steinernen Herzen wird immer noch das rührende Bild des Himmlischen Kindes bewahrt, das nun König der Könige und Herr der Herren ist. Sphinx! Winde und Regen werden dich von der Erde tilgen, aber der Name des Himmlischen Kindes, das zum Messias wurde, wird in Ewigkeit von Millionen von durch Ihn erlösten Seelen gepriesen werden! N.N. N.N., in: Nashi Dni Nr. 1859, 24\. Januar 2004 ### Die Sphinx und die Heilige Familie URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-sphinx-und-die-heilige-familie/ Last updated: 2026-05-15T12:49:07.000Z Ein Sphinx beobachtet die Heilige Familie auf ihrer Flucht nach Ägypten und bewahrt das Bild des Kindes in seinem steinernen Herzen. _This post is for subscribers only._ ### Der ehrliche Joe URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-ehrliche-joe/ Last updated: 2026-05-15T12:49:10.000Z Es war ein sehr warmer Tag. Die Kinder in der dritten Klasse schrieben eine Rechenarbeit. Alles lief gut. Joe wusste, dass er es geschafft hatte. Nun machte er sich an die Rechtschreibung. Für ihn war Rechtschreibung ziemlich schwierig. Vor ihm saß Mabel – die beste Schülerin in Rechtschreibung. Plötzlich flüsterte ihm jemand ins Ohr: „Schau auf ihr Blatt. Schau, sonst schaffst du es nicht!“ Und Joe konnte der Versuchung nicht widerstehen. Er schaute und schrieb einige Wörter ab. Joes Mutter war gläubig und lehrte ihn streng, immer ehrlich und gerecht zu handeln. Doch die Lehren seiner Mutter waren vergessen. Satan hatte den passenden Moment gewählt. Die Lehrerin sah alles und war sehr betrübt, dass Joe sie täuschte. Sie hielt Joe für den ehrlichsten Jungen. Sie beschloss, nach dem Unterricht mit ihm zu sprechen. Nach einiger Zeit ließ die Lehrerin einen der Jungen die Arbeiten einsammeln. Als er zu Joe kam, sagte dieser: „Ich werde nicht abgeben!“ Und plötzlich zerriss er sein Blatt. Nach dem Unterricht ging Joe selbst zur Lehrerin: „Entschuldigen Sie mich. Ich habe einige Wörter von Mabel abgeschrieben. Und ich konnte die Arbeit nicht abgeben“, gestand er ehrlich. „Ich wusste, dass es nicht gut war.“ Die Lehrerin umarmte ihn und sagte: „Joe, ich war sehr betrübt, als ich sah, dass du Wörter von Mabels Blatt abschriebst. Wie froh bin ich, dass du deine Sünde erkannt hast. Denn jeder Betrug ist eine Sünde. Ich habe dich immer für einen ehrlichen und wahrhaftigen Jungen gehalten. Und ich bin froh, dass ich mich nicht geirrt habe!“ „Der Gerechte denkt an Gerechtes“ (Jesaja 32,8). „Wir wollen uns in allem ehrlich verhalten...“ (Hebräer 13,18). G. Mehonzeva, in: Nashi Dni Nr. 1859, 24\. Januar 2004 ### Der Stolz der Dichter und die Liebe Gottes URL: https://www.beispielgeschichte.de/der-stolz-der-dichter-und-die-liebe-gottes/ Last updated: 2026-05-16T15:03:16.000Z Majakowski und Fadejew fanden ohne Gottes Liebe keinen Sinn und endeten tragisch. Wahre Freude ist untrennbar von Gottes Liebe. _This post is for subscribers only._ _Includes the latest 500 public posts. Use `/sitemap.xml` for the complete archive of public content._